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	<title>KWERFELDEIN &#124; Fotografie Magazin &#187; Artikel</title>
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	<description>Das Fotografie Magazin</description>
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		<title>Als Fotograf beim Castor-Transport</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 06:59:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Gommel</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Aufstand]]></category>
		<category><![CDATA[blockade]]></category>
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		<description><![CDATA[126 Stunden Transportzeit, &#252;ber 100 Blockade-Aktionen und 20.000 Polizeikr&#228;fte im Einsatz. Der Castor-Transport 2011 war der l&#228;ngste, der teuerste und sicherlich auch einer der h&#228;rtesten – sowohl f&#252;r Aktivisten und Polizisten, als auch f&#252;r uns Fotojournalisten.<p></p>
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			<content:encoded><![CDATA[<div class="info"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-24375" title="Fotojournalisten" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/11/IMG_9718-2-120x120.jpg" alt="" width="120" height="120" />Dies ist ein Artikel von <a href="http://flickr.com/visualrebellion" target="_blank">Chris Grodotzki</a> und <a href="http://flickr.com/rubenneugebauer" target="_blank">Ruben Neugebauer</a>. Die beiden freien Fotografen und Fotojournalisten arbeiten schwerpunktm&#228;&#223;ig zu sozialen und Umwelt-Themen und bloggen gemeinsam auf <a href="http://visual-rebellion.com" target="_blank">visual-rebellion.com</a>.</div>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/Bild-11.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-29614" title="Castor-Transport " src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/Bild-11-500x333.jpg" alt="Castor-Transport " width="500" height="333" /></a></p>
<p><strong>126 Stunden Transportzeit, &#252;ber 100 Blockade-Aktionen und 20.000 Polizeikr&#228;fte im Einsatz. Der Castor-Transport 2011 war der l&#228;ngste, der teuerste und sicherlich auch einer der h&#228;rtesten – sowohl f&#252;r Aktivisten und Polizisten, als auch f&#252;r uns Fotojournalisten.</strong></p>
<p>Als Teil eines Dokumentations-Projekts und mit Auftr&#228;gen verschiedener Medien und Umweltorganisationen in der Tasche, waren wir von Anfang an dabei und begleiteten die allj&#228;hrlichen Proteste gegen den strahlenden Transport. F&#252;r uns als Fotografen bedeutete der Castor eine knappe Woche Schlafmangel und diverse nervige Polizeikontrollen, aber auch jede Menge tolle Motive, spannende Geschichten und viel Raum zum Experimentieren.</p>
<p>Hier unser „Reisebericht“ zum Ausnahmezustand im Wendland:</p>
<p><strong>23. November &#8211; Gutes Timing</strong></p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/Bild-2.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-29615" title="Castor-Transport " src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/Bild-2-500x333.jpg" alt="Castor-Transport " width="500" height="333" /></a></p>
<p>Wir wollten fr&#252;h im Wendland sein. Um den Aufbau der Protest-Camps mitzubekommen, uns schon einmal einzurichten und erste Bilder liefern zu k&#246;nnen, planten wir unsere Anreise bereits Wochen vorher auf diesen Mittwoch. Eine gute Entscheidung, wie sich nun herausstellt, denn w&#228;hrend wir auf dem Weg ins Wendland sind, macht sich in Frankreich auch der Atomm&#252;ll-Zug auf den Weg – einen Tag fr&#252;her als angek&#252;ndigt.</p>
<p>Wir sind gespannt! Nicht nur auf das, was der wendl&#228;ndische Protest dieses Jahr wohl wieder gegen den strahlenden Transport ins Feld schicken wird, sondern auch auf unser pers&#246;nliches kleines Experiment: Wir wollen in den kommenden Tagen nicht, wie f&#252;r Fotojournalisten &#252;blich, allein, sondern im Team arbeiten. Das hei&#223;t nicht nur das Auto, sondern alles – Auftr&#228;ge, Fotos, Copyright und Honorare – wird geteilt.</p>
<p><span id="more-29612"></span></p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/Bild-31.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-29616" title="Castor-Transport " src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/Bild-31-500x333.jpg" alt="Castor-Transport " width="500" height="333" /></a></p>
<p>Vollgepackt mit Kamera-Equipment, Outdoor-Klamotten, Schlafs&#228;cken, Schutzausr&#252;stung und einer guten Ladung Vorfreude treffen wir uns in L&#252;neburg. Von dort machen wir uns mit dem gemieteten Wagen auf ins wundersch&#246;ne, doch recht abgelegene Wendland. Die Aktivisten dort sind schon flei&#223;ig am Werke und wir kommen gerade richtig an, um die letzten Aufbau-Szenen in den Camps mitzuerleben, bevor es dunkel wird.</p>
<p>Es folgt noch eine Stippvisite bei „The Gorleben Project“, dem Castor-Dokumentations-Projekt, an dem wir uns beteiligen wollen und ein n&#228;chtlicher Anti-Atom-Laternenumzug. Danach geht&#8217;s ins Bett, beziehungsweise ins Stroh f&#252;r eine letzte halbwegs lange Nacht.</p>
<p><strong>24. November &#8211; Das Wendland macht sich bereit</strong></p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/Bild-41.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-29617" title="Castor-Transport " src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/Bild-41-500x332.jpg" alt="Castor-Transport " width="500" height="332" /></a></p>
<p>Fr&#252;h aufgestanden machen wir uns zu allererst einmal selbst bereit f&#252;r alles, was da kommen mag: Presseschilder im Auto verteilen, Spannungswandler f&#252;r Akkuladeger&#228;te anschlie&#223;en, Tagesrucks&#228;cke packen, Kamera- und Objektivtaschen sinnvoll daran befestigen und das daraus entstehende Taschen-System (beziehungsweise -Gewirr) zusammen mit Helmen, Getr&#228;nken und Laptop schnell greifbar auf der R&#252;ckbank positionieren.</p>
<p>Los geht’s! Erst einmal allerdings nur zur Polizeipressestelle nach Dannenberg. Dort holen wir uns die ungeliebte, doch aller Voraussicht nach unumg&#228;ngliche Presse-Akkreditierung ab – ein von Beginn an umstrittener Ausweis, den die Polizei an Pressevertreter ausstellt, die sich brav anmelden und registrieren lassen.</p>
<p>Das ganze Verfahren ist zwar freiwillig, allerdings stellt die Polizei f&#252;r nicht-akkreditierte Journalisten „weitergehende &#220;berpr&#252;fungen“ und „Wartezeiten“ vor Ort in Aussicht.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/Bild-5.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-29618" title="Castor-Transport " src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/Bild-5-500x333.jpg" alt="Castor-Transport " width="500" height="333" /></a></p>
<p>Fertig ausger&#252;stet machen wir uns dann endlich auf den Weg zur ersten gr&#246;&#223;eren Aktion – der allj&#228;hrlichen, farbenfrohen und mit knapp 2.000 Teilnehmern sehr gut besuchten Sch&#252;lerdemo in L&#252;chow. Den Rest des Tages begn&#252;gen wir uns damit, die Bilder zu sammeln, f&#252;r die in den kommenden Tagen keine Zeit mehr sein wird, zum Beispiel ein paar Protest-Landscapes mit den &#252;berall am Stra&#223;enrand aufgebauten Protest-Kunst-Installationen. Der Castor steht derweil noch vor der deutschen Grenze.</p>
<p>Sp&#228;ter am Abend folgt noch der erste Nachteinsatz, als die Polizei mit Wasserwerfern und mehreren Hundertschaften in Metzingen einr&#252;ckt, um mit gro&#223;em Tamtam die B216 abzusichern. Einige Demonstranten hatten wohl versucht, den allj&#228;hrlichen Protestauftakt des Wendlandes – den „Laternenumzug mit Landmaschinenschau“ – f&#252;r eine Blockade der Bundesstra&#223;e zu nutzen. W&#228;hrend des Einsatzes kommt es auch zu den ersten Konflikten zwischen Journalisten und Staatsmacht, als eine Polizistin mehrere Fotografen-Kollegen zwingt, Bilder von ihren Kameras zu l&#246;schen. Vorf&#228;lle dieser Art bleiben beim diesj&#228;hrigen Castor-Einsatz leider nicht die Ausnahme.</p>
<p><strong>25. November &#8211; Aufw&#228;rm&#252;bungen</strong></p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/Bild-6.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-29619" title="Castor-Transport " src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/Bild-6-500x332.jpg" alt="Castor-Transport " width="500" height="332" /></a></p>
<p>Nach einer recht kurzen Nacht geht’s am Freitag dann richtig los – sie f&#252;nfte Jahreszeit des Wendlands beginnt mit der „Rallye Monte G&#246;hrde“. Wenn man den Castor sportlich betrachten will, ist die Rallye so etwas wie das Aufw&#228;rmtraining, bei dem sich die Castor-Gegner mit der Polizei ein Katz-und-Maus-Spiel in den W&#228;ldern entlang der Castor-Strecke liefern.</p>
<p>Wer dabei sein will, muss sich auf einen langen, bewegungsreichen Tag im Wald einrichten. Zum ersten Mal kommen hier auch die mitgebrachten Helme mit PRESSE-Schriftzug zum Einsatz, als sich einige Autonome und die Staatsmacht erste kleine Scharm&#252;tzel im Wald liefern.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/Bild-7.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-29620" title="Castor-Transport " src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/Bild-7-500x333.jpg" alt="Castor-Transport " width="500" height="333" /></a></p>
<p>Nach der Rallye folgt f&#252;r uns das all-abendliche Hochladen der Bilder. Noch wei&#223; keiner, wann der Castor im Wendland ankommen wird. Die Kampagne „Castor? Schottern!“ will ihre Aktionen m&#246;glicherweise schon in den fr&#252;hen Morgenstunden starten. Wir beschliessen deshalb, uns schon fr&#252;h schlafen zu legen, doch Pustekuchen&#8230;</p>
<p>Die Bilder des Nachmittags sind noch nicht fertig hochgeladen, als uns &#252;ber den Castorticker die Meldung ereilt, das Camp in Metzingen w&#252;rde momentan von der Polizei gest&#252;rmt. Als wir losfahren, stehen die Wasserwerfer bereits vor den Dixi-Klos des Camps, es wird wohl mal wieder eine kurze Nacht.</p>
<p><strong>26. November &#8211; Aktionstourismus</strong></p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/Bild-81.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-29623" title="Bockspringen" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/Bild-81-500x332.jpg" alt="" width="500" height="332" /></a></p>
<p>Die Nacht haben wir im Aktivisten-Camp verbracht, schlie&#223;lich wollen wir m&#246;glichst nah dran sein, wenn es mit den eigentlichen Aktionen los geht. Es zeichnet sich jedoch ab, dass die „Castor? Schottern!“-Aktion sowie der Start der gro&#223;en WiderSetzen-Sitzblockade auf den Zeitraum der bundesweiten Gro&#223;kundgebung in Dannenberg fallen werden. Wir h&#228;tten insbesondere „Castor? Schottern!“ sehr gerne begleitet, doch die Auftragslage verlangt Bilder vom Sternmarsch und der Gro&#223;kundgebung.</p>
<p>Wir versuchen, einen Kompromiss einzugehen und fahren, in der Hoffnung ein paar verfr&#252;hte Schotterer zu finden, einfach mit dem Auto direkt ans Gleis zu der Stelle, an der die „Schottern“-Massenaktion im vergangenen Jahr stattfand. Hier treffen wir jedoch lediglich diverse Medienvertreter, die in einem &#228;hnlichen Dilemma stecken wie wir selbst.</p>
<p>F&#252;r etwas Unterhaltung auf dem ausgedehnten Waldspaziergang sorgt ein etwas &#252;bermotivierter Polizeireiter, der versucht, &#252;ber eine Barrikade aus Baumst&#228;mmen zu springen und dabei, unsanft von seinem hohen Ross geholt, auf dem Waldboden landet. Bevor wir zur Gro&#223;demo los m&#252;ssen, ist ein aufgeschreckter Hirsch der Einzige, der sich hier auf die Schiene begibt. Die Schotterer sind auf dem Weg zu einem anderen Gleisabschnitt – Pech gehabt.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/Bild-9.jpg"><img title="Castor-Transport " src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/Bild-9-500x333.jpg" alt="Castor-Transport " width="500" height="333" /></a></p>
<p>Die bunte, kreative Gro&#223;demo mit &#252;ber 23.000 Teilnehmern, Treckern und allem, was man sich so als Demo-Fotograf w&#252;nschen kann, macht es uns dann allerdings nicht schwer, die n&#246;tigen Bilder zusammenzubekommen. So geht es f&#252;r uns, noch w&#228;hrend die Kundgebung l&#228;uft, weiter zur gro&#223;en WiederSetzen-Sitzblockade auf den Schienen bei Harlingen. Zwischen all diesen schnellen Standortwechseln bleibt kaum Zeit f&#252;r Pausen. Hier zahlt es sich wieder aus, zu zweit unterwegs zu sein: W&#228;hrend einer f&#228;hrt, kann der andere schon die neuesten Fotos sichten und uploadfertig exportieren.</p>
<p>Als es auf den Schienen in Harlingen dunkel wird, bemerken wir, dass wir den ganzen Tag nichts gegessen haben und besorgen uns von der „Volxk&#252;che“ der Sitzblockierer ein paar vegan belegte Brote. Es folgt ein Abstecher ins improvisierte Scheunen-B&#252;ro von „The Gorleben Project“ zum Hochladen der Bilder und dann eine lange, schlaflose Nacht: Zuerst r&#252;ckt die Polizei, wie schon am Vorabend, in Metzingen ein und kurz darauf beginnt die R&#228;umung der Harlinger Sitzblockade.</p>
<p><strong>27. November &#8211; X-tausendmalquer</strong></p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/Bild-10.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-29624" title="Castor-Transport" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/Bild-10-500x332.jpg" alt="Castor-Transport" width="500" height="332" /></a></p>
<p>Wir machen die Nacht durch und widmen uns beim ersten Licht dem Harlinger Freiluftgewahrsam, in dem die Staatsmacht knappe tausend Aktivisten der in der Nacht ger&#228;umten Sitzblockade zusammengepfercht hat. Wieder geraten wir dabei mit der Polizei, dieses Mal sogar mit den Pressesprechern aneinander, die uns unn&#246;tigerweise den Zugang zum Kessel verweigern wollen. Wie so oft bringt alles Diskutieren wenig &#8211; am Ende siegt die Dreistigkeit und wir schleichen uns einfach &#252;ber Umwege in die Polizei-Wagenburg hinein.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/Bild-111.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-29625" title="Castor-Transport" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/Bild-111-500x333.jpg" alt="Castor-Transport" width="500" height="333" /></a></p>
<p>Wir verlassen Harlingen mit einem Haufen Fotos, als wir die Info bekommen, dass sich X-tausendmalquer, die zweite Massenblockade-Gruppe, demn&#228;chst auf den Weg macht. Nach einem Zwischenstopp bei der &#228;u&#223;erst langlebigen Ankett-Aktion der B&#228;uerlichen Notgemeinschaft begleiten wir die knapp tausend Sitzblockierer auf ihrem Weg durch die wendischen W&#228;lder bis zur Stra&#223;e vor Gorleben. Bei Einbruch der D&#228;mmerung verlaufen wir uns noch kurz im Wald, machen uns dann aber auf den R&#252;ckweg, um die Fotos des Tages an die Kundschaft zu verteilen.</p>
<p><strong>28. November &#8211; Das Finale</strong></p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/Bild-12.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-29626" title="Castor-Transport" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/Bild-12-500x333.jpg" alt="Castor-Transport" width="500" height="333" /></a></p>
<p>Da der Castor mittlerweile im Dannenberger Verladekran steht, machen wir uns im Morgengrauen auf den Weg dorthin. Von den mit Live-Sendeausr&#252;stung best&#252;ckten Aussichtsplattformen des Presse-Containerdorfes am Verladebahnhof ergattern wir das obligatorische Castor-Beh&#228;lter-Bild und k&#246;nnen somit auch dieses von der To-Do-Liste streichen.</p>
<p>Mit Zwischenhalten bei der Greenpeace-Stra&#223;enblockade und ein paar sch&#246;nen kleinen Trecker-Randgeschichten geht’s zur&#252;ck zu den X-tausendmalquer-Blockierern, die immer noch auf der Stra&#223;e bei Gorleben durchhalten. Auf dem Weg dorthin macht sich die N&#228;he des Castors jetzt deutlich bemerkbar. Die Stra&#223;enstrecke von Dannenberg nach Gorleben ist hermetisch abgeriegelt.</p>
<p>Wir m&#252;ssen kilometerweite Umwege fahren und geraten dabei von einer Polizeikontrolle in die n&#228;chste. Erst nach Stunden erreichen wir die Sitzblockade.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/Bild-13.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-29627" title="Castor-Transport" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/Bild-13-500x332.jpg" alt="Castor-Transport" width="500" height="332" /></a></p>
<p>Kaum angekommen, geht in der Halbd&#228;mmerung auch schon die R&#228;umung los. Kein leichtes Spiel f&#252;r Fotografen wie uns, die in erster Linie auf vorhandenes Licht setzen. Gegen Ende der R&#228;umung machen sich ein paar unverzagte Castor-Gegner noch auf den Weg ins kaum f&#252;nf Kilometer entfernte Laase zur Abschlusskundgebung. Auch wir schlagen diese Richtung ein, w&#228;hrend der Castor in Dannenberg losrollt, um das letzte Teilst&#252;ck, die Stra&#223;enstrecke nach Gorleben, hinter sich zu bringen.</p>
<p>Bei der Ankunft am letzten Schauplatz unserer Castor-Doku gibt&#8217;s dann noch einmal eindr&#252;ckliche Bilder: W&#228;hrend ein Gro&#223;teil der Castor-Gegner auf dem Feld nahe der Castorstrecke auf der Abschlusskundgebung den l&#228;ngsten Castor aller Zeiten feiert und die Polizei mit einem Gro&#223;aufgebot entlang der Stra&#223;e Spalier steht, liefern sich einige noch letzte Scharm&#252;tzel: Polizei-Greiftrupps r&#252;cken immer wieder auf das Kundgebungsgel&#228;nde vor, woraufhin einige Demonstranten Heuballen auf dem Feld in Brand setzen und die gesamte Gegend einnebeln.</p>
<p>So endet der Castor-Protest 2011 in einer unwirklichen, aber effektvollen Szenerie: Im dichten, nur von den Wasserwerfer-Scheinwerfern durchbrochenen Rauch, beim Sound von Techno und polizeilichen Lautsprecherdurchsagen, passiert der Atomm&#252;ll-Konvoi Laase und erreicht eine Viertelstunde sp&#228;ter das Zwischenlager Gorleben.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/Bild-14.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-29628" title="Castor-Transport" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/Bild-14-500x333.jpg" alt="Castor-Transport" width="500" height="333" /></a></p>
<p>Das Arbeiten zu zweit hat sich als spannende Alternative zum Einzel-Einsatz erwiesen und uns eine weitaus umfassendere Castor-Dokumentation erm&#246;glicht als sie im Alleingang m&#246;glich gewesen w&#228;re. Wir haben uns in vielerlei Hinsicht gut erg&#228;nzt und uns gegenseitig bei Schlaf-, Essens-, Kreativit&#228;ts- oder Motivations-Mangel immer wieder gegenseitig angeschoben.</p>
<p>Trotz der vielen, teils gleichzeitigen Aktionen konnten wir alles f&#252;r unsere Dokumentation Wichtige mitnehmen und gleichzeitig noch unsere Auftragsarbeiten sauber abwickeln.</p>
<p><em>Todm&#252;de, schmutzig und nach Rauch stinkend machen wir uns mit &#252;ber 5.000 neuen Bildern im Gep&#228;ck auf den Heimweg. Die Vorfreude auf eine Dusche und ein warmes Bett ist gro&#223;, doch auch eine ordentliche Portion Wehmut schwingt mit, als wir die Grenzen der liebgewonnenen, aufst&#228;ndischen „Republik Freies Wendland“ verlassen.</em></p>
<p><iframe style="overflow: hidden; width: 450px; height: 35px;" src="//www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fkwerfeldein.de%2Findex.php%2F2012%2F02%2F03%2Fals-fotograf-beim-castor-transport%2F&amp;send=false&amp;layout=standard&amp;width=450&amp;show_faces=false&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;font&amp;height=35" frameborder="0" scrolling="no" width="320" height="240"></iframe></p>
<p></p>
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		<title>Lars Licht: Fotok&#252;nstler der neuen Avantgarde</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 10:43:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Gommel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[kritik]]></category>
		<category><![CDATA[lars licht]]></category>
		<category><![CDATA[satire]]></category>
		<category><![CDATA[video]]></category>

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		<description><![CDATA[Lars Licht, das ist der frische und prestigetr&#228;chtige Name auf dem deutschen Foto-Olymp, den man sich einpr&#228;gen sollte. Schon seit seiner Geburt hat Lars den &#252;berdurchschnittlich originellen und ausgefallenen Blick f&#252;r faszinierende, perspektivisch ergreifende Lichtbilder, die eine Augenweide f&#252;r jedes Sehorgan sind. Die Kamera ist sein ausnahmslos immerw&#228;hrender Begleiter.<p></p>
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			<content:encoded><![CDATA[<div class="info"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-24218" title="Profilbild Christof" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/11/Profilbild-Christof-2-120x120.jpg" alt="" width="120" height="120" />Dieser Artikel ist von Christof Schoppa. Er lebt und arbeitet in Gelnhausen. Doch die meiste Zeit widmet er seiner gro&#223;en Leidenschaft, der Fotografie. Seine Fotos kann man auf <a href="http://www.flickr.com/photos/donchris/" target="_blank">Flickr</a> betrachten und ihm gerne auf <a href="http://twitter.com/#!/donChriis" target="_blank">Twitter</a> folgen.</div>
<p><strong>Lars Licht, das ist der frische und prestigetr&#228;chtige Name auf dem deutschen Foto-Olymp, den man sich einpr&#228;gen sollte. Schon seit seiner Geburt hat Lars den &#252;berdurchschnittlich originellen und ausgefallenen Blick f&#252;r faszinierende, perspektivisch ergreifende Lichtbilder, die eine Augenweide f&#252;r jedes Sehorgan sind. Die Kamera ist sein ausnahmslos immerw&#228;hrender Begleiter.</strong></p>
<p>Er ist sozusagen der zeitgerechte Leonardo da Vinci der Fotografie. Ein Universalgenie, welches seinergleichen sucht und in seinem Sektor einen herrlich innovativen Weg geht.</p>
<p><iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/03s7KtNZjoE?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Als ich ihn bei der Verwirklichung seiner Kunst be&#228;ugt habe, merkte ich ohne Umschweife, dass er entgegengesetzt aller Normen funktioniert. Er hat diese gewisse Aura, die ihn umh&#252;llt und ihm sinnbildlich gestattet, von einem Motiv zum n&#228;chsten zu schweben. </p>
<p>Ganz einfach so wie durch bezaubernd wirkende Magie. So ist das. Etwas Vergleichbares habe ich mit meinen Augen zu keiner Zeit ausfindig gemacht. Ich war zutiefst beeindruckt, als ich diesen brillianten Kopf und seine zeitlosen Monumente der fotografischen Kunst wahrgenommen habe. Augenweiden, die mich in seine Welt eintauchen lie&#223;en. Chapeau.</p>
<p><iframe src="//www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fkwerfeldein.de%2Findex.php%2F2012%2F01%2F29%2Flars-licht-fotokunstler-der-neuen-avantgarde%2F&amp;send=false&amp;layout=standard&amp;width=450&amp;show_faces=false&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;font&amp;height=35" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:35px;" allowTransparency="true"></iframe></p>
<p></p>
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		<title>Escalator Studies</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Jan 2012 10:05:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Gommel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Man kennt das ja: Hundertmal gesehen, aber nie wirklich bemerkt. So geschehen bei mir und der Kopenhagener Metro. Jeden Tag bin ich mit den Rolltreppen runtergefahren, habe auf die Metro gewartet und mich zu meinem Bestimmungsort fahren lassen.<p></p>
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			<content:encoded><![CDATA[<div class="info"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/Malte-120x120.jpg" alt="" title="Malte" width="120" height="120" class="alignleft size-thumbnail wp-image-29334" />Dieser Artikel ist von <a href="http://www.maltebrandenburg.com" target="_blank">Malte Brandenburg</a>, einem Berliner, der in Kopenhagen lebt und arbeitet. Malte konzentriert sich &#252;berwiegend darauf, die Architektur von Kopenhagen fotografisch festzuhalten. Seine Fotos finden sich auch auf <a href="https://www.facebook.com/MalteBrandenburgPhotography" target="_blank">Facebook</a> und <a href="https://plus.google.com/103901004379823654313/posts" target="_blank">Google+</a>.</div>
<p><strong>Man kennt das ja: Hundertmal gesehen, aber nie wirklich bemerkt. So geschehen bei mir und der Kopenhagener Metro. Jeden Tag bin ich mit den Rolltreppen runtergefahren, habe auf die Metro gewartet und mich zu meinem Bestimmungsort fahren lassen.</strong></p>
<p>Zu meiner Verteidigung sei gesagt, dass dies in der Regel morgens auf dem Weg zur Arbeit war, zu dieser Tageszeit reicht meine Aufmerksamkeit nicht &#252;ber die n&#228;chste Tasse Kaffee hinaus.</p>
<p>Doch eines Tages fielen mir dann die Linien und Formen der Rolltreppen auf, wie sie sich geradezu schwerelos quer durch den Raum ziehen, in die H&#246;he strecken oder in die Tiefe fallen. Ich fasste augenblicklich den Entschluss, dies bildlich festzuhalten.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/EscalatorStudies-4.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-29244" title="Escalator Studies " src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/EscalatorStudies-4-500x345.jpg" alt="Escalator Studies " width="500" height="345" /></a></p>
<p>Jeden Tag mit den &#246;ffentlichen Verkehrsmitteln nutzte ich von da an, um die unterschiedlichen Rolltreppen der Stadt zu erkunden. Mir war sehr schnell klar, dass ich eine Bilderserie machen wollte. Es sollte jedoch eine Serie sein, auf der keine Menschen zu sehen sind, sondern nur die Architektur der Rolltreppen.</p>
<p>Ich musste daher ein Zeitfenster finden, in dem relativ wenig Menschen die Metro benutzen: Nachts. Ein paar Wochen sp&#228;ter kam ich an einem Samstag kurz nach Mitternacht nach Hause und auf Anraten meiner Freundin fasste ich mehr oder weniger spontan den Entschluss, noch einmal mit der Kamera loszuziehen, um die erste Rolltreppe abzulichten.</p>
<p><span id="more-29241"></span></p>
<p>Vor Ort angekommen, schlug meine Vorfreude jedoch sehr bald in Entt&#228;uschung um, als ich feststellte, dass 18mm Brennweite noch zu viel waren. Ich war zu dicht dran und aufgrund der Konstruktion der Metrostation war es nicht m&#246;glich, den Abstand zu vergr&#246;&#223;ern. Also habe ich die Kamera wieder eingepackt und bin leicht frustriert wieder nach Hause gefahren, dem ersehnten Schlaf entgegen.</p>
<p>Die n&#228;chsten zwei Wochen verbrachte ich mit Nachforschungen &#252;ber verschiedene Super-Weitwinkel-Objektive. Kaufen wollte ich erst einmal nicht, per Zufall fand ich jedoch ein Gesch&#228;ft, das Objektive f&#252;r umgerechnet 27€ pro Tag verleiht. Also angerufen, reserviert und an einem Freitag nach der Arbeit abgeholt. Brennweite ab 10mm, das musste einfach passen. Den Rest des Abends verbrachte ich mit der Planung einer Route, die ich dann der Reihe nach abfahren w&#252;rde, um so alle Rolltreppen auf meiner Liste ablichten zu k&#246;nnen.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/EscalatorStudies-6.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-29245" title="Escalator Studies " src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/EscalatorStudies-6-500x331.jpg" alt="Escalator Studies " width="500" height="331" /></a></p>
<p>Kurz nach 1 Uhr nachts ging es dann los. Angekommen bei der ersten Location, „Nørreport Station“ im Zentrum von Kopenhagen, baute ich dann meine Kamera mitsamt Stativ auf und wartete, bis die Rolltreppe f&#252;r wenige Sekunden frei von Menschen war. Die ersten paar Bilder waren vielversprechend. Aufgrund der relativ schlechten Beleuchtung kam ich jedoch auf Belichtungszeiten von bis zu sechs Sekunden, wenn ich die ISO-Einstellung auf Minimum belassen w&#252;rde.</p>
<p>Ein ungewollter Nebeneffekt war, dass die sich bewegende Rolltreppe verschwamm. Ich wollte sie jedoch „einfrieren“. Ich musste also warten, bis die Rolltreppe von selbst stehenblieb, was sich als unm&#246;glich herausstellte, da sie st&#228;ndig benutzt wurde.</p>
<p>Eine weitere Erkenntnis war, dass 1:30 Uhr in der Nacht von Freitag zu Samstag eigentlich ein noch schlimmerer Zeitpunkt war als tags&#252;ber. Es sind nur minimal weniger Menschen unterwegs, aber daf&#252;r sind fast alle betrunken &#8211; Kopenhagen ist eine Stadt mit ausgepr&#228;gtem Nachtleben und ihre Bewohner feiern gerne und viel.</p>
<p>Die n&#228;chste Stunde versuchte ich dennoch, das Bild erfolgreich auf meine Speicherkarte zu bannen, w&#228;hrend ich mich mit betrunkenen Nachtschw&#228;rmern herumschlug. Meine Kamera mit Stativ reichte aus, um in k&#252;rzester Zeit gr&#246;&#223;tes Interesse auf mich zu ziehen.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/EscalatorStudies-2.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-29246" title="Escalator Studies " src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/EscalatorStudies-2-500x345.jpg" alt="Escalator Studies " width="500" height="345" /></a></p>
<p>Statt meiner Rolltreppe musste ich Fotos von Menschen machen, die stolz ihre Flasche Bier in die H&#246;he reckten; Paaren, die sich innig k&#252;ssten; jungen Frauen, die mir ihre Posing-F&#228;higkeiten zeigten oder Alleinunterhaltern, dir mir Dinge zeigten, die ich nicht sehen wollte. Und w&#228;hrenddessen standen mir immer mindestens zwei ungefragte Assistenten zur Seite, die entweder mir oder meinen „Models“ Anweisungen zuriefen oder &#252;ber die Bildkomposition diskutierten.</p>
<p>Um viele Erfahrungen reicher, aber auch in hohem Grade frustriert, machte ich mich dann wieder auf den Weg nach Hause. Die n&#228;chsten Tage hatte ich die Nase voll von meinem Projekt und konnte mich nicht &#252;berwinden, an einer L&#246;sung zu arbeiten. Nach einer Weile jedoch sch&#246;pfte ich neuen Mut und beschloss, es noch einmal zu versuchen, diesmal an einem Dienstag.</p>
<p>Meine &#220;berlegung war, dass in der Nacht von Dienstag zu Mittwoch die wenigsten Menschen unterwegs w&#228;ren, da das verl&#228;ngerte Wochenende meistens montags endet und viele erst fr&#252;hestens Mittwochabend mit dem Ausgehen beginnen w&#252;rden.</p>
<p>Also hatte ich mir den Mittwoch freigenommen, das Objektiv f&#252;r Dienstag reserviert und bin gegen Mitternacht losgezogen. Wieder bei meiner ersten Location angekommen, machte mein Herz einen kleinen Sprung, denn ich war allein auf der Metrostation! Die n&#228;chsten Stunden fotografierte ich s&#228;mtliche Rolltreppen an allen Locations auf meiner Liste aus allen erdenklichen Winkeln.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/EscalatorStudies-3.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-29248" title="Escalator Studies " src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/EscalatorStudies-3-500x332.jpg" alt="Escalator Studies " width="500" height="332" /></a></p>
<p>Das Problem mit der langen Belichtungszeit l&#246;ste sich letztendlich auch, da es tats&#228;chlich Momente gab, in denen die Rolltreppen zum Stehen kamen. Diese waren jedoch sehr selten und ich musste teilweise lange auf die n&#228;chste Gelegenheit warten. An einer der letzten Locations, dem Hauptbahnhof – Københavns Hovedbanegård, h&#228;tte ich dann wieder fast alles hingeworfen, da eine Rolltreppe partout nicht stehenbleiben wollte.</p>
<p>Das Hochschrauben der ISO w&#228;re die Notl&#246;sung gewesen, ich wollte das jedoch unbedingt vermeiden, da es ja auch bei (fast) allen vorherigen Locations geklappt hat und ich einen durchg&#228;ngigen Ansatz verfolgen wollte. Durch einen <em>Zufall</em> bin ich dann aber <em>irgendwie</em> mit einem Stativ-Bein auf den Nothalte-Knopf gekommen. Das Projekt war zu weit fortgeschritten, um jetzt noch Abstriche zu machen.</p>
<p>Es war 6 Uhr morgens, als ich dann meine Ausr&#252;stung nach dem letzten Shooting einpackte. Der Morgen graute und ich war hundem&#252;de, hungrig und musste auf die Toilette. Doch ich war auch erleichtert und hatte ein breites Grinsen im Gesicht. Das Gef&#252;hl, als ich nach Hause fuhr, w&#228;hrend der Tag noch nicht ganz begonnen hatte, war unbeschreiblich und ich erinnere mich heute noch gern daran.</p>
<p>Die n&#228;chsten Tage verbrachte ich dann mit der Nachbearbeitung. Es war von Anfang an geplant, die Bilder in schwarzwei&#223; zu halten, um die verschiedenen Lichtreflexe und Schatten entsprechend hervorzuheben. Alles sollte sauber und aufger&#228;umt aussehen. Dazu hatte ich vor Ort verschiedene Belichtungsreihen gemacht, die ich nun nutzen konnte, um s&#228;mtliche Details meiner Motive herauszuarbeiten.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/EscalatorStudies-9.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-29249" title="EscalatorStudies-9" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/EscalatorStudies-9-500x345.jpg" alt="" width="500" height="345" /></a></p>
<p>Aus einer Laune heraus entschied ich mich zum Schluss dazu, den Farbton leicht in Richtung Selenium/Blau zu &#228;ndern. Nur noch sch&#228;rfen und fertig. Ein paar Tage sp&#228;ter lie&#223; ich alle neun Fotos der fertigen Serie ausbelichten, um zu sehen, wie sie in echt wirken.</p>
<p>Ich habe sp&#228;ter noch andere Fotoprojekte geplant und umgesetzt, aber „Escalator Studies“ war mein erstes und bisher herausforderndstes konzeptionelles Fotoprojekt. Das lag sicher auch an meiner mangelnden Erfahrung, aber ich habe durchgehalten und bin daran gewachsen.</p>
<p><em>Ich habe mir zwischenzeitlich ein Auto gekauft und fahre daher nur noch selten mit der Metro. Doch wenn ich sie doch mal benutze und dann eine der Rolltreppen herunterfahre, f&#252;hlt es sich fast so an, als tr&#228;fe ich einen alten Bekannten. Mit einem Schmunzeln fahre ich dann meinem Ziel entgegen, w&#228;hrend meine Gedanken zu jener langen Nacht zur&#252;ckgehen.</em></p>
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<p></p>
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		<title>Landschaftsfotografie im Mondlicht</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 07:04:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Gommel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist dunkel, oft kalt und man ist sehr wahrscheinlich alleine. Das klingt nicht gerade nach einer lohnenden Besch&#228;ftigung. Aber genau das ist es f&#252;r mich: Die Landschaftsfotografie im Mondlicht. Eine inspirierende Alternative zur typischen Landschaftsfotografie.<p></p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="info"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-29299" title="Rainer Mirau " src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/20081002-772-120x120.jpg" alt="Rainer Mirau " width="120" height="120" />Der folgende Artikel stammt von <a href="http://www.silent-moment.com" target="_blank">Rainer Mirau</a>. Der studierte Umwelttechniker machte vor einigen Jahren sein Hobby zum Beruf und genie&#223;t nun die Freiheiten, die ihm die Landschaftsfotografie bietet. Viele Wochen im Jahr bereist er Nordeuropa, die Alpen und mediterrane Gebiete. Mehr Information zu seinem Schaffen findet Ihr auch auf <a href="http://www.facebook.com/Rainer.Mirau" target="_blank">Facebook</a> und <a href="http://plus.google.com/105675627112568067224/posts" target="_blank">Google+</a>.</div>
<p><strong>Es ist dunkel, oft kalt und man ist sehr wahrscheinlich alleine. Das klingt nicht gerade nach einer lohnenden Besch&#228;ftigung. Aber genau das ist es f&#252;r mich: Die Landschaftsfotografie im Mondlicht. Eine inspirierende Alternative zur typischen Landschaftsfotografie.</strong></p>
<p>Bei Vollmond allein einen Spaziergang im Wald zu machen, stellt auch den mutigsten unter uns die R&#252;ckenhaare auf. Es sind magische Momente, die durch das fahle Licht und die oft gespenstische Stille mein Herz h&#246;her schlagen lassen. Um die Chance auf lohnendes Bildmaterial zu erh&#246;hen, m&#246;chte ich im Folgenden meine Erfahrungen mit Euch teilen.</p>
<p>Wie die Sonne im Verlauf eines Jahres zwischen einem s&#252;dlichsten und einem n&#246;rdlichsten Punkt auf- und untergeht, so schwankt auch der Aufgangsort des Mondes am Horizont w&#228;hrend einer Mondphase. Der Mond l&#228;uft im Verh&#228;ltnis zur Erdoberfl&#228;che in entgegengesetzter Richtung, sein Aufgang erfolgt wie bei Sternen im Osten und sein Untergang im Westen. Mondlicht hat gegen&#252;ber direktem Sonnenlicht eine sehr geringe Farbtemperatur von 4100K, es hat also einen w&#228;rmeren Farbton.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/20100825-067.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-29254" title="Landschaftsfotografie im Mondlicht" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/20100825-067-500x405.jpg" alt="Landschaftsfotografie im Mondlicht" width="500" height="405" /></a></p>
<p><span style="color: #888888; font-size: small">Die Hochalmspitze im K&#228;rntner Teil des Nationalpark Hohe Tauern in &#214;sterreich. Mit dem Zelt allein hochalpin unterwegs zu sein, ist immer ein Erlebnis. Eine klare Vollmondnacht auf 2500m Seeh&#246;he ist eine Offenbarung. Den relativ hohen ISO-Wert von 500 w&#228;hlte ich zwangsl&#228;ufig, da ich (nicht zum ersten Mal) meinen Fernausl&#246;ser f&#252;r Belichtungszeiten &#252;ber 30 Sekunden im Tal vergessen hatte. (Canon EOS 5DII, 4/17-40mm @ f6.3, 30sek, ISO 500)</span></p>
<p>Mehrere Faktoren beeinflussen die Eignung des Mondlichts f&#252;r die Fotografie. Den augenscheinlichsten Einfluss hat die Mondphase. Neumond, Halbmond, Vollmond &#8211; jeder kennt den Mond in seinen verschiedenen Phasen. Zwischen Halbmond und Vollmond ist Fotografieren im Mondlicht sinnvoll, wobei der halbe Mond nicht halb so hell wie der volle ist, sondern nur etwa 11% der Leuchtkraft besitzt. Die Erkl&#228;rung daf&#252;r ist, dass die Strahlen der Sonne wesentlich schr&#228;ger reflektiert werden als bei Vollmond.</p>
<p><span id="more-29252"></span></p>
<p>Ein weiterer Einflussfaktor auf die Mondlichtqualit&#228;t ist der Mondstand. So wie ein Tag am hellsten ist, wenn die Sonne ihren H&#246;chststand erreicht, ist die Nacht am hellsten, wenn der Mond den gr&#246;&#223;ten Winkel zum Horizont einnimmt. Aber Vorsicht, die Sonne nimmt immer in der Mitte des Tages ihren H&#246;chststand ein, beim Mond variiert das &#252;ber die gesamten 24 Stunden eines Tages. Deswegen ist es wichtig, sich nicht nur &#252;ber die Mondphase zu informieren, sondern auch &#252;ber den Zeitpunkt von Mondauf- und –untergang.</p>
<p>Gestalterisch gelten f&#252;r mich dieselben Regeln wie bei Tageslichtaufnahmen. Schr&#228;ge Einstrahlung garantiert niedere Kontraste und durch die l&#228;ngeren Schatten entsteht mehr Struktur und Tiefe in der Landschaft. Ich versuche bei Mondlichtaufnahmen genauso anspruchsvoll zu sein wie bei Aufnahmen tags&#252;ber. Anders gesagt: Ich m&#246;chte ein Motiv nicht des Mondlichts wegen fotografieren, sondern immer nur des Motives wegen.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/20090505-003.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-29255" title="Landschaftsfotografie im Mondlicht" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/20090505-003-500x500.jpg" alt="Landschaftsfotografie im Mondlicht" width="500" height="500" /></a></p>
<p><span style="color: #888888; font-size: small">Die Ennstaler Alpen in der Steiermark. Das Bild entstand etwa eine Stunde bevor der Vollmond im Westen unterging, w&#228;hrend der allabendliche Dunst einer Sommernacht gem&#228;chlich &#252;ber dem Teich aufstieg. Nur die Sternenbahnen am Himmel enttarnen die Nachtaufnahme. (Canon EOS 1Ds III, 2.8/21mm Zeiss Distagon @ f4, 892sek, ISO 100)</span></p>
<p>Bei geschlossener, starker Bew&#246;lkung ist es nat&#252;rlich unm&#246;glich, Mondlichtaufnahmen zu machen. Sind die Wolken aber aufgelockert &#8211; sprich: kommt der Mond immer wieder f&#252;r ein paar Minuten zum Vorschein &#8211; kann das schon f&#252;r ein eindrucksvolles Bild reichen. Wolken k&#246;nnen wie am Tag als Gestaltungsmittel eingesetzt werden. Bei Belichtungszeiten von mehreren Minuten werden einzelne Wolken je nach Windrichtung zu Strichen, was sehr interessante Effekte ausl&#246;sen kann.</p>
<p>Wenn es sich anbietet, nutze ich eine Taschenlampe, um tiefe Schatten etwas aufzuhellen. So habe ich bei dem Leuchtturmfoto den Zaun und das Gras mit Kunstlicht betont. Eine Thermoskanne mit einem hei&#223;en Getr&#228;nk bei kalten Temperaturen und ein gutes Buch (blo&#223; keine Horrorgeschichten!) packe ich gern ein, um mir die Zeit zu vertreiben. Oder ich spaziere nach weiteren Motiven suchend umher, in freudiger Erwartung des Ergebnisses bei meiner R&#252;ckkehr.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/20081003-009.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-29256" title="20081003-009" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/20081003-009-500x365.jpg" alt="" width="500" height="365" /></a></p>
<p><span style="color: #888888; font-size: small">Leuchtturm Barns Ness in Schottland. Leuchtt&#252;rme geh&#246;ren neben Landschaften zu meinen bevorzugten Motiven. Geeignet f&#252;r die Mondlichtfotografie sind aber nur solche, die nicht selbst leuchten. Viel zu hoch w&#228;re der Kontrast zum ged&#228;mpften Mondlicht. Wind machte mir bei dieser Aufnahme das Leben schwer, so musste ich w&#228;hrend der gesamten Belichtungszeit mit einem Schirm als Windschutz neben dem Stativ stehen, um Verwacklungsunsch&#228;rfe zu vermeiden. (Canon EOS 1Ds III, 4/17-40mm @ f4, 474sek, ISO 100)</span></p>
<p>Ein Herausforderung kann das korrekte Fokussieren in der Nacht sein. Besonders, wenn keine Lichtquellen wie Stra&#223;enbeleuchtung in der Komposition sind. Der Autofokus funktioniert vielleicht bei Vollmond und sehr lichtstarken Objektiven, aber darauf m&#246;chte ich mich nicht verlassen m&#252;ssen. Die Fokussierung &#252;ber die Live-View-Funktion der Kamera ist die bessere Variante. Zum Beispiel kann man eine Taschenlampe ins Motiv legen und darauf fokussieren.</p>
<p>Ist auch dies nicht m&#246;glich, sch&#228;tze ich die Entfernungseinstellung und mache eine Testaufnahme mit offener Blende und h&#246;herer ISO-Zahl. So kann ich auch gleich die richtige Belichtungszeit testen oder durch Hochrechnen ermitteln. Eine weitere M&#246;glichkeit ist es, sich auf dem Objektiv Markierungen f&#252;r diverse Entfernungseinstellungen zu machen.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/20091010-067.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-29257" title="Landschaftsfotografie im Mondlicht" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/20091010-067-500x586.jpg" alt="Landschaftsfotografie im Mondlicht" width="500" height="586" /></a></p>
<p><span style="color: #888888; font-size: small">Die bekanntesten Wasserf&#228;lle &#214;sterreichs im Mond(gegen)licht. Auch wenn das Bild Ruhe und Harmonie ausstrahlt, was es ein aufregender Moment, im lauten Get&#246;se der fallenden Wassermassen auf den rutschigen Steinen zu stehen. Ein Tilt-Shift-Objektiv ist perfekt dazu geeignet, die verringerte Sch&#228;rfentiefe durch die offene Blende optimal zu nutzen. (Canon EOS 5DII, 3.5/24mm TS-E II @ f5.6, 600sek, ISO 100)</span></p>
<p>Die Kamera vermag Dinge zu sehen, die der menschlichen Wahrnehmung verwehrt bleiben. Mit vollformatigen (CMOS-)Sensoren der letzten Generation sind Belichtungen bis zu 30 Minuten in hoher technischer Qualit&#228;t m&#246;glich. Die einzige Voraussetzung ist eine DSLR mit m&#246;glichst gro&#223;em Sensor und ein lichtstarkes Weitwinkelobjektiv.</p>
<p>Bez&#252;glich der Kameraeinstellung rate ich, unbedingt alle kamerainternen Rauschunterdr&#252;ckungen abzuschalten und die ISO-Einstellung mit der besten zu erwartenden Qualit&#228;t (ISO 100 bis 200) zu w&#228;hlen. Sollen Sterne als Punkte dargestellt werden, bleibt jedoch nur die Wahl einer k&#252;rzeren Belichtungszeit (maximal 20 Sekunden) und ein rauschanf&#228;lliger, hoher ISO-Wert (1600 und mehr).</p>
<p>Meine Belichtungszeiten bewegt sich zwischen 5 und 15 Minuten. Konkrete Zeit-Blenden-Kombinationen m&#246;chte ich keine angeben, da diese von mehreren Faktoren wie der Vegetation oder der Luftg&#252;te abh&#228;ngen. Im Zeitalter der digitalen Fotografie sieht man das Ergebnis ohnehin gleich nach der Belichtung. Um Entt&#228;uschungen durch unterbelichtete Fotos vor dem Bildschirm zuhause zu vermeiden, rate ich unbedingt, das Histogramm zur Beurteilung der Belichtung zu verwenden, da das Kameradisplay in der Dunkelheit t&#228;uschend hell und kontrastreich ist.</p>
<p>Blende 4 bis 5,6 verwende ich am h&#228;ufigsten. F&#252;r Blende 5,6 muss der Mond schon ann&#228;hernd voll, der Himmel frei von Bew&#246;lkung und die Luft klar sein. Die gr&#246;&#223;te Blende am Objektiv verwende ich trotz der verlockenden Zeitersparnis ungern, da der Sch&#228;rfeabfall in den Randbereichen auch bei den besten Linsen immer noch deutlich ist. Besonders eignen sich somit lichtstarke Weitwinkelobjektive, denn bei k&#252;rzeren Brennweiten ist die Tiefensch&#228;rfe auch noch bei Blende 4 akzeptabel.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/20090806-028.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-29258" title="Landschaftsfotografie im Mondlicht" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/20090806-028-500x232.jpg" alt="Landschaftsfotografie im Mondlicht" width="500" height="232" /></a></p>
<p><span style="color: #888888; font-size: small">Die Gro&#223;glockner Hochalpenstra&#223;e bei Vollmond. Das Stativ steht offensichtlich mitten auf der Stra&#223;e. Ich habe in der Nacht keinen Verkehr erwartet, zur Sicherheit habe ich trotzdem eine Stirnlampe ans Stativ geh&#228;ngt. Mit eingeschaltetem Licht bin ich dann um die Kurve gefahren, habe das Auto versteckt und bin zu Fu&#223; zur&#252;ckgelaufen. (Canon EOS 1Ds III, 2.8/16-35mm @ f4, 359sek, ISO 100)</span></p>
<p>Ungeeignet oder zumindest mit gro&#223;er Vorsicht zu genie&#223;en ist Kunstlicht. Ich meine nicht Aufsteckblitze oder Taschenlampen, die durchaus ein kreatives Potential besitzen, sondern Laternen oder beleuchtete Geb&#228;ude. Diese Lichtquellen werden durch die extrem lange Belichtungszeit hoffnungslos &#252;berstrahlt abgebildet. </p>
<p>Ich bevorzuge, sie nicht in die Komposition einzubeziehen, oder wenn &#252;berhaupt, dann nur ihr indirektes Licht zu nutzen. Wenn es zum Beispiel diesig ist oder eine d&#252;nne Wolkendecke am Himmel steht, kann das indirekte Licht von St&#228;dten an der Unterseite von Wolken interessante Effekte hervorrufen. Mit blo&#223;em Auge ist die Wirkung oft schwer zu erkennen und ich empfehle, (wie beim Fokussieren) zu einer Testaufnahme mit offener Blende und sehr hoher ISO.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/20100921-039.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-29259" title="Landschaftsfotografie im Mondlicht" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/20100921-039-500x423.jpg" alt="Landschaftsfotografie im Mondlicht" width="500" height="423" /></a></p>
<p><span style="color: #888888; font-size: small">Diese mittelalterliche Burgruine im Nieder&#246;sterreichischen Pottendorf ist nicht weit von meinem Zuhause entfernt. Ein geeignetes Mondlichtmotiv, da die Wasserburg im Gegensatz zu vielen anderen Sehensw&#252;rdigkeiten in der Nacht nicht beleuchtet ist. Nichtsdestotrotz macht das warme Licht der entfernt stehenden Laternen f&#252;r mich den besonderen Reiz des Bildes aus. Es wirkt durch das Mondlicht wie eine Mischung aus Sonnen- und Kunstlicht. (Canon EOS 5DII, 2.8/21mm Zeiss Distagon @ f4, 899sek, ISO 100)</span></p>
<p>Ob ein lichter Wald, eine weitl&#228;ufig Kulturlandschaft oder ein Bergpanorama, nahezu alle typischen Landschaftsmotive k&#246;nnen im Mondlicht fotografiert werden. Es ist nicht nur aufregend, Zeit in der n&#228;chtlichen Natur zu verbringen, sondern eine wirklich intensive Erfahrung, besonders wenn man allein unterwegs ist.</p>
<p><em>Ich kann jedem nur empfehlen, einen Versuch zu wagen. Und nicht vergessen, sich gut mit Mondcreme einzuschmieren, ein hoher Faktor vermeidet unangenehmen Mondbrand.</em></p>
<p><iframe src="//www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fkwerfeldein.de%2Findex.php%2F2012%2F01%2F27%2Flandschaftsfotografie-im-mondlicht%2F&amp;send=false&amp;layout=standard&amp;width=450&amp;show_faces=false&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;font&amp;height=35" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:35px;" allowTransparency="true"></iframe></p>
<p></p>
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		<title>Was will eine Frau?</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 07:06:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katja Kemnitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Aktofotgrafie]]></category>
		<category><![CDATA[kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstportrait]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Kritik an die „patriarchale“ Erotik in der Kunst und der Wunsch, die Sexualit&#228;t in der Kunst aus der Frauenperspektive zu betrachten.<p></p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="info"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-28849" title="vacillica" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/986671.big_1-120x120.jpg" alt="" width="120" height="120" /> Vacillica ist 18 Jahre alt und Sch&#252;lerin aus Bamberg. Sie besch&#228;ftigt sich vor allem mit der Selbstportrait-Fotografie, die sie mit ihrem Interesse f&#252;r Philosophie und analytische Psychologie verbindet. Ihre fotografischen Werke sind auf <a href="http://vacillica.tumblr.com" target="_blank">tumblr</a> und auf <a href="http://vacillica.deviantart.com" target="_blank">deviantArt</a> zu sehen.</div>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/tumblr_lwvj29i52K1r93gjb.png"><img class="alignnone size-medium wp-image-28854" title="vacillica" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/tumblr_lwvj29i52K1r93gjb-500x375.png" alt="" width="500" height="375" /></a></p>
<p><strong>Eine Kritik an die „patriarchale“ Erotik in der Kunst und der Wunsch, die Sexualit&#228;t in der Kunst aus der Frauenperspektive zu betrachten.</strong></p>
<p>Ich wette, Du hast eine Menge solcher Fotos gesehen. Wenn nicht, bitte ich dich, zum Beispiel auf <a href="http://www.deviantart.com" target="_blank">deviantArt</a> zu gehen, links in der Navigation &#252;ber die Kategorie „Photography“ und „People &amp; Portraits“ die Unterkategorie „Artistic Nude“ auszuw&#228;hlen und Dir die besten Aufnahmen anzuschauen. Direkt erscheint auf dem Monitor eine Reihe von Fotos von sch&#246;nen Frauen.</p>
<p>Sie sind perfekt: Ihr K&#246;rper ist gepflegt und proportional, erf&#252;llt von Sinnlichkeit, umgeben von empfindlichem Licht und tiefen Schatten. Manchmal sieht man nur bestimmte Teile des weiblichen K&#246;rpers: Rundliche Brust, volle und leicht ge&#246;ffnete Lippen, apfelf&#246;rmiger Popo. So etwas findet man nicht nur auf Pornoseiten, die das Ziel verfolgen, den meist m&#228;nnlichen Zuschauer sexuell zu erregen. Die ganze Erotik scheint von der weiblichen, sexuellen Sch&#246;nheit gepr&#228;gt zu sein.</p>
<p>Ist Dir aufgefallen, dass ich oben blo&#223; vom dargestellten K&#246;rper gesprochen habe? Nicht unbewusst. Und nicht zu Unrecht. Man sieht tats&#228;chlich nur einen Leib. Einen Leib, den, ich zweifle nicht, jeder Mann vor sich zu sehen w&#252;nscht nach einem anstrengenden Arbeitstag. Egal, ob der Leib wie in zahlreichen Pornos misshandelt oder mit W&#252;rde dargestellt wird &#8211; die Tatsache bleibt dieselbe: Es ist nur ein Leib. Und somit ein Gegenstand, ein Objekt.</p>
<p><span id="more-28848"></span></p>
<p>Wenn diesem Objekt ein Ausdruck, eine „Seele“ gegeben wird, so stammt sie, die Seele, vom Fotografen, der vor dem Shooting ein Konzept im Kopf hat und dieses durch das Model realisiert. Die Frau in der Erotikwelt ist ein sexueller Traum des Mannes und nicht ihr eigener. Wie der Kunstkritiker John Berger in seinem Buch schreibt: &#8220;Men look at women. Women watch themselves being looked at&#8221;.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/tumblr_lwvtmr8XWV1r93gjb.png"><img class="alignnone size-medium wp-image-28853" title="vacillia" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/tumblr_lwvtmr8XWV1r93gjb-500x383.png" alt="" width="500" height="383" /></a></p>
<p>Dies l&#228;sst sich besonders gut an folgendem Bespiel veranschaulichen: 2007 dreht die schwedische Pornodarstellerin Mia Engberg ein dreimin&#252;tiges Video, in dem man Frauen verschiedenen Alters und Aussehens beim Masturbieren zusehen kann. Was das Video von typischen pornografischen Inhalten unterscheidet, ist die Tatsache, dass die Frauen in diesem kurzen Film gar keine Schauspielerinnen sind und folglich offen und nat&#252;rlich, also nicht gespielt, mit ihrem Orgasmus umgehen.</p>
<p>Zu meiner eigenen Verwunderung stie&#223; das Video auf eine unerwartete Reaktion, besonders von der M&#228;nnerseite: Man fand die Gesichter der Frauen w&#228;hrend des Orgasmus entstellt und h&#228;sslich, im totalen Widerspruch stehend zur gewohnten, eigentlich k&#252;nstlichen Darstellung von beinahe „g&#246;ttlichen“ Wesen mit der dementsprechenden Mimik.</p>
<p>Es ist keine moderne Erscheinung in unserer Gesellschaft; das hat es immer gegeben in der patriarchisch ausgerichteten Kultur: Dass die Kunst und besonders ihre erotische, sexuelle Seite vom m&#228;nnlichen Geist dominiert wird. Versteh mich bitte nicht falsch, ich w&#252;rde nie den M&#228;nnern die Freiheit rauben, ihre eigenen Fantasien und W&#252;nsche k&#252;nstlerisch umzusetzen.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/tumblr_lwvj6jUlHo1r93gjb.png"><img class="alignnone size-medium wp-image-28855" title="vacillicia" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/tumblr_lwvj6jUlHo1r93gjb-500x375.png" alt="" width="500" height="375" /></a></p>
<p>Doch ich bin zutiefst davon &#252;berzeugt, dass es an der Zeit ist, endlich auch einmal die Frau die ber&#252;hmte Frage von Freud beantworten zu lassen: „Was will eine Frau?“. Wovon sie nachts, bevor sie einschl&#228;ft, tr&#228;umt. Wie sie sich selbst in ihrer Sexualit&#228;t betrachtet und was f&#252;r einen Partner sie sich an ihrer Seite w&#252;nscht.</p>
<p>Bereits in den 70er Jahren mit dem Aufschwung der feministischen Art f&#228;ngt man allm&#228;hlich an, dieser Seite der Kunst mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Ber&#252;hmte Fotografinnen wie Ellen von Unwerth und Bettina Rheims leisten auch einen immensen Beitrag zur Erotik aus weiblicher Perspektive.</p>
<p>Obwohl ihre Werke bedeutsam sind, stellen sie trotzdem eine Ausnahme in der Welt der „Nacktfotos“ dar. Deshalb verfolge ich, gr&#246;&#223;tenteils ein Selbstportrait-Fotograf, mit meiner Fotografie unter anderem das Ziel, die weibliche Sexualit&#228;t zu entfalten und letzten Endes in meinen Aufnahmen ein Subjekt und nicht nur ein Objekt zu sein.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/tumblr_lwvjvhrobq1r93gjb.png"><img class="alignnone size-medium wp-image-28857" title="vacillica" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/tumblr_lwvjvhrobq1r93gjb-500x374.png" alt="" width="500" height="374" /></a></p>
<p>Deshalb bin ich es gewohnt, meine Kunst als eine Art eigene Psychoanalyse zu betrachten. Das ist auch der Grund, warum ich mich im Regelfall f&#252;r Selbstportraits entscheide: Denn wer kennt mein inneres Ich mit all seinen Komplikationen, Geheimnissen und Tr&#228;umen besser als ich selbst?</p>
<p>Somit dient mir die Fotografie als ein Tagebuch. Darin schreibe ich &#252;ber die Dinge, die ich in der Realit&#228;t noch nicht gewagt habe, die mich aber auf eine obskure Art und Weise anziehen. Die Aufnahmen stellen mich nicht blo&#223; &#8211; oft sind die fotografischen Ergebnisse genauso r&#228;tselhaft und doppelsinnig wie ich sie in meiner Psyche empfinde. Die Kunst ist zun&#228;chst ein Versuch, die Inhalte zu veranschaulichen. Eine Erkl&#228;rung oder eine L&#246;sung ist bereits vorhanden &#8211; sie verbirgt sich alleine in Fotos.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/Brush-Tool.png"><img class="alignnone size-medium wp-image-28859" title="vacillica" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/Brush-Tool-500x327.png" alt="" width="500" height="327" /></a></p>
<p>Ich pflege zu wiederholen, dass meine Kamera nicht ein Mann ist, vor dem ich mich ausziehe, mit dem ich flirte, den ich verf&#252;hre. Meine Kamera ist ein Spiegel. Was ich damit meine, wird jeder Shopaholic verstehen: Nachdem man in Dutzenden L&#228;den einen Haufen Kleidung gekauft hat und nach Hause zur&#252;ckgekehrt ist, will man als Erstes die Neuanschaffungen in aller Ruhe ausprobieren, in eine Rolle schl&#252;pfen und diese genie&#223;en. Sei es, dass man sich mit einem teuren Abendkleid in die Salonl&#246;win verwandelt oder in einer bunten Sommertunika die romantische und leichtsinnige Mademoiselle spielt.</p>
<p>Auf diese Weise entnimmt man der Psyche eine von vielen kleinen Pers&#246;nlichkeiten und setzte sie wie eine Maske auf das Gesicht: Man lebt sein Alter Ego aus. Genauso funktioniert es mit der Sexualit&#228;t, die f&#252;r mich eine eigene Plattform darstellt, auf der ich verschiedene Seiten meiner inneren Welt zum Ausdruck bringen kann.</p>
<p>Und der Spiegel hilft mir dabei, die Experimente von der Seite zu beobachten und die erzielten Ergebnisse leichter zu analysieren. Denn nicht selten lasse ich w&#228;hrend des Shootings meiner Fantasie und Intuition freien Lauf, ohne zu ahnen, was dabei herauskommt.</p>
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<p></p>
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		<title>Bilder sind Oberfl&#228;che</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 07:01:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marit Beer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Akt]]></category>
		<category><![CDATA[Cartier-Bresson]]></category>
		<category><![CDATA[portrait]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzweiss]]></category>

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		<description><![CDATA[„Bilder sind Oberfl&#228;che. Manchmal gelingt es, sie zum Fenster zu dem Dahinter werden zu lassen.“ F&#252;r mich ist diese Feststellung Position und zugleich fotografisches Manifest.<p></p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="info"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-28602" title="c327850a97a73541af60d0be12cc1c20130531418525582973" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/c327850a97a73541af60d0be12cc1c20130531418525582973-120x120.jpg" alt="" width="120" height="120" /><a href="http://hermann-otto-ehlers.de/" target="_blank">Hermann Otto Ehlers</a>, Jahrgang 1957, ist freier Lichtbildner aus Hamburg. Seine Arbeitsschwerpunkte sind die Portrait- und Aktfotografie. Die Intensit&#228;t seiner Bilder ist eher leise und lebt nicht von aufw&#228;ndiger Inszenierung oder raffiniertem Lichteinsatz. Die Arbeit mit vorhandenem Licht und das fotografische Ersp&#252;ren in Mimik und Gestik geben seinen Aufnahmen ihren ganz eigenen Charakter.</div>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/kwerfeldein_3a.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-28998" title="kwerfeldein_3a" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/kwerfeldein_3a-500x333.jpg" alt="" width="500" height="333" /></a></p>
<p><strong>„Bilder sind Oberfl&#228;che. Manchmal gelingt es, sie zum Fenster zu dem Dahinter werden zu lassen.“ F&#252;r mich ist diese Feststellung Position und zugleich fotografisches Manifest.</strong></p>
<p>Ich fotografiere Menschen. Am liebsten Portrait und Akt, m&#246;glichst wenig inszeniert. Und ich bevorzuge und liebe die einfache Form, weil sie Aufmerksamkeit und Wahrnehmung konzentriert. Mir gibt diese einfache Form Sicherheit und zugleich Raum und Freiheit. Wie das Fenster einen Rahmen hat und so den konzentrierten oder auch weiteren Blick in den Raum und die Freiheit dahinter erm&#246;glicht.</p>
<p>Meinen ersten Akt habe ich vor einigen Jahren w&#228;hrend eines Aufenthaltes in Berlin mit einer halbwegs funktionierenden alten Leica fotografiert, in einem Hotelzimmer auf Schwarzwei&#223;-Film. Dem war ein zweij&#228;hriges Selbststudium der von mir gesch&#228;tzten Meister der Fotografie vorausgegangen. Vor allem diejenigen fand und finde ich spannend, die mit einfachen Mitteln, aber einem gut gesetzten Bildausschnitt und dem vorhandenen Licht komponieren. Cartier-Bressons Fotografie eines liegenden Aktes in einem Atelier begleitet mich seit dieser Zeit.</p>
<p><span id="more-28532"></span></p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/kwerfeldein_1.jpg"><img class="size-medium wp-image-28771 aligncenter" title="kwerfeldein_1" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/kwerfeldein_1-500x734.jpg" alt="" width="391" height="575" /></a></p>
<p>Nat&#252;rlich interessiert mich die Oberfl&#228;che, die &#228;u&#223;ere Sch&#246;nheit eines &#228;sthetischen Akts, ein intensiver Blick oder auch die markante Form eines Gesichts. Wenn es mir gelingt, die jeweilige Oberfl&#228;che genau und deutlich im Bild sichtbar zu machen, kann ich mein Ziel erreichen: Eine einfache Sprache sprechen, die den Blick hinter das Bild frei gibt.</p>
<p>Im Laufe der Jahre ist mein Interesse am Portrait immer weiter gewachsen. Zu den formalen Aspekten, die meines Erachtens in der Aktfotografie besondere Bedeutung und Gewicht haben, kommt f&#252;r mich in der Portraitfotografie die Kommunikation hinzu. </p>
<p>Die meisten Portraits habe ich bisher in einem Café in meinem Stadtteil in Hamburg aufgenommen. Die Bilder entstehen – scheinbar en passant – im Gespr&#228;ch. Es gelingt nicht immer, aber meistens entstehen die „sprechenden“ Bilder w&#228;hrend dieser Sitzungen. Und gerade aus diesen Begegnungen heraus entwickelt sich oft eine l&#228;ngere Zusammenarbeit. Aber auch in einzelnen Treffen k&#246;nnen gute Bilder entstehen.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/kwerfeldein_2.jpg"><img class="size-medium wp-image-28770 aligncenter" title="kwerfeldein_2" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/kwerfeldein_2-500x377.jpg" alt="" width="500" height="377" /></a></p>
<p>Ich m&#246;chte, dass die Menschen, die sich von mir fotografieren lassen, als Subjekt sichtbar werden. Sie sollen wahrnehmbar werden in ihrer Rolle oder in dem, was sie von ihrer Echtheit zeigen wollen.</p>
<p>Im letzten Jahr habe ich damit begonnen, die formale Strenge, wie ich sie in der so genannten &#228;sthetischen Aktfotografie finde, mit dem zu verbinden, was mich am Portrait so fasziniert: Kommunikation, der Blick, der hinter die Oberfl&#228;che geht. Deswegen mag ich die Aktfotografien, die gleichzeitig Portrait sind. Zur Sch&#246;nheit kommt f&#252;r mich die gleichberechtigte Begegnung hinzu, in der der Mensch vor der Kamera seine Pers&#246;nlichkeit durch Mimik, Haltung und Gestik zur Geltung bringen kann.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/kwerfeldein_4a.jpg"><img class="aligncenter" title="kwerfeldein_4a" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/kwerfeldein_4a-500x749.jpg" alt="" width="391" height="588" /></a></p>
<p>Beim Fotografieren &#8211; und vielleicht gerade in der Aktfotografie &#8211; sind es gerade die einfach gestalteten Inszenierungen und R&#228;ume, die dem Menschen vor der Kamera und mir die gr&#246;&#223;te Freiheit lassen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Beide Beteiligten k&#246;nnen sich aufeinander und das Thema einlassen: Das Sichtbarmachen von Pers&#246;nlichkeit in ihren ganz unterschiedlichen und individuellen Aspekten.</p>
<p>Dieses Jahr hat damit begonnen, dass Menschen, mit denen ich bereits Bilder gemacht habe, mit mir am Thema Akt arbeiten wollen. F&#252;r mich ist das ein Zeichen daf&#252;r, dass sich ein gemeinsames Verst&#228;ndnis entwickelt von der Bildsprache und dem, was gezeigt werden soll. Nicht Beauty, nicht tolle Bodys, keine coolen Locations. Pers&#246;nlichkeit.</p>
<p>Alles andere ist langweilig.</p>
<p><iframe src="//www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fkwerfeldein.de%2Findex.php%2F2012%2F01%2F23%2Fbilder-sind-oberflache%2F&amp;send=false&amp;layout=standard&amp;width=450&amp;show_faces=false&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;font&amp;height=35" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:35px;" allowTransparency="true"></iframe></p>
<p></p>
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		<title>Neuseeland: Kurzbericht aus der Sicht eines Landschaftsfotografen</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 06:53:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Breitung</dc:creator>
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		<category><![CDATA[berge]]></category>
		<category><![CDATA[felsen]]></category>
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		<description><![CDATA[W&#252;rde man als Mitteleurop&#228;er versuchen, Neuseelands Landschaft mit nur einem Wort zu beschreiben, k&#228;me dabei wohl folgender Zungenbrecher heraus: Irlanorwegschottalpen. Und in der Tat erinnert mich die Landschaft doch sehr an Irland, Norwegen, Schottland und die Alpen. Ein solch einfacher Vergleich mit Europa wird Neuseeland jedoch nicht gerecht, da die Landschaft daf&#252;r zu einzigartig ist.<p></p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="info"><img class="size-thumbnail wp-image-27504 alignleft" title="portrait" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/FrankLuedtke_120.jpg" alt="" width="120" height="120" />Frank L&#252;dtke ist ein leidenschaftlicher Landschaftsfotograf und verwendet dazu am liebsten eine Canon Vollformat-Kamera mit Weitwinkelobjektiv und einer Auswahl an Lee Neutralverlaufsfiltern. Seine Arbeiten kann man auf seiner <a href="http://www.LivingGallery.eu" target="_blank">Homepage</a> oder bei <a href="https://plus.google.com/113595722144466261201/posts" target="_blank">Google+</a> ansehen und erwerben.</div>
<p><strong>W&#252;rde man als Mitteleurop&#228;er versuchen, Neuseelands Landschaft mit nur einem Wort zu beschreiben, k&#228;me dabei wohl folgender Zungenbrecher heraus: Irlanorwegschottalpen. Und in der Tat erinnert mich die Landschaft doch sehr an Irland, Norwegen, Schottland und die Alpen. Ein solch einfacher Vergleich mit Europa wird Neuseeland jedoch nicht gerecht, da die Landschaft daf&#252;r zu einzigartig ist.</strong></p>
<p>Neuseeland besteht aus einer Nord- und einer S&#252;dinsel und ist von der Kultur her sehr europ&#228;isch gepr&#228;gt. Man merkt, dass das Land Teil des englischen Commonwealth ist und obwohl es einer der am weitesten entfernten Orte auf diesem Planeten ist, den ein Mitteleurop&#228;er bereisen kann, f&#252;hlte ich mich irgendwie gar nicht so weit weg.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/Coromandel.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-28595" title="Coromandel - Copyright (c)2008 by Frank L&#252;dtke. All rights reserved. " src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/Coromandel-500x333.jpg" alt="Coromandel - Copyright (c)2008 by Frank L&#252;dtke. All rights reserved. " width="500" height="333" /></a></p>
<p><strong>Die Nordinsel</strong></p>
<p><strong>Coromandel</strong></p>
<p>Vor knapp vier Jahren machte ich eine vierw&#246;chige Reise von Mitte Oktober bis Mitte November nach Neuseeland. Mein erstes Ziel auf dieser Reise war, nach einem Kurzaufenthalt in Auckland, die Halbinsel Coromandel. So sch&#246;n der Name klingt, so sch&#246;n ist auch die Landschaft. Von Auckland kommend windet sich die Stra&#223;e &#252;ber sanfte H&#252;gel und f&#252;hrte mich schlie&#223;lich &#252;ber eine spektakul&#228;re K&#252;stenstra&#223;e zu meinem ersten Campingplatz in Papaaroha.</p>
<p>Coromandel entz&#252;ckt das Fotografenherz mit Buchten und Str&#228;nden wie aus dem Bilderbuch und l&#228;dt zum Verweilen ein. Die Halbinsel verlie&#223; ich bereits wieder nach einem Tag, was ich r&#252;ckwirkend betrachtet als viel zu kurz empfinde. Wer die M&#246;glichkeit hat, einmal auf die Halbinsel zu fahren, sollte mehr Zeit mitbringen als ich es getan habe – daf&#252;r ist es einfach zu sch&#246;n dort.</p>
<p><span id="more-28484"></span></p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/Tongariro.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-28603" title="Tongariro - Copyright (c)2007 by Frank L&#252;dtke. All rights reserved" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/Tongariro-500x333.jpg" alt="Tongariro - Copyright (c)2007 by Frank L&#252;dtke. All rights reserved" width="500" height="333" /></a></p>
<p><strong>Rotorua &amp; Tongariro National Park</strong></p>
<p>Es f&#252;hrte mich weiter &#252;ber Rotorua, wo Geysire und blubbernde Schlamml&#246;cher eine farbenfrohe Umgebung zaubern, zum Tongariro National Park. Dessen Landschaft ist nicht zuletzt aus der Filmtrilogie &#8220;Der Herr der Ringe&#8221; bekannt.</p>
<p>Das sp&#228;rlich besiedelte Land ist hier sehr weit und wird dominiert von der Vulkanlandschaft mit den beiden Vulkanen Mount Ngauruhoe und Mount Tongariro. Ich ersparte mir die 17km-Wanderung des ber&#252;hmten Tongariro Crossing. Auf der Suche nach geeigneten Foto-Spots f&#252;r die kommenden Sonnenauf- und -unterg&#228;nge erkundete ich die Gegend stattdessen auf eigene Faust.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/MountTaranaki.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-28610" title="Mount Taranaki - Copyright (c)2007 by Frank L&#252;dtke. All rights reserved" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/MountTaranaki-500x227.jpg" alt="Mount Taranaki - Copyright (c)2007 by Frank L&#252;dtke. All rights reserved" width="500" height="227" /></a></p>
<p><strong>Egmont Nationalpark</strong></p>
<p>Etwa 120 Kilometer westlich des Tongariro National Parks befindet sich der Egmont Nationalpark mit dem Vulkan Mount Taranaki. Aus der Luft gesehen formt er einen fast perfekten Kreis in die Landschaft &#8211; gut zu sehen zum Beispiel bei <a href="http://maps.google.de/maps?q=-39.294454,174.004211&amp;hl=de&amp;ll=-39.296048,174.060516&amp;spn=0.195284,0.268478&amp;sll=-39.294454,174.004211&amp;sspn=0.195288,0.268478&amp;t=h&amp;vpsrc=6&amp;z=12" target="_blank">Google Maps</a>.</p>
<p>F&#252;r mich pers&#246;nlich ist Mount Taranaki der sch&#246;nste Vulkan Neuseelands und auch die Gegend hier ist weitaus weniger touristisch gepr&#228;gt als noch zuvor im Tongariro National Park. Blauer Himmel und Sonnenschein erwarteten mich am Mount Taranaki. Eine einheimische Frau sagte mir, dass ich wohl ein Gl&#252;ckspilz sei, denn so oft kommt es nicht vor, dass der Vulkan komplett frei von Wolken ist.</p>
<p>Gl&#252;ckspilz hin oder her, mir w&#228;re es ehrlich gesagt lieber gewesen, wenn sich doch noch ein paar Wolken gezeigt h&#228;tten. Tragen diese doch in der Landschaftsfotografie sehr viel zur Stimmung bei.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/MalboroughSound.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-28619" title="Marlborough Sound - Copyright (c)2008 by Frank L&#252;dtke. All rights reserved" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/MalboroughSound-500x333.jpg" alt="Marlborough Sound - Copyright (c)2008 by Frank L&#252;dtke. All rights reserved" width="500" height="333" /></a></p>
<p><strong>Die S&#252;dinsel</strong></p>
<p><strong>Marlborough Sounds</strong></p>
<p>Fotografisch war damit f&#252;r mich die Nordinsel erkundet und ich nahm die F&#228;hre zur S&#252;dinsel. Sogar einen Tag fr&#252;her als geplant, da mich die Vielfalt der S&#252;dinsel noch mehr ansprach als die der Nordinsel.</p>
<p>So ging es gegen Abend mit der F&#228;hre von Wellington nach Picton, wo ich nach Einbruch der Dunkelheit ankam. Am n&#228;chsten Morgen war es dann soweit: Der erste Blick im Licht der aufgehenden Sonne auf die wundersch&#246;nen Marlborough Sounds.</p>
<p>Die Marlborough Sounds bestehen aus einer Vielzahl von kleinen, gr&#252;n bewachsenen (Halb-)Inseln, die durch fjord&#228;hnliche Wasserarme voneinander getrennt sind. Der Queen Charlotte Drive ist eine der wenigen Stra&#223;en, die an der K&#252;ste entlang f&#252;hren und sehr empfehlenswert, da er sehr sch&#246;ne Aussichten auf die Sounds bietet.</p>
<p><em>Von Picton kommend gibt es kurz vor Havelock eine Zufahrt zu einem kleinen Parkplatz, von dem aus sich die Sch&#246;nheit der Marlborough Sounds sehr einfach fotografieren l&#228;sst.</em></p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/AbelTasman.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-28621" title="Abel Tasman - Copyright (c)2008 by Frank L&#252;dtke. All rights reserved" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/AbelTasman-500x212.jpg" alt="Abel Tasman - Copyright (c)2008 by Frank L&#252;dtke. All rights reserved" width="500" height="212" /></a></p>
<p><strong>Abel Tasman Nationalpark</strong></p>
<p>Weiter ging es f&#252;r mich Richtung Westen &#252;ber die kurvenreiche Stra&#223;e zum Abel Tasman Nationalpark. Auch hier finden sich, &#228;hnlich wie auf der Halbinsel Coromandel, sehr sch&#246;ne Buchten und einsame Sandstr&#228;nde, die ebenfalls zum Verweilen und zum Fotografieren einladen.</p>
<p>Als Foto-Spot kommt unter anderem der etwas versteckte Split Apple Rock in Betracht. Es handelt sich um einen kleinen Felsen im Meer, der die Form eines in der Mitte geteilten Apfels hat.</p>
<p><em>Zum Fotografieren dieses skurrilen Felsens bietet sich der kleine Strand in der Towers Bay bei Marahau an. Den kann man &#252;ber den Moonraker Way gut zu Fu&#223; erreichen.</em></p>
<p>Ich war p&#252;nktlich zum Sonnenuntergang dort, was sich jedoch als keine so gute Idee herausstellte. Die untergehende Sonne wurde von einer Landzunge verdeckt, so dass das sch&#246;ne Licht ausblieb. Aus diesem Grund ist es besser, diesen Spot am fr&#252;hen Morgen zu besuchen.</p>
<p><strong>West Coast</strong></p>
<p>In Neuseeland gibt es im Vergleich zu Deutschland relativ wenige Stra&#223;en, so dass ich bei der weiteren Fahrt Richtung S&#252;den eine Entscheidung zu treffen hatte: Geht es weiter Richtung Westen oder Osten?</p>
<p>F&#252;r mich eine leichte Entscheidung, da der westliche Teil der S&#252;dinsel einer der bekanntesten und sch&#246;nsten Abschnitte Neuseelands ist. Jedoch wird in diesem Teil der S&#252;dinsel das Wetter auch st&#228;rker von den Bergen (Neuseel&#228;ndische Alpen) und Gletschern beeinflusst, so dass es in diesem Gebieten oftmals mehr Niederschlag gibt.</p>
<p>Vom Norden her kommend nahm ich den State Highway 6. Entlang dieser Route erwartete mich eine atemberaubende K&#252;stenstra&#223;e, die mit bizarren Felsformationen, wie den Pancake Rocks – einer Kalksteinformation, die wie aufgeschichtete Pfannkuchen aussieht – hervorsticht.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/NearLakeMapourika.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-28629" title="Near Lake Mapurika - Copyright (c)2008 by Frank L&#252;dtke. All rights reserved" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/NearLakeMapourika-500x500.jpg" alt="Near Lake Mapurika - Copyright (c)2008 by Frank L&#252;dtke. All rights reserved" width="500" height="500" /></a></p>
<p><strong>Westland Nationalpark</strong></p>
<p>Weiter s&#252;dlich treffen dann Gletscher auf Regenwald: „Franz Josef“ und „Fox Glacier“ im Westland Nationalpark sind von Regenwald umgeben und liegen nur einige Kilometer vom Strand entfernt. Sie sind leicht mit dem Wagen zu erreichen und es gibt Wanderwege, die bis zur Gletscherzunge f&#252;hren.</p>
<p>Durch den Einfluss der Gletscher &#228;ndert sich das Wetter hier sehr schnell und die Berge sind oft wolkenverhangen. Wie gut, dass die Wege in Neuseeland oft sehr kurz sind. So war f&#252;r mich die Fahrt zum nahe gelegenen Lake Mapourika f&#252;r ein Sonnenuntergangsfoto schnell gemacht.</p>
<p>Eine Alternative w&#228;re auch die nahe gelegene K&#252;ste gewesen, die ich aber wegen starker Sturmb&#246;en nicht aufgesucht habe.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/Queenstown.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-28817" title="Queenstown - Copyright (c)2008 by Frank L&#252;dtke. All rights reserved." src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/Queenstown-500x333.jpg" alt="Queenstown - Copyright (c)2008 by Frank L&#252;dtke. All rights reserved." width="500" height="333" /></a></p>
<p><strong>Queenstown</strong></p>
<p>Mein n&#228;chster Stopp nach der Durchfahrt des alpen&#228;hnlichen Mount Aspiring Nationalparks war die kleine Stadt Queenstown. Die Gegend um Queenstown herum ist so bunt wie die Stadt selbst, in der das Bungee-Jumping erfunden wurde. Eine sch&#246;ne &#220;bersicht &#252;ber die kleine Stadt mit dem Lake Wakatipu im Hintergrund bekommt man von der Skyline-Aussichtsplattform. Diese erreicht man direkt mit der Gondelbahn von Queenstown aus.</p>
<p><em>Ein kleiner Geheimtipp ist die Crown Range Road, die durch das Cardrona Valley n&#246;rdlich von Queenstown f&#252;hrt. Als eine der h&#246;chstgelegenen Passstra&#223;en des Landes f&#252;hrt sie durch ein karges H&#252;gelland und bietet hervorragende Aussichten auf die umgebende Bergwelt Neuseelands.</em></p>
<p>Diese Stra&#223;e sollte man sich nicht entgehen lassen – ich kannte sie im Vorfeld auch nicht und nahm stattdessen den Highway. Erst durch den Tipp einer Touristin, die ich bei einem Ausflug kennen gelernt hatte, wurde ich darauf aufmerksam und fuhr die Strecke dann noch einmal.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/MilfordSound.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-28819" title="Far Away - Milford Sound - Copyright (c)2008 by Frank L&#252;dtke. All rights reserved." src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/MilfordSound-500x296.jpg" alt="Far Away - Milford Sound - Copyright (c)2008 by Frank L&#252;dtke. All rights reserved." width="500" height="296" /></a></p>
<p><strong>Fjordland Nationalpark </strong></p>
<p>Das n&#228;chste Ziel auf einer typischen Reise durch Neuseeland ist der Fjordland Nationalpark. Es handelt sich dabei um den gr&#246;&#223;ten Nationalpark Neuseelands. Er wird im Osten durch gewaltige Seen und im Westen durch namhafte Fjorde wie den Milford Sound und den Doubtful Sound gepr&#228;gt.</p>
<p>Allerdings ist es f&#252;r den normalen Touristen &#8211; also auch f&#252;r mich &#8211; sehr schwierig, auf eigene Faust das Fjordland zu erkunden. Es gibt nur eine einzige &#246;ffentliche Stra&#223;e, die zum Milford Sound f&#252;hrt. Diese ist aber absolut zu empfehlen, da der Milford Sound zu einem der H&#246;hepunkte in Neuseeland geh&#246;rt und die Aussichten entlang der Stra&#223;e ebenfalls sehr fotogen sind.</p>
<p>In den Fjordlands war ich dann ein richtiger Gl&#252;ckspilz, da es hier normalerweise 300 Tage im Jahr regnet. Als ich dort war, begr&#252;&#223;ten mich ein wolkenloser Himmel, Sonnenschein und kein einziger Tropfen Regen. Gl&#252;ck hatte ich auch mit den sonst in der Gegend sehr zahlreich vorhandenen Black Flies, die Anfang November offenbar noch nicht geschl&#252;pft waren und mich deshalb beim Fotografieren nicht „auffra&#223;en“.</p>
<p>Zum weiteren Kennenlernen der Fjorde kann man gef&#252;hrte Touren oder Hubschrauber-Rundfl&#252;ge &#252;ber das Fjordland buchen. Ein guter Ausgangspunkt f&#252;r Erkundungen ist der Ort Te Anau, von dem aus auch die Stra&#223;e in das Fjordland hinein f&#252;hrt. Etwas weiter s&#252;dwestlich von Te Anau liegt der Lake Manapouri, an dem ich ebenfalls – in absoluter Stille – sehr sch&#246;ne Aufnahmen machen konnte.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/Catlins.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-28832" title="Catlins - Copyright (c)2008 by Frank L&#252;dtke. All rights reserved." src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/Catlins-500x370.jpg" alt="Catlins - Copyright (c)2008 by Frank L&#252;dtke. All rights reserved." width="500" height="370" /></a></p>
<p><strong>Catlins Conservation Park </strong></p>
<p>Nach meinem Aufenthalt in den Fjordlands zog es mich schlie&#223;lich Richtung S&#252;den. Hier wird die Landschaft im direkten Vergleich zu vorher etwas langweiliger und aus diesem Grund stoppte ich erst wieder im Catlins Conservation Park‎. Ein neuer Park, eine neue Landschaft: Dichter Regenwald und unz&#228;hlige Wasserf&#228;lle, wie die Matai Falls oder die Purakaunui Falls, sind hier zu finden.</p>
<p>Ich erwanderte das Gebiet auf eigene Faust und tauchte in den Regenwald ein. Regen ist hier f&#252;r Fotografen &#252;brigens kein Problem, sondern eher ein guter Helfer f&#252;r sch&#246;ne Fotos. Durch den Regen flie&#223;t viel Wasser in den B&#228;chen und das wiederum l&#228;sst die Wasserf&#228;lle imposanter erscheinen. Zus&#228;tzlich bringt ein bedeckter Himmel auch einen geringeren Kontrast mit sich und durch die Verwendung eines Polfilters l&#228;sst sich das kr&#228;ftige Gr&#252;n des nassen Blattwerks besonders gut eingefangen.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/MountCook.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-28835" title="Mount Cook - Copyright (c)2008 by Frank L&#252;dtke. All rights reserved" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/MountCook-500x333.jpg" alt="Mount Cook - Copyright (c)2008 by Frank L&#252;dtke. All rights reserved" width="500" height="333" /></a></p>
<p><strong>Mount Cook Nationalpark</strong></p>
<p>Fast am Ende meiner Reise angekommen, fuhr ich zum letzten von mir besuchten Nationalpark: Mount Cook. Der gleichnamige Berg Mount Cook ist die h&#246;chste Erhebung Neuseelands und die umgebende Landschaft wird massiv von der alpinen Region gepr&#228;gt. Das Wetter wechselt sehr schnell und w&#228;hrend meines Aufenthalts dort hatte ich das volle Programm, bestehend aus Sonnenschein, monsun-artigen Regenf&#228;llen und Schnee. Zum Fotografieren sind solche Bedingungen ideal, da sich immer wieder spektakul&#228;re Lichtstimmungen ergeben.</p>
<p>Die lange Stichstra&#223;e, die in den Nationalpark hineinf&#252;hrt, beginnt am Lake Pukaki mit seiner unnat&#252;rlich wirkenden hellblauen Farbe. Am Ende der Stra&#223;e angelangt, gibt es verschiedene M&#246;glichkeiten, die Region zu erwandern. Ein sch&#246;nes Ziel zu Fu&#223; ist der Tasman Lake am Fu&#223;e des Tasman Glaciers, auf dem sehr fotogen vom Gletscher gel&#246;ste Eisschollen schwimmen.</p>
<p>Vom Mount Cook Nationalpark aus fuhr ich schlussendlich nach Christchurch, um wieder zur&#252;ck nach Deutschland zu fliegen.</p>
<p><em>Neuseeland ist ein Land f&#252;r Fotografen und Naturliebhaber. Es gibt kaum einen Punkt, an dem man kein sch&#246;nes Fotomotiv findet. Die landschaftlichen Gegens&#228;tze sind gewaltig, vor allem gemessen an den relativ kleinen Abst&#228;nden zueinander. K&#252;sten, Str&#228;nde, Regenw&#228;lder, Berge und Gletscher: Wo man in Europa viele tausend Kilometer und mehrere L&#228;nder bereisen m&#252;sste, liegt hier alles oftmals nur ein paar Kilometer voneinander entfernt. </em></p>
<p>Da bleibt vielleicht noch die lange Anreise von rund 35 Stunden inklusive Pausen und Transfers, die einen von dieser Reise abhalten &#8211; f&#252;r die R&#252;ckreise ben&#246;tigte ich sogar 66 Stunden, da der Flughafen in Dubai wegen Nebel gesperrt war. Wer jedoch einmal Neuseeland erlebt hat und dort war, wird wohl (wie ich) auf die Frage des Passkontrolleurs bei der Ausreise, ob ich denn wiederkommen werde, mit „Definitely!“ antworten.</p>
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<p></p>
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		<title>Gegenlicht in der Naturfotografie</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 07:15:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Gommel</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Radomir Jakubowski]]></category>
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		<description><![CDATA[Was macht ein gutes Foto aus? In der Regel ist es die Gesamtheit des Bildes. In der Zeit der vielen technikverliebten Fotoforen sind es wohl eher die Sch&#228;rfe, der perfekte Wei&#223;abgleich, das Fehlen von CAs und Vignettierungen sowie die technische Perfektion. <p></p>
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			<content:encoded><![CDATA[<div class="info"><img class="alignleft size-full wp-image-23837" title="Profilbild" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/10/Profilbild.jpg" alt="" width="120" height="120" />Dieser Artikel wurde von Radomir Jakubowski (24) verfasst. Radomir ist Betriebswirtschafsstudent der Universit&#228;t des Saarlandes. Fotografisch befasst er sich ausschlie&#223;lich mit der Naturfotografie. Seine Fotos sind unter <a href="http://www.naturfotocamp.de" target="_blank">www.naturfotocamp.de</a> sowie auf  <a href="http://www.facebook.com/pages/Radomir-Jakubowski-Naturfotocamp/122514507852512" target="_blank">Facebook</a> zu finden.</div>
<p><strong>Was macht ein gutes Foto aus? In der Regel ist es die Gesamtheit des Bildes. In der Zeit der vielen technikverliebten Fotoforen sind es wohl eher die Sch&#228;rfe, der perfekte Wei&#223;abgleich, das Fehlen von CAs und Vignettierungen sowie die technische Perfektion. </strong></p>
<p>In der Naturfotografie hingegen entscheiden f&#252;r mich Licht und Situation dar&#252;ber, ob ein Bild gut ist oder nicht. Beide Faktoren sind schwer zu beeinflussen. Ich m&#246;chte heute etwas zum Licht in meinen Bildern erz&#228;hlen, genauer m&#246;chte ich auf Gegenlicht in der Naturfotografie eingehen.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/08.jpg"><img title="Gegenlicht in der Naturfotografie: Bild 7" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/08-500x333.jpg" alt="Gegenlicht in der Naturfotografie: Bild 7" width="500" height="333" /></a></p>
<p>Oftmals schaue ich mir meine Bilder zu Hause an und denke &#8220;verdammt, irgendwie sehen die nicht so aus, wie ich es gerne h&#228;tte&#8221; und fast immer ist das Licht daran schuld. Das Licht in seinen unterschiedlichen Facetten und Arten sorgt daf&#252;r, dass ein Naturfoto gut wirkt oder nicht.</p>
<p>Das Problem ist, dass man als Fotograf kaum Einfluss auf das Licht nehmen kann und somit gibt es nur zwei M&#246;glichkeiten: Man nimmt das, was man bekommt oder man f&#228;hrt so oft an einen bestimmten Ort, bis man das bekommt, was man haben m&#246;chte. Doch wie findet man das richtige Licht? Und was ist das richtige Licht? Das ist wohl f&#252;r jeden anders.</p>
<p>Ich pers&#246;nlich liebe einfach besondere Lichtsituationen, sei es Schnee, Regen, Sturm, Nebel oder Sonnenlicht. Eigentlich gibt jede Lichtsituation etwas her, man muss es nur erkennen. Da es so viele tolle Stimmungen gibt, beschr&#228;nke ich mich in diesem Artikel auf das Gegenlicht. Gegenlicht zu &#8220;planen&#8221; ist relativ einfach, man muss nur schauen, wo sie Sonne auf und untergeht.</p>
<p><span id="more-27999"></span></p>
<p>Fotografiert man nun in Richtung der Sonne, erh&#228;lt man in der Regel sch&#246;nes Gegenlicht. Mit diesem Licht kann man dann arbeiten.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/01.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-28549" title="Gegenlicht in der Naturfotografie: Bild 1 " src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/01-500x333.jpg" alt="Gegenlicht in der Naturfotografie: Bild 1 " width="500" height="333" /></a></p>
<p>Die erste M&#246;glichkeit, die jedem Fotografen einfallen wird, ist wohl die Silhouette. Also ein Motiv, das sich dunkel gegen einen in der Regel helleren Hintergrund abhebt. Hierzu eignen sich vor allem helle Hintergr&#252;nde, zum Beispiel der Himmel, das Meer oder eine Schneedecke. Dabei kann man als Motiv alles verwenden, von einem Insekt &#252;ber Pflanzen, bis hin zu gro&#223;en S&#228;ugern oder auch B&#228;umen.</p>
<p>Etwas schwieriger wird es, wenn man eine Silhouette mit einem hellen Lichtsaum versehen will, das geht nur bei bestimmten Motiven und man ben&#246;tigt tendenziell einen dunkleren Hintergrund, gleichzeitig muss das Motiv recht stark von der Sonne angestrahlt werden.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/02.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-28550" title="Gegenlicht in der Naturfotografie: Bild 2" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/02-500x333.jpg" alt="Gegenlicht in der Naturfotografie: Bild 2" width="500" height="333" /></a></p>
<p>Bei Gegenlicht muss man allerdings nicht immer mit Silhouetten oder &#228;hnlichem arbeiten. Die Motive k&#246;nnen auch ihre gesamte Zeichnung behalten und man kann sie mit Hilfe von unterschiedlichen Techniken aufpeppen.</p>
<p>Der Fotograf hat gerade bei Gegenlicht unglaublich viele M&#246;glichkeiten, mit dem Licht zu spielen, denn diese extreme Lichtsituation f&#252;hrt je nach Umgebung und Objektiv zu einer F&#252;lle an Effekten. Die beiden am h&#228;ufigsten verwendeten sind hierbei wohl die Unsch&#228;rfekreise und Lensflares. Lensflares sind optische Fehler, die durch die Brechung des Lichts im Objektiv entstehen.</p>
<p>Sie sind bei den meisten Fotografen nicht besonders beliebt, aber ich benutze sie sehr gerne; insbesondere, um den Hintergrund komplett in eine Farbe zu tauchen oder um eine Sonne im Bild zu imitieren.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/04.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-28551" title="04" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/04-500x748.jpg" alt="" width="500" height="748" /></a></p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/05.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-28552" title="05" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/05-500x748.jpg" alt="" width="500" height="748" /></a></p>
<p>Unsch&#228;rfekreise hingegen kommen durch starke Lichtquellen in der Unsch&#228;rfeebene zustande und sehen meistens aus wie kleine Lichtkreise im Bild. Diese kommen zum Beispiel durch Wassertropfen im Gegenlicht oder durch andere starke Lichtquellen zustande, die sich in der Unsch&#228;rfeebene befinden.</p>
<p>Ich empfehle, hierbei die Blende komplett zu &#246;ffnen, damit die Unsch&#228;rfekreise nicht durch die sich schlie&#223;enden Blendenlamellen eckig werden.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/06.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-28553" title="Gegenlicht in der Naturfotografie: Bild 06" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/06-500x748.jpg" alt="Gegenlicht in der Naturfotografie: Bild 06" width="500" height="748" /></a></p>
<p>Sowohl die Unsch&#228;rfekreise als auch die Lensflares sehen bei jedem Objektiv anders aus. Jedes Objektiv hat seine eigenen optischen Fehler, die man nutzen kann, um sein eigenes Bild zu schaffen. Hier f&#228;ngt der kreative Prozess des Probierens an. Man muss mit der Zeit herausfinden, welche Effekte man wie erzeugen und wie man sie in einem Bild einsetzen kann. Kennt man diese, kann man sein Bild &#8220;zusammenmurmeln&#8221;.</p>
<p>Es entscheiden bei dieser Art von Gegenlichtspielereien oft Millimeter bei der Ausrichtung der Kamera. Daher ist es ausschlaggebend, dass man langsam agiert und genau schaut, was sich ver&#228;ndert und wie es wirkt.</p>
<p>Hierbei gibt es keinen K&#246;nigsweg, man muss einfach probieren, probieren und nochmal probieren und das muss jeder Fotograf selbst.</p>
<p><iframe style="overflow: hidden; width: 450px; height: 35px;" src="//www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fkwerfeldein.de%2Findex.php%2F2012%2F01%2F18%2Fgegenlicht-in-der-naturfotografie%2F&amp;send=false&amp;layout=standard&amp;width=450&amp;show_faces=false&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;font&amp;height=35" frameborder="0" scrolling="no" width="320" height="240"></iframe></p>
<p></p>
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		<title>Skateboard durch den Sucher</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Jan 2012 07:15:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Gommel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[20min]]></category>
		<category><![CDATA[Action]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehstudio]]></category>
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		<category><![CDATA[skater]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[studio]]></category>

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		<description><![CDATA[Samstagabend, 22.31 Uhr, in einem gro&#223;en Fernsehstudio in Berlin. Normalerweise werden zu dieser Uhrzeit TV-Sendungen aufgezeichnet, geprobt oder B&#252;hnenbilder auf- und abgebaut. Mit etwas Vorarbeit (Anfragen im Fernsehstudio und Abstimmung mit dem Skateboarder) klappte es tats&#228;chlich mit einem Studiotermin im Oktober 2011.<p></p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="info"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-28360" title="Marton" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/3019164081_910346c030_m-120x120.jpg" alt="" width="120" height="120" />Das ist ein Artikel von Martón Szabó. Er arbeitet in einem gro&#223;en Medienunternehmen in Berlin und macht berufsbegleitend seinen Master (Medieninformatik) ebenfalls in Berlin. Den gr&#246;&#223;ten Teil seiner Freizeit verbringt er mit <a href="http://www.flickr.com/photos/xolerius/" target="_new">Fotografie</a>, Skateboarding und Wellenreiten.</div>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/12/6247301245_75837d0944_b.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-28021" title="Skater 1 " src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/12/6247301245_75837d0944_b-500x335.jpg" alt="" width="500" height="335" /></a></p>
<p><strong>Samstagabend um 22.31 Uhr in einem gro&#223;en Fernsehstudio in Berlin. Normalerweise werden zu dieser Uhrzeit TV-Sendungen aufgezeichnet, geprobt oder B&#252;hnenbilder auf- und abgebaut. Mit etwas Vorarbeit (Anfragen im Fernsehstudio und Abstimmung mit dem Skateboarder) klappte es tats&#228;chlich mit einem Studiotermin im Oktober 2011. </strong></p>
<p>F&#252;r den Termin im Studio habe ich ca. sechs Monate an Vorlauf ben&#246;tigt. Grund daf&#252;r war, dass permanent im Studio gearbeitet wird und somit eigentlich kein freies Zeitfenster dazwischen bleibt. Erst durch etwas Hartn&#228;ckigkeit und permanentes Anfragen im Studio hatte sich spontan im Herbst ein Termin ergeben.</p>
<p>Wir hatten an einem Samstagabend ca. 20 Minuten Zeit f&#252;r diese Aufnahmen. Aufgrund des kurzen Zeitfensters habe ich mich entschlossen, fast alles im Action-Mode (6,5 Bilder pro Sekunde) zu fotografieren. Als Kamera hatte ich meine Canon 40D, zwei Sigma-Objektive (10-20mm und 18-250mm) und nat&#252;rlich einen guten Freund, der Skateboard f&#228;hrt, dabei. Am Ende sind 657 Bilder entstanden.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/12/6306398715_c458c13cce_b.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-28024" title="Skater 2 " src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/12/6306398715_c458c13cce_b-500x333.jpg" alt="" width="500" height="333" /></a></p>
<p>Au&#223;er Ollies, kleineren Powerslides oder Kickflips durften wir keine „wilden“ Tricks machen, da dort sehr viel teures Equiqment steht, das nicht kaputt gehen darf.   Der Freund, der mitgekommen war, f&#228;hrt sehr gut Skateboard und somit konnte ich mir schon etwas im Voraus &#252;berlegen, welche Tricks ich fotografieren m&#246;chte.</p>
<p><span id="more-28020"></span></p>
<p>Dabei war mir jedoch auch wichtig, nicht zu viele strike Vorgaben zu machen. Die Balance zu finden zwischen Tricks, die ich gerne im Kasten habe wollte und einfach der Person dabei zuzusehen, wie das riesige Studio mit dem Skateboard erkundet wird, war und ist eine gute Richtlinie f&#252;r mich.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/12/6254324323_6e3133ff2f_b.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-28026" title="Skater 3" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/12/6254324323_6e3133ff2f_b-500x366.jpg" alt="" width="500" height="366" /></a></p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/12/6261238024_92b5fc729a_b.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-28027" title="Skater 4" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/12/6261238024_92b5fc729a_b-500x333.jpg" alt="" width="500" height="333" /></a></p>
<p>Die Lichtquelle und die farbigen Hintergr&#252;nde wurden durch eine sehr beeindruckende LED-Anlage im Hintergrund erzeugt. Ein Techniker an der Lichtanlage kann diesen Hintergrund (Farbe, Lichtintensit&#228;t, Muster etc.) am Mischpult &#228;ndern. Innerhalb von nicht einmal einer Sekunde wurden  so neue Farben oder Muster f&#252;r den Hintergrund der Aufnamen erstellt.</p>
<p>Beim folgenden Bild habe ich den Schatten des Skateboarders in Photoshop etwas freigestellt, um die Reflexion der Person zu betonen. Des Weiteren habe ich etwas Blau &#252;ber die Farb-Balancen bei der Nachbearbeitung hinzuf&#252;gt. Die Lichtquelle war allein der Hintergrund, es wurden kein zus&#228;tzliches Licht oder Blitze benutzt.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/12/6323624360_fdf0099bb0_b.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-28022" title="6323624360_fdf0099bb0_b" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/12/6323624360_fdf0099bb0_b-500x333.jpg" alt="" width="500" height="333" /></a></p>
<p>Das war das einzige Bild, das ich in Photoshop in dieser Form nachbearbeitet habe. Bei allen anderen Bildern wurde zum Teil nur der Kontrast etwas angehoben.</p>
<p>Das TV-Studio ist wirklich riesig, was beim n&#228;chsten Foto erkennbar wird. Die horizontale Linie im Bild ist der &#220;bergang zwischen Boden und Hintergrund. Bei der folgenden, letzten Aufnahme habe ich die Kamera auf den Boden gelegt und mit 18mm Brennweite fotografiert.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/12/6270081224_953f53dd71_b.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-28023" title="Letzte Aufnahme " src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/12/6270081224_953f53dd71_b-500x333.jpg" alt="" width="500" height="333" /></a></p>
<p>In der Nachbearbeitung habe ich versucht, den Schatten der Person etwas freizustellen, um die Gr&#246;&#223;e des Studios zu betonen. An den Farben habe ich nichts ge&#228;ndert &#8211; die Farben und das Licht stammen komplett aus der LED-Anlage im Hintergrund.</p>
<p>Als ich mir zu Hause die ersten Bilder der Studio-Session angesehen hatte, habe ich erst realisiert, wie intensiv und beeindruckend die Farben im Hintergrund geworden sind. Unter den 657 Bildern habe ich relativ schnell meine 10 bis 15 Favoriten gefunden. Der ganze Aufwand hat sich gelohnt, wenn ich mir die Bilder im Nachhinein ansehe. In Gedanken bin ich bereits wieder im Studio und habe Ideen f&#252;r neue Tricks mit Obstacles vor der Kamera.</p>
<p><iframe src="//www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fkwerfeldein.de%2Findex.php%2F2012%2F01%2F16%2Fskateboard-durch-den-sucher%2F&amp;send=false&amp;layout=standard&amp;width=450&amp;show_faces=false&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;font&amp;height=35" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:35px;" allowTransparency="true"></iframe></p>
<p></p>
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		<title>Diptychon</title>
		<link>http://kwerfeldein.de/index.php/2012/01/13/diptychon/</link>
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		<pubDate>Fri, 13 Jan 2012 07:15:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aileen Wessely</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[bildpaar]]></category>
		<category><![CDATA[diptychon]]></category>
		<category><![CDATA[geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[paar]]></category>
		<category><![CDATA[perspektive]]></category>
		<category><![CDATA[schärfe]]></category>

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		<description><![CDATA[Was ist ein Diptychon? Sucht man nach diesem Begriff bei Wikipedia, bekommt man nur einen Zweizeiler dar&#252;ber, dass ein Diptychon eine doppelseitige Wachstafel aus der Antike sei. Ein Block zweier Schreibtafeln, die mit einem einfachen Scharnier verbunden sind. Heute will ich Euch zeigen, was ein Diptychon in der Fotografie ist, beziehungsweise sein kann.<p></p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="info"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-24218" title="Profilbild Christof" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/11/Profilbild-Christof-2-120x120.jpg" alt="" width="120" height="120" />Dieser Artikel ist von Christof Schoppa. Er lebt und arbeitet in Gelnhausen. Doch die meiste Zeit widmet er seiner gro&#223;en Leidenschaft, der Fotografie. Seine Fotos kann man auf <a href="http://www.flickr.com/photos/donchris/" target="_blank">Flickr</a> betrachten, die hier vorgestellten Diptychen finden sich dort in einem <a href="http://www.flickr.com/photos/donchris/sets/72157622306240150/" target="_blank">Album</a>.</div>
<p><strong>Was ist ein Diptychon? Sucht man nach diesem Begriff bei Wikipedia, bekommt man nur einen Zweizeiler dar&#252;ber, dass ein Diptychon eine doppelseitige Wachstafel aus der Antike sei. Ein Block zweier Schreibtafeln, die mit einem einfachen Scharnier verbunden sind. Heute will ich Euch zeigen, was ein Diptychon in der Fotografie ist, beziehungsweise sein kann.</strong></p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/woman-of-g.jpg"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/woman-of-g-500x500.jpg" alt="" title="© Christof Schoppa" width="500" height="500" class="aligncenter size-medium wp-image-28335" /></a></p>
<p>Das Diptychon ist in der Fotografie ein zweigeteiltes Bild. Es ist ein Bild, das zwei verschiedene oder identische Fotos verwendet, um zusammen eine k&#252;nstlerische Aussage zu bilden. Es stellt zwei &#228;hnliche oder v&#246;llig unterschiedliche Bilder einander gegen&#252;ber. Diese Bilder geh&#246;ren zusammen, sind als Sequenz, als Paar zu beurteilen. </p>
<p>Zwei Fotos, die m&#246;glicherweise besser zusammen passen als allein f&#252;r sich stehende. Dies liegt im Auge und Geschmack des Betrachters. Sie k&#246;nnen eine kleine Geschichte erz&#228;hlen, eine Geschichte in zwei Rahmen, eine Vereinigung, unterschiedliche Perspektiven zum gleichen Thema.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/jpg"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/jpg-500x500.jpg" alt="" title="© Christof Schoppa" width="500" height="500" class="aligncenter size-medium wp-image-28322" /></a></p>
<p>Wie ich zum „dippen“ gekommen bin, wei&#223; ich gar nicht mehr so genau, muss ich sagen. Ich meine, ich bin nicht einfach losgezogen mit dem Gedanken, dass ich nun Fotos mache, um sie dann zu einem Diptychon zusammenzuf&#252;gen. Es kam einfach irgendwann &#252;ber mich, so wie die Lust, &#252;berhaupt zu fotografieren. Nat&#252;rlich habe ich zuvor schon Bilder dieser Stilrichtung gesehen. Keiner soll meinen, ich denke, ich h&#228;tte dieses Ding erfunden. </p>
<p><span id="more-28320"></span></p>
<p>Irgendwann beim St&#246;bern im Internet und dem Durchschauen verschiedener Portfolios bin ich darauf gesto&#223;en. Ich habe mich sofort darin verliebt und angefangen, meine eigenen Diptychen zu kreieren. Meine eigenen Geschichten zu erz&#228;hlen. Meinen Blick auf die Welt damit zu zeigen. </p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/treetop.jpg"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/treetop-500x500.jpg" alt="" title="© Christof Schoppa" width="500" height="500" class="aligncenter size-medium wp-image-28333" /></a></p>
<p>Mit meinen Diptychen versuche ich, zwei Bilder miteinander zu verbinden. Ich will, dass man sp&#252;rt, dass sie zusammengeh&#246;ren, einander ber&#252;hren, nicht immer direkt, doch aber zumindest auf einer anderen Ebene. Es gibt viele verschiedene M&#246;glichkeiten, solche Bilder zu erschaffen. </p>
<p>Waagerecht, senkrecht, quer und durch das Zusammensetzen unterschiedlicher Themen und Bilder. Ich spiele mit der Sch&#228;rfe, verwende unterschiedliche Perspektiven, bringe alte und neue Fotos zusammen und viel mehr. Wenn man schon mehrere Bilder dieser Sorte gemacht hat, bekommt man ein Gef&#252;hl daf&#252;r, welche Bilder zueinander passen und welche nicht.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/relax.jpg"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/relax-500x500.jpg" alt="" title="© Christof Schoppa" width="500" height="500" class="aligncenter size-medium wp-image-28330" /></a></p>
<p>Eines Tages war ich mit meinem Hund auf einer langen Runde unterwegs. Es war ein sch&#246;ner Fr&#252;hlingstag und ich genoss das Wetter. Meine Kamera hatte ich nat&#252;rlich auch dabei. Nach einem langen Marsch durch Wiesen und Felder machten wir noch eine kleine Pause auf einer Fu&#223;g&#228;ngerbr&#252;cke, die in meinem Ort den &#220;bergang &#252;ber einen Fluss erm&#246;glicht. </p>
<p>Ich sa&#223; ganz entspannt da und genoss die warmen Sonnenstrahlen. In meinem Arm die Kamera, die ich dann auch zum Einsatz brachte und einige Bilder aus der Situation heraus schoss. Aus diesem relaxten Moment heraus ist mein Bild entstanden, in dem man einfach nur zwei ausgestreckte F&#252;&#223;e und einen sch&#246;nen friedlichen Himmel sieht.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/greenness.jpg"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/greenness-500x500.jpg" alt="" title="© Christof Schoppa" width="500" height="500" class="aligncenter size-medium wp-image-28326" /></a></p>
<p>Ich muss sagen, am liebsten benutze ich die simple Methode, Aufnahmen mit dem Blick nach unten und Aufnahmen mit dem Blick nach oben miteinander zu kombinieren. Es scheint schon fast zu leicht zu sein. Aber diese Bilder, gepaart mit dem richtigen Licht und den richtigen Farben, sind f&#252;r mich einfach das Beste. Die einfachsten Dinge k&#246;nnen eben doch die sch&#246;nsten sein. Meine pers&#246;nlichen Favoriten. </p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/moments.jpg"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/moments-500x500.jpg" alt="" title="© Christof Schoppa" width="500" height="500" class="aligncenter size-medium wp-image-28329" /></a></p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/highway-in.jpg"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/highway-in-500x500.jpg" alt="" title="© Christof Schoppa" width="500" height="500" class="aligncenter size-medium wp-image-28327" /></a></p>
<p>Eine weitere einfache Art, Diptychen zu gestalten, ist es, scharfe Fotos mit unscharfen zu verkn&#252;pfen. Dies kann ich auf unterschiedliche Arten machen, zum Beispiel von gleichen oder &#228;hnlichen Situationen. </p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/hot-and-cold.jpg"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/hot-and-cold-500x500.jpg" alt="" title="© Christof Schoppa" width="500" height="500" class="aligncenter size-medium wp-image-28328" /></a></p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/train.jpg"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/train-500x500.jpg" alt="" title="© Christof Schoppa" width="500" height="500" class="aligncenter size-medium wp-image-28332" /></a></p>
<p>Ich benutze auch gerne die Methode, eine Aufnahme vom Ganzen und eine Detailaufnahme miteinander zu verbinden. So kann ich die unterschiedlichen interessanten Facetten von Gegenst&#228;nden und Situationen aufzeigen.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/upside-down.jpg"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/upside-down-500x500.jpg" alt="" title="© Christof Schoppa" width="500" height="500" class="aligncenter size-medium wp-image-28334" /></a></p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/2-2.jpg"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/2-2-500x500.jpg" alt="" title="© Christof Schoppa" width="500" height="500" class="aligncenter size-medium wp-image-28323" /></a></p>
<p>Es gibt so viele verschiedene M&#246;glichkeiten, Diptychen zu erstellen und es gibt sie in allen Bereichen der Fotografie. Zum Beispiel in der Street-Fotografie oder bei Portraits. Ich kann auf den ersten Blick v&#246;llig unpassende Bilder miteinander kombinieren und so v&#246;llig neue Welten schaffen. Es gilt, der Fantasie keine Grenzen zu setzen und alles auszuprobieren. </p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/S-I-L-L.jpg"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/S-I-L-L-500x500.jpg" alt="" title="© Christof Schoppa" width="500" height="500" class="aligncenter size-medium wp-image-28331" /></a></p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/fall-for-your-type.jpg"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/fall-for-your-type-500x500.jpg" alt="" title="© Christof Schoppa" width="500" height="500" class="aligncenter size-medium wp-image-28325" /></a></p>
<p>In manchen Bildern habe ich versucht, eine Verbindung zwischen den zwei zusammengeh&#246;rigen Fotos herzustellen. Nicht nur eine sp&#252;rbare Verbindung, sondern eine direkte, eine optische, in der man sieht wie das eine Bild das andere ber&#252;hrt. Ich finde diese Art besonders reizvoll. Diptychen k&#246;nnen Fotos mehr Pers&#246;nlichkeit geben, gar Geschichten erz&#228;hlen, was manch einzelne Fotos nicht schaffen.</p>
<p><strong>Vielleicht habt Ihr Lust, auch mal so etwas auszuprobieren. Jetzt liegt es an Euch. Denkt Euch ein Thema aus und legt los. Durchforstet Euer Archiv, manchmal findet man dort alte Sch&#228;tze, die als Diptychon wieder aufgearbeitet werden k&#246;nnen. Entweder miteinander oder einfach mit neuen passenden Bildern. Probiert es aus, werdet kreativ, denkt in Paaren!</strong></p>
<p><iframe src="//www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fkwerfeldein.de%2Findex.php%2F2012%2F01%2F13%2Fdiptychon%2F&amp;send=false&amp;layout=standard&amp;width=450&amp;show_faces=false&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;font&amp;height=35" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:35px;" allowTransparency="true"></iframe></p>
<p></p>
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