Übung, Ausdauer und der Erfolg der Beatles
12. 3. 2010, 1:11 Uhr
Alles wird gut, nur nicht sofort ~ @kosmar
Wer beginnt, sich ernsthaft mit der Fotografie zu beschäftigen, der wird an seine Grenzen kommen. Früher oder später wird er/sie feststellen, dass vieles nicht so funktioniert, wie erwartet. Der tiefrote Sonnenuntergang sieht auf dem Foto nicht so aus, wie er erlebt wurde.
Fragen tauchen auf. Kann ich das? Liegt mir das? Verdammt nochmal, wie geht das?
Auf viele Fragen, Zweifel und Schwierigkeiten in der Fotografie gibt es einen Hinweis, einen Anstoss, eine Art Antwort, die mir zunehmend wichtiger wird. Natürlich ist das nicht die Antwort auf alle Fragen. Aber auf sehr viele.
Sie heißt Übung & Ausdauer.
Vor ein paar Wochen habe ich im diesem Artikel zwei Schlüsselkomponenten angesprochen, die wichtig sind, um zu wissen, ob wir gute Fotos machen können. Die eine war Leidenschaft und die andere Hingabe. Letztere möchte ich hier nochmal kurz zitieren:
„Mit der Kamera am Start sein, völlig gleichgültig, ob ich nun gerade inspiriert bin, oder nicht. (…) Hier geht es um dem nötigen Biss, auch über längere Zeit dranzubleiben.“
Über diesen Biss und dessen Bedeutung, möchte ich heute mit Euch sprechen.
Mit den Möglichkeiten und Chancen, die uns heutzutage über das Netz zur Verfügung stehen, bekommen wir viele technische Fragen schnell beantwortet. Es gibt fast kein Thema, zu dem es nicht auch irgendwas in Form eines Artikels oder Videos gibt.
Und es geht schnell. Das ist bequem. Und das ist super so. Aber es gibt noch eine weitere Komponente, die nicht kurfristig, sondern längerfristig ist. Hier geht es darum, was und wie intensiv wir an uns arbeiten. Und: ob wir eine Perspektive haben, die die nächsten 12 Monate überdauert.
Um das mal praktisch zu machen, hier ein paar Fragen:
# Bin ich bereit, so lange, bis ich Land sehe, mich mit einem Thema auseinanderzusetzen, auszuprobieren und mich den ganz normalen Frustrationen auszusetzen oder gleich das Thema zu wechseln, wenn es nicht recht klappen wird?
# Habe ich den Willen, mich für ein halbes Jahr so oft wie möglich in Lightroom hineinzubohren, zu testen, (auch) Artikel zu lesen, zu vergleichen, und alle Möglichkeiten durchzuspielen, wie ich meine Fotos optimieren und nutzen kann?
# Habe ich Geduld mit mir selbst, auch wenn ich länger brauche, als erwartet?
# Bin ich bereit, mich Jahre lang der Fotografie von Menschen hinzugeben, Termine zu machen, verschiedene Lichtsituationen durchzuspielen und ihren Ausdruck festzuhalten?




Der folgende Gastbeitrag stammt von 

































Ein kleines Dankeschön an die aktivsten Leser. Ihr rockt.