Wim Wenders und die LEICA M8

20. 3. 2010, 9:00 Uhr

Liebe Leute, dieses kurze Video wollte ich nicht einfach morgen unter die browserFruits mischen, da es dort evtl. untergegangen wäre. Der Werbeclip mit Regisseur & Fotograf Wim Wenders zu Leica M8 verdient es, etwas genauer unter die Lupe genommen und diskutiert zu werden.

Immer und immer wieder habe ich mir dieses Video angeschaut und dabei fiel mir jedes Mal auf, dass es sich hier um viel mehr als nur um ein gut gemachtes Werbevideo handelt.

Denn Wim Wenders spricht hier von einer fast innigen Beziehung zur Fotografie, mit der er groß geworden ist. Natürlich dreht es sich um Leica und das kommt auch nicht zu kurz.

Doch hier springt auch ein Funken Leidenschaft zum Bildermachen über. Das finde ich bemerkenswert. Und Wim Wenders ist ja auch ein bemerkenswerte Mensch. Ähnlich, wie sein Frau Donata, die ebenfalls eine wahrlich großartige Fotografin ist.

Wie wirkt das Video auf Euch? Was habt ihr beim Schauen gedacht oder gefühlt? Ging es Euch ähnlich wie mir oder vielleicht ganz anders?

Bullshit Boomerang.

19. 3. 2010, 11:35 Uhr

Auf dieser Seite geht es darum, Einsteiger (und ein paar Fortgeschrittene) fotografisch weiterzubringen. Ich versuche Dinge, die mir geholfen, mich inspiriert oder einfach ein Stückchen weitergebracht haben auszuformulieren, in der Hoffnung, dass jemand anderes vielleicht etwas davon mitnehmen kann.

Da geht es um meine Stärken, das, was ich gut kann. Doch es gibt auch eine andere Seite Martin Gommels, die nämlich im Umgang mit der Kamera ganz und gar nicht stark ist, sondern offensichtlich Fehler hat. Macken. Unebenheiten. Auf gut’ Deutsch: Schwächen.

Um die wird es heute gehen. Oder besser gesagt: Mal um eine.

Um es mit Durs Grünbein zu sagen: “Die Schwächen sind, mit einer gewissen Leidenschaft und Sympathie betrachtet, sein wahrer Reichtum. Sie sind das Kapitel des Künstlers.”

Natürlich habe ich auch bei der Formulierung meiner Schwächen die Hoffnung, das sich vielleicht jemand anderes damit identifizieren kann. Nicht, dass sie oder er etwas “davon mitnehmen kann”. Nein, dass ein Leser sich nicht mehr allein fühlt mit den Problemzonen.

Und ich bin mir bewusst, dass das Beschreiben der Schattenseiten ganz und gar nicht in unser westliches Bild eines starken Vorbildes, eines heroisch und stoisch kämpfenden Künstlers, der sich von Auftrag zu Auftrag, von Erfolg zu Erfolg und von Feature zu Feature schwingt, passt.

Wir sehen lieber einen lächelnd glänzenden Erfolgsstar, der alles weiß, alles kann und vor allem nicht im Geringsten mit sich selbst zu kämpfen hat. Und wenn, dann nur mal so nebenbei erwähnt, um dann wieder feucht-fröhlich dem nächsten Erfolg entgegenzusehen. Eher belächelt er sarkastisch-triumphierend die Schwächen der anderen.

Doch das entspricht viel eher einem Wunschdenken, das der Realität nicht im Geringsten nahekommt. Zumindest bei mir. Das ist so nicht.

Früher regelmässig, heute nur sporadisch werde ich hier und da Zeilen niederschreiben, in denen nichts beschönigt, sondern schonungslos direkt und ehrlich das notiert wird, was explizit nicht gut ist.

In der Hoffnung, dass durch das Niederschreiben manche Dinge klarer werden und kwerfeldein.de an Tiefe gewinnt. Und dass sich jemand, der ähnliches von sich kennt, verstanden fühlt.

Kommt es an?

Es ist eigentlich jedes Mal das gleiche Spiel: Schon beim Bearbeiten eines meiner Fotos stelle ich mir die Frage, ob es die Leute mögen werden. Ob sie es gut finden, was ich da fotografiert habe.

Oder – das wäre das Schlimmste – vielleicht ignorieren sie mein Foto sogar, weil es gänzlich langweilig aussieht. Fad und ohne Würze. Kalt und ohne Aussage. Eins wie alle anderen.

Dann zeige ich mein Foto. Lade es ins Netz. Schreibe Titel, Tags und Bildnotizen dazu und setze es wie ein kleines, selbstgebasteltes Schiffchen auf den Ozean des World Wide Webs. Und warte, was zurückkommt. Ob jemand antwortet.

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Gute Photoblogs? Die große Umfrage ist da.

18. 3. 2010, 11:22 Uhr



Photoblogs – also Blogs in denen es alleine um Fotos geht, gibt es wie Sand am Meer. Zwar ist es wesentlich einfacher, sich einen Account bei Flickr zu machen und dort seine Fotos zu präsentieren. Etwas umständlicher, dafür ebenfalls schön ist das handgemachte Photoblog.

Und auch, wenn es nur die URL ist, die in der Adressleiste glänzt – die Fotos wirken anders, werden größer eingebunden und sind als Feed abonnierbar. Nicht unsexy, also.

Nun bin ich seit einer Weile auf ‘Incognito-Suche*, um detektivisch nach neuen Photoblogs zu suchen, um mit deren Glanztaten (also guten Fotos) die browserFruits zu würzen und mich selbst fotografisch inspirieren zu lassen. Flickr-Kontakte habe ich genug – aber gute Photoblogs? Die kann ich an einer (okay zwei) Händen abzählen.

Aber warum die ganze Sucherei, wenn ich doch einen sehr kurzen Weg zu vielen Fotoleuten habe?

Ich suche gute Photoblogs. Mit Feed, zum abonnieren. Welche sollte ich auf keinen Fall verpassen?*

Bitte nicht mehr als 3 Empfehlungen pro Kommentar, also quasi das Beste vom Besten.

Inhaltlich kann es um alles gehen: Hochzeiten, Landschaften, Architektur, Portraits, News, Fun und und und. Edit: Achtung! Wichtig ist, dass es sich hier um Photoblogs handelt  bei denen Fotos im Mittelpunkt stehen und keine Lehrblogs wie dieses. Das heisst nicht, dass gar kein Text vorhanden sein soll, lediglich sollen die Fotos im Zentrum der Aufmerksamkeit sein. That’s all.

Um ein paar bekannte Photoblogs zu nennen, mache ich mal den ersten Schritt:

Big Picture (News)

Electrosphere (Landschaften, Schwarzweiss)

Daily Dose Of Imagery (Architektur, Street)

*(!) Bitte nicht selbstreferenziell das eigene Photoblog empfehlen – sowas können wir gerne ein andermal machen. Heute interessieren mich vor allem Eure Empfehlungen der Photoblogs, die ihr verfolgt. (!)

Falls hier wirklich eine überschwängliche Anzahl interessanter Links eingeht, werde ich bei Bedarf das Ganze in einem Zusammenfassung thematisch sortiert hier veröffentlichen. Also quasi die Essenz der Photoblogs, die mir besonders gut gefallen haben. Schaumer mal.

Und jetzt bin ich mal gespannt, was passiert ;)

Einsteiger-Tipp: Schärfe am Display überprüfen

17. 3. 2010, 10:23 Uhr

Einsteiger-Tipp: Schärfe am Display überprüfen

Ein Vorteil, den ich bei meiner Kill-Your-LCD Aktion sehr stark vermisst habe, war das nachträgliche Überprüfen der Bildschärfe am Kameradisplay. Diese Technik habe ich zum ersten Mal bei meinem Freund Matthias Pabst beobachtet und seither sporadisch gerne eingesetzt.

Es gibt Situationen, da reicht es nicht aus, mit Hilfe der eigenen Einschätzung oder der Abblendtaste zu überprüfen, ob das Foto da scharf ist, wo wir es scharf haben wollen.

Beispielsweise, wenn wir ein Portrait mit weit geöffneter Blende gemacht haben oder bei einem Landschaftsfoto einen ganz bestimmten Bereich so scharf wie möglich haben wollen. Dann reicht uns manchmal das Sucherbild nicht aus oder wir möchten nicht einfach auf den Autofokus vertrauen.

Da bietet es sich an, das Kameradisplay mit einzubeziehen, nachdem wir das Foto gemacht haben und die Kamera uns ein “Review” zeigt (hiermit ist nicht der Live-Modus gemeint, der aber beim Videos machen mit DSLRs hilfreich sein kann, um die Schärfe zu überprüfen).

Doch bei einem Kameradisplay ist in der “normalen Ansicht” natürlich vieles scharf. Und wie wir wissen, ist es in vielen Fällen alles andere als zuverlässig. Doch um die Schärfe im Foto zu überprüfen, können wir ins Bild hineinzoomen. Je nach Kamera müssen wir 2-3 mal (oder öfter) die Zoomtaste drücken, bis wir in der 100% Ansicht angelangt sind. Update: Bei Stefan Groenfeld gibt es eine Erklärung, wie man mit Nikon Kameras (D200 aufwärts) schnell in die 100% Ansicht gelangt.

So können wir auch im Nachhinein feststellen, ob unser Foto exakt da scharf ist, wo wir es scharf haben wollen. An dieser Stelle ist aber trotzdem Kopf einschalten angesagt – denn: Scharf muss nicht immer “Knackscharf” sein:

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Bildvorstellung & Postprocessing: Clean Beauty

16. 3. 2010, 10:00 Uhr

Liebe Leser, ich habe schon eine ganze Weile kein Landschaftsfoto mehr hier vorgestellt. Und nachdem der Daniel gestern das Thema Bildbearbeitung angeschnitten hat, mache ich heute die Fortführung dessen mit dieser Vorstellung von Clean Beauty.

Im Video erkläre ich die Entstehung des Fotos, zeige ein paar Fotos, die während dem Fotografieren enstanden sind, gehe auf die EXIFs ein und demonstriere die Bildbearbeitungsschritte, die ich vorgenommen habe.

Wie immer hoffe ich, Euch mit diesem Screencast weitergebracht zu haben und freue mich über Eure Gedanken in den Kommentaren. Danke!

Quicktipp: Tonwertkorrektur

15. 3. 2010, 10:00 Uhr

Quicktipp: TonwertkorrekturDies ist ein Gastbeitrag von Daniel Bollinger (Flickr). Daniel ist 22, studiert momentan Musikinformatik und beschäftigt sich in seiner Freizeit mit Fotografie und digitaler Bildbearbeitung.

Seit ich angefangen habe, mich etwas mehr mit Bildbearbeitung zu beschäftigen, stoße ich im Internet immer wieder auf Fotos, bei denen ich denke „Hey, eigentlich geiles Bild, aber irgendwas fehlt…“. Die Bilder sind meist etwas matt und flau und wirken nicht so richtig lebhaft.

Früher habe ich mir diese Bilder ab und zu spaßeshalber runtergeladen, um sie in Photoshop (bzw. anfangs noch Gimp) genauer unter die Lupe zu nehmen. Und siehe da, in 95% der Fälle ließ sich mit einem kleinen Eingriff schon erhebliche Verbesserung erzielen – mit einer Tonwertkorrektur.

In diesem Artikel möchte ich euch mit zwei Beispielen einen kurzen Einstieg in das Thema geben.

Quicktipp: Tonwertkorrektur

Das Bild, das ihr hier seht, ist an einem verschneiten Wintertag mit bedecktem, grauem Himmel entstanden, und genauso sieht es auch aus: grau. Ein Blick aufs Histogramm zeigt uns weshalb:


Quicktipp: Tonwertkorrektur

Es gibt im Bild weder Bereiche, die in die Tiefen (ganz links im Histogramm) fallen, noch welche in den Lichtern (entsprechend ganz rechts). Das Bild nutzt also nicht den vollen uns zur Verfügung stehenden Tonwertumfang aus, es gibt kein reines Weiß oder Schwarz.

Um dies zu korrigieren öffne ich den Kurven-Dialog (es geht auch sehr ähnlich über „Werte“, aber ich bevorzuge die Kurven, da ich dort normalerweise gleich noch mehr mache), und passe die Kurve entsprechend an. Dazu ziehe ich einfach das obere rechte Ende soweit in die Mitte, dass es den höchsten im Bild bereits vorhandenen Wert erreicht; und das gleiche umgekehrt mit dem Ende links unten für den niedrigsten Wert.

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browserFruits: Das Fotografie Special

14. 3. 2010, 8:00 Uhr

Schon wieder eine Woche rum. Leute, die Zeit fliegt. Und in dieser Woche habe ich mal wieder ein paar Fotosachen für Euch gesammelt. Wie immer hoffe, ich, dass für jeden was dabei ist.

Viel Spaß damit!

Foto Special

everything in its right place von rougerouge. Cameron Carnes von taylorchristianjones freckles von -Angela Suppose I Told the Truth von Stephan Geyer 70/365 von DorteF cheers von kestra_400
Red Leaf Studios von Red Leaf Studios  von Mahawz photo adventure von will vastine DSCF2672-gimp von iulian nistea  von Matthew Fry Time von Chad Solomon
One Art von -H-T-
Ordinary chronicle of my banal life. von Benoit.P burgberg von flickrimglas The Unknown von Midnight-digital Ginger & White von jkleske T. von Ben Fredericson (xjrlokix)
andres von © retales botijero Golgotha von Mad.Doc Rage von Mad.Doc skates on marble von moggierocket histoire moderne II von moggierocket Thus a snail must feel. von wecand

Fotografie deutschsprachig

# Gabo meinte: Bilder sind immer dann gut, wenn man sich ein Leben lang an sie erinnert, {…} – das ist ähnlich wie bei Gerüchen. Und sie sprach von Casper Dalhoff. Es lohnt sich also, mal einen Blick in sein Portfolio zu werfen.

# Ganz ganz tolle Photoblog-Idee + Umsetzung: http://ichfotografieremeinefollower.livemoment.de

# Der Berufsverband FREELENS hat die Ergebnisse einer Studie vorliegen, bei der 757 FotografInnen befragt worden sind. Und Marko Radloff von bildwerk3 gibt einen Einblick in das Ergebnis. Schon interessant, was dabei herausgekommen ist.

Fotografie international

# Sollte dringend in meine Fotobücher-Sammlung aufgenommen werden: Das Personal Best Buch* mit Bildern von Elliot Erwitt. 448 Seiten. Interessant ist jedenfalls, dass es erst im Mai 2010 erscheinen soll, auf Amazon aber schon bestellbar ist.

# Aussergewöhnlich, was Tim MacPherson mit Menschen so anstellt. Besonders gut gefällt mir, wie er mit einer großen Besetzung komisch-spannende Situationskomiken erzeugt.

# Dürfte für den ein oder anderen Nikonianer tauglich sein: Die Objektiv-Kompatiblitäts-Übersicht.

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