Artikel11.08.2011 / 08:56

ScanArt

Petra ist 25, wohnt und studiert in Cottbus und schreibt fleißig an ihrer Masterarbeit, wodurch die Fotografie gerade etwas zurück stecken muss. Wenn sie gerade keine Selfs macht, dann fotografiert sie gern andere liebe Menschen, Stillleben und alles was ihr sonst noch so vor die Linse kommt. Die meisten ihrer Bilder findet man auf Flickr.

Viele haben wohl schon mal ihre Hand oder ihr Gesicht auf einen Kopierer gelegt und geschaut, was als Ergebnis dabei herauskommt. Eine ähnliche Grundidee steckt auch in meinen Scans. Ein weiterer Gedanke war es, mal eine Alternative zur „normalen“ Fotografie auszuprobieren. Begonnen hat es dann mit ein paar Scans zum Spaß. Einfach um zu schauen, was dabei so herauskommt.

Das Prinzip der „Scan-o-grafie“ ist eigentlich ganz einfach: Man stellt den Scanner mit einem Vorschaumodus ein und scannt zunächst einmal seine Hand oder Ähnliches. Im nächsten Schritt arrangiert man zum Beispiel, wie im Bild mit der Blüte, seine Hände zusammen mit einem Objekt. Nur scannt man jetzt nicht mehr im Vorschaumodus.

Ob das Bild etwas geworden ist, sieht man dann allerdings nach dem kompletten Scan. Am Anfang braucht es einige Versuche. Bei meinen Scans war der Raum sehr dunkel, so habe ich auch einen relativ gleichmäßigen und dunklen Hintergrund auf meinen Bildern bekommen.


Es gibt aber auch Beispiele für Scannerbilder (mit weißem Hintergrund, wie die Arbeiten von Andrea Fleischer

Der Raum muss für einen weißen Hintergrund sehr hell sein, am besten noch extra beleuchtet. Man kann auch direkt darüber ein weißes Blatt als Hintergrund halten, allerdings würde ich das Blatt auch zusätzlich beleuchten, damit der Hintergrund so hell wie möglich wird. Der Rest ist dann ein bisschen Photoshop.


Foto: Andrea Fleischer

Zu guter Letzt muss ich aber auch gestehen, dass es wohl ein bisschen vom Scanner und der jeweiligen Auflösung abhängt, wie „sauber“ und klar das Ergebnis letztendlich wird. Ich selbst habe meine Bilder mit dem Canon 8600f gescannt.

Ich nutze es selbst inzwischen als eine Art der Fotografie. Ich mag die „besondere“ Wirkung der Bilder, weil ich es bisher nicht geschafft habe, fotografisch eine ähnliche Darstellung zu erzielen. Die Lichtsetzung spielt dabei sicherlich auch eine entscheidende Rolle. Am liebsten scanne ich meine Hände zusammen mit kleinen Objekten, wie Blüten, Blätter, Federn.
Eine andere Idee war es, Fotos von meiner Familie auf diese Weise neu zu inszenieren und so eine sichtbarere Verbindung zwischen den einzelnen Bildern zu schaffen.

Es gibt aber noch zahlreiche weitere Ideen und die einzige Grenze besteht wohl in der Größe der Auflagefläche des Scanners. Auf Flickr gibt es auch ein paar Gruppen zu diesem Thema: hier und hier.

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Kommentare

  1. Susanne sagt:

    Das mit den Scan-Fotos ist sehr cool, sowas habe ich auch mal ausprobiert. Eines davon ist auf meiner HP zu sehen, unter dem Reiter “kreativ”.

    Scanart ist aber schon echt eine eigene Kunstform, die meiner Erfahrung nach aber leider nicht immer auf – naja, Verständnis – stößt. :-)

  2. alex sagt:

    Eine tolle Anregung, die ich mal ausprobieren sollte. Für mich ist es ein hohes Maß an Kreativität :)

  3. Ina sagt:

    Interessante Idee, von der ich noch zuvor gehört hatte.
    Die Bilder gefallen mir auch sehr gut. Sie wirken so klar und beinahe greifbar.

  4. mj sagt:

    hallo! :D
    ja, mal was neues!

  5. Dario sagt:

    Deine Ergebnisse gefallen mir sehr und sie haben deutlich mehr mit Kunst zu tun als ich aufgrund der Technik erwartet hätte.
    Die Technik könnte man auch als “Blende 1.0 für Sparfüchse” bezeichnen ;)

  6. t0m sagt:

    Ha, is ja cool! :D – Sorry… aber auf die Idee wäre ich nie gekommen!
    Die Ergebnisse überzeugen – gefällt mir! :)

  7. Reklov sagt:

    Na so neu ist die Idee nun auch wieder nicht. Im Prinzip ist es einfach nur eine Fortführung der Fotogramme mit anderem Medium. (Scanner statt Fotopapier) und schon so lang bekannt wie es Scanner gibt.

    Aber denoch schöne Bilder

  8. zimon sagt:

    das erste was ich heute mache wenn ich zu hause bin; meine hand einscannen ; ) CHECK!

  9. Sabine sagt:

    Habe sowas als Kind bei dem ersten Scanner meines Dads ausprobiert, ich hätte diese Bilder aufbewahren sollen :D Schöner Artikel, ich bin mir sicher, dass sich daraus noch so einige ihre Inspirationen holen werden <3

  10. Leah sagt:

    Eine super Idee. Irgendwie naheliegend, trotzdem hätte ich sie selber nie gehabt. Die Bilder sind ausserdem sehr gelungen.

  11. fotocabana sagt:

    Eine sehr kreative Idee,findeich sehr schön umgesetzt . Wenn mein Scanner bloss solche Bilder machen würde .

  12. fotostarsky sagt:

    Echt eine coole Idee! Leider zickt mein Scanner grad. Wenn ich ihn wieder zum laufen bringe, probiere ich das auch gleich mal aus! *daumenhoch*

  13. Paleica sagt:

    das ist ja eine großartige idee. das werde ich auch mal ausprobieren. allerdings ist mir noch unklar wie ich einen einfärbigen hintergrund hinbekommen werde. ich bin gespannt. die wirkung ist tatsächlich etwas besonderes.

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