Dies ist ein Artikel von Nicolas Henri. Nach seinem Film-Studium in Toronto, hat er sich der Fotografie verschrieben. Seither fotografiert er für schweizer Fashion Labels und Bands, arbeitet an Ausstellungsprojekten und übt sich in der Portrait-Fotografie. Daneben bloggt und twittert er und ist auch auf Facebook zu finden.In Teil 2 zum Thema Mittelformat für Alle haben wir uns mit der Belichtung und Handhabung von Mittelformat-Film beschäftigt. Einige von Euch sind vielleicht in der Zwischenzeit das Wagnis eingegangen und haben jetzt eine belichtete Rolle, die sehnlichst auf ein Chemie-Bad wartet! Ganz davon abgesehen, dass ihr jetzt auch endlich sehen wollt, was ihr da produziert habt.
Entwicklung
Ich nehme es gleich vorweg: Ich bin nicht der Dunkelkammer-Typ. Wer S/W-Film belichtet, mag sich mit etwas Aufwand und Know-How im heimischen Badezimmer einrichten und seine Filme selbst entwickeln. Bei Farbnegativen ist der Aufwand für eine Einzelperson aber nicht mehr verhältnismässig. Ich trage meine Filme zum lokalen Fachlabor. In Basel, wo ich wohne, gibt es momentan 3 Labore, die die Entwicklung von 120er Farbnegativ anbieten. Beim Günstigsten und meines Erachtens Besten kostet das dann um die €4.- pro Rolle.
Schaut Euch in Eurer Region um, geht mal in ein Fachgeschäft und fragt, ob sie 120er entwickeln. Wenn nein, kann man Euch bestimmt nen Tipp geben wer das in der Nähe noch macht. Und sonst hilft Google weiter oder schaut Euch mal diese nach Postleitzahlen sortierte Liste von photonews.de an.
Bei der Entwicklung kann eigentlich wenig schief gehen. Im Gegensatz zur Entwicklung von Kleinbildfilm via dem lokalen Supermarkt werden Eure Bilder im Fachlabor nicht interpretiert. D.h. kein indifferenter Operator, der am Entwickler sitzt und mal eben überall den Kontrast hochschraubt und irgendeinen Sonnenschein-Weissabgleich macht, damit Otto-Normalverbraucher mit seinen Ferienfotos ja zufrieden ist. Im Fachlabor, wenn man Mittelformat-Negative abgibt, wird davon ausgegangen, dass Ihr wisst was Ihr tut; Eure Negative werden wirklich “nur” gemäss einem Standard-Prozedere entwickelt – so, wie sie eben sind.
Ihr könnt natürlich auch Abzüge anfordern, aber in aller Regel wird man erstmal nur die entwickelten Negative zwecks späterem Scannen und Bearbeiten haben wollen. Bei der Abgabe könnt Ihr sagen, dass Ihr nur “Entwickeln und Schneiden” wollt. Das bedeutet, dass der lange Streifen des 120er-Negativs im Labor in sinnvoll grosse Stücke geschnitten wird (meistens 3 Bilder pro Segment). So können sie dann später in den Scanner eingespannt werden.
Geschnittene Negativstreifen
Auswertung: Scannen
Jetzt kommt der Moment der Wahrheit. Entwickelte Negative nach der Arbeit noch schnell beim Labor geholt… und nun? Spätestens jetzt braucht man einen Negativscanner. Zwar kann auch das Scannen im Fachlabor mitbestellt werden, ist aber auf Dauer zu teuer. Im sinnvollen Preissegment gibt es momentan 2 Varianten.
Gut und günstig ist der CanoScan 9000F* von Canon. Das Teil ist neu so um die €200.- zu haben und besitzt Durchlichteinheiten für 35mm- und 120er-Film. Für die meisten Anwender reicht dieses Gerät völlig aus. Als ich damals vor der Entscheidung stand, hab ich mich für eine leicht teurere Variante, den Epson Perfection V700 Photo entschieden.
Für ca. €600.- bekommt man einen qualitativ hochwertigen Scanner, der sogar mit Grossformat-Negativen klarkommt und ein umfassendes Softwarepaket inkl. automatischer Staub- und Kratzerentfernung mitgeliefert. Wie immer sind auch beim Scannen keine Grenzen nach oben gesetzt. Wer nach mehr sucht landet bald beim Flextight X5 von Hasselblad (Kostenpunkt um die €15’000 !!!)
Aber wie gesagt, der CanoScan ist völlig ausreichend um sinnvolle Scans anzufertigen. Wer etwas mehr rauskitzeln will ist mit dem Epson V700* schon sehr gut bedient. Ich habe von den Espon-Scans schon wunderschöne Fine Art Prints im Format 1m x 1m drucken lassen. Ausserdem hat man immer noch die Möglichkeit, nach der Sichtung der Negative ins Fachlabor zu gehen und sich einen High-End-Scan seines Lieblingsbildes anfertigen zu lassen.
Auf das Scannen im Einzelnen wollen wir hier nicht gross eingehen – vielleicht ist das auch einen extra Artikel wert (bei Bedarf bitte per Kommentar melden – d. Red.). Mit den Automatik-Einstellungen des Scanners kommt man schonmal ohne grosses Vorwissen zu akzeptablen Resultaten. Der Rest ist Fine Tuning, je nachdem was man mit den Bildern später noch machen will. Einige Eckpfeiler möchte ich Euch aber trotzdem auf den Weg geben:
Die geschnittenen Filmstreifen werden in eine Halterung montiert, die den optimalen Abstand zum Scanner, sowie eine gerade Ausrichtung gewährleistet. Das sieht dann etwas so aus:
Negative im Filmhalter des EPSON V700 montiert
In der Software stellen wir ein, dass es sich um Negative handelt, womit die Durchlichteinheit aktiviert wird. Ein solcher Scanner hat nämlich im Deckel auch noch mal eine Lampe, die Licht durch das Negativ schickt und es quasi auf den Scan-Kopf darunter belichtet. In Sachen Auflösung bieten die meisten Geräte immens hohe Auflösungswerte.
In der Realität ist aber eine Auflösung von ca. 3200 dpi sinnvoll. Bis zu dieser Auflösung werden zusätzliche Details im Negativ erfasst. Geht man über diesen Wert erzeugt man nur noch mehr Pixel ohne dabei tatsächlich mehr Details aus dem Negativ zu kitzeln. Mit 3200dpi erhält man so bei einem 6×6 Negativ (z.B. aus einer Hasselblad) ein etwa 50 MegaPixel grosses Bild! Die Scans speichert man am besten als 16-Bit Tiffs und importiert sie anschliessend in Lightroom oder Photoshop für die weitere Bearbeitung…
Englischer Garten, München – Hasselblad 500c/m auf Fuji Pro H 400 – unbearbeitet
Das Wichtigste dabei
Nachdem das jetzt alles eher technisch war, möchte ich nochmal auf das Wichtigste zurückkommen: Neben oder gerade wegen des grösseren Aufwands gegenüber der Digitalfotografie im Kleinbildformat, wird man immer wieder belohnt. An einem schönen Herbstmorgen in der Natur sitzen, sich in aller Ruhe Gedanken über die Belichtung machen und sich fragen wie der Nebel wohl vom Film eingefangen wird, der erwartungsvolle Gang zum Labor um die Negative abzuholen, der verstohlene Blick auf den Filmstreifen im Gegenlicht der Neonbeleuchtung in der S-Bahn auf dem Heimweg sind solche Momente.
Test Shot mit der Mamyia RZ67 – fälschlicherweise zu lang belichtet. Hat aber trotzdem seinen Reiz…
Und dann mit einem Glas Rotwein vor dem Rechner – während man wartet, dass der Scanner sich Zeile für Zeile an den Negativen abarbeitet – bis dann Bild für Bild endlich am Bildschirm sichtbar wird. Manchmal wird man enttäuscht, bekommt seine Fehlüberlegungen vorgeführt. Manchmal freut einen, dass alles genauso rausgekommen ist, wie erwartet; manchmal wird man überrascht, weil alles ganz anders kam als man dachte – nicht besser oder schlechter einfach anders und irgendwie wunderbar!
Diptych aus der Serie “Urban Vampire” – links Mamyia RZ67, rechts Hasselblad 500c/m mit Blitzlicht.
Ich hoffe, ich habe beim einen oder anderen die Lust geweckt, sich auf das Mittelformat einzulassen. Und behaltet Eure digitalen Kameras, es ist kein Ersatz, sondern eine poetische Erweiterung, die einen zwischendurch die Fotografie mit anderen Augen sehen lässt!













Eine großartige Artikelserie. Macht aufjedenfall Lust auf mehr. Danke für diesen tollen Einblick.
Wow, ich bin begeistert. Super Artikelserie!
Ich glaub, meinem Kopf freundet sich grad mit der Investition von ein wenig Geld in eine MF Kamera an ;-) Mal sehen wie lang ich den Gedanken zurückhalten kann^^.
Grüße,
Christian
Ich habe mir kurz vor Weihnachten eine Lomo Diana F+ gekauft, die auch 120er Rollfilm nimmt und das Fotolabor, dass die DM Drogerien nutzen, kann den Film verarbeiten, dauert ca. 1 Woche (Montag abend abgegeben, Samstag abgeholt). Inzwischen schicke ich meine aber bei http://farbglanz.de/ ein, da kriege ich schon vor Auslieferung Zugriff auf die digitalen Versionen und bisher war der Service klasse. Zum Einschicken kann man einfach Fototaschen kostenlos bei ihnen bestellen.
Vielen, vielen Dank für alle 3 Artikel.
Möchte an dieser Stelle auch mal kurz Danke sagen. Das sind 3 wirklich empfehlenswerte Artikel und will gar nicht wissen, wie lange es gedauert hat, sie zu schreiben. Hut ab und Daumen hoch und so! :)
Schöne Artikelserie!
Als ich meinen ersten entwickelten Rollfilm abgeholt hab, konnte ich es kaum erwarten zu schauen ob ich mit dem manuellen Fokusieren an der M645J wirklich was brauchbares produziert habe. Nikkor 50/1.8 aufgeblendet und als Lupe misbraucht und siehe da, wahnsinn was da allein schon auf 6*4,5 Negativen an Details sichtbar ist (und 6*6,6*7 und 6*9 erst). Habe gerade beschlossen auf dem Heimweg gleich mal wieder ein paar Rollen HP5+ kaufen.
Das Entwickeln eines Farbfilmes ist immer ein normierter Prozeß (C41 für Negative, E6 für Dias), egal ob im Fachlabor oder im Großlabor, egal ob Kleinbild oder 120er Film. Das ist hüben wie drüben ein automatisierter Ablauf wo kein Operator “den Kontrast hochschraubt” oder einen Weißabgleich macht. Wenn bei der Entwicklung der Film “interpretiert” (push, pull, cross etc..) wird dann eher im Fachlabor…und auf Wunsch des Kunden !
Vielen Dank für Deine Artikel, klasse Serie!
Deinen Einwand, dass Color-Entwicklung Zuhause nur mit einem unverhältnismäßigem Aufwand machbar ist, kann ich nicht bestätigen. Ich persönlich finde C41 sogar einfacher als S/W, da es immer die selben Arbeitsschritte und Zeiten sind (bei S/W muss man je nach Film und Chemie andere Zeiten einhalten). Der Hauptunterschied ist die Temperatur: 38 Grad statt 20 Grad. Das erwärmen der Chemie kann man mit Warmwasser aus der Leitung im Küchenwaschbecken aber problemlos machen. Insgesamt liegt der Zeitaufwand, wenn man nur einen einzelnen Film entwickeln will, bei ca. 20 Minuten.
Mir macht das Entwickeln der Filme großen Spass und ich möchte auch nicht mehr tagelang auf die Negative warten müssen. Finanziell bringt das selbst entwickeln dagegen weniger Vorteile.
Die Artikelserie hat mir sehr gefallen.
Allerdings möchte ich vor dem Suchtfaktor warnen. Seitdem ich meine Hasselblad habe, bleibt die Digitale immer häufiger im Schrank.
Der WOW-Effekt ist imho bei Diafilmen nach dem Abholen noch größer, da hier ja keine Maskierung den Eindruck verfälscht. Allerdings muss man beim Belichten genauer messen, da sich hier der im Vergleich zum Negativ geringere Kontrastumfang auswirkt. Das Ergebnis eines 6×6-Dias entschädigt aber definitiv für die Mühe.
Klasse Serie.
Noch eine Frage welches ist nun deiner Meinung das beste Labor in Basel, wohne in Basel…..dank dir für die antwort :)
schreib mir ne mail, dann sag ich’s dir :-)
Sind die Verfahren c-41 und E-6(Dia) nicht genormt? Deswegen sollte es doch auch im Drogeriemarkt die gleichen Ergebnisse geben wie im Fachlabor. Die Ausbelichtungen die man dort aber bekommt sind aber tatsächlich aufgepeppt.
Also ich bin zufrieden mit dem was die Drogeriemärkte abliefern.
Eine andere alternative zum Digitalisieren der Negative ist die eigene DSLR, so mache ich es jedenfalls.
Hier ist mal ein Beispiel (sogar in SW und aus dem Drogeriemarkt):
http://www.photocase.de/de/photodetail.asp?i=226030
Dass der Drogeriemarkt 120er entwickelt wusste ich nicht, finde es aber sensationell! Umso besser für alle!
Was deren Labore und meine Kommentare dazu angeht: Eine Ex-Freundin von mir hat mal ne weile für’s Labor eines Supermarkts (allerdings in Kanada) gearbeitet und was ich da so gehört hab war alles andere als “Standard”. Sobald der Techniker nach der Routine-Wartung und Justierung der Entwickler wieder weg war hat da jeder nach seinem Gusto angefangen zu schrauben…
Aber hey, wenn die Resultate stimmen, ist’s ja völlig wurst.
Artikel zum Scannen wäre prima !
Starke Serie, kommt mir sehr gelegen.
Artikel zum Scannen wäre großartig, gern MF und KB.
Vielen Dank Nicolas für die schön geschriebenen Artikel. Man merkt förmlich wie du mit Herz und Seele im Mittelformatsegment unterwegs bist.
Für den schnellen Scan gebe ich dir recht, da muss es nicht der teure Filmscanner sein. Einen großen Unterschied finde ich macht es dann aber schon aus. Da ist dann wirklich die Überlegung die wertigen Bilder über einen Filmscanner zu holen.
Bei 3200 dpi und 16 bit im Mittelformat braucht es aber dann auch ne Menge Speicherplatz und ein wenig Rechnerpower.
Viele Grüße
Oliver
Schöner Artikel über eine leider fast vergangene Periode der Photografie. Mir fällt nur auf, dass die meisten Photos mit der Hasselblad gemacht wurden, der Text sich aber überwiegend auf die RZ67 bezieht. Ich selbst arbeite seit etwa 15 Jahren ausschließlich mit einer RZ67 PII. Der Wechsel fand statt wegen der höheren Qualität gegenüber dem KB Format. Ich bereue den Schritt nicht, vor allem nicht wenn ich einen Blick auf meine unzähligen Dias werfe und ohne große Vergrößerung die Qualität sichtbar wird. Suchtpotenzial wird hier frei Haus geliefert. Aus meiner Erfahrung möchte ich aber die Verwendbarkeit ganz klar einschränken auf eine wenig dynamische Photografie die mit sehr viel Ruhe und Bedacht ausgeübt wird, will sagen wir reden hier über Landschaftsphotografie, Portrait und eingeschränkt Architektur und Makro. Schnappschüsse sind Glücksache. Wer nur einen Lichtschachtsucher hat ist auf einen guten Belichtungsmesser angewiesen, der auch in der Lage ist im Spotbereich zu messen, ansonsten sind die Kosten von EURO 2 pro entwickeltem Negativ/Dia zu viel um einfach mal experimentieren zu können. Dieser BM verschlingt noch mal leicht EURO 300,–. Weiterhin ist das enorme Gewicht auf größeren Reisen immer ein Problem zumal die Behältnisse in denen die Kamera und die Gläser transportiert werden besten Schutz bieten müssen. Das alles zwingt zur Reduzierung auf das Notwendigste aber es ist möglich. Weiterhin ist ein Stativ unabdingbar sonst geht der größte Teil der Qualität in verwackelten Ergebnissen unter, schließlich wiegt die RZ67 mit Standardobjektiv 2,5 Kilo. Dieses Stativ kann kein KB Stativ sein sondern sollte auch größere Lasten trage können. Ich arbeite zusätzlich noch mit Spiegelvorauslösung wo immer es möglich ist. Wenn dann ein gutes Ergebnis vorliegt ist die ganze Plackerei vergessen.
Die Weiterverarbeitung bzw. Präsentierung ist ein ganz eigenes Thema, im 6×6 Bereich kann man immer mal wieder einen guten Projektor ergattern, für eine 6×7 ist das fast unmöglich und auch kaum bezahlbar. Ich selbst habe mit einem Leihgerät die Qualität meiner Dias öfters überprüft und dabei auch den Unterschied zum Kleinbildformat sehen können – atemberaubend, nicht nur die Schärfe sondern auch die Farbvielfalt. Glücklicherweise haben wir hier in Frankfurt noch ein Fachlabor für Rollfilme bei dem ich nach 24 Stunden die entwickelten Filme abholen kann. Auch scannen ist für mich keine Sache für Kompromisse, daher habe ich mir für wenig Geld einen gebrauchten Trommelscanner zugelegt, der mit Software nicht mehr gekostet hat als ein Epson V700, aber deutlich bessere Ergebnisse bringt. Eine Nassverarbeitung beim scannen ist ebenfalls ein muss um weniger Probleme mit Newtonringe und Kratzern und Staub zu haben, gibt es übrigens auch für den Epson. Dieser Scanner (Howtek4000) ist auch sehr gut für meine älteren Kleinbildmaterialien einzusetzen.
Super Artikelserie! Scheint einen grad aktuellen Trend gut zu treffen (wenn ich mir andere Blogs und so anschaue).
Zu den Kosten:
Meine Einstiegskamera, eine Yashica Mat, habe ich diese Woche bekommen. Klar, kein Profigerät, nicht direkt vergleichbar mit Rolleflex oder Hasselblad. Aber neuwertig für unter 200EUR. Dazu gibt es einen bekannten Foto-Händler im Netz (und in verschiedenen größeren Städten vor Ort), der 120er Farbfilme für 3,50EUR-3,95EUR verkauft (kein Porto!). Wenn man dann noch 2EUR Entwicklungskosten beim Drogeriemarkt nebenan dazu rechnet, ist das gar nicht mal so viel, um mit diesem schönen Spaß anzufangen!
Achja, die Yashica Mat 124 G hat übrigens auch einen Belichtungsmesser direkt eingebaut. Dafür muss man also nicht unbedingt extra blechen.
Hallo Nicolas, vielen vielen Dank für diese wunderbare, informative, inspiriernde, Lust machende Artikelserie! Ich liebäugel schon sehr lange mit dem Mittelformat. Und wenn ich das nötige Kleingeld beisammen habe, ist es an der Reihe! Und mit deinem begeisternden Artikel und den wunderbaren Fotos (besonders gefällt mir der Tanz im Wald im Sonnenlicht – erster Teil) bin ich dann bestens gerüstet. Danke und viele Grüße, Tina
Danke für diesen super Abschluss dieser Reihe! Kann es nicht erwarten wieder mit meinem Oldie Yashica A loszuziehen.
Ein Artikel übers Scannen wäre toll, gerade was S/W-Negative angeht. Ich habe es da noch nicht hinbekommen, auch bei hochwertigeren Scannern wirklich zufriedenstellende Ergebnisse zu bekommen.
Mein Kompliment zu dieser Artikelserie.
Sehr informativ und gut geschrieben.
Vielen Dank dafür.
Danke für den Artikel!
Canon8800F VS. EpsonV700
Canon 8800F:
Ich hatte bis vor kurzem den Canon8800F und war nicht immer voll zufrieden mit den Ergebnissen. 120mm Negative gingen noch ganz gut aber 35mm Negative waren immer eine sehr große Enttäuschung! Einfach zu wenig Schärfe, zu wenig Details im Bild sichtbar und die Farbwiedergabe war großteils “falsch” (getestet mit 3 verschidenen scan-programmen – bezieht sich aber NUR auf Farbnegative filme)
(es könnte aber durchaus sein das der Nachfolger des 8800F, also der 9000F etwas besser ist)
Epson V700:
Seit ein paar Tagen habe ich den V700 und bin gerade dabei meine Negative neu einzuscannen und ich muss sagen in Sachen Qualität ist da schon eine erheblicher Unterschied! Bei den 120mm Negative hab ich jetzt eine echt sehr gute Schärfe OHNE das ich irgendwas nachschärfen muss. Details sind sehr gut sichtbar. Farbwiedergabe durchwegs korrekt. (natürlich hängt das stark von der Kamera und der Objektive ab)
und das scannen von 35mm Negativen ist ne Wucht! Das ging mit dem 8800F nie und nimmer so gut!
6×6:
TIFF – 16bit mit 2400dpi -(ca 5200x5200pixel) ca 180MB pro bild!
TIFF – 8bit mit 2400dpi -(ca 5200x5200pixel) ca 82MB pro bild!
Ich persönlich speichere im TIFF 8bit Format ab. Weil es absolut ausreichend ist für meine Verhältnisse. Ich bearbeite eher selten meine analogen Bilder nach, da ich den natürlichen stand des Fotos immer beibehalten will. Natürlich werden Kratzer und Fussel, was die scansoftware nicht rausbekommt, noch mit photoshop weggezaubert und ab und an die Helligkeit angepasst falls ich mal zu stark unter- oder überbelichtet habe.
:)
grossartige Artikelserie Nick…
“Wer nach mehr sucht landet bald beim Flextight X5 von Hasselblad (Kostenpunkt um die €15’000 !!!)”
…der X5 macht vorallem Sinn, wenn Geschwindigkeit gefragt ist, Magnum bsp. setzt auf diese Teile, weil da ja ein immenses Archiv an analogen Daten verwaltet werden muss. Für eine Einzelperson tuts bsp. ein X1 problemlos, zwar etwas weniger schnell aber in Punkto Qualität absolut ebenbürtig mit dem grossen Bruder. Das System der Planlage ist genial gelöst und von Hasselblad patentiert, zudem kann man damit quasi RAW files von analogen Trägern produzieren (3FFF-Files). Ne Supercombi ist bsp. ein Epson 750er damit man schnell einen Motivüberblick seiner Mittelformat Negative erhält.
Hasselblad bietet für den X1 immer wieder Tradein Aktionen an, somit kommt man deutlich unter einen Anschaffungswert von 10’000.- Euro.
Danke für diese Artikelserie! Das ist mit Abstand das Interessanteste und Aufschlussreicheste was hier seit Langem veröffentlicht wurde. So viel Liebe fürs Detail und soviel Offenheit – danke dafür!
Du raubst mir damit mein letztes Geld!
Als armer Student geht schon meine Polaroid und KB-Analogie weit über mein Budget und nun hast du auch noch meinen alten Wunsch wieder aufleben lassen, und diesmal so stark, dass die nächste (oder spätestens übernächste) Anschaffung wohl ein Scanner, dicht gefolgt vom Mittelformat wird!!!
Toll gemacht! Weiter so!
Vielen Dank für diese wunderbare Artikelserie: klasse geschrieben!
[...] Die dreiteilige Serie Mittelformat für alle (auf kwerfeldein, Teil 1 2 3) [...]