Redaktioneller Beitrag18.01.2011 / 15:59

Das Leben der Fotografin Sibylle Bergemann

“Mich interessiert der Rand der Welt, nicht die Mitte. Das Nichtaustauschbare ist für mich von Belang. Wenn etwas nicht ganz stimmt in den Gesichtern oder Landschaften.”

Dieses Zitat von Sibylle Bergemann trifft man hin und wieder, wenn man einwenig nach ihr recherchiert und versucht, sich ein eigenes Bild der Fotografin zu machen. Uns wurde vor ein paar Stunden der Tipp zu einer Arte-Sendung zugespielt, der dieses Vorhaben deutlich vereinfachen wird.

Aufgrund der teilweise kurzen Laufzeit von Fernsehsendungen im Netz, haben wir uns entschieden, die Sache hier zwischenzuschieben, um auch Euch in den Genuss dieser wunderbaren Dreiviertelstunde kommen zu lassen. Letztere vergeht wie im Fluge, ist der Zuschauer einmal eingetaucht in die Erzählungen dieser einer “unangepassten, sympathisch aufsässigen Künstlerin”, wie Arte Bergemann treffen beschreibt. Kurzum: Die Sendung ist jede Minute wert.

Link zu Arte.

Wie im Film deutlich wird, fotografierte Bergemann für den “Sonntag”, “Das Magazin” und die Modezeitschrift “Sibylle”. 1990 gehörte sie zu den Mitbegründern der Agentur Ostkreuz und wird nicht selten als eine der wichtigsten Fotografinnen Deutschlands genannt.

Sibylle Bergemann verstarb am 2. November letzten Jahres an ihrem Krebsleiden.

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Dies ist ein Artikel von Martin Gommel.

Als Herausgeber von KWERFELDEIN sinnt Martin hier mit Autoren, Gesprächspartnern und Lesern in Wort & Bild der Fotografie nach. Meist mit einer gesunden Prise Skepsis, dem Ziel, den kreativen Horizont zu erweitern und einem Augenzwinkern. ;-)

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Kommentare

  1. Sören sagt:

    Vielen Dank für’s Teilen, Martin! Es wäre schade drum gewesen, wenn dieses Filmchen ungesehen wieder vom Server genommen wäre. Meiner Meinung nach eine unglaublich “coole” Persönlichkeit … sehr klare Künstlerin und sie hat es offensichtlich – trotz der Berufung Fotograf – geschafft, unabhängig und (positiv) dickköpfig zu bleiben. :)

  2. Toller Film

    Ein Leben für die Fotographie. Es kann doch so einfach sein. Das Kamera als “3tes Auge” und los gehts. Sibylle Bergemann hat scheinbar in einer aufregenden Zeit gelebt und dies auch dokumentiert. SW sieht auch irgendwo immer am besten aus.

    Martin

  3. Stephan sagt:

    “unangepassten, sympathisch aufsässigen Künstlerin”, wie Arte Bergemann treffen beschreibt.” das Trift es wirklich.
    Bei ihr sieht man, worauf es bei der Fozografie ankommt. Ich bin Über den Bericht gestolpert als ich den Sendung von Jim Rackete aufnehmen wollte.

  4. Sehr beeindruckend, ich kann nur bestätigen, das dieser Beitrag jede Minute wert ist. Ist schon erstaunlich, was aus einer Quereinsteigerin auch ohne Ausbildung/Studium werden kann.

  5. Marcel sagt:

    Sehr interessanter Beitrag, einer wunderbaren Fotografin!
    Danke dafür.

    Rheinländische Grüße,

    Marcel

  6. Yanik sagt:

    Also das war wirklich eine Lebensgeschichte der besonderen Art, und auch der Film an sich war in einer unglaublich persönlichen Art und Weise gemacht, ich hatte ein wenig das Gefühl sie säße mir gegenüber.
    Vielen vielen Dank fürs Teilen, Martin.

    Gruß Yanik

  7. Pakami sagt:

    Faszinierend und inspirierend zugleich ! Danke fürs teilen !

  8. Sebastian sagt:

    Sehr bewegende Doku über eine ganz große Fotografin.

  9. Benjamin sagt:

    Sehr interessanter Film und faszinierende Fotos!

  10. Benedikt sagt:

    Einfach irre.

    Da scheint nichts auch nur ansatzweise aufgesetzt. Toll – heutzutage nicht mehr so einfach zu finden, wie ich meine. Jeder muss sich selbst profilieren, anpreisen. Sie macht einfach tolle Aufnahmen und sie gehört zu den wenigen, bei der ich “gestellte” Fotos in keinster Weise als abstoßend unnatürlich empfinde. Sie hat ein sehr interessantes Gefühl für die abzulichtende Realität und erlaubt mir, das zu sagen – auch einfach Glück, so einen Erfolg mit ihren Bildern erlebt haben zu dürfen.

    Ein Grund mehr, auch wenn Sie selbst keine Ausbildung genoss, warum mein Traum die Ostkreuzschule in Berlin ist. Da muss ein herrlicher “Kunst-Geist” herrschen – ganz anders als diese rein auf Technik fokussierten anderen Fotoschulen, die ich kenne. Ein Traum wie gesagt – ein teurer, muss ich dazu gestehen.

    Martin, wie wärs mit einem Beitrag zur Ostkreuzschule? :)

    Lieben Gruß!

  11. Robert B. sagt:

    mir fehlen die Worte, man denkt sofort diese Frau hätte ich sehr gerne kennengelernt!

    Danke

    LG
    Robert B.

  12. Moritz sagt:

    Toller Film, danke für den Hinweis. Habe ihn mir eben angeschaut und bin irgendwie berührt. Macht gerne weiter mit solchen Hinweisen auf Sendungen und dergleichen. Ich schaue so gut wie gar kein Fernsehen bin aber über gute Tipps immer dankbar falls doch mal was brauchbares läuft. Auch euren Tipp letztens über Polaroid fand ich echt klasse. Hat zwar eine weile gebraucht bis ich die aufgezeichnete Sendung angeschaut habe aber es echt nicht bereut.

    Danke.

  13. dertoni sagt:

    Super! Hatte es mir schon vor Wochen in meinen Kalender geschrieben damit ichs nicht verpasse! ;)

    Was, wie ich finde noch einen Riesen Tipp wert ist und was ich schon mit großer Vorfreude erwartet hatte war/ist die 5-teilige BBC Doku über Albert Kahn (“Die wunderbare Welt dess Albert Kahn”) Wer an Fotografie und Geschichte interessiert ist darf das auf keinen Fall verpassen!

  14. Daniel sagt:

    Hi Martin,

    war lange nicht mehr hier, aber dieser Film hat es mir doch wieder angetan. Ich danke für den super Tipp und bin inspiriert :D

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