Redaktioneller Beitrag14.01.2011 / 15:55

Experiment: Kaleidoskopbilder

Hier möchte ich euch meine Kaleidoskopbilder vorstellen. Eigentlich sind sie sehr untypisch für mich, denn meist fotografiere ich Menschen. Hin und wieder, wenn mir kein Model zur Verfügung steht, experimentiere ich aber auch sehr gerne ohne.

Experiment: Kaleidoskopbilder

Die daraus resultierenden Bilder sind meist nicht sehr zeigenswert und helfen mir lediglich meine Kamera besser zu verstehen. Doch die Kaleidoskopphotos mag ich sehr und war selbst ganz erstaunt, wie gut mein Experiment funktionierte.

Experiment: Kaleidoskopbilder

Da ich nicht sicher bin, ob jeder das Kaleidoskop kennt, eine kurze Beschreibung:

Das Kinderspielzeug besteht aus einem in der Regel 15 cm langem Rohr, an dessen einem Ende ein Sichtloch angebracht ist. Am anderen lichtdurchlässigen Ende liegen, durch ein Prismenglas abgetrennt, bunte Glasperlen und andere kleine, meist durchsichtige Gegenstände. In der Mitte des Rohres sind drei Spiegelstreifen angebracht, durch die die Farben und Formen der Perlen mehrfach reflektiert werden. Durch Drehen des Rohres ergeben sich immer wieder neue Muster.

Experiment: Kaleidoskopbilder

Mein Experiment war durchaus simpel. Ist es möglich in dieses Rohr zu fotografieren und die Muster einzufangen? Benutzt habe ich für den Versuch: ein Kaleidoskop, zwei Stative und meine Kamera.

Das Ganze sah dann so aus:

Experiment: Kaleidoskopbilder

Kameraeinstellung:
Brennweite 50mm
Blende: 2,0
Belichtungszeit: 8 sec.
Iso: 100
Manueller Fokus

Experiment: Kaleidoskopbilder

Experiment: Kaleidoskopbilder

Die Bilder sind kaum nachbearbeitet. Ich habe lediglich den Kontrast leicht erhöht und jedes etwas anders eingefärbt, damit die Serie noch bunter wird.

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Dies ist ein Artikel von Katja Kemnitz.

Katja interessiert sich besonders für die Peoplefotografie und die Geschichte der Fotografie. Für KWERFELDEIN hält sie Ausschau nach interessanten Artikeln und führt Interviews. Zudem betreut sie den Ausstellungskalender.

5

Kommentare

  1. Martant sagt:

    Nettes Experiment und das Ergebnis ist durchaus zeigenswert.

  2. Hallo Katja,

    die Bilder gefallen insbesondere aufgrund ihre Farbenfreude ganz besonders. Kompositorisch strahlen sie (gewollt oder ungewollt) den typischen Reiz einer zufälligen Momentaufnahme aus. Dabei versinnbildlicht die Reihe für mich nicht nur abstrakte Ästhetik sondern auch den Sinn, neues zu probieren. Dein Mut etwas, was nicht viele vor dir (zumindest niemand, den ich kenne) probiert zu haben, selbst in die Hand zu nehmen wurde belohnt. Stell dir nur vor, du stehst alleine in deinem Zimmer, belichtest 20sec lang und die Farben wären trotzdem nicht rübergekommen. Vielleicht wäre das Bild sogar komplett schwarz geblieben – ist es aber nicht. Und die Neugierde es auszuprobieren sollte uns alle dazu ermuntern es dir gleich zu tun: Fotografie als Mittel begreifen, das Konventionen zerbricht, um Denkblockaden zu lösen.

    Danke für den Artikel und viele Grüße,

    Marius – Lichtathleten.com

  3. dreh das ding mal beim belichten, bestimmt funky ;) lg

  4. Benny sagt:

    http://www.flickr.com/photos/light_the_underground/5270988160/

    Kann man noch schöne Dinge mit machen wenn man lange belichtet :)

    Leider kein Bild von mir, hab kein Kaleido :)

  5. e7 sagt:

    So etwas in der Art hatte ich auch schon mal überlegt. Allerdings hätte ich dazu kein “herkömmliches” Kaleidoskop verwendet, und die Umsetzung mangelt bereits an Materialien… Da im Inneren drei Spiegel sind, könnte man sich entsprechend auch drei etwas größere Spiegel kaufen, und vorne der Teil mit den Teilchen, müsste auch nachgebaut werden. Der Vorteil wäre, dass man ein selbstgebautes Kaleidoskop deutlich größer gestalten könnte – und damit die Bildqualität möglicherweise deutlich besser wäre. Aber das ist halt eher etwas, das ich mal mache, wenn ich alle Zutaten zufällig hier habe :)

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