Redaktioneller Beitrag22.02.2010 / 16:43

Liu Bolin: Der große Unsichtbare

Liu Bolin

Na, gleich erkannt? Ich musste jedenfalls (gerade beim ersten Foto) mehrmals hinschauen, um herauszufinden, dass da eine Person im Bild versteckt ist. Es handelt sich um Liu Bolin, einen 35-jährigen Chinesen, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, fotografisch (und ohne Photoshop) mit seiner Umgebung zu verschmelzen.

Ein Zitat aus Odditycentral:

“Liu works on a single photo for up to 10 hours at a time, to make sure he gets it just right, but he achieves the right effect: sometimes passers-by don’t even realize he is there until he moves.”

Liu Bolin

Liu Bolin

Liu Bolin

Liu Bolin

Ich finde es superspannend, wie Liu das Thema Selbsportraits angeht – denn typisch oder normal ist das nunmal gar nicht. Und eins ist sicher: Es ist alles eine Frage der Perspektive ;)

Weitere Werke von Liu Bolin könnt ihr hier, da und dort betrachten.

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Dies ist ein Artikel von Martin Gommel.

Als Herausgeber von KWERFELDEIN sinnt Martin hier mit Autoren, Gesprächspartnern und Lesern in Wort & Bild der Fotografie nach. Meist mit einer gesunden Prise Skepsis, dem Ziel, den kreativen Horizont zu erweitern und einem Augenzwinkern. ;-)

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Kommentare

  1. Geile Idee! Erst mal sah ich nur den Bagger! Dann hab ich runter gescralled und bemerkt das da jemand im Zaun steht.
    Dann wieder hoch und erst dann sah ich ihn!

    Sieht echt spannend aus! Der macht echt ziemlich coole Sachen!

    Danke für den Post ;)

    grüße,
    Tristan

  2. wow.. sau geil! wie geht das ohne Photoshop und co?

  3. martin, wieso kann ich bei meinen kommentaren den smile durch ein foto von mir ersetzen?

  4. manne sagt:

    wie krass ist dass denn. stundenlang rumstehen für ein bild. krass, aber nichts für mich ;)

  5. Jan Sch. sagt:

    Gedanken beim Lesen dieser Seite:
    - hä? ein Bagger? (Angefangen zu lesen …)
    - oh. krass. da steht tatsächlich einer.
    - Makeup oder “geshoppt? (nächstes Bild)
    - hm. kenn ich schon. (nächstes Bild)
    - laaangweilig. (nächstes Bild)
    - tilt. just what i expected. (nächstes Bild)
    - oh. das kenn ich irgendwoher.
    - und jetzt?
    - was genau will der typ mir damit sagen? dass er PS kann? oder dass er maskenbildner ist?
    - *wayne*

    Versteh mich nicht falsch, Martin, nichts gegen den Artikel, aber den Typen find ich echt langweilig. :-)

  6. Gerald Uhr sagt:

    Wie geil ist das denn!? ;) … find ich ja Klasse!

  7. Micha sagt:

    Krass :D. Beim ersten musste echt lange suchen :-).

  8. wulhlm sagt:

    Schon genial :D Wie er das wohl macht :D

  9. derfototim sagt:

    Generell ne lustige Idee, aber irgendwann wird’s unspannend. Den Zaun und die Pose vor dem Tempel sind amüsant. Aber ich hoffe, das ist nicht die einzige kreative Idee, die der Mensch in seinem Leben hatte ^^

  10. Frank sagt:

    Genial – oben im ersten Foto – Mein Enkelsohn steht voll auf Bagger. :-)

    Gruß Frank

  11. Jakuba sagt:

    Der Typ ist einfach nur genial !

  12. Alexander sagt:

    Ich kannte den Typen schon. Und ich finde das im Gegensatz zur Mehrheit hier weder langweilig noch unspannend. Mit Photoshop könnte das Jeder! So nicht…

    LG Alexander

  13. Ich kannte ein paar Bilder auch schon und finde die Bilder ebenfalls genial. Alleine wenn man bedenkt, wie viel Aufwand in einem einzigen Foto steckt.

    Gruß Thomas

  14. Michael sagt:

    Richtig schöne Fotos! Bin gerade total geflashed :-D

  15. Jig sagt:

    Die Idee die hinter den Bilder steckt finde ich nicht schlecht aber man hätte meiner Meinung nach mehr daraus machen können. Finds jetzt nicht so überragend.

  16. Genial! Aber was da an Arbeit drin stecken muss…

  17. jokkel sagt:

    Mich überzeugt nur das mit dem Radlader :roll:

  18. gruftigirl sagt:

    Peinlich, wie lang ich gesucht hatte…
    Witzige Idee – und sehr gelungen! Ist immer wieder interessant, in welche faszinierende, verschiedenartige und spezifische Richtungen Fotografie gehen kann.
    Selbst wenn man persönlich seine Favoriten hat, find ichs immer wieder spannend, andere Werke zu genießen, begutachten oder auch abzulehnen.

  19. eisi sagt:

    Respekt! Den Bagger hättest Du ruhig als letztes Bild bringen können, dann wüsste man zumindest auf was man achten muss. ^^

  20. Wiebke sagt:

    Beim Bagger hab ich schon eine Weile gebraucht, bis ich ihn gefunden hatte – die anderen waren dagegen leicht. Die Idee finde ich gar nicht mal so schlecht – hat ein bißchen was von “Gespensterbildern” oder auch “Regisseuren die irgendwo kurz in ihren Filmen auftauchen”.
    @wulhlm: Ich vermute mal es dürfte eine Langzeit-Belichtung dahinter stecken und innerhalb der Belichtungszeit ist er nur einen “kurzen Augenblick” (aber eben doch lang genug) an der Stelle. Über denselben Trick soll man ja auch Menschenmassen (Touris z.B.) vor Gebäuden “ausblenden” können – also Graufilter vorschrauben, damit Du lange genug belichten kannst und dann 3min oder so belichten, wenn dann nicht jemand für längere Zeit an einem Fleck stand sondern sich alle störenden Personen mehr oder weniger schnell durch das Bild bewegt haben, dann soll von den Personen nichts mehr im Bild sichtbar bleiben. (Hab’s aber auch noch nicht getestet, nur davon gelesen – und kürzlich ‘ne Doku zu Gespensterbildern gesehen)

  21. @wiebke: ich meine der malt sich an…

  22. ralle sagt:

    @Wiebke:
    nix Langzeitbelichtung, folgst du mal den angegebenen Links dann siehst du, dass er sich selber bemalt. Das hatte ich auch vermutet und man sieht es teilweise auch dtl (z.B. bei dem Bild mit dem Graffiti [bei der helleren weiße Linie z.B., wie sie sich vom Untergrund durch Form, Verlauf und Farbintensität abhebt])
    Find das echt der Hammer. Wenn ihn jemand anders bemalt, dann erscheint es noch umsetzbar, aber wenn er alles alleine macht, dann ist es der Knaller!
    Etwas komisch find ich übrigens die Art und Weise, wie manche Leser hier kommentieren. “Laaangweilig!” von Jan find ich hier unpassend und etwas abgehoben – der Ausspruch erinnert mich an Homer S., naja und der ist ja nicht grad der Hellste ;)
    Und wenn jemand anders schreibt, dass das hoffentlich nicht die einzige kreative Idee ist, die der Mensch in seinem Leben hatte, dann muss das ja auch von einer echten Kreativitätsmaschine stammen!
    Ich find die Idee und die Umsetzung absolut genial!

  23. dogwatcher sagt:

    Also, gerade das mit dem Radlader.. ich denke, das ist eine MORDSarbeit, das so gut hinzubekommen. Insofern finde ich die Geschichte schon sehr erstaunlich und originell.

    Lustig.. echt.

    Auf dem Radlader-Foto hab ich ihn echt erst nicht entdeckt… und beim ersten Blick auf den Artikel dachte ich erst “..hmm, das Foto eines Radladers. Ein einfacher Schnappschuß.. aber jemand ist damit berühmt geworden? Hmm… vielleicht höhere Kunst, die ich nicht verstehe? Soll der Radlader die Globalisierung und die Konsequenzen daraus für den urbanisierten Menschen im spät-industriellen Zeitaler und die damit verbundene Zerissenheit seiner Selbst…… ach nee, da steht ja einer!”

  24. Wiebke sagt:

    Danke für die Aufklärung :) – das macht’s dann auch logischer das er für ein Bild schon mal 10 Stunden braucht…

  25. Wahnsinn… also ich musste im ersten Foto noch kurz suchen. Finde aber, das Ergebnis macht 10 Stunden Arbeit extrem lohnenswert :)

  26. Paparazz! sagt:

    also der Typ hat es echt drauf! ich bin einfach baff wie man soviel Zeit in 1 Foto stecken kann.

    ach ja super sache mit deinen Browser-Fruits

  27. Carlo sagt:

    Kann mich Paparazz nur anschließen, super geniale Bilder!
    Gefällt mir sehr gut!
    LG Carlo

  28. dlns sagt:

    Erster Gedanke: Toll, ‘n Bagger… Naja, mal den Text lesen.
    Zweiter Gedanke: Wie? Wo soll da jemand sein? Spinnen die jetzt alle?
    Dritter Gedanke (nach diversen Bissspuren im Schreibtisch): Wow!

    Dann: Text und Kommentare lesen. Links durchklicken. Selbst noch etwas im Web stöbern. Und… Fazit ziehen.

    Von den hier geposteten Bildern haut mich zwar nur das mit dem Bagger um, das dafür aber richtig! An anderer Stelle hab ich noch drei oder vier andere gefunden, bei denen man extrem genau hingucken muss.

    Ich hatte erst gestern eine Unterhaltung über den Kunstbegriff und die handwerkliche Umsetzung von dem Kerl trifft meinen Standpunkt dazu ziemlich genau. Deswegen schonmal 10 von 10 Punkten für die Idee und zusätzlich allen Respekt für die mühevoll ausgestalteten Details! Allerdings finde ich auch, dass bei einer Serie aus 70+ Bildern — trotz oder gerade wegen des unterschiedlich gut gelungenen Effekts und einer fast immer identischen Position im Bild — die Idee (leider!) ein bisschen zu inflationär ausgereizt wurde.

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