90 Minuten mit der Kamera
Liebe Leute, gestern Spätmittag habe ich meine Kamera geschnappt und bin wiedermal durch Jöhlingen gezogen, um interessante Motive zu finden und die Stimmung einzufangen. Zugegebenermaßen war es ausserordentlich kalt, hat sich aber dennoch geloht. Nach ca. 1 1/2h fotografieren war ich froh, wieder zu Hause zu sein und ich habe ein paar Fotos vom Shooting ausgewählt & bearbeitet.
Ich kann gar nicht genau sagen, warum, aber ich erlebe Jöhlingen meist eher traurig, was evtl. daran liegen mag, dass man zu bestimmten Uhrzeiten nur selten einem Menschen begegnet. Diese Melancholie, diese Stille begenet mir häufig; insbesondere das habe ich versucht, mit der Kamera festzuhalten.
Hier mal ein paar Bilder vom gestrigen Shooting – vielleicht gefallen Euch ja ein paar davon. In der vergrößerten Ansicht könnt ihr auch mit den Pfeiltasten rechts und links durch die Fotos navigieren.
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9. 2. 2010 um 7:27 Uhr
Guten Morgen!
Da sind ja einige Bilder mit dem 85 /1.2 gemacht.
Bilder gefallen mir sehr gut! Ich mag es, wenn Bilder nur in einem bestimmten Bereich scharf sind und der Rest in einer schönen Unschärfe und einem schönen Bokeh verschwimmt!
Wie groß ist eigentlich der Unterschied der Lichtstärke 1.2 zu 1.8 bei einem 85er bzw. 1.4 und 1.8 bei einem 50er an einer CROP Kamera?
Wie wirkt sich das auf die Schärfentiefe oder ähnliches genau aus?
9. 2. 2010 um 7:36 Uhr
Hallo,
erster entry
finde das erste foto sehr ansprechend mit der bank und mit dem gelben fußgängerübergang-drückerl
9. 2. 2010 um 7:36 Uhr
Aber fleissig sind die Leute anscheinend in Jöhlingen.
Kein einziger Krümel Schnee ist zu sehen.
Ich mag diese Fotos, die nur einen geringen Schärfenbereich haben und dennoch alles zeigen. Die heben sich zumindest von den üblichen Bildern deutlich ab.
9. 2. 2010 um 8:00 Uhr
Sehr schöne Bilder, sehr schöne Stimmung!
Ist das das 50mm f/1.4? Kannst du ggf. ein paar Infos zu den verwendeten Farbeinstellungen von Lightroom geben? Mir gefällt die Farbstimmung bei z.B. 2701 sehr gut.
Danke!
9. 2. 2010 um 8:00 Uhr
Für “nur mal eben ein paar Fotos machen”, sind ganz schicke Fotos bei raus gekommen.
Am Besten gefallen mir die, bei denen Du mit der Schärfe gespielt hast. Spielst Du manuell mit Schärfe, oder hast Du den Autofokus dahin beordert? Ich frage, weil ich mir selbst ein manuelles Objektiv gegönnt habe und jetzt doch wieder üben muss, vernünftig zu fokussieren. Früher war das viel einfacher!
9. 2. 2010 um 8:13 Uhr
Sehr schöne Fotos.
Wenn man Deine Fotos hier und bei Flickr so betrachtet machst Du ja immer “kunstvolle” Fotos. Wie sehen eigentlich Deine Urlaubsfotos so aus? Auch mit künstlerischem Anspruch oder gibt es da auch mal die standard draufhalte Bilder am Strand, etc.?
Wäre doch mal ein interessanter Beitrag.
Ansonsten – danke für die tollen Beiträge und Bilder – Roggnroll
9. 2. 2010 um 8:18 Uhr
Sehr schöne Fotos, Martin.
Ich mag besonders 2653, 2701 und 2726.
9. 2. 2010 um 8:28 Uhr
Das letzte Foto ist so schön melancholisch, gefällt mir sehr gut mit der nicht lesbaren Schrift und den ganzen Wellen.
9. 2. 2010 um 8:31 Uhr
hi martin,
kompliment, klasse fotos! das 85er 1.2 kommt sehr gut. frage: du verwendest an der 5d mk II ISO 50. wie ist der unterschied zu ISO 100 mit kürzeren verschlusszeit? Hast Du erfahrungswerte? man hat mir gesagt: ‘finger weg von ISO 50′ wird lediglich emuliert (???).
danke.
9. 2. 2010 um 8:35 Uhr
Und ich habe nachgeschaut, wo Jöhlingen liegt und erstaunt gemerkt, dass kwerfeldein gar nicht so weit weg ist.
9. 2. 2010 um 8:40 Uhr
Stimmungsvolle Bilder im verlassenen Jöhlingen. Besonders die s/w Bilder kommen super rüber.
Die meisten mit der Festbrennweite? Würde mich auch über ein paar Infos freuen.
9. 2. 2010 um 8:41 Uhr
Heeee, puuuuh! Is ja alles unscharf!
Hihi, nur ein Spass!
Fein, sind wieder ein paar interessante Motive dabei. Favorit: Nr. 4.
9. 2. 2010 um 8:44 Uhr
@tvl: Danke! Das mit den ISO 50 kannte ich bisher nicht – habs einfach genutzt. Vielleicht weiß da ja jemand anderes was drüber hier?
@Andreas: Hehe, ja das ist meist so ein Zwischending. Und einfach mal so draufhalten tu ich auch im Urlaub, na klar.
@Specht: Du, mal so, mal so. Meistens fotografier ich aber im Autofokus.
@Teatime:
9. 2. 2010 um 8:51 Uhr
starke fotos! große ausbeute für 90min
ist der “nebel” im vorletzten foto in der bildbearbeitung entstanden oder war das der lichteinfall?
9. 2. 2010 um 8:54 Uhr
Klasse Fotos!
Ich finde das vierte am besten. Ich kann mir nur nicht erklären, warum es 2 Schärfepunkte gibt. War da ein Knick oder so im Zaun?
9. 2. 2010 um 8:59 Uhr
Ich finde nun nicht jedes Bild den absoluten Überflieger – aber einige haben in meinen Augen in der Tat das “gewisse etwas”.
Schön zu sehen, daß man auch in der vertrauten Umgebung des “grauen Alltags” hübsche Motive entdecken kann… man muß nur richtig hinschauen.
9. 2. 2010 um 9:22 Uhr
@ff: Steht doch in den Exifdaten, dass es das 85mm f/1.2 ist….
9. 2. 2010 um 9:28 Uhr
Mir gefällt der Zaun gut. Allerdings der mit dem kalten blauen Stich.
9. 2. 2010 um 9:51 Uhr
Hi!
Mir gefallen die Fotos sehr gut!
Jetzt hab ich mal ne (vll. blöde) Frage zu der Bearbeitung: Welcher Effekt ist z.B. beim Bild 2760 verwendet worden? So, dass die Ecken eher dunkler erscheinen. Oder ist es gar keine Nachbearbeitung?
9. 2. 2010 um 9:55 Uhr
Da sind richtig tolle Bilder dabei, solche Aktionen liebe ich. Man möchte noch 1,2 Stunden raus an die frische Luft und nimmt die Kamera mit, hatt aber noch keine Ahnung, wo und was. Habe manchmal den Mp3 Player im Ohr und hab schon die tollsten Motive auf diese Weise gefunden
Hab mal einen dieser Tage aus meinem Blog als Link hierreingahauen:
http://fabinski.blogspot.com/2010/01/der-erste-50mm-tag.html
9. 2. 2010 um 9:57 Uhr
Hallo Martin.
Sehr schöne Motive, sehr schöne Bilder.
Die Bank gefällt mir am besten.
9. 2. 2010 um 10:03 Uhr
Tolle Fotos.
9. 2. 2010 um 10:18 Uhr
Melancholisch trifft’s ganz gut. Schöne Motive hast du da gefunden!
9. 2. 2010 um 10:22 Uhr
Mein Favorit ist 2653, die geringe Schärfentiefe ist wirklich genial. Ich habe mir mal die EXIFs angeschaut:
Focus: At 1.4m, with a depth of field of about 3mm centered on the focus point
Die Linse ist echt ein Traum – und Du beherschst Sie wirklich sehr gut. Auch die kühle Bearbeitung gefällt mir gut.
9. 2. 2010 um 10:36 Uhr
Sind sehr schöne Bilder dabei. Und alles so vertraut irgendwie
War vor 2 Wochen, zusammen mit einem Freund, bei uns in den Weingartner Weinbergen unterwegs und haben Bilder gemacht.
Ist einfach mal schön so eine kurze Runde zu drehen und zu entdecken.
Mario
9. 2. 2010 um 10:46 Uhr
@Jens: Da hab ich schon etwas nachgeholfen in Lightroom, mit ein paar Verläufen hab ich die Seiten etwas abgedunkelt, das hat schon gereicht. Hab aber noch mehr gedreht – evtl.pack ich das mal in nen Screencast.
@Felix: Jepp, da war ein Knick – mein Aufnahmewinkel hat den Effekt aber auch büschen begünstigt….
@Jürgen: Da war das Objektiv noch einwenig beschlagen und hat den Lichteinfall von rechts& links bestärkt und weicher gemacht… Ich hab das ausgenutzt..
9. 2. 2010 um 10:51 Uhr
wow, also für 90 minuten fotografieren ist die ausbeute an guten bildern echt super! wenn ich fotografieren geh kommt da viel weniger bei raus, aber das gibt sich schon noch mit n wenig übung
. besonders gefallen mir bei den bildern die unschärfebereiche. gibt der melancholischen stimmung noch so einen verträumten beiklang. als ob man zwar geradeaus sieht, aber irgendwie doch nicht hinsieht, weil man in gedanken woanders ist. auf jedenfall sehr gelungen.
9. 2. 2010 um 10:52 Uhr
Danke Martin,endlich mal wieder das Kerngeschäft.
Schöne Fotos, die zeigen dass es sich doch lohnt bei diesem Wetter raus zugehen. Da werde ich heute deinem Beispiel folgen!
Am besten gefällt mir das erste Bild vom Zaun. Durch die Unschärfe wirkt es schon fast abstrakt. Mir kam dabei die Assoziation von so einer Chemie-Skizze, na du weist schon wo gezeigt wird wie die Atome verbunden sind.
Das allererste Bild finde ich auf Grund der Stimmtung auch schön.
Worauf hast du bei der Komposition der beiden Bilder besonders Wert gelegt? Hastdu irgendwelche Regeln bewusst genutzt?
Gruß Arne
9. 2. 2010 um 11:07 Uhr
Wunderschöne Bilder Martin. Ich liebe diese knappe Schärfentiefe!
9. 2. 2010 um 11:10 Uhr
@Arne: Freut mich, dass Dir die Fotos gefallen. Bei der Komposition hab ich natürlich schon auf paar Sachen geachtet, klar. Drittelregel (brechen), Lichteinfall, wo liegt die Schärfe, wo nicht usw.. aber das war fast bei jedem Foto büschen anders.
9. 2. 2010 um 11:13 Uhr
Ich schließe mich heute mal nicht an, weil mir gerade aktuell eine Sache richtig aufstößt. Ist aber wirklich nicht böse gemeint, sondern konstruktiv.
Ich finde, dass Du es mit der Offenblende übertreibst.
Ich sehe schon den Sinn eines engen Schärfebereiches, wenn man damit etwas “freistellt” oder Ablenkungen eliminiert. Es sieht auch nett aus. Aber man sieht sich schnell satt daran und ich wünsche mir bei Bildern, die vom Motiv her Tiefe haben, dass ich in dieser Tiefe auch noch etwas erkennen kann. Welchen bildgestalterischen Sinn hat es denn, dass z.B. beim ersten Bild noch nicht einmal die Bank ganz scharf ist?
Will sagen, nur weil das Objektiv Offenblende gut kann und die Schärfentiefe ganz schmal wird, muss man das doch nicht in jedem Bild auf die Spitze treiben. Du könntest vielleicht etwas mehr dosieren, sonst wird es schnell langweilig.
An manchen Stellen ist es auch sicher tauglich, um aus einem langweiligen Motiv etwas spannendes zu machen. Zum Beispiel beim Gullideckel, dem Zaun, den Brettern oder dem Ampel-Drückdings. Aber auch da würde ich die Bilder ansprechender finden, wenn Du den Effekt nicht um des Effektes willen auf die Spitze treiben würdest. So kommt mir das nämlich vor in dieser Serie.
Wie gesagt, nichts für ungut. Es mag ja gewollt sein …
9. 2. 2010 um 11:16 Uhr
tolle Aufnahmen =)
9. 2. 2010 um 11:21 Uhr
toller post, tolle fotos! merci
*schlürf*
9. 2. 2010 um 12:12 Uhr
Echt super Fotos! Vor allem das/die/der DoF bei manchen ist echt super!
9. 2. 2010 um 12:12 Uhr
Um das Feedback-Gleichgewicht etwas zu fördern möchte ich mich Jan Sch. anschließen: Caramelsoße ist lecker, aber zuviel davon verdirbt den Magen (oder eben die Augen).
9. 2. 2010 um 12:14 Uhr
[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Martin Gommel, Fotografie Forum erwähnt. Fotografie Forum sagte: RT @kwerfeldein 90 Minuten mit der Kamera http://url4.eu/1Llhm [...]
9. 2. 2010 um 13:29 Uhr
Endlich mal wieder ein paar coole Bilder aus Jöhlingen.Was dieses Dorf alles so hergibt.
Besonders geil finde ich die Bilder 2630, 2653, 2715, 2727, 2776 und 2781. Tolles Spiel mit der Schärfe und vor allem das Bild 2776 mit diesem Nebelschleier.
Was ich dir auch noch für die nächste Fotosession empfehlen kann ist der Fahrrad bzw. Fußweg Richtung Weingarten vorbei am Naturfreundehaus und dieses links lassen. Dort gibt es dann rechts am Walzbach entlang eine kleine Brücke. Die wäre bestimmt auch ein geiles Motiv. Es gibt in Jöhlingen ein paar wirklich schöne Stellen für Fotos. Kann dir da mal ein paar empfehlen. Hachjaaa mein altes Heimatdorf
Warum nicht mal ne Fototour mit ein paar Fotografieanfängern in Jöhlingen? Anzeige ins Jöhlinger Ortsblatt
Ich wär dabei…
9. 2. 2010 um 14:09 Uhr
@Jan Sch. und @alf:
Neeeeiiin, ich fasse es nicht..
Noch ein paar anderen, denen es manchmal ähnlich geht…
Mir geht es schon seit einiger Zeit so, dass ist aber gar nicht mal speziell auf (oder gar gegen!) Martin gemünzt sondern ein allgemeiner Trend den ich beobachte… Die Leute entdecken die lichtstarken FBs, und jetzt wird die Blende aufgerissen, dass es nur so kracht!
Da wird alles in Unschärfe ertränkt ob vorne, ob hinten.. sieht schick aus.. denke ich mir auch beim ersten Blick. Aber dann?
Irgendwie ist die Offenblende die neue, nein die wiederentdeckte “Allzweckwaffe” des modernen Fotografen.
Ich hab das schonmal im Geiste verglichen mit argen Photoshopping… (..und hätte ich einen Fotografie-Blog, so hätte ich das Thema bereits mal aufgegriffen… hmmm..) Irgendwie wird die Offenblende immer mehr zum Selbstzweck.
Aber.. ist ja “edler”, da rein fotografisches Mittel. So denken wohl zumindest manche.
Ich kann ja ansatzweise das faszinierende daran nachvollziehen, im Nahbereich haut mein 50er 1.7 auch an APS-C eine schöne Unschärfe hin.. aber dan dachte ich mir auch: “Sieht schick aus.. aber doch nur, weil es anders als unsere tägliche Sehgewohnheit ist. Das Motiv wird nicht wirklich besser…”
Nichts für ungut Martin, jedem das, was ihm gefällt, aber ich fand es schon amüsant, dass ich nicht alleine auf dem weiten Erdenrund bin der das so beobachtet.
Ansonsten.. Keep on!
Wir haben hier wenigstens immer was, worüber wir diskutieren können!
(… und ja…. wenn ich eine 5D Mark II hätte wie Du und geeignete Linsen, würde ich auch nicht umhinkommen da etwas in der Richtung (Unschärfe) zu spielen… die Versuchung wäre wohl übermächtig!
)
9. 2. 2010 um 14:24 Uhr
IMHO zuviel Offenblende, meist auch nur als Mittel zum Selbstzweck.
Eine wirkliche Vorstellung des Ortes Jöhlingen bekomme ich dadurch leider nicht. Bloss weil das 85/1.2 Blende 1.2 kann heißt es ja nicht, dass alle anderen Blenden verboten wären
9. 2. 2010 um 14:45 Uhr
Hoi,
mag sein dass es an meiner geringen Fotoerfahrung liegt, aber mir gefällt das Spiel mit der flachen Schärfentiefe hier sehr gut. Da die meisten Motive eher alltäglich sind finde ich die Abstraktion durch Offenblende und Konzentration auf Symmetrien&Geometrien spannend. Am besten gefält mir das erste Bild, da ich Bäume und Baumrinden eh der Hammer als Sijet finde. und ganz ehrlich, das blaue Haus dahinter brauche ich nicht schärfer sehen, ebenso die Bank…
Grüße aus Zürich,
Martin
9. 2. 2010 um 15:01 Uhr
Ach schön … wie da wieder diskutiert wird. Als Offenblendenfan finde ich die Bilder sehr gelungen!
9. 2. 2010 um 15:44 Uhr
Schöne Fotos.
9. 2. 2010 um 15:46 Uhr
Da ich lange analog fotografiert habe, punktet bei mir jedes Gestaltungsmittel, was auch ohne Photoshop oder ähnliches funktioniert.
Bei Offenblende kann es einerseits der Reiz von etwas sein, was man eben nicht mit jeder Kamera/jedem Objektiv machen kann und man vielleicht selber nicht im Besitz eines solchen Objektivs ist, weshalb einem das Bild besonders gut gefällt?
Auf der anderen Seite könnte es der Reiz sein, mit der Kamera das nachzuahmen, was wir mit unserem Kopf sonst nur können, nämlich selektiv wahrnehmen und den Rest versuchen auszublenden?
9. 2. 2010 um 15:56 Uhr
Das letzte Bild ist super!
Kleiner Lichtspalt …
… die Idee klaue ich mir
9. 2. 2010 um 16:35 Uhr
Ich muss mich da leider meinen “vorpostern” anschliessen, dass zuviel Caramelsauce mir schlicht und einfach den Magen verdirbt.
Schade, wenn bei einem Foto die technische Umsetzung zum Hauptmotiv wird und die eigentliche Bildaussage in den Hintergrund tritt.
Schön, dass wir darüber aber reden und auch nachdenken dürfen!
Gruss
Wolfo
9. 2. 2010 um 16:41 Uhr
Hey deine Bilder sind mal wieder klasse. Mir gefaellt am Besten das zweite.
9. 2. 2010 um 16:58 Uhr
Das letzte Bild hat was. klasse. Vor allem machen die Bilder nachzuschauen, wo Jöhlingen liegt und wieviele Einwohner es dort gibt.
9. 2. 2010 um 18:04 Uhr
Um zur Diskussion etwas beizutragen:
Ich finde die Unschärfe teilweise passend, teilweise nicht.
Bei dem Bild mit der Katze ist sie zum Beispiel meiner Meinung nach völlig unnötig, weil sie nichts freistellt. Anders ist das bei dem Bild mit dem Straßenschild zwei Bilder weiter vorne. Hier wird etwas freigestellt, da ist das auch gut so.
Bei dem Bild mit dem Gulli ist die Unschärfe auch nicht nötig, das Bild ist eben nicht so spannend..
Ich glaube, dass viele Spiegelreflexfotografen gerne eine geringe Schärfentiefe einsetzen, weil diese mit den populären Kompaktkameras, auf Grund der kleinen Sensoren, nicht zu erreichen ist.
Wenn es eine Spielerei ist, weil die technischen Möglichkeiten gegeben sind, dann finde ich Unschärfe schön.
Dann gibt es Fälle, da hat es was ästhetisches, ohne etwas freizustellen, wie z.B. beim Zaun, was auch OK ist.
Aber oft ist es eben eine Form von technischer Angeberei, eine Möglichkeit, zu zeigen, dass man ein Equipment hat, dass sich von der Masse abhebt.
Also: Wenn es zum Freistellen nötig ist – kein Diskussion, ist es ein Stilmittel – hin und wieder auch ok, wenn es eine Spielerei ist – klar, warum nicht?, wenn es zum Angeben ist – man könnte auch versuchen, sich durch etwas anderes abzuheben…
Das gilt jetzt aber nicht nur für dich, sondern für alle, die gerne mal Unschärfe einsetzten, für mich auch.
Es gibt viele grandiose, und vor allem: emotionale, Fotos, die keine Tiefenunschärfe einsetzten, von daher sollten wir vielleicht versuchen, Emotionalität (das ist für mich einer der Hauptaspekte von Unschärfe) über Komposition und das Motiv einzubringen, nicht immer nur mit der Offenblende..
Agree?
9. 2. 2010 um 18:06 Uhr
Mir gefallen so ziemlich alle Bilder, bis auf die Nummer 2, die Nummer 7 und die 11… irgendwie finde ich in ihnen nichts, was… mein Interesse am Bild selbst wecken könnte.
Die Unschärfe sieht gut aus – gefällt mir – wobei Bilder mit Tiefe und Details sicherlich auch etwas gar wunderbares wären.
9. 2. 2010 um 18:09 Uhr
Bei dir in Jöhlingen ist ja echt der Hund begraben.
9. 2. 2010 um 19:06 Uhr
Sehe ich da etwa eine Katze?
9. 2. 2010 um 19:42 Uhr
Die Bilder sind gut! – aber sag mal Stromberg bescheid;-)
euer Ort erinnert mich ein wenig an Finsdorf;-)…
…vielleicht machen die bei euch auch noch ne Capitol-Niederlassung auf…
9. 2. 2010 um 19:47 Uhr
Ich warte auf den Tag, an dem ich in 90 Minuten so viele tolle Bilder mache! Klasse!
Lg,
Andi
9. 2. 2010 um 19:58 Uhr
Vielen Dank für Euer Feedback, insbesondere die konstruktive Kritik hier. Ich sehe diese Fotos nicht als nunplusultra der Strassenfotografie – bin deswegen auch bereit, meine Herangehensweise hinterfragen zu lassen. Die offene Blende war ein Experiment, das ich einmal auf der Straße ausprobieren wollte – ich mag es, Dinge völlig auszureizen, auch dann, wenn es auf den ersten Blick keinen Sinn ergibt. Wann/wie/wo das eingesetzt werden kann, liegt stets im Auge des.. Fotografen. Dass eine offene Blende in manchen Bildern dem einen mehr, dem anderen weniger zusagt ist klar und völlig in Ordnung. Schließlich sind wir alle unterschiedlich und das ist auch gut so. Das Bank-Foto werde ich jedenfalls nochmal machen (auch hier danke für den Hinweis, ich stimme da theoretisch zu) und dann die Ergebnisse vergleichen, mal schaun, was mir dann besser gefällt.
9. 2. 2010 um 22:16 Uhr
2653
Wie hast Du die beiden scharfen Bereiche hinbekommen? Ich verstehe das Bild sozusagen nicht, finde es aber richtig richtig gut! Wenn ich nicht die bisherigen Kommentare überflogen hätte, hätte ich auf eine Scheimpflug-Geschichte oder ein Lensbaby getippt…
9. 2. 2010 um 22:19 Uhr
@Archinaut: Der Zaun geht auf der rechten Seite runter – und die scharfen Bereiche liegen direkt nebeneinander. Öh, fällt mir grad schwer, das zu beschreiben.. Ist mir beim Fotografieren gar nicht aufgefallen… Also ist kein Trick oder so…
9. 2. 2010 um 22:23 Uhr
Die traurige Stimmung kommt sehr gut rüber – gerade durch die eher gedeckten Farben und die ruhigen Bilder. Mir gefällt es dennoch ausgesprochen gut.
9. 2. 2010 um 22:53 Uhr
*räusper*
Nun, alsoo nicht dass ich Jöhlingen zu nahe treten möchte und erst recht nicht Dir werter Martin – aaber ein bisschen Menschenleer lugt das Dorf (oder die Stadt?) schon drein … und etwas Jesus-lastig.
Was wäre die nächste Stadt (bewohnte) bei Dir in der Region? Ich glaube dort ist die Strassenfotografie schon bedeutend interessanter.
Ansonsten biste immer eingeladen hier in Bern mal “Stadtluft”* zu schnuppern.
*Dank dem Tourismus nie wirklich leergefegte Hauptstadt. Zumindest Tagsüber.
9. 2. 2010 um 23:09 Uhr
schöne fotos. würde 1-2 “photoblogs” mehr begrüßen.
die genaue betrachtung, beinahe schon “analyse” ist häufig gold wert!
9. 2. 2010 um 23:38 Uhr
Melancholie ist immer gut
Da darf dann auch ruhig mal`n Lattengustl dabeisein…
Es gibt auch nichts Schöneres als Ausgleich zu lebhaften Fotoshootings ein Spaziergang im Herbst oder Winter, durch neblige Wälder, menschenleere Straßen oder um den See herum bei Nacht. Oder Friedhöfe bei Regenwetter. Dann findet man sehr schnell zu seinem wahren Selbst zurück.
10. 2. 2010 um 10:23 Uhr
Hmmmmm. Offenbar kommt Schärfenuntiefe hier saugut an. Das Motiv spielt also irgendwie keine Rolle mehr. Ist das jetzt ein Prestige-Effekt nach dem Motto “seht her, meine Kamera kann 1,2″?
Ich denke man muss aufpassen, dass sich dieser Effekt nicht abnutzt wie die Tonemapperei.
Grüße
Oli
10. 2. 2010 um 11:34 Uhr
Zu Kommentar 56: In Deutschland ist “richtige” Straßenfotografie ja wegen der anderen Bild- und Persönlichkeitsrechte ohnehin nicht so verbreitet, was ich einerseits schade finde, andererseits aber auch nicht missen möchte. Also bleibt es bei den meist menschenleeren Straßen, auf denen ab und zu ganz hinten jemand auftaucht.
Ansonsten finde ich das mit der Schärfentiefe auch recht attraktiv, stellte mir aber die gleichen Fragen wie @Oliver in 61. Und das Jesusproblem vom Bebilderer muss auch ein persönliches sein …
10. 2. 2010 um 21:59 Uhr
Hallo Martin,
absolut tolle Bilder, die einen ermuntern, einfach mal wieder mit der Kamera vor die Tür zu gehen
Danke dafür!
11. 2. 2010 um 0:26 Uhr
der Maschendrahtzaun in schwarzweiß gefällt mir verdammt gut
11. 2. 2010 um 10:32 Uhr
Klasse Fotos, Martin. Ich bin erneut von Deiner Tour durch Jöhlingen begeistert. Super! Vorallem die Stimmung ist wirklich toll eingefangen. Da kriegt man richtig Lust, das selbst mal zu machen.
11. 2. 2010 um 16:10 Uhr
Die von dir beschriebene melancholische Atmosphäre wird durch deine Bilder toll rübergebracht. Zudem hast du es geschafft, einen für mich wohl eher unansprechend nüchternen Ort künstlerisch interessant zu machen, was ganz klar für einen begabten Fotografen spricht.
Starke Arbeit!
Die Nuss
12. 2. 2010 um 8:05 Uhr
Die ersten beiden Bilder erinnern mich ein wenig an die Tilt Shift Optik. War das bezweckt? Finde die Bilder echt gelungen.
12. 2. 2010 um 9:08 Uhr
@Holger: Nicht wirklich, aber ich spiele gerne mit geringer Tiefenschärfe…
14. 2. 2010 um 12:55 Uhr
Als ehemaliger Bewohner des “nüchternen” Jöhlingens gefallen mir die Bilder außerordentlich, zumal ich viele der Stellen früher täglich gesehen habe und mir der traurige Eindruck nur allzu bekannt ist. Das Gulli-Bild liefert da wirklich einen treffenden Eindruck dieser Strecke… der Gulli und das bunte Haus am Ende sind meist das Lebendigste auf der Weingartener Str.
Auf jeden Fall schöne Detailentdeckungen, schön festgehalten. Das Spiel mit der Schärfe gefällt mir ebenfalls, von Bild 1 mal abgesehen. Bei 2 und 3 dafür umso mehr.
Ach… Jöhlingen. Wird Zeit für ein Wiedersehen.
Danke für die Bilder!
14. 2. 2010 um 22:22 Uhr
Der Ort sieht ja wirklich nicht sehr lebendig aus. Da hat Dich sicher keiner beim Fotografieren gestört.
17. 2. 2010 um 12:11 Uhr
[...] bei bei meiner letzten Vorstellung möchte ich mal auf jegliche EXIFs und technische Details hier verzichten, um unsere [...]