Miniatur-Fotografie: Die superrealistischen Aufnahmen des Michael Paul Smith
Miniaturen zu fotografieren ist eine Tätigkeit, der ich, sagen wir mal, sehr selten oder nie nachkomme. Bis auf nette Spielereien mit dem Bokeh und dem Einsatz von Tilt-Shiftobjektiven in der “normalen Welt” kann ich dem Ganzen nicht viel abgewinnen. Zu viel Gefrickel und die Märklin Eisenbahnen meines Vaters fand ich schon früher nicht ganz so spannend.
Heute morgen habe ich meine Meinung etwas korrigiert, denn ich wurde überrascht, verblüfft und sprachlos gemacht. Wie?
Über Umwege gelangte ich auf ein Set von Michael Paul Smith, genannt Photos of my models. Ich zappte die Fotos durch, dachte “naja” und wurderte mich über die Zugriffszahlen des Sets im 7-stelligen Bereich. Erst dann las ich mir die Beschreibung durch (-> wir sehen: Es macht durchaus Sinn, auch mal Beschreibungen zu lesen)
Mittendrin wurde ich auf diesen Satz aufmerksam:
NO PHOTOSHOP WAS USED IN THESE PICTURES. IT’S ALL STRAIGHT FROM THE CAMERA.
“Wie jetzt. Die Fotos sind alle mit Modellautos gemacht?”
Ich war etwas betroffen darüber, dass ich es beim ersten Mal nicht sofort gemerkt hatte. Also die Fotos nocheinmal angeschaut und bei genauerem Betrachten wurde klar, dass das keine echten Autos sind. Jetzt war ich noch mehr durcheinander als vorher.
“Warum sehen diese Fotos denn so verdammt echt aus? Die Hintergründe, die Bäume und der Himmel – das kann doch nur mit Photoshop reingemogelt werden.”
Doch irgendwann landete ich dann bei diesen Fotos, die das Geheimnis lüfteten. Offenbar nahm der gute Smith seine Miniaturen manchmal samt Unterlage raus in die Natur und fotografiert sie dann eben im Kontext. Noch ein Beispiel? Vorher, nachher.
“Käpsele” sagt man hier im Süden.
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3. 2. 2010 um 13:55 Uhr
auf jeden fall schick gemacht!
3. 2. 2010 um 13:58 Uhr
Da kann sich so ziemlich jeder Modelleisenbahnbesitzer eine Scheibe von abschneiden, realismus pur. Liegt vermutlich auch daran, dass die Fotos im Freien gemacht sind. Man erkennt das Plastik bei vielen Autos, aber man muss wirklich genau hinschauen. Oft sind es die kleinen Dinge wie der perfekte Himmel der bei der Täuschung hilft.
3. 2. 2010 um 14:04 Uhr
Besonders beeindruckend finde ich, wie der reale Hintergrund mit den Miniaturen kombiniert wird. Es ist wohl alles eine Frage der Perspektive. Danke für ’s Zeigen.
Sven
3. 2. 2010 um 14:05 Uhr
Unfassbar realistische Bilder. Danke!
3. 2. 2010 um 14:09 Uhr
wunderbare Bilder, das hat mich umgehaun! er beschreibt leider nichts zur technischen Ausführung, dh welches Objektiv er benutzt.. Blende wird offensichtlich (meiner Meinung nach) recht hoch gewählt, man braucht ja die Tiefenschärfe!
auf jeden fall ne super idee!
3. 2. 2010 um 14:13 Uhr
Wirklich stark!
3. 2. 2010 um 14:23 Uhr
Ha, genial. Irgendwie intuitiv habe ich, bevor ich deinen Artikel gelesen habe, erstmal den Flickr-Stream besucht. Ähnlich wie du bin ich auch von Foto zu Foto immer verwirrter geworden. Sind das Modelle oder echte Autos? Hat er beides vermischt? Schön, dass ich durch deine Worte dann zur Lösung gekommen bin. Man merke: Auch die Artikel zu den Fotos sind das lesen Wert (um mich mal an Martin’s Worte anzulehnen
).
3. 2. 2010 um 14:33 Uhr
Sehr geniale Entdeckung! Wirklich viel Liebe zum Detail steckt der Herr in seine Arbeiten.
LG Alexander
3. 2. 2010 um 14:34 Uhr
Sei detailverliebt der Mann. Irre, man muss wirklich genau hinschauen um die Modelle zu erkennen.
3. 2. 2010 um 14:40 Uhr
Nicht schlecht Herr Specht – aber ich schätze auch mal so grob, dass die Modelle nicht gerade im H0 Format gebaut sind sondern eher Spur 1 (1:32) oder noch größer. Also Martin – da hättest Du vermutlich bei der Modelleisenbahn von deinem Vater auch nicht ganz den Erfolg gehabt (falls das jetzt ein Trost ist)… Da bekomm ich fast schon wieder lust meine alte Modelleisenbahn rauszuholen (paßt nur nicht in meine Wohnung) und dran zu basteln… obwohl Spur N war irgendwie zu anfällig für mich.
3. 2. 2010 um 15:07 Uhr
boahhh dass ist der hammer
ich habe es anfangs auch nicht erkannt:D
3. 2. 2010 um 15:31 Uhr
Wirklich sehr geniale Bilder. Vermutlich hast du gestern auch auf Galileo (Pro7) den Beitrag “Ein Bild, eine Geschichte: Haus ohne Fenster” gesehen. Da ging es um einen deutschen Fotografen, der das selbe macht.
Wen es interessiert, man kann die gestrige Folge online auf Pro7 ansehen.
3. 2. 2010 um 15:36 Uhr
öhm … freak !?
sehr beeindruckend. wie solche kleinen dinge soviel hermachen können.
cool so ein blick in die verschiedensten richtungen die fotographen einschlagen.
3. 2. 2010 um 15:36 Uhr
Das ist echt mal unglaublich! Danke für die schönen Bilder und ein riesen Lob an Michael Paul Smith!
3. 2. 2010 um 15:53 Uhr
meine rster gedanke war “wtf?”, mein zweiter “wtf?!”, mein dritter “WTF!!!1elf”. bei manchen fotos sieht man ja nichmal, dass es modelle sind obwohl man es weiß. echt großartig
3. 2. 2010 um 16:18 Uhr
Danke für den Link. Fantastisch diese Miniaturfotos.
3. 2. 2010 um 16:23 Uhr
Schon ‘ne geile Sache! Und das alles macht er mit einer Kompaktkamera! Find ich gut
3. 2. 2010 um 16:31 Uhr
Sau gut gemacht! Kann nicht jeder. Kommt auch echt selten vor in der Fotografie. Aber für mich wäre das nichts. Ich habs nicht so mit “kleinen Dingen” haha.
3. 2. 2010 um 16:53 Uhr
Großartig!
Ich zeigte ein paar der Fotos gerade meiner Freundin – ohne Kommentar. Ihre Reaktion: “Na und? Doofe Autofotografie…”. Als ich’s aufklärte, war das Staunen groß.
3. 2. 2010 um 16:55 Uhr
Nicht schlecht!
Der Herr steckt halt dafür mehr Zeit in seine realistischen Modelle.
Der hier
macht für sowas ähnliches 109 Fotos oO.
3. 2. 2010 um 17:08 Uhr
Absolut genial. Danke für den Hinweis!
3. 2. 2010 um 17:48 Uhr
Nice, viele der Fotos haben das Feeling eines alten Filmes der vor einer grünen Wand gedreht wurde.
3. 2. 2010 um 18:25 Uhr
haha, klasse! genie der typ!
3. 2. 2010 um 20:22 Uhr
Das sind keine Modellautos! Der Mann ist einfach, aufgrund von Medikamententests seiner Mutter während der Schwangerschaft, ein Riese geworden!
Klasse Arbeiten!
3. 2. 2010 um 21:59 Uhr
Die Kamera ist übrigens eine Sony W50 http://www.flickr.com/cameras/sony/dsc-w50/
Interessant!
3. 2. 2010 um 22:39 Uhr
WOW.
Ich habe für Modellbau nicht viel übrig.
Aber ich muss ganz ehrlich meinen Respekt aussprechen für Leute die in akribischer und tagelanger Kleinarbeit solcher Miniwelten erschaffen.
Auch dem Fotografen vollem Respekt für die detaillierten Arbeiten.
@Martin: Danke für den Hinweis. Schön mal wieder ein anderes Gebiet der Fotografie zu sehen.
4. 2. 2010 um 10:33 Uhr
Kann mich hier auch nur anschließen ….Klasse Arbeit!
4. 2. 2010 um 11:41 Uhr
Ich wollte noch kurz etwas zu deinem zitierten Satz NO PHOTOSHOP WAS USED IN THESE PICTURES. IT’S ALL STRAIGHT FROM THE CAMERA. anmerken. Wie kommst du darauf, dass darin enthüllt wird, dass es sich um Modellautos handelt? Verstehe ich irgendwie nicht…
4. 2. 2010 um 11:43 Uhr
@daRONN: Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun, das habe ich auch daraus nicht erkannt, das steht im Text des Sets
Daraus ziehe ich aber, dass die Hintergründe nicht eingebaut worden sind, sondern wirklich da waren.
4. 2. 2010 um 11:47 Uhr
Bin zwar sonst auch kein Miniaturfan, aber das ist wirklich beeindruckend! Akribie und Kreativität!
Hatte bisher eigentlich nur einen Miniaturfotografen, der mir im Hirn geblieben ist, das ist das “The Unseen War”-Set von Velvet G.
4. 2. 2010 um 12:39 Uhr
So etwas kann unglaublich entspannend sein
4. 2. 2010 um 14:41 Uhr
Das hat was!!
Wie groß sind die Autos??
Es sieht echt aus als wärs alles gar kein Miniaturgestell.
Da muss ich echt sagen: Respekt!!
4. 2. 2010 um 15:04 Uhr
[...] Matthew Albanese 04.02.10 – Photographie, Sonstiges Als ich gestern bei Martin von Kwerfeldein den Beitrag zur Miniatur-Fotografie von Michael Paul Smith gelesen habe musste ich ein wenig schmunzeln, denn eine ähnliche Reaktion hatte ich vor kurzem [...]
4. 2. 2010 um 17:00 Uhr
[...] einen Artikel auf http://kwerfeldein.de bin ich auf eine super geniale flickr Seite [...]
5. 2. 2010 um 10:29 Uhr
Wow! Die sehen echt auf den ersten Blick alle total echt aus, kaum zu glauben das es sich dabei “nur” um Modellautos handelt
8. 2. 2010 um 16:48 Uhr
Das ist eine wunderbare neue Welt. Klasse Modelle und klasse Fotos. Die Größenverhältnisse wären interessant zu kennen.