Artikel19.11.2009 / 16:22

Bokeh! Oder: Was ist das?



Es gibt ein Element in der Fotografie, welches mich immer wieder fasziniert: Das Bokeh. Es kann einem Foto eine unglaubliche Tiefe und Brillianz verleihen, welche ohne das Bokeh schlicht und ergreifend fehlen würde.

Da ich das Thema so spannend finde habe ich mich in den letzten Wochen immer wieder darüber informiert und eingelesen. Es ist faszinierend, wie viele Artikel und halbe Bücher über dieses Thema zu finden ist – was für mich ein Zeichen dafür ist, dass das Thema mehr als relevant ist (aber manchmal auch überbewertet ist).

Und heute möchte ich das Thema etwas aufrollen. Natürlich habe ich keinen wissenschaftlich-100%-definierten Anspruch, denn hier und da wird auch meine eigene Meinung durchscheinen. Und zusätzlich hängt hier viel vom ästhetischen Empfinden jedes Einzelnen ab.

Aber was ist eigentlich das Bokeh? Woher kommt denn der Begriff?

Nun, das Wort Bokeh stammt aus dem japanischen und bedeutet so viel wie “unscharf oder verschwommen”. Es waren auch japanische Fotografen, welche den Begriff ursprünglich in die Fotoszene brachten und was damit gemeint ist, das möchte ich Euch kurz vorstellen.

Mit Bokeh ist (wie in der Übersetzung schon angedeutet) der Teil eines Fotos gemeint, der unscharf abgebildet ist. Das Bokeh bedeutet auch, wie diese Unschärfe aussieht. Beispielsweise ob sie ruhig oder unruhig ist, ob sie weich oder eher “hart” ist.

In Fotobüchern, -Blogs und Webseiten gibt es viele unterschiedliche, beinahe wissenschaftliche Definitionen von Bokeh, welche sich über die Jahre entwickelt haben. Dabei trifft man auch immer wieder auf “gutes” und “schlechtes” Bokeh.

Ich selbst würde einfach mal sagen: Ein Bokeh ist nicht gut oder schlecht, genauso wie Stein nicht gut oder schlecht ist. Mit Bokeh ist der unscharfe Bereich gemeint. Fertig. Ein Bokeh kann mir gefallen oder nicht – das trifft es meiner Meinung nach besser.

Wenn ich also von einem Bokeh spreche, dann kann ich sagen: Das finde ich “schön” – oder eben nicht.

Und da liegt auch gewissermaßen der Hund begraben, denn wir fragen uns sicher manchmal:

Was ist denn ein schönes Bokeh?

In erster Linie entscheidet das jeder für sich. Wenn ihr wollt könnt ihr Euch ja mal ein paar Fotos anschauen, die im Hintergrund unscharf sind und Euch fragen, warum Euch welches Bokeh gefällt – und ein anderes wiederum nicht.

Somit gibt es bisher heute keine eindeutige Definition von einem guten, schlechten, schönen oder hässlichen Bokeh.

Unter vielen Fotografen werden jedenfalls weiche Bokehs als schön empfunden, unruhigere Bokehs als nicht so schön. Ist ja klar. Denn wenn die Unschärfe von dem ablenkt, was ich scharf darstellen möchte, dann verfehlt die Unschärfe quasi ihr Ziel. Die Aufmerksamkeit des Betrachters soll ja in erster Linie auf dem scharfen Bereich liegen und nicht auf dem Bokeh.

Zudem gibt es noch viele weitere Faktoren, die hier mit hineinspielen, beispielsweise die Form der Zerstreuungskreise , die besonders bei Nachtportraits in einer urbanen Umgebung entstehen (wir kennen sie auch aus unzähligen Videos und Fotos).

Die Zerstreuuungskreise enstehen dann, wenn im Hintergrund eine Lichtquelle ist, die dann unscharf abgebildet wird. Was wir dann sehen, ist eine Projektion der Forum der Blende. Das heißt: So wie die Blende in unserem Objektiv aussieht, so werden auch die Kreise im Bokeh aussehen. Macht Sinn, oder?

Bokeh Praxistipp: Stellt Euch mal nachts in der Stadt samt Kamera auf die Straße. Schaut durch den Sucher stellt so unscharf wie möglich bei weit geöffneter Blende. Dann werden die Ampellichter und Lampen in einer meist runden Form erscheinen (je weiter ihr davon entfernt seit, umso größer sind sie auch). Wenn ihr dann abblendet, werdet ihr immer deutlicher die Blendenlamellen sehen.

Es gibt natürlich noch viele andere Einflüsse auf dass Aussehen des Bokehs, wie z.B. das Erscheinen von Farbsäumen im Bokeh, doppelte Linien usw. Ich möchte das hier aber nicht weiter ausführen.

Unterschiedliche Objektive haben ein unterschiedliches Bokeh

Jedes Objektiv hat eine eigene Bauart. Und die bestimmt auch, wie das Bokeh ausfällt. Da Objektivhersteller nicht immer in erster Linie darauf achten, ein besonders schönes (nochmal: was ist das?) Bokeh zu erzielen, wird das Bokeh bei jedem Objektiv stets anders ausfallen.

Bokeh Praxistipp: Nehmt mal 2 Eurer Objektive, fotografiert z.B. einen Apfel mit viel Platz im Hintergrund und vergleicht mal nur das Bokeh. Um das am deutlichsten zu sehen, ist es wichtig, dass ihr mit der offensten Blende fotografiert, die euer Objektiv hat (z.B. 1,8 beim diesem 50mm).

Ihr werdet mit Sicherheit einen Unterschied feststellen. Was gefällt Euch besser? Warum ist das so?

Festbrennweiten vs. Zoomobjektive


135mm Festbrennweite f/2,2

Da Zoomobjektive häufig nicht so lichtstark sind wie Festbrennweiten, haben sie meist ein nicht ganz so “schönes” Bokeh wie letztere. Dementsprechend fällt die Unschärfe bei Festbrennweiten häufig stärker aus und das hängt auch mit dem Aussehen des Bokehs zusammen. Aber: Jedes Objektiv steht da für sich alleine und ich empfehle deshalb, Testfotos zu machen und zu vergleichen.

Da ich aber ohnehin Festbrennweiten* empfehle, tendiere ich selbst auch dazu eher diese zu verwenden.

Wann ist Bokeh wichtig?

Die Frage die sich viele von uns sicher stellen ist: Brauche ich ein “schönes” Bokeh? Für was ist das wichtig? Gegenfrage: Was wollen wir erreichen?

In der Architekturfotografie z.B. ist es vor allem wichtig, dass ein Gebäude so scharf wie möglich abgebildet ist. In den größten Teilen der Landschaftsfotografie ebenfalls. Doch gerade, wenn uns das Thema Portraitfotografie (mit all seinen zweigen wie Fashion, Hochzeiten, Einzelportraits, Dokumentation usw.) am Herzen liegt, dann könnte auch das Thema “Bokeh” sehr interessant werden.

Natürlich hängt das auch mit persönlichen Vorlieben zusammen – nicht jeder arbeitet gerne mit möglichst starker Unschärfe.

Geht das nicht auch in Photoshop?

Immer wieder finde ich online Tutorials dazu, wie man in Photoshop ein Bokeh nachträglich einbauen kann. Diverse Seiten zeigen dann, wie man die beliebte Tilt-Shift-Unschärfe nachbauen kann aber mal ganz ehrlich:

Ein schönes Bokeh lässt sich nicht faken.

In fast allen Fällen ist erkennbar, dass das Bokeh nachträglich eingebaut wurde. Deshalb: Erst gar nicht ausprobieren.

So. Nun bedanke ich mich bei Euch fürs Lesen und hoffe, mit diesem Artikel das “Mysterium Bokeh” einwenig entlüftet zu haben und freue mich ganz besonders auf Euer Feedback!

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Ich bin Martin Gommel und Herausgeber dieses Blogs.

Mit Gastautoren, Gesprächspartnern und Lesern sinne ich hier in Wort & Bild der Fotografie nach. Das geschieht meist mit einer gesunden Prise Skepsis, dem Ziel, den kreativen Horizont zu erweitern und einem Augenzwinkern - wir lachen auch über uns selbst. Und: Wir hören gerne Jazz ...

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Kommentare

  1. Michaela sagt:

    Wegen des Bokehs habe ich auch einige Festbrennweiten, eben weil die Anfangsblende einfach sehr viel größer ist, als bei jedem Zoom. Ich finde auch, daß Porträts mit einem schönen Bokeh einfach klasse wirken.

  2. fabianheisig sagt:

    hier noch ein kleiner tip wie man sich sein eigenes bokeh gestalten kann:
    http://www.diyphotography.net/diy_create_your_own_bokeh

    • @FabianHeisig: Die finde ich ehrlich gesagt nicht ganz so schön ;)
      @Pixelboogie: Da geb ich Dir recht – dazu kommt natürlich auch, wie nahe Du am Objekt bist und vieles mehr (wie oben beschrieben). War warschl. zu verlallgemeinderd ausgedrückt. Hm.

  3. [...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Martin Gommel, Daniel Sprenger erwähnt. Daniel Sprenger sagte: RT @kwerfeldein: Bokeh! Oder: Was ist das? http://bit.ly/2kKrd [...]

  4. Metish sagt:

    Sehr schöner Artikel! Danke!

  5. Saschagrafie sagt:

    Ich liebe Bokehs! Und ich bin manchmal echt überwältigt, dass mein 70-200-L-Canon-Objektiv auch schon ein nettes Bokeh hinbekommt.
    Z.B. http://www.flickr.com/photos/wuebbena/3530294551/

  6. pixelboogie sagt:

    ich find n schönes bokeh einfach toll!

    Ich muss aber widersprechen, dass es mit Festbrennweiten mit offener Blende am Besten funktioniert. Da spielt noch ein bißchen mehr mit rein. Wie stark die Kontraste im unscharfen Bereich sind z. B.

    Ich hab mit meinem Sigma 17-70 2.8 sehr schöne Bokehs hinbekommen – und das bei ner 10er Blende.

    Ich glaub wirklich, das wie du schon schreibst, man das einfach testen muss…

    Bokeh macht Bock, ey ;)

  7. pixelboogie sagt:

    nee is schon ok. gibt ja schliesslich ganze bücher zu dem thema. wie sollen da 1000 wörter reichen? ;)

  8. bee sagt:

    Bokeh ist für mich so oft der Grund, ein Bild toll zu finden… weil erst der Hintergrund das Motiv ins rechte Licht rückt.

    Kurios, hier in der Internetgemeinde ist Bokeh ein fester Begriff. In meiner Fotogruppe hab ich das schon so oft erklären müssen…

  9. Moondragon sagt:

    Das Bokeh ist einer der Hauptgründe, was mich am ansonsten tollen Canon 50mm 1.8 stört. Es ist für mein Empfinden ziemlich unruhig und lenkt je nach Hintergrund mehr oder weniger vom Motiv ab.

    Mein aktuelles Lieblingsobjektiv, das Canon 17-55mm 2.8, hat dagegen ein erstaunlich schönes Bokeh, gerade für ein Zoomobjektiv. Das schlägt sich natürlich, neben der Lichtstärke und der hervorragenden Schärfe/Abbildungsqualität, deutlich im Preis nieder.

    Wenn ich mir heute ein neues Objektiv kaufen würde, v.a. wenn es für Portraits und ähnliches gedacht ist, wäre das Bokeh ein nicht unwichtiges Auswahlkriterium für mich.

  10. Franzi sagt:

    Der Artikel ist wirklich toll, danke!
    Ich bin auch schon seit einiger Zeit von Bokehs fasziniert und will endlich auch mal was ausprobieren, wenn ich bald meine Festbrennweite habe. Dein Artikel kommt genau zur richtigen Zeit!

  11. Toby sagt:

    ist nur die anzahl der blendenlamellen verantwortlich wie “rund” das ganze wird oder gibt es da noch andere einflussfaktoren? Das ist eigentlich meine einzige verbliebene Frage nach dem Artikel. Danke dafür.

  12. patoa sagt:

    @bee: selbst gelernte Fotografen schauen dich entsetzt an, wenn du ihnen etwas von bokeh erzählst. Wenn dann zur Sprache kommt, was du meinst, winken viele ab: “Machen wir doch schon seit Jahren, dass heißt jetzt so ?” Ein absolut im Internet gehypter Begriff, aber nichts neues. Trotzdem wunderschön anzusehen, wenn richtig eingesetzt. Ich finde zufällige auftretende Unschärfen auch viel interessanter als tausend unscharfe Lichtkreise vor einer x-beliebigen Tasse, Dose etc…

  13. kampffussel sagt:

    ein gelungener und vor allem verständlicher artikel. ich selbst habe auch viel zu dem thema gelesen und war mit dem inhalt oft überfordert. :)

  14. Ronny D. sagt:

    Mich haste mal wieder weiter dazu annimiert auf das 50mm zu sparen. Mein derzeitig Objektiv fängt leider erst bei 3,6er Blende an und da fällt die Unschärfe nicht “schön” aus.
    Es wirkt dann häufig nur unscharf im Sinne von: “zu doof zum fotografieren!”

  15. ich liebe bokeh. danke für diesen artikel!

  16. Thomas sagt:

    sehr interessant (bzw. besser gesagt “speziell” weil es eher ein nachteil ist) im bezug auf bokeh sind auch die spiegelteleobjektive. man bekommt da zwar 500mm kompakt und billig, da die objektive aber eben wie spiegelteleskope aufgebaut sind haben sie ganz vorne einen mittig angebrachten spiegel. das führt dazu, dass als bokeh keine kreise oder sechsecke sondern ringe entstehen. was bei einem teleskop völlig egal ist,ist bei einem objektiv natürlich ein schwerer nachteil. d.h. man kann da nur eingeschränkt mit vordergrund/hintergrund arbeiten.

  17. [...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von depone, Fotografie Forum erwähnt. Fotografie Forum sagte: RT @kwerfeldein Bokeh! Oder: Was ist das? http://url4.eu/mzix [...]

  18. Aber nicht süchtig werden – gerade wenn man mit einer Festbrennweite die Videofunktion seiner schönen neuen Kamera ausprobiert, kommt schnell ‘Bokake’ bei raus. ;)

  19. Matthias sagt:

    Interessanter Artikel der Lust auf mehr macht.

  20. ucki sagt:

    Mensch Martin .. so langsam werden wir eigen ;) Bald schreibst du hier wie ein Weinkenner das das Objektiv vor dem Nutzen erstmal Sauerstoff ziehen muss ;) Ok Spaß beiseite stimmt schon eine der ganz wenigen Sachen die man nicht vernünftig geradeziehen kann bei nem Foto …

  21. Nico sagt:

    Beim Thema Bokeh muss ich immer wieder auf die einzigartig grandiose Linse aus dem ehemaligen Hause Minolta hinweisen, die es aber glücklicherweise auch von Sony noch gibt:

    http://www.the135stf.net/

  22. manne sagt:

    richtig gut beschrieben. danke martin.

  23. WeiterWinkel sagt:

    Danke für den Artikel: Bokeh is scheee. Mein schönstes Bokeh hat mir das Canon 50mm bei Blende 1.4 geliefert und das praktisch ohne Licht bei ISO 1600:
    http://www.flickr.com/photos/61862323@N00/3271376007/

  24. zoomyboy sagt:

    Der Einfluss der Menge an Blendenlamellen bei Objektiven, beim Bokeh.
    Hat man zb. in seinem Objektiv 15 Blendenlamellen verbaut, so ergibt das auch beim Abblenden ein schöne Kreisrundes Bokeh, als mit zb. mit einem Objektiv mir nur 7 Blendenlamellen! Was aber wieder bei max. Blendenöffnung wieder egal, denn dann ist ja jedes Objektiv Kreisrund.
    Auch Zoomobjektive können ein Ausgezeichnetes Bokeh haben, ich könnte hier mindestens 5 Alte (billige) Zoomobjektive aufzählen die zb. mit Blende 3,5 oder 4 ein wunderschönes Bokeh zaubern, wo sich einige Moderne und Teure Festbrennweiten verstecken können. Bildbeispiele gibt es zb. auf meiner Flickr Seite.
    Früher haben die Hersteller zb. noch Objektive auf dieses Elegante Spiel mit der Unschärfe, hin Optimiert oder noch teilweise mehr Blendenlamellen verbaut. Aber auch heute gibt es noch einige Sahnestücke, die geradezu Prädestiniert sind für diese Bokeh und Unschärfespiele, zb. das Sony 135 2,8 mit Apodisationsfilter und Trans Focus Funktion oder die beiden Defocus Image Control 105 und 135 Objektive von Nikon.
    Bilder mit solchen Objektiven haben einen eigenen Charakter und haben seit Jahren ihre begeisterten Fans.

  25. Marc sagt:

    Bokeh?
    Okeh!
    Ich stehe drauf… und ich werde wohl mein 50mm 1.8 gegen ein 50mm 1.4 tauschen, weil nicht nur die Verarbeitung besser ist, sondern auch das Bokeh nochmal schöner und intensiver.
    Es gibt auch mehr Gestaltungsmöglichkeiten als nur die Unschärfe an sich, man kann auch selbst Formen einbringen:
    http://www.linseneintopf.com/bokeh-selbst-gestalten/422/

    Mal wieder Danke für den Artikel.
    Das vorletzte Bild finde ich am besten ;)

  26. [...] Zum Glück muss ich das ab jetzt nicht mehr laienhaft erklären, denn Martin von kwerfeldein hat heute einen Artikel darüber geschrieben. [...]

  27. Hartor sagt:

    Puh da bin ich aber froh dass du das Thema aufgegriffen hast.
    Ich hab mir zwar vor kurzem auch das Canon 50mm, 1.4 gekauft und auch oft dazu gelesen “tolles Bokeh”…aber jetzt kann ich endlich mal was mit dem Begriff anfangen.

    Gibt ja nix schlimmeres als als Anfänger Beschreibungen zu lesen und zu denken “ah toll, ja das hat es auch toll und das auch …toll….ABER WAS IST DAS?”

  28. Julia sagt:

    Ich liebe Bokehs auch über alles. In der Fotografie finde ich es eines der tollsten Gestaltungsmittel. Du hast geschrieben, dass man über das Thema viel zu finden ist- ich habe erst kürzlich ja auch darüber einen Artikel auf meinem Blog geschrieben. Bei meinen Recherchen zum Thema habe ich aber nur sehr wenige, wirklich gute Artikel gefunden. Deswegen wird meiner Meinung nach dem Thema immer noch zu wenig Beachtung geschenkt.

  29. ucki sagt:

    Und genau wegen dem Bokeh bin ich ja am überlegen mir nen Lensbaby zu kaufen .. selber ne Blende Stanzen und man hat Weinachten Tannenbäume im Hintergrund. Irgendwie Kitschig aber .. Hey ;)

  30. Jörg sagt:

    gut erklärt, war mir nie wirklich klar, oft schon umgesetzt aber wirklich erklären konnte ich den Begriff nie, du schon, prima

  31. Ulli sagt:

    danke für den tollen beitrag! wollte mich in nächster zeit auch damit beschäftigen, da kommt mir das grad recht. jetzt weiss ich, wo ich (wie so oft) nach”schlagen” kann :)

  32. gruftigirl sagt:

    Es gibt kein “gut” und kein “schlecht”. Es gibt nur ein “anders”. Und das ist dann ganz einfach schee :-)

  33. Lukas sagt:

    Dieser Artikel ist sehr gut gelungen. Ich mochte schon immer diesen Stil, und da ich noch nicht genau wusste, was Bokeh ist, habe ich diesen Artikel mit Freuden durchgelesen.
    BTW: Richtig schöne Fotos, die du da mit eingebunden hast.

  34. phil sagt:

    ich glaube du hattest mal in den browser fruits ein bild verlinkt… mit löwen? mit einem unfassbar unruhigen, geradezu nervigen bokeh, erzeugt durch ein nadelgewächs vor hellem hintergrund… das hätte hier als beispiel noch hinein gepasst. ansonsten klasse artikel! lg

  35. lostriver sagt:

    Bokeh ist super . Danke für diesen Blog

  36. Saxi sagt:

    Nuja, ausprobieren darf mans bestimmt mal ;o) Das Ergebnis ist aber meistens eher mau, wenn man nicht gerade der Photoshop-Profi selbst ist, mein’ ich ;o)

  37. Ich selbst fotografiere auch sehr gerne mit einer Blende von 1,4 :) Schöner Artikel. Wegen dem Bokeh hatte ich mir meine erste Spiegelreflexkamera damals gekauft. Obwohl mir der Begriff zu diesem Zeitpunkt noch nichts gesagt hat :)

  38. Lutz sagt:

    Der Begriff Bokeh hat durch seine zuletzt häufige Verwendung einen leicht snobistischen Touch bekommen. Unter anderem auch, weil er von Leuten verwendet wurde, die ganz offensichtlich nicht mehr als die Vollautomatik ihrer Kameras benutzen.
    Dennoch finde ich es gut, dass der Begriff sprachübergreifend eingesetzt werden kann und somit ein so wichtiges Stilmittel wie die Unschärfe überall auf der Welt problemlos diskutiert werden kann. Vergleiche ich die Unschärfe meines Billig-Telezooms mit der eines Canon 135mm f/2 (selbst wenn es auf 4.5 abgeblendet ist), muss auch ich zugeben: man sieht den Unterschied auf den ersten Blick!
    Ich denke, dass es gerade für Hochzeitsfotografen unabdingbar ist, eine gute Unschärfe zu bekommen.
    Die Frage ist nur, ob der Kunde das überhaupt bemerkt. Ich weiß nicht, ob ich vor ca. 5 Jahren (als ich noch nicht viel mit Fotografie zu tun hatte) den Unterschied überhaupt wahrgenommen hätte.. höchstens unterbewusst (was ja schon ein Anfang ist)!
    Ist es also vielleicht Perlen vor die S***?

  39. Thomas sagt:

    Ein super artikel!
    ich bin auch in letzter zeit ziemlich auf bokehs “hängengeblieben” ;)

    siebe, den du hier auch mal interviewt hast, hat m. E. sehr sehr schöne!

  40. Daniel sagt:

    Ich liebe Bokehs! Das ist auch der Grund, weshalb ich mehr und mehr dazu tendiere, mir als mein zweites Objektiv eine lichtstarke Festbrennweite zu holen.
    Ich kriege zwar mit meinem Standard – Zoom auch Bokehs hin, aber die sind eher – wie soll ich sagen – hartkantig. Um ein weiches, ruhiges Bokeh zu schaffen ist ein lichtstarkes Objektiv mit ich sage mal einer Blende von f<=2.8 unumgänglich.

  41. Lutz sagt:

    @Daniel:
    auch das lichtstärkste Objektiv schafft kein gutes Bokeh, wenn es nur über wenige Blendenlamellen verfügt (ein Objektiv mit f/0.5 vielleicht ausgenommen). Natürlich gibt es auch Objektive mit abgerundeten Blendenlamellen, die auch bei ansich geringer Blendenlamellenanzahl eine einigermaßen gute Unschärfe erreichen, aber so wirklich toll ist das auch noch nicht.
    Es ist eben nicht so einfach. Und auch nicht so billig :-)

  42. Macht eigentlich ein Vollformat-Sensor ein anderes Bokeh als ein Corp-Sensor. Wenn man das gleiche Objektiv verwendet?

    Grüße Bob

  43. b.c. richter sagt:

    Bokeh? Nee!

    Mir geht dieser Bokeh-Hype gehörig auf die Nerven. Schaut Euch doch mal die Fotos bedeutender Fotografen an: Robert Frank, Diane Arbus, Robert Häusser, Nobuyoshi Araki, Garry Winogrand, um willkürlich nur ein paar zu nennen — die brauchten kein Bokeh. Bokeh ist Schnickschnack eines aus der Allgegenwart der Werbefotografie herrührenden leeren Ästhetizismus.

    (…und nicht das jemand meint, ich sage das nur, weil ich selbst kein Bokeh hinkriege…)

  44. julivo sagt:

    Ich habe auch großen Gefallen an Aufnahmen mit Bokeh gefunden, welches mir gefällt. Aber ich hab auch selbst gemerkt, dass es sich so sehr zwischen den Objektiven unterscheidet. Vor allem bei Makroobjektiven wirkt es ganz anders als mit einem Festbrennweitenobjektiv, dass eine größere Naheinstellgrenze hat.

  45. Stephan sagt:

    Hey Martin,
    ich finde da haste nen tollen Beitrag zu einem meiner Lieblingsthemen verfasst!
    Was mir allerdings noch ein wenig fehlt ist welche Faktoren die Stärke des Bokehs beeinflussen.
    a. Lichtstärke (Wurde ja mehrfach erwähnt)
    b. Brennweite (je länger desto stärker das Bokeh)
    c. Abstand zum Objekt (je näher dran desto stärker das Bokeh)

    D.h. das ich bei Offenblende, langer Brennweite und nahe am zum fotografierenden Objekt bin die Bokehzeichnung stärker wird.

    Ich hoffe ich hab hier niemand verwirrt!

    Gruß

    Stephan

  46. gruftigirl sagt:

    Ach nöö, Stephan, das hab sogar ich gecheckt ;-)

  47. Steffen sagt:

    Sehr schoener Artikel und super Beschrieben. Zur Vollständigkeit, bokeh ist eigentlich boke. Nur um den Artikel abzutunden ;)

  48. [...] Martin Gommel, dessen Blog ich unglaublich gerne lese, hat einen sehr interessanten Artikel über das Bokeh geschrieben. [...]

  49. Harry sagt:

    Toller Beitrag!
    Ich achte sehr auf die Unschärfe im Bild, auf die Lichtverteilung, auf helle und dunkle Bereiche im Fotohintergrund. Denn der beeinflußt das Empfinden für das Bild und Motiv ausserordentlich.
    Was ich vermisse, mehr Tipps der Leser, mit welchen Objektiven sie häufig ein schönes Bokeh erreichen…
    Das ein 1,4/50 mm, 1,2/85 mm, 1,8/85 mm, 2,0/100 mm (noch besser!), 2,0/135 mm und 2,0/200 mm von Canon bei großer Blendenöffnung sensationell sind, ist sicher jedem klar.
    Bei Nikon sind es die beiden DC Brennweiten, das 2,0/200 mm ist eine Granate und das 1,8/85 mm nicht gans so toll.
    Bei Olympus ist das 2,0/50 mm fast unschlagbar schön, bei Offenblende, das Sigma 1,4/50 mm ist eine eigene Klasse,
    das alte 1,4/85 mm Pentax war ganz toll…
    wer weiß mehr???

  50. [...] umgebende Umwelt fotografieren – eventuell auch portraitieren- , aber gleichzeitig ein nettes Bokeh nicht [...]

  51. [...] noch den Vorteil mit sich, dass das Bokeh (auf Kwerfeldein gibt es eine schöne Zusammenfassung was das Bokeh überhaupt ist) besonders schön sein soll. Also hab ich das auch mal gleich versucht zu testen. Ansatzweise ist [...]

  52. EroPhoto sagt:

    Da gebe ich dir vollkommen recht: “Ein schönes Bokeh lässt sich nicht faken.” Bin auch dabei es zu lernen bzw. zu verbessern. Danke für die Tipps.

  53. [...] Spiel mit der Unschärfe (dem Bokeh), die Ruhe in den Aufnahmen und die überquillende Kreativität, Architektur zu [...]

  54. [...] euch mal meine Bokeh-Galerie an, lest bei Wikipedia  nach oder schaut euch einfach mal den tollen Beitrag von Martin  dazu [...]

  55. [...] Vor ein paar Monaten habe ich erfahren, dass es für diesen zu Punkten verschwommenen Hintergrund sogar einen Fachbegriff gibt: Bokeh [...]

  56. [...] Bokeh stammt aus dem Japanischen ud heißt in etwa unscharf oder verschwommen. Einen Ausführlichen Beitrag zum Thema Bokeh findet ihr auf  kwerfeldein.de Thema: Bokeh! Oder: Was ist das? [...]

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