Fotografieren als Auszeit: Eine kleine Präsentation

Manchmal fällt mir die Decke auf den Kopf. Da wird mir alles zuviel und ich weiß: Es wär mal wieder dran eine Auszeit zu nehmen. Ein Spaziergang allein in der Natur, das Kapitel meines Buches fertig lesen oder irgendwas Entspanntes. Oder oder oder? Genau: Eine kleine Fototour mit der Kamera. Ohne Erfolgsdruck, einfach rausgehen und ab und an ein Foto machen. Ohne festes Ziel oder ausgetüftelten Plan.
Kamera in die Tasche, iPod an und losgeht’s.
Und genau das habe ich in den letzten Tagen / Wochen immer mal wieder gemacht. Mir tut das gut. Ganz ehrlich: Dabei geht es mir gar nicht darum, ein möglichst perfektes Foto zu machen. Vielmehr versuche ich “abzuschalten” – auch wenn ich die Kamera “anschalte”. Das Erleben des Fotografierens, ja der Spass daran steht dann im Vordergrund und ich versuche nicht daran zu denken, ob das jetzt ein gutes, schlechtes oder mittelprächtiges Foto wird.
Natürlich ist es mir nicht egal, was und wie ich fotografiere – aber ich glaube ihr wisst, was ich meine.
Mittlerweile haben sich auch meinen Fototouren wieder einige Fotos angesammelt. Ja und die zeige ich Euch jetzt einfach so in loser Reihenfolge. Das ein der andere enstand hier in meinem Heimatort, in Karlsruhe oder im Urlaub. Auch hier möchte ich auf jegliche Exif-Daten verzichten, da mir hier wichtig ist, dass das Erleben der Fotos im Vordergrund steht.
Viel Spaß damit!

















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6. 11. 2009 um 12:47 Uhr
Solche Bilder gefallen mir als Erinnerungen am besten! Wer kann sich schon nach 10 Jahren erinnern wie es in der eigen Stadt ausgesehen hat?
Den Kopf frei bekommen und Spaß dabei haben. Besonders um diese kalte und ungemütliche Jahreszeit gibt es viel Motive zu entdecken die so gut wie keiner fotografiert.
6. 11. 2009 um 12:47 Uhr
für “nur” eine Auszeit – sieht es sher gut aus, vorallem die Qualität der Fotos begeistert mich
na ja – War wohl eine Profi am Werk
6. 11. 2009 um 12:52 Uhr
[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Martin Gommel, Fotografie Forum erwähnt. Fotografie Forum sagte: RT @kwerfeldein Fotografieren als Auszeit: Eine kleine Präsentation http://url4.eu/hlev [...]
6. 11. 2009 um 12:52 Uhr
Das Foto in der Kirche ist klasse!
6. 11. 2009 um 12:57 Uhr
Das Gefühl kenne ich.
Ich mache das ähnlich – meistens verbinde ich die Foto- noch mit einer Geocaching-Tour. Auf diese Weise begibt man sich gezwungenermaßen an bisher unbekannte Orte. Das macht es dann noch ein wenig spannender.
Beispiel? -> http://www.dieolsenban.de/blog/2009/06/16/geocaching-lost-places/
6. 11. 2009 um 12:57 Uhr
Sehr gelungene Fotos. Selbst die allgegenwärtigen Alltagssituationen bekommen so ihren ganz eigenen Reiz. Toll gemacht.
6. 11. 2009 um 12:59 Uhr
So ists richtig!
Auszeiten sind sehr wichtig, so finde ich.
Was mich an diesen “Auszeitfototouren” immer so reizt ist die Echtheit der Bilder, die entstehen.
Diese Echtheit regt zumindest mich persönlich wesentlich mehr dazu an, über ein Bild nachzudenken. Solche Bilder fesseln mich besonder, denn ich finde es einfach spannend darüber zu philosophieren, was die genaue Aussage ist und was in diesem Moment geschehen ist…
So viel zum Thema^^ ich halt jetzt die Klappe.
Viele Grüße
Sven
6. 11. 2009 um 13:00 Uhr
Klasse, Martin! Das ist eine super Methode, um mal abzuschalten. Und es ist dir gelungen – ich mag die Bilder sehr, besonders das erste, das einzelne Blatt!
Ich mache das auch immer wieder – besonders im Herbst bekommt man da sehr schöne Motive vor die Linse: http://freudelachenliebe.com/?cat=55
lg Mona
6. 11. 2009 um 13:07 Uhr
Hi Martin,
das entspannt, wie man sieht!
Freuen mich schon nachher meine Kamera auszupacken und los zu ziehen!
Grüße aus Ludwigsburg
JK
6. 11. 2009 um 13:11 Uhr
@Jochen: Hast ne neue? Glückwunsch!
6. 11. 2009 um 13:12 Uhr
Jap, das mach ich in letzter Zeit auch immer öfter… auch wenn meine ergebnisse noch nicht ganz so schick sind
Das Bild in der Kirche ist natürlich klasse, wobei mir das Blatt im Maschendraht auch echt gut gefällt…
weiter so – mehr davon!
lg Chris
6. 11. 2009 um 13:14 Uhr
Oh man, deine Bilder sind immer so genial scharf und knackig und irgendwie erzählen sie immer eine Story, einfach Hingucker. Und das obwohl du nur mal eben so geknipst hast. Nicht schlecht Junge!
Aber: Obwohl du sehr auf s/w stehst, willst du deine Stadt nicht auch mal in Farbe und etwas freundlicher fotografieren? Das bekommt sonst einen reinen gespenstigen und trüben Eindruck
6. 11. 2009 um 13:16 Uhr
@Marcel: Hab hier auch schon das ein oder andere Foto in Farbe drin. Aber irgendwie will mir Jöhlingen nicht freundlich-fröhlich erscheinen – wirkt einfach düster zur Zeit. Im Sommer ist das aber janz anders
6. 11. 2009 um 13:32 Uhr
Toll! Die düstere Stimmung gefällt mir. Meine Favorites: das Blatt und die Bahngleise.
Weiter so!
6. 11. 2009 um 13:37 Uhr
Oh man…. bei mir iss das mittlerweile schon Eeewigkeiten her das ich einfach mal so losgezogen bin. Die letzte Zeit war alles immer geplant und mit festem Motto… Aber einfach mal wieder so los tiegern und einfach “irgendwelche” Fotos machen ohne vorher zu wissen was kommt… das ist schon ewig her. Leider
Aber das muss ich unbedingt mal wieder machen, da hab ich richtig Lust drauf!
6. 11. 2009 um 13:52 Uhr
Ich komme gerade zurück von so einer Tour. Da ich die ganze Woche krank geschrieben war und es mir nicht wirklich rosig ging, verbrachte ich fast 7 Tage nur in der Wohnung! Heute kam dann die Sonne raus, mir geht es etwas besser und ich habe einfach mal n kleinen Spaziergang mit Kamera gemacht. Sehr entspannend ….
LG Alexander, der jetzt die Bilder sichtet.
6. 11. 2009 um 13:52 Uhr
Ich glaube, die Schuhe habe ich auch.
6. 11. 2009 um 13:59 Uhr
Die Bilder gefallen mir. Und ich kann den Ansatz gut verstehen, ich brauche auch dann und wann mal mindestens einen halben Tag, an dem ich mit der Kamera in Ruhe fotografieren kann.
6. 11. 2009 um 14:12 Uhr
Es ist gar nicht so verkehrt, zuweilen einfach mal mit der Kamera loszuziehen, ohne konkrete Bildideen im Kopf zu haben und sich stattdessen einfach inspirieren zu lassen von dem, was auf einen zukommt. Manchmal kommen da wirklich tolle Fotos bei raus und es macht einfach Spass und bringt manchmal auch Ideen mit sich, die man dann bei einer längeren Serie später wieder aufgreifen kann. Gut gefällt mir auch das Bild mit dem Spiegel …
Momentan bin ich öfters mit einer Diana Mini einfach so unterwegs – da kommen dann ganz “neue” Ansichten bei heraus (ist natürlich nix für die Liebhaber der digitalen Perfektion): http://www.martin-huelle.de/blog/?p=185
Beste Grüsse, Martin
6. 11. 2009 um 14:14 Uhr
ich sehs auch so.
raus, egal wie, entspannen…
manchmal kommt auch das ein oder andere gute Bild dabei raus.
Aber die Freude am fotografieren machts aus, nicht unbedingt die Ergebnisse.
Außerdem finde ich, das sw das eigendliche Motiv klarer zeigt, da keine Farbe ablenken kann, und man so aufs wesentlichst kommt.
6. 11. 2009 um 14:18 Uhr
Wie schön dass mal solche Fotos wieder von dir kommen! Nix gegen Hochzeitsfotografie, aber das ist eher auch so mein Metier! Davon gerne mehr!
Alltagsmotive aufstöbern… Das ist für mich das reizvollste. Vor allem: Das geht ja auch immer irgendwie!
Mich interessiert in dem Falle auch mal die Technik.. trotz (oder gerade!) wegen dieser “Allerweltsmotive”! Ist das schon die neue EOS5 D MarkII in “Action”? Manches sieht mir von der Schärfentiefe danach aus… Womit hast du das Blatt aufgenommen? Das lebt ja richtig durch die Brillianz.. ein Motiv, wo die Bildqualität meines Erachtens nach ganz entscheidend ist! (..obwohl ich sonst dazu tendiere, sie nicht überzubewerten, aber manche Motive kommen natürlich erst dann zur Geltung, wenn die Wiedergabe optimal ist)
Irgendwie ist dieser Beitrag eines meiner liebsten Beiträge seit langer Zeit hier.. wohl gerade wegen der Konzentration auf die “Alltäglichkeit”.
6. 11. 2009 um 14:26 Uhr
Ich kenn das Gefühl aus allem ausbrechen zu wollen und da tut so eine Tour echt gut.
Ich fand die letzten Bilder von der Tour duch deinem Dorf *räusper Stadt
schon klasse. Ich mag Spontan-Fotos. Das Blatt am Zaun ist mein Highlight in der Serie, echt schoen und danke! Ist das eigentlich “die” erste katze
?
lg
6. 11. 2009 um 14:26 Uhr
Ich fotografiere nur zur Entspannung.
Und darüber bin ich sehr froh.
Ich habe aber auch festellen dürfen, das man seine “eigene” Stadt anders sieht. Also ich meine wenn man die schönen Details sucht die es sich lohn zu fotografieren und nicht immer nur die schlechten Sachen sieht. Ich glaube Ihr wisst was ich meine.
Am Sonntag werde ich mal wieder versuchen den Sonnenaufgang in der Stadt festzuhalten – ihn zu sehen.
6. 11. 2009 um 14:27 Uhr
@Markus L: Wenn ich ganz ehrlich bin die zweite, aber die erste, die veröffentlicht wurde
6. 11. 2009 um 14:29 Uhr
eine sehr kreative auszeit.
es sind sehr stimmungsvolle aufnahmen, die mir auch deshalb zusagen und sehr gut gefallen. stellenweise fühle ich mich wie in die szene versetzt. klasse
6. 11. 2009 um 14:48 Uhr
Und ich sag nur: WOW
Bin echt beeindruckt!
6. 11. 2009 um 14:54 Uhr
@Dogwatcher: Jepp, 5DMKII
6. 11. 2009 um 15:03 Uhr
WOW, die Fotos finde ich toll!Sehr stimmungsvoll!
Die SW-Fotos finde ich ganz besonders klasse.Deine Ausspannfototour hatte sich super gelohnt.
6. 11. 2009 um 15:16 Uhr
Ja, ich schlies mich an: Blatt am Zaun ist auch mein Favorit! Natürlich ist der Rest auch schön!
gruß cagi
6. 11. 2009 um 15:25 Uhr
Also, mit iPod auf den Ohren könnte ich kein einziges Foto machen, auch nicht einfach so beim Flanieren. Bei mir müssen beim Fotografieren die Sinne hellwach und konzentriert auf eine Sache gerichtet sein. Da muß ich offen sein für alles, was auf mich einwirkt und kann mir die Ohren nicht zustöpseln.
6. 11. 2009 um 15:45 Uhr
oha, Herr Gommel fotografiert Katzen!
Für mich als Hobbyfotograf mach ich die meisten meiner Fotos genau aus dem Grund. Um abzuschalten. Mich entspannt es einfach sehr, einfach ein bißchen spazieren zu gehen, die Welt zu beobachten, und Dinge die mich interessieren durch den Sucher zu betrachten. Gerade dieses eingeschränkte Sichtfeld fokussiert dann im wahrsten Sinne des Wortes auf das Objekt, und man vergißt alles andere drum herum.
Zu den Fotos:
wie immer schöne Sachen dabei, besonders die Gehwege mit der geringen Schärfentiefe gefallen mir. Es sind 2 Bilder dabei, die ich persönlich vielleicht nicht veröffentlicht hätte, weil sie mir n Tacken zu banal sind. Einmal deine Füße (nichts gegen Deine Füße) und das Baustellenschild. Aber Du hast die Bilder ja gemacht, weil es Dir gefallen hat, und weil das Fotografieren Dich entspannt hat. Von geht das ja wieder vollkommen in Ordnung
6. 11. 2009 um 16:55 Uhr
Ich hatte im Sommer meine Kamera verkauft, um mir eine Neue zu gönnen. Jetzt endlich ist die neue da und ich freue mich schon richtig, wieder mal loszuziehen!
6. 11. 2009 um 17:12 Uhr
Sehr schöne Präsentation!
Hab auch grad viel Stress
….
Ist auch für mich entspannend sowas anzusehen
Frage, wann bitte gehst du fotografieren, dass du so ein Foto wie da 1te zusammenbekommst ? Bei mir in Graz werde ich nie eine menschenleere Straße finden….
Viele Grüße
Flo
6. 11. 2009 um 18:13 Uhr
Ich find das Blatt auf dem Lack klasse! Schöne Kombination!
6. 11. 2009 um 18:20 Uhr
ich liebe Nebelfotos! Und das in der Kirche ist natürlich auch klasse umgesetzt.
Bekomme gleich richtig Lust mit der Kamera loszuziehen.
6. 11. 2009 um 19:46 Uhr
die Aufnahmen mit Nebel finde ich – eben zur Jahreszeit passend – gerade am tollsten, weil man fast selbst ein wenig die Jacke weiter zu ziehen will und die Kälte spürt.
Die Schärfentiefe beim Blatt im Zaun find ich fantastisch!
6. 11. 2009 um 20:02 Uhr
Hallo Martin, eine wirklich klasse Sache.
Alleine der Gedanke, raus aus dem Alltag, Job, für kurze Zeit vergessen,
und dann noch mit solch tolle Ergebnisse. Danke.
Gruss Michi.
6. 11. 2009 um 21:05 Uhr
Sind sehr schöne Aufnahmen dabei. Echt klasse!
7. 11. 2009 um 10:57 Uhr
Wow, beneidenswert. Das hab ich ja schon ewig nicht mehr gemacht. Einfach mal losziehn, fotografieren und dabei abschalten. Bei dem Alltagsstress den man normalerweise hat ist das purer Luxus.
Die Bilder sind klasse. Besonders beim 2. und beim vorletzten hat mir das bokeh extrem gut gefallen. Da war ich mal neugierig und hab in die exifs geschaut und bin leicht neidisch geworden. 135mm f2? Auch nochmal ein wow…
Aber danke sehr für diesen Beitrag. Das nehm ich persönlich *lol* und werd auch bald mal wieder losziehn, um endlich wieder einen Ausgleich zu bekommen.
Grüße aus ffm
ivan
7. 11. 2009 um 16:05 Uhr
Hallo Martin,
da sind wirklich sehr schöne Bilder dabei – vor allem die Straßenfluchten bekommen durch die geringe Tiefenschärfe einen tollen Charakter. Dafür das die Bilder mal “so nebenbei” entstanden sind, sind schon einige beeindruckende dabei.
Schade, dass ich die Herbstatmosphäre in Deutschland diesmal nicht miterlebe, aber vielleicht bekomme – aber Mexiko mit Sonne bringt sicher auch ein paar tolle Motive.
Grüße aus Frankfurt
Stefan
7. 11. 2009 um 20:15 Uhr
@Martin
Die 5D erspart einem fast das Bearbeiten, oder?
7. 11. 2009 um 20:26 Uhr
@Mario: Nope – schön wärs
7. 11. 2009 um 20:53 Uhr
Den Sprung von der 350D direkt zur 5D finde ich schon eine extremen Veränderung. Allein die Farben in der 5D sind um Welten besser und das erleichtert mir schon etwas das nachbearbeiten.
7. 11. 2009 um 21:56 Uhr
WOW, das sind absolute Hammer – Fotos! Danke für die Inspiration, ein Augenschmaus!
9. 11. 2009 um 12:10 Uhr
Genau das habe ich am Freitag nach ner laaaangen Abstinenz auch gemacht. Allerdings hab ich nicht die digitale “Knipse” genommen, sondern meine gute ,(mittlererweile ganz schön) alte Praktica.
Bin schon ganz gespannt wenn ich den Film heute abhole.
10. 11. 2009 um 15:25 Uhr
[...] das ist ein schöner Foto-Artikel: http://kwerfeldein.de/index.php/2009/11/06/fotografieren-als-auszeit-eine-kleine-praesentation/#more... Sowas möchte ich mir auch mal vornehmen, echt eine klasse [...]
29. 11. 2009 um 15:33 Uhr
Man sieht Dir die Entspannung in den Bildern an. Aber ein guter Fotograf bleibt ein guter Fotograf, auch auf Auszeit.
Ich habe Deinen Blog heute entdeckt und bin schwer beeindruckt von Deiner Herangehensweise und bestechenden Ehrlichkeit&Bescheidenheit was Deine Aufnahmen angeht.
Als reiner Hobbyfotograf kann ich noch viel lernen und vor allem unbefangener an die Fotografie rangehen ohne auf das nötige Verständnis zu verzichten.
Danke und frohen ersten Advent,
Martin