Redaktioneller Beitrag23.07.2009 / 10:58

3 Tipps, eine Schaffenskrise positiv zu nutzen

3 Tipps, eine Schaffenskrise positiv zu nutzen

Als es mich zum ersten Mal erwischt hatte war das ganz fürchterlich. “Was ist denn jetzt mit mir los? Wo kommt das denn her?” Viele solcher Gedanken schwirrten wie Stechmücken durch die Seele und schienen mich nicht mehr loszulassen. Ich war also mittendrin im Sturm einer Schaffenskrise. Die Kreativität war eingefroren und ich verspürte nicht den geringsten Drang irgendein Foto von irgendetwas zu machen. Tage lang. Wochen lang. Und um mich herum tobte die Idee, dass ich vielleicht doch nicht fotografieren sollte. So was ist ekelhaft und unangenehm.

Zeiten wie diese kommen und gehen – zumindest bei mir. Sie sind mittlerweile keine Seltenheit mehr und ich habe mich daran gewöhnt. Auch wenn das komisch klingt. Doch über die Jahre habe ich ein paar Strategien entwickelt, diese Zeiten zu nutzen und nicht stehen zu bleiben. Ich möchte nicht behaupten, dass sie “immer funktionieren”, das wäre plump und verallgemeindernd. Vielmehr habe ich eine Auswahl an Möglichkeiten gefunden mit diesen Zeiten so umzugehen, dass sie mir etwas bringen.

Und ich meine auf keinen Fall Strategien wie “hachja, es wird schon, tätschel tätschel” oder “wir lachen alle mal wieder”. Artikel mit einer Überschrift wie dieser haben ja recht schnell einen komischen selfhelp-eso-touch, der ganz schön abschreckend sein kann und eher an Phantasiereisen und Gruppentanzen erinnert als an praktische Tipps. Dieser Spannung bin ich mir aber durchaus bewusst.

Übrigens erlebe ich aktuell wieder eine kleine Krise. Es passt also gut, jetzt einen Artikel darüber zu schreiben.

Ausdruck
Auch wenn ich es manchmal nicht wahrhaben will, die Fotografie ist eine Kunst, die mit meinem Charakter verbunden ist. Sie lässt sich nicht auf das Technische beschränken und es ist einfach nicht damit getan, das richtige Objektiv zu haben und Tipp XY zu befolgen. Die Fotografie hat sehr viel mit meinen Emotionen zu tun und gerade deshalb ist es wichtig, auch diese zum Ausdruck zu bringen.

Erst vor gar nicht so langer Zeit war ein guter Freund bei mir, der mir gestanden hat, das bei ihm die Luft raus ist. Weil es mir zu dem Zeitpunkt auch so ging, konnte ich das bestätigen und wir hatten auf einmal eine neue Basis, über die Fotografie zu sprechen. Ich spüre heute noch, wie gut es mir getan hat, einfach mal zu erzählen, wie es mir an so manchen Punkten gerade geht.

Und manchmal ist es gar nicht so leicht, die Sachen auf den Punkt zu bringen. Zu sagen, wie es wirklich gerade aussieht und sich das dann auch einzugestehen. Aber es befreit. Macht die Gedanken klarer und ich kann ganz anders nach vorne blicken.

Abstand
Oft sind es meine zu hohen Erwartungen an mich selbst, die mir irgendwann ein Bein stellen. Extreme Wunschvorstellungen meiner fotografischen Leistung können mich zwar pushen, haben aber auch das Potential, zu frustrieren, wenn ich sie wiederholt nicht erreiche.

Weil ich beruflich sowieso häufig an der Kamera bin, erlaube ich es mir regelmässig, diese in der Freizeit auch wegzulegen. Um das zu kapieren hat es einiges an Zeit gekostet, aber heute ist es für mich unerlässlich, auch mal etwas nicht zu fotografieren.

Ein guter Bekannter von mir hat vor ein paar Jahren seine digitale Spiegelreflex verloren. Als er mir davon erzählte, war meine prompte Reaktion: “Oh nein”. Doch er war völlig lässig und meinte: “Ach, das ist auch ganz schön befreiend. Nicht ständig alles fotografieren zu müssen, kann echt gut tun”. Abstand hat also seine Vorteile.

Impulse
Wenn ich nicht gerade völlig genervt bin von der ganzen Fotografiererei, beschäftige ich mich gerne mit Themen, die nur indirekt etwas damit zu tun haben. Beispielsweise DVDs, Podcasts oder Videos zu einem Thema, an dem ich sowieso interessiert bin. In meinem Fall ist das die Bildbearbeitung. Da kann ich mich entspannt zurücklehnen und lerne quasi nebenbei ein paar neue Shortcuts oder Techniken, die ich bisher gar nicht kannte.

Anstatt draussen zu fotografieren sitze ich also gemütlich vor dem Rechner oder Fernseher und entwickle mich trotzdem weiter. Mittleweile ist es bei mir so, dass ich in Krisenzeiten am meisten Fortschritte in der Bildbearbeitung mache, weil sich das so eingebürgert hat. Auch nicht schlecht, oder?

Fragen an Euch:
Wie ist das bei Euch mit den Krisen?
Wie erlebt Ihr das?

3 Tipps, eine Schaffenskrise positiv zu nutzen

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Dies ist ein Artikel von Martin Gommel.

Als Herausgeber von KWERFELDEIN sinnt Martin hier mit Autoren, Gesprächspartnern und Lesern in Wort & Bild der Fotografie nach. Meist mit einer gesunden Prise Skepsis, dem Ziel, den kreativen Horizont zu erweitern und einem Augenzwinkern. ;-)

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Kommentare

  1. Maddy sagt:

    Ich bin echt froh zu hören, dass es mir nicht allein so geht. Diese Krisen, wo man sich fragt, ob man nicht der Welt einen Gefallen tut, wenn man sich nach Grönland zurückzieht, können echt belastend sein.
    Für mich hab ich noch kein Konzept gefunden, wie ich damit umgehe. Ich zwinge mich weiterzumachen (schliesslich hat man Termine einzuhalten) und warte bis es vorbei ist. Die nicht vorhandene Energie in Weiterbildung zu stecken ist aber keine schlechte Idee. Werde ich ausprobieren.

    Danke für die Möglichkeit, Punkt 1 Deiner Liste auszunutzen ;)

    Ich wünsch Dir einen baldigen Aufschwung
    Maddy

  2. pixelboogie sagt:

    Gibt da ein sehr passendes Zitat von Van Morrison: “If you don’t know what to write about – write about it.”

    http://tinysong.com/2JMs

    Ich interpretiere das so, daß ich eigentlich langweilige uninteressante Sachen fotografiere.

    Meistens is es dann so, daß irgendwie in dem Prozess doch wieder was in Gang kommt, und am Ende ein für meinen Geschmack cooles Bild bei raus kommt.

    das hier ist so eins: http://www.flickr.com/photos/pixel_boogie/2936940955/

    Ich wollte unbedingt an dem Wochenende fotografieren gehen. Bin raus, wusste nicht wohin, und bin über den Parkplatz am nahe gelegenen Supermarkt geschlendert. Schwupps!

    Manchmal sollte man sich aber auch einfach nicht unter Druck setzen, und es einfach mal gut sein lassen. Danach machts dann dafür wieder mehr Spaß :)

  3. Ucki sagt:

    Tja .. bei mir ist halt viel Phasenweise .. mal sehe ich die Welt nur durch die Kamera mal geht das garnicht. Einfach mal was anderes machen (Basteln zB) oder mal die alten Bilderarchive durchgehen … oder einfach die ganze Ausrüstung eine Weile in die große Kiste, alles schön zerlegen etc, und irgendwann macht es auch wieder Laune die Objektive etc zusammenzusuchen. Was auch schön ist wie dieses WE, eigendlich shit Wetter, Verwandswchaft da, aus Angewnheit Kamera mitgeschleppt, mir gedacht ach Stativ … bei diesem Wetter lohnt es nicht auf gute Makros zu spekulieren …. einfach mal nur Knipsen und was war ? Die besten Makros die ich bis jetzt gemacht habe .. und das FREIHAND BEI MISTWETTER ;) Sowas motiviert mich dann wieder, einfach 0 Erwartungen und gucken was passiert …
    Mfg
    Sven

  4. Anne sagt:

    Sie kommen und gehen. Es sind auch bei mir die hohen Erwartungen an sich Selbst, die gelegentlich eine Krise auslösen können. Meine Fotos empfinde ich dann oft als langweilig, ausdrucklos und der Nachbar von nebenan kann dann in diesen Momenten eh alles besser! In diesen Fällen hilft es mir ein bischen Abstand zu gewinnen. Den Rechner auszulassen, mal was ganz anderes zu machen, den Kopf frei zu bekommen.
    Ich hatte auch Zeiten, in denen ich das Haus nicht ohne Kamera verlassen habe, aber ich habe gemerkt, dass ich nicht mehr teilnehme, das Leben nur noch durch den Sucher erlebe. Als ich dies für mich feststellen musste, habe ich bewusst die Kamera zuhause gelassen und es war oft sehr befreiend nicht ständig und überall auf der Jagd nach dem Moment zu sein.
    Krisen gehören dazu, nicht ständig von sich und seiner Arbeit überzeugt zu sein, andere Wege auszuprobieren, sich Pausen zu gönnen, Zeit sich zu entwickeln…

    • @Anne: Ja, das mit dem Teilnehmen kenne ich sehr gut. Da ist man dann viel zu sehr auf sich selbst fixiert ;) Ich glaube die Kunst besteht darin, auch (oder gerade) mit der Kamera am Geschehen teilzunehmen…
      @Pixelboogie: Grooveshark, yea ;)

  5. Ucki sagt:

    Anne ja das Gefühl kenne ich .. meine Freundin und ich unterscheiden mittlerweile auch in Mit oder Ohne Kamera Spaziergänge. Die Ohne sind oft die mit den schönsten Himmel den tollsten Fotogelegenheiten etc .. aber was solls .. Hirn aus Genießen … Das Problem ist ja oft der innere Drang immer das perfekte Bild machen zu müssen, ist der Drang weg ist vieles angenehmer :) Mit Druck wäre er hier http://uckikator.wordpress.com/2009/07/22/hello-world/_mg_6369/ nie entstanden, da der Druck perfekte Schärfenebene und Stativ zusetzen den kleinen bestimmt veragt hätte …

  6. Anne sagt:

    Auf sich selbst fixiert, trifft es nicht so richtig! Ich finde einfach, dass wenn man die Welt und vor allem die Menschen “nur” durch den Sucher sieht, nicht wirklich teilhaben kann. Natürlich kann man sich auch wunderbar dahinter verstecken ;)

  7. Phil-HIPP sagt:

    Schaffenskrise. Muss man ab und an haben. Aber dafür gibt’s ja schliesslich das Internet und andere Medien. Ich lese mich dann zum Beispiel in Blogs ein, oder hole mir neue Inspiration von anderen Fotografen. Einfach mal so gucken, was die machen. Und das in abgewandelter Form selbst probieren. Oder Zeitung lesen, und die gezeigten Bilder bewerten (Wie hätte ich es gemacht?). Und wenn ich mal gar keine Lust habe, dann stelle ich entweder die Kamera auf ein Stativ und lass sie 10 Stunden lang die Strasse im 30sec Intervall fotographieren (was sehr toll sein kann), oder ,,geile” mich an irgendwelchen High-End Objektiven auf. Ich finde, dass Fotographie ungefähr genaus so vielschichtig /-seitig ist wie Musik; da kann mir gar nicht langweilig werden. Allerdings muss das relativiert werden, da ich noch nicht sooo lange dabei bin.

  8. urs sagt:

    Jajaja. Kommt (kam?) bekannt vor. Laut flickr-stream habe ich zwischen Oktober und Januar kein einziges Foto gemacht. Die Kamera lag im Regal und hat Staub angesetzt, bis ich mich irgendwann, ausgelöst durch eine Diskussion (auch flickr) mal damit auseinandergetzt habe, warum mich das so nervt, weil – ist doch nur’n Hobby, das ich doch mal ruhig ruhen lassen kann, oder? Was dann dazu geführt hat, mich mal wirklich zu fragen, warum ich eigentlich fotografiere. Und seitdem ich die ungefähre Antwort kenne, glaube ich meinen Frieden gefunden zu haben. Und ein Teil davon ist, glaube ich, ein wenig davon Abstand zu nehmen, Bilder zu suchen, sondern einfach nur – zufällig – zu finden. Weniger zweckbestimmte Fotospaziergänge, mehr einfach mal die Kamera dabeihaben, wenn ich eigentlich etwas anderes tue. Klappt soweit ganz gut.

  9. Heiko sagt:

    Ich mache derzeit eine ähnliche Krise durch. Durch einen ziemlich heftigen Schicksals-Schlag bin ich derzeit komplett blockiert. Die Kraft reicht weder zum Fotografieren noch zur Bildbearbeitung…
    Hoffentlich legt sich das bald wieder.

  10. Moondragon sagt:

    @Ucki: Das kenn ich. Diese beiden http://www.flickr.com/photos/michael_gr/sets/72157621625957435/detail/ (und noch ein paar andere) sind auch durch einen Verwandschaftsbesuch entstanden, wenn auch nicht gerade während einer Schaffenskrise. Aber ohne dem Besuch wäre ich an dem Tag wohl nicht aus dem Haus gekommen.

    Dieses hier war auch nicht geplant, sondern ist spontan mit der Handy-Kamera entstanden: http://www.twitpic.com/86ocb

  11. Verstehe dich sehr gut auch wenn ich mich selber nie als guten Fotografen sehen würde. Habe aber genau so eine Phase hinter mir wo ich die Kamera 4 Wochen lang nicht benutzt habe. Irgendwann kommt dann aber die Lust am Fotografieren zurück.

    Etwas Abstand finde ich aber an sich ganz gut um gewisse Dinge auch erst einmal sacken zu lassen und z.B. mal durch den eigenen Photostream gehen und sich seine Werke nochmal angucken.

    Das hilft ungemein.

  12. Stephan sagt:

    ich schaue mir gerne mal mein Archiv durch, wenn ich keine Lust auf Fotografieren habe. Ich habe die Erfahrung gemacht, dann ganz gut Fotos löschen zu können… ich hoffe es sind die Richtigen ;-)

    Zusätzlich hilft, ab und an mal Schwerpunkte zwischen verschiedenen Hobbys zu setzen. Einmal mehr die Fotografie, ein anderes Mal hab ich mehr Lust, meine Programmierkenntnisse aufzufrischen oder am Auto zu schrauben. Für mich war und ist es immer problematisch gewesen, zu lange und dann zu intensiv in ein Thema einzusteigen, ich mochte immer die Abwechslung.

  13. Michael sagt:

    … nur als Frage:
    Welche Rolle spielen bei solchen Krisen eigentlich die (erfahrene) Anerkennung anderer?
    Hatte neulich mal so den Impuls alles wegzuschmeissen, die Fotos interessieren am Ende ja sowieso keinen und ausser belanglosen Kommentaren kommt nix bei rum. Kunst? Pffff. Banausen? Hmmmm. Krise? Auweia….

  14. Frank sagt:

    Die Frage die ich mir gelegentlich Stelle ist, wozu das Ganze. Es siegt aber immer der kreative Druck. Das es eine Befreiung sein kann, wie erwähnt, das Ganze sein zu lassen kann ich gut verstehen. Ist mir zu Analog Zeiten auch so ergangen, obwohl ich auch für ne Zeitung gearbeitet habe.

    Ja ja, heikles Thema, könnte man stundenlang drüber reden. ;-)

  15. bigbass sagt:

    ist wie beim komponieren und musizieren: wenns nicht geht, gehts nicht.
    andere dinge machen, z.b. theater besuchen, film anschauen, fotos anderer photog anschauen, putzen, waschen, aufräumen, steuer machen, meditieren, abhängen, nicht abhängen, blumen kaufen, blumen nicht kaufen… hauptsache: BEWUSST. das ist das schwierigste, für mich.
    gedanken kommen und gehen. reinige deinen teller.

    bigbass

  16. Ganz schön formuliert – super.

  17. DanielS sagt:

    Tja, sie kommen und gehen… Bei mir war es sogar so weit, dass ich für einen Zeitraum von 1,5 Jahre gar nicht mehr fotografiert habe. Der Weg aus der Schaffenskriese war für mich das bewusste Distanzieren von der Fotografie. Den auf Krampf geht da gar nichts, es ist notwendig den Kreis der Gedankenspirale zu durchbrechen. Einfach mal etwas anderes ausprobieren, anderen “Hobbys” nachgehen. Dabei viele neue Eindrücke sammeln, und nicht den begrenzten Blick durch den Sucher haben. Das bedeutet ja nicht, dass man die Fotografie gleich ganz aufgibt.

    Das Kamera weglegen ist wohl auch wichtig um als Fotograf überhaupt sozialfähig zu bleiben. Freunde, Bekannte, Familienmitglieder sind ja schließlich keine Modells. Und haben oft ganz andere Interessen als dem Fotografen dabei zuzugucken, wie er mal wieder “mit dem Kameragedöns herumhantiert”, während alle anderen auf ihn warten müssen.

    In solchen Augenblicken fotografiere ich einfach mit meiner imaginären “Augenkamera”. Die ist immer mit dabei. Und komme später dann mit der realen Kamera alleine wieder (jedenfalls sofern es das Motiv zulässt). Das schult die Wahrnehmung, und oft kommen mir dabei sogar neue Ideen in den Kopf geschossen.

  18. Chriss sagt:

    Das kenn ich auch sehr gut, Schaffenskrise !, meistens dann wenn man es selber am wenigsten brauchen kann. Ich für meinen Teil schnapp mir meine Cam und geh einfach mal spazieren und (knips) drauflos. Meistens kommt die Lust zum fotografieren dabei zurück.
    Gruß Chriss (Gelf-foto)

  19. Ich fotografiere praktisch ausschliesslich Menschen und das auch noch in einer gestellten Studiosituation. Ich denke mal das meine Bilder mehr über meine Persönlichkeit und Psyche aussagen, als über das jeweilige Modell.

    Und genau da fängt dann auch das Problem an. Was will man wirklich? Welche Bildideen will man umsetzen? Was sagt mein Umfeld zu den Bildern? Wer weiss überhaupt das es mich gib? Bin ich überhaupt gut genug?

    Das sind dann Fragen die einen oder besser mich auch immer wieder quälen. Was mir persönlich ganz gut getan hat, sind die Pausen zwischen meinen Shooting. So plane ich meine Fotoshooting in einem Abstand von 2 bis 3 Wochen. Das ist für mich optimal. Okay ich muss mit der Fotografie kein Geld verdienen, daher kann ich das so machen … die Fotografie ist ein Hobby und soll nicht in Stress oder Frustration ausarten.

    Dann ändere ich auch immer wieder mal meine Ausrichtung der Bilder, wenn ich von Fashion und Beauty erstmal wieder genug habe, wird dann erstmal wieder im Bereich klassischer Akt fotografiert. Und wenn dann wieder die nackte Haut uninteressant wird, fängt das Spiel von vorne an.

    Was mir aber auch immer wieder hilft, ist das Gespräch mit anderen Fotografen. Man tauscht sich aus, spricht über das Problem und auf einmal ist es garnicht mehr so schlimm.

    Das sind natürlich alles keine Patentrezepte, aber mir hilft es ungemein weiter.

    LG Marco

  20. [...] alles mit einem „fotografischen Auge“ zu betrachten, welches ich sonst immer dabei habe J . Der Martin hat  auch kürzlich in seinem Blog einen sehr interessanten Beitrag zum Thema „Kreative [...]

  21. jeannine sagt:

    Ich denke, gerade wenn man das Fotografieren als Hobby betreibt, sollte man sich ab und zu den Luxus gönnen und Abstand von Motiven und vom Fotografieren nehmen. Bei mir ist es so, dass am Ende solcher Phasen oft Ideen sprudelten und ich dadurch wieder neuen Aufschwung bekommen habe.
    Im Übrigen ist dieser “Luxus” immer einer der Gründe gewesen, warum ich nicht hauptberuflich als Fotografin tätig sein wollte. Wie schon einige vorher sagten: Fotografie hat sehr viel mit dem eigenen Gemütszustand zu tun und mit persönlichen Gefühlen, Ereignissen und Entwicklungen. Für mich persönlich wäre es sehr schwierig in meinem Beruf so sehr von diesen Zuständen abhängig zu sein.
    Meine längste “ohneFotografiePhase” hat meine gesamte Studienzeit angedauert und danach habe ich das ganze Thema völlig anders betrachtet und neu entdeckt. Und irgendwie auch mich dabei ein wenig neu entdeckt…

  22. pattn sagt:

    Ich habe keine Schaffenskrisen, ich mach einfach :)

    nein quatsch, ich merk nur öfter das ich zu viel vor habe mit den Bildern. Also im Sinne von deko im bild, schminke und co mit kosten=0. Da hörts oft auf….

  23. Nicolai sagt:

    Wie bei vielen anderen Dingen im Leben auch hat die Fotografie bei mir einen phasenhaften Verlauf. Manchmal kann ich die Kamera nicht aus der Hand legen und fotografiere bis meine rechte Hand verkrampft, liege nachts wach, um über Foto-Probleme nachzudenken und manchmal kann ich der Kamera nicht auf den Pelz schauen. Dann kommt sie in die Tasche, in die Ecke, und nach ein paar Tagen geht es dann wieder los und macht mir Spaß.

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