Redaktioneller Beitrag02.09.2008 / 19:10

Luther, Klassik und Meditation

Ja, der Titel ist zum davonlaufen – ich rieche schon den Kamillentee – uarg. Aber diese 3 Stichworte kommen in dem folgenden Text vor, der Dir mal wieder etwas aus meinen persönlichen Leben erzählt. Bei mir ist gerade unheimlich viel los – alla let’s go !

Elena und ich freun uns wahnsinnig auf unser Kind. Dem / der Kleinen geht es gut, es strampelt immer wieder und reagiert besonders auf Musik. “Wir” sind nun im 6. Monat schwanger und haben somit mehr als die Hälfte der Zeit hinter uns. Der Gedanke daran, dass unser Kind einen ganz eigenen Charakter hat lässt mich immer wieder staunen.

Vor einer Woche war ich mit Pfarrer Norberth Roth wegen einer Buchproduktion für den Brendow Verlag 3 Tage lang fotografieren. Norbert ist ein guter Freund von mir und wird der Autor des Buches sein, welches sich um Lutherstätten dreht. Wir hatten extrem viel Spass und ich durfte sogar in einem Kloster übernachten (das Zimmer war doppelt so gross und schön wie das im Hotel). Es ist schon faszinierend, auf den Spuren meines Namensvetters zu sein und einwenig über die Kirchengeschichte zu erfahren. Ich bin zwar kein Lutherfan – aber der Mann hat einiges auf die Beine gestellt.

Für die Zeit des Luther-Shootings habe ich mir bei LensAvenue eine schicke Kamera und ein Objektiv ausgeliehen, worüber ich hier an anderer Stelle bald berichten werde.

Das Kwerfeldein Forum reift und reift. Wenn alles klappt, wird diese Woche gelauncht. Dank der Beta-Tester sind Steffen und ich in einigen Punkten sehr schnell vorangekommen – mehr wird nicht verraten ;)

Mittlerweile habe ich 28 Kilogramm abgenommen und komme meinem Ziel- oder Idealgewicht immer näher. Ich fühle mich schon wesentlich wohler in meinem Körper und freue mich jeden Tag darüber. Mir ist klar, dass es noch einmal spannend und herausfordernd wird, wenn ich das Gewicht halten muss. Dann geht’s ans Eingemachte.

Ich beschäftige mich gerade immer noch mit verschiedensten Formen der Meditation. “Mindfulness Meditation” (das verlinkte Video gibt einen guten Einblick), so heisst eine Technik, die es mir in den letzten Wochen buchstäblich angetan hat. Das passt ja ganz gut zu den Klostersachen, nicht war ? Deshalb mache ich nun seit ca. 3 Wochen als allererstes nach dem Aufstehen einen Spaziergang, den man auch eine kleine “Gehmeditation” nennen könnte. Für mich ein sehr feine Art, mich auf den Tag vorzubereiten.

Gestern hat mein Ipod den Geist aufgegeben. Schade.

Meine alte Liebe zur Klassik ist seit ein paar Tagen wieder entfacht. Somit läuft bei gerade durchgehend Brahms, Mozart und Bach. Ich hätte nie gedacht, dass ich solche Musik jemals wirklich lieben könnte. Verdammt, ich werde alt.

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Dies ist ein Artikel von Martin Gommel.

Als Herausgeber von KWERFELDEIN sinnt Martin hier mit Autoren, Gesprächspartnern und Lesern in Wort & Bild der Fotografie nach. Meist mit einer gesunden Prise Skepsis, dem Ziel, den kreativen Horizont zu erweitern und einem Augenzwinkern. ;-)

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Kommentare

  1. Neuer Artikel : Luther, Klassik und Meditation:
    Ja, der Titel ist zum davonlaufen – i.. http://tinyurl.com/5c8ttb

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  4. Ivo sagt:

    Da bin ich aber sehr gespannt auf die Bilder aus meiner alten Heimat. Ich hoffe doch, von deiner Luther-Tour wird es hier etwas zu sehen geben?

  5. @kwerfeldein sagt:

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  6. Richard sagt:

    Wie wäre es mal mit richtiger Arbeit…….

  7. gerd sagt:

    Tjaja, die 30 ist nicht mehr weit würde ich sagen… Da passieren anscheinend wunderliche Dinge :-)

  8. maurice sagt:

    Das hört sich alles sehr spannend an. Ich war auch erst skeptisch, was das Meditieren angeht. Ist ja schon son “Hippiekram”. Irgendwann habe ich mich dann aber mehr mit dem Buddhismus befasst und auch mit Meditation. Und musste feststellen, es hilft mir ungemein zur Ruhe zu kommen und meine Kreativität langsam wieder zurück zu bringen. Die stumpft nämlich ganz schön ab, wenn man Stunden vor dem Rechner sitzt und Code hin und her schiebt…

    Aber nicht nur, dass man selber ruhiger wird, man geht auch ganz anders mit seinen Mitmenschen um, versucht diese Ruhe weiterzugeben. Du solltest unbedingt dran bleiben,
    auch wenn es manchmal schwer wird (zeitlich z.B.).

    Viel Erfolg auf jeden Fall bei Deinen Plänen und alles Gute für den kleinen Nachwuchs.

  9. Sam sagt:

    Ah, Jon Kabat-Zinn – hast du das Interview mit ihm und Oprah gesehen?

  10. David sagt:

    Hi Martin :)
    Schön, dass Du mal wieder was aus deinem Leben erzählst.
    Neben dem vielen Fotowissen, was du uns hier zur Verfügung stellst, ist es schön, zu lesen, wie es eurem kleinen so geht.
    Ich wünsche euch noch richtig schöne drei Monate. Genießt sie und freut euch :o) Genial, ein Baby zu bekommen. Es ist ein Geschenk.

    Liebe Grüße und Gottes Segen Dir und Deiner Familie!

    david

  11. Akis sagt:

    Klingt interessant was du da machst. Ich freue mich schon aufs Forum.

    Das mit der Meditation klingt gut und irgendwie braucht doch jeder eine Beschäftigung bei der er zur Ruhe kommen kann. Bei mir ist es Jonglieren klingt komisch aber für mich haben diese Immer gleichen Bewegungen etwas beruhigendes an sich ausserdem motivieren die zunehmende Sicherheit und die immer komplexeren Jongliermuster. Wenn ich Jongliere kann ich auf jedenfall für ein paar Minuten bis über eine Stunde die Zeit komplett verlieren, ich denke über nichts bewusst nach sonder lass alles einfach geschehen. Ob es das selbe wie Meditieren ist kann ich nicht sagen da kenne ich mich zuwenig aus.

  12. manne sagt:

    der eintrag ist wirklich aus dem leben gegriffen. bitte mehr davon.

  13. Matthias sagt:

    Bin nun wirklich sehr gespannt auf das Forum! Hm, Klassik mag ich auch, aber bei mir geht es mehr in eine andere Richtung, ich mag eher Mussorgsky, Grieg, Debussy und Strawinsky.

  14. Guido sagt:

    Interessantes, privates Posting.

    Ich bin jetzt 34 und habe das Thema Nachwuchs lange hinaus gezögert. Wenn junge Eltern mir früher vorgeschwärmt haben, wie unbeschreiblich toll das ist, wenn einen das eigene Baby angrinst, habe ich nur die Augen verdreht. Jetzt ist unser Sohnemann 4,5 Monate alt und verdammter Mist: Ich bin sowas von wehrlos, wenn der mich angrinst. Ihr werdet viel Freude haben!

    Ich bin gespannt, wie sich Euer Leben verändert, wenn der Nachwuchs auf der Welt ist. Die meisten jungen Eltern verändern mit dem Kind unbewusst ihr soziales Umfeld und ihr Freizeitverhalten sehr stark. Wir versuchen bewusst, uns nicht nur mit anderen jungen Eltern zu umgeben, sondern auch den Kontakt zu kinderlosen Freunden zu halten, die alles hören wollen, nur keine stundenlangen Erzählungen, wie ER sich das erste Mal allein auf den Bauch gedreht hat, dass ER nun schon Banane isst, etc. Beim Thema Reisen machen viele junge Eltern auch massive Abstriche. 99% der Verwandten und Freunde erklären einen für bekloppt, wenn man erzählt, dass man plant mit Kleinkind durch Botswana o.ä. fahren. Nur das eine Prozent, das Ähnliches schon gemacht hat und eigene Erfahrungen beisteuern kann, hält das für eine großartige Idee. Und so reisen viele mit Kleinkind gar nicht mehr oder nur noch an den Ostseestrand oder maximal nach Malle.

    Zum Thema Klassik: Das Gedudel der sogenannten Hits im Radio, in den Charts etc. wird für die meisten irgendwann unerträglich. Ich höre seit Jahren fast nur noch Klassikradio: Verdauliche Klassik und schöne Filmmusiken, die man wunderbar nebenbei bei der Arbeit hören kann. Falls das bei Euch lokal nicht ausgestrahlt wird, kann man den Livestream im Internet hören.

  15. xjrlokix sagt:

    Du wirst nicht alt sondern du reifst in deinem Musikgeschmack.

  16. edi sagt:

    Da kann man nur sagen Gratulation zum Nachwuchs und zur Gewichtsreduktion. Viel Spaß beim Lesen. Und Ohmmmmm ;)

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