Die ISO verstehen
“Habe ich jetzt die richtige ISO eingestellt oder nicht ?”
Wenn Du Dich dabei ertappst, Dir immer wieder diese Frage zu stellen, dann ist dieser Artikel für Dich. Denn heute wollen wir gemeinsam herausfinden, was das mit der ISO eigentlich bedeutet. Das ISO genausowenig mit dem Getränk Isostar oder dem Verb isolieren zu tun hat, ist jedem klar. Doch was sagt die ISO denn jetzt und für was stehen denn die Zahlen ? Um das herauszufinden, schaun wir uns erst einmal ein kurzes Video an.
So, jetzt noch einmal zum Mitschreiben.
Die ISO beschreibt die Lichtempfindlichkeit Deines Sensors oder Film. ISO selbst steht für “International Standard Organisation” und dies ist ein Gremium zur Festlegung von weltweit gleichen Standards – in diesem Falle der Lichtempfindlichkeit.
ISO-Automatik
Viele Kameras haben von Haus aus eine ISO-Automatik voreingestellt, bei welcher Du der Kamera die Entscheidung überlässt, welche Lichtempfindlichkeit nun gebraucht wird. Dies kann zwar sehr bequem sein, aber auch zu überaschenden Ergebnissen führen. Ich empfehle deshalb immer selbst die ISO einzustellen.
Die ISO einstellen
Wenn Du auf Deine digitalen Spiegelreflex oder Kompaktkamera einmal durch das Menü klickst, wirst Du irgendwann die Buchstaben I S O finden. Dort lässt sich bei den meisten Kameras eben die Lichtempfindlichkeit einstellen. Die Zahl vor oder nach den Buchstaben beschreibt die aktuelle Stärke der Lichtempfindlichkeit. Bei gängigen Kameras ist ISO 100 die niedrigst einstellbare ISO und manche Kameras können bis zu ISO 3200 oder noch höher einstellen.
Lichtempfindlichkeit
Je niedriger die ISO eingestellt ist, umso weniger empfindlich ist der Sensor dann auch für das einfallende Licht. Das bedeutet, dass länger belichtet werden muss, um ein gut ausgeleuchtetes Foto zu bekommen. Je höher die ISO eingestellt ist, umso mehr ist der Sensor demnach für das Licht empfindlich und umso kürzer muss belichtet werden. In beiden Fällen kann das über die Blende und die Belichtungszeit geregelt werden.
Bildrauschen
Na dann also immer mit höchster ISO fotografieren, oder ? Schön wärs, denn das hochschrauben der ISO-Werte hat einen ganz entscheidenden Nachteil : Bildrauschen. Die Qualität Deines Fotos nimmt ab einer bestimmten ISO-Zahl stark ab. Das Bild wird krisselig, verpixelt und auch die Farben sind weniger brilliant. Das gleiche Phänomen gibt es auch beim Film, hier wird es dennoch “Körnung” genannt, hat aber einen anderen Ursprung als beim Sensor.
Praxistipps
- Versuche, die Lichtempfindlichkeit Deines Sensor möglichst klein zu halten. Es gibt aber durchaus Situationen, in denen eine Erhöhung der ISO bis unbedenklich ist. Je nach Kamera ist das Rauschen bis zu einem bestimmten Grad durchaus passabel.
- Falls es Dir möglich ist ein Stativ zu benutzen, das tue das. Gerade Landschaftsaufnahmen bieten sich hierfür hervorragend an.
- Erhöhe nur dann die Lichtempfindlichkeit, wenn es nicht zu vermeiden ist. Zum Beispiel bei Konzertaufnahmen oder Portraits bei Abendlicht – wenn keine externe Blitzmöglichkeit besteht.
- Falls Du abends Menschen fotografierst und Dich in einem Haus aufhältst, bietet es sich an mit einem Aufsteckblitz an die Decke/Wand zu blitzen. Dadurch wird der Raum natürlich aufgehellt und hüllt die Personen in ein weiches Licht. Der Einsatz eines Blitzes kann in manchen Situationen das erhöhen der ISO’s ersetzen, muss aber nicht.
- Falls Du nun doch ein verrauschtes Foto hast, das Du verwenden möchtest kannst Du mit Programmen wie Neat Image oder dem Noise Ninja dem Rauschen entgegenwirken. Dir sollte dennoch klar sein, dass diese Programme eine niedrige ISO nicht ersetzen können.
Info : In diesem Artikel habe ich versucht, möglich schnell und einfach die ISO zu erklären und bin nicht auf allzuviele Details eingegangen. Falls Du aber noch offene Fragen hast – einfach stellen ! Übrigens sind auch viele Leser hier sehr kompetent und haben unter Umständen bessere Antworten als ich. Nur zu !
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Ein kleines Dankeschön an die aktivsten Leser. Ihr rockt.
6. 8. 2008 um 17:40 Uhr
*klugscheißermodus an*
Mittlerweile sind niedrige ISO-Werte von 50 oder 80 ISO schon üblich…
*klugscheißermodus aus*
6. 8. 2008 um 18:07 Uhr
so ganz pauschal würd ich den erstenPunkt aber nicht unterschreiben. Je nach Kamera kann die ISO Automatik sehr gute Dienste leisten .. vor allem auch dann, wenn es sehr schnell gehen muss.
Bei meiner Nikon D80 kann ich beispielsweise einstellen, bis zu welchem ISO Wert maximal gegangen wird und auch, wann der nächst höhere ISO Wert (sehr fein gegliedert, nicht nur 100, 200, 400, …) eingestellt wird. So wird beispielsweise immer dann der nächst höhere ISO Wert genommen, wenn die eingestellte Belichtungszeit sonst nicht ausreichen würde. Dadurch verhindert man wunderbar Verwacklungen durch zu lange Belichtungszeiten.
Komplizierter ist das aber wohl, wenn der Blitz zum Einsatz kommt. Da hab ich das System hinter der ISO-Automatik noch nicht so ganz durchschaut. Da schalte ich die dann auf alle Fälle auch lieber ab.
Ciao
lammy
6. 8. 2008 um 19:07 Uhr
Hey Kneschnke, du hast vergessen das obere Ende um die ISO 25600 der D3 zu erweitern
Wobei ich beides nicht ‘üblich’ nennen würde. Noch jedenfalls nicht.
6. 8. 2008 um 19:08 Uhr
Zum Thema Auto-ISO kann ich nicht vollständig deine Meinung teilen. Ja, man hat sicherlich mehr Kontrolle, wenn man ISO selbst einstellt. Auto-ISO ist aber praktisch, wenn man genau den richtigen ISO Wert für die Beleuchtungssituation haben möchte; Bei manueller Einstellung neigt man oft dazu, in “ganzen” Werten zu denken, also ISO auf 800, 1200 oder 1600 hochzuschrauben. Mit Auto-ISO kann man das optimieren, indem man Blende und Verschlusszeit vorwählt und dann die Kamera ISO einstellt. Diese Einstellung kann dann auch “krumme” Werte beinhalten, z.B. 540. Klar, auch das könnte man manuell ausprobieren, aber mit Auto-ISO finde ich es deutlich praktischer.
6. 8. 2008 um 19:09 Uhr
“Die ISO beschreibt die Lichtempfindlichkeit Deines Sensors”, “Je niedriger die ISO eingestellt ist, umso weniger empfindlich ist der Sensor dann auch für das einfallende Licht.”, “Je höher die ISO eingestellt ist, umso mehr ist der Sensor demnach für das Licht empfindlich und umso kürzer muss belichtet werden.”
Sorry, aber die ganze Darstellung (mindestens aber die Formulierung) ist so einfach nicht richtig und es wird nur ohnehin verbreitetes Falschwissen verstärkt. Ein Film hat je nach ISO-Wert in der Tat eine unterschiedliche (photochemische) Lichtempfindlichkeit. Die Bildsensoren heutiger Kameras haben als Stück unveränderliche Hardware eine feste Lichtempfindlichkeit. Die Änderung des ISO-Wertes ändert bei digitalen Kameras in keinster Weise die Lichtempfindlichkeit des Bildsensors, sondern nur die nachgeschaltete Verarbeitung (insbesondere Verstärkung). Genau aus diesem Fakt resultiert letztlich das sichtbare Bildrauschen bei hohen ISO-Werten.
Sehr gut erklärt ist das hier:
http://www.mhohner.de/essays/noise.php
6. 8. 2008 um 19:14 Uhr
Hallo Martin!
Besten Dank für diesen Artikel und Deinen hervorragenden Blog, den ich mit Genuß lese. Ich sehe in diesem Artikel vieles ganz anders als Du -> kann für die Leser vielleicht interessant sein.
Vorweg: Für Anfänger sind Deine Praxistipps erstmal ein guter Start, finde ich. Sie enthalten aber regelrecht unzutreffende Aussagen . . . – und das kann später zu Verwirrung führen. Deshalb möchte ich hier meinen (subjektiven!) Senf dazugeben.
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Du sagst: * Überlasse die Einstellung der ISO niemals Deiner Kamera.
Dann dürfte ich nur noch in Manuell Modus fotografieren – oder nur mit 1/60 sek. als Auslösezeit – oder NUR mit Blende 8. Und ich finde Blenden- (und manchmal Zeit-) Automatik sehr sinnvoll. Genauso sinnvoll ist auch die ISO Automatik, die ISO ist eben unser dritter variabler Wert bei der Belichtung. Eine höhere als die Mindest-ISO ist erstmal wertfrei und nicht schlecht (und auch nicht grundsätzlich gut).
Abhängig von der Situation kann die Wahl einer smarten ISO Automatik zu sehr guten Bildern verhelfen, was ohne ISO Auto nie möglich geesen wäre. Beispiel: Streetphotography mit wechselnden Lichtverhältnissen und rasch wechselnden Situationen. Und bei vielen DSLR gibt es einen ISO Bereich bis 400 / 800 (oder auch bis ISO 1600 bei einer D3), der zu guter (sehr guter) Qualität führt. Da die meisten Fotos nicht als A1 oder größer Fine Art verwendet werden, ist ein praktisch nicht wahrnehmbares Rauschen völlig okay.
Exkurs: Eine smarte ISO Automatik ermöglicht, eine Basis-ISO (=Wunsch ISO) einzustellen, oft die niedrigst mögliche. Dann wird eine Mindestverschlußzeit vorgewählt -> oft die Zeit, die man aus der Hand mit dem montierten Objektiv unverwackelt schießen kann. Nur wenn anhand der Blendenvorwahl und des Lichtes die Basis-ISO nicht ausreicht, wird der ISO Wert automatisch angehoben, aber nur bis zur vorgewählten Maximal-ISO (oft der ISO Wert, bis zu der das Rauschen völlig akzeptabel ist, z.B. ISO 400 bis 1600 bei modernen DSLRs).
Nur auf dem Stativ (was für die allermeisten die Ausnahmen bei Fotografieren sein dürfte, gemessen an der Anzahl der geschossenen Fotos) bei Windstille sollte die ISO Automatik ausgeschaltet werden.
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Du sagst: * Versuche immer, die Lichtempfindlichkeit Deines Sensor möglichst klein zu halten, und das mit allen Mitteln.
Falsch, denn besser ein unverwackeltes Bild mit höherem ISO Wert als ein unbrauchbars verwackeltes. Auch kann ISO Rauschen ästhtisch ansprechend sein, wenn es zur Bildstimmung paßt.
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Du sagst: * Erhöhe nur dann die Lichtempfindlichkeit, wenn es nicht zu vermeiden ist. Zum Beispiel bei Konzertaufnahmen oder Portraits bei Abendlicht – wenn keine externe Blitzmöglichkeit besteht.
Stimmt, wenn Du das “nur” streichst. Auch bei Makroaufnahmen eines Objektes, das keinen Stativeinsatz und wegen der hohen Bildfolge keinen Blitzeinsatz erlaubt (z.B. Schmetterlinge) kann ein höherer ISO Wert sehr sinnvoll sein.
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Du sagst: * Falls Du abends Menschen fotografierst und Dich in einem Haus aufhältst, bietet es sich an mit einem Aufsteckblitz an die Decke zu blitzen. Dadurch wird der Raum natürlich aufgehellt und hüllt die Personen in ein weiches Licht. Zusätzlich blitzt Du nicht direkt ins Gesicht.
Hm, eine Halbwahrheit. Ein schönes Bild bei einer Fete oder in einer Kneipe ist sicher mit (Decken-)Blitz unnatürlich und währe mit Available Light und hoher ISO ggfs. subjektiv besser.
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Es hängt sehr viel an der Art der Aufnahmesituation und vom verwendeten DSLR-Gehäuse ab, glaube ich. Auch in der Landschaftsfotografie vertritt beispielsweise das Fotografenehepaar Steinmüller den Standpunkt, höhere als die Mindest-ISOs sind völlig okay.
Kann natürlich jeder sehen wie er möchte (subjektiv eben).
Frohes Fotografieren,
Carsten
7. 8. 2008 um 8:50 Uhr
Bei meiner EOS 400D muss ich ISO sehr häufig auf 800 stellen, damit die Bilder nicht VIEL zu dunkel werden. =/
7. 8. 2008 um 10:17 Uhr
@lammy : Guter Punkt – das wusste ich gar nicht, dass es diese Funktion gibt, und bei manchen (nicht allen) Kameras gibt es einen Spielraum, den man ohne Bedenken ausnutzen kann. Wenn das mit solch einer Funktion möglich ist – sehr cool ! Ich habe den Punkt mal oben raus genommen, da er zu verallgemeinernd geschrieben war. Danke fürs Feedback !
@Moritz : Du hast Dir bestimmt zum Teil recht – aber das kommt ganz drauf an wo und wann Du was fotografierst. Bei manchen Kameras ist das Rauschen zwischen ISO 800 und 1600 sehr unterschiedlich – das würde ich dann doch selbst wählen, da es das Ergebnis erheblich beeinflusst. Wenn Du aber damit gut zurechtkommst, spricht das für Deine Kamera
@Guido : Yap, das ist richtig. Mir war das durchaus bewusst, doch wollte ich es möglichst einfach beschreiben. Dass das technisch nicht ganz richtig ist, ist natürlich gut von Dir beobachtet und ich werde schaun, das etwas umzuformulieren ! Danke !
@Carsten : Danke für Deine ausführliche Kritik ! Bevor ich darauf eingehe möchte ich betonen, dass ich mir bewusst bin, kein perfekter Fotograf zu sein und ich beanspruche das auch nicht. Gerade dieser Artikel hat mir gezeigt, wie wertvoll das Feedback von Lesern ist und auch ich noch eine Menge zu lernen habe. Ausserdem finde ich es gut, hier Meinungen und Ansichten auszutauschen, das kann jeden weiterbringen ! Ich zitiere einfach Deine Worte und antworte drauf, ja ?
“Du sagst: * Überlasse die Einstellung der ISO niemals Deiner Kamera. Dann dürfte ich nur noch in Manuell Modus fotografieren – oder nur mit 1/60 sek. als Auslösezeit – oder NUR mit Blende 8.”
—-> Diesen Satz habe ich soeben oben herausgenommen, da er meiner Meinung nach zu verallgemeinernd geschrieben war und nicht in allen Situationen zutrifft (wie alle Verallgemeinerungen). Das verhält sich im Manuell Modus ähnlich – es gibt Situationen, in welchen ich dazu raten würde (z.B. bestimmte Situationen in der Landschaftsfotografie oder auch im Studio), bei anderen nicht. Wie von Dir sehr gut erklärt, kann eine ISO-Automatik in der Streetfotografie durchaus Sinn machen.
“Exkurs: Eine smarte ISO Automatik ermöglicht, eine Basis-ISO (=Wunsch ISO) einzustellen, oft die niedrigst mögliche. Dann wird eine Mindestverschlußzeit vorgewählt -> oft die Zeit, die man aus der Hand mit dem montierten Objektiv unverwackelt schießen kann. Nur wenn anhand der Blendenvorwahl und des Lichtes die Basis-ISO nicht ausreicht, wird der ISO Wert automatisch angehoben, aber nur bis zur vorgewählten Maximal-ISO (oft der ISO Wert, bis zu der das Rauschen völlig akzeptabel ist, z.B. ISO 400 bis 1600 bei modernen DSLRs).”
—-> Dank lammy’s und Deiner Bemerkung habe ich nun etwas dazugelernt, das ich vorher nicht kannte. Zumindest habe ich diese Funktion bei meiner 350D und der 30D nicht gefunden. Man lernt eben nie aus.
“Du sagst: * Versuche immer, die Lichtempfindlichkeit Deines Sensor möglichst klein zu halten, und das mit allen Mitteln. Falsch, denn besser ein unverwackeltes Bild mit höherem ISO Wert als ein unbrauchbars verwackeltes. Auch kann ISO Rauschen ästhtisch ansprechend sein, wenn es zur Bildstimmung paßt.”
—-> Auch hier habe ich eine Verallgemeinerung benutzt, die so nicht stehen gelassen werden kann und ich werde das im Nachhinein ändern. Aber wenn wir schon dabei sind : Ganz falsch ist die Aussage von mir nicht und ein unverwackeltes Bild ist auch nicht immer brauchbarer als ein verwackeltes – denn es gibt Situationen, in denen das erwünscht und gezielt eingesetzt wird (z.B. kannst Du eine Person anblitzen und den Hintergrund verwackeln). Ich meinte auch möglichst klein, damit dachte ich mit eingeschlossen zu haben, dass man in manchen Situationen eben hoch gehen muss. Ich werde das nochmal etwas deutlicher schreiben. Wie ich bemerke, sind absolute und verallgemeinernde Aussagen in der Fotografie äusserst schwierig (wie auch im Leben).
“Du sagst: * Falls Du abends Menschen fotografierst und Dich in einem Haus aufhältst, bietet es sich an mit einem Aufsteckblitz an die Decke zu blitzen. Dadurch wird der Raum natürlich aufgehellt und hüllt die Personen in ein weiches Licht. Zusätzlich blitzt Du nicht direkt ins Gesicht.
Hm, eine Halbwahrheit. Ein schönes Bild bei einer Fete oder in einer Kneipe ist sicher mit (Decken-)Blitz unnatürlich und währe mit Available Light und hoher ISO ggfs. subjektiv besser.”
—-> Hm, hier habe ich geschrieben, dass es sich lediglich anbietet. Wie Du gut bemerkt hast, gibt es mit Sicherheit Situationen, in denen natürliches Licht auch gut aussieht – in anderen kann der Einsatz eines Blitzes zum Aufhellen durchaus Sinn machen. In beiden Fällen muss man schaun, was cool ist und was nicht, was einem gefällt und was nicht. In manchen Situationen kann man auch den Aufsteckblitz zum Beispiel nach rechts an die Wand richten oder Menschen mit abgeschwächtem Blitz leicht anblitzen (leicht zur Seite drehen geht auch). Wie gesagt, das kommt ganz auf die Situation an…
“Es hängt sehr viel an der Art der Aufnahmesituation und vom verwendeten DSLR-Gehäuse ab, glaube ich. Auch in der Landschaftsfotografie vertritt beispielsweise das Fotografenehepaar Steinmüller den Standpunkt, höhere als die Mindest-ISOs sind völlig okay.
Kann natürlich jeder sehen wie er möchte (subjektiv eben).”
—–> 100% Zustimmung und ich finde das ein gutes Schlusswort von Dir !
7. 8. 2008 um 10:36 Uhr
@ Sam: Ich kenne viele Fotografen, die im Studio vor allem mit ISO 50 fotografieren, im Profibereich ist das also durchaus eine übliche Zahl…
7. 8. 2008 um 10:45 Uhr
Meine persönliche Meinung zu dem Thema ist:
An einem technisch perfekten und möglichst rauscharmem Bild erfreuen sich nur Hobbyfotografen. Alle andern Menschen ist ein gutes Motiv, eine tolle Stimmung und Aussage lieber.
Aus diesem Grund verwende ich nie einen Blitz (zerstört sie Lichtstimmung) und nie ein Stativ (behindert zu sehr) und lieber hohe ISO-Werte (natürlich nur wenn’s sein muss). Das Rauschen entferne ich nicht nachträglich. Die EBV kann ja auch nicht Details hervorzaubern, die durch das Rauschen unter den Tisch gefallen sind. Meine EBV sieht ohnehin normalerweise so aus, dass danach noch ein paar Details verschwunden sind, denn “auf den meisten Fotos ist zu viel drauf” (Das hat mal irgendein berühmter und auf jeden Fall sehr weiser Fotograf gesagt, glaube ich.
Nur meine Gedanken dazu
Viele Grüße von Zippo!
7. 8. 2008 um 11:15 Uhr
Außerdem bitte ich meine peinlichen Rechtschreibfehler zu entschuldigen …
Viele Grüße von Zippo!
7. 8. 2008 um 11:42 Uhr
Ich persönlich fotografiere eigentlich nur manuell, sprich Zeit, Blende und ISO lege ich fest. Das einzige, was automatisch geht, ist der Fokus. Ich wollte mich gleich von Anfang an daran gewöhnen, die Theorie dieser Begriffe in die Praxis umzusetzen. Ich habe erst spät gemerkt, wie wichtig es ist, mit ISO herum zu experimentieren. Und jetzt macht es sogar richtig Spaß und ich empfehle jedem, sich ebenfalls mit dieser Art vertraut zu machen. Die Ergebnisse sehen einfach anders aus, als via Automatik.
@Zippo
Dein Statement würde ich nur halb unterschreiben. Wenn ich mit einem Bild eine Geschichte erzählen möchte, ja, dann ist ein leichtes Rauschen nicht von Bedeutung. Befinde ich mich aber in einem anderen Genre, wie beispielsweise Architktur oder Portrait (von der Image-Fotografie mal abgesehen), sieht die Sache schon anders. Da erwarte ich auch von einem Profi, dass die Bilder gestochen scharf und sauber sind.
Was die normalen Urlaubsbilder von Tante Hildegard angehen, stimmt, da wäre mir ein Rauschen auch egal…
7. 8. 2008 um 14:14 Uhr
Hallo Martin!
Ich bin beeindruckt, wie Du mit meiner Anmerkung umgegangen bist. Eine Bitte an Dich: Hör BLOSS NICHT AUF zu verallgemeinern. Mit Deinem ISO Artikel hast Du zum denken angeregt (=freundlich provoziert) – weiter so. Schreib bitte nicht weichgespült nur noch das, was keinen erregt
Canons haben so eine smarte ISO Automatik wohl nicht immer, soweit ich weiß. Bei Nikon kenne ich sie von der D200, D300, D700 und D3.
Frohes Bloggen und fotografieren,
Carsten
7. 8. 2008 um 14:25 Uhr
@Martin – Du sagtest:
Meinst du, dass bei einigen Kameras das Rauschen bei ISO 1600 besser aussieht als ISO 800? Das ist mir neu – durchaus denkbar, aber damit habe ich mich noch nie auseinandergesetzt.
8. 8. 2008 um 4:20 Uhr
@Moritz: die Rauschfrequenz (wenn ich das so sagen darf) bei gleicher ISO ist bei unterschiedlichen Kameras untershiedlich stark bzw. schwach.
sehen und ausprobieren durfte ich das mal an einer Nikon (irgendeinegroßenummer) und parallel dazu meine Pentax *ist DS. die Nikon hatte bei ISO 1600 weniger rauschspuren als meine Pentax – war eine sehr interessante erfahrung.
ansonst bevorzuge ich intuitioneinstellung
) ich geh ganz nach gefühl für’s motiv … ich weiß: typisch Frau … von Teschnik keine Ahnung, aber in einer Teschniker-Hotline arbeiten *grins*
20. 8. 2008 um 7:04 Uhr
@Moritz & Renee: Den Grund erklärt #5 Guido sehr gut. Die Verstärkung des Lichtsignals ist natürlich bei jedem Hersteller/jeder Kamera anders.
Ein hoher ISO-Wert sieht meiner Meinung nach bei Schwarzweißbildern sehr schön aus. In Farbbildern finde ich das farbige Rauschen eher hässlich.
Ich teile wuebbenas Meinung bzgl der Einstellungen. Durch komplett manuelles Fotografieren erlebt man keine bösen Überraschungen, da man mit der Zeit weiß, welche Einstellungen für welche Situation die besten sind.
Ausgenommen hier der Fokus, manuell ist der meiner Meinung nach nur sinnig, wenn man einen bestimmten Unschärfegrad vom Hauptmotiv erreichen will. Autofokus mit einem Messpunkt ist das manuellste, was ich benutze.
3. 6. 2009 um 15:06 Uhr
Danke, super erklärt!
11. 8. 2009 um 18:01 Uhr
[...] Die ISO verstehen [...]
10. 9. 2009 um 13:59 Uhr
[...] Hohe ISO-Werte bringen nicht nur Rauschen mit sich sondern auch eine leichte Unschärfe. Vergleicht [...]
23. 1. 2010 um 9:29 Uhr
[...] noch gar nicht so wichtig. Gerade am Anfang hat man genug damit zu tun, Belichtungszeit, Blende und ISO auseinanderzuhalten und passend einzustellen – da kann es unter Umständen sogar angenehm [...]