Artikel20.07.2008 / 15:00

Die Herausforderung – Was soll ich fotografieren?

Dies ist ein Gastartikel von Marco Breier. Er ist IT-Leiter und fotografiert in seiner Freizeit in einer Photo-Gruppe der Künstlervereinigung Auctoris. Er verfolgt aktuell keine Schwerpunkte, momentan hat er noch an allem Spass. Einen Teil seiner fotografischen Arbeiten können auf http://www.marcobreier.com besichtigt werden.

“Zu wissen was man genau fotografieren will, ist besser als im Gegensatz alles was einem vor die Linse kommt abzulichten”.

http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/gastposts/B/bilder_marcobreier-business1-3bkl%202.jpgTrotz großer Kreativität und dem Willen nach super Fotos, hat der Beginner (auch gefühlte Semi-Profis ;-) gerne mal nicht den passenden Plan um auf Fototour zu gehen. Der Sonntag ist da, die Zeit ebenfalls – die Frage ist aber: “was soll ich denn fotografieren?”. Mit grosser Lust ist man kwerfeldein unterwegs, versucht hier und da den Knopf passend abzudrücken. Stunden später kommt man zu oft aber nur mit planlosen Bildern zurück, frustriert, nicht zufrieden mit sich selbst. Wie bei allem macht es Sinn sich zuvor Gedanken zu machen. Es ist ein beruhigendes Gefühl vorab zu wissen, was genau heute das Ziel ist, was genau man erreichen möchte. Man lässt sich entsprechenden Freiraum um spontan sein zu können, alles aber in einem zuvor abgesteckten Raum. Eine Hilfestellung sind Kategoien die alle wichtigen Möglichkeiten aufzeigen. Wozu sich diese Gedanken machen wenn sie schonmal jemand durchdacht hat. Die Kategorien (Genre) zeigen wunderschön auf, das zu jedem Wetter, in jeder Situation, es möglich ist zu fotografieren und dabei Spass zu haben.

Hier die Genre inkl. entsprechende Gruppierungen

Themengebiete

- Portratis
- Figuren innerhalb Landschaften
- zu Hause
- Architektur
- Zeit
- Urbane Landschaften
- Transport
- 3 Shots,1 Location
- Landschaft
- wild lebende Tiere
- Menschen
- Detail
- bei der Arbeit
- Die Elemente
- Licht und Schatten
- Gegensätze
- Sport
- Einöde
- Perspektive
- Still Leben
- Texturen
- Alt und Neu

Linse / Brennweite

- Weitwinkel
- Makro oder Close Up
- Tele
- Standard Zoom
- Festbrennweite

Tageszeit / Beleuchtung

- Sonnenuntergang
- Nachts
- Kunstlicht
- Dämmerung
- Tageslicht
- geringes Licht

Möglicher Ablauf

Man macht sich kleine Papierstreifen und beschreibt oder bedruckt sie mit den entsprechenden Einteilungen. Nun wird je nach Wunsch eine Auswahl von ‘Themengebiet’, ‘Linse / Brennweite’ und ‘Tageszeit / Beleuchtung’ getroffen, z.B.: Architektur, Weitwinkel, Dämmerung. Mit dieser klaren Inspiration im Geist, nun die Kameratasche packen und raus zur Location. Selbstverständich soweit möglich alles in RAW, um am meisten Möglichkeiten zu haben. Wenn der Vorgang, die Methode immer so klar abläuft wird man am Ende des Tages spüren das das Ergebnis ein viel klareres ist, als es mit einem spontanen Shooting gewesen wäre.

Man kann natürlich auch soweit gehen und die Zettel in einer Schale zu mischen, blind den grossen Gewinn für den Fotosonntag zu ziehen. Aus diesesm Spiel mit Freunden zusammen macht das Fotografieren auf eine ganz neue Art Spass.

Diese Art der Unterteilung kann auch Hilfestellung in der Bildverwaltung geben.

Ich wünsche Spass mit dieser Inspiration, vielleicht kann sie für manchen eine neue Inspiration sein. Sie ist natürlich beliebig erweiterbar, z.B. dem Aufteilen von Fotoreihen nach Farben wie “schwarz/rot” usw. Im vorhinein könnte man sich Gedanken machen seinen Wohnort zu durchlaufen um nur interessante Perspektiven zu suchen in denen die Farben schwarz und rot dominieren. Diese Bilder später in einer Komposition (3 Shots, 1 Location) können einen interessanten Kunstcharakter haben.

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Kommentare

  1. bee sagt:

    Vielen Dank für diese Inspiration. Ich selbst gehe zwar meist gezielt an einen Ort, lasse mich dann aber eher “treiben” und schaue, was passiert. Eine gute Idee, es mal anders anzugehen. Vor allem die letzte Idee gefällt mir, weil man die vertraute Umgebung auf einmal mit ganz anderen Augen betrachtet. Das werd ich bei Gelegenheit mal ausprobieren!

  2. franzel sagt:

    Besten Dank für diesen Artikel! ;)
    Sehr schöne Methode gegen Einfallslosigkeit! Sehr gut! :)
    Liebste Grüße
    Franz

  3. manex sagt:

    man man man zum zweitenmal meine gedanken mit einem beitrag gelesen. das ist aber eine super idee das problem für freien stunden was-fotografiere-ich-nun-problem zu lösen.

    danke danke und liebe grüsse

  4. sven tillack sagt:

    hehe,
    blind ziehen ist eine tolle idee. das werde ich mal machen ,)

  5. Martin Wolf sagt:

    Gute Ideen! Vielen Dank dafür!

  6. Kerstin sagt:

    Vielen Dank, für diese Zusammenstellung.
    Diese Zettelchenvariante werde ich bestimmt einmal ausprobieren … eine wirklich lustige Idee und man knipst nicht wild drauf los, weil man an diese Vorgaben gebunden ist. Ich bin der Meinung, das schult das Auge.

  7. [...] Breier gibt auf Kwerfeldein als Gastautor Tips zu dem immer aktuellen Thema: Was soll ich eigentlich fotografieren?. Ein guter Einstieg vor allem in kreativen Pausen. Tags: Apple TV, Canon, EOS 1000D, iPhone, [...]

  8. dominik sagt:

    hehe, auch die englische digital photo gelesen? danke für die erinnerung irgendwann hab ich mir die vorgehensweise mal vorgenommen aber wieder vergessen…

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