Artikel16.06.2008 / 11:14

7 leicht verständliche Tipps zur Fotografie

7 Tipps zur Fotografie

Die Fotografie begeistert mich immer wieder aufs neue. Jedes Mal, wenn ich wieder Fotos gemacht habe, freue ich mich daran. Und mit jedem Wagnis in die Fotografie fallen mir hilfreiche Dinge auf, die mich weiterbringen. Manche davon sind ganz frisch, andere sind die Neuerkenntnis alter Weisheiten. Ich hoffe, dass Dich die folgenden Tipps auf Deinen Weg als Fotograf weiterbringen.

  1. Experimentiere soviel Du kannst. Lass Deiner Fantasie freien Lauf. Breche festgefahrene Regeln. Denke Fotografie mal anders herum. Versuche unterschiedlichste Belichtungstechniken. Fotografiere ungewöhnliche Situationen und trau Dich, Sachen anders zu machen. Verkrampfe Dich nicht, sondern geh die Sache locker an. Hauptsache ist, dass es Dir gefällt.
  2. Lass Dich nicht entmutigen. Manchmal kann die Fotografie enttäuschend sein. Harsche, destruktive Kritik von anderen wirkt niederreissend. Erwartungen, denen Du nicht entsprichst können erdrücken. Stress und Frust entstehen und lassen Dich klein und unscheinbar fühlen. Lerne damit umzugehen, wachse daran. Nehme es als Herausforderung. Aber höre nie auf, an Deine fotografischen Fähigkeiten zu glauben.
  3. Entfache eine Leidenschaft für Bilder. Dieser Satz stammt von Chase Jarvis. Ich habe ihn mir persönlich zu einer Grundlage gemacht. Diese Leidenschaft entsteht beim Bildermachen. Beim Bilder bestaunen. Beim regelmässigen Umgang mit Fotos und dem bestreben, immer besser zu werden. Entfache diese Leidenschaft, sie kann Dich sehr weit bringen. Du musst sie hegen, pflegen und beschützen (Punkt 2).
  4. Fehler sind erlaubt. Du musst Deine Fehler nicht vertuschen. Keiner von uns ist perfekt. Und wir müssen es auch nicht sein – warum auch ? Der berühmt Satz “Nur aus Fehlern kann man lernen” ist wahr. Doch wir lassen Fehler nicht gerne zu, stimmts ? Wir mögen es nicht, wollen als die guten Fotografen ohne Makel dastehen. Das sind wir nicht. Und hey – kein Problem ! Du wirst staunen, wie entspannend das sein kann, Fehler zuzulassen. Sich selbst eingestehen, nicht perfekt zu sein löst ungesunden Druck und Du wirst freier fotografieren.
  5. Fotografiere Deine Lieblingsthemen. Nur das, was Dich wirklich interessiert und fasziniert wirst Du schön ablichten können. Wenn Dich Hochhäuser und Gebäude langweilen, werden Deine Architekturbilder auch dies ausstrahlen. Oder es wird Dich viel Energie kosten, einigermassen wirkungsvolle Fotos davon zu machen. Wenn Du aber ein begeisterter Fan von Architekturen bist, wirst Du viel schneller und leichter überzeugende Ergebnisse erzielen. Doch aufgepasst : Lieblingsthemen können auch mit der Zeit entstehen ! Ich hätte niemals gedacht, soviel Inspiration aus der Portraitfotografie zu ziehen. Deshalb : Beschränke Dich dabei nicht zu sehr.
  6. Vergleiche Dich nicht mit anderen. Diesen Satz kann ich gar nicht oft genug wiederholen. Du bist soweit wie Du bist. Mit jedem mal Fotografieren wirst Du besser als Du vorher warst und nicht als jemand anderes. Vergleichsdenken hat nur Nachteile.. Glaubst Du, Du wärst schneller, kreativer oder besser als jemand, wirst Du eingebildet. Denkst Du schlechter als ein anderer zu sein, fühlst Du Dich dumm und unzureichend. Doch als Anfänger kann man auch stolz auf sich sein und muss sich nicht vergleichen. Wettkampf und das gegenseitige Pushen und Herausfordern ist eine schöne und wichtige Sache. Aber “besser oder “schlechter” – das bringt keinen weiter.
  7. Freue Dich auch über kleine Erfolge. Enstspanne Dich. Wir wollen alle möglichst schnell die geilsten Fotografen werden. Du wirst Zeit brauchen, um Dich zu entwickeln – nimm sie Dir ! Dadurch stellt sich heraus, wie sehr Du daran interessiert bist und ob Du einen langen Atem hast. Feiere die unscheinbaren Siege. Auch die, welche vielleicht gar niemand sieht. Das spornt an, motiviert und gibt neue Kraft.

Welche Tipps zur Fotografie hast Du auf Lager ? Welche Erkenntnisse haben Dir geholfen ? Magst Du davon erzählen ? Ich freue mich auf Deinen Kommentar !

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Ich bin Martin Gommel und Herausgeber dieses Blogs.

Mit Gastautoren, Gesprächspartnern und Lesern sinne ich hier in Wort & Bild der Fotografie nach. Das geschieht meist mit einer gesunden Prise Skepsis, dem Ziel, den kreativen Horizont zu erweitern und einem Augenzwinkern - wir lachen auch über uns selbst. Und: Wir hören gerne Jazz ...

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Kommentare

  1. Ralf sagt:

    Ich stimme Dir in allen Punkten bis auf einen zu: Punkt 6!

    Ich halte es für enorm wichtig, seine eigenen Fotos immer mit denen des Profis aus diesem Genre zu vergleichen. In Sachen Technik und Bildaufbau kann man da nur dazu lernen. Je kritischer man mit seinen eigenen Werken ist, desto größer ist der Ansporn. Niemals mit nur suboptimalen Ergebnissen zufrieden geben!

    Der Punkt sollte lauten:

    “Orientiere Dich an den Besten im Fach und finde Deinen eigenen Stil!”

  2. the_zipper sagt:

    Ich denke dass Punkt 6 von Martin vollkommen richtig ist. Ich erleben manchmal leute die gerne Reportage fotografieren und später mal in den Bildjournalismus einsteigen möchten. Und eine dieser Personen hat letztes mal gemeint sie würde aufhören denn so gut wie James Nachtwey würde sie niemals werden. Es geht nicht darum das Niveau solcher Leute zu erreichen. Es geht darum dass man mit seinen eigenen Bildern zufrieden ist. James Nachtwey hat auch nicht von heute auf morgen das erreicht wo er jetzt steht.

    Von daher, man sollte vielleicht andere leute bewundern oder sich orientieren, jedoch nicht an ihnen messen lassen.

  3. Kerstin sagt:

    Ich kann dem nur zustimmen….jeder braucht seine Zeit, um sich zu entwickeln. Der eine mehr, der andere weniger! Klar, Vorbilder sollte man haben, aber diese zu kopieren ist das Fatalste, was man machen kann und da entsteht Druck, der einen unfähig macht, Dinge so zu sehen, wie sie eigentlich sind.
    Man muß seinen eigenen Weg suchen und finden.

    Ich persönlich stelle mich aber auch immer wieder Themen, wo ich noch vor einiger Zeit gesagt hätte: NIEMALS!
    War gestern für ein paar Stunden auf einem Motorsportevent und hab mich dieser Aufgabe gestellt und die Ergebnisse haben mich überrascht und ehrlich gesagt, es hat wahnsinnigen Spaß gemacht, mir den Dreck und Staub um die Ohren fliegen zu lassen. Also auch manchmal sich Problemen stellen…man lernt einfach nie aus!

  4. Ralf sagt:

    Personenkult haben wir bei DSDS schon genug :)

    Was ist denn so falsch daran wenn man merkt, dass man mit jedem Foto besser wird? Und an wem, wenn nicht den besten Leuten vom Fach, soll man denn den Maßstab ansetzen?

    Nachtwey hat auch nicht das Handtuch geworfen als er gemerkt hat, dass er noch nicht so gut wie Cartier-Bresson oder Capa ist. Von Nichts kommt eben Nichts.

    Ich werde vermutlich auch nie so gute Fotos machen wie Andy Rouse aber seine aktuellen Arbeiten sind für mich der Anreiz, überhaupt weiter zu fotografieren.

  5. bosch sagt:

    Danke für die Tipps – und überhaupt für dieses Blog. Ich bin vor zwei Wochen von Kompaktkamera auf DSLR umgestiegen und die Ergebnisse bislang sind erschütternd. Dass man etwas Übung benötigt, war mir klar, aber irgendwie sind die Bilder deutlich schlechter geworden. In der Kompaktkamera passiert etwas zwischen Auslösung und Sensor, das unseren Augen schmeichelt. Die DSLR gibt alle klarer wieder, auch wenn man dies vielleicht gar nicht so sehen will. Ich werde einfach weiter probieren – vielleicht werde ich ja hier noch den einen oder anderen brauchbaren Tipp finden.

  6. aiiiia sagt:

    in einer anderen auflistung (link ist mir leider entfallen), die relativ ähnlich ausgefallen ist, wurde der punkt 2) noch um einen wichtigen aspekt erweitert: (sinngemäß) das publikum hat nicht immer recht.

    das heißt natürlich nicht, dass man schlechte fotos mit argumenten à la “it’s not a bug, it’s a feature” rechtfertigen soll, aber manchmal ist es besser, eine eigene linie zu haben als es ständig allen rechtmachen zu wollen.
    also: aus negativer kritik lernen, aber sich nicht verbiegen.

  7. ich sagt:

    Punkt 3 sagt alles und damit erübrigt sich der Rest. Leidenschaft für Bilder mit der nötigen Portion Gelassenheit ist der Schlüssel…

  8. Renee sagt:

    kann ich so nur unterschreiben ;-))
    besonders Nummer 6 – das ist überhaupt nicht notwendig, denn man will immer als individium wahrgenommen werden und wer ist schon gern eine billige kopie ;-)))

  9. Sari sagt:

    eine wunderbare motivationsliste, vielen dank für die mühe ;)

  10. diro sagt:

    Die Besinnung auf sich selbst und die ureigenen Themen sind mir wichtig.
    Mein Motto:
    Besinne Dich auf Dich selbst- Fotografiere nur für Dich – Alles kann, nichts muss.

    Erst dann haben die eigenen Bilder Ausdruck und können auch Andere in Ihren Bann ziehen.

  11. [...] Ich habe mir eine neue DigiCam zugelegt, diese Woche. Naja, meine Alte ist auch 5 Jahre alt und staubte richtig ein. Ein andere hat genau nach Ablauf der Garantiezeit, den Geist aufgegeben. Ich finde es immer wieder Beneidenswert, wie Einige es schaffen – so tolle Fotos hinzubekommen. Um mich selber nicht unter Druck zu setzen, befolge ich diese Tipps zur Fotografie. [...]

  12. Laurenz A. Reinitzer sagt:

    “lerne die regeln um sie zu brechen!”
    buddha

    ich bin am lernen.

  13. Smylo sagt:

    Punkt 2 und 4 geben mir wirklich Mut, bisher hatte ich mich immer ein wenig verloren gefühlt und dachte, dass es nur mir so geht…

  14. [...] 10 Wege, Deine Fotografie zum nächsten Level zu bringen Gib niemals auf – ich meine niemals 7 leicht verständliche Tipps zur Fotografie Nichts mehr vergessen : Die Fototrip Checkliste Der beste Foto Tipp, den ich jemals bekommen habe [...]

  15. Hannes sagt:

    … man sollte sich die Liste ausdrucken und an die Wand hängen. Auf die Weise verliert man nie den Mut.

  16. [...] 7 leicht verständliche Tipps zur Fotografie linkscolor = “000000″; highlightscolor = “888888″; backgroundcolor = “FFFFFF”; channel = “none”; [...]

  17. [...] Ich habe mir eine neue DigiCam zugelegt, diese Woche. Naja, meine Alte ist auch 5 Jahre alt und staubte richtig ein. Ein andere hat genau nach Ablauf der Garantiezeit, den Geist aufgegeben. Ich finde es immer wieder Beneidenswert, wie Einige es schaffen – so tolle Fotos hinzubekommen. Um mich selber nicht unter Druck zu setzen, befolge ich diese Tipps zur Fotografie. [...]

  18. Maggie S. sagt:

    Ich bin zufällig auf eure Seite gestoßen und bin begeistert. Werde sie gleich mal unter meinen Favoriten speichern. Arbeite derzeit mit einer Bridge Kamera, träume aber von einer Spiegelreflex. Ich habe das Hobby Fotografie erst vor zwei Jahren für mich entdeckt, aber es hat mich gefangen, gefesselt….. meine Begeisterung wächst und auch mit 52 ist man durchaus noch lernfähig.
    LG
    Maggie

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