Wer hier in den letzten Monaten aufmerksam mitgelesen hat, der weiss auch, dass ich einen neuen Partner im Bereich des Fotografie – Business habe : Art2live4. Und da ich das Konzept von Art2live4 sowie ihre Arbeitsweise sehr bemerkenswert finde, habe ich einen der Geschäftsführer Steven Schüller zu einem Interview eingeladen. Und wer schon immer mal mehr über meinen offiziellen Partner wissen sollte, der ist hier genau richtig – denn die Fragen und Antworten drehen sich u.A. auch um die potentielle Zusammenarbeit mit Art2live4. Viel Spass damit !
Steven, möchtest Du Dich kurz vorstellen ?
Hallo liebe Leser,
ich heiße Steven, bin 31 Jahre alt und komme aus Pforzheim (BW). Nach „Ausflügen“ in den Grafik- und Architektur-Sektor habe ich ein Betriebswirtschafts-Studium mit dem Schwerpunkt Sportmanagement in Künzelsau absolviert. Im Anschluss daran habe ich als Sponsoring-Berater bei der Agentur „Redmandarin“ in London gearbeitet, bevor ich schlussendlich nach Deutschland zurückgekehrt bin, um mit meinem Kollegen, Oliver Rühl, Art 2live4 Gallery ins Leben zu rufen. Seit Mitte 2007 sind wir online unter www.art2live4.com zu finden.
Mit Art2live4 habt ihr ja einige Fotografen am Start – wieviele sind das gerade ?
Derzeit haben wir ca. 15 Fotografen als Partner, stehen aber mit einigen weiteren in Verhandlung. Tendenz stark ansteigend. Man merkt, dass uns die Leute so langsam wahrnehmen.
Wenn nun ein junger Fotograf interessiert ist, mit Euch zusammenzuarbeiten – nach welchen Kriterien werden dann seine Bilder bewertet ?
Das ist so aus dem Stehgreif schwierig zu sagen. Grundsätzlich müssen Fotografien, die wir in unsere Galerie aufnehmen, einen einzigartigen Charakter besitzen. Es geht uns weniger nach bestimmten Regeln, die ein Foto erfüllen muss, dafür umso mehr um das intuitive Interesse, welches beim Betrachter geweckt werden muss. Beim Betrachten einer Bildauswahl kann ich somit bereits relativ schnell eine grobe Vorauswahl treffen. Individualität ist ein weiteres Stichwort. In einer Fotografie sollte man den ganz eigenen Stil eines jeden Fotografen erkennen können. Der „Feinschliff“ bzw. die finale Auswahl wird anschließend in mehreren Durchgängen definiert.
Was ist das Ziel von Art2Live4 genau ? Worauf arbeitet ihr hin ?
Wir möchten uns langfristig einen Namen auf dem Foto-Kunstsektor machen. Wir stehen für ein professionelles, persönliches und individuelles Auftreten und möchten dieses nach außen tragen, egal ob bei der Zusammenarbeit mit unseren Fotografen, Kunden, Mitarbeitern, Kollegen oder Produzenten. Eine offene, transparente und persönliche Art sehen wir als Voraussetzung für den Erfolg von Art 2live4. Eine Art „Massenabfertigung“ möchten wir anderen überlassen.
Habt ihr Fotografen im Team, welche von den Verkäufen leben können ?
Das ist schwer zu sagen, schließlich hängt das auch immer von dem ganz persönlichen Lebensstil eines jeden Einzelnen ab. Grundsätzlich sagen wir jedem Fotografen bei Vorgesprächen, dass Einnahmen über Art 2live4 als Zusatzeinnahme zu sehen sind, nicht als Haupteinnahmequelle. Wenn wir Fotografen dies suggerieren würden, würden wir ihnen etwas vorgaukeln, was wir unter Umständen nicht halten können.

An welchen Orten habt ihr schon Fotos ausgestellt ?
Unter anderem haben wir in der Vergangenheit in einer kleinen Galerie in London ausgestellt. Darüber hinaus wurden wir im letzten Jahr dazu eingeladen, bei dem wunderbaren Sommer Lounge-Festival des Europäischen Freundeskreis im Schlossgarten in Pforzheim auszustellen. Die Resonanz auf diese beleuchtete Outdoor-Ausstellung war hervorragend. Die letzten Monate waren wir im Café/ Restaurant Troc in Pforzheim vertreten.
Aktuell sind einige unserer Werke, wie bereits in der Vergangenheit, wieder in den Räumlichkeiten des Office-Möbel-Hauses „sumsum Office Möbility“ in Frankfurt/ Main zu sehen.
Steven, welche Zielgruppe wollt ihr mit Art2live4 erreichen ?
Eine Zielgruppe lässt sich nur sehr schwer definieren. Käufer können Kunstliebhaber, -sammler und Kunst-Interessierte sein. Allerdings haben wir auch Kunden, die ein ganz bestimmtes Bild bei uns finden, mit diesem unter Umständen etwas Persönliches verbinden, sich selbst aber nicht als Kunstliebhaber oder Ähnliches bezeichnen würden. Vielleicht muss an dieser Stelle nochmals klar gesagt werden, dass wir uns nicht als klassische Galerie betrachten, in die ausschließlich Kunstbegeisterte eintreten, um etwas Schönes für ihre vier Wände zu suchen. Wir möchten einem breiteren Publikum exklusive und packende Fotografie auf absolut hochwertigen Materialien anbieten, die im Umfeld der Menschen für eine positive Energie sorgen soll. Diese Energie ist im Übrigen eine Kombination aus der Energie der Fotografen und von Art 2live4. Vielleicht gerade deshalb sind wir nicht nur für Privathaushalte, sondern auch für Unternehmen, die ihren Mitarbeitern und Kunden ein ansprechendes und motivierendes Ambiente in ihren Büroräumlichkeiten bieten möchten, der ideale Ansprechpartner.
Gab es schon Presseartikel über Euch ? Wie ist die Resonanz ?
In diesem Bereich muss mit Sicherheit noch mehr gemacht werden. Es gibt aber bereits einige Presseartikel, die man bei uns auf der Website unter der Rubrik „Presse“ finden kann.
Was ist ein gutes Foto für Dich ? Gibt es da einen kleinsten gemeinsamen Nenner ?
Ich persönlich bin ein Liebhaber des Minimalismus. Egal ob bei der Fotografie, Malerei oder Zeichnerei. Wenn ein Bild zum Nachdenken anregt, dann hat es meines Erachtens auch schon sehr viel, was ein besonders gutes Bild ausmacht.
Steven, Du fotografierst auch selbst, oder ? Wie lange schon ?
Ich fotografiere seit ca. acht Jahren. Angefangen hat es mit einer einfachen Pentax Digi-Cam. Irgendwann habe ich dann eine alte Canon A1 auf dem Speicher meiner Eltern ausgegraben. Eine wahre Freude! Leider komme ich derzeit so gut wie gar nicht zum Fotografieren, aber dafür haben wir ja unsere hervorragenden Fotografen, die mich mit großartigen Bildern beglücken!
Welche 3 Tipps zur Fotografie möchtest Du meinen Lesern mit auf den Weg geben ?
1. Ich denke, es ist ganz wichtig, seinen eigenen Stil zu entwickeln, ohne dabei zu einem Einzelgänger zu werden. Nur mit Teamwork kommt man wirklich voran.
2. Ich finde es immer schade, wenn Fotografen mir erzählen, dass sie ein riesiges Bildarchiv besitzen, welches in einer Kiste oder einem Schrank verborgen ist. Raus damit! Bilder sind zum Anschauen und können eigentlich immer eine Geschichte erzählen. Lasst andere Menschen an diesen Geschichten teilhaben, aber wählt etwaige Präsentationsmöglichkeiten vorher sorgfältig aus.
3. Die einfachen Dinge des Lebens sind oft die schönsten – dasselbe gilt für die Fotografie: weniger ist oft gleich mehr!
Vielen Dank, Steven !
Links :








“Steven Schüller – ein bisschen Werbung” wäre treffender als Titel. Man sollte keine Neutralität erwarten, wo keine zu finden ist.
Gelesen hab ich es dennoch, weil es irgendwo interessant ist. Man muss halt nur mitdenken.
@Jan : Hallo Jan. Interessant, das sehe ich überhaupt nicht so. Und ich finde meinen Titel eigentlich ganz gut ;)