Redaktioneller Beitrag14.01.2008 / 11:35

10 Themenvorschläge für Deinen Fotografie-Blog

Situation : Du hast Dir endlich Zeit freigeschaufelt um für Deinen Fotografie-Blog einen Eintrag zu verfassen. Vor dem Rechner wird Dir bewusst, dass Du gar nicht weisst, worüber Du schreiben sollst. Shit! In solch einem Moment sind Ideen Gold wert. Und da es sich bekanntlich lohnt, über digitale Fotografie zu schreiben möchte ich Dir mit diesem Artikel noch eine zusätzliche Starthilfe für Deinen Fotografie-Blog mit auf den Weg geben. Digitale Fotografie  Lernen – das geht auch mit einem Blog ! Viel Spass damit !

1. Bildvorstellung
Wie der Name es schon sagt. Stelle Deiner Leserschaft eines Deiner populärsten Fotos vor. Dabei sind Exif-Daten, Aufnahmeort, was Du mit dem Bild sagen willst, Enstehung des Fotos usw. interessant.

2. Linkliste
Scanne die nationale und internationale Fotobloggerszene und erstelle eine Liste mit spannenden Artikeln.

3. Interview
Fragen einen Fotografen und Fotoblogger in Deinem Bekanntenkreis, ob er nicht Lust hat, ein Interview mit Dir zu machen, welches dann auf Deinem Fotografie-Blog veröffentlicht wird. Schicke die Fragen per email und lass Dir gleich ein Foto den Fotografen mitschicken, damit die Leser sehen, mit wem sie es zu tun haben.

4. Tipps
Gut geschriebene Tipps ziehen Leser an. Schreibe über Erfahrungen Deiner Fototouren oder -Praxis. Versuche hierbei die Sachen auf den Punkt zu bringen und frage Dich : a) Ist das relevant für meinen Leser ? b) Was möchte ich meinem Leser eigentlich sagen ? Binde Bilder in Deine Artikel ein und schreibe über das, was Du weisst.

5. Was Dich nervt
Nimm einen fotospezifischen Umstand, der Dir gerade unheimlich auf den Leim geht und schreibe darüber – ehrlich aber fair. Achte hierbei darauf, nicht über Einzelpersonen herzuziehen – das gibt nur unnötigen Ärger und macht Deinen Blog unsympatisch. Denn keiner Deiner Leser möchte abwägen, ob Du nicht auch über Ihn so etwas schreiben würdest ;) . Deshalb sind Organisationen wie Flickr und andere Fotocommunities eine recht praktische Zielscheibe, die es aushalten werden, wenn Du mal richtig Dampf ablässt.

6. Buchvorstellung
Lese ein Buch über Fotografie und schreibe darüber einen Bericht. Dies hilft zum einen Dir selbst beim Lerneffekt und Deine Leser haben unter anderem einen weiteren Anreiz, sich selbst weiterzubilden.

7. Foto-Wettbewerb
Wenn Dein Blog einwenig Publicity gewonnen hat, macht es durchaus Sinn einen Fotowettbewerb zu veranstalten. Veröffentliche die Sieger auf Deinem Blog und / oder schreibe einen Preis aus.

8. Feature
Stelle Deinen Lesern einen ganz besonderen Fotografen, Fotografie-Blogger oder ein neues Tool vor. Lass sie wissen, warum diese Seite so relevant und überdurchschnittlich hohen Wert für Dich hat, denn Webseiten kennen die meisten Leser selbst genug.

9. Funpost
Ist Dir schoneinmal etwas witzig-komisches mit Deiner Kamera passiert ? Ulkige Artikel sind in der Fotoszene eine echte Rarität und schon alleine deshalb werden Deine Leser darauf abfahren. Aber Achtung : Keine halbgaren Artikel, die nur Insider verstehen und drüber lachen können !

10. Mini-Tipp
Falls Du mal wenig Zeit aber trotzdem Lust hast zu bloggen, dann hau einfach einen hilfreichen Gedanken in 2-3 Sätzen raus. Binde schnell noch ein Bild ein und schon sieht es gar nicht mehr so schmal aus. Dein ein oder andere Leser wird sich auch für kurze Artikel bedanken, denn schliesslich haben wir alle zu wenig Zeit ;) .

Haben Dir meine Themenvorschläge für Deinen Fotografie-Blog geholfen ? Falls ja, dann freue ich mich über Deinen Kommentar !

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Dies ist ein Artikel von Martin Gommel.

Als Herausgeber von KWERFELDEIN sinnt Martin hier mit Autoren, Gesprächspartnern und Lesern in Wort & Bild der Fotografie nach. Meist mit einer gesunden Prise Skepsis, dem Ziel, den kreativen Horizont zu erweitern und einem Augenzwinkern. ;-)

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Kommentare

  1. Kenzo sagt:

    Ich lese (und kenne) deinen Blog noch nicht lang, “Warum es sich lohnt, über digitale Fotografie zu schreiben” war der erste Beitrag, den ich gelesen hab… – So langsam gehen mir die Argumente gegen das Schreiben eines Blogs aus *g*

    Danke, du bist ermutigend^^ Mal sehen, im Januar wird es wohl nichts mehr, aber vielleicht bringe ich dann zum 1. Februar einen Blog? Abwarten und Tee trinken ;-)

    Gruß&Danke, Micha

  2. @Micha : Danke für die Blumen ;) Nur zu ! Bin gespannt und freu mich auf den Link von Dir (aber kein Druck).

  3. Jörg sagt:

    Wenn man deine Ratschläge befolgt, hat man die nächsten Jahre eigentlich genug zum Schreiben… ^^

  4. the_zipper sagt:

    Ich habe ein Interview der anderen Art auf meinem Blog:

    http://zipper85.wordpress.com/interview/

    P.S. Interview ist der Name des Lokals, einfach aufs erste Foto klicken :)

  5. Chris sagt:

    Sehr schöne Anregungen. Nach dieser Anleitung solle ein Blog ja eigentlich einigermaßen interessant werden ;o> Jetzt müsste man halt nur noch die Zeit finden.

    Aber das erwähntest Du ja am Anfang des Artikels… ;o)

    Gruß

  6. Sari sagt:

    danke für die tipps, die kommen im Moment genau richtig, weil ich mein portfolio in einen blog umgewandelt habe*kicher*

  7. sniker sagt:

    Ich frage mich immer, warum sich manche Blogger selber einen solchen Content-Stress machen. Wenn man nichts zu schreiben hat, wartet man halt, bis man wieder etwas interessantes findet. Quality over quantity, oder nicht?

  8. @Sniker : Hm. Ich denke, das bleibt ja jedem selbst überlassen, wie er es handhaben möchte. Ich selbst habe für mich entschlossen, so gut es geht, jeden Tag einen Post rauszuhauen, ob der nun 100% perfekt ist, oder nicht. Ich fahre gut damit, denn das hilft mir, dran zu bleiben. Dennoch denke ich nicht, das dies der einzig ware Weg ist ;) Es gibt einen Haufen gute Blogs da draussen, die nur 1x die Woche posten und sehr geile Sachen dabei veröffentlichen.

  9. Maurice sagt:

    Danke für die tollen Tipps. Ich habe sie sofort in einem neuen Blog verwirklicht. :
    http://www.myblog.de/querformat

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