Redaktioneller Beitrag29.05.2007 / 17:17

Effektives Kritisieren von Fotos (Teil 2) : Intention und Wortwahl

Intention
Bevor Du einen Kommmentar oder eine Kritik abgibst, kann es hilfreich sein, Dich selbst zu hinterfragen, mit welcher Absicht und mit welcher Haltung Du einen Kommentar schreibst.Was möchtest Du mit Deinen Worten erreichen ?

Du wirst sehr schnell merken, dass Deine Intention auch Deine Art zu schreiben beeinflusst oder umgekehrt.

Lobenswert, wenn nicht gar erforderlich ist, dass wir mit unseren Worten dem Fotografen helfen wollen, seine Fähigkeiten zu verbessern.Das sehe ich als Grundlage jeder Kritik, denn es erleichtert es dem Fotografen, Hinweise auf mögliche Fehler anzunehmen.

Wortwahl

Eine unterstützende Haltung und eine wohlwollende Wortwahl kann ich deshalb nur empfehlen. Eine sinnvolle Kritik wird natürlich erst dadurch sinnvoll, wenn der Fotograf es als “sinnvoll” tituliert. Aber um dem ein bisschen nachzuhelfen, ist ein “freundlicher, offener und authentischer” Ton mehr als angebracht. Manchmal macht sogar ein Smiley einen grossen Unterschied ;) .

“… Ich kann absolut nicht verstehen, warum Du das Bild lila eingefärbt hast! Unmöglich …”

wirkt ganz anders als :

“… Eine Kritik am Rande : Aus meiner Sicht ist der Lila-Ton in Deinem Bild nicht ganz stimmig. Da würde ich eher zu Rot tendieren. Was denkst Du dazu ?”

Bist Du auf der Suche nach einer coolen Community ? Dann schau doch beim kwerfeldein Fotografie Forum vorbei ! Wir freuen uns auf Dich !

Dies ist ein Artikel von Martin Gommel.

Als Herausgeber von KWERFELDEIN sinnt Martin hier mit Autoren, Gesprächspartnern und Lesern in Wort & Bild der Fotografie nach. Meist mit einer gesunden Prise Skepsis, dem Ziel, den kreativen Horizont zu erweitern und einem Augenzwinkern. ;-)

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Kommentare

  1. Matthias Klaiber sagt:

    Zuerst möchte ich mich beim Martin bedanken für seine Mühen, Tipps und Erfahrungen weiterzugeben. Ich sehe mich weder als Profi, noch als Anfänger. Ich stehe irgendwo mittendrin. Ich muß zugeben, dass es mir bisher schwergefallen ist, überhaupt vernünftige Kritik an Bildern zu formulieren. Andererseits halte ich auch nicht allzuviel von Schönrednerei. Aber wenn mir ein Bild gefällt, dann gefällt es mir halt. Da ich als Grafiker arbeite, habe ich auch die Aufgabe die Produkte meines Arbeitgebers zu fotografieren und muß mir dabei schon das eine oder andere mal defitge Kritik anhören. Zumal mir auch die Grundlagen der Fotografie fehlen und mir diese auch erst seit kurzem richtig aneigne. Vorher habe ich nur aus dem Bauch heraus fotografiert, Hauptsache das Produkt ist irgendwie richtig im Bild. Daher ist für mich konstruktive Kritik ungemein wichtig, sonst komme ich nicht weiter.

    Gruß Matthias

  2. [...] zum effektiven Kritisieren von Fotos. Übrigens schon Teil 3 seiner kleinen Kritik- Serie. (Teil 2 und Teil 1) Marko Radloff gibt auf seinem Photoblog ‘bildwerk3′ einen Interessanten [...]

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Ich, das Team und die Gastautoren freuen uns somit sehr auf anregende Diskussionen, Austausch und natürlich auch kritische und hinterfragenden Kommentare. Wir sind hier in dem Bewusstsein, Lernende zu sein und uns gegenseitig mit neuen Ansichten in einem fortlaufendem Prozess zu bereichern und Horizonte zu erweitern.

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