Redaktioneller Beitrag29.01.2007 / 18:47

Staub auf dem Sensor – Möglichkeiten der Vorbeugung

Ein befleckter Sensor ist für DSLR-Fotografen [ausser stolzen Besitzer einer EOS 400D] keine Eintagsfliege. Der schnelle Objektivwechsel bei einem Shooting kann schon der “Auslöser” für das Ungeheuer sein. Aufliegender Staub macht sich in Form von kleinen Punkten auf dem JPEG oder RAW in 100%iger [oder auch kleinerer] Ansicht sichtbar.

Dieser fällt in der Regel dann erst auf, wenn eine neutrale Fläche fotografiert wird, z.B. eine Landschaft mit blauem Himmel und zusätzlich mit einer kleinen Blende gearbeitet wird.
Sehr häufig wird im Web und in Zeitschriften diskutiert, wie man den Staub beseitigen kann, teilweise mit haarsträubenden Mitteln.

Ich habe mir die Frage der Prävention gestellt und möchte darauf eingehen, wie und ob man vermeiden kann, dass Staub das Innere der Kamera erreicht.
Fakt ist : 100 prozentige Reinheit des Kameragehäuses kann und wird es nie geben. Denn schon das Öffnen und Schließen des Verschlussvorhanges führt zu Reibung, dessen Ablagerungen auf dem Sensor landen. Und dennoch gibt es Faktoren, die die Verunreinigung begünstigen und Handlungsweisen, die dem Ganzen zumindest teilweise vorbeugen können.

Das Magazin “Fine Art Printer” nennt hierzu in der Ausgabe 01/07 auf Seite 44 folgende 3 Punkte :

  1. Schalten Sie Ihre Kamera beim Objektivwechsel aus. Bei eingeschalteter Kamera steht der Sensor unter einer gewissen Spannung und ist elektrostatisch geladen, was kleinste Staubpartiktel anzieht.
  2. Die Kamera beim Objektivwechsel nach unten halten, so kann beim Abschrauben und Einsetzen der Optik weniger Staub in das Kameragehäuse eindringen.
  3. Die Kamera in der Fototasche wenn möglich mit der Optik nach untern gerichtet transportieren. Es versteht sich fast von selbst, dass sich auch ein sorgsamer Umgang auf einen weniger staubarmen Sensor auswirkt.

Für mich sind diese 3 Punkte hilfreich, aber ich finde sie nicht ausreichend, denn das ist meiner Meinung nach noch lange nicht alles. Ich füge deshalb ein paar Punkte hinzu

  • Wechsle falls möglich immer in einem geschlossenen, windarmen Raum. Wenn Du draussen das aktive Objektiv abnimmst, bringen Dir auch Punkt 1+2 recht wenig.
  • Hohe Luftfeuchtigkeit ist auch ein Bestandteil, welcher sich auf dem Sensor bemerkbar macht. Ich rate hierbei grundsätzlich auf einen Objektivwechsel bei Regen oder Nebel zu verzichten.
  • Halte Deine Kameratasche sauber. Warum, ist wohl klar.
  • Tags: , , // Foto : m_r_tomlinson

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Dies ist ein Artikel von Martin Gommel.

Als Herausgeber von KWERFELDEIN sinnt Martin hier mit Autoren, Gesprächspartnern und Lesern in Wort & Bild der Fotografie nach. Meist mit einer gesunden Prise Skepsis, dem Ziel, den kreativen Horizont zu erweitern und einem Augenzwinkern. ;-)

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Kommentare

  1. Marek sagt:

    Bei dem Artikel werden Erinnerung an Schweden wach, als ich nach zwei Wochen wieder kam und bemerkte, dass auf 986 Fotos Staub war. Immer auf der gleichen Stelle. Durch eine Automatisierung war die Entfernung nun nicht schwierig, dennoch ärgerlich.

    Der Staubpartikel befand sich genau an der Stelle an der die Bildnummernanzeige des Kameradisplays ist. Diese Funktion lässt sich nicht abschalten und daher war es für micht nicht zu erkennen. Daraus gelernt habe ich auch. Einfach mal provisorisch den Staub weg blasen. Nicht pusten.

  2. Martin sagt:

    Ja, das ist ärgerlich, kann mir gut vorstellen, wie das für Dich war.. Und dazu auch noch so was in Schweden …

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