Redaktioneller Beitrag03.12.2006 / 19:56

Möglichkeiten der Motivation – 1. Das für und wieder eines Foto-Ausfluges

- UPDATE –

Heute Abend hat mich ein guter Freund darauf angesprochen, dass meine Einträge zu den Ängsten, ein schlechter Fotograf zu sein u. U. falsch verstanden werden können. Um Missverständnissen vorzubeugen : Diese Artikel entstanden aus dem Bedürfnis, mit Ängsten und Herausforderungen welche der Beruf als Fotograf mit sich bringt, umzugehen.. Ich selbst stelle nicht in Frage, ob der Beruf das Richtige für mich ist, ganz im Gegenteil ;)..Sorry, falls ich mich missverständlich ausgedrückt habe ;) .

“Genuine beginnings begin within us, even when they are brought to our attention by external opportunities.” - William Bridges

Über die letzte Woche hinweg habe ich intensiv darüber nachgedacht, welche Möglichkeiten es gibt, mit der Angst, ein schlechter Fotograf zu sein umzugehen, und dieses im Bezug auf das für und wieder eines Foto-Ausfluges. Zunächst möchte ich kurz aufzeigen, welche Sorgen und Ängste mir begegnen [in Beispielform]. Sie hindern mich daran, die Tasche zu packen und es erneut zu wagen, Dinge abzulichten und in den kreativen, schöpferischen Prozess des Fotografierens hineinzugehen.

    • “Es macht sowieso keinen Sinn”
    • “Immer wenn ich an diesen Ort gehe, komme ich mit schlechten Bildern zurück”
    • “Draussen ist es kalt, hier ist gemütlich”
    • “Meine Kamera ist einfach zu schlecht”
    • “Ich bin heute nicht in fotografier-Laune

    Zunächst einmal hat es mir geholfen, der Tatsache bewusst zu sein, dass ich derlei Ängste habe und damit umgehen muss. Je unterbewusster diese Prozesse ablaufen, umsoweniger habe ich die Chance, gesund damit umzugehen. Zusätzlich habe ich es also grossen Vorteil entdeckt, den Moment in dem eine Angst an die Oberfläche kommt, ebenso bewusst warzunehmen. -> “Ah, klar, jetzt ist es also wieder so weit”.. Und das geschieht an unterschiedlichen Orten, zu unterschiedlichen Zeiten, mit unterschiedlichen Emotionen verbunden.

    Als Nächstes möchte ich ein paar für mich wichtige Gedanken und Erfahrungen u.a. von anderen Fotografen darzustellen, welche mir häufig helfen, es neu zu wagen.

        • “Genuine beginnings begin within us, even when they are brought to our attention by external opportunities.” – William Bridges
        • ” Talent ist ein Komplex von Fähigkeiten, welche man über lange Zeit durch einen Wunsch [und dessen praktischem Training] entwickelt” – Craig M. Tanner
        • Selbst wenn ich losziehe und mit 100 schlechten Bildern von 100 geschossenen zurückkommst, bist Du um eines reicher : Erfahrung. Ich kann aus meinen Fehlern lernen und werde das nächste Mal etwas anderes versuchen.
        • Es klingt warscheinlich zynisch, aber ich glaube trotzdem, dass die beste Kamera-Ausrüstung, welche ich haben kann die ist, welche ich habe.
        • Wie Jens schon in einem Kommentar angedeuted hat : Ich kann zuhause bleiben und damit vermeiden, schlechte Fotos zu machen und an die Grenzen meines Könnens zu gelangen. Aber dennoch beraube ich mich damit auch der Möglichkeit, gute Bilder, neue Erfahrnungen und frische Inspiration zu bekommen.
        • Als Landschaftsfotograf lohnt sich ein Ausflug alleine deshalb, weil ich dadurch frische Luft bekomme, mich bewege und Dinge sehen kann, welche ich zu Hause verpassen würde. Die Natur ist einfach sehenswert.
        • Ich bereite mich vor, indem ich mir klar mein Ausflugsziel festlege. Zusätzlich suche ich mir die günstigste Uhrzeit heraus, zu welcher ich vor Ort sein möchte, um das Maximum an Lichtqualität nutzen zu können. Ich plane alles, was benötigt wird, um die äußeren Umstände so Vorteilhaft wie möglich zu gestalten, denn diese kann ich sehr stark durch meine Vorbereitung beeinflussen [bis auf das Wetter]. Natürlich ist es frustrierend, zu spät am richtigen Ort zu sein, z.B. 15 min, nachdem die Sonne aufgegangen ist, wenn ich einen Sonnenaufgang fotografieren möchte. Ein leerer Akku bringt mir dann auch nichts, wenn ich pünktlich bin.

        Diese kleine Liste ist erweiterbar, denn neue Situationen wird es immer wieder geben. Falls Dir noch etwas einfällt, was es Dir oder anderen leichter machen kann, in diesem Prozess weiter zu kommen, freue ich mich über Deinen Kommentar, falls nicht, natürlich auch ;)

          Dies ist ein Artikel von Martin Gommel.

          Als Herausgeber von KWERFELDEIN sinnt Martin hier mit Autoren, Gesprächspartnern und Lesern in Wort & Bild der Fotografie nach. Meist mit einer gesunden Prise Skepsis, dem Ziel, den kreativen Horizont zu erweitern und einem Augenzwinkern. ;-)

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Kommentare

  1. Sam sagt:

    …weiß gar nicht, warum Du Dir immer so viele Gedanken machst…Deine Bilder sind doch perfekt! Musst doch auch nicht davon leben, oder?

  2. Martin sagt:

    Doch, ich lebe davon ;)

  3. Sam sagt:

    Ah, ich dachte, Du machst was anderes…… :-)

  4. Martin sagt:

    Ich arbeite derzeit noch zusätzlich auf 400€-Basis als Erzieher, hauptberuflich bin ich mittlweile Fotograf ;)

  5. Sam sagt:

    Ah, wie beneidenswert! Ich dachte Du arbeitest hauptberuflich als Erzieher (ist ja auch ein schönder Beruf) und das Fotografieren sei nebenher. Ich würde gern auch mehr Jobs als Fotografin machen, da ich das sehr abwechslungsreich finde, aber ich sitz doch einfach immer nur am Rechner. Aber manchmal gibts Jobs und Fototermine und dann komm ich auch mal n bissken vor die Tür. haha! Viel Spaß noch!

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