Redaktioneller Beitrag17.10.2006 / 15:41

Sekwenzen und Fragen an einen Weblog

Ruhig ist es geworden auf meinem Blog in den letzten Wochen. Dieses liegt zu einen daran, dass ich in den letzten Wochen für den Stadtbuchverlag gearbeitet habe und dies einiges an Zeit erforderte. Hierfür habe ich Karlsruher Restaurants, Bars und Cafès ablichten dürfen, während dieser Zeit habe ich einiges dazugelernt, was a) den Umgang mit Führungspersonen oder Geschäftsinhabern und b) das Fotografieren für einen Verlag betrifft.

Obwohl ich mehr denn je zu erzählen hätte kreisen mir zusätzlich seit den letzten Wochen Fragen über meinen Weblog durch mein Hirn. U.a. : Welchen Sinn sehe ich hinter kwerfeldein.de ? Welchen Nutzen kann ich und können Leser daraus ziehen ? Macht es Sinn, zu einem Thema wie die Fotografie zu äussern ? Wer wird sagen :” Jetzt hebst Du aber ab !” ? Wer verbietet mir zu sagen, was ich denke, Fragen zu stellen, welche mir zu bestimmten Sachverhalten auf der Seele brennen ? Würde es einen Unterschied machen, Gedanken zu bloggen und wie würde dieser Aussehen ? Verstecke ich mich hinter den Mauern der Sicherheit, wenn ich einfach nicht blogge, was mir tagein tagaus durch die Hirnwindungen rast ? Ist mir mein “Image” wichtiger, die Meinung von Kritikern meiner Worte gewichtiger als das Schreiben der Worte selbst ? Kann ich damit umgehen, wenn Freunde und andere Menschen Dinge in Frage stellen, welche ich tue ohne dabei persönlich angegriffen zu sein ?

Fragen, über welche ich mir derzeit ernsthafte Gedanken mache und welchen ich nicht aus dem Weg gehen kann, denn dieses Weblog wird nicht leben, wenn ich an den meisten dieser Punkte stecken bleibe.

Dies ist ein Artikel von Martin Gommel.

Als Herausgeber von KWERFELDEIN sinnt Martin hier mit Autoren, Gesprächspartnern und Lesern in Wort & Bild der Fotografie nach. Meist mit einer gesunden Prise Skepsis, dem Ziel, den kreativen Horizont zu erweitern und einem Augenzwinkern. ;-)

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Kommentare

  1. Sam sagt:

    Hi Du,

    ich finde Deine Bilder immer wieder sehr interessant und toll anzusehen. Auf Flickr sind ja auch eine Menge zu finden und die Kommenentare sind da recht ordetlich. So viele Gedanken würde ich mir über ein blog gar nicht machen. Man hat eins oder nicht. Man kann viel Zeit und Energie investieren oder es lassen. Es spielt keine Rolle. gäbe es aber ein blog nicht mehr, würden es seine user vermissen. Weil jeder so seine Adressen hat, die er regelmäßig besucht. Ein blog ist wie eine soap. Haste einmal damit angefangen, lässt es einen nicht mehr los, wenn Themen oder Bilder interessant sind und man ab und zu etwas erfahren kann.
    Kritik oder Anregungen, die man aus Kommentaren entnehmen kann, sind rar. Die Meisten sind sowieso nicht ehrlich. Je beliebter ein blogger ist, desto weniger trauen sich die Leute zu kritisieren. Die finden dann immer alles ganz klasse.

    Viel wichter ist doch, was Du sonst noch mit Deinen Bildern machst. Das wäre meine Frage, das würde mich interessieren. Wo finden sich deine Bilder wieder, wo tauchen sie auf? Verkaufst du sie oder gibt es Ausstellungen? Auf Papier sieht jedes Bild doch viel besser aus, als in einem blog, oder?

  2. Mirko sagt:

    Jetzt hebst Du aber ab ! NEIN NEIN Scherz beiseite… (oder: bei Seite?)

    Den Anfang, Gedanken zu äußern hast Du nun doch eh schon gemacht, in dem Du deinen Gedanken über deine Gedanken verfasst hast?! §$%&/ ? Ähm, ja…

    Nun mach weiter damit! Nur so können aus Gedanken, und Meinungen zu den Gedanken, echte Ideen werden.

  3. Sam sagt:

    genau! und das irgendwelche Leute nicht ganz ehrlich sind, möchte ich widerrufen. So ganz stimmt es ja doch nicht….. ;-)

  4. Martin sagt:

    @ mirko : stimmt ;)
    @ sam : danke für deine reaktion auf meinen post .. ich denke aber eher über kwerfeldein.de nach, nicht über meinen photoblog ;) … ausstellung ist schon angedacht ;)

  5. Sam sagt:

    Achso, den Unterschied hab ich wohl noch gar nicht richtig bemerkt. :-) Ich bin kein blogger. Eigentlich interessieren mich immer nur Fotos oder blogs, aus denen man nützliche Informationen ziehen kann, wie Tutorials, politische Meinungen, kulturelle Tipps oder Dinge, wie Reisen oder auch Pferde (weil ich eins hab) Für privaten Alltag bin ich nicht so zu haben, das halte ich für weniger wichtig, aber das kann sich ja jeder selber aussuchen.

    Oft vermisse ich, das wenn jemand fotografiert und ein photoblog hat, er mehr über die Schürfwunde am Knie, der langen Nacht ohne Kippen oder der laufenden Nase berichtet, als über Bilder, die Motive, die Entstehung oder der Technik. Soll jetzt nicht persönlich klingen, ist mir im allgemeinen bei den ein oder anderen aufgefallen. Gelesen hab ich es dann ja trotzdem, aber irgendwie ist das so soap-mäßig. ;-) Es gibt da ja echt extreme Besispiel…hahaha…naja, ein bisschen Spaß muss sein.

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