Diese Tage bin ich den Podcast von Alan Hartung gestossen und habe mir mal so 3-4 Episoden angehört, in seinem Blog gelesen und mal geschaut, in welchem Beziehungsnetzwerk Alan steht. A Different Perspective nennt er seinen Blog und der Name stimmt mit dem Inhalt überein.Alan kommt aus einem “Emerging Church”-Backround ich schreibt regelmäßig über Dinge, welche sich mit Kirche, Gott und einem authentischen Glauben aussetzen Diese haben mich zum Nachdenken angeregt und das möchte ich gern mit Euch teilen.
Kleine Vorgeschichte :
Einige Menschen in Kubik, meinem Zuhause beschäftigen sich seit einiger Zeit mit Glauben und gesellschaftsrelevanten Formen der Kirche [und vielem mehr]. Das ganze hat mich lange Zeit unberührt gelaseen, “Emerging Church”, ein vielbenutzer Begriff ging meistens an mir vorbei. Als das ganze begann, hatte ich mich dazu entschieden meinen bisher eingeschlagenen Weg mit Gott weiterzugehen und eine Betrachterperspektive einzunehmen. Und ich glaube, dass das auch gut so war, manchmal tue ich mich schwer Dinge anzunehmen, welche mir fremd sind. Zwar habe ich manche Ding verstanden, kann sie nachvollziehen, habe auch verschiedene Gottesdienst mitgestaltet, in denen es sich um diese Dinge dreht, aber verstanden habe ich vieles dennoch nicht…
Die letzten 5-6 Wochen hat sich Kubik eine Auszeit genommen, um Gemeinsam über verschiedene Glaubensgrundsätze zu diskutieren. Und obwohl ich zeitlich verhindert war, an diesen Treffen teilzunehmen, haben mich die Themen beschäftigt und ich habe begonnen, mich damit ausseinanderzusetzen, was bewirkt hat, dass ich meinen eigenen Glauben hinterfragt, meine Geschichte mit Gott reflektiert meine Vorstellungen von Gottesdienst, Kirche und dem ganzen drumherum mal zur Seite zu legen, was nicht heisst, sie vollkommen “aufzugeben”. Diese Reflexion wurde u.a. dadurch ausgelöst, dass ich gerade sehr unzufrieden war mit meinem “spirituellen” Leben, de Fakto, meinem Leben. Viele verschiedene Einflüsse haben bedingt, zu diesem Punkt zu kommen.
Ich hörte den Podcast von Alan, welchen er in Kurzfassung in einem Artikel erörtert.
In diesem heisst es unter anderem :
“But I suggest, any way, that many in the Church today have turned intellectual truth into an idol. Systematic theology, expository preaching, doctrinal dogma… these things have become central to the lives of many Christians.
Is that a problem? I say unequivocally, yes. The idea that we can ascribe to certain theological statements and that those ascriptions are the most important factor in our spiritual development is the main reason the church is in such a sad state today. “
Wahrheit kann Idol sein ?Es ist nicht das erste mal, dass ich über diese Frage stolpere, diesesmal möchte ich ihr etwas gründlicher nachgehen. Wenn ich in meinen Bücherschrank schaue, dann ist er voll von Büchern, in denen ein Autor oder Christ über “das Wichtigste für einen Christen” spricht. Meistens sind die Sachen, die gesagt werden nicht 100 % schlecht an sich, aber das “Idol” findet man immer wieder. Jeder geht davon aus, dass seine “Erkenntnis” so unglaublich wichtig ist, dass es das Zentrum der Spiritualität jedes Menschen zu sein scheint.
Seit ca. 5 Jahren habe ich mich mit “Mike Bickle” und seinen Theorien über die Liebe Gottes auseindergesetzt. Mike ist also einer meiner Favoriten, und ich dacht manchmal, er sei der “REAL DEAL”… Und trotzdem stiess ich immer wieder auf Aussagen, die mir äußerst wiedersprachen… Und nicht selten ging es dabei um SEINE WAHRHEIT.
Ich möchte ein Beispiel anführen :
“We must proclaim this message of spiritual romance with boldness. We must call the multitudes to enter into the romance of the Bridegroom.” [S. 78, "The pleasures of loving God", Mike Bickle].
….this message….. diese Botschaft…….seine Botschaft…..
Ich glaube nicht, dass Mike, wenn er über die Liebe Gottes als solche spricht grundsätzlich falsch liegt. Für mich selbst ist es aber dennoch immer wieder schwer, die zentrale Rolle seiner Meinung, welche er der Kirche zuschreibt, anzunehmen. Ehrlich gesagt, hatte ich immer das Gefühl, eingeengt zu werden. Denn falls er recht hat, liegt der Rest der Menschen, die andere Ansätze über Glauben in Betracht zieht, auf der falschen Seite.
Was mich traurig macht ist, das Mike nicht der einzige ist, welcher aus seiner Wahrheit ein Idol macht.. Wie gesagt, mein Schrank ist voll von solchen Büchern. Und ich selbst gehe auch immer noch häufig davon aus, dass das, was ich über das Leben mit Gott denke auch das Richtige für andere sein muss.
Für mich ist es gerade sehr wichtig geworden, mich von meinen Vorstellungen über Gott freizumachen, auch von den Vorstellungen anderer, ich bin gespannt, wo diese Reise mich hinführt.







