Redaktioneller Beitrag10.04.2006 / 12:56

Atrevido löst sich auf // Teil III : Christoph Müller

So, endlich kommt nun auch das Interview mit unserem Freund und Gitarrero Christoph…Das Abschlusskonzert am Samstag war ein echter Burner, sehr sehr viele Leute waren da und es hat Spass gemacht.. Natürlich tut ein Abschied je schöner er ist auch um so mehr weh, zumindest ging es mir so; und das am intensivsten auf der Bühne, und danach…
Nunja. Jetzt kommt der Christoph hier zu Wort.. Auf gehts.


CHRISTOPH MÜLLER (GITARRE)



M:
Atrevido wird nun am 8. April das Abschiedkonzert veranstalten… Was empfindest Du dabei ? Ihr spielt ja nun schon eine lange Zeit gemeinsam…
C: Zum einen Vorfreude auf das Konzert, zum anderen ist die Tatsache, dass es unser letztes sein wird, auch Anlass dafür, etwas melancholisch zu werden – es war schon eine sehr schöne Zeit zusammen, gerade die Jahre 1999 – 2003, sozusagen die “Hochphase” in der Bandgeschichte, haben uns viele schönen Erinnerungen beschert.

M: Wann hat das mit dem Singen/Schlagzeugspielen/Gitarrespielen bei Dir begonnen ?
C: 1996, als ich von der damaligen Band “Smash your head against the wall” (im Nachhinein ja DER Bandname schlechthin… :-) ) gefragt wurde, ob ich nicht Rhythmus-Gitarre spielen möchte. Ich war zu dem Zeitpunkt völlig unmusikalisch. Ein paar Tage nach der Anfrage hieß es dann also E-Gitarre kaufen und loslegen mit Üben. Eine Woche später war schon die erste Probe, bei der ich mitspielte. Im Nachhinein eine der Proben, in denen ich am meisten Spaß überhaupt hatte. Ich dachte “Wow, die machen Musik und ich spiele mit – unglaublich!”

M: Welche sind zur Zeit Deine 3 Lieblingsbands ?
C: Schwere Frage, aber O.K. . Die Nummer 1 ist nicht schwer: LIVE. Nummer 2 schon eher; wahrscheinlich Dave Matthews Band. Platz 3 Teilen sich Neal Morse, Silverchair und Pearl Jam.

M: Ist das, was Du Dir mit Atrevido gewünscht hast zu einem Teil in Erfüllung gegangen ? Was war dieser Wunsch ?
C: Sehr schön war, dass wir eine Menge Spaß beim “Musizieren” hatten. Mein Wunsch mit atrevido ging jedoch darüber hinaus. Ich hätte mir sehr gewünscht, dass wir als Band auch inhaltlich eine Message vermitteln und leben würden, die authentisch und zielgerichtet ist. In welche Richtung? Dahingehend, von Gott zu erzählen, wie ihn die Bibel beschreibt. Dass die Leute, die uns gerne hören würden, nicht nur die Musik genießen, sondern auch die Möglichkeit bekommen würden, sozusagen durch die Musik und die Lyrics entdecken zu können, dass es da einen liebevollen Vater im Himmel gibt, der darauf wartet, dass wir in seine Arme laufen und seine Barmherzigkeit und Vergebung durch Jesus annehmen. Und dass wir das als Band gemeinsam vorleben würden. Hätte mich von Herzen gerne dafür reingehängt.

M: Was hast Du an der Zeit mit Atrevido besonders geschätzt ?
C: Dass wir Freunde waren, die Musik machten – nicht Musiker, die sich zum Musik machen treffen und ganz gut verstehen, sondern eben mehr. Kann mir Musik zu machen ohne Freundschaft eigentlich sowiso nur sehr schwer vorstellen.
Vor allem schätze ich Flo, Rosi und Martin sehr – einfach wer und wie sie sind, die gemeinsame Zeit die wir hatten und ihre Kreativität und Einzigartigkeit; war ne wunderschöne Zeit mit Euch!! :-) [Danke ! Ging mir auch so! M.]

M: “Stirbt” mit dem Ende von Atrevido auch Deine musikalische Tätigkeit ? Oder hast Du weitere Ziele in diesem Bereich ? Wie schaust Du mit “musikalischen” Augen in die Zukunft ?
C: Konkrete Pläne habe ich im Moment nicht.
Ich bin in den letzten Jahren sehr darin aufgegangen, im “christlichen Bereich” aktiv zu sein. War die vergangenen 7 Semester in der Leitung einer christlichen Studentengruppe an der Uni in Mannheim, was mich sehr eingenommen hat und wohl auch noch die kommenden 5 Monate einnehmen wird. Daneben musikalisch etwas aufzubauen, war und ist eigentlich schon rein zeitlich nicht möglich.
Nach meinem Studium beginnt dann aber wieder eine völlig neue Zeit für mich – und wenn Gott will, wäre ich gerne wieder dabei, Musik zu machen!

M: Danke !!!
C: Vielen Dank Dir, Martin!

Dies ist ein Artikel von Martin Gommel.

Als Herausgeber von KWERFELDEIN sinnt Martin hier mit Autoren, Gesprächspartnern und Lesern in Wort & Bild der Fotografie nach. Meist mit einer gesunden Prise Skepsis, dem Ziel, den kreativen Horizont zu erweitern und einem Augenzwinkern. ;-)

1

Kommentar

  1. Hello Mr. Müller,

    we are very proud of you, we haven´t know that we have a big celebrity as an english teacher!!

    Greating also from Mr. Reinert, who wants to know when you are going to the haidresser the next time:-))

    Ok, we have to learn something now.

    Nice weekend.

    See you on Monday ( in older fresh!!)

    Greats from the whole class

Schreib einen Kommentar

In unserem Austausch auf kwerfeldein.de wollen wir freundlich und respektvoll miteinander umgehen. → alles lesen.

Wie im echten Leben ist auch hier eine Grundlage der Kommunikation Achtung und Wertschätzung des Gegenübers. Und da wir hier ausschließlich in Worten miteinander kommunizieren (und somit Mimik, Körperhaltung und Betonung des anderen nicht sehen), ist es hilfreich uns freundlich, offen und klar auszudrücken, dabei aber ersteres nicht ausser Acht zu lassen.

Es bietet sich ebenfalls an, ohne Nicknames sondern mit echten Namen zu kommentieren, da dies Transparenz fördert und wir tatsächlich wissen, mit wem wir sprechen.

Wir müssen dafür nicht immer einer Meinung sein und gerade der kontroverse Diskurs zu einzelnen Themen ist hier - unter Berücksichtigung des ersten Punktes (Achtung und Wertschätzung) - sehr erwünscht. Artikel werden nicht selten um Erkenntnisse aus den Kommentaren via Update nachträglich ergänzt.

Sollte es dennoch zu persönlichen Angriffen gegen Autoren oder andere Kommentatoren kommen, werden Bemerkungen editiert oder im Einzelfall (auch im Nachhinein) gelöscht und somit von der Seite genommen. Dies geschieht zum Schutz der Autoren und Beteiligten.

Das Löschen gilt auch für SEO-Kommentare, solche werden als Spam markiert.

Wir alle wissen, dass unsere Sicht der Dinge nicht vollkommen ist und wir somit einander brauchen, um gemeinsam und miteinander die Dimensionen der Fotografie zu entdecken. In diesem Bewusstsein werden auch die Artikel geschrieben und erheben deshalb keinerlei Anspruch auf Allgemeingültigkeit oder Makellosigkeit. Das gilt auch für die gezeigten Fotos.

Ich, das Team und die Gastautoren freuen uns somit sehr auf anregende Diskussionen, Austausch und natürlich auch kritische und hinterfragenden Kommentare. Wir sind hier in dem Bewusstsein, Lernende zu sein und uns gegenseitig mit neuen Ansichten in einem fortlaufendem Prozess zu bereichern und Horizonte zu erweitern.

↑ Diesen Abschnitt schließen.

Wenn du möchtest, dass ein Bild zu deinem Kommentar angezeigt wird, dann melde dich bei gravatar.com an.


kwerfeldein.de als E-Mail?
Einfach E-Mail eintragen:

Versandt von FeedBurner