Seit einigen Wochen bemerke ich in meiner Beziehung zu Gott ein starkes "Bergauf", wenn man das so sagen kann.. Aber irgendwo in mir, da schlummern Worte und Gedanken, die ich noch nie so geäußert habe und ich beabsichtige nicht, jemanden damit zu erschrecken.. Mir geht es gerade meistens sehr gut.. Aber manche Sachen, so denke ich, die muss man Wort für Wort schreiben…Die schlummern irgendwo…Und wollen raus.Sie sind stellvertretend für einen Prozeß, den ich gerade durchlebe……Here we go.
"Tief in mir und schon immer ist der Wunsch, jemand zu sein, der bewundert wird. Dem man auf die Schultern klopft. Dem man liebe Worte sagt und der sich abhebt durch das, was er tut. Nicht selten erwische ich mich dabei, mich klein zu fühlen, wenn die Kommentare auf meinem Blog ausbleiben, genauso ist es mit dem Fotoblog. Mein Drang nach Individualität wächst jeden Tag, ich will BESSER, männlicher, weiser und vor allem KREATIVER sein als andere. Masken ab. Meine Fotos sollen SCHÖNER, BUNTER und stimmungsvoller als die der anderen sein. Meine Kleidung soll ALTERNATIVER herausstechen. Der Wunsch jemand zu sein, der ANDERS ist. Gewöhnlich sein heisst tief in meinem innern auch ungewollt und abgeleht zu sein.Deshalb bin ich manchmal so stolz auf meinen Blog. Denn nicht jeder hat einen und kann nach belieben Worte ins Internet setzen. Immer wider sprudelt eine Frage in mir auf : "Für was lebe ich denn dann, wenn ich nicht auffalle, wenn sich nichts verändert ?" Dem Schmerz, ein Nichts zu sein, wie jeder andere auch "Mensch" zu sein schau ich nicht gern in die Augen. Konfrontation 100 %. NEIN ! NICHT JETZT! RUHE!
Die Leute sollen sagen : "VOLL KRASS, WAS DU DA MACHST"….Das will ich hören, TAG FÜR TAG. Sonst macht alles keinen Sinn… Keinen Sinn… Sinn…Sinn des Lebens….! Wenn ich nichts besonderes bin, was soll ich dann hier ? Als kleine Kind bekam ich das Gefühl. dass ich KOMISCH, DUMM, ZU FEIGE wäre und DAS ICH ES EH nie schaffen würde, aus meinem kleinen Leben etwas zu machen…..Und jetzt steh ich hier, selbständiger Herr Fotograf … In mir kotzt sich der abgelehnte MARTIN GOMMEL aus.. Weil mir FEHLT EIN GANZ ENTSCHEIDENTER TEIL IN MEINEM LEBEN….
Und dann kommt ja noch aufs Tablett dass ich Christ bin. WAHNSINN. Eigentlich muss ich ja alle Fragen des Lebens ABGEHAKT haben. Von wegen. Falls dieser Gott der Liebe die ANTWORT AUF ALLE MEINE FRAGEN sein sollte, FALLS ER MICH WIRKLICH GEMACHT HAT, warum ist dann da dieses GROSSE LOCH IN MEINER PSYCHE ?
ICH GLAUBE, dass ich es nicht wahrhaben will.Das da wirklich jemand immer für mich da ist. Dass da jemand soweit gehen würde, um für mich zu sterben hat schon längst keine Wirkung mehr, weil Sterben nicht in MEIN LEBEN gehört.. Ich habe keinen Bezug dazu… Dass mich jemand gemacht hat aus Liebe…Jemand, für den ich EINZIGARTIG bin und der mit mir LEBEN WILL, das ist mir doch eigentlich peinlich..Das ist so KINDISCH, so UNMÄNNLICH.UNCOOL.. Ein Gott, der mit mir KOMMUNIKATION will…EHRLICHE….OHNE BLATT VOR DEM MUND…..
Ich will dieses Zusammenleben, dass man auch Nachfolge nennt bewusst nachvollziehen und erleben……Vielleicht bin ich ja dann auch wieder in er Lage, ANDEREN liebe Worte zu sagen… UND NICHT IMMER DARAUF ZU WARTEN, DER KRASSESTE ZU SEIN, und wenn ich ein Kompliment bekomme, "Danke" zu sagen… Vielleicht schaffe ich es dann, wieder Menschen wertzuschätzen ohne heimlich darauf zu warten, dass sie mir das alles zurücksagen….Einfach, weil ich es erlebe,ja, und auch SPÜRE, dass Gott mich liebt. Das will ich. JA, DAS WILL ICH…Das brauche ich… "








Ja ich kenn das, ich versteh und hehe ich find gut das du es schreibst. Habe mir heute ne coole Sonnenbrille gekauft’ ich finde oft verstecken wir uns dahinter weil man nicht in die aUGEN SEHEN KANN
Ich glaube, diese Gefühle und Gedanken kennt jeder irgendwie. Fragt man sich nicht, das ein oder andere mal, welchen Sinn man hat und welches Ziel gerade verfolgt wird? In der heutigen Zeit ist dies mehr denn je die Zeit, in der sich die Menschen gerne mitteilen. Es ist auch sehr einfach. Ob im Internet, im Fernsehen in den zahlreichen Shows, die die Menschheit dazu aufrufen Superstars, Topmodels oder Mr.Big zu werden. Ein Sternchen am Himmel, berühmt zu werden. Nach Anerkennung lechzend, um eine Rolle zu spielen. Eine Rolle in diesem System, das schnelllebiger ist, als alles andere.
Blogs sind Mode. Jeder hat eins. Die einen sind peinlich die anderen wirklich informativ. Jeder möchte seinen Senf dazu geben, und sich mitteilen. Sei es mit schönen Bildern oder mit erlebnisreichen, mal mehr, mal weniger guten Texten. Den Tratsch, den wir früher beim Nachbarn, beim Bäcker oder Frisör ausgetascht haben, teilen wir nun der ganzen Welt mit. Legen unser intimstes Privatleben nieder, um uns mitzuteilen. Wollen wir Anerkennung oder Neid der anderen? Wir wollen Austausch und Kommunikation. Aber ist ein Blog der richtige Weg? Kann man seine Beliebtheit in Kommentaren messen? Nein. Es ist völlig egal. Ein Blog sollte keine Plattfform für sein Selbbewusstsein darstellen. Kreativ zu sein, für sich selbst, um anderen eine Freude zu machen oder für seinen Job, ist das, was uns stärkt. Nicht loben, um selbst gelobt zu werden. Selbstbeweihräucherung und Bauchpinselei wird in der Werbung und bei Kreativen groß geschrieben. Ist es das, was uns zum Erfolg bringt und das, was uns Motiviert?
Auch ich habe ein blog, für meine Bilder, die ich mag. Aber mein Fotoalbum daheim mag ich lieber. Mit Freunden oder dem Partner auf der Couch sitzen und die Erinnerungen über die Seiten schweifen lassen. Dias von damals an die Wand werfen und lecker Wein trinken. Das ist das, was mir wirklich ein Gefühl bereitet. Ich freue mich über jeden Kommentar, logo. Aber meine Stimmung hängt davon nicht ab.
Erwartungen abschalten. Nichts fordern. Selbst zu sein. Kreative haben oft die Angewohnheit, alles anders zu sehen und zu machen. Und hoffen darauf, auch andres zu sein. Sind sie aber nicht. Ich bin nicht mehr oder weniger, als die, die Schuhe verkauft oder beim Arzt arbeitet. Dachte ich immer. Aber Augen auf. Wir sind im Grunde genommen alle gleich. Denoch sollte man seine Individualität bewahren.
Wer etwas Besonders sein möchte, stellt seine Fotos nicht ins Netz. Das machen doch schon 25.000 andere. Die meisten davon besser. Finde das Besondere in Dir, etwas, was kaum ein anderer macht. Anderen Menschen etwas zu geben und etwas zu unternehmen, was anderen hilft, ist glaub ich etwas, wodurch man sich gestärkt fühlt. Mit sich zufrieden sein, egal, wer was sagt oder was andere machen. Das ist die große Aufgabe. Frage Deine Besucher, was sie gefunden haben, was das Leben interessant und lebenswert macht! Leider bin ich bestimmt nicht die erste auf der Liste. Aber ich arbeite daran.
@ Jems : Stimmt :-)
@ Sam : Danke für Deinen langen Beitrag, Du schreibst sehr viel Wahres… Weisst Du, diese Dinge kommen ja nicht alle auf einmal, wie in diesem zusammenhängenden Bericht… Sie sind unter der “Decke” und kommen ab und zu nach oben oder zeigen sich in manchen Verhaltensweisen, über die ich dann erschrecke.. Bei mir ist es ein Zustand des Geliebtsein-Wollens, welchen ich als natürlich und auch in Ordnung finde. Mein Weg damit umzugehen ist Gott, von dem ich weiß und immer wieder spüre, dass er mit liebt..Und je mehr ich mich ihm aussetze, spüre ich, dass verschiedene Dinge in meinem Herzen heil werden. Dieser Prozess ist noch lange nicht abgeschlossen…und eins meiner Ziele ist es, meinen Fotoblog zu führen, ohne von den Kommentaren abhängig zu sein, aber mit der erwünschten Kritik positiv umzugehen, da ich mich verbessern möchte…
jepp, diese Gedanken und Gefühle kenne ich teilweise auch, ist sehr interessant was ihr so schreibt und lustig das es fast jedem so geht…
“Mareen:
Ich denke, ich warte noch, bis ich was neues poste.
b.
wieso?
Mareen:
Wenns denn keinen interessiert und niemand was schreibt… ”
http://www.mareenfischinger.com/index.php4?id=481
@Mark: test 1
@Martin Gommel: test 2 ad aölksjd aölskdj aölskdj aölkdj aöldkj