Seit 2 Tagen bin ich erkältet, Kopfweh scheint sich nicht verabschieden zu wollen. Zur Zeit muß ich sagen, fällt es mir immer wieder schwer ein “inneres Gleichgewicht” zu finden… Ruhe ist etwas, was mir fehlt, obwohl ja schon lange nicht wirklich arbeiten muss. Vielleicht sollte ich doch etwas auf das hören, was ich am Wochenende von Laurence Freeman gehört habe. Vielleicht hier drauf…
Um ehrlich zu sein :
In meiner Beziehung zu Gott sieht es gerade und schon sein 2-3 Monaten mau aus. Mau Mau. Ende.
Ich finde selten die Kraft dazu, mich aufzuraffen und dem Schöpfer meine Anliegen und mich selbst auszuliefern, obwohl Er mich immer wieder einholt und ich dann das Gefühl von Frieden spüren darf…. Ich lese viel, der Input stimmt, aber ich kann mich trotzdem nicht selbst überzeugen, dass ich mir JETZT Zeit für ihn nehme.
Ich erinnere mich daran, dass das Leben kurz ist…
Ein guter Freund hat mir einmal gesagt, dass ich ein extremer Mensch bin… Und das ist richtig… Ich lebe in extremen…Ich bin mal hiervon begeistert, mal davon, aber selten gelingt es mir wirklich eine Sache solide durchzuziehen.. Ausdauer, Konstanz, ja eben Ruhe brauche ich…
Ich entecke selten Gott. Nein. Ich entdecke mich und das nicht selten mit Enttäuschung und Reue.. Ich verletze Menschen, bin ungeduldig, kurz angebunden, manchmal schneller gereizt als sonst (bitte verzeiht mir, falls Ihr etwas davon abbekommen habt!), bezahle meine Rechnungen fast nie pünktlich und verbringe zu viel Zeit am PC.
Wenn es mich 2 mal geben würde, würde ich mich jetzt selbst beraten. “Klar, Martin, der gane Schlamassel ist darauf zurückzuführen, dass Du zu wenig Zeit mir Gott hast.”
Aber wer sagt mir denn, dass diese Erkenntnis meiner selbst nicht zur Reise gehört ?
Wenn ich an meine berufliche Zukunft denke, wird mir etwas schwindelig… Ich habe immer noch keine Arbeitsstelle, morgen einen Termin beim Arbeitsamt um A-Losen-Geld zu beantragen… Reichlich spät, aber ich wusste nicht, dass man bei unbefristeten Verträgen sich 3 Monate vorher arbeitslos melden muss. Somit werde ich das Geld ziehmlich viel später bekommen.
Nächste Woche habe ich wieder ein Vorstellungsgespräch und ich weiß nicht, wie es mir dabei geht, denn es ist in einem Kinderheim. Oh nein. Eigentlich hatte ich mir geschworen nie wieder mit “Herr Gommel” angeredet zu werden.. Nie wieder Kinderheim.. Na sowas, scheinbar muß ich da wohl doch über mein Ego springen… Auf neues gefasst machen, aber auch glauben können, dass es gut wird… Kann ich das ? Will ich das ?
Beruf ist für mich mittlerweile etwas, das ich mich unruhig macht, da ich nicht wirklich weiß, ob der Erzieher das ist, was ich mein Leben lang tun will… Bin ich hier richtig ? Bin ich falsch ? Wo will ich hin ? Was kann ich noch so gut, dass sich eine zusätzliche Ausbildung lohnt ? Keine Ahnung.
Natürlich hat mein Leben auch eine schöne Seite.
Elena.
Sie überrascht mich immer wieder mit Ihrer Ruhe, Liebe und Authenzität, sodass ich oft sprachlos bin. Ausserdem hat sie fast immer ein “Ass im Ärmel”, einen Tipp, Hoffnung. Grün ist ihre Lieblingsfarbe.
Gestern hat sie mir die Haare geschnitten.. Alles weg. Und obwohl ich wegen meiner Erkältung genervt war, hat sie das nicht persönlich genommen….
Unsere Vertrautheit wächst. Sie ist die Person, die mir sehr sehr nahe steht..
Fotosblogs, Fotos schießen.
Macht mir Spaß. Echt.
Blogs lesen. Auch gut. Besonders Blogschokolade von Nadine.
Musik machen. Schöööööööön.
Mit Muhammed vom Gemüseladen 2mal am Tag labern, austauschen, Spaß haben.
Kubik. Danke für alles.
Ab und zu mit Mark chatten und Freestyle reimen über Aim.
Mit Johnny Kleske Blogsport betreiben und WordPress und Html kapiern. Oder nicht kapiern.
Kaffee schlürfen. Hmm.
Battelfield 2 online zocken (Stimme Engelchen, linke Schulter:”Aber nicht zu lang !”)








hach ja… *seufz*
hey bb, ich bin´s, dein kleiner Bruder…hab mich sehr gewundert,was ich da auf deiner Page lesen musste.Bisher war ich immer der Ansicht, dass du wie ein fels in der brandung stehst, und für mich tust du das auch.In unserer Vergangenheit haben wir vieles, was uns stark zusammenschweisst und uns verbindet;nicht, das wir nur Brüder sind.Wir sind Freunde, die einenander vertrauen können.
Ich denke, dass du eines in deinem Leben nie verlieren darfst:den Glauben, deinen Glauben.Auch ich habe einen Glauben, egal an wen oder an was;für dich war dein Glauben immer wichtig, wenn nicht sogar das wichtigste.und momentan kommt´s mir so vor.als ob du an deinem Wegbereiter Zweifel hegst;aber warum?!Ich kann dir nicht viel über deine Beziehung zu Gott sagen, ausser dass ich immer den Eindruck hatte, dass euch eine tiefe Verbundenheit auszeichnet.Mach dir keine Gedanken, mein Bruder.Mir scheint, als ob du etwas zu viel ungenutzte Zeit zum Nachdenken hattest;stell vielleicht nicht alles in Frage(ich möchte das nicht mit erhobenem Finger sagen…), sondern gib dir auch die Zeit.Und Elena, das ist klar, hat dich sehr gerne.wie ich auch.
Cool,
ich freue mich auf unsere WG, mir gehts oft genauso, vielleicht können wir da gemeinsam lernen. Und weiterkommen.
Jens
Hi Martin,
Du wunderst Dich bestimmt, dass jetzt einer auf eine so alten Post schreibt. Hab eben in deinem Post “Aus diesem Prozess heraus entstand kwerfeldein.de, das Blog. Zu Beginn war kwerfeldein.de einfach nur ein öffentliches Tagebuch, in das ich hineinschrieb, was mir in den Sinn kam. Spirituell-theologische Ergüsse wie auch meine Fotos und ein paar Gedanken dazu.” gelesen und wurde neugierig. Das ist der erste Post von früher den ich lese und ich bin froh, ihn gelesen zu haben…
Es ist verrückt, wie damals Dein Leben lief und wo es jetzt hingekommen ist. Ich kenne Dich ja nicht viel, kenne Dich nur von den zwei Telefonaten und von kwerfeldein.de aber wenn ich das was ich weiß jetzt summiere und schaue, was aus deinen Befürchtungen wurde, dann kann ich nur staunen und mich freuen, dass Du jetzt Deinen Beruf hast, Fotograf bist und dass Du Elena geheiratet hast und ihr zwei jetzt mit einer Tochter gesegnet seid.
Schön, dass Du Deine alten Posts auf kwerfeldein.de gelassen hast und sie nicht raus nimmst.
Ich finde es ermutigend!
Mir geht es, wie es Dir damals ging. Die Zeiten, die man mit Gott verbringen möchte, scheinen zwecklos zu sein. Und doch halte ich fest an dem, was Jesus mich schon so verrückt geführt hat und vertraue darauf, dass Er wieder andere Zeiten schenkt.
Das hoffe ich auch für Dich, dass Du über die Jahre klar Seine Führung sehen konntest.
Danke für Deinen Blog, danke für Deine Arbeit.
Gäb es kwerfeldein.de nicht, wäre das iNet wirklich um einiges Ärmer. Schön, dass Gott aus einem Loch damals jetzt genau vier Jahre später einen Berg gemacht hat, von dem aus Du mit Zuversicht in die Zukunft schauen kannst :)
Ganz liebe Grüße
dein david