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	<title>kwerfeldein - Fotografie Magazin &#187; Unterwasser</title>
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	<description>Das Fotografie Magazin</description>
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		<title>Die versunkene Welt</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Feb 2013 06:38:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aileen Wessely</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>
		<category><![CDATA[Unterwasser]]></category>
		<category><![CDATA[andreas franke]]></category>
		<category><![CDATA[ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[fotomanipulation]]></category>
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		<description><![CDATA[Mit seinem Projekt „The Sinking World“ erweckt Andreas Franke eine seltsame, vergessene Unterwasserwelt wieder zum Leben und erschafft Reiche, die es nie gegeben hat. Alltagszenen und die opulente Welt des Rokoko versetzt der K&#252;nstler auf zwei Schiffswracks und stellt die Bilder dort auch wieder aus. Die Bilder erzeugen ihre Spannung durch die Gegens&#228;tze, die sich [...]<p></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit seinem Projekt „The Sinking World“ erweckt Andreas Franke eine seltsame, vergessene Unterwasserwelt wieder zum Leben und erschafft Reiche, die es nie gegeben hat. Alltagszenen und die opulente Welt des Rokoko versetzt der K&#252;nstler auf zwei Schiffswracks und stellt die Bilder dort auch wieder aus.</strong></p>
<p>Die Bilder erzeugen ihre Spannung durch die Gegens&#228;tze, die sich in sich vereinen: Die sanfte, geheimnisvolle Leere, die in schlafenden Schiffswracks auf den Meeresb&#246;den herrscht, wird verbunden mit realen Szenen voller Leben und Vitalit&#228;t. So entsteht eine neue Welt, die ebenso bizarr wie anziehend ist.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/stavronikita-project-by-andreas-franke_Gallery1.jpg" rel="lightbox[53774]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/stavronikita-project-by-andreas-franke_Gallery1-650x434.jpg" alt="Stavronikita Project by Andreas Franke: Gallery" width="650" height="434" class="aligncenter size-medium wp-image-54196" /></a></p>
<p>Die dort unten ruhenden Giganten bilden nicht nur fantastische und einzigartige Hintergr&#252;nde f&#252;r die Szenerien in Andreas Frankes Arbeiten &#8211; sie bieten auch die besten Ausstellungsr&#228;ume, die man sich f&#252;r diese Bilder vorstellen k&#246;nnte. Diese spektakul&#228;ren Unterwasser-Galerien ziehen vorbeikommende Taucher in ihren Bann und zeigen auch die Wirkung des Ozeans selbst. </p>
<p>Denn w&#228;hrend der Wochen und Monate unter Wasser hinterl&#228;sst das Meer eindrucksvolle, unvergleichliche Spuren auf den Bildern. Es schm&#252;ckt sie mit einer speziellen Patina, versieht sie mit dem Gesicht der Verg&#228;nglichkeit und verwandelt sie in einzigartige Sch&#246;nheiten, &#228;hnlich vergilbten Fotos, die von den Umst&#228;nden gezeichnet wurden.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/Vandenberg-Project-by-Andreas-Franke_Mrs.-Pawlowana-and-her-girls_Original.jpg" rel="lightbox[53774]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/Vandenberg-Project-by-Andreas-Franke_Mrs.-Pawlowana-and-her-girls_Original-650x433.jpg" alt="Vandenberg Project by Andreas Franke: Mrs. Pawlowana and her girls Original" width="650" height="433" class="aligncenter size-medium wp-image-54200" /></a></p>
<p>24.27 N, 81.44 W. An diesen Koordinaten befindet sich die letzte Ruhest&#228;tte der USS General Hoyt S. Vandenberg. Im Mai 2009 wurde die Vandenberg in die Dunkelheit vor der K&#252;ste Floridas versenkt, um ein k&#252;nstliches Riff zu werden. Schnell entwickelte sich wieder Leben auf den stillgelegten 10.000 Tonnen, die in knapp 40 Metern Tiefe liegen.</p>
<p>Dieses lebendige, geheimnisvolle Nichts und diese bedrohliche, wilde Leere haben den &#214;sterreicher, Fotografen und passionierten Taucher Andreas Franke in ihren Bann gezogen. Er nahm also Studioaufnahmen von Alltagsszenen und setzte sie in diese Unterwasserwelt ein, die vom Schiff und seiner Atmosph&#228;re geschaffen wird.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/Vandenberg-Project-by-Andreas-Franke_Kenny-hits-Pete.jpg" rel="lightbox[53774]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/Vandenberg-Project-by-Andreas-Franke_Kenny-hits-Pete-650x433.jpg" alt="Vandenberg Project by Andreas Franke: Kenny hits Pete" width="650" height="433" class="aligncenter size-medium wp-image-54199" /></a></p>
<p>So findet ein Boxkampf auf dem Boden des Meeres statt und wie in einem M&#228;rchen l&#228;uft ein M&#228;dchen in einem wei&#223;en Kleid mit einem Schmetterlingsnetz &#252;ber das geisterhafte Deck. Mrs. Smith h&#228;ngt ihre W&#228;sche zum Trocknen auf und Mrs. Pawlowana &#252;bt mit ihren drei Ballett-Sch&#252;lerinnen.</p>
<p>Es entsteht eine Welt, die von den blaugr&#252;nen Nebeln des Meeres umgeben, irgendwo zwischen Vergangenheit und dem Heute verankert ist. Erinnerungen, Geisterschemen, Spukgestalten &#8211; M&#246;glichkeiten? Auf der Vandenberg spielen sich Szenen ab, die ebenso verwirrend wie faszinierend sind.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/Vandenberg-Project-by-Andreas-Franke_Mrs.-Smith.jpg" rel="lightbox[53774]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/Vandenberg-Project-by-Andreas-Franke_Mrs.-Smith-650x433.jpg" alt="Vandenberg Project by Andreas Franke: Mrs. Smith" width="650" height="433" class="aligncenter size-medium wp-image-54191" /></a></p>
<p>Die Fotos wurden f&#252;r ihre Ausstellung unter Wasser mit Plexiglas versiegelt, in rostfreie Rahmen mit Magneten gesetzt und schlie&#223;lich vorsichtig an den Seiten des Schiffes selbst wieder angebracht. Durch die Verwendung von Magneten und besonnener Auswahl der Anbringungspunkte wurde es m&#246;glich, das Leben der neuen Bewohner auf der Vandenberg nicht zu st&#246;ren und auch das Schiff selbst nicht zu besch&#228;digen &#8211; so konnten die Bilder sp&#228;ter auch leicht wieder abgenommen werden.</p>
<p>W&#228;hrend Taucher durch die Ausstellung schwebten, trugen Algen und Mikroorganismen des Salzwassers ihren Teil zu den Bildern bei, indem sie jedem Bild eine individuelle Signatur des Ozeans verliehen. Ein leiser Hauch von Unbest&#228;ndigkeit auf den Bildern, die f&#252;r die Ewigkeit &#8211; in menschlichen Ma&#223;st&#228;ben &#8211; gemacht zu sein schienen. Aber alles schwindet, wenn auch langsam.</p>
<div class="video">
<p><iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/kHQuP4uleaE?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
</div>
<p>~</p>
<p>Die SS Stavronikita liegt bei 13.8 N, 59.38 W auf dem Grund des Ozeans, direkt neben der karibischen Insel Barbados. Sie fiel vor &#252;ber 20 Jahren einem Feuer zum Opfer und fand an diesem Punkt ihre letzte Ruhe &#8211; versteinert zu einem k&#252;nstlichen Riff, von dem man dachte, dass es bis in alle Ewigkeit schlafen w&#252;rde.</p>
<p>&#220;ber die Jahre hat das Meer das Wrack mit seltsam sch&#246;nem Mobiliar eingerichtet. Unz&#228;hlige schimmernde Korallen, Schw&#228;mme und Muscheln h&#228;ngten sich ans Heck, die Masten und die W&#228;nde. Schw&#228;rme von Fischen der unterschiedlichsten Arten richteten sich rund um den gesunkenen Frachter ein.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/1-stavronikita-project-by-andreas-franke_Picnic-for-Three.jpg" rel="lightbox[53774]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/1-stavronikita-project-by-andreas-franke_Picnic-for-Three-650x433.jpg" alt="Stavronikita Project by Andreas Franke: Picnic for Three" width="650" height="433" class="aligncenter size-medium wp-image-54193" /></a></p>
<p>Dieses Wrack ist ein atemberaubendes Symbol der Unverw&#252;stlichkeit des Lebens. Das Leben kann nicht einfach ausgel&#246;scht werden. Es entfaltet sich, bl&#252;ht, gedeiht, keimt und knospt. Direkt vor der K&#252;ste von Barbados feiert es ein &#252;berbordendes Fest seiner unvorstellbaren Kr&#228;fte.</p>
<p>Zu diesem &#220;berfluss an kleinteiligem, wuselndem Leben in allen Formen und Farben passt eine Epoche, die ebenso die Extravaganz, Eitelkeit und den Prunk dekadent feierte: Rokoko. Perfekt f&#252;gen sich drei junge Damen bei einem verschwenderischen Picknicks in die von Korallen wimmelnde Welt ein.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/2-stavronikita-project-by-andreas-franke_Marie.jpg" rel="lightbox[53774]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/2-stavronikita-project-by-andreas-franke_Marie-650x433.jpg" alt="Stavronikita Project by Andreas Franke: Marie" width="650" height="433" class="aligncenter size-medium wp-image-54194" /></a></p>
<p>Das Deck wird zum Ankleidezimmer f&#252;r eine Dame im Reifrock, die aus den Kleidern in ihrem &#252;berquellenden Schrank noch ein f&#252;r diesen Tag passendes ausw&#228;hlen muss. Wie Voyeure beobachten wir sie dabei, aus dem Schutz einer Koralle heraus.</p>
<p>Auch diese Bilder wurden in 24 Metern Tiefe am Ursprungsort von Ideen und Kulisse, der SS Stavronikita selbst, wieder behutsam ausgestellt. Noch bis April k&#246;nnen sie dort im Rahmen eines Tauchgangs besichtigt werden, w&#228;hrend das Meer wieder eine Schicht Patina auftr&#228;gt, die den sp&#228;teren Betrachter an Land an die Verg&#228;nglichkeit allen Seins und das bl&#252;hende Leben erinnert.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/stavronikita-project-by-andreas-franke_Gallery5.jpg" rel="lightbox[53774]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/stavronikita-project-by-andreas-franke_Gallery5-650x434.jpg" alt="Stavronikita Project by Andreas Franke: Gallery" width="650" height="434" class="aligncenter size-medium wp-image-54197" /></a></p>
<p>Andreas Franke ist seit mehr als 20 Jahren Fotograf und Reisender in der Welt und zwischen den Welten. Seine Arbeit f&#252;hrt ihn regelm&#228;&#223;ig in etliche L&#228;nder auf etlichen Kontinenten &#8211; ebenso wie seine Leidenschaft f&#252;r das Tauchen. Inspiriert von diesen Eindrucken an Land und unter Wasser &#252;berschreiten seine Bilder die Grenzen zwischen Fantasie und Realit&#228;t.</p>
<blockquote><p>In meinen Fotografien versuche ich, Scheinwelten zu erschaffen, die weit hinter den oft oberfl&#228;chlichen und aufmerksamkeitsheischenden Bildern der Werbeindustrie liegen. Deshalb basiert meine Arbeit immer auf einem strengen Konzept, das fotografisch und technisch perfekt umgesetzt wird. Jedes kleine Detail ist Teil einer pr&#228;zise arrangierten Produktion.</p></blockquote>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/stavronikita-project-by-andreas-franke_Marie-and-Claudette.jpg" rel="lightbox[53774]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/stavronikita-project-by-andreas-franke_Marie-and-Claudette-650x433.jpg" alt="Stavronikita Project by Andreas Franke: Marie and Claudette" width="650" height="433" class="aligncenter size-medium wp-image-54198" /></a></p>
<blockquote><p>F&#252;r mich ist es wichtig, den technischen Fortschritt der Fotografie auszunutzen, um die Grenzen der fotografischen Verbildlichung auszuloten. Heute haben wir M&#246;glichkeiten, von denen wir vor einigen Jahren noch nicht einmal getr&#228;umt h&#228;tten. Sie &#246;ffnen den Weg f&#252;r unsere Vorstellungskraft und Fantasie.</p>
<p>Mit meinen Fotos von gesunkenen Schiffswracks m&#246;chte ich den Betrachte in eine unwirkliche und merkw&#252;rdige Welt ziehen. Geheimnisvolle Szenen der Vergangenheit, die in einem erdachten Raum spielen. Traumwelten, in denen man verloren gehen oder sich mit ihnen identifizieren kann. All das erschafft eine neue und unerwartete Atmosph&#228;re.</p></blockquote>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/Vandenberg-Project-by-Andreas-Franke_Sarah_Original.jpg" rel="lightbox[53774]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/Vandenberg-Project-by-Andreas-Franke_Sarah_Original-650x433.jpg" alt="Vandenberg Project by Andreas Franke: Sarah Original" width="650" height="433" class="aligncenter size-medium wp-image-54192" /></a></p>
<p>Wer nun beim Betrachten dieser traumhaften Unterwasserfantasien in Seufzern versinkt, dem sei die Webseite des Projektes <a href="http://www.thesinkingworld.com/" target="_blank">„The Sinking World“</a> ans Herz gelegt. Im Shop gibt es auch Poster, Drucke in limitierten Auflagen und wer etwas ganz Besonderes haben m&#246;chte, kann auch eines der Originalbilder erwerben, die auf den Schiffswracks ausgestellt wurden.</p>
<p></p>
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		<title>Im Gespr&#228;ch mit Mark Tipple</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Oct 2012 07:25:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Normen Gadiel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Unterwasser]]></category>
		<category><![CDATA[Australien]]></category>
		<category><![CDATA[fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Mark Tipple]]></category>
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		<category><![CDATA[Tauchen]]></category>
		<category><![CDATA[The Underwater Project]]></category>
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		<description><![CDATA[Seit dem Sommer 2010 arbeitet der Australier Mark Tipple an der Serie „The Underwater Project“, bei der er Menschen dabei fotografiert, wie sie unter einer Welle tauchen. Ich sprach mit ihm &#252;ber seine Arbeitsweise unter und &#252;ber Wasser. Nach dem Interview haben mir nicht nur seine Fotos Respekt abverlangt, sondern noch etwas anderes. Hallo Mark, [...]<p></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Seit dem Sommer 2010 arbeitet der Australier Mark Tipple an der Serie „The Underwater Project“, bei der er Menschen dabei fotografiert, wie sie unter einer Welle tauchen. Ich sprach mit ihm &#252;ber seine Arbeitsweise unter und &#252;ber Wasser. Nach dem Interview haben mir nicht nur seine Fotos Respekt abverlangt, sondern noch etwas anderes.</strong>  </p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/10/UWP_Dust.jpeg" rel="lightbox[47132]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/10/UWP_Dust-650x433.jpeg" alt="" title="Documenting life below the surface" width="650" height="433" class="alignnone size-medium wp-image-47141" /></a></p>
<p><strong>Hallo Mark, warum hast Du mit dem Projekt angefangen und was sind Deine Ziele dabei?</strong></p>
<p>Ich suchte nach einem anderen Weg, Aufnahmen vom Surfern zu machen. Nach vielen Jahren mit verschiedenen Versuchen wie zum Beispiel dem Ausprobieren verschiedener Winkel oder dem Montieren der Kamera auf dem Surfboard war ich irgendwann gelangweilt von meinen Fotos und den Standardaufnahmen, die ich im Internet oder Magazinen zu sehen bekam. </p>
<p>Eines Tages wurde ich an der falschen Stelle erwischt, als gerade eine Welle vor mir zu brechen begann. Ich entdeckte neben mir einen Schwimmer und als wir beide untertauchten, hielt ich die Kamera auf ihn und fotografierte ihn dabei, wie er durch die Welle tauchte. Dieses Foto war der Anfang der Serie und der Fokus verschob sich von Surfern zu den tauchenden Schwimmern. Seit diesem Tag fasziniert es mich, zu sehen wie wir aussehen, wenn wir verhindern wollen, dass die Welle von oben auf uns f&#228;llt.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/10/UWP_Parachute.jpeg" rel="lightbox[47132]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/10/UWP_Parachute-650x433.jpeg" alt="" title="Documenting life below the surface" width="650" height="433" class="alignnone size-medium wp-image-47135" /></a></p>
<p><strong>Wo entstehen die Fotos und was musst Du dabei beachten?</strong></p>
<p>Die meisten Fotos sind auf dem Bronte Beach in Sydney entstanden, der zu Fu&#223; ungef&#228;hr zehn Minuten vom ber&#252;hmten Bondi Beach entfernt ist. Die Location ist ein kleine &#246;stlich zugewandte Bucht, die den Wellengang einf&#228;ngt. Es ist perfekt f&#252;r mich, wenn die Rettungsschwimmer ihre Fahnen in die n&#246;rdliche Ecke der Bucht stecken, weil dann die Wellen gegen das Riff in der s&#252;dlichen Ecke der Bucht schlagen, dort einiges an Kraft verlieren und das Wasser sehr klar bleibt. </p>
<p>Die Wellen haben dann definitiv keine gro&#223;e Kraft mehr, weshalb man dort auch gut schwimmen kann. In Kombination mit den anwesenden Rettungsschwimmern, den relativ weichen Wellen und dem klaren Wasser kann ich so im Sommer innerhalb einer Woche ein paar Tage fotografieren gehen. Ausnahmen wie im letzten Sommer, als El Niño uns viel Regen und kalte Temperaturen brachte, kann es nat&#252;rlich immer geben. </p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/10/UWP_Escape.jpeg" rel="lightbox[47132]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/10/UWP_Escape-650x433.jpeg" alt="" title="Documenting life below the surface" width="650" height="433" class="alignnone size-medium wp-image-47142" /></a></p>
<p><strong>Welche Tageszeit ist f&#252;r Deine Unterwasseraufnahmen perfekt?</strong></p>
<p>Normalerweise versuche ich, dem Handbuch der Fotografen zu folgen und Aufnahmen eher morgens oder in den Abendstunden zu machen, wenn das Licht weich und warm ist. Ich habe dann aber schnell feststellen m&#252;ssen, dass sich zu dieser Zeit kaum jemand im Wasser aufh&#228;lt. An der Ostk&#252;ste, wo die Sonne aufgeht, ist es bis 10 Uhr morgens unter Wasser noch sehr dunkel. </p>
<p>Gegen 11 Uhr kommen dann die ersten Touristen zum Strand und fangen mit dem Schwimmen an. Selbst an sehr hei&#223;en Tagen ist es im Wasser immer noch sehr k&#252;hl und so ist die beste Zeit f&#252;r mich nachmittags, wenn die meisten Leute ins Wasser gehen, um sich abzuk&#252;hlen und Spa&#223; zu haben.</p>
<p>Es gibt einige Fotos, die ich zu einer sp&#228;teren Tageszeit bei untergehender Sonne geschossen habe, das Sonnenlicht erzeugt dabei aber einen gro&#223;en Ring auf dem Bild und das ist f&#252;r ein gutes Foto nicht besonders f&#246;rderlich.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/10/UWP_Deep.jpeg" rel="lightbox[47132]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/10/UWP_Deep-650x433.jpeg" alt="" title="Documenting life below the surface" width="650" height="433" class="alignnone size-medium wp-image-47140" /></a></p>
<p><strong>Was hast Du f&#252;r eine Ausr&#252;stung und wieviel kostet ein Unterwassergeh&#228;use?</strong></p>
<p>Die Kamera ist eine gew&#246;hnliche Canon 7D mit einem Tokina Fisheye-Objektiv. Das zusammen hat mich, glaube ich, um die 2,200 AU$ (entspricht ca. 1.700€) gekostet. Das Unterwassergeh&#228;use und der Domeport (zur Korrektur der optischen Bedingungen unter Wasser) d&#252;rften ungef&#228;hr noch einmal so viel gekostet haben. Da sich ein Gro&#223;teil meiner Arbeiten mit Filmen besch&#228;ftigt, bin ich jetzt umgestiegen auf die Canon 5D MarkIII. Die Arbeitsabl&#228;ufe sind die gleichen, die Qualit&#228;t ist jedoch etwas besser. </p>
<p><strong>Vom Surfen wei&#223; ich, dass man unter Wasser schnell die Orientierung verlieren kann. Hast Du schon &#228;hnliche gef&#228;hrliche Situationen erlebt?</strong></p>
<p>Als ich angefangen habe, die Schwimmer zu fotografieren, trug ich immer einen G&#252;rtel mit Gewichten, damit ich l&#228;nger unter Wasser bleiben konnte. Ich dachte, das w&#228;re eine gute Idee gewesen &#8211; allerdings dachte ich das nur bis zum dem Tag, an dem eine Welle direkt &#252;ber meinem Kopf und meinem ausgestreckten Arm gebrochen ist. Dabei ist mir die Leine der Kamera abgerissen und ich wurde durch meinen G&#252;rtel auf den Boden gedr&#252;ckt. </p>
<p>Es war nur eine kleine Welle, deshalb hatte ich auch keine Angst und habe einfach gewartet, bis ich wieder auftauchen konnte. Ich war jedoch besorgt, dass meine Kamera zertr&#252;mmert oder ins Meer gesp&#252;lt wurde. Nach ein paar Minuten wilder Suche habe ich sie dann aber in der N&#228;he des Ufers gefunden und gleich auf Sch&#228;den kontrolliert. Zum Gl&#252;ck konnte ich nichts finden.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/10/UWP_BreakOut.jpeg" rel="lightbox[47132]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/10/UWP_BreakOut-650x433.jpeg" alt="" title="Documenting life below the surface" width="650" height="433" class="alignnone size-medium wp-image-47139" /></a></p>
<p><strong>Was machst Du abseits der Unterwasserfotografie?</strong></p>
<p>Ich arbeite f&#252;r mehrere humanit&#228;re Organisationen und unterst&#252;tze sie durch die Bereitstellung von Fotos und Filmaufnahmen, die die Organisationen dann f&#252;r Spendenwerbung oder Medienkampagnen einsetzen. Ich habe gerade erst Fotos f&#252;r die <a href="http://www.salvationarmy.org/" target="_blank">Heilsarmee</a> gemacht und werde demn&#228;chst mit einer Organisation zusammenarbeiten, die sich um Menschen mit Behinderungen k&#252;mmert. Ich liebe es, anderen Menschen mit dem was ich kann, zu helfen.</p>
<p>Mein ganzes Leben besch&#228;ftigt sich mit der Fotografie oder dem Filmen. Entweder reise ich zu einem Shooting, bin gerade dabei oder besch&#228;ftige mich mit der Nachbearbeitung der Aufnahmen. Das ist eine Menge Arbeit und m&#246;glicherweise w&#228;re es f&#252;r mich einfacher, einem geregelten Job nachzugehen. Letztendlich kann ich jedoch das machen, worauf ich Lust habe und bekomme so direkt die positiven Ergebnisse meiner Mitwirkung in den einzelnen Projekten mit und das ist f&#252;r mich ein tolles Leben!</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/10/UWP_Piano.jpeg" rel="lightbox[47132]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/10/UWP_Piano-960x640.jpeg" alt="" title="Documenting life below the surface" width="960" height="640" class="alignnone size-large wp-image-47136" /></a></p>
<p><strong>Mark, ich danke Dir f&#252;r diese Einblicke und w&#252;nsche Dir noch viel Erfolg bei folgenden Projekten.</strong></p>
<p><em>Wer mehr &#252;ber Mark Tipple und das Projekt erfahren will, kann die dazugeh&#246;rige Seite <a href="http://www.theunderwaterproject.com" target="_blank">„The Underwater Project“</a> besuchen.</em></p>
<p></p>
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		<title>Unterwasser mit Neil Craver</title>
		<link>http://kwerfeldein.de/2011/10/01/omniphantasmic-unterwasser-mit-neil-craver/</link>
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		<pubDate>Sat, 01 Oct 2011 09:04:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katja Kemnitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>
		<category><![CDATA[Unterwasser]]></category>
		<category><![CDATA[neil craver]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[unterwasser]]></category>

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		<description><![CDATA[Unterwasserfotos sind mitunter die schwierigsten Bilder, die man als Fotograf machen kann. Nicht nur, weil man daf&#252;r eine gewisse Technik braucht und ein Vertrauen in Unterwassergeh&#228;use, sondern weil das Element es einem an sich nicht leicht macht.<p></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Unterwasserfotos sind mitunter die schwierigsten Bilder, die man als Fotograf machen kann. Nicht nur, weil man daf&#252;r eine gewisse Technik braucht und ein Vertrauen in Unterwassergeh&#228;use, sondern weil das Element es einem an sich nicht leicht macht.</strong></p>
<p>Umsomehr beeindrucken die Bilder von <a href="http://photonorganon.com/" target="_blank">Neil Craver</a>, der eine ganze Serie von Unterwasserbildern mit Frauen gemacht hat. Dass dabei ein starkes Konzept hinter den Bildern steckt, wird schnell klar. Neils Fokus beim Fotgrafieren fu&#223;t auf philosophischen und psychologischen Theorien.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/09/a4b582c44739a08d8e97ecdab71f4863.jpg" rel="lightbox[22123]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/09/a4b582c44739a08d8e97ecdab71f4863.jpg" alt="" title="a4b582c44739a08d8e97ecdab71f4863" width="600" height="400" class="alignnone size-full wp-image-22141" /></a></p>
<p><em>&#8220;Dieses Projekt ist dazu bestimmt, mit Emotionen konsumiert und nicht nur mit den Sinnesorganen wahrgenommen zu werden&#8221;,</em> schreibt er zu seiner Serie. Ihm geht es darum, eine Komposition zu schaffen <em>&#8220;um einen Sog von Nachrichten zu erzeugen, um die starken Einfl&#252;sse von unbewussten Elementen hervorzuheben, die unsere Leben beeinflussen und steuern.&#8221;</em></p>
<p>Viele der Bilder sind durch die Wasserlinie geteilt. Diese kennzeichnet f&#252;r ihn die Trennung bewusst wahrnehmbarer Informationen und dem viel gr&#246;&#223;eren Unterbewusstsein. </p>
<p><span id="more-22123"></span></p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/09/dbdcafb16d0ded697424e8c81e4fec87.jpg" rel="lightbox[22123]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/09/dbdcafb16d0ded697424e8c81e4fec87.jpg" alt="" title="dbdcafb16d0ded697424e8c81e4fec87" width="600" height="400" class="alignnone size-full wp-image-22143" /></a></p>
<p><em>&#8220;Was man wahrnehmen und verarbeiten kann, ist ein extrem begrenzter Teil von dem, was man vom physikalischen Umfeld wahrnimmt. Und um die irritierenden Fragen der inneren Gegebenheiten wirklich zu begreifen, muss man sich selbst einer Flut von unbegrenzten Informationen &#246;ffnen. </p>
<p>Also muss man in die wolkigen, seelenruhigen Gew&#228;sser der unterbewussten Welt eintauchen, um irgendwie die Verbindungen zwischen dem bewussten und dem unbewussten Geist zu befreien. Und wenn dieser Abbau erst einmal begonnen hat, wird die Beleuchtung der selbst aufgezwungenen Schranken von Werten, Ideen und moralischen Gesetze verschwinden. </p>
<p>Wenn die unterbewussten Fluten die Gefangenschaft der Gesellschaft passieren, startet dies den Prozess einer nicht verunreinigten Bewusstheit und ein durchdringendes Verstehen wird sich entfalten!&#8221;</em></p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/09/c95899de84cb87ba206d160b92793ea4.jpg" rel="lightbox[22123]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/09/c95899de84cb87ba206d160b92793ea4.jpg" alt="" title="c95899de84cb87ba206d160b92793ea4" width="600" height="400" class="alignnone size-full wp-image-22145" /></a></p>
<p>Neil Craver arbeitet bereits seit drei Jahren an der Serie. Zu Beginn fehlte ihm das Geld f&#252;r ein Unterwassergeh&#228;use und er versuchte mit einem Aquarium zu arbeiten. Nach einem Jahr kaufte er eine Unterwasser-Tasche f&#252;r seine Canon EOS-1Ds Mark II, was ihm ganz neue M&#246;glichkeiten gab.  </p>
<p>Bis n&#228;chste Bilder entstehen k&#246;nnen, muss nicht nur das Licht im richtigen Winkel stehen und das Wasser m&#246;glichst klar sein, auch die Location ist im Moment sehr unsicher. Die Polizei schickte ihn vor Kurzem weg, weil der Steinbruch zu gef&#228;hrlich ist, an dem die Bilder bisher entstanden sind. Weitere Fotos sollen jedoch folgen, um das Projekt abzuschlie&#223;en. Danach plant er ein Fotobuch, f&#252;r das er momentan einen Verlag sucht.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/09/89254126c633dd53094f98615228dab9.jpg" rel="lightbox[22123]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/09/89254126c633dd53094f98615228dab9.jpg" alt="" title="89254126c633dd53094f98615228dab9" width="600" height="400" class="alignnone size-full wp-image-22147" /></a></p>
<p>Neil Craver ist in North Carolina aufgewachsen und begann zun&#228;chst seinen Weg als abstrakter Maler und fig&#252;rlicher Bildhauer, wechselte jedoch schnell zur Fotografie. Seine Arbeiten kann man auf seiner <a href="http://photonorganon.com/" target="_blank">Homepage</a>, auf <a href="http://www.flickr.com/photos/neilcraver/" target="_blank">Flickr</a> sowie <a href="http://500px.com/NEilCRAVER" target="_blank">500px</a> sehen.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/09/5473173842_e5be3f1d8a_o.jpg" rel="lightbox[22123]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/09/5473173842_e5be3f1d8a_o.jpg" alt="" title="5473173842_e5be3f1d8a_o" width="1000" height="667" class="alignnone size-full wp-image-22142" /></a></p>
<p></p>
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