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	<title>kwerfeldein - Fotografie Magazin &#187; Studio</title>
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	<description>Das Fotografie Magazin</description>
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		<title>Wie die letzten Gl&#252;hbirnen starben</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Mar 2013 07:07:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katja Kemnitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>
		<category><![CDATA[Studio]]></category>
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		<category><![CDATA[Glühbirne]]></category>
		<category><![CDATA[Highspeeaufnahmen]]></category>
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		<category><![CDATA[Highspeed-Fotografie]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Ein Beitrag von: <strong>Matthias Pfammatter</strong></p>Als ich zum ersten Mal Highspeed-Aufnahmen im Internet gesehen hatte, war ich wirklich schwer beeindruckt, doch wegen der technischen Aspekte habe ich zun&#228;chst die Finger davon gelassen. In den Sommerferien 2012, als ich genug Zeit zum T&#252;fteln hatte, wagte ich mich jedoch an das Thema heran und entwarf Pl&#228;ne. Aus der rein materiellen Sicht bedurfte [...]<p></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Beitrag von: <strong>Matthias Pfammatter</strong></p><p><strong>Als ich zum ersten Mal Highspeed-Aufnahmen im Internet gesehen hatte, war ich wirklich schwer beeindruckt, doch wegen der technischen Aspekte habe ich zun&#228;chst die Finger davon gelassen.</strong></p>
<p>In den Sommerferien 2012, als ich genug Zeit zum T&#252;fteln hatte, wagte ich mich jedoch an das Thema heran und entwarf Pl&#228;ne. Aus der rein materiellen Sicht bedurfte es dann eigentlich nicht vieler Hilfsmittel: Ein dunkler Raum, ein Luftgewehr, ein Blitz, Objekte zum Zerst&#246;ren und nat&#252;rlich eine Kamera.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/90x60_matt_Laeckerli.jpg" rel="lightbox[54827]"><img title="90x60_matt_Laeckerli"  src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/90x60_matt_Laeckerli-650x433.jpg" alt="90x60_matt_Laeckerli" width="650" height="433" class="aligncenter size-medium wp-image-54833" /></a></p>
<p>Am Anfang schoss ich mit einer Fahrradpumpe Bleikugeln auf alte Gl&#252;hbirnen. Ein Ausl&#246;ser, der auf die Kugel reagieren sollte, war mit dem Blitz verbunden, um im richtigen Moment auszul&#246;sen und so den Moment einzufrieren. Doch nach ein paar Fehlversuchen und Umstellungen merkte ich, dass mit diesem Aufbau keine brauchbaren Bilder entstehen konnten.</p>
<p>Also sah ich mich nach einem Luftgewehr um, das pr&#228;ziser und st&#228;rker war als der Schie&#223;apparat mit der Fahrradpumpe. Gleichzeitig machte ich mir Gedanken &#252;ber den Blitzausl&#246;ser. Meine erste Variante hatte &#252;berhaupt nicht funktioniert, es musste also etwas Neues her. </p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/90x60_matt_Eier_II.jpg" rel="lightbox[54827]"><img title=""  src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/90x60_matt_Eier_II-650x433.jpg" alt="" width="650" height="433" class="aligncenter size-medium wp-image-54834" /></a></p>
<p>Mehrere Tage zerbrach ich mir den Kopf &#252;ber den perfekten Ausl&#246;ser, doch die z&#252;ndende Idee blieb aus. Ich war kurz davor, das Projekt abzubrechen und mir einzugestehen, dass es ohne Lichtschranke nicht funktionieren w&#252;rde. </p>
<p>In meiner Verzweiflung suchte ich in der Werkstatt nach Einzelteilen, die mir zum perfekten Bild verhelfen konnten. Mit einem Holzklotz, zwei Gummistreifen und Alufolie bastelte ich mir einen Ausl&#246;ser. Die Konstruktion setzte ich unmittelbar vor die M&#252;ndungs&#246;ffnung des Luftgewehrs und schloss sie mit dem Blitz zusammen. Die ersten Testsch&#252;sse l&#246;sten Blitzlicht aus und meine Zuversicht wuchs. Ich t&#252;ftelte noch ein bisschen und bald sa&#223; beinahe jeder Schuss.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/IMG_8857.jpg" rel="lightbox[54827]"><img title=""  src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/IMG_8857-650x433.jpg" alt="" width="650" height="433" class="aligncenter size-medium wp-image-54835" /></a></p>
<p>Nun war alles bereit f&#252;r die erste Gl&#252;hbirne. Ich platzierte sie und stellte die Kamera ein. Meine Spannung wuchs, ich war wirklich aufgeregt. Klappte es oder w&#252;rde es wieder scheitern? Ich dr&#252;ckte den Abzug, es blitzte und krachte und dann war es wieder ruhig. Ein Blick auf das Kameradisplay l&#246;ste riesige Freude aus &#8211; ich hatte es geschafft!</p>
<p>Mein Vetter, gelernter Elektriker, baute mir noch einen Dimmer. Ich pl&#252;nderte die Restvorr&#228;te funktionierender Gl&#252;hbirnen und schoss nun auf brennende, aber in der Helligkeit reduzierte Birnen. Auf dem Foto ist so noch der brennende Wolframfaden zu sehen, w&#228;hrend die ihn sch&#252;tzende Glash&#252;lle zerbirst. </p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/Unbenannt-1.jpg" rel="lightbox[54827]"><img title=""  src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/Unbenannt-1-650x433.jpg" alt="" width="650" height="433" class="aligncenter size-medium wp-image-54839" /></a></p>
<p>Ich zerschoss w&#228;hrend der n&#228;chsten Wochen noch einige Gl&#252;hbirnen. Auch andere Objekte wie Basler L&#228;ckerli, Eier und Brot wurden nicht verschont. </p>
<p>~</p>
<p>Allen Schweizern sei <a href="http://www.dsigner.ch/exhibition_2013.html" target="_blank">Matthias&#8217; Ausstellung</a> ans Herz gelegt. Sie ist noch bis zum 30. April 2013 in der Luzerner H&#246;henklinik Montana in 3963 Crans-Montana/VS zu sehen. Hier k&#246;nnt Ihr neben seinen Highspeedaufnahmen auch seine Landschaftsbilder und Makros entdecken.</p>
<p></p>
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		<title>Von Plastikfolien und Sequenzen</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Jan 2013 07:58:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Gommel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>
		<category><![CDATA[Studio]]></category>
		<category><![CDATA[blitz]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Ein Beitrag von: <strong>Maximilian Kamps</strong></p>Die Serie, die ich Euch heute vorstelle, tr&#228;gt den Namen „Splitted Illusion“ und ist eine meiner freien Arbeiten aus dem Jahr 2012. Das Erste, was mir durch den Kopf schoss, als ich diese Serie plante, war: „Splittet Illusion soll anders sein.“ Ich wollte weg von diesem eindeutigen Stil, den mir die Leute nachsagen. Mein Bestreben [...]<p></p>
]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Beitrag von: <strong>Maximilian Kamps</strong></p><p><strong>Die Serie, die ich Euch heute vorstelle, tr&#228;gt den Namen „Splitted Illusion“ und ist eine meiner freien Arbeiten aus dem Jahr 2012. Das Erste, was mir durch den Kopf schoss, als ich diese Serie plante, war: „Splittet Illusion soll anders sein.“ Ich wollte weg von diesem eindeutigen Stil, den mir die Leute nachsagen.</strong></p>
<div class="zwei"><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/CF001776-6.jpg" rel="lightbox[53001]"><img class="alignnone size-medium wp-image-53063" title="Splitted Illusions © Maximilian Kamps " alt="" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/CF001776-6-650x867.jpg" width="650" height="867" /></a> <a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/CF001697-4.jpg" rel="lightbox[53001]"><img class="alignnone size-medium wp-image-53064" title="Splitted Illusions © Maximilian Kamps " alt="" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/CF001697-4-650x867.jpg" width="650" height="867" /></a></div>
<p>Mein Bestreben war es, Chaos und Ordnung zu verbinden. Ich wollte dem Betrachter einen Freiraum seiner pers&#246;nlichen Sichtweise &#252;ber die Serie bieten, ihm aber trotzdem noch eine gewisse Ordnung geben.</p>
<p>Ich pers&#246;nlich bin ein Mensch, der es absolut nicht leiden kann, wenn einem eine Interpretation von etwas „vorgesetzt“ wird. Kunst ist f&#252;r mich die absolute Freiheit und diese will ich mir pers&#246;nlich nicht nehmen und ebenso auch niemand anderem.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/CF001349-1.jpg" rel="lightbox[53001]"><img class="alignnone size-medium wp-image-53055" title="Splitted Illusions © Maximilian Kamps " alt="" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/CF001349-1-650x486.jpg" width="650" height="486" /></a></p>
<p>Die Serie sollte einen chaotischen, aber zugleich auch klaren und ordentlichen Charakter bzw. Ausdruck haben. Man kann mit Chaos und Ordnung wunderbar spielen, jedoch m&#252;ssen sie sich meiner Meinung nach die Waage halten.</p>
<p>Mein Kopf sehnte sich einfach danach, sich austoben zu k&#246;nnen. Ich wollte nicht die ganze Zeit &#252;ber irgendein besonderes Konzept nachdenken m&#252;ssen oder an eine Vorgabe gebunden sein. Ich hatte die Vorstellung in meinem Kopf und das war f&#252;r mich absolut ausreichend.</p>
<p>Um es auf den Punkt zu bringen: Ich wollte so viel Freiraum f&#252;r meine pers&#246;nliche Kreativit&#228;t sowie auch f&#252;r die Kreativit&#228;t meines Teams schaffen, das aus dem Hairstylisten <a title="Link zur Webseite des Hairstylisten Alexander Pressler" href="http://www.alexanderpressler.com" target="_blank">Alexander Pressler</a> und der Visagistin Ines Kehrer besteht.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/CF001443-2.jpg" rel="lightbox[53001]"><img class="alignnone size-medium wp-image-53056" title="Splitted Illusions © Maximilian Kamps " alt="" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/CF001443-2-650x486.jpg" width="650" height="486" /></a></p>
<p>Um mit Chaos und Ordnung spielen zu k&#246;nnen, bediente ich mich der Blitzsynchronisation. Diese schien mir f&#252;r mein Vorhaben und das Erreichen des gew&#252;nschten Ausdrucks der Serie in Verbindung mit einer PhaseOne die beste Wahl zu sein.</p>
<p>Hierbei wird meiner Erfahrung nach am besten die kleinstm&#246;gliche Blende gew&#228;hlt und mit einer Verschlusszeit von etwa einer Sekunde kombiniert. Als n&#228;chstes wird die gew&#252;nschte Sequenz, die die Anzahl der Blitzausl&#246;sungen w&#228;hrend der gew&#228;hlten Verschlusszeit angibt, gew&#228;hlt.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/CF001792-8.jpg" rel="lightbox[53001]"><img class="alignnone size-medium wp-image-53057" title="Splitted Illusions © Maximilian Kamps " alt="" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/CF001792-8-650x486.jpg" width="650" height="486" /></a></p>
<p>Zu guter Letzt habe ich ein Intervall angegeben, das die verstrichene Zeit zwischen den Blitzausl&#246;sungen angibt. Anders als bei einer Mehrfachbelichtung habe ich mit der Blitzsynchronisation mehr Kontrolle und Flexibilit&#228;t.</p>
<p>Au&#223;erdem mussten tolle Klamotten her. Ich wollte allerdings keine normale Kleidung, sondern etwas Ausgeflipptes. Als ich irgendwann gem&#252;tlich eine Kippe rauchen wollte und die Plastikfolie von meiner Schachtel abmachte, fiel mir auf, wie toll sich das Licht darin spiegelt. Sofort rief ich Gina Adler an, eine talentierte Designerin aus dem Raum Stuttgart.</p>
<p>Ich schilderte ihr meine Idee und fragte sie, ob es m&#246;glich sei, aus Plastikfolie eine Art Kleid zu kreieren. Sie fand die Idee super und sicherte mir ihre Mitarbeit zu.</p>
<div class="zwei"><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/CF001803-9.jpg" rel="lightbox[53001]"><img class="alignnone size-medium wp-image-53058" title="Splitted Illusions © Maximilian Kamps " alt="" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/CF001803-9-650x867.jpg" width="650" height="867" /> </a><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/CF001917-10.jpg" rel="lightbox[53001]"><img class="alignnone size-medium wp-image-53059" title="Splitted Illusions © Maximilian Kamps " alt="" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/CF001917-10-650x867.jpg" width="650" height="867" /></a></div>
<p>Die Sache mit der Plastikfolie war mir aber noch etwas zu neutral. Um den Bildern noch etwas mehr Leben einzuhauchen, entschied ich mich daf&#252;r, einfach Farbfolien zu verwenden.</p>
<p>Inzwischen liebe ich es, mit Farbfolien zu arbeiten. Es ist Wahnsinn, wie viel sie ausmachen k&#246;nnen. Besonders bei diesem Shooting ist mir das klar geworden.</p>
<p><em>Ich hoffe, dass Euch die Bilder zusagen und bin gespannt auf Eure Meinung.</em></p>
<p>Model: Maya Stepper @ S-Models</p>
<p></p>
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		<title>14 und schon verr&#252;ckt nach Fotografie: Just be CRAZY!</title>
		<link>http://kwerfeldein.de/2012/12/08/14-und-schon-verruckt-nach-fotografie-just-be-crazy/</link>
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		<pubDate>Sat, 08 Dec 2012 07:04:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aileen Wessely</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>
		<category><![CDATA[Studio]]></category>
		<category><![CDATA[albern]]></category>
		<category><![CDATA[bunt]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Ein Beitrag von: <strong>Justus Ullrich</strong></p>Vor einiger Zeit stellte ich meine erste Serie „Just be CRAZY“ fertig. Die Idee zum Projekt kam mir, als ich auf dem Weg zur Schule war. In der Stra&#223;enbahn sah ich viele ernste Gesichter. Ich fragte mich, wie ich mit Hilfe meines Hobbys, der Fotografie, auf so ernste Gesichter ein L&#228;cheln zaubern k&#246;nnte. Ganz nach [...]<p></p>
]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Beitrag von: <strong>Justus Ullrich</strong></p><p><strong>Vor einiger Zeit stellte ich meine erste Serie „Just be CRAZY“ fertig. Die Idee zum Projekt kam mir, als ich auf dem Weg zur Schule war. In der Stra&#223;enbahn sah ich viele ernste Gesichter. Ich fragte mich, wie ich mit Hilfe meines Hobbys, der Fotografie, auf so ernste Gesichter ein L&#228;cheln zaubern k&#246;nnte.</strong></p>
<p>Ganz nach dem Zitat von Peter Bamm: „Albernheit ist eine Erholung von der Umwelt“, plante ich mein Projekt. So entstand nach kurzer Zeit der erste Lichtaufbau. Wenig sp&#228;ter machte ich das erste Foto zur Serie. </p>
<p>„Just be CRAZY“ besteht aus &#252;ber 30 Fotografien, die ich von Menschen aller Generationen von sieben bis 80 Jahren angefertigt habe. Schon w&#228;hrend des Fotografierens haben alle Beteiligten ihre ernsten Mienen verloren und wir hatten viel Spa&#223;. </p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/11/Pic_01_kwerfeldein_edition.jpg" rel="lightbox[50333]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/11/Pic_01_kwerfeldein_edition.jpg" alt="" title="© Justus Ullrich" width="640" height="960" class="alignleft size-medium wp-image-50334" style="width: 49%" /></a><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/11/Pic_04_kwerfeldein_edition.jpg" rel="lightbox[50333]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/11/Pic_04_kwerfeldein_edition.jpg" alt="" title="© Justus Ullrich" width="640" height="960" class="alignnone size-medium wp-image-50336" style="width: 49%" /></a></p>
<p>Am Tag des Shootings erkl&#228;rte ich den Menschen, die ich portr&#228;tieren wollte, das Konzept der Serie. Dann bat ich die Personen, auf einem Hocker Platz zu nehmen und erkl&#228;rte bei Interesse noch den Lichtaufbau. </p>
<p>Nachdem ich die Fotos angefertigt hatte, &#252;bertrug ich sie gleich auf meinen Mac und lie&#223; die Portr&#228;tierten am Auswahlprozess teilhaben. Ich freue mich jedes Mal, wenn Menschen eine ganz andere Seite vor der Kamera zeigen als die, die man sonst von ihnen kennt. In der Nachbearbeitung wurden bei allen Fotos die Kontraste in Photoshop angehoben und die Farbwerte ge&#228;ndert. </p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/11/Pic_03_kwerfeldein_edition.jpg" rel="lightbox[50333]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/11/Pic_03_kwerfeldein_edition-650x952.jpg" alt="" title="© Justus Ullrich" width="650" height="952" class="alignleft size-medium wp-image-50335" style="width: 49.5%" /></a><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/11/Pic_06_kwerfeldein_edition.jpg" rel="lightbox[50333]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/11/Pic_06_kwerfeldein_edition.jpg" alt="" title="© Justus Ullrich" width="640" height="960" class="alignnone size-medium wp-image-50338" style="width: 48.5%" /></a></p>
<p>Die Fotos machte ich alle mit einer Canon 60D und einem Tamron f/2.8 17-50mm. F&#252;r „Just be CRAZY“ entwarf ich einen relativ simplen Lichtaufbau: Als Hauptlicht platzierte ich einen Studioblitz von oben mit einem zirka 1m gro&#223;en Durchlichtschirm, von rechts beleuchtete ich ebenfalls mit einem Durchlichtschirm, von links hellte ich das Modell mit einem wei&#223;en Reflektor auf. </p>
<p>Einige Menschen setzten zudem ihre albernsten Gesichter nur f&#252;r wenige Sekunden auf. So musste ich im richtigen Moment auf den Ausl&#246;ser dr&#252;cken! Auch wenn ich auf Planung und bewusste Gestaltung Wert lege, m&#246;chte ich, dass auf den Fotos das Individuelle und die Spontanit&#228;t der Fotografierten Platz haben. </p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/11/Pic_05_kwerfeldein_edition.jpg" rel="lightbox[50333]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/11/Pic_05_kwerfeldein_edition.jpg" alt="" title="© Justus Ullrich" width="640" height="960" class="alignleft size-medium wp-image-50337" style="width: 49%" /></a><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/11/Pic_07_kwerfeldein_edition.jpg" rel="lightbox[50333]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/11/Pic_07_kwerfeldein_edition.jpg" alt="" title="© Justus Ullrich" width="640" height="960" class="alignnone size-medium wp-image-50339" style="width: 49%" /></a></p>
<p>Zu der Fotografie kam ich haupts&#228;chlich durch meinen Vater, der noch eine Canon 350D besa&#223;, mit der ich meine ersten Erfahrungen sammelte. Allerdings m&#246;chte ich nicht ausschlie&#223;en, dass auch der Spiegelreflexkamera-Trend bei Jugendlichen dazu beitrug. </p>
<p>Doch schon bald war ernsthaftes Interesse in mir geweckt und ich fing an, mich mit Hilfe des Internets und B&#252;chern in die Marterie einzuarbeiten. Bei der Durchf&#252;hrung von „Just be CRAZY“ bekam ich haupts&#228;chlich Tipps aus dem Internet. Mittlerweile durfte ich bereits bei einigen Shootings dabei sein und eine Menge von verschiedenen Fotografen lernen. </p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/11/Pic_08_kwerfeldein_edition.jpg" rel="lightbox[50333]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/11/Pic_08_kwerfeldein_edition.jpg" alt="" title="© Justus Ullrich" width="640" height="960" class="alignleft size-medium wp-image-50340" style="width: 49%" /></a><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/11/Pic_09_kwerfeldein_edition.jpg" rel="lightbox[50333]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/11/Pic_09_kwerfeldein_edition.jpg" alt="" title="© Justus Ullrich" width="640" height="960" class="alignnone size-medium wp-image-50341" style="width: 49%" /></a></p>
<p>Zu meinen fotografischen Vorbilder z&#228;hle ich: <a href="http://www.marisafernandes.com/" target="_blank">Marisa Fernandes</a>, <a href="http://www.edgarberg.com/" target="_blank">Edgar Berg</a>, <a href="http://www.moritz-paul.com/" target="_blank">Moritz Paul</a>, <a href="http://www.cbastudio.de/" target="_blank">Cintia Barrosso Alexander</a>, <a href="http://www.janhinkel.de/" target="_blank">Jan Hinkel</a>, <a href="http://www.ondro.com/" target="_blank">Ondro Ovesny</a>, <a href="http://www.katjakuhl.com/" target="_blank">Katja Kuhl</a> und viele andere. Wenn ich alle aufz&#228;hlen m&#252;sste, w&#252;rde ich wahrscheinlich &#252;ber 120 Namen nennen.</p>
<p></p>
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		<title>True Mates</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Nov 2012 07:48:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Gommel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Ein Beitrag von: <strong>Daniel Sadlowksi</strong></p>Im Dezember 2011 habe ich mit meinen engsten Freunden bei mir zuhause meinen 26. Geburtstag gefeiert. Zu dieser Zeit war meine fotografische Motivation sehr hoch, da ich gerade mein Heimstudio eingerichtet habe und dabei war, meine CI f&#252;r Linsensuppe–Fotografie zu erstellen. Da gerade all meine Freunde versammelt waren, habe ich die Gelegenheit genutzt, um alle [...]<p></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Beitrag von: <strong>Daniel Sadlowksi</strong></p><p><strong>Im Dezember 2011 habe ich mit meinen engsten Freunden bei mir zuhause meinen 26. Geburtstag gefeiert. Zu dieser Zeit war meine fotografische Motivation sehr hoch, da ich gerade mein Heimstudio eingerichtet habe und dabei war, meine CI f&#252;r Linsensuppe–Fotografie zu erstellen. Da gerade all meine Freunde versammelt waren, habe ich die Gelegenheit genutzt, um alle f&#252;r eine sch&#246;ne Erinnerung abzulichten.</strong></p>
<p>Die Idee war geboren, jedoch entpuppte sich die Umsetzung als schwierig. Einige haben sich vor der Kamera unwohl gef&#252;hlt und das Projekt drohte zu scheitern. Angeheitert von der Stimmung und der einsetzenden Wirkung des Geburtstagspunsches kam dann die Idee, dass jeder einfach eine Grimasse zieht.</p>
<div class="zwei"><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/11/karo.jpg" rel="lightbox[48474]"><img class="alignnone size-medium wp-image-48591" title="Karo" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/11/karo-650x959.jpg" alt="" width="650" height="959" /></a> <a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/11/daniel.jpg" rel="lightbox[48474]"><img class="alignnone size-medium wp-image-48587" title="Daniel" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/11/daniel-650x959.jpg" alt="" width="650" height="959" /></a></div>
<p>Selbst die unfotogensten Menschen (ich zum Beispiel, siehe Bild rechts) sind in der Lage, absichtlich doof zu gucken und vor allem, sich damit auch anzufreunden, wenn genau dies erw&#252;nscht ist.</p>
<p>Ich habe insgesamt mit drei Blitzen fotografiert. Eine 90cm-Softbox von links oben sorgte f&#252;r das Hauptlicht, das relativ weich und gleichm&#228;&#223;ig sein sollte. Ich wollte vom Hauptlicht einfach keine harten Schatten haben, weswegen die Wahl auf eine Softbox gefallen ist.</p>
<p>Au&#223;erdem kamen zwei Striplights zum Einsatz, die die Modelle jeweils von hinten rechts und hinten links getroffen haben. Die Striplights sorgten f&#252;r sch&#246;ne und kr&#228;ftige Streiflichter. Durch diese Lichtkanten erscheinen die Personen plastischer und heben sich besser vom Hintergrund ab.</p>
<div class="zwei"><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/11/lion.jpg" rel="lightbox[48474]"><img class="alignnone size-medium wp-image-48596" title="Lion" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/11/lion-650x959.jpg" alt="" width="650" height="959" /></a> <a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/11/papa.jpg" rel="lightbox[48474]"><img class="alignnone size-medium wp-image-48597" title="Papa" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/11/papa-650x959.jpg" alt="" width="650" height="959" /></a></div>
<p>Ich habe vor einem grauen Hintergrund fotografiert, um einfach sehr flexibel in der Bearbeitung zu sein, da ich nicht ganz sicher war, wie die fertigen Bilder aussehen sollten. Da ich wusste, dass ich den Hintergrund austauschen wollte, habe ich diesem keine weitere Aufmerksamkeit geschenkt und komplett auf eine separate Hintergrundbeleuchtung verzichtet.</p>
<p>Fotografiert habe ich mit einer Nikon D90 und einem Tamron 28-75mm f/2.8, meiner damaligen Standardbesetzung bei Personenfotografie. Die Fotos sind mit einer Brennweite von 50-70 mm und einer Blende von f/8 &#8211; f/11 entstanden.</p>
<p>Bei diesem Setting hat das Objektiv einfach die beste Abbildungsleistung. Die Belichtungszeit und der ISO-Wert waren standardm&#228;&#223;ig bei 1/160 und 200. Nach einigen Lichttests waren die Fotos dann auch schnell im Kasten und die Party nahm ihren Lauf.</p>
<div class="zwei"><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/11/jana.jpg" rel="lightbox[48474]"><img class="alignnone size-medium wp-image-48593" title="Jana" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/11/jana-650x959.jpg" alt="" width="650" height="959" /></a> <a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/11/klaus.jpg" rel="lightbox[48474]"><img class="alignnone size-medium wp-image-48594" title="Klaus" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/11/klaus-650x959.jpg" alt="" width="650" height="959" /></a></div>
<p>Am n&#228;chsten Morgen – nun 26 Jahre alt – war ich hochmotiviert, mich direkt an die Bearbeitung der einzelnen Fotos zu machen, jedoch zwangen mich die Nachwirkungen des Geburtstagspunsches dazu, dieses Vorhaben auf den (sehr) sp&#228;ten Nachmittag zu verlegen.</p>
<p>Beim Durchgucken der Fotos ist mir aufgefallen, dass alle Modelle sehr farbenfrohe Kleidung getragen haben. So lag es nahe, die Hintergr&#252;nde dementsprechend anzupassen. Ich musste allerdings das eine oder andere Kleidungsst&#252;ck umf&#228;rben, da mir die Farbe nicht gefallen hat.</p>
<p>Ich habe viel an den Kontrasten gearbeitet, um diese besonders herauszuarbeiten. Hierbei kamen einige Plugins und Dodge&amp;Burn zum Einsatz.</p>
<p>Alle Bilder waren nun fertig bearbeitet, jedoch war ich unzufrieden, da ich eigentlich eine Collage daraus machen wollte. Problematisch daran war jedoch die ung&#252;nstige Anzahl von elf Fotos. Ich stand also vor dem Problem, wie ich eine prime Anzahl f&#252;r die Collage verwenden k&#246;nnte.</p>
<div class="zwei"><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/11/flo.jpg" rel="lightbox[48474]"><img class="alignnone size-medium wp-image-48598" title="Flo" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/11/flo-650x959.jpg" alt="" width="650" height="959" /></a> <a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/11/alex.jpg" rel="lightbox[48474]"><img class="alignnone size-medium wp-image-48599" title="Alex" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/11/alex-650x959.jpg" alt="" width="650" height="959" /></a></div>
<p>Praktisch orientiert wie ich bin, habe ich mich einfach dazu entschlossen, die Anzahl der Bilder auf zw&#246;lf aufzustocken. Ich habe fix meinen Papa angerufen und ihm von der Idee erz&#228;hlt. Zwei Tage sp&#228;ter war also auch das letzte Bild im Kasten und ich konnte <a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/11/truemates.jpg" rel="lightbox[48474]">die Collage</a> abschlie&#223;en.</p>
<p>Es fehlte nur noch ein Name, der jedoch schnell gefunden war: <em>True Mates!</em></p>
<p><em>Ich habe bisher durchweg positives Feedback und Anerkennung f&#252;r die Serie erhalten. Doch das, was mich wirklich stolz macht, ist, dass nun alle meine Freunde sch&#246;n gerahmt bei mir im Wohnzimmer h&#228;ngen.</em></p>
<p></p>
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		<title>Alexander Khokhlov: Weird Beauty</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Nov 2012 07:02:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Gommel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>
		<category><![CDATA[Studio]]></category>
		<category><![CDATA[Abstrakt]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Fotos von Alexander Khokhlov wirken auf den ersten Blick zu sch&#246;n, um wahr zu sein. Irgendwie leicht, bekannt, gew&#246;hnlich. Und dann doch wieder nicht. Von dieser Spannung leben die Werke, die Khokhlov nicht „allein“ erstellt hat, wie sich im Folgenden herausstellen wird. „Die Hauptidee und der Name &#8211; ‚Weird Beauty‘ &#8211; entstanden, als drei Arbeiten [...]<p></p>
]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Fotos von <a href="http://www.ax-foto.ru/index.html" title="Alexander Khokhlovs Portfolio" target="_blank">Alexander Khokhlov</a> wirken auf den ersten Blick zu sch&#246;n, um wahr zu sein. Irgendwie leicht, bekannt, gew&#246;hnlich. Und dann doch wieder nicht. Von dieser Spannung leben die Werke, die Khokhlov nicht „allein“ erstellt hat, wie sich im Folgenden herausstellen wird.</strong></p>
<p>„Die Hauptidee und der Name &#8211; ‚Weird Beauty‘ &#8211; entstanden, als drei Arbeiten schon finalisiert waren“, so der Fotograf. „Ich und <a href="http://kutsanvaleriya.com" title="Valeriya Kutsans Portfolio" target="_blank">Valeriya Kutsan</a>, die Make-up-K&#252;nstlerin, wollten eigentlich nur mal etwas andere monochrome Portraits f&#252;r unseren neuen Kalender machen.“</p>
<div class="zwei" ><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/10/Mickey.jpg" rel="lightbox[48224]"><img class="alignnone size-medium wp-image-48367" title="Mickey" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/10/Mickey-650x975.jpg" alt="" width="650" height="975" /></a> <a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/10/Recyclable.jpg" rel="lightbox[48224]"><img class="alignnone size-medium wp-image-48369" title="Recyclable" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/10/Recyclable-650x975.jpg" alt="" width="650" height="975" /></a></div>
<p>Interessant ist es, an diesem Punkt der Ideenfindung festzustellen, dass das Projekt aus einem Versuch, einer Spielerei entstand. H&#228;ufig &#8211; oder gar sehr h&#228;ufig &#8211; finden K&#252;nstler und Fotografen so zu neuen Ideen und Kreationen.</p>
<p>„Doch jedes neue Foto zeigte uns, dass da mehr dahinter war. Ich war beeindruckt von der Art und Weise, wie die einfachen Formen und echten menschlichen Gesichter miteinander kollaborierten. Es war zeitgleich einfach, stylisch, effektiv und &#8230; bizarr (weird)! So entschied ich mich, das Projekt <em>Weird Beauty</em> zu nennen.“</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/10/Chip.jpg" rel="lightbox[48224]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/10/Chip-650x975.jpg" alt="" title="Chip" width="650" height="975" class="alignnone size-medium wp-image-48374" /></a></p>
<p>So wuchs die Idee zu einem gro&#223; angelegten Projekt. Make-up-K&#252;nstlerin Kutsan und Khokhlov w&#228;hlten mehr als 30 Ideen, die sie umsetzten. Sie lehnten banale Formen wie das Yin-Yang-Symbol oder ein Schachbrettmuster ab und die m&#246;glichen Kombinationen aus schwarz und wei&#223; waren irgendwie anders und ungew&#246;hnlich. </p>
<p>Das Team benutzte einen Projektor, was Kutsan dabei half, die Konturen zu zeichnen, manche Formen jedoch sind g&#228;nzlich frei Hand gemalt.</p>
<div class="zwei" ><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/10/Wi-Fi.jpg" rel="lightbox[48224]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/10/Wi-Fi-650x975.jpg" alt="" title="Wi-Fi" width="650" height="975" class="alignnone size-medium wp-image-48380" /></a> <a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/10/QR-Code.jpg" rel="lightbox[48224]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/10/QR-Code-650x975.jpg" alt="" title="QR-Code" width="650" height="975" class="alignnone size-medium wp-image-48377" /></a></div>
<p>Khokhlov setzte alle Fotos im Studio mit diversen Softboxen, Striplights und Reflektoren um. Er berichtet: </p>
<p>„Und wie man sieht, wurde der Kontrast durch die Zeichnungen und zus&#228;tzliche Bearbeitung erzeugt. Das war auch gar nicht anders m&#246;glich, da es sehr schwer ist, ideale Zeichnungsebenen und Abgrenzungen zu erzielen. Streckenweise war die Retouche sehr zeit- und energieaufw&#228;ndig.“</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/10/Silhouette.jpg" rel="lightbox[48224]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/10/Silhouette-650x975.jpg" alt="" title="Silhouette" width="650" height="975" class="alignnone size-medium wp-image-48382" /></a></p>
<p>Im Einsatz waren eine EOS 5D Mark II, das Canon EF 70-200mm f/4L und Profoto D1 500 Monolights.</p>
<p></p>
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		<title>Im Gespr&#228;ch mit Leland Bobbé</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Sep 2012 06:06:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aileen Wessely</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
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		<description><![CDATA[Hallo Leland! Danke, dass Du Dir die Zeit f&#252;r ein Interview mit uns nimmst. Zuerst, erz&#228;hl uns doch mal ein bisschen was &#252;ber Dich: Wer bist Du, was machst Du? Mein Name ist Leland Bobbé und ich komme aus New York City. Ich bin seit &#252;ber 25 Jahren als professioneller Fotograf t&#228;tig und meine Karriere [...]<p></p>
]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hallo Leland! Danke, dass Du Dir die Zeit f&#252;r ein Interview mit uns nimmst. Zuerst, erz&#228;hl uns doch mal ein bisschen was &#252;ber Dich: Wer bist Du, was machst Du?</strong></p>
<p>Mein Name ist <a href="http://www.lelandbobbe.com" target="_blank">Leland Bobbé</a> und ich komme aus New York City. Ich bin seit &#252;ber 25 Jahren als professioneller Fotograf t&#228;tig und meine Karriere hat w&#228;hrenddessen einen ganz interessanten Verlauf von Fashion/Beauty zu Portraits realer Menschen genommen. Mein aktuellstes Projekt hei&#223;t <a href="http://www.lelandbobbe.com/#/18/0" target="_blank">„Half-Drag &#8211; eine andere Art von Sch&#246;nheit“</a>.</p>
<p>F&#252;r diese Serie nehme ich sehr nahe Portraits von Drag-Queens aus New York City auf, wobei sie halb m&#228;nnlich und halb weiblich zu sehen sind. Diesen Effekt erreiche ich, indem nur auf eine Seite des Gesichts Make-up aufgetragen wird und ich arbeite mit dem Haar so, dass der Betrachter das weibliche Haar auch nur auf der geschminkten Seite sieht. Alle diese Aufnahmen entstehen in der Kamera, sie werden nicht nachtr&#228;glich digital zusammengesetzt.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/09/Roxy-Brooks.jpg" rel="lightbox[43232]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/09/Roxy-Brooks-650x432.jpg" alt="" title="Roxy Brooks © Leland Bobbé" width="650" height="432" class="aligncenter size-medium wp-image-46279" /></a></p>
<p><strong>Was ist die Geschichte hinter „Half-Drag“? Wie entstand die Idee und wie hat sich das Konzept von dort aus entwickelt?</strong></p>
<p>Vor diesem Projekt habe ich eine Portraitserie von Neo-Burlesque-Darstellern gemacht, die im Fr&#252;hjahr 2011 drei Monate lang im Museum of Sex hier in New York ausgestellt wurde. Im Sommer sah ich dann ein Foto auf Facebook, das einen der Neo-Burlesque-Darsteller halb als Mann, halb als Frau gekleidet zeigte. Ich lud ihn ein, zu mir ins Studio zu kommen, um Studio-Portraits dieses Charakters zu machen. </p>
<p>Ein paar Monate sp&#228;ter ging ich zu einer Industrieparty im Art Director&#8217;s Club, die von <a href="http://www.workbook.com/" target="_blank">Workbook</a> gesponsort wurde und bei der es Burlesque-Auftritte und kellnernde Drag-Queens gab. Lori Watson von Workbook stellte mich Sabel Scities vor &#8211; einer der Queens, die mir vorschlug, ein neues Projekt mit den Drag-Queens zu machen. </p>
<p>Ich w&#252;rfelte die Idee in den folgenden Monaten ein bisschen in meinem Kopf herum und kam dann im Januar auf die Idee, daf&#252;r die halb m&#228;nnliche, halb weibliche Aufnahme, die ich bereits gemacht hatte, mit einzubeziehen. Ich dachte mir, dass ich durch einen sehr engen Ausschnitt der Portraits die Unterschiede der m&#228;nnlichen und weiblichen Seiten akzentuieren k&#246;nnte.</p>
<p>Also nahm ich wieder mit Sabel Kontakt auf, erkl&#228;rte meine Idee und bat ihn bzw. sie, mein erstes Versuchskaninchen zu sein. Ich war so gl&#252;cklich mit den Resultaten, dass ich beschloss, dieses Projekt weiter zu verfolgen.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/09/Heidi-Glum.jpg" rel="lightbox[43232]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/09/Heidi-Glum-650x432.jpg" alt="" title="Heidi Glum © Leland Bobbé" width="650" height="432" class="aligncenter size-medium wp-image-46276" /></a></p>
<p><strong>Was hat Dich pers&#246;nlich am Thema der Serie angesprochen? Und wie haben Deine Modelle auf die Bilder reagiert?</strong></p>
<p>Ich selbst war daran interessiert, die &#220;berschneidungen zwischen <em>m&#228;nnlich</em> und <em>weiblich</em> zu erforschen, die sich in unserer Welt ergeben, in der die Grenzen zwischen den Geschlechtern mehr und mehr verschwimmen.</p>
<p>Die Modelle ihrerseits liebten die Idee und sie alle liebten auch die fertigen Bilder. Es war etwas Besonderes f&#252;r sie, weil sie dadurch die M&#246;glichkeit erhielten, ihre m&#228;nnliche und auch ihre weibliche Seite in einem einzigen Bild zeigen zu k&#246;nnen.</p>
<p><strong>In Deinem <a href="http://lelandbobbe.com/blog/" target="_blank">Blog</a> habe ich gesehen, dass „Half-Drag“ sich gerade ziemlich virusartig im Internet verbreitet. Bekommst Du „nur“ Aufmerksamkeit und tonnenweise E-Mails, die Du abarbeiten musst oder bringt es auch neue Jobs?</strong></p>
<p>Zwar hat die ganze Aufmerksamkeit mir bisher tats&#228;chlich keine neuen Auftr&#228;ge eingebracht, aber sie hat doch daf&#252;r gesorgt, dass ich Kunstdrucke verkaufen konnte, im Oktober eine Soloausstellung in der PHD Gallery in St. Louis machen kann und bei zwei Gruppenausstellungen im Oktober im Dubai &#8211; mit dem Titel „Identity“ &#8211; und in Berlin dabei sein darf. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das wiederum zu ein paar neuen Auftragsarbeiten f&#252;hren wird.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/09/Cowboy-Black-Hat.jpg" rel="lightbox[43232]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/09/Cowboy-Black-Hat-650x432.jpg" alt="" title="Cowboy-Black Hat © Leland Bobbé" width="650" height="432" class="aligncenter size-medium wp-image-46274" /></a></p>
<p><strong>Am Anfang sagtest Du, dass Deine fotografische Karriere sich mit den Jahren ver&#228;ndert hat. An welchem Punkt bist Du gerade und in welche Richtung soll es weitergehen?</strong></p>
<p>Obwohl ich sehr aktiv meine kommerziellen Arbeiten verfolge, w&#252;rde ich mich sehr gern mehr auf pers&#246;nliche Projekte konzentrieren und mehr Ausstellungen machen, um mehr Geld durch den Verkauf von Kunstdrucken zu verdienen. </p>
<p><strong>Von dem Blick in die Zukunft zur Vergangenheit: Wie hat&#8217;s mit der Fotografie bei Dir angefangen?</strong></p>
<p>Ich habe angefangen, mich mit der Fotografie zu besch&#228;ftigen, weil ich irgendwann begann, Dinge zu sehen, die ich festhalten wollte. Mal war es eine bestimmte Art von Licht, etwas Interessantes auf der Stra&#223;e oder ein sch&#246;ner Baum. </p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/09/Frank.jpg" rel="lightbox[43232]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/09/Frank-650x432.jpg" alt="" title="Frank © Leland Bobbé" width="650" height="432" class="aligncenter size-medium wp-image-46275" /></a></p>
<p><strong>Hast Du pers&#246;nlich fotografische „Regeln“, nach denen Du lebst, eine Philosophie hinter Deinen Arbeiten?</strong></p>
<p>Weniger ist mehr. Halte die Dinge sauber und einfach.</p>
<p><strong>Wie sieht&#8217;s mit der technischen Seite aus? Welche Ausr&#252;stung benutzt Du und welche Rolle spielt die Auswahl in Deiner t&#228;glichen fotografischen Routine?</strong></p>
<p>Ich benutze eine Nikon D700 mit einem Nikon 70-300m Zoomojektiv, meistens setze ich es ungef&#228;hr um 225mm ein. Die Serie „Half-Drag“ ist immer gleich ausgeleuchtet mit einem Profoto-Beautydish mit Gitter und einem Reflektor unter dem Gesicht. </p>
<p>F&#252;r die meisten meiner Portraitarbeiten benutze ich unterschiedliche Variationen dieses Lichtaufbaus. Obwohl die Auswahl professioneller Ausstattung wichtig ist, gibt es da drau&#223;en eine ganze Menge, aus der man w&#228;hlen kann. Das Wichtigste ist nicht, welche Ger&#228;te man ausw&#228;hlt, sondern wie man damit arbeitet &#8211; und die Idee an sich.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/09/Black-Swan.jpg" rel="lightbox[43232]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/09/Black-Swan-650x425.jpg" alt="" title="Black Swan © Leland Bobbé" width="650" height="425" class="aligncenter size-medium wp-image-46273" /></a></p>
<p><strong>Ich habe auch einen Blick auf Deine ganzen anderen Arbeiten geworfen und habe mich in „Black Swan“ aus der Serie „Stormy Weather“ verliebt. Sp&#228;ter habe ich dann in Deinem Blog gelesen, dass es eines Deiner ewigen Favoriten ist. Wie viel Gl&#252;ck braucht man, um ein herausragendes Foto zu machen?</strong></p>
<p>Der Dreh- und Angelpunkt bei allem ist wirklich das Sehen an sich. Im Fall des Regenschirms hatte ich das Gl&#252;ck, ihn zu finden &#8211; zu <em>sehen</em> &#8211; und meine Kamera dabei zu haben, aber dann stand ich dort f&#252;r eine Weile und hatte das Motiv so im Sucher, dass sich Raum f&#252;r Menschen ergab, die in den Rahmen hineinliefen. </p>
<p>Ich machte ungef&#228;hr 18 Bilder oder so und als ich dann dieses eine Bild auf meinen Kontaktabz&#252;gen fand, war ich au&#223;er mir vor Freude. Das ist Stra&#223;enfotografie, die vollkommen anders ist als das Studio, in dem ich ein Foto konstruiere, es so ausleuchte wie ich m&#246;chte und mein Modell anleite. Im Studio habe ich die volle Kontrolle, aber auf der Stra&#223;e geht es nur ums Sehen und Reagieren.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/09/Torn-Face.jpg" rel="lightbox[43232]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/09/Torn-Face-650x866.jpg" alt="" title="Torn Face © Leland Bobbé" style="max-width: 49%" class="alignleft size-medium wp-image-46280" /></a><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/09/Red-Splash.jpg" rel="lightbox[43232]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/09/Red-Splash-650x865.jpg" alt="" title="Red Splash © Leland Bobbé" style="max-width: 49%" class="alignnone size-medium wp-image-46278" /></a></p>
<p><strong>Welche weiteren Projekte hast Du im Hinterkopf, was sind Deine Pl&#228;ne f&#252;r die Zukunft, f&#252;r morgen?</strong></p>
<p>Momentan arbeite ich an einem anderen Projekt, das „New York City Wall Art“ hei&#223;t. Dabei fotografiere ich Ausschnitte von zerrissenen und zerfledderten Postern, die ich an Geb&#228;uden und W&#228;nden in New York City finde. Ich habe das Gef&#252;hl, dass diese zuf&#228;lligen Risse und Schlitze von Postern, die &#252;ber anderen Postern und W&#228;nden liegen, einen sehr interessanten, patina-&#228;hnlichen Effekt haben, der eine abstrakte Ausdrucksform erzeugt, die auf mutigem Realismus basiert.</p>
<p>Wenngleich die Leute dies beim Vorbeigehen vielleicht unterbewusst wahrnehmen, halten &#8211; wenn &#252;berhaupt &#8211; nur sehr wenige an, um sie bewusst wahrnehmend zu betrachten. Diese Bilder zwingen den Betrachter dazu, sich mit unvereinbaren Elementen auseinanderzusetzen, die normalerweise nicht zusammen gesehen werden, in der Realit&#228;t aber so existieren.</p>
<p><strong>Vielen Dank f&#252;r das Interview, Leland!</strong></p>
<p>~</p>
<p><em>Die Serie „Half-Drag“ ist in Deutschland &#252;brigens so beliebt wie in keinem anderen Land au&#223;erhalb der USA. Deshalb sucht Leland Bobbé noch nach M&#246;glichkeiten, hierzulande auszustellen. Wer Galerien kennt, die sich f&#252;r seine Serie interessieren k&#246;nnten oder sogar entsprechende Kontakte hat, darf sich gern bei ihm melden!</em></p>
<p></p>
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		<title>Twilight</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Apr 2012 06:00:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aileen Wessely</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Ein Beitrag von: <strong>Franz Grünewald</strong></p>Dem, der aufgrund des Titels jetzt schon nicht mehr weiterliest, sei gesagt: „TWILIGHT“ hat nichts mit dem gleichnamigen Vampir-Roman gemeinsam. Es ist viel mehr eine digitale Hommage an die Analogfotografie. <p></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Beitrag von: <strong>Franz Grünewald</strong></p><p><strong>Dem, der aufgrund des Titels jetzt schon nicht mehr weiterliest, sei gesagt: „TWILIGHT“ hat nichts mit dem gleichnamigen Vampir-Roman gemeinsam. Es ist viel mehr eine digitale Hommage an die Analogfotografie. </strong></p>
<p>Meine Serie „TWILIGHT“ ist im Fr&#252;hjahr 2012 entstanden. Ich war in einer tollen Stimmung, immerhin bereitete ich gerade meine erste Ausstellung vor. Doch es fehlte einfach noch etwas. Es waren nicht nur zu wenige Fotografien f&#252;r die Galerie, sondern es fehlte auch die Abwechslung.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/04/008.jpg" rel="lightbox[33708]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-33723" title="© Franz Gr&#252;newald" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/04/008-500x332.jpg" alt="" width="500" height="332" /></a></p>
<p>In der Ausstellung waren Fotoserien zu sehen, die allesamt eine f&#252;r mich sehr typische Arbeitsweise beinhalteten: Ich fotografiere Menschen sehr oft in der Natur und nur ab und zu im Studio. Meine Ausstellung bot zwar beides, jedoch bemerkte ich etwas an meinen Fotografien, das mich zum Nachdenken anregte:</p>
<p>Mir ging es bei den Bildern fast ausschlie&#223;lich um die &#196;sthetik. Es war mir bis dato immer wichtig, dass sie als Ganzes f&#252;r mich „sch&#246;n“ sind. Wenn ich diese &#196;sthetik, die ich tats&#228;chlich nur auf meinen eigenen Geschmack abgestimmt hatte, erreichte, dann war ich schon gl&#252;cklich mit den Fotos. Doch das reichte mir nun pl&#246;tzlich nicht mehr.</p>
<p>Daher kam in mir der Drang auf, f&#252;r die neue Serie einen Stil zu entwickeln, der sich von meinen anderen Fotos abhebt. Etwas Neues, vielleicht nicht f&#252;r die Welt, aber f&#252;r mich.</p>
<p><span id="more-33708"></span></p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/04/004.jpg" rel="lightbox[33708]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-33719" title="© Franz Gr&#252;newald" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/04/004-500x332.jpg" alt="" width="500" height="332" /></a></p>
<p>Es sollten Portraits mit Charakter werden, keine Beauty-Ausleuchtung, stattdessen ein wenig d&#252;ster und geheimnisvoll. Ich wurde aber bald von l&#228;hmender Ideenlosigkeit erfasst, die Konzeption der Serie stagnierte. Voll konzentrieren konnte ich mich auf die Serie sowieso nicht, da waren noch die 12. Klasse und andere Verpflichtungen.</p>
<p>Ich bemerkte alsbald, wie bequem ich doch geworden war. Wenn ich von der Schule nach Hause kam, sa&#223; ich den Rest des Tages am Computer, tarnte mein stundenlanges Rumgeklicke durch Blogs und soziale Netzwerke vor mir selbst als „Inspiration“. Ich musste mir eingestehen, dass ich das Gegenteil davon tat, was man eine aktive Freizeitgestaltung nennt. Und ich war damit nicht allein. Viele andere Jugendliche sind „daueronline“. Diese Erkenntnis gab mir nicht nur neue Motivation f&#252;r „TWILIGHT“, sondern auch eine Bildidee:</p>
<p><em>Ich befreie uns Menschen vom Sessel der Gewohnheit, drapiere uns in die Natur, in Vergn&#252;gungsparks, auf die Stra&#223;e oder in die Berge. Ich m&#246;chte, dass wir wieder mehr am Leben teilnehmen und mit unserer Umwelt verschmelzen. </em></p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/04/005.jpg" rel="lightbox[33708]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-33721" title="© Franz Gr&#252;newald" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/04/005-500x332.jpg" alt="" width="500" height="332" /></a></p>
<p>Diese Verschmelzung h&#228;tte ich visuell nicht erreicht, wenn ich die Menschen einfach in der Natur fotografiert h&#228;tte. Ich wusste, dass ich das nur mit Bildbearbeitung realisieren k&#246;nnte. Mir kam sofort die Erinnerung an die analogen Doppelbelichtungen, deren Wirkung mich sehr fasziniert. Doch ich wollte technisch gesehen den Versuch anstellen, die analogen Doppelbelichtungen ins Digitale zu &#252;bernehmen und nachzuempfinden.</p>
<p>Es ist vermutlich nicht ganz einfach zu verstehen, warum ich dies alles digital realisieren wollte, gewinnt doch die Analogfotografie heutzutage stetig mehr Wertsch&#228;tzung und Beliebtheit. F&#252;r mich aber sollte es einfach ein Experiment werden: Kann ich diese besondere Ausdruckskraft der Doppelbelichtung auch in der Digitalfotografie, die durch ihre Kontrollierbarkeit und Berechenbarkeit wesentlich „k&#252;hler“ ist, umsetzen?</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/04/001.jpg" rel="lightbox[33708]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-33718" title="© Franz Gr&#252;newald" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/04/001-500x332.jpg" alt="" width="500" height="332" /></a></p>
<p>Das Projekt war an dieser Stelle der &#220;berlegungen bereit f&#252;r die Umsetzung. Die portraitierten Menschen sind Freunde, Bekannte und Fremde, die ich einzeln in mein kleines „Studio“ einlud. Es war also eine gemischte Gruppe an Menschen und fast alle waren zum ersten Mal bei einem fotografischen Projekt dabei. Die Kommunikation mit vorher fremden Menschen war erstaunlich einfach. Man vertraute mir, da ich die Idee meiner Serie jedem Einzelnen erkl&#228;rte, um Unsicherheiten oder gar &#196;ngste der Modelle zu verhindern.</p>
<p>Der technische Aspekt hinter der Serie hatte nat&#252;rlich auch einen Stellenwert, obgleich sich der Aufwand in machbaren Grenzen hielt. Das Licht-Setup war denkbar einfach. Ich nutzte nur einen Beauty Dish von rechts oben, um eine sch&#246;ne Schattenbildung in den Gesichtern zu erreichen.</p>
<p>Anweisungen an die Modelle setzte ich sehr sp&#228;rlich ein, ich bat lediglich um einen neutralen, nat&#252;rlichen Blick. Gleich vor Ort zeigte ich die geschossenen Fotos den Modellen. So konnten sie ihren Ausdruck besser einsch&#228;tzen und kontrollieren. Die Fotoshootings waren daher sehr unkompliziert und entspannt.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/04/012.jpg" rel="lightbox[33708]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-33725" title="© Franz Gr&#252;newald" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/04/012-500x332.jpg" alt="" width="500" height="332" /></a></p>
<p>Einige der Hintergrundmotive sind bereits aus vergangenen Jahren, andere fotografierte ich f&#252;r das Projekt neu. Mit den Rohdaten zufrieden, begann ich mit der Postproduktion. Diese stellte sich als weniger aufw&#228;ndig als vermutet heraus. Im Wesentlichen besteht die &#220;berblendung der Einzelfotos aus wenigen Photoshop-Ebenenmodi: Hier ein wenig „Multiplizieren“, dort etwas „Negativ multiplizieren“. Abschlie&#223;end kam noch eine Gradationskurve zur Anhebung der Kontraste ins Spiel und die Bilder waren fertig f&#252;r die Galerie.</p>
<p>Doch warum nun „TWILIGHT“? Ich dachte bei der Wahl des Titels an das Zwielicht zwischen Person und Hintergrund. Nat&#252;rlich k&#246;nnte die Serie auch „Zwielicht“ hei&#223;en, aber ein wenig Provokation im Titel schadet meiner Meinung nach nicht. Es gab sogar Menschen, die extra des Titels wegen und mit freudiger Erwartung auf eine k&#252;nstlerische Auseinandersetzung mit dem Vampir-Motiv zu meiner Ausstellungser&#246;ffnung kamen und dann sichtlich verwirrt waren.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/04/007.jpg" rel="lightbox[33708]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-33722" title="© Franz Gr&#252;newald" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/04/007-500x332.jpg" alt="" width="500" height="332" /></a></p>
<p>Aus dem vordergr&#252;ndigen Zweck, die Ausstellung zu f&#252;llen, wurde also eine Serie, die mir nun sehr wichtig ist und am Herzen liegt. Immerhin hab ich mich von meinen eigenen Fesseln gel&#246;st und etwas anderes ausprobiert. Einmal die eigenen, gewohnten Gestaltungsweisen hinter sich zu lassen, das ist, denke ich, generell ein guter Ansatz f&#252;r uns Fotografen, wenn wir wieder einmal unzufrieden mit der eigenen Arbeit sind.</p>
<p>Nat&#252;rlich muss man sich in beruflicher Hinsicht sp&#228;ter schon spezialisieren und bestenfalls auch einen eigenen Stil entwickeln, aber ich habe noch lang nicht das Gef&#252;hl, alles ausprobiert zu haben. Es gibt f&#252;r mich noch viele Dinge zu entdecken und daf&#252;r war diese Serie ein wunderbarer Ansto&#223;.</p>
<p></p>
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		<title>Sehnsucht Eins</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Feb 2012 06:10:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Breitung</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Ein Beitrag von: <strong>Markus Brönner</strong></p>Mitte M&#228;rz 2011, Semesterbeginn an der Hochschule M&#252;nchen, Studiengang Design. Es ist Projektvorstellung im gro&#223;en Vorlesungssaal, der aus allen N&#228;hten platzt. Die Dozenten stellen ihre Projekte vor, die sie den Studenten f&#252;r dieses Semester anbieten und irgendwie ist es nicht befriedigend. Nichts Au&#223;ergew&#246;hnliches, keine Kracher und keine wirklichen Herausforderungen.<p></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Beitrag von: <strong>Markus Brönner</strong></p><p><strong>Mitte M&#228;rz 2011, Semesterbeginn an der Hochschule M&#252;nchen, Studiengang Design. Es ist Projektvorstellung im gro&#223;en Vorlesungssaal, der aus allen N&#228;hten platzt. Die Dozenten stellen ihre Projekte vor, die sie den Studenten f&#252;r dieses Semester anbieten und irgendwie ist es nicht befriedigend. Nichts Au&#223;ergew&#246;hnliches, keine Kracher und keine wirklichen Herausforderungen.</strong></p>
<p>Also haben wir die K&#246;pfe zusammengesteckt und spontan beschlossen, uns einen Dozenten f&#252;r ein eigenes Projekt zu suchen, das wir selbst bestimmen k&#246;nnen. Die Konstellation von MINUSVIER hat also den banalen Grund, dass wir bei der Projektvorstellung nebeneinander sa&#223;en.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/sehnsucht-eins.jpg" rel="lightbox[29216]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/sehnsucht-eins-500x151.jpg" alt="Sehnsucht Eins copyright 2012 Minusvier" title="Sehnsucht Eins copyright 2012 Minusvier" width="500" height="151" class="aligncenter size-medium wp-image-29220" /></a></p>
<p><strong>Ideenplanung</strong></p>
<p>Von Anfang an war klar, wir wollen ein gro&#223;es Bild schaffen, in der jede Menge gleichzeitig passiert und dem Betrachter viel Raum zum Entdecken bietet. Die erste Woche nach Semesterbeginn bestand haupts&#228;chlich aus Brainstorming, welche Szenarien wir umsetzen k&#246;nnten. </p>
<p>Schnell hatten wir uns auf ein Panorama-Format festgelegt, Location und Setting wurde allerdings l&#228;nger diskutiert. Die Kneipen-Szene war erst unsere dritte Wahl, allerdings der beste Vorschlag, der mit unserem nicht vorhandenem Budget umsetzbar war. </p>
<p>Der Nachteil an der Bar war die etwas &#8220;allt&#228;gliche&#8221; Szenerie &#8211; die anderen Varianten waren wesentlich ausgefallener, werden an dieser Stelle aber nicht verraten, weil wir die noch irgendwann einmal umsetzen wollen. Dagegen war der Vorteil der Szene, dass die Bar “Sehnsucht&#8221; (nach der wir das Bild dann auch benannt haben) schon an sich eine tolle Location ist und allein durch ihre Einrichtung eine eigene Geschichte erz&#228;hlt &#8211; ein Motorrad an der Wand, die ganzen BHs &#252;ber dem Thresen (mit dem Hinweis &#8220;1 BH = 1 Runde J&#228;ger&#8221;), dazu die vielen B-Movie-Plakate&#8230; wirklich eine Location, in der es viel zu entdecken gibt und die somit super in unser Konzept gepasst hat.</p>
<p><span id="more-29216"></span></p>
<p><strong>Organisation</strong></p>
<p>Nachdem die Location feststand, musste gekl&#228;rt werden, was in der Kneipe alles passiert. Dazu gab es erneut ein einw&#246;chiges Brainstorming, an dessen Ende wir alles in einer Liste zusammengetragen und Priorit&#228;ten verteilt haben. Der Hintergedanke war dabei: “Wenn dir ein Barkeeper all die verr&#252;ckten Geschichten erz&#228;hlt, die er in 20 Jahren hinter dem Tresen erlebt gat, was k&#246;nnte das alles sein?”. </p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/sehnsucht-liste.jpg" rel="lightbox[29216]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/sehnsucht-liste-500x311.jpg" alt="sehnsucht liste  copyright 2012 Minusvier" title="sehnsucht liste  copyright 2012 Minusvier" width="500" height="311" class="aligncenter size-medium wp-image-29229" /></a></p>
<p>Wir wollten also bei der Realit&#228;t bleiben, den Effekt allerdings dadurch erzielen, dass alles gleichzeitig passiert. Da hatten wir also recht schnell eine sehr lange Liste an Ideen und auch, welche uns davon am besten gefallen und dementsprechend deutlich im Bild zu sehen sein sollen.</p>
<p>Als n&#228;chstes haben wir zum Test den Hintergrund aufgenommen. An einem Nachmittag in der Sehnsucht haben wir die Kameraposition und Objektiv-Brennweite (letztendlich 35mm auf einer Hasselblad H4D-60, also digitales Mittelformat) festgelegt und ein erstes Panoramabild der Location aufgenommen. Insgesamt neun Bilder, die in Photoshop zusammengesetzt wurden. </p>
<p>Mit diesem Bild als Hintergrund haben wir dann eine Skizze erstellt, welche Handlungen wo genau passieren. Sofort war zu erkennen, wo noch L&#252;cken sind, wo man noch etwas einbauen kann und wo wichtige Szenen verdeckt werden. Diese Skizze war dann bis zum Ende unsere wichtigste Orientierungshilfe.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/sehnsucht-scrible.jpg" rel="lightbox[29216]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/sehnsucht-scrible-500x124.jpg" alt="Sehnsucht Scrible, copyright 2012 minusvier" title="Sehnsucht Scrible, copyright 2012 minusvier" width="500" height="124" class="aligncenter size-medium wp-image-29232" /></a></p>
<p>Die n&#228;chste Aufgabe war dann, die Leute f&#252;r das Shooting zu finden. Eine Ausschreibung in einer Modelcommunity und Herumfragen im Freundeskreis haben ausgereicht, um genug Leute zusammenzubekommen. Jedem wurde eine Rolle zugeteilt. Unser Plan war, jede Gruppe einzeln zu fotografieren und dann in Photoshop zusammenzuschneiden. Also haben wir die Personen gruppenweise eingeteilt und dann einen Zeitplan erstellt, welche Gruppe wann zu erscheinen hat, in welchen Klamotten und mit welchem Styling.</p>
<p><strong>Shooting</strong></p>
<p>Die Sehnsucht hat sonntags Ruhetag, also konnten wir den kompletten Sonntag durchfotografieren, plus den halben Montag bis zum Nachmittag, dann kommt die Putzkolonne, um f&#252;r den Abend sauber zu machen. Wir hatten n&#228;mlich extra darum gebeten, die Bar vor unserem Shooting aus Gr&#252;nden der Authentizit&#228;t nicht zu putzen. Und nach einer Samstagnacht sieht es da aus wie Sau. Inklusive klebrigem Boden.</p>
<p>Eineinhalb Tage Zeit zum Fotografieren also &#8211; bei 17 einzelnen Gruppen ein straffer Zeitplan. Pro Gruppe haben wir eine halbe Stunde Shootingzeit eingeplant, w&#228;hrend sich in der Zwischenzeit schon mal die n&#228;chste Gruppe vorbereitet hat. Die Arbeit haben wir uns gut eingeteilt: Einer weist schon mal die neu angekommenen Modelle ein, ein weiterer wertet die Daten am Rechner aus und zwei bauen das Licht f&#252;r das n&#228;chste Setting auf. </p>
<p>W&#228;hrend dem eigentlichen Fotografieren geben nur ein oder zwei von uns die Anweisungen (um die Modelle nicht mit Zurufen aus allen Richtungen zu verwirren), w&#228;hrend am iMac schon mal direkt geschaut wird, ob alles passt oder noch etwas ge&#228;ndert werden muss. Das wurde dann an den Zurufer weitergegeben. </p>
<p>Wir sind schon ein bisschen stolz darauf, dass wir unseren straffen Zeitplan hinbekommen haben und nur wegen versp&#228;teter Modelle eine halbst&#252;ndige Verz&#246;gerung in der Organisation hatten. Allerdings waren alle nachfolgenden Modelle sehr geduldig und hatten mit der Wartezeit kein Problem. </p>
<p>&#220;berhaupt kann man sagen, dass wir mit den Leuten sehr viel Gl&#252;ck hatten. Alle waren super drauf, kommen auf dem Bild glaubw&#252;rdig r&#252;ber und hatten ganz eindeutig genauso viel Spa&#223; an dem Shooting wie wir. </p>
<p>Wir haben das Bild dann auch zu 95% so umgesetzt, wie es auf der Skizze geplant war. Mit dem einzigen gro&#223;er Unterschied, dass wir am linken Bildrand noch ein Portrait als Close-Up geplant hatten. Das haben wir dann zwar fotografiert, es sah in der Gesamtkomposition allerdings nicht so toll aus wie gedacht und wurde dann dementsprechend von uns weggelassen.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/sehnsucht-columbo.jpg" rel="lightbox[29216]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/sehnsucht-columbo-500x322.jpg" alt="sehnsucht columbo, copyright 2012 Minusvier" title="sehnsucht columbo, copyright 2012 Minusvier" width="500" height="322" class="aligncenter size-medium wp-image-29235" /></a></p>
<p><strong>Bildbearbeitung</strong></p>
<p>Der gr&#246;&#223;te Teil der Arbeit stand jetzt an: Alles im leeren Panoramafoto der Bar zusammenzuf&#252;gen. Es war vor allem deshalb so viel Arbeit, weil es nicht gereicht hat, die Gruppen einfach nur grob auszuschneiden und auf die richtige Stelle zu schieben, wie wir es gehofft hatten. Die Perspektiven im Hintergrund haben sich einfach nie &#252;berschnitten und so mussten wir wohl oder &#252;bel jede einzelne Person exakt freistellen und einf&#252;gen. </p>
<p>Und trotzdem gab es immer wieder Probleme, wenn zum Beispiel ein Gel&#228;nder vor einer Person war und beim Zusammenf&#252;gen ganz woanders als im Hintergrundbild.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/sehnsucht-gelaender.jpg" rel="lightbox[29216]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/sehnsucht-gelaender-500x564.jpg" alt="sehnsucht gelaender, copyright 2012 Minusvier" title="sehnsucht gelaender, copyright 2012 Minusvier" width="500" height="564" class="aligncenter size-medium wp-image-29236" /></a></p>
<p>Hinzu kam, dass durch das viele Zusammenf&#252;gen &#252;berall Fehler auftraten. Bei so einem riesigen Bild muss man die erst einmal finden. Teilweise waren es echt kleine Dinge, die bestimmt niemandem aufgefallen w&#228;ren. Aber da wir zu dem Zeitpunkt schon die erste Ausstellung in Planung hatten und wussten, dass das Bild auf 3,30 Meter Breite gedruckt wird, musste einfach alles perfekt sein.</p>
<p>Ein weiteres Problem war die unglaubliche Gr&#246;&#223;e der Bilddatei. Neun zusammengeschnittene 40-Megapixel-Bilder alleine als Hintergrund sind einfach zu viel f&#252;r einen Computer. Regelm&#228;&#223;ig sind uns die Rechner abgest&#252;rzt, doch vor allem das langsame Arbeiten hat uns zu schaffen gemacht. </p>
<p>Alleine, das Bild zu speichern hat am Ende eine halbe Stunde gedauert. Jede noch so kleine Aktion verbrauchte unglaublich viel Rechenleistung und war dementsprechend mit Wartezeit verbunden.</p>
<p><em>Und trotzdem haben wir erreicht, was wir wollten: Ein Bild zu schaffen, bei dem der Betrachter immer wieder Neues entdeckt. Bestimmt wird niemand alle Details finden, die wir versteckt haben. Ein Beispiel: Die Frau, die den Mann am Tresen auf die Toilette lockt und eben jener Mann, sind zweimal dieselbe Person. Erkennbar an den Fingern&#228;geln&#8230;</p>
<p>Das Bild hat uns viel mehr Arbeit gemacht, als wir vorher gedacht h&#228;tten und letztendlich war es auch der Grund daf&#252;r, dass fast jeder von uns inzwischen seinen Computer aufger&#252;stet hat &#8211; und das, obwohl es vorher schon echt leistungsf&#228;hige Rechenknechte waren. </p>
<p>Aber das und die Produktions-Kosten haben sich auf jeden Fall gelohnt. Wir haben viele nette Menschen kennengelernt und Kontakte gekn&#252;pft, dazu das viele positive Feedback, das Geld &#252;ber den gut laufenden Bildverkauf, den Gewinn des Canon Profifoto F&#246;rderpreis&#8230; und eine 1,0 f&#252;r das Semesterprojekt.</em></p>
<p></p>
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		<title>Zu Besuch bei Jo Schwab &#8211; ein Portrait in Worten</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Feb 2012 10:38:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marit Beer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Portraits, die Jo Schwab f&#252;r seine Serie “habitual grace” anfertigt, faszinieren mich durch ihre Klarheit und Reduktion. Das Licht, immer einfach und &#228;hnlich gesetzt, l&#228;sst Raum f&#252;r die Person selbst. Nichts drum herum lenkt ab. Der Mensch erstrahlt f&#246;rmlich f&#252;r sich, in seiner Aussagekraft und ist gleichzeitig Projektionsfl&#228;che f&#252;r den Betrachter.<p></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/02/image.jpeg" rel="lightbox[28954]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-30163" title="image" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/02/image-500x662.jpg" alt="" width="500" height="662" /></a></p>
<p><strong>Die Portraits, die Jo Schwab f&#252;r seine Serie “<a href="http://www.joschwab.com/">habitual grace</a>” anfertigt, faszinieren mich durch ihre Klarheit und Reduktion. Das Licht, immer einfach und &#228;hnlich gesetzt, l&#228;sst Raum f&#252;r die Person selbst. Nichts drum herum lenkt ab. Der Mensch erstrahlt f&#246;rmlich f&#252;r sich, in seiner Aussagekraft und ist gleichzeitig Projektionsfl&#228;che f&#252;r den Betrachter.</strong></p>
<p>An einem verregneten Tag treffe ich ihn in seiner Berliner Wohnung. Der Empfang ist herzlich und w&#228;hrend Jo Schwab am Herd steht und mit Mu&#223;e zwei Espressi mit Milch und Schaum anrichtet, finden wir gleich in eine Unterhaltung, die &#252;berhaupt nicht wie ein gew&#246;hnliches Interview anmutet, sondern mehr ein Gespr&#228;ch ist, das wohltuend wirkt.</p>
<p><strong>Erz&#228;hlst Du mir ein bisschen von Dir, wo bist Du aufgewachsen und was hat Dich beeinflusst?</strong></p>
<p>Geboren bin ich in Frankfurt am Main, und als ich 4 oder 5 war, zogen meine Eltern mit mir nach Rom in Italien. Ich bin dort aufgewachsen und habe fast meine gesamte Kindheit dort verbracht. Ich denke, mit ungef&#228;hr 15 wusste ich dann, dass ich Fotograf werden wollte. Es gab da zwei Impulse. Zum einen meinen Onkel, der eine kleine Galerie f&#252;r Fotografie hatte und mir die alte Nikon F2 meines Gro&#223;vaters schenkte, zum anderen den Film “Apocalypse Now” von Francis Ford Coppola. Darin spielt Dennis Hopper einen irren Photographen im Dschungel; in dieser Rolle sah ich mich und ich dachte auch &#252;ber nichts anderes nach.</p>
<p><strong>Warum Fotografie?</strong></p>
<p>Ich wei&#223; es nicht genau. Was sind die ersten Impulse, die einen zur Fotografie treiben, wo liegt der Reiz? Es ist die kindliche Lust am Beobachten, Sehen, Entdecken. Die Kamera schafft eine Distanz, die einem das Gef&#252;hl gibt, die Welt pr&#228;ziser zu sehen als man sie vorher gesehen hat. Fotografie verlangsamt Wahrnehmung, fokussiert, trennt das Wesentliche vom Nebens&#228;chlichen. Ich denke, am Anfang gibt es so eine Art fotografische Pubert&#228;t. Eine Phase, die fast jeder junge Fotograf hat. Man interessiert sich dann leidenschaftlich f&#252;r alles: Licht, Strukturen, Formen, den Himmel, Bl&#252;mchen, man fotografiert einfach alles.</p>
<p><span id="more-28954"></span></p>
<p>Die Phase muss man dann erst einmal hinter sich bringen. Dann kommt irgendwann die Vertreibung aus dem Paradies, der Verlust der fotografischen Unschuld, die Eitelkeit des Fotografen beginnt. Man findet sich sexy in der Rolle des Fotografen, man will so sein wie der Fotograf auf dem &#8220;Blow up&#8221;-Filmplakat, der breitbeinig &#252;ber dem Model h&#228;ngt. Die Kamera f&#228;ngt an, deine Waffe zu werden, dein Schwanz, man entdeckt die Erotik der Fotografie.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/16_nui1.jpg" rel="lightbox[28954]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-29135" title="16_nui1" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/16_nui1-500x594.jpg" alt="" width="500" height="594" /></a></p>
<p><strong>Du hast dann beschlossen, Fotografie zu studieren?</strong></p>
<p>Ja&#8230; ich &#252;berlegte dann, wo man Fotografie studieren kann. Ich habe mich dann an der Kunstakademie in Berlin beworben und weil ich gerade ein einj&#228;hriges Praktikum bei Jean-Marie Bottequin in M&#252;nchen machte, auch an der staatlichen Akademie f&#252;r Fotografie in M&#252;nchen. Genommen haben mich beide, aber weil ich die Freundin in M&#252;nchen hatte, bin ich dort geblieben&#8230; wobei ich mir nie sicher war, ob das eine gute Idee war.</p>
<p><em>Ich schaue ihn mit hochgezogenen Augenbrauen an und frage ihn, warum das keine gute Idee war.</em></p>
<p>M&#252;nchen war nie mein Ding. Die Stadt ver&#228;ndert einen auf eine seltsame Art und Weise. Die Ausbildung dort war aber sehr gut, sehr klassisch, sehr handwerklich. Mitte der 1990er gab es noch keine Digitalkameras. Wir lernten das gesamte Spektrum analoger Fotografie. Gro&#223;bild, Labor, Architektur, Reportage, Mode. Eine Materialschlacht aus Filmen, Prints und Labor-Chemie. Man simulierte vier Jahre lang einen vielbesch&#228;ftigten Fotografen. Nach der Ausbildung bin ich dann sofort aus M&#252;nchen geflohen und f&#252;r zwei Jahre nach London gegangen.</p>
<p>Die meiste Zeit dort habe ich als Assistent gearbeitet und nebenbei versucht, mich von dem zu befreien, was man mir w&#228;hrend des Studiums &#252;ber Fotografie beigebracht hat. Eigene Definitionen zu finden, was ein gutes von einem schlechten Bild unterscheidet, was man &#252;berhaupt will, welche Regeln es gibt und welche nicht, wie man seine eigene Bildsprache findet.</p>
<p>Das Studium war eine Basis und bringt Dir die grundlegenden und theoretischen Dinge bei, aber es bereitet Dich nicht auf einen Markt vor, auf den Berufsalltag als Fotograf. Das ist das erste gro&#223;e Problem und die erste gro&#223;e Erkenntnis, dass es mit einem Mal nicht mehr um die spielerische Lust an der Fotografie geht, sondern darum, mit was man Geld verdienen kann. Und dass es erst einmal zwei unterschiedlich Dinge sind: Die Fotogrfie, die man machen m&#246;chte und diejenige, f&#252;r die man bezahlt wird.</p>
<p><strong>Bei was f&#252;r Fotografen hast Du in London assistiert?</strong></p>
<p>Verschiedene, zum gr&#246;&#223;ten Teil aber Mode-Fotografen, obwohl ich mich nie wirklich f&#252;r Mode begeistern konnte. Mir war dieses ganze „Fashion“-Ding immer zu blabla und affektiert.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/4_laura2.jpg" rel="lightbox[28954]"><img title="4_laura2" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/4_laura2-500x646.jpg" alt="" width="500" height="646" /></a></p>
<p><strong>Wie ging es weiter?</strong></p>
<p>Ich gestehe, ich bin dann erst einmal zur&#252;ck nach M&#252;nchen gegangen, einfach weil es sich angeboten hat. Es gibt viele Magazine, Redaktionen und Agenturen, man bekam Jobs und die Dinge haben sich einfach entwickelt. Meine ersten Editorials habe ich f&#252;r das Jetzt-Magazin gemacht, dann f&#252;r das SZ-Magazin, Cosmopolitan, Allegra, Stern, Max und so weiter.</p>
<p>Nach zwei Jahren M&#252;nchen habe ich dann im pers&#246;nlichen Affekt beschlossen, dass ich keinen Tag l&#228;nger mehr in M&#252;nchen verbringen will und bin nach Berlin gezogen. Berlin war zwar der perfekte Ort zum Leben, allerdings zu dem Preis, dass es beruflich erst einmal steil bergab ging. Die ersten zwei Jahre waren beruflich eine Katastrophe und ich hatte st&#228;ndig dieses &#228;u&#223;erst schlechte Gewissen, ob man sich gleich am Anfang selbst derartig ins berufliche Aus schie&#223;en darf, nur um sich privat am richtigen Ort zu f&#252;hlen.</p>
<p>Aber genau diese Zeit war die Zeit der Reife. Um zu &#252;berleben, habe ich Kataloge fotografiert und nebenbei versucht herauszufinden, was ich &#252;berhaubt will. Man kann nur gute Bilder machen von Dingen, die einen interessieren. Mode war es nicht, meine kurzen Ausfl&#252;ge als „Kriegs-Reporter“ in Bosnien und Israel endeten mit der Erkenntnis, dass mir daf&#252;r die Eier eines Capa fehlen und so bin ich langsam zu dem gekommen, was ich heute mache: Mit Portraits und Reise-Reportagen verdiene ich mein Geld und meine Akt-Portraits sind meine pers&#246;nlichen Arbeiten, die mittlerweile auch viel ver&#246;ffentlicht werden.</p>
<p><strong>Und dann ver&#228;nderte sich die Welt um Dich herum als Fotograf&#8230;</strong></p>
<p>Das ist ein Thema, das wohl alle Fotografen heute betrifft. Die Digitalisierung und das Internet als Pr&#228;sentations- und Vermarktungs-Instrument haben den Markt f&#252;r Fotografie in kurzer Zeit grundlegend ver&#228;ndert. Es erschlie&#223;t v&#246;llig neue M&#246;glichkeiten und zerst&#246;rt alte Regeln. Es l&#246;st die alten Grenzen auf, weil jeder Fotograf ist. Eine Digitalkamera und ein wenig Photoshop ersetzen technisch weitgehend alles, was &#8220;richtige&#8221; Fotografen fr&#252;her von einem Hobby-Fotografen unterschieden hat.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/tumblr_ln6kzeb4QC1qzj4qto1_500.jpg" rel="lightbox[28954]"><img title="tumblr_ln6kzeb4QC1qzj4qto1_500" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/tumblr_ln6kzeb4QC1qzj4qto1_500.jpg" alt="" width="500" height="688" /></a></p>
<p>Jeder kann Bilder machen und sie im Internet zeigen und verkaufen. Die schiere Masse an Bildern ebnet die Fotografie ein zu einem allgegenw&#228;rtigen, mehr oder weniger austauschbaren und kurzlebigen Konsum-Objekt. Diese Demokratisierung der Fotografie ist auf der einen Seite fantastisch, weil sie jedem die M&#246;glichkeit gibt, mit einfachen Mitteln kreativ teilzuhaben an der Lust, Bilder zu machen, sie der ganzen Welt zu zeigen, vielleicht sogar damit Geld zu verdienen.</p>
<p>Auf der anderen Seite verlieren Bilder damit ihren Wert. Wer darauf angewiesen ist, mit Fotografie seinen Lebensunterhalt zu verdienen, muss Bilder machen, die eine besondere Qualit&#228;t besitzen, im besten Fall eine Qualit&#228;t, die nichts mit technischen Mitteln zu tun hat, sondern mit dem Bild an sich&#8230; und das ist die gute Nachricht: Nichts wird jemals einen guten Fotografen ersetzen.</p>
<p><strong>Und Du hast Dich dann spezialisiert?</strong></p>
<p>Spezialisiert ist vielleicht nicht das richtige Wort, aber in meiner freien Arbeit bem&#252;he ich mich um eine gewisse Konsequenz. Ich mag dieses formal sehr Einfache, Strenge, Reduzierte. Dabei ist der Akt auch ein Mittel der Reduktion. Ich finde meine Bilder meistens v&#246;llig unerotisch. Irgendjemand hat mal gesagt, die Frauen auf meinen Bildern seien zwar nackt, aber wirken wie angezogen. Das fand ich gut. Anf&#228;nglich sind diese Bilder als rein pers&#246;nliche, freie Arbeiten entstanden. Irgendwann haben sie sich dann einer ganz erstaunlichen Resonanz erfreut und wurden in einigen Magazinen ver&#246;ffentlicht, was f&#252;r mich etwas absolut Neues war, nicht nur meine Auftragsarbeiten gedruckt zu sehen, sondern meine ganz pers&#246;nlichen Bilder.</p>
<p>Vor drei Jahren verkaufte ich dann zum ersten Mal an einen Sammler aus New York ein Bild. Das war die n&#228;chste gro&#223;artige Erkenntnis, dass jemand auf die Idee kommt, sich eines meiner Bilder an die Wand zu h&#228;ngen und bereit ist, daf&#252;r tats&#228;chlich 2000$ zu zahlen. Das hat mich elektrisiert und ich habe angefangen, mich immer mehr auf diese Art von Bildern zu konzentrieren. Mittlerweile verdiene ich mit meinen Akt-Bildern fast mehr Geld als mit meinen Auftragsjobs und das ver&#228;ndert gerade etwas meine Selbstdefinition. Ich habe mich immer als Fotograf verstanden, aber ganz im Ernst nie als „K&#252;nstler“. Ohnehin ein Begriff, den ich f&#252;r stark missbraucht halte. Aber ich w&#252;rde nat&#252;rlich l&#252;gen, wenn ich es nicht auch sehr schmeichelhaft finden w&#252;rde.</p>
<p><strong>Wie und wo findest Du die Menschen, die Du photographierst und wie vermittelst Du ihnen, was Du machen willst?</strong></p>
<p>Eigentlich &#252;berall, entweder irgendwo im Internet, bei Agenturen, auf der Stra&#223;e, unter Freunden. Meistens unterhalte ich mich vor einem Termin lange mit meinen Modellen, versuche zu beschreiben, um was es mir geht, was ich will und was ich nicht will.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/4_ernest.jpg" rel="lightbox[28954]"><img title="4_ernest" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/4_ernest-500x642.jpg" alt="" width="500" height="642" /></a></p>
<p><strong>Wie sind die Reaktionen der Modelle auf die Bilder?</strong></p>
<p>Sie wissen, worauf sie sich einlassen. Aber es ist oft interessant zu sehen, wie Wahrnehmung und Reaktion auf Bilder von anderen und dem eigenen Bild auseinandergehen. Eitelkeit ist dem neutralen Blick auf sich selbst immer im Weg.</p>
<p><strong>Worum geht es in Deinen Bildern?</strong></p>
<p>Es geht um Sch&#246;nheit. Eine Sch&#246;nheit, die irritiert, weil man einen hintergr&#252;ndigen Makel ahnt. Ich mag diese Irritation, wenn sich ein Bild langsam erschlie&#223;t, obwohl es in seiner Einfachheit keine Geheimnisse zu haben scheint. Wenn man &#252;ber etwas nachdenken muss, ohne zu wissen, &#252;ber was. Ich denke, ein gutes Bild muss die selbe Qualit&#228;t besitzen wie Musik oder ein Gedicht, es muss beim Betrachter im Kopf bleiben. Es geht nie darum, die Eitelkeiten desjenigen auf dem Bild oder die Eitelkeit des Fotografen zu befriedigen. Das Bild entsteht f&#252;r einen fremden Betrachter. F&#252;r ihn muss es etwas sagen. Ich denke, ein Bild ist immer zuerst eine Projektionsfl&#228;che. Fotografie zeigt nur Oberfl&#228;che, das liegt am Medium. Kein Bild kann das wahre, tiefere Wesen eines Menschen abbilden, was er denkt, f&#252;hlt, wer er ist.</p>
<p>Es ist eine Konstruktion. Es ist mein subjektiver Blick und am Ende steht die Interpretation des Betrachters. Derjenige vor der Kamera muss das akzeptieren, dass es bei dem Bild nicht um ihn, sondern um eine fiktive Figur geht, wie bei einem Schauspieler, der eine Rolle verk&#246;rpert. Meine Arbeit ist es, ein Gef&#252;hl daf&#252;r zu haben, wer dieser Mensch auf dem Bild sein k&#246;nnte, nicht wer er wirklich ist. Das Bild gibt nur eine Vorlage f&#252;r die Interpretation des Betrachters, was er darin sieht, ist seine Welt.</p>
<p>Das ist ja auch das Spannende an Fotografie: Wie funktioniert Wahrnehmung? Wie l&#228;sst sie sich manipulieren, wann ber&#252;hrt uns ein Bild und warum, was sehen wir wirklich und was glauben wir zu sehen. Durch die Masse an Bildern, die wir jeden Tag sehen, entscheiden wir sehr schnell, ob uns etwas gef&#228;llt und wir sind visuell sehr verw&#246;hnt. Wir konsumieren Bilder und selektieren extrem schnell, was wir in Sekunden schon wieder vergessen haben oder was wir uns merken.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/16_del1-900.jpg" rel="lightbox[28954]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-29142" title="16_del1-900" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/16_del1-900-500x729.jpg" alt="" width="500" height="729" /></a></p>
<p>Sehen ist ein permanenter Abgleich mit schon Gesehenem, mit pers&#246;nlichen Assoziationen, Gef&#252;hlen, Werten&#8230; und wir sind sehr schnell gelangweilt. Die Halbwertzeit eines Bildes ist meist kurz.</p>
<p>Daran versuche ich mich immer zu erinnern: Dass man machen kann, was man will, aber dass ein gutes Bild immer nur ein Bild ist, das sich nicht in k&#252;rzester Zeit verbraucht und dass jedes Bild, das schnell untergeht, weil es uns nach k&#252;rzester Zeit nichts mehr sagen kann, ein sinnloses Bild ist.</p>
<p><strong>Da kommt wieder die Frage auf: Warum machen wir das &#252;berhaupt?</strong></p>
<p>Genau, warum fotografierst Du denn?</p>
<p><strong>Gute Frage. Ich wei&#223; es nicht. Vielleicht, weil es gl&#252;cklich macht, f&#252;r eine bestimmte Zeit und weil ich Menschen dar&#252;ber kennenlerne, die ich sonst nicht kennenlernen w&#252;rde?</strong></p>
<p>Stell Dich hier unten auf die Stra&#223;e, setz Dich auf eine Bank und nach ein paar Minuten hast du schon ein paar Leute neben Dir sitzen, die Du kennengelernt kannst&#8230; daf&#252;r brauchst Du keine Fotografie.</p>
<p><strong>Hmm&#8230;</strong></p>
<p>Die Frage, warum man das macht &#8211; abgesehen davon, sein Geld damit zu verdienen &#8211; kommt immer wieder. Ich habe auch mindestens zwei mal im Jahr das Gef&#252;hl, dass ich nichts sinnloser finde als Fotos zu machen und wesentlich mehr Befriedigung darin sehen w&#252;rde, einen Ziegenhof zu f&#252;hren und K&#228;se zu verkaufen. Ein einfaches und ehrliches Produkt, das alle gl&#252;cklich macht und mit dem man auch sein Geld verdienen kann.</p>
<p><strong>Aber nach drei Jahren kotzt Dich das dann auch an.</strong></p>
<p>Kann sein, aber all unsere Leben sind nicht mehr statisch. So wie unsere Eltern einen Beruf gelernt und bis zum Ende ausgef&#252;hrt haben, das gibt es nicht mehr. Wir m&#252;ssen immer wieder unsere Leben neu definieren.</p>
<p><em>F&#252;r einen Moment entsteht Stille. Ich nippe am Kaffee, lasse mir die Worte noch einmal durch den Kopf gehen, weil sie etwas ansprechen, was wesentlich ist. Man braucht eine Weile, um wieder zur&#252;ckzukommen, aber dann f&#228;llt schon die n&#228;chste Frage.</em></p>
<p><strong>Du fotografierst vorzugsweise auf Film?</strong></p>
<p>Meistens, ja. Ich gebe zu, ich habe auch digital angefangen und finde es auch alles &#228;u&#223;erst praktisch, aber irgendwann habe ich gemerkt: Ich verbringe meine Zeit nur am Rechner und ich habe irgendwas vermisst. Analog fotografiert man anders, konzentrierter, fokussierter, unmittelbarer. Ich habe das Anfassen vermisst, das Materielle, die Filme, das Enwickeln, Kontakte, Papier, den ganzen Prozess, den Rhythmus, die Zeit. Es befriedigt mich mehr und ich habe einen anderen Bezug zu meinen Bildern, sie sind f&#252;r mich realer als digitale „Files“ auf meinem Rechner.</p>
<p>Ich fand es auch irgendwann verlogen, digital zu fotografieren und das Bild dann k&#252;nstlich wieder analog aussehen zu lassen. Nat&#252;rlich enden meine Bilder auch irgendwann als Scans und die Versuchung der digitalen Spielereien ist gro&#223;&#8230; aber ich versuche, es so analog wie m&#246;glich zu halten.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/02/4_judith.jpg" rel="lightbox[28954]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-30169" title="4_judith" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/02/4_judith-500x661.jpg" alt="" width="500" height="661" /></a></p>
<p>Als ich gelesen habe, dass Gursky seine gro&#223;artigen Bilder am Rechner digital aus vielen Einzelteilen zusammensetzt, war ich entt&#228;uscht. Nat&#252;rlich z&#228;hlt am Ende das Bild, aber irgendwie war da eine Magie verloren, es waren mit einem Mal eben auch nur Retorten-Bilder.</p>
<p><em>Der Satz steht eine Weile im Raum. Keiner sagt etwas. Das Diktierger&#228;t nimmt die Stille auf. In meinem Kopf ist pl&#246;tzlich keine Frage mehr. Als ich das Ger&#228;t sp&#228;ter abh&#246;re, sind es 15 Sekunden Schweigen. Dann nimmt Jo den Gespr&#228;chsfaden wieder auf.</em></p>
<p>Nochmal zum Thema, was ich da mache, meine Aktportraits. Es gab da am Anfang eine Idee, von der hab ich mich zwar wieder stark entfernt, aber sie schwingt immer noch etwas mit. Diese Suche und Definition von Sch&#246;nheit. Wahrscheinlich das klassischste aller Themen seit Menschen etwas abbilden. Wie schon immer eine sehr subjektive Sache und schon immer abh&#228;ngig von unterschiedlichstem Zeitgeist und Kulturen.</p>
<p>Als pers&#246;nliche Definition hat f&#252;r mich Sch&#246;nheit ganz wesentlich etwas mit einem Bewusstsein zu tun. Es gibt viele wundersch&#246;ne M&#228;dchen auf dieser Welt, die Agenturen sind voll davon aber meistens fehlt ihnen etwas, dass ihre &#228;u&#223;ere Sch&#246;nheit vollkommen machen w&#252;rde. Sind in ihrer ganzen Makellosigkeit uninteressant, weil sie wissen, dass sie sch&#246;n sind. Es gibt Menschen, die sind wundersch&#246;n, aber sie haben keine Ahnung davon&#8230; das ist etwas sehr Charmantes. Es ist wie ein Zustand der Unschuld, nicht zu wissen, was andere in einem sehen. Das war etwas, das mich gereizt hat, diese sich selbst nicht bewusste Sch&#246;nheit. Daher auch der Titel der Serie &#8220;HABITUAL GRACE&#8221;.</p>
<p>Es gibt viele spannende Themen, was Portraits angeht. Ich hab auch mal &#252;berlegt, klassische Balettt&#228;nzerinnen unmittelbar nach ihrem Tanz zu portraitieren. Die physische und innere Spannung und Konzentration in ihren Gesichtern. Oder Portraits junger Nonnen, ob man etwas von ihrer inneren Ruhe und dem Glauben in ihren Gesichtern sehen kann. Ich w&#252;rde auch M&#246;rder, Neonazis und Kindersch&#228;nder portraitieren, einfach um zu wissen, ob man in ihren Gesichtern etwas von ihren inneren Abgr&#252;nden lesen kann, um es zu verstehen.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/16_ole2-900.jpg" rel="lightbox[28954]"><img class="aligncenter" title="16_ole2-900" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/16_ole2-900-500x685.jpg" alt="" width="500" height="685" /></a></p>
<p><strong>Du hast vorhin gesagt, Deine Bilder sind Projektion und Du kannst nicht die Pers&#246;nlichkeit desjenigen abbilden, sondern der Mensch bleibt Projektionsfl&#228;che. Jetzt fragst Du, ob sich da eben doch was nach drau&#223;en transportieren l&#228;sst&#8230;</strong></p>
<p>Die Kamera kann nicht mehr als die Oberfl&#228;che darstellen und ist nicht imstande, eine objektive Wahrheit dar&#252;ber hinaus zu zeigen. Aber ich denke, es ist m&#246;glich mit der Fotografie die Oberfl&#228;che auf eine konzentriertere Weise zu zeigen, so dass sie uns doch etwas verr&#228;t oder wir zumindest das Gef&#252;hl haben, etwas hinter ihr zu sehen.</p>
<p>Fotografie ist ein kommunikatives Medium. Der Sinn eines Bildes ist, gesehen zu werden. Die Arbeit eines Fotografen ist es, Bilder zu erschaffen, die dem Betrachter einen Impuls geben, sich f&#252;r etwas zu interessieren, den Raum und die Zeit zu schaffen, etwas genauer zu betrachten und f&#252;r sich zu entschl&#252;sseln. Ein gutes Bild beinhaltet auch immer eine Hintergr&#252;ndigkeit, eine unbeantwortete Frage. Ein zu offensichtliches Bild verbraucht sich schnell und langweilt, ein zu verschl&#252;sseltes Bild erm&#252;det. Die Aufgabe ist es, diese Balance zu finden zwischen Klarheit und Tiefe.</p>
<p><em>W&#228;hrend Jo spricht, klingelt im Hintergrund irgendwo in einem der anderen R&#228;ume ein Telefon. Ich bemerke nicht einmal ein Zucken in seinen Gesichtsmuskeln. Das Gespr&#228;ch geht weiter und das Klingeln, das aufm&#252;pfig nach Aufmerksamkeit ruft, wird ignoriert und nicht mehr wahrgenommen. Ich finde das interessant, leben wir doch in einer Welt, in der man st&#228;ndig erreichbar sein will und in der hinter jedem Klingeln eine murmelnde Verhei&#223;ung stecken k&#246;nnte.</em></p>
<p>Ich mag es, wenn Du ein Portrait betrachtest und Du nicht wei&#223;t, wor&#252;ber Du nachdenken sollst, aber Du denkst &#252;ber etwas nach. Ein gutes Bild l&#228;sst Raum und legt gleichzeitig eine Spur. Deswegen mochte ich nie besonders mit Ideen und Details &#252;berladene Bilder, zumindest bei Portraits. Diese formale Reduktion &#8211; das Weglassen von Dingen, der Akt, schwarzwei&#223;, der neutrale Hintergrund, die sehr statischen, &#228;hnlichen Posen, das Zentrieren im Bild&#8230; das ist mir wichtig.</p>
<p>Ich finde, man kann Fotografie immer gut mit Musik vergleichen. In der Musik haben wir immer Namen f&#252;r die verschiedenen Genres. Das ist Pop, das ist Punk. Das sind Bezeichnungen, die gibt es in der Fotografie nicht, obwohl das absolute Analogien sind. Das meiste, was man sieht, ist Volksmusik oder professionell produzierter Pop. Alternativ gibt es alles, von Hardcore und Punk bis Zw&#246;lfton. Die Frage ist dann eben nur, auf was man steht und nach was die Bilder klingen sollen, die man selbst macht.</p>
<p><strong>Wie sieht es eigentlich mit einem Buch aus? Ich hatte da was gelesen.</strong></p>
<p>Seit drei oder vier Jahren gibt es den Gedanken, ob ich aus den Bildern mal ein Buch machen sollte. Aber ich denke, dass es sich bei einem Bildband erst recht wie in der Musik verh&#228;lt. Du bl&#228;tterst die Seiten um und ich finde, die einzelnen Bilder sind dann wie einzelne T&#246;ne. Aber erst, wenn aus den einzelnen T&#246;nen eine gute Melodie wird, dann bist Du reif, ein Buch zu machen. Und gute Bilder brauchen Zeit. Es ist wichtig, sich Bilder immer wieder anzuschauen. Ich traue Bildern auch nicht sofort. Man muss sie immer wieder anschauen und hinterfragen, ob sie immer noch funktionieren. Erst wenn sie mich nach einem Jahr immer noch nicht langweilen, k&#246;nnte es sein, dass es ein gutes Bild ist&#8230; und irgendwann ist die Zeit reif f&#252;r ein Buch.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/1_nettie5.jpg" rel="lightbox[28954]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-29489" title="1_nettie5" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/1_nettie5-500x669.jpg" alt="" width="500" height="669" /></a></p>
<p><strong>Ist es auch schon passiert, dass Du Leute fotografiert hast und da kein Bild dabei war, das Deinem Anspruch gen&#252;gte?</strong></p>
<p>Ja, das passiert oft. Es ist immer Experiment und Versuch. Ich lasse Bilder meistens erst einmal liegen, brauche ein bis zwei Wochen, bis ich mir die Bilder &#252;berhaupt anschaue, w&#228;hle die ersten aus, verwerfe wieder, komme drauf zur&#252;ck, entscheide mich irgendwann und oft passiert es eben auch, dass sie mich alle langweilen.</p>
<p>&#8230; habe ich Deine Fragen jetzt &#252;berhaupt alle beantwortet?</p>
<p><strong>Ich bin zufrieden, ja. Ich habe jetzt aber auch noch eine abschlie&#223;ende Frage. Auf deiner Seite, unter &#8220;Projektion&#8221;, da ist ein Bild, das hat mich sofort angesprochen.</strong></p>
<p><em>Jo grinst und klatscht in die H&#228;nde.</em></p>
<p><strong>Da sitzt ein Junge vor einem Fernseher, auf dem kein Bild zu sehen ist, in einem Raum mit einem Bett. Ich w&#252;rde gern die Geschichte dahinter erfahren.</strong></p>
<p>Ich erz&#228;hle Dir nat&#252;rlich die Geschichte, aber mich w&#252;rde jetzt nat&#252;rlich erst einmal interessieren, was Dir das Bild denn erz&#228;hlt.</p>
<p><strong>Das Bild erz&#228;hlt f&#252;r mich von sehr viel Raum, aber von einem Jungen, der diesen Raum &#252;berhaupt nicht einnimmt, sondern am Rand sitzt und er schaut auf oder in etwas, und das nimmt ihn aus diesem Raum heraus. Es zeigt f&#252;r mich Stille und Leere. Man fragt sich nat&#252;rlich, wo das aufgenommen wurde. Da ist ein Haus aus Brettern zusammengezimmert. Das Zimmer ist zwar gef&#252;llt, auf dem Bett sind die hellen Laken zerknittert, die Kleidung h&#228;ngt an der Decke.</strong></p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/16_elvieshouse1.jpg" rel="lightbox[28954]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-29380" title="16_elvieshouse1" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/16_elvieshouse1-500x333.jpg" alt="" width="500" height="333" /></a></p>
<p>Spannend&#8230; das Bild ist sehr einfach und gibt doch mehr Fragen auf als es beantwortet und trotzdem magst Du es. Ich habe letztes Jahr im Mai f&#252;r ein Magazin eine Geschichte gemacht und bin mit einem Journalisten nach Surinam geflogen, einem kleinen Staat in S&#252;damerika. In Surinam gibt es au&#223;er brutaler Hitze und Urwald nicht viel. Eine der wenigen M&#246;glichkeiten f&#252;r die Menschen dort, irgendwie Geld zu verdienen, ist tief im Regenwald nach Gold zu suchen. Es ging um diesen Mikrokosmos der Goldgr&#228;ber. Menschen, die weit weg von jeder Zivilisation ihr letztes Gl&#252;ck suchen, den Urwald roden, mit Plastikflaschen voller Quecksilber nach Goldstaub graben und dann das bisschen Geld, das sie verdienen, mit Alkohol und Nutten durchbringen, bis sie fr&#252;h an einer Quecksilbervergiftung verrecken.</p>
<p>Allerdings haben wir es &#252;berhaupt nicht bis dorthin geschafft, weil wir niemanden gefunden haben, der uns auch nur in die N&#228;he bringen wollte und so haben wir uns zehn Tage in Paramaribo, der Hauptstadt, rumgetrieben und dieses Bild ist eben dort entstanden. Eine der selbstgebauten H&#252;tten am Stadtrand, in der ganze Familien mit unz&#228;hligen Kindern leben und in denen es nichts, aber immer einen Fernseher gibt, in den der Junge gerade mit diesem etwas leeren Blick sieht. Man muss sich dazu einfach diese Mischung aus Langeweile und einer m&#246;rderischen Hitze vorstellen und die Tatsache, dass in dem Fernseher vor allem Rauschen zu sehen ist.</p>
<p><strong>Hat er gemerkt, dass Du ihn fotografiert hast?</strong></p>
<p>Ich wei&#223; es nicht, man wird allgemein mehr oder weniger ignoriert, das ist normal.</p>
<p><em>Eine kleine Pause entsteht und ich bin kurz davor, danke zu sagen, als Jo noch einmal einen Gedanken weiter geht. Er findet damit einen guten Abschluss f&#252;r das Interview.</em></p>
<p>Ich glaube, ich bin gerade wieder an einem fotografischen Punkt, an dem ich Neues beginnen sollte. Jemand hat mir einmal in einer E-Mail geschrieben, ich solle meine &#8220;<em>comfort zone</em>&#8221; verlassen und&#8230; er hat Recht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Mehr von Jo Schwab findest du hier: <a href="http://www.joschwab.com/">http://www.joschwab.com/</a></em></p>
<p></p>
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		<title>Kiss</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Sep 2011 08:17:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katja Kemnitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>
		<category><![CDATA[Studio]]></category>
		<category><![CDATA[Andy Barter]]></category>
		<category><![CDATA[Kiss]]></category>

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		<description><![CDATA[Andy Barter fotografiert haupts&#228;chlich Still life. Doch sobald er Zeit findet, widmet er sich seinen pers&#246;nlichen Fotoprojekten, von denen wir hier seine Serie „Kiss“ vorstellen wollen. Keine Angst, ihr werdet hier keine Bilder von stark geschminkten M&#228;nnern finden. Die Serie &#8220;Kiss&#8221; zeigt genau das, was das Wort bedeutet: K&#252;sse. Zu sehen sind immer zwei Menschen [...]<p></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.andybarter.com/">Andy Barter</a> fotografiert haupts&#228;chlich Still life. Doch sobald er Zeit findet, widmet er sich seinen pers&#246;nlichen Fotoprojekten, von denen wir hier seine Serie <a href="http://www.andybarter.com/kiss.shtml">„Kiss“</a> vorstellen wollen.</strong></p>
<p>Keine Angst, ihr werdet hier keine Bilder von stark geschminkten M&#228;nnern finden. Die Serie &#8220;Kiss&#8221; zeigt genau das, was das Wort bedeutet: K&#252;sse. Zu sehen sind immer zwei Menschen in inniger Umarmung. Das Ganze ist dabei &#252;berhaupt nicht kitschig oder gar langweilig, denn Andy Barter hatte eine gro&#223;artige Idee, um den Bildern eine besondere Wirkung zu verleihen.</p>
<p><span id="more-21442"></span></p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/09/10.jpg" rel="lightbox[21442]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/09/10-500x500.jpg" alt="" title="" width="500" height="500" class="alignnone size-medium wp-image-21447" /></a></p>
<p>Angefangen hatte alles vor zehn Jahren, als er K&#246;pfe aus der Vogelperspektive zu fotografieren begann. Mit der Kuss-Serie wollte er die Idee wieder zum Leben erwecken und dieses Mal zwei K&#246;rper verbinden.</p>
<p>Zun&#228;chst fand er besonders die Formen interessant. Wie die Arme, K&#246;pfe, Lippen und Nasen aus dieser Perspektive wirkten. Diese allt&#228;gliche Aktivit&#228;t, die aus diesem Blickwinkel so neu und anders wirkte. Letztendlich &#252;berzeugte ihn jedoch vor allem die Intimit&#228;t dieser Bilder. </p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/09/01.jpg" rel="lightbox[21442]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/09/01-500x500.jpg" alt="" title="" width="500" height="500" class="alignnone size-medium wp-image-21451" /></a></p>
<p>Die Bearbeitung der Fotos hielt er bewusst sehr gering. „Ich wollte keine &#8220;beauty shots&#8221;, denn ich denke, sie sind wundersch&#246;n auf ihre ganz eigene, nat&#252;rliche Weise. Manchmal ist Photoshop in &#252;bereifrigen H&#228;nden der beste Weg, um ein gutes Photo zu ruinieren.“</p>
<p>Im Moment arbeitet Andy an einem n&#228;chsten Projekt, das ihm sehr am Herzen liegt. Es hei&#223;t „The Mixed Project“. In dem Langzeitprojekt sammelt Andy Portraits von Menschen mit multikultureller Herkunft. Er m&#246;chte damit &#8220;die sich ver&#228;ndernde Landschaft der britischen Kultur illustrieren und feiern.&#8221; Bis jetzt hat er daf&#252;r &#252;ber 80 Menschen fotografiert, darunter auch in der &#214;ffentlichkeit bekannte Personen. Wer mehr dar&#252;ber erfahren m&#246;chte, kann das via <a href="http://www.facebook.com/mixedproject">Facebook</a> oder dem <a href="http://mixedproject.wordpress.com/">Blog</a> zum Projekt.</p>
<p></p>
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