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	<title>kwerfeldein - Fotografie Magazin &#187; Stillleben</title>
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	<description>Das Fotografie Magazin</description>
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		<title>Im Gespr&#228;ch mit Kevin Best &#252;ber Stillleben-Fotografie</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Jan 2013 06:16:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aileen Wessely</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Stillleben]]></category>
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		<description><![CDATA[Zugegeben, wir behandeln einige fotografische Genres etwas stiefm&#252;tterlich. H&#246;chste Zeit also, sich mal gezielt auf die Suche nach gro&#223;artigen Vertretern von Nischen zu machen, &#252;ber die man nicht allt&#228;glich stolpert. Die ihren Kollegen in breitensport&#228;hnlichen Disziplinen wie Portrait oder Landschaft aber in nichts nachstehen. Den Anfang unserer langfristig angelegten Aufholaktion f&#252;r unterbesetzte Genres macht heute [...]<p></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zugegeben, wir behandeln einige fotografische Genres etwas stiefm&#252;tterlich. H&#246;chste Zeit also, sich mal gezielt auf die Suche nach gro&#223;artigen Vertretern von Nischen zu machen, &#252;ber die man nicht allt&#228;glich stolpert. Die ihren Kollegen in breitensport&#228;hnlichen Disziplinen wie Portrait oder Landschaft aber in nichts nachstehen.</strong></p>
<p>Den Anfang unserer langfristig angelegten Aufholaktion f&#252;r unterbesetzte Genres macht heute der Stillleben-Fotograf Kevin Best. Auf seiner <a href="http://www.bestshots.com.au/" target="_blank">Webseite</a> und in seinem <a href="http://www.flickr.com/photos/kevsyd/" target="_blank">Flickr-Stream</a> lassen sich seine aufw&#228;ndigen und verbl&#252;ffenden Kompositionen bestaunen. Nun lassen wir ihn im Interview aber selbst ausf&#252;hrlich zu Wort kommen.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/2391390013_c6f31d5c25_o.jpg" rel="lightbox[49667]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/2391390013_c6f31d5c25_o-650x402.jpg" alt="" title="Self Portrait with vanitas symbols (after David Bailly) © Kevin Best" width="650" height="402" class="aligncenter size-medium wp-image-52717" /></a></p>
<p><strong>Hallo Kevin. Danke, dass Du Dir die Zeit f&#252;r ein Interview mit uns nimmst. Erz&#228;hl uns doch zuerst einmal ein bisschen was &#252;ber Dich: Wer bist Du, was machst Du?</strong></p>
<p>Mein Name ist Kevin Best, ich wurde in Neuseeland geboren, lebe jetzt aber in Sydney. Am Australian Centre for Photography habe ich Fotografie studiert und stelle inzwischen international aus.</p>
<p>Geboren und aufgewachsen fern der k&#252;nstlerischen Metropolen Europoas, begegnete ich der niederl&#228;ndischen Stillleben-Malerei des 17. Jahrhunderts mit keinerlei Vorurteilen oder Befangenheiten.</p>
<p>Anders als ein Betrachter, der mit diesen Bildern aufgewachsen ist und sie daher als klischeehaft sehen mag, sind sie f&#252;r mich dynamisch und sehr lebhaft. Die Geschichte, die sie von Ausbeutung, Eitelkeit, Gier und Zwang erz&#228;hlen, hallt durch die Jahrhunderte nach und ist bemerkenswert zeitgen&#246;ssisch.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/4680679933_596625310c_o.jpg" rel="lightbox[49667]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/4680679933_596625310c_o.jpg" alt="" title="Still Life - Autumn © Kevin Best" width="641" height="960" class="alignleft size-medium wp-image-52724" style="width: 46.15%" /></a> <a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/6831704868_404064c8f8_o.jpg" rel="lightbox[49667]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/6831704868_404064c8f8_o-650x867.jpg" alt="" title="Still Life with roemer Lemon and Acorns © Kevin Best" width="650" height="867" class="alignnone size-medium wp-image-52716" style="width: 51.85%" /></a></p>
<p>Diese F&#228;higkeit, Geschichten aus Dingen zu kreieren anstatt aus Menschen oder Orten, ist es, was mich antreibt.</p>
<p>Die Dinge, die wir besitzen; die Dinge, die wir benutzen; die Dinge, die wir behalten; die Dinge, die wir wergwerfen &#8211; all diese Dinge definieren uns. Wir bewerten andere Menschen danach, welche Dinge sie zeigen, unser Selbstwertgef&#252;hl ist verpackt in den Dingen, die wir besitzen.</p>
<p>Viele Fotografen und K&#252;nstler sehen das Stillleben als &#220;bungsgenre. Eine Schale voller Fr&#252;chte ist ein sehr g&#252;nstiges, unkompliziertes Modell und wird stundenlang stillsitzen, w&#228;hrend Du Deine Technik perfektionierst. Es wurde immer als die niederste Form der Kunst angesehen, eher Dekoration. Ich benutze es als ein Vehikel, um komplexe Gedanken auszudr&#252;cken und f&#252;r gem&#228;chliches Nachsinnen.</p>
<p>Ich benutze dabei ganz schamlos die Requisiten und den Stil der niederl&#228;ndischen Meister, um die Geschichten zu transportieren, da es in meinen Augen die Zeitlosigkeit und Universalit&#228;t der Aussage zeigt.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/659118010_02ce07e117_o.jpg" rel="lightbox[49667]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/659118010_02ce07e117_o-650x453.jpg" alt="" title="Global Warming Vanitas © Kevin Best" width="650" height="453" class="aligncenter size-medium wp-image-52722" /></a></p>
<p><strong>Wie bist Du &#252;berhaupt auf die Idee gekommen, die Motive der Stillleben-Gem&#228;lde in die Fotografie zu bringen?</strong></p>
<p>Ich w&#252;nschte, dass ich behaupten k&#246;nnte, der erste zu sein, der die Motive der Stillleben-Maler benutzt, aber die niederl&#228;ndischen Meister haben die Fotografen inspiriert, seit dieses Medium sich entwickelt hat. Roger Fenton, Thomas Williams, Adolphe Braun, William Lake Price und Heinrich K&#252;hn nutzten alle den Stil und die Motive des 17. Jahrhunderts in den 1850er Jahren.</p>
<p>Aber da ihre Aufnahmen schwarzwei&#223; oder sepia waren, konnten sie nie den unglaublichen Realismus der Gem&#228;lde erreichen und demonstrierten so eher, wie schwach das Medium beim Abbilden der wortw&#246;rtlichen Wahrheit war.</p>
<p>Im 20. Jahrhundert folgte die Stillleben-Fotografie den Trends in der Malerei, vom Kubismus zur Abstraktion, vom Surrealismus zur Pop Art. Indem sie diese Stile benutzten, konnten sie eine andere Art der Wahrheit zeigen und erreichten, dass wir die Welt auf eine neue Weise sahen. </p>
<p>Der traditionelle Stil der Stillleben wurde gr&#246;&#223;tenteils gemieden, zweifelsohne, weil Fotografen genauso wie K&#252;nstler verzweifelt versuchten, etwas Neues zu sagen, was sicherlich eine der Schl&#252;sselrollen des K&#252;nstlers an sich ist.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/6148747817_75ee397f8e_o.jpg" rel="lightbox[49667]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/6148747817_75ee397f8e_o-650x589.jpg" alt="" title="Still Life - Envy © Kevin Best" width="650" height="589" class="aligncenter size-medium wp-image-52725" /></a></p>
<p>In der j&#252;ngeren Vergangenheit haben einige Fotografen wie Dave LaChapelle und australische Kollegen wie Marian Drew und Robyn Stacey sich von den Niederl&#228;ndern inspirieren lassen. Aber anders als ich beziehen sie moderne Elemente mit ein und ihre Werke k&#246;nnen ebenso wie die der fr&#252;hen Fotografen nie mit den Originalgem&#228;lden verwechselt werden.</p>
<p>Mein Ziel ist gerade das Gegenteil: Ich m&#246;chte den Betrachter verwirren, ich m&#246;chte, dass er sich wundert, ob er denn nun eine Fotografie, ein Gem&#228;lde oder die Fotografie eines Gem&#228;ldes ansieht.</p>
<p>Ich m&#246;chte im Betrachte einen Sinn f&#252;r Verwunderung wecken, um das Handwerk und die Hingabe zu w&#252;rdigen, die f&#252;r die Herstellung des Werkes n&#246;tig ist. Gerade so, wie die Betrachter der Originalgem&#228;lde.</p>
<p>Fr&#252;here K&#252;nstler haben diesen Moment der Verwunderung mit Tricks erreicht, zum Beispiel haben sie eine peinlich genau gemalte Fliege in ihre Gem&#228;lde integriert, in der Hoffnung, dass der Betrachter versuchen w&#252;rde, sie von der Leinwand zu wischen. Oder sie malten einen Vorhang vor die Szene und hofften, dass jemand versuchen w&#252;rde, ihn zur Seite zu schieben.</p>
<p>Ich m&#246;chte, dass meine Werke die gleiche Art von Verwunderung ausl&#246;sen. Ich hoffe auch darauf, dass die Betrachter sich fragen, worin der Sinn besteht, diese alten Bilder wieder aufzuw&#228;rmen, weil sie dann vielleicht den Wert von Ver&#228;nderung in Frage stellen.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/6792490577_f164a807a3_o.jpg" rel="lightbox[49667]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/6792490577_f164a807a3_o-650x810.jpg" alt="" title="Behind the Curtain (based on a painting by Pieter de Ring) © Kevin Best" width="650" height="810" class="alignleft size-medium wp-image-52723" style="width: 54.7%" /></a> <a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/4456978228_ed66fd9ccf_o.jpg" rel="lightbox[49667]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/4456978228_ed66fd9ccf_o.jpg" alt="" title="Still Life after Cornelius Gijsbrechts © Kevin Best" width="610" height="960" class="alignnone size-medium wp-image-52720" style="width: 43.3%" /></a></p>
<p><strong>Wei&#223;t Du, ob Du diese Ziele meistens auch erreichst? Was sind f&#252;r gew&#246;hnlich Reaktionen der Betrachter auf Deine Arbeiten?</strong></p>
<p>Die Leute haben meine Fotografien oft f&#252;r Gem&#228;lde und nennen sie auch so, nachdem ich ihnen gesagt habe, dass es eine Fotografie ist; manchmal sogar mehrmals. Wenn es wie ein Gem&#228;lde aussieht, muss es eines sein.</p>
<p>In meinem Flickrstream habe ich oft sehr detaillierte Beschreibungen der Symbolik, die in meinen Arbeiten steckt und ich wei&#223; aus den vielen E-Mails, die ich bekomme, dass dies Leute dazu angeregt hat, &#252;ber die Originalgem&#228;lde in einem zeitgen&#246;ssischeren Licht nachzudenken.</p>
<p>Erst k&#252;rzlich wurde ich auf das Blog eines Professors der New York University hingewiesen, der in gro&#223;artiger Tiefe ein Gem&#228;lde von Peiter Claesz beschrieb, das sich als eines meiner Fotografien entpuppte. Er war v&#246;llig verbl&#252;fft, als ich ihn darauf hinwies.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/2354377204_c4b418fb8c_o.jpg" rel="lightbox[49667]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/2354377204_c4b418fb8c_o-650x500.jpg" alt="" title="Musical Still Life © Kevin Best" width="650" height="500" class="aligncenter size-medium wp-image-52718" /></a></p>
<p><strong>Wie entwickelst Du die Idee zu einem neuen Bild?</strong></p>
<p>Ich beziehe meine Inspiration aus vielen Quellen: Von einem speziellen Objekt, einem Gedicht oder Sprichtwort, von einem besonders sch&#246;nen Obst oder Gem&#252;se. Oft webe ich komplexe Erz&#228;hlungen in meine Arbeiten, deshalb beginne ich meistens mit einem einzelnen Objekt und f&#252;ge andere hinzu, um eine Geschichte zu entwickeln, bis sie vollst&#228;ndig ist.</p>
<p><strong>Mir, als jemandem, der ziemlich neu im Genre der Stillleben-Fotografie ist, scheint sie voller strenger Kompositionsregeln zu sein. W&#252;rdest Du dem zustimmen?</strong></p>
<p>Die traditionellen Stillleben-Maler haben eindeutig eine Sammlung von Techniken entwickelt, um Tiefe und Bewegung in ihre Gem&#228;lde zu integrieren und viele dieser kompositorischen Anordnungen haben sich auch auf die Fotografie &#252;bertragen. </p>
<p>Ohne diese Techniken kann ein Stillleben ziemlich flach aussehen und dem Auge keine M&#246;glichkeit geben, um zu wandern. Aber wie immer in der Kunst sind da drau&#223;en Regelbrecher unterwegs. </p>
<p>Ori Gersht jagt Stillleben-Kompositionen wortw&#246;rtlich in die Luft, Walker Evans hat Bilder von Stillleben eher gefunden als sie zu komponieren und Irving Penn hat Stillleben von weggeworfenen Zigarettenstummeln gemacht. </p>
<p>Dieses Genre kann genauso abwechslungsreich und ergiebig sein wie jedes andere. Regeln k&#246;nnen helfen, aber auch immer gebrochen werden.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/3500632502_4b001c87ff_o.jpg" rel="lightbox[49667]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/3500632502_4b001c87ff_o.jpg" alt="" title="Shattered Idol © Kevin Best" width="609" height="960" class="alignleft size-medium wp-image-52721" style="width: 44%" /></a> <a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/3446810211_0923a5c889_o.jpg" rel="lightbox[49667]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/3446810211_0923a5c889_o-650x835.jpg" alt="" title="Smoke Bouquet © Kevin Best" width="650" height="835" class="alignnone size-medium wp-image-52713" style="width: 54%" /></a></p>
<p><strong>Kannst Du uns mehr &#252;ber die Vorbereitungen zu einer Fotosession erz&#228;hlen?</strong></p>
<p>Einige gehen ziemlich schnell, da ich eine gro&#223;e Bandbreite von Objekten angesammelt habe, um die Bilder zu komponieren, aber andere erfordern es, besondere Dinge zu beschaffen oder herzustellen, um eine Erz&#228;hlung, die mir vorschwebt, zu vollenden. </p>
<p>Normalerweise mache ich eine Testaufnahme, gr&#252;ble ein paar Tage dar&#252;ber und vermerke alle &#196;nderungen auf meinem iPad. Dann mache ich eine weitere Aufnahme und arbeite damit ebenso und diesen Prozess wiederhole ich so lange, bis alles perfekt ausbalanciert ist.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/4339328364_31f87a7e64_o.jpg" rel="lightbox[49667]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/4339328364_31f87a7e64_o-650x421.jpg" alt="" title="Soused Cowfish and Coral © Kevin Best" width="650" height="421" class="aligncenter size-medium wp-image-52715" /></a></p>
<p><strong>Welche Rolle spielt Nachbearbeitung in Deiner Arbeit?</strong></p>
<p>Gute Frage.</p>
<p>Ich wei&#223;, dass viele Fotografen inbr&#252;nstige Photoshop-Gegner sind, ich bin keiner von ihnen. Ich bin kein Fotojournalist; f&#252;r mich ist das Ziel der Fotografie, dem Leben einzuhauchen, was ich mir vorgestellt habe und was die Kamera ohne weitere Hilfe produzieren kann, reicht mir nie. </p>
<p>Ich benutze Abwedler und Nachbelichter, um den Blick zu den Schl&#252;sselelementen einer Komposition zu lenken. Oder um den Objekten mehr Tiefe zu geben. Ich s&#228;ttige oder ents&#228;ttige Objekte, um sie mehr oder weniger prominent hervortreten zu lassen.</p>
<p>Nur sehr selten baue ich nachtr&#228;glich Dinge in eine Szene ein, da sie sich alle gegenseitig reflektieren und es sich dann falsch anf&#252;hlt. Aber ich w&#252;rde nicht z&#246;gern, digital ein sch&#246;nes Fenster des 16. Jahrhunderts hinter meinem Stillleben einzuf&#252;gen, wenn ich es brauche, um meine Geschichte abzurunden, aber leider keines in meinem Studio habe.</p>
<p>Und wenn eine Erz&#228;hlung einen Fisch, gefangen in einer Blase, die durch einen Wald von Kerzenst&#228;ndern schwebt, erfordert, dann wird eben ein bisschen Nachbearbeitung n&#246;tig sein.</p>
<div class="zwei"><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/4508753953_c733339481_o.jpg" rel="lightbox[49667]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/4508753953_c733339481_o.jpg" alt="" title="A Forest Of Candles © Kevin Best" width="640" height="960" class="alignleft size-medium wp-image-52719" /></a> <a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/4466977932_75a68c91e8_o.jpg" rel="lightbox[49667]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/4466977932_75a68c91e8_o.jpg" alt="" title="Resurrection © Kevin Best" width="640" height="960" class="alignnone size-full wp-image-52714" /></a></div>
<p><strong>Gibt es spezielle Fotografen, die Dich inspiriert haben?</strong></p>
<p>Ich bin eher von Malern wie Willem Kalf, Pieter Claesz, Vermeer und Rembrandt inspisiert als von Fotografen, aber ich bin ein gro&#223;er Bewunderer von Irving Penn.</p>
<p><strong>Ich habe gelesen, dass Du auch f&#252;r ein Kochbuch fotografiert hast. Wo kann man Deine Werke sonst noch finden?</strong></p>
<p>Ich stelle in Lumas-Galerien aus und werde in ihren B&#252;chern publiziert. Meine Bilder sind auch in einem Buch, das in der australischen Kunsterziehung genutzt wird und in zu vielen Magazinen, um sie alle zu nennen. </p>
<p>Weil ich st&#228;ndig nach meiner Technik gefragt werde, habe ich selbst auch ein eBook namens <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B008DV49XW/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=B008DV49XW&#038;linkCode=as2&#038;tag=kwerfeldein-21" target="_blank">Still Life Photography</a>* ver&#246;ffentlicht, das die Philosophie und Techniken erkl&#228;rt, die ich benutze, um meine Stillleben zu kreieren.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/5179911789_d63509f5d9_o.jpg" rel="lightbox[49667]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/5179911789_d63509f5d9_o-650x515.jpg" alt="" title="Vanitas © Kevin Best" width="650" height="515" class="aligncenter size-medium wp-image-52712" /></a></p>
<p><strong>Was sind Deine Tr&#228;ume und Ziele f&#252;r die Zukunft?</strong></p>
<p>Wenn man sich an die Ansichten der Vanitas-Gem&#228;lde der niederl&#228;ndischen Meister h&#228;lt, dann ist alles Eitelkeit und unsere Zukunft ist der Tod. Unterwegs dorthin hoffe ich, ein bisschen was dar&#252;ber zu lernen, wie man ein gutes Leben lebt und ein bisschen von dem, was ich lerne, weiterzugeben.</p>
<p><strong>Vielen Dank, Kevin!</strong></p>
<div style="color: #888; font-size: small">Ich habe das Interview mit Kevin Best auf Englisch gef&#252;hrt und anschlie&#223;end ins Deutsche &#252;bersetzt.</p>
<p>* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr dar&#252;ber etwas kauft, erhalten wir eine kleine Provision, Ihr bezahlt aber keinen Cent mehr.</span></p>
<p></p>
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		<title>Zerbrochene Blumen</title>
		<link>http://kwerfeldein.de/2012/11/09/zerbrochene-blumen/</link>
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		<pubDate>Fri, 09 Nov 2012 08:01:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian Baumer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>
		<category><![CDATA[Stillleben]]></category>
		<category><![CDATA[blumen]]></category>
		<category><![CDATA[Jon Shireman]]></category>
		<category><![CDATA[manipulation]]></category>
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		<description><![CDATA[In seiner konzeptuellen Fotografie &#252;berf&#252;hrt Jon Shireman ganz normale, allt&#228;gliche Dinge in eine andere materielle Realit&#228;t: Als h&#228;tte er die Metapher aus dem Titel der Tragikom&#246;die „Broken Flowers“ von Jim Jarmusch in die Realit&#228;t transportiert, macht er Bilder von Blumen, die zerbrechen. Die Natur bekommt dabei in den Stillleben eine v&#246;llig neue Materialit&#228;t, Shireman zeigt [...]<p></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In seiner konzeptuellen Fotografie &#252;berf&#252;hrt <a href="http://www.jonshireman.com/" target="_blank">Jon Shireman</a> ganz normale, allt&#228;gliche Dinge in eine andere materielle Realit&#228;t: Als h&#228;tte er die Metapher aus dem Titel der Tragikom&#246;die „Broken Flowers“ von Jim Jarmusch in die Realit&#228;t transportiert, macht er Bilder von Blumen, die zerbrechen.</strong></p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/10/eins.jpg" rel="lightbox[47531]"><img class="alignnone size-medium wp-image-48020" title="eins" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/10/eins-650x424.jpg" alt="" width="650" height="424" /></a></p>
<p>Die Natur bekommt dabei in den Stillleben eine v&#246;llig neue Materialit&#228;t, Shireman zeigt uns eine Perspektive, die so nicht in der Realit&#228;t exisitiert. Seine Bilder sind gleichzeitig hochgradig durch Manipulation der Realit&#228;t beeinflusst und dennoch durch und durch nat&#252;rlich.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/10/drei.jpg" rel="lightbox[47531]"><img class="alignnone size-medium wp-image-48022" title="zwei" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/10/drei-650x420.jpg" alt="" width="650" height="420" /></a></p>
<p>„Ich tauche die Blumen in fl&#252;ssigen Stickstoff. Das ver&#228;ndert ihre nat&#252;rliche Form“, erkl&#228;rt Shireman. Nach drei&#223;ig Minuten haben die Blumen die Materialit&#228;t erreicht, in der sie auf einer wei&#223;en Oberfl&#228;che zerschmettert und mit einer High-Speed-Kamera aufgenommen werden k&#246;nnen.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/10/zwei.jpg" rel="lightbox[47531]"><img class="alignnone size-medium wp-image-48023" title="drei" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/10/zwei-650x425.jpg" alt="" width="650" height="425" /></a></p>
<p>Der Vorher-Nachher-Vergleich ist dabei fester Bestandteil der Reihe und macht einen gro&#223;en Teil der Faszination aus. „Ich mag es von Zeit zu Zeit, die Idee des Blumenstilllebens irgendwie auf den Kopf zu stellen“, erkl&#228;rt der New Yorker, der sich in den unterschiedlichsten Gebieten der Fotografie austobt, aber immer wieder beim Stillleben landet.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/10/fuenf.jpg" rel="lightbox[47531]"><img class="alignnone size-medium wp-image-48027" title="vier" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/10/fuenf-650x424.jpg" alt="" width="650" height="424" /></a></p>
<p>Jon Shireman hat es mit relativ einfachen Mitteln in der Serie „Broken Flowers“ geschafft, einem eher banalen Subjekt in dem sehr klassischen Genre dokumentierender Objektfotografie einen ganz neuen Dreh zu verleihen, indem er das Subjekt seiner Bilder h&#228;ndisch und auf sehr clevere Weise manipuliert.</p>
<p></p>
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		<title>Retro-Hype Film</title>
		<link>http://kwerfeldein.de/2012/04/09/retro-hype-film-analog-und-digitalfotografie-im-professionellen-umfeld/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Apr 2012 06:15:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Gommel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stillleben]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Analog]]></category>
		<category><![CDATA[digital]]></category>
		<category><![CDATA[gastartikel]]></category>
		<category><![CDATA[Johnny Patience]]></category>
		<category><![CDATA[Retro-Hype]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Ein Beitrag von: <strong>Johnny Patience</strong></p>Mit dem Einzug der digitalen Fotografie ist das Medium Film im professionellen Umfeld nahezu ausgestorben. Im 35mm-Kleinbildformat sind seit etwa zehn Jahren keine neuen Ger&#228;te mehr erschienen, Nikon produzierte die legend&#228;re F5 bis ins Jahr 2004 und stellte die Produktion der meisten ihrer analogen Kameras dann im Jahr 2006 ein.<p></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Beitrag von: <strong>Johnny Patience</strong></p><p><strong>Mit dem Einzug der digitalen Fotografie ist das Medium Film im professionellen Umfeld nahezu ausgestorben. Im 35mm-Kleinbildformat sind seit etwa zehn Jahren keine neuen Ger&#228;te mehr erschienen, Nikon produzierte die legend&#228;re F5 bis ins Jahr 2004 und stellte die Produktion der meisten ihrer analogen Kameras dann im Jahr 2006 ein.</strong></p>
<p>Seitdem erlebt die analoge „Film“-Fotografie allerdings als Nischenprodukt eine stetige Renaissance, die sich in den letzten zwei bis drei Jahren zu einem regelrechten Retro-Hype entwickelt hat. Analoge Ger&#228;te sind bei Ebay gefragt wie nie und viele Hobby-Fotografen entscheiden sich nun vorzugsweise f&#252;r gebrauchte Leicas oder Hasselblad Mittelformat-Kameras der 500er-Serie.</p>
<p>Ein nicht unerheblicher Faktor vieler derartiger Str&#246;mungen ist die Inspiration &#252;ber andere K&#252;nstler. So haben beispielsweise einige &#252;berwiegend amerikanische Fotografen mit der Kombination Contax 645 und Carl Zeiss 80mm f/2.0 ma&#223;geblich dazu beigetragen, dass nun viele andere Kollegen versuchen, diesen Stil und die entsprechenden Farben zu reproduzieren. Der erste Schritt ist hierbei oftmals, dasselbe Equipment einzusetzen und dies ist aktuell das Mittelformat &#8211; Rolleiflex, Hasselblad, Contax oder andere schwere Gesch&#252;tze.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/03/021.jpg" rel="lightbox[31925]"><img class="alignnone size-medium wp-image-31937" title="" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/03/021-500x303.jpg" alt="" width="500" height="303" /></a></p>
<p>Nat&#252;rlich sind das alles wundervolle Kameras, die jedem erstklassige Ergebnisse bescheren, der sie zu meistern wei&#223;. F&#252;r mich pers&#246;nlich ist das allerdings ein wenig „too much“. Ich besitze selbst eine analoge Nikon FM2 und die Kamera macht eine Menge Freude, insbesondere in Verbindung mit einem manuellen 50mm f/1.2 Ai-S Objektiv.</p>
<p>Es ist aber nicht zu untersch&#228;tzen, wie viel Aufwand es bedeutet, analoge Fotografie ernsthaft in einen professionellen Workflow zu integrieren, auch wenn dies vor ein paar Jahren noch Gang und G&#228;be war. Dazu kommt unter anderem: Ein gutes Fotolabor mit einem entsprechenden Scanner und gut ausgebildeten Experten findet man nicht an jeder Stra&#223;enecke.</p>
<p>Allerdings gibt es zwei gewichtige Gr&#252;nde, die nach wie vor f&#252;r die analoge Fotografie sprechen: Der absolut unschlagbare Kontrastumfang von Film und die nur &#228;u&#223;erst schwer zu reproduzierenden Farben. Kurzum: Das „Look and Feel“.</p>
<p><span id="more-31925"></span></p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/03/031.jpg" rel="lightbox[31925]"><img class="alignnone size-medium wp-image-31940" title="" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/03/031-500x303.jpg" alt="" width="500" height="303" /></a></p>
<p>Der weitl&#228;ufigen Meinung ausschlie&#223;lich digital arbeitender Fotografen, es sei unglaublich schwierig und zu riskant, analog zu fotografieren, m&#246;chte ich hier &#252;brigens widersprechen: Film vergibt mehr als ein digitaler Sensor. Mit dem Dynamikumfang von Film kann keine normale digitale Kamera mithalten.</p>
<p>In Kombination mit einem guten Labor ergibt sich daraus eine Menge Raum f&#252;r die Korrektur falscher Belichtungseinstellungen. Profis bilden mit dem richtigen Film und dem richtigen Scanner einen Dynamikumfang von zehn Blendenstufen in einem Bild ab. Davon k&#246;nnen digital arbeitende Fotografen nur tr&#228;umen.</p>
<p>Genau hier setzt auch der Ansatz von Nikon an, aus zwei unterschiedlichen Belichtungen automatisch ein einziges Bild zu errechnen. Fuji erzielt einen &#228;hnlichen Effekt &#252;ber die automatische Reduktion der Bildaufl&#246;sung und steigert den Dynamikumfang damit ebenfalls erheblich. Die Hersteller beginnen also langsam zu begreifen, dass die Zukunft eher in deutlich empfindlicheren Sensoren mit einem besseren Kontrastumfang liegt als in der stetigen Steigerung der Aufl&#246;sung in Verbindung mit reduziertem ISO-Rauschen.</p>
<p>Zum Look and Feel von Film geh&#246;rt aber nicht nur der Dynamikumfang, sondern insbesondere auch die einzigartigen Farben. Hat man die Hand bei Fine-Art-Fotografie relativ frei, da die Farbigkeit als deutlich wahrnehmbarer Teil des k&#252;nstlerischen Ausdrucks einflie&#223;en kann, so ist es bei professionellen Shootings umso wichtiger, den besonderen Wert auf Nat&#252;rlichkeit und Konsistenz zu legen. Oftmals werden nach einem Shooting einige hundert Bilder pr&#228;sentiert und diese sollten trotz wechselnder Lichtbedingungen und Locations alle identisch entwickelt werden und im Gesamtbild harmonisch wirken.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/03/041.jpg" rel="lightbox[31925]"><img class="alignnone size-medium wp-image-31944" title="" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/03/041-500x303.jpg" alt="" width="500" height="303" /></a></p>
<p>Entwickelt werden muss &#252;brigens in beiden Welten gleicherma&#223;en: Bei analogen Bildern im chemischen Entwicklungsprozess des Films und anschlie&#223;end am Scanner mit Farbprofilen und -korrekturen. In der digitalen Fotografie je nach Workflow zun&#228;chst in Lightroom und anschlie&#223;end in Photoshop, f&#252;r das Color-Matching und gegebenenfalls die individuellen Farben des Fotografen. Fotografiert man beides, sollten die Farben der analogen und digitalen Bilder optimalerweise nicht voneinander zu unterscheiden sein. Viele bekannte Fotografen mischen aus diesem Grund gern analoge Bilder in Farbe mit digitalen Bildern in Schwarzwei&#223;.</p>
<p>In der digitalen Welt gibt es vielseitige Bem&#252;hungen, nicht nur das Look &amp; Feel von Film im Allgemeinen, sondern den exakten Look eines bestimmten Filmes zu reproduzieren. Der Anbieter VSCO beispielsweise hat kostenpflichtige Presets f&#252;r Lightroom und ACR entwickelt, die mit einem eigenen Kameraprofil f&#252;r jeden g&#228;ngigen Film geliefert werden und den so genannten „Light-Rolloff“ von Film simulieren wollen. Dies ist eine clevere Idee, in der Praxis kommen diese Produkte allerdings trotz aller Bem&#252;hungen nicht wirklich an das Original heran. Film verh&#228;lt sich gegen&#252;ber Licht nicht linear und dies l&#228;sst sich mit einem digitalen Sensor nicht abbilden, daran &#228;ndert auch ein Kameraprofil nichts.</p>
<p>Es ist also relativ schwierig, einen bestimmten „Film-Look“ in digitalen Bildern zu emulieren. Fotografiert man analog, ist es andersherum allerdings fast unm&#246;glich, mit einem Scan an die M&#246;glichkeiten einer Raw-Datei zu gelangen, falls man diese Farbwelt auf Wunsch einmal verlassen m&#246;chte. F&#252;r mich pers&#246;nlich ist dies auch der Hauptgrund, &#252;berwiegend digital zu fotografieren: F&#252;r Gegenlichtaufnahmen in der Hochzeitsfotografie m&#246;gen die cremigen Pastellt&#246;ne eines &#252;berbelichteten Fuji 400 H wunderbar passen. F&#252;r viele andere Situationen allerdings nicht. Und &#252;ber den kreativen Freiraum meiner Farben m&#246;chte ich gern selbst entscheiden.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/03/051.jpg" rel="lightbox[31925]"><img class="alignnone size-medium wp-image-31950" title="" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/03/051-500x303.jpg" alt="" width="500" height="303" /></a></p>
<p>Ich bekomme &#252;ber meine Website regelm&#228;&#223;ig eine Menge Fragen zu meiner Nachbearbeitung, dem Film-Look in meinen digitalen Bildern und zu den Farben, die ich in meinen Bildern verwende. Das ist kein Hexenwerk und ich teile gern meine Erfahrungen. Ich m&#246;chte hier daher einmal beispielhaft einen Workflow vorstellen, den ich in diesen Medien noch nicht besprochen habe.</p>
<p>In diesem Zusammenhang sei nochmals betont, dass ein deutlicher Unterschied zwischen Fine-Art- und beispielsweise Hochzeitsfotografie besteht. Was in digitaler Form interessant aussieht, wirkt auf einem Abzug auf Fotopapier oftmals „over-processed“. Man sollte daher sehr vorsichtig arbeiten und es nicht &#252;bertreiben, es kann auch zu viel des Guten sein.</p>
<p>Ich versuche in meinen Bildern &#252;brigens, nur generelle Merkmale analoger Fotografie zu integrieren und keinen bestimmten Film zu emulieren. Ich erreiche dies unter anderem &#252;ber detailreiche Schatten, ged&#228;mpfte Highlights, den Einsatz eher matter und ents&#228;ttigter Farben sowie durch einen nicht zu scharfen Fokus. In der analogen Welt entsprechen diese Merkmale am ehesten dem Kodak Portra 400 NC, der allerdings nicht mehr hergestellt wird.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/03/061.jpg" rel="lightbox[31925]"><img class="alignnone size-medium wp-image-31951" title="" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/03/061-500x303.jpg" alt="" width="500" height="303" /></a></p>
<p>Um den analogen Look zu emulieren, beginne ich, falls notwendig, zun&#228;chst in Lightroom. Ich fotografiere im Raw-Format und bei vors&#228;tzlich &#252;berbelichteten Bildern hilft die Highlight-Recovery-Funktion von Lightroom, Details wiederherzustellen, die sonst unwiederbringlich verloren w&#228;ren. Anschlie&#223;end exportiere ich meine Bilder und bearbeite sie in Photoshop weiter.</p>
<p>Ich arbeite bei meinem pers&#246;nlichen Film-Look ausschlie&#223;lich visuell, ohne wissenschaftlich exakte Laborwerte. Ohne Gef&#252;hl und ein wenig Erfahrung mit beiden Medien erscheint des zun&#228;chst schwierig. Man sollte daher erst einmal ausprobieren, wie Film sich &#252;berhaupt „anf&#252;hlt“ und verh&#228;lt, um diese Eigenschaften digital nachempfinden zu k&#246;nnen. Hat man das Prinzip allerdings visuell nachvollzogen, so kann man diesen Look mit relativ einfachen Mitteln reproduzieren. Ich empfehle dazu, einfach einmal selbst ein wenig in Photoshop zu experimentieren.</p>
<p>Ich m&#246;chte hier beispielhaft meinen Workflow f&#252;r das Bild „6235“ vorstellen, aufgenommen mit einer Nikon D700 und dem Nikkor 50mm f/1.4 G:</p>
<p><strong>1. Originalbild</strong><br />
Das unbearbeitete Originalbild „straight out of camera“.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/03/071.jpg" rel="lightbox[31925]"><img class="alignnone size-medium wp-image-31953" title="" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/03/071-500x303.jpg" alt="" width="500" height="303" /></a><br />
Nikkor 50mm f/1.4 G @ ƒ/1.4 &#8211; Nikon D700<br />
<strong><br />
2. Farbkorrektur</strong><br />
Das in Photoshop farbkorrigierte Originalbild.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/03/082.jpg" rel="lightbox[31925]"><img class="alignnone size-medium wp-image-31954" title="" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/03/082-500x303.jpg" alt="" width="500" height="303" /></a></p>
<p><strong>3. Optimierung von Helligkeit, Kontrast und Farbs&#228;ttigung</strong><br />
Durch den Einsatz von Gradiationskurven, Tonwertkorrektur und Farbents&#228;ttigung wurden Helligkeit, Kontrast und Grundfarben optimiert.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/03/091.jpg" rel="lightbox[31925]"><img class="alignnone size-medium wp-image-31956" title="" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/03/091-500x303.jpg" alt="" width="500" height="303" /></a></p>
<p><strong>4. Graduelle F&#252;llebene f&#252;r gleichm&#228;&#223;iges Licht</strong><br />
Anschlie&#223;end wurde die Lichtwirkung durch den Einsatz einer graduellen F&#252;llebene mit geringer Transparenz und S&#228;ttigung verbessert. Diese hebt den Bildmittelpunkt hervor und l&#228;&#223;t das Licht insgesamt weicher und gleichm&#228;&#223;iger wirken.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/03/101.jpg" rel="lightbox[31925]"><img class="alignnone size-medium wp-image-31957" title="" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/03/101-500x303.jpg" alt="" width="500" height="303" /></a></p>
<p><strong>5. Farbkorrektur und Vignettierung</strong><br />
Durch den Einsatz von selektiver Farbkorrektur und Gradiationskurven wurden die Grundfarben k&#252;hler temperiert. Lichter und Schatten wurden hervorgehoben. Die Vignettierung betont den Bildmittelpunkt.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/03/111.jpg" rel="lightbox[31925]"><img class="alignnone size-medium wp-image-31958" title="" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/03/111-500x303.jpg" alt="" width="500" height="303" /></a></p>
<p><strong>6. F&#252;llebene f&#252;r mattes Finish</strong><br />
Eine farbige F&#252;llebene gibt bei sehr geringer Deckkraft einen samtigen Look und nimmt die Lichter und Schatten ein wenig zur&#252;ck.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/03/121.jpg" rel="lightbox[31925]"><img class="alignnone size-medium wp-image-31959" title="" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/03/121-500x303.jpg" alt="" width="500" height="303" /></a></p>
<p>Insgesamt dauert diese Form der Entwicklung etwa 20 Minuten. Wenn man in Photoshop immer wieder die selben Aktionen durchf&#252;hrt, empfiehlt es sich, daraus eine Aktion zu erstellen, indem man seinen Workflow aufzeichnet und dann beliebig oft abspielt. Das spart bei der sp&#228;teren Bearbeitung weiterer Bildern derselben Session eine Menge Arbeit und alle Bilder des Shootings k&#246;nnen dann per Knopfdruck den gleichen Look bekommen.</p>
<p>Ist der analoge Retro-Hype im Bezug Fotografie also gerechtfertigt? Das mu&#223; wohl jeder f&#252;r sich selbst entscheiden. Wer noch nie mit analoger Fotografie experimentiert hat, dem kann ich dies nur w&#228;rmstens empfehlen.</p>
<p><em>Im professionellen Einsatz bevorzuge ich pers&#246;nlich allerdings die digitale Fotografie. Auch wenn mir Film privat sehr viel Freude bereitet, so mag ich in der t&#228;glichen Arbeit nicht auf Backups verzichten oder mich auf die termin- und farbtreue Zuarbeit eines Fotolabors verlassen. Der Film-Look l&#228;&#223;t sich mit ein wenig Fingerspitzengef&#252;hl digital nachempfinden, auch wenn dies hoffentlich nie ein Ersatz f&#252;r analoge Fotografie sein wird.</em></p>
<p></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Frank Kunert: Fotografien kleiner Welten</title>
		<link>http://kwerfeldein.de/2012/03/12/frank-kunert-fotografien-kleiner-welten/</link>
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		<pubDate>Mon, 12 Mar 2012 06:31:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aileen Wessely</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>
		<category><![CDATA[Stillleben]]></category>
		<category><![CDATA[absurd]]></category>
		<category><![CDATA[beton]]></category>
		<category><![CDATA[frank kunert]]></category>
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		<category><![CDATA[Kulisse]]></category>
		<category><![CDATA[modell]]></category>
		<category><![CDATA[nachbildung]]></category>
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		<category><![CDATA[welt]]></category>
		<category><![CDATA[wortspiel]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein kleiner Hinterhofbalkon, auf den die Sonne scheint. Idylle pur, es sieht nach absoluter Ruhe aus, dort w&#252;rde ich jetzt gern sitzen. Vielleicht mit einem Buch in der Hand und einem leckeren Kaffee dazu. Ringsrum k&#246;nnte es f&#252;r meinen Geschmack noch etwas gr&#252;ner sein - aber das ist es nicht, was mich irritiert.<p></p>
]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/02/Sonnenseite.jpg" rel="lightbox[30802]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/02/Sonnenseite-500x416.jpg" alt="© Frank Kunert" title="Sonnenseite" width="500" height="416" class="aligncenter size-medium wp-image-30803" /></a><br />
<span style="color: #888; font-size: small">&#8220;Sonnenseite&#8221;</span></p>
<p><strong>Ein kleiner Hinterhofbalkon, auf den die Sonne scheint. Idylle pur, es sieht nach absoluter Ruhe aus, dort w&#252;rde ich jetzt gern sitzen. Vielleicht mit einem Buch in der Hand und einem leckeren Kaffee dazu. Ringsrum k&#246;nnte es f&#252;r meinen Geschmack noch etwas gr&#252;ner sein &#8211; aber das ist es nicht, was mich irritiert.</strong></p>
<p>Die eigentliche Frage ist doch: Was machen diese Schienen da? Die Schienen, die unter dem Balkon verlaufen. Ja, vielleicht liegen die noch von fr&#252;her dort, als das Haus noch nicht dort stand. So jung sieht das Haus aber gar nicht aus. Und die Schienen auch nicht so alt, nicht einmal Sand hat sich dort abgesetzt. Was ist also hier los?</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/02/Babyfon.jpg" rel="lightbox[30802]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/02/Babyfon-500x388.jpg" alt="© Frank Kunert" title="Babyfon" width="500" height="388" class="aligncenter size-medium wp-image-30804" /></a><br />
<span style="color: #888; font-size: small">&#8220;Babyfon&#8221;</span></p>
<p>Nach der anf&#228;nglichen Irritation, die sich beim dritten oder vierten Blick auf die &#8220;Kleine Welten&#8221; von <a href="http://www.frank-kunert.de" target="_blank">Frank Kunert</a> verl&#228;sslich einstellt, folgt diese Frage. Was ist hier los, was stimmt hier nicht? Handelt es sich vielleicht um eine Bildmontage? Oder gar eine Computeranimation?</p>
<p><span id="more-30802"></span></p>
<p>Nein, viel besser: Die kleinen Welten sind Modelle, die der Fotograf h&#246;chstselbst in detailverliebter Arbeit f&#252;r seine Fotografien mit den &#252;blichen Mitteln des Modellbaus herstellt. Viele Wochen lang schneidet, klebt, malt und bastelt er, bis die Kulisse so gut ist, dass die T&#228;uschung des ersten und zweiten Blickes perfekt ist.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/02/Bueroschlaf.jpg" rel="lightbox[30802]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/02/Bueroschlaf-500x402.jpg" alt="© Frank Kunert" title="Bueroschlaf" width="500" height="402" class="aligncenter size-medium wp-image-30805" /></a><br />
<span style="color: #888; font-size: small">&#8220;B&#252;roschlaf&#8221;</span></p>
<p>Dass man bei n&#228;herer Betrachtung oder auf gro&#223;formatigen Abz&#252;gen der Fotografien sieht, dass es sich um Modelle handelt, ist durchaus beabsichtigt. Es geht Kunert nicht um die perfekte Darstellung absurder Szenen, auch wenn es im ersten Moment verbl&#252;ffend ist, wie real er Gr&#246;&#223;enverh&#228;ltnisse, Farben, Strukturen, Details nachahmt und das Licht setzt.</p>
<p>Viel mehr regt das Spiel mit Realit&#228;t und Modell, Wahrnehmung und Erfahrung zum Nachdenken an und schafft es &#252;berhaupt erst durch den Moment des Erkennens, die teilweise gesellschaftskritische Tiefe hinter den oberfl&#228;chlich vermeintlich lustigen Arrangements anzudeuten. Die der Betrachter dann aus dem kurzen Schreck, dass reale Absurdit&#228;ten dokumentiert worden sein k&#246;nnten, weiterdenken kann.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/02/oeffentliche-Toilette.jpg" rel="lightbox[30802]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/02/oeffentliche-Toilette-500x400.jpg" alt="© Frank Kunert" title="oeffentliche Toilette" width="500" height="400" class="aligncenter size-medium wp-image-30811" /></a><br />
<span style="color: #888; font-size: small">&#8220;&#214;ffentliche Toilette&#8221;</span></p>
<p>Eine entscheidende Rolle spielen hierbei auch die Bildtitel, die das ganze Werk abrunden. V&#246;llig allt&#228;gliche Worte und Redewendungen legt Frank Kunert auf die Goldwaage oder zeichnet eine m&#246;gliche, wenn auch ungew&#246;hnliche Interpretation. </p>
<p>Schier unersch&#246;pflich scheint dabei sein Fundus zu sein und beim Betrachten der Fotos mit ihren Titeln, die dem Ganzen oft noch eine zweite Ebene geben, denke ich immer wieder: Darauf h&#228;tte ich wirklich selbst kommen k&#246;nnen. Es ist erstaunlich, in was f&#252;r eingefahrenen Bahnen wir oft denken, wie selbstverst&#228;ndlich eine bestimmte Bedeutung eines Wortes oft zwischen so vielen anderen m&#246;glichen ist.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/02/geschlossene-Gesellschaft-kl.jpg" rel="lightbox[30802]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/02/geschlossene-Gesellschaft-kl-500x668.jpg" alt="© Frank Kunert" title="geschlossene Gesellschaft" width="500" height="668" class="aligncenter size-medium wp-image-30807" /></a><br />
<span style="color: #888; font-size: small">&#8220;Geschlossene Gesellschaft&#8221;</span></p>
<p>Besonders gut gef&#228;llt mir an Kunerts Bildwelten auch, dass sich neben den wortspielhaften Bildideen ein bestimmter Stil, eine eigene Stimmung durch die Arbeiten zieht: Schmucklose Betonh&#228;user, wohlbemessener Schmutz, herumliegender Kleinkram. Das ged&#228;mpfte Licht eines m&#252;den Tages, abgenutzte Gegenst&#228;nde, alte Farben.</p>
<p>Ich assoziiere das Seufzen einer l&#228;ngst verflogenen Motivation. Unsere Umgebung verkommt schneller, als wir sie wieder herausputzen k&#246;nnen. Und oft genug ist es uns auch egal, wir sind zu sehr mit anderen Dingen besch&#228;ftigt, die uns aber auch nicht gl&#252;cklich machen. </p>
<p>Das ist eine weitere Ebene in den Fotos, die etwas in mir nachdenklich zum Schwingen bringt. Die meine Beziehung zur Gestaltung des Gro&#223;raumes, in dem ich lebe und mich bewege, anspricht, sie in Frage stellt. Ich bekomme die Traurigkeit vorgef&#252;hrt, die sich bei genauer Betrachtung auf den Geb&#228;uden und Fassaden abzeichnet.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/02/Hotel.jpg" rel="lightbox[30802]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/02/Hotel-500x413.jpg" alt="© Frank Kunert" title="Hotel" width="500" height="413" class="aligncenter size-medium wp-image-30808" /></a><br />
<span style="color: #888; font-size: small">&#8220;Hotel Bellevue&#8221;</span></p>
<p>Frank Kunert ist Jahrgang 1963. Er wurde in Frankfurt geboren und machte nach dem Abitur eine Fotografenlehre. Nachdem er einige Jahre lang als Assistent in Fotostudios t&#228;tig war, machte er sich 1992 selbstst&#228;ndig. Inzwischen kann er sich haupts&#228;chlich um die Gestlatung und Fotografien seiner &#8220;Kleinen Welten&#8221; k&#252;mmern. </p>
<p>Er wurde mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet und seine Werke sind seit &#252;ber zehn Jahren mehrmals j&#228;hrlich in Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen. Dort kann man oft auch einmal einzelne Modelle, die die Grundlagen seiner Fotos bilden, mit den eigenen Augen von allen Seiten betrachten.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/02/Kinder.jpg" rel="lightbox[30802]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/02/Kinder-500x624.jpg" alt="© Frank Kunert" title="Kinder" width="500" height="624" class="aligncenter size-medium wp-image-30809" /></a><br />
<span style="color: #888; font-size: small">&#8220;Kinder!&#8221;</span></p>
<p>Neben den &#8220;Kleinen Welten&#8221; gestaltet Frank Kunert auch fotografische Buch- und Werbeillustrationen, f&#252;r die er wiederum mit Modellen und Knetfiguren arbeitet. Bei diesen wird ebenso sein handwerkliches Geschick sichtbar, sie leben aber meistens in ganz anderen Farb- und Stimmungswelten.</p>
<p>Die ganze Bandbreite seines Schaffens k&#246;nnt Ihr nat&#252;rlich auf seiner <a href="http://www.frank-kunert.de/" target="_blank">Webseite</a> sehen. Diese legen wir Euch dar&#252;ber hinaus aber auch noch ans Herz, weil Ihr dort auf einigen Bildern sehen k&#246;nnt, wie die Modelle f&#252;r die &#8220;Kleinen Welten&#8221; entstehen. Im Rahmen der Arbeitsumgebung im Studio und oft mit Frank Kunert selbst als Gr&#246;&#223;envergleich. Beeindruckend!</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/02/menu_a_deux.jpg" rel="lightbox[30802]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/02/menu_a_deux-500x397.jpg" alt="© Frank Kunert" title="Menu à deux" width="500" height="397" class="aligncenter size-medium wp-image-30810" /></a><br />
<span style="color: #888; font-size: small">&#8220;Menu à deux&#8221;</span></p>
<p>Frank Kunerts Arbeiten sind au&#223;erdem in vielf&#228;ltiger Form zu erwerben. Wer sie also jetzt schon liebgewonnen hat, kann sich schon einmal &#252;berlegen, was er haben m&#246;chte: Postkarten, Drucke von klein bis ganz gro&#223;, den Bildband &#8220;Verkehrte Welt&#8221; &#8211; oder doch lieber ein Fr&#252;hst&#252;cksbrettchen?</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/02/Drive-Inn_18-hoch.jpg" rel="lightbox[30802]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/02/Drive-Inn_18-hoch-500x632.jpg" alt="© Frank Kunert" title="Drive Inn" width="500" height="632" class="aligncenter size-medium wp-image-30806" /></a><br />
<span style="color: #888; font-size: small">&#8220;Drive Inn&#8221;</span></p>
<p>Oder Ihr notiert Euch eine der demn&#228;chst stattfindenden Ausstellungen, Messen oder Kunsthandwerkerm&#228;rkte, auf denen Ihr die Arbeiten betrachten k&#246;nnt. Zum Beispiel:</p>
<p><b>18. M&#228;rz bis 28. Mai 2012</b><br />
Einzelausstellung<br />
Wandelhalle, Bad Wildungen<br />
&#214;ffnungszeiten: Mo – So, 10 – 18 Uhr</p>
<p><b>24. und 25. M&#228;rz 2012</b><br />
36. Kunsthandwerkermarkt im Engelshof, K&#246;ln<br />
&#214;ffnungszeiten: Sa + So, 11 – 18 Uhr</p>
<p><b>20. bis 22. April 2012</b><br />
FORMART Designmesse, Bochum<br />
Maschinenhalle Friedlicher Nachbar<br />
&#214;ffnungszeiten: Fr 16 – 20 Uhr, Sa + So 11 – 19 Uhr</p>
<p><em>Zahlreiche weitere Ausstellungs- und Markttermine f&#252;r 2012 findet Ihr auf der <a href="http://www.frank-kunert.de/de/news/" target="_blank">Webseite</a>.</em></p>
<p></p>
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		<title>Ich f&#252;hle schwarzwei&#223;, aber depressiv bin ich nicht</title>
		<link>http://kwerfeldein.de/2012/02/08/ich-fuhle-schwarzweis-aber-depressiv-bin-ich-nicht/</link>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 07:17:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marit Beer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich schaue auf ein Bild. Es gibt zwei dominierende Farben: Schwarz in all seinen Schattierungen zum Grau und Wei&#223; mit bl&#228;ulichem Licht. Alles ist um diese Uhrzeit in diese Farben getaucht. Durch die B&#228;ume blinzelt verwaschenes Gelb.<p></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ich schaue auf ein Bild. Es gibt zwei dominierende Farben: Schwarz in all seinen Schattierungen zum Grau und Wei&#223; mit bl&#228;ulichem Licht. Alles ist um diese Uhrzeit in diese Farben getaucht. Durch die B&#228;ume blinzelt verwaschenes Gelb.</strong></p>
<p>Das Bild, das ich beschreibe, ist nicht auf Papier, nicht auf einem Bildschirm und auf keiner Leinwand zu betrachten. Es ist die Sicht durch mein Fenster nach drau&#223;en, jetzt gerade in diesem Moment. Es ist D&#228;mmerung; die Zeit, in der der Tag langsam schwindet und die Nacht sich durch die B&#228;ume sch&#228;lt. Das ist die Zeit, in der die Farben verblassen und langsam verschwinden. Das Bild beruhigt.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/mg_9921.jpg" rel="lightbox[29649]"><img title="mg_9921" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/mg_9921-500x500.jpg" alt="" width="500" height="500" /></a></p>
<p><em>&#8220;Warum sind Deine Bilder immer monochrom? Bist Du depressiv?&#8221;</em></p>
<p>Nein, ich bin nicht depressiv, aber die Farbigkeit vieler Dinge &#252;beranstrengt mein Gehirn. Ich lebe in einer Gro&#223;stadt. Am Morgen beginnt es schon in der U-Bahn: Flackernde Monitore, Menschen dicht an dicht mit Kopfh&#246;rern oder dem Handy am Ohr. An den Stationen huschen die Werbeplakate in schreienden Farben an mir vorbei. Alles fordert Beachtung, alles schreit: &#8220;Schau mich an, lies meine Botschaft!&#8221;</p>
<p>Die Tasche, die der Typ da vor mir um hat, was steht da eigentlich drauf? Die Jacke der jungen Frau, von welcher Firma ist die? Die krass gelben Turnschuhe von dem Typen gegen&#252;ber blenden mich. Der Hund unter dem Sitz tr&#228;gt einen karierten Umhang und schaut mich an, seine Besitzerin tr&#228;gt einen &#228;hnlichen und starrt auf den Monitor &#252;ber mir. Botschaften an den W&#228;nden der Bahn rauschen ins Gehirn. Ich blinzle in den Morgen und frage mich, wo ist eigentlich der Himmel?</p>
<p><span id="more-29649"></span></p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/MG_8617.jpg" rel="lightbox[29649]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-29728" title="_MG_8617" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/MG_8617-500x325.jpg" alt="" width="500" height="325" /></a></p>
<p>Am Ende des Tages, wenn die T&#252;r ins Schloss f&#228;llt, lasse ich die flackernden Farben drau&#223;en. Die Werbeflyer aus dem Briefkasten verschwinden sofort im Papierkorb. Meinen Fernseher habe ich schon vor Jahren verschenkt. Ich hatte schlicht die Schnauze voll davon, mich tagt&#228;glich mit diesem M&#252;ll zusch&#252;tten zu lassen. Jetzt und hier entscheide ich selbst, was ich sehen m&#246;chte und womit ich mich besch&#228;ftigen werde.</p>
<p>Es gibt Tage, da ertrage ich das besser oder bemerke es nicht einmal und dann gibt es Tage, an denen bin ich so &#252;bersch&#252;ttet, da gehe ich abends mit Kopfschmerzen ins Bett und ziehe die Decke &#252;ber mich.</p>
<p><em>Reduktion ist das Zauberwort.</em></p>
<p>Ich fotografiere schwarzwei&#223; oder mit reduzierten Farben, was hei&#223;t, dass ich mich auf zwei Hauptfarben beschr&#228;nke, die das Bild dominieren.</p>
<p>Das Erschaffen einer anderen Welt ohne bei&#223;ende Farben, ohne ein Mich-&#252;berzeugen-wollen. Vielleicht auch das Abtauchen in eine andere Welt, denn die Zeit in den Bildern aus schwarz und wei&#223; scheint still zu stehen.</p>
<p>Durch die Abwesenheit von Farbigkeit wird das Abgebildete auf seine Form reduziert. Darin steckt nun seine Aussage. Das Bild kommuniziert mit mir, f&#252;hrt mich in sich hinein, ohne an mir zu zerren. Ich kann beruhigt den Blick darauf richten und mir die Geschichte zum Bild erz&#228;hlen lassen.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/mg_7527.jpg" rel="lightbox[29649]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-29732" title="mg_7527" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/01/mg_7527-500x335.jpg" alt="" width="500" height="335" /></a></p>
<p>Wenn ich die Bilder anderer betrachte, ob in Ausstellungen, Bildb&#228;nden, Zeitschriften oder im Internet, dann sind es immer die stilleren Bilder, die mich innehalten lassen. Ein Bild, das mir seine Botschaft innerhalb von Sekunden &#8220;verkauft&#8221;, schaue ich auch nicht l&#228;nger an und so bleibt es mir nicht im Ged&#228;chtnis. Wenn ich jetzt &#252;berlege, sind sehr wenige Bilder in meiner Gedankenschublade gespeichert.</p>
<p><em>Wieviele sind es bei Dir, kannst Du Dich daran erinnern, welches Bild Dich zuletzt so sehr bewegt hat?</em></p>
<p>Ich erinnere mich gerade an ein Bild von Sally Mann aus ihrer Serie &#8220;Family Pictures&#8221;. Darauf ist <a href="http://www.artnet.de/galleries_old/artwork_detail.asp?G=&amp;gid=141091&amp;which=&amp;ViewArtistBy=&amp;aid=11072&amp;wid=425348986&amp;source=artist&amp;sortby=imgorder&amp;rta=http://www.artnet.de" target="_blank">ein Kind</a> zu sehen, das um seinen Hals eine Lotusbl&#252;te tr&#228;gt. Sein Gesicht ist nicht komplett zu sehen. Das Bild begleitet mich nun schon seit einem Jahr. Ich wei&#223; nicht mehr, wo genau ich es zuerst sah, aber bis heute ist es ein Teil meiner inneren Bilderwelt geworden. Es befl&#252;gelt mich, l&#228;sst mich Bilder machen, in denen genau dieses Gef&#252;hl sp&#252;rbar ist, das ich bei seiner Betrachtung empfinde. Manchmal hilft mir dieses Bild auch einfach nur beim Augenschlie&#223;en, beim Fallenlassen in den Schlaf.</p>
<p>Wenn ich also selbst Bilder mache, ist schwarzwei&#223; meine bevorzugte Wahl, weil ich selbst mit meinem Blick darauf h&#228;ngen bleibe. Ich schaffe damit Raum um die Person und &#252;berlasse es dem Betrachter, seine eigene Botschaft darin zu sehen und es selbst mit Farbe zu f&#252;llen.</p>
<p>Es hat also nichts mit Depressivit&#228;t zu tun, wenn ich mich f&#252;r monochrome Bilder entscheide. Sondern zum einen mit dem Wunsch, meine selbst einzuteilende Zeit mit Dingen zu f&#252;llen, die gl&#252;cklich machen und zum anderen Bilderwelten f&#252;r andere zu erschaffen, denen es &#228;hnlich geht. Das &#228;u&#223;ere Bild hat immer viel mit dem Inneren zu tun. Und bei jedem wird das &#228;u&#223;ere Bild ein ganz anderes sein.</p>
<p></p>
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		<title>Stilllife Teil 2: Lichtgestaltung</title>
		<link>http://kwerfeldein.de/2012/01/10/stilllife-teil-2-lichtgestaltung/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 05:53:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katja Kemnitz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Ein Beitrag von: <strong>Susann Probst</strong></p>Im ersten Teil habe ich Euch gestern bereits erz&#228;hlt, wie ich Ideen finde und wie sie sich nach und nach entwickeln. In diesem Teil wird es haupts&#228;chlich um die Lichtsetzung gehen.<p></p>
]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Beitrag von: <strong>Susann Probst</strong></p><p><strong>Im <a href="http://kwerfeldein.de/index.php/2012/01/09/stilllife-teil-1-ideenfindung/" target="_blank">ersten Teil</a> habe ich Euch gestern bereits erz&#228;hlt, wie ich Ideen finde und wie sie sich nach und nach entwickeln. In diesem Teil wird es haupts&#228;chlich um die Lichtsetzung gehen.</strong></p>
<p>Entscheidend f&#252;r die Wirkung einer Aufnahme ist das Licht. Unabh&#228;ngig davon, ob man eine nat&#252;rliche oder eine k&#252;nstliche Lichtquelle w&#228;hlt, sind folgende Funktionen des Lichtes grundlegend: Licht symbolisiert Raum und Tiefe, es gibt einem Bild Stimmung und Atmosph&#228;re und es beeinflusst die Zeichnung im Bild. Verst&#228;rken oder abschw&#228;chen lassen sich diese Eigenschaften durch die Lichtrichtung. </p>
<p>W&#228;hlt man ein Licht von vorn, wirkt die Beleuchtung sehr flach, weil die Schatten hinter den Gegenstand fallen und so keine Plastizit&#228;t entstehen kann. Befindet sich die Lichtquelle als Gegenlicht hinter dem Gegenstand schafft man eine sehr kontrastreiche Beleuchtung, die zu dramatischen Bildern f&#252;hrt. </p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/12/3lichtarten.jpg" rel="lightbox[26627]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/12/3lichtarten-500x222.jpg" alt="" title="3lichtarten" width="500" height="222" class="alignnone size-medium wp-image-27454" /></a></p>
<p>Die Lichtrichtung, die in der Stillifefotografie am h&#228;ufigsten Verwendung findet, ist das Seitenlicht. Man erh&#228;lt eine starke Dreidimensionalit&#228;t und kann so perfekt Formen und Strukturen herausarbeiten. Au&#223;erdem hat dieses Licht eine sehr nat&#252;rliche Wirkung. Beim Ausarbeiten einer Form kann man die Plastizit&#228;t noch durch ein hartes Streiflicht hervorheben. Durch eine Beleuchtung, die fast parallel zur Objektoberfl&#228;che l&#228;uft, wird der Kontrast verst&#228;rkt, indem Erh&#246;hungen angeleuchtet werden und Vertiefungen im Schatten bleiben. </p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/12/making_of-1.jpg" rel="lightbox[26627]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/12/making_of-1-500x333.jpg" alt="" title="making_of" width="253" class="alignnone size-medium wp-image-27455" /></a> <a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/12/linsen_fertig2-500x3601.jpg" rel="lightbox[26627]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/12/linsen_fertig2-500x3601.jpg" alt="" title="linsen_fertig" width="237" class="alignnone size-full wp-image-27458" /></a></p>
<p>Ich m&#246;chte mich besonders auf das nat&#252;rliche Licht konzentrieren, weil man auch ohne Blitzlicht wundersch&#246;ne Aufnahmen erzeugen kann. Wenn ich Blitzlicht verwende, versuche ich meist, nat&#252;rliches Licht zu imitieren. Bei der Verwendung von Tageslicht ist es allerdings &#228;u&#223;erst wichtig, das Lichtverhalten im Raum zu beobachten, um genau die Wirkung zu erhalten, die man sich f&#252;r seine Aufnahme w&#252;nscht. </p>
<p><span id="more-26627"></span></p>
<p>Neben den Lichtrichtungen kann man au&#223;erdem hartes und weiches Licht unterscheiden. Hartes Licht erh&#228;lt man bei direkter Sonneneinstrahlung. Die Folge davon sind harte Schatten und hohe Kontraste, die eine dramatischere Stimmung erzeugen als diffuses Licht, das sehr weich ist. Mit den einfachsten Hilfsmitteln kann man sich selbst Lichtformer basteln und das Sonnenlicht so auch ohne technischen Schnickschnack zu seinen Gunsten einsetzen.</p>
<p>Jeder kennt Aufheller, diese sind aus der Stillifefotografie kaum wegzudenken. Ich benutze sie in allen m&#246;glichen Gr&#246;&#223;en und Formen. Daf&#252;r muss es kein professioneller Aufheller sein. Alles was man braucht, sind Styroporplatten oder besser noch Kapa Plast aus dem Baumarkt. Diese kann man sich dann in der gew&#252;nschten Gr&#246;&#223;e zuschneiden. Allein damit kann man schon viel erreichen. Nicht nur aufhellen, sondern auch Reflexe erzeugen und mehr. </p>
<p>Es braucht auch nicht immer einen silbernen Aufheller. Man kann die Platten auch einfach mit Alufolie bespannen und schon hat man einen harten Aufheller. Kleine Aufhellungen lassen sich auch perfekt mit kleinen Spiegeln erzeugen. Je nachdem, ob es ein Hohl- oder ein W&#246;lbspiegel ist, lassen sich so weiche oder gerichtete Lichter erzeugen. </p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/12/weihnachtsblumen-1.jpg" rel="lightbox[26627]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/12/weihnachtsblumen-1-500x749.jpg" alt="" title="weihnachtsblumen" width="245"  class="alignnone size-medium wp-image-26611" /></a> <a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/12/weihnachtsblumen_final1.jpg" rel="lightbox[26627]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/12/weihnachtsblumen_final1-500x749.jpg" alt="" title="weihnachtsblumen_final" width="245" class="alignnone size-medium wp-image-26612" /></a></p>
<p>Bei dieser Aufnahme kommt mein Grundlicht von einer Softbox, die schr&#228;g von links hinten auf die Vase ausgerichtet ist. Um die Holzplatte nicht zu hell erscheinen zu lassen, sondern als dunklen Kontrast zur Vase, habe ich sie mit einer schwarzen Pappe etwas abgeschattet. Auf der anderen Seite, also rechts von der Vase, habe ich eine wei&#223;e Platte zur Aufhellung aufgestellt, um den Schatten auf der Vase etwas zu mildern. Als weitere Aufhellung habe ich einen Hohlspiegel genutzt, der das Blitzlicht geb&#252;ndelt auf die Bl&#252;ten lenkt, die unten auf dem Deckchen liegen.</p>
<p>Sch&#246;ne Lichtspiele kann man zum Beispiel auch durch mit Wasser gef&#252;llte Glasflaschen oder Glasbausteinen entstehen lassen. So kann mehr Spannung erzeugt werden. Nat&#252;rliche Lichtspiele lassen sich durch &#196;ste oder gel&#246;cherte Styroporplatten erzeugen, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.</p>
<p>Die Eigenschaften und Auswirkungen des Lichtes hat jeder schon bewusst oder unbewusst wahrgenommen. Die Kunst ist es, sich dieses Wissen zu verdeutlichen und zu Nutze zu machen. Dabei ist es egal, ob man Objekte, Menschen oder Landschaften fotografiert. Eine einfache &#220;bung daf&#252;r ist es, ein wei&#223;es Objekt auf einem wei&#223;en Untergrund zu fotografieren. Dabei kann man genau sehen, wie Formen und Strukturen vom Licht herausgearbeitet werden. </p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/12/fisch-1.jpg" rel="lightbox[26627]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/12/fisch-1.jpg" alt="" title="fishermans1" width="245" class="alignnone size-full wp-image-27465" /></a> <a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/12/fisch-2.jpg" rel="lightbox[26627]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/12/fisch-2.jpg" alt="" title="fisch 2" width="245" class="alignnone size-full wp-image-27466" /></a></p>
<p>Drau&#223;en fotografiere ich am liebsten bei sch&#246;n diffusem, weichem Licht. Man hat so eine herrlich leichte Lichtstimmung und muss nicht mit harten Schatten oder Lichtreflexen k&#228;mpfen, oft braucht es dann auch keine weiteren Hilfmittel und Lichtformer, wie bei <a href="http://www.susann-probst.de/fishermans.php" target="_blank">dieser Fotostrecke</a> im Herbst.</p>
<p></p>
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		<title>Stilllife Teil 1: Ideenfindung</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 07:29:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katja Kemnitz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Ein Beitrag von: <strong>Susann Probst</strong></p>Im folgenden Artikel m&#246;chte ich Euch einen kleinen Einblick in die Stilllife- und Foodfotografie geben. Ich werde erkl&#228;ren, wie ich bei meinen Bildern vorgehe und warum ich bestimmte Dinge so oder so verfolge. In diesem ersten Teil wird es zuerst einmal vor allem um die Ideenfindung gehen.<p></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Beitrag von: <strong>Susann Probst</strong></p><p><strong>Im folgenden Artikel m&#246;chte ich Euch einen kleinen Einblick in die Stilllife- und Foodfotografie geben. Ich werde erkl&#228;ren, wie ich bei meinen Bildern vorgehe und warum ich bestimmte Dinge so oder so verfolge. In diesem ersten Teil wird es zuerst einmal vor allem um die Ideenfindung gehen.</strong></p>
<p>Eine wichtige Frage f&#252;r viele ist, welche Kameras oder Objektive sich am besten f&#252;r die Foodfotografie eignen. Dabei geht es gar nicht zwangsweise um ein bestimmtes Modell oder Format, sondern um die F&#228;higkeit, seine eigene Technik zu beherrschen.</p>
<p>Es ist viel wichtiger, Licht und Schatten zu verstehen, eine gute Komposition finden zu k&#246;nnen und grundlegende Dinge wie Blende, Verschlusszeit und Wei&#223;abgleich zu begreifen und zu wissen, wie man diese f&#252;r seine Aufnahmen nutzen kann. F&#252;r gute Fotos ist es wichtig, sich nicht auf Automatiken der Kamera verlassen zu m&#252;ssen, sondern sie voll unter Kontrolle zu haben.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/12/linsen_fertig2.jpg" rel="lightbox[26601]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/12/linsen_fertig2-500x360.jpg" alt="" title="linsen" width="500" height="360" class="alignnone size-medium wp-image-26607" /></a></p>
<p>Aber bevor es mit technischen Details los geht, fangen wir deshalb am besten bei null an. Bevor man &#252;berhaupt zur Kamera greift, braucht man eine Bildidee. An das Konzept kann man ganz individuell heran gehen. Ob einem als erstes ein bestimmtes Gericht oder ein bestimmter Gegenstand in den Sinn kommt, den man gern einmal fotografieren m&#246;chte oder auch eine Stimmung, ein Gef&#252;hl oder vielleicht sogar ein Ort. Bei mir ist das von Bild zu Bild ganz unterschiedlich und variiert immer wieder.</p>
<p><span id="more-26601"></span></p>
<p>Ich m&#246;chte meine Vorgehensweise gern an einem bestimmten Beispiel erl&#228;utern: Der Anlass f&#252;r die Bildstrecke in diesem Artikel war der <a href="http://www.paulliebtpaula.de/berlin-hochzeitsfotograf/2011/12/22/frohe-weihnachten-und-ein-tolles-jahr-2012/" target="_blank">j&#228;hrliche Weihnachtsgru&#223;</a> in unserem Hochzeitsblog. Das Thema war also schon vorgegeben. Nun ging es mir dieses Jahr darum, mich etwas subtiler damit auseinanderzusetzen. Ich wollte keine Kerzen und Pl&#228;tzchen, sondern dezentere, winterliche und weihnachtliche Elemente in den Bildern unterbringen. </p>
<p>Ich wusste, dass es eine Mischung aus Food- und Stilllife-Fotografie werden soll. Mein erster Schritt bei der Umsetzung eines Themas ist die Recherche. Ich notiere spontane Bildideen, Materialien und Deko-Elemente, die mir direkt in den Sinn kommen. Da es mir bei den Rezepten dieses Mal besonders um die Gew&#252;rze ging, habe ich eine Liste mit weihnachtlichen Gew&#252;rzen angelegt und anschlie&#223;end nach passenden Rezepten recherchiert.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/12/table-top-final.jpg" rel="lightbox[26601]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/12/table-top-final-500x300.jpg" alt="" title="" width="500" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-26608" /></a></p>
<p>Beim Sammeln dieser Einzelheiten ergaben sich viele Bilder ganz von selbst. W&#228;hrend ich die Liste zusammenstellte, ergab sich f&#252;r mich auch der Stil, in dem ich die Serie halten wollte. Die letzten Bilder waren warm und gem&#252;tlich, dieses Mal wollte ich elegante, klare Bilder. Demnach reduzierte ich meine gesammelten Rezepte auf solche, die zu dieser Vorstellung passten.</p>
<p>Am n&#228;chsten Tag habe ich begonnen, mir passende Requisiten zurechtzulegen und die ersten Aufnahmen vorzubereiten. Nach und nach kamen dadurch dann auch wieder neue Ideen f&#252;r die Serie hinzu. </p>
<p>Zum Thema Bildgestaltung m&#246;chte ich mich kurz fassen, da es dabei keine bestimmten Regeln gibt, die zu beachten sind. Ob das Objekt nun im Goldenen Schnitt liegt, angeschnitten wird oder man mit einer Zentralperspektive arbeitet, h&#228;ngt ganz von Eurem Geschmack ab. Genauso verh&#228;lt es sich mit dem Kamerastandpunkt und der Wahl der Brennweite. Das ist alles eine &#220;bungssache und man muss sich vorher dar&#252;ber klar werden, was einem an der Aufnahme wichtig ist und wie das Objekt darauf wirken soll.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/12/geschenke2-2.jpg" rel="lightbox[26601]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/12/geschenke2-2-500x299.jpg" alt="" title="geschenke" width="500" height="299" class="alignnone size-medium wp-image-27449" /></a></p>
<p>Schreiben k&#246;nnte man zu diesem Thema sehr viel, aber ich bin der Meinung, dass Ausprobieren hier viel weiter hilft! Bei der Bildgestaltung kommen einfach so viele Aspekte zusammen, dass man keine allgemeing&#252;ltigen Regeln aufstellen kann.</p>
<p>Bei der Umsetzung meiner geplanten Serie begann ich zuerst damit, mein Set aufzubauen und mich dann mit der Kamera an die Aufnahme heranzutasten. Wenn man noch keine genaue Vorstellung vom fertigen Foto hat, sollte man die Kamera in der Hand behalten und verschiedene Perspektiven ausprobieren, anstatt sich mit einem Stativ direkt einzuschr&#228;nken. Wenn ich meinen Kamerastandpunkt und meine Lichteinstellungen gefunden habe, beginne ich mit der Feinarbeit am Bild. </p>
<p>Erkl&#228;ren m&#246;chte ich das kurz an diesem Beispiel:</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/12/punsch-1b.jpg" rel="lightbox[26601]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/12/punsch-1b-500x749.jpg" alt="" title="punsch-1" width="164" class="alignnone size-medium wp-image-26654" /></a> <a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/12/punsch-2.jpg" rel="lightbox[26601]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/12/punsch-2-500x749.jpg" alt="" title="punsch-2" width="164" class="alignnone size-medium wp-image-26620" /></a> <a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/12/punsch_final.jpg" rel="lightbox[26601]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/12/punsch_final-500x749.jpg" alt="" title="punsch_final" width="164" class="alignnone size-medium wp-image-26621" /></a></p>
<p>Wichtig beim Foodstyling ist der Garpunkt. Jede Zutat sollte einzeln zubereitet werden, um diesen genau zu erwischen. Sicher geht es auch anders, aber das erfordert eine Menge &#220;bung! Ich mache es immer so, dass ich die Zutaten zwar koche, aber sie nicht so gar sind wie man sie sonst essen w&#252;rde. So bleibt die Form und auch die Farbe besser erhalten. Ganz rohe Zutaten erkennt man sofort, das zeigt das erste Beispielfoto. </p>
<p>Ich habe also beim Beispiel mit dem Punsch nach und nach die einzelnen Elemente in einem extra Topf mit Wein gekocht. Da dem Foto trotzdem noch die Lebendigkeit gefehlt hat, habe ich die Fl&#252;ssigkeit mit einer Styroporplatte etwas eingespiegelt und zus&#228;tzlich ein paar Bl&#228;schen dazu gegeben, die ich vorher getrennt in einem Gef&#228;&#223; aufgeschlagen hatte. Durch den schwarzen Topf h&#228;tte man sonst gar nicht richtig wahrgenommen, dass sich darin eine Fl&#252;ssigkeit befindet.</p>
<p>Die Lichtsetzung in der Stilllife- und Foodfotografie ist besonders wichtig. Im n&#228;chten Teil werde ich Euch mit Hilfe von einigen Beispielbildern verschiedene M&#246;glichkeiten vorstellen, wie man das Licht gut einsetzen und lenken kann.</p>
<p></p>
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		<title>&#220;ber allt&#228;gliche Dinge</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Oct 2011 09:01:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aileen Wessely</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>
		<category><![CDATA[Stillleben]]></category>
		<category><![CDATA[absurd]]></category>
		<category><![CDATA[alltag]]></category>
		<category><![CDATA[detail]]></category>
		<category><![CDATA[Fremd]]></category>
		<category><![CDATA[gegenstände]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Mehrzahl der Dinge, die uns im Alltag umgeben, ordnen sich ganz ihrer Funktion unter. Wenn sie gebraucht werden, benutzen wir sie, anschlie&#223;end stellen wir sie ab bis zum n&#228;chsten Gebrauch.<p></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Mehrzahl der Dinge, die uns im Alltag umgeben, ordnen sich ganz ihrer Funktion unter. Wenn sie gebraucht werden, benutzen wir sie, anschlie&#223;end stellen wir sie ab bis zum n&#228;chsten Gebrauch.</strong></p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/09/40x40_5.jpg" rel="lightbox[22370]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/09/40x40_5-500x500.jpg" alt="© Jakob Hunosøe" title="Seven blue objects in shower " width="500" height="500" class="aligncenter size-medium wp-image-22449" /></a></p>
<p>Dabei ist ihre Anordnung im Raum zuf&#228;llig, wirkt meist chaotisch, da wir keinen Mehrwert aus einer Anordnung ziehen w&#252;rden. Dinge stehen dort herum, wo wir sie abgelegt haben oder sie beim n&#228;chsten Mal brauchen. </p>
<p>Die Form der Falten auf einem Bett und der zerkn&#252;llt getrockneten Sp&#252;llappen wird nur durch unsere Bewegungen bestimmt. Oft routiniert, immer gleich und doch jedes Mal anders, weil keine Situation vollkommen gleich ist, in der wir durch unser Leben das Aussehen unserer Alltagsumgebung gestalten.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/09/40x40_1.jpg" rel="lightbox[22370]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/09/40x40_1-500x500.jpg" alt="© Jakob Hunosøe" title="Dishrags" width="500" height="500" class="aligncenter size-medium wp-image-22447" /></a></p>
<p>Selten passiert es, dass die Form einer solch zuf&#228;lligen Anordnung fig&#252;rlich ist, sodass irgendein Teil unseres Gehirns ein Bild erkennt und uns staunen oder lachen l&#228;sst. &#220;ber eine Regelm&#228;&#223;igkeit im zuf&#228;lligen Chaos, &#252;ber pl&#246;tzlich auftretende Symmetrien oder unm&#246;glich scheinende Anordnungen.</p>
<p><a href="http://www.hunosoe.dk/" target="_blank">Jakob Hunosøe</a> wartet nicht auf diese Momente, er schafft sie sich selbst. In seiner aktuellen Fotoserie &#8220;On Things Ordinary&#8221; arrangiert er Situationen, die zu sonderbar oder regelm&#228;&#223;ig sind, um aus unserem zuf&#228;lligen Umgang mit unserer Umgebung hervorgegangen zu sein.</p>
<p><span id="more-22370"></span></p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/09/40x40_3.jpg" rel="lightbox[22370]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/09/40x40_3-500x500.jpg" alt="© Jakob Hunosøe" title="Mirrored hotel room " width="500" height="500" class="aligncenter size-medium wp-image-22448" /></a></p>
<p>In einem aufger&#228;umten, klaren, fast dokumentarischen Stil h&#228;lt er Symmetrien, angeordnete Objekte, schwebende Gegenst&#228;nde und ungew&#246;hnlich Geformtes fest, das er vorzugsweise in B&#228;dern, K&#252;chen und der eigenen Wohnung findet.</p>
<p>Ich bewundere, wie Jakob es schafft, sich mit allt&#228;glichen Gegenst&#228;nden, die uns normalerweise so vertraut sind, dass wir sie im Grunde nicht mehr richtig wahrnehmen, fast &#252;bersehen, nie genau anschauen, so zu besch&#228;ftigen, dass verbl&#252;ffende Momentaufnahmen entstehen.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/09/40x40_6.jpg" rel="lightbox[22370]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/09/40x40_6-500x500.jpg" alt="© Jakob Hunosøe" title="Tin pot and ceramic pot touching electric kettle on plate" width="500" height="500" class="aligncenter size-medium wp-image-22450" /></a></p>
<p>Dazu schafft er einen Kontrast zwischen Minimalismus und Komplexit&#228;t, denn obwohl die meisten seiner Kompositionen mit einem Blick zu erfassen sind und nur wenige Objekte involvieren, kann man sehr lange auf seinen Arbeiten herumwandern und trotzdem weitere &#252;berraschende Details entdecken.</p>
<p>Eine Einladung an jeden von Tatendrang erf&#252;llten, oft aber ideenlosen Fotografen, der wie ich schon vor Jahren die eigene Wohnung mangels potentiell interessanter Motive gedanklich abgehakt hat. Zeit f&#252;r eine Neuentdeckung der eigenen vier W&#228;nde.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/09/40x40_7.jpg" rel="lightbox[22370]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/09/40x40_7-500x500.jpg" alt="© Jakob Hunosøe" title="Toilet-roll loosened" width="500" height="500" class="aligncenter size-medium wp-image-22451" /></a></p>
<p>Jakob Hunosøe wurde 1975 in D&#228;nemark geboren, heute lebt und arbeitet er in Kopenhagen.  Seit seinem Abschluss 2004 an der K&#246;niglich D&#228;nischen Kunstakademie kann er auf eine beachtliche Anzahl an Ausstellungen und Auszeichnungen zur&#252;ckblicken. </p>
<p>Seine Arbeiten besch&#228;ftigen sich nicht nur in dieser Serie mit den allt&#228;glichen Gegenst&#228;nden und dem Raum um uns herum. Er benutzt die Fotografie als neutrales Abbildungsmittel, um damit die Grenzen des Absurden, Humorvollen und Surrealen auszuloten.</p>
<p></p>
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		<title>ScanArt</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Aug 2011 06:56:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katja Kemnitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>
		<category><![CDATA[Stillleben]]></category>
		<category><![CDATA[gastartikel]]></category>
		<category><![CDATA[knipsolina]]></category>
		<category><![CDATA[scannart]]></category>
		<category><![CDATA[Scanner]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Ein Beitrag von: <strong>Petra Schulz</strong></p>Viele haben wohl schon mal ihre Hand oder ihr Gesicht auf einen Kopierer gelegt und geschaut, was als Ergebnis dabei herauskommt. Eine &#228;hnliche Grundidee steckt auch in meinen Scans. Ein weiterer Gedanke war es, mal eine Alternative zur „normalen“ Fotografie auszuprobieren. Begonnen hat es dann mit ein paar Scans zum Spa&#223;. Einfach um zu schauen, [...]<p></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Beitrag von: <strong>Petra Schulz</strong></p><p><strong>Viele haben wohl schon mal ihre Hand oder ihr Gesicht auf einen Kopierer gelegt und geschaut, was als Ergebnis dabei herauskommt. Eine &#228;hnliche Grundidee steckt auch in meinen Scans. Ein weiterer Gedanke war es, mal eine Alternative zur „normalen“ Fotografie auszuprobieren. Begonnen hat es dann mit ein paar Scans zum Spa&#223;. Einfach um zu schauen, was dabei so herauskommt. </strong></p>
<p>Das Prinzip der „Scan-o-grafie“ ist eigentlich ganz einfach: Man stellt den Scanner mit einem Vorschaumodus ein und scannt zun&#228;chst einmal seine Hand oder &#196;hnliches. Im n&#228;chsten Schritt arrangiert man zum Beispiel, wie im Bild mit der Bl&#252;te, seine H&#228;nde zusammen mit einem Objekt. Nur scannt man jetzt nicht mehr im Vorschaumodus. </p>
<p>Ob das Bild etwas geworden ist, sieht man dann allerdings nach dem kompletten Scan. Am Anfang braucht es einige Versuche. Bei meinen Scans war der Raum sehr dunkel, so habe ich auch einen relativ gleichm&#228;&#223;igen und dunklen Hintergrund auf meinen Bildern bekommen. </p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/08/hand.jpg" rel="lightbox[20110]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/08/hand.jpg" alt="" title="h&#228;nde" width="499" height="497" class="alignnone size-full wp-image-20122" /></a></p>
<p><span id="more-20110"></span></p>
<p>Es gibt aber auch Beispiele f&#252;r Scannerbilder (mit wei&#223;em Hintergrund, wie die Arbeiten von <a href="http://www.flickr.com/photos/andreafleischer/sets/72157600163559801/">Andrea Fleischer</a> </p>
<p>Der Raum muss f&#252;r einen wei&#223;en Hintergrund sehr hell sein, am besten noch extra beleuchtet. Man kann auch direkt dar&#252;ber ein wei&#223;es Blatt als Hintergrund halten, allerdings w&#252;rde ich das Blatt auch zus&#228;tzlich beleuchten, damit der Hintergrund so hell wie m&#246;glich wird. Der Rest ist dann ein bisschen Photoshop. </p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/08/479771415_b6c9ed7de5.jpg" rel="lightbox[20110]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/08/479771415_b6c9ed7de5.jpg" alt="" title="Andrea Fleischer" width="500" height="341" class="alignnone size-full wp-image-20125" /></a><br />
<font size="1">Foto: Andrea Fleischer</font></p>
<p>Zu guter Letzt muss ich aber auch gestehen, dass es wohl ein bisschen vom Scanner und der jeweiligen Aufl&#246;sung abh&#228;ngt, wie „sauber“ und klar das Ergebnis letztendlich wird. Ich selbst habe meine Bilder mit dem Canon 8600f gescannt. </p>
<p>Ich nutze es selbst inzwischen als eine Art der Fotografie. Ich mag die „besondere“ Wirkung der Bilder, weil ich es bisher nicht geschafft habe, fotografisch eine &#228;hnliche Darstellung zu erzielen. Die Lichtsetzung spielt dabei sicherlich auch eine entscheidende Rolle. Am liebsten scanne ich meine H&#228;nde zusammen mit kleinen Objekten, wie Bl&#252;ten, Bl&#228;tter, Federn.<br />
Eine andere Idee war es, Fotos von meiner Familie auf diese Weise neu zu inszenieren und so eine sichtbarere Verbindung zwischen den einzelnen Bildern zu schaffen. </p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/08/opa.jpg" rel="lightbox[20110]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/08/opa-500x504.jpg" alt="" title="opa" width="500" height="504" class="alignnone size-medium wp-image-20128" /></a></p>
<p>Es gibt aber noch zahlreiche weitere Ideen und die einzige Grenze besteht wohl in der Gr&#246;&#223;e der Auflagefl&#228;che des Scanners. Auf Flickr gibt es auch ein paar Gruppen zu diesem Thema: <a href="http://www.flickr.com/groups/scanningasfineart/ " target="_blank">hier</a> und <a href="http://www.flickr.com/groups/scan-yourself/" target="_blank">hier</a>.</p>
<p></p>
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		<title>„Disassembly” von Todd McLellan</title>
		<link>http://kwerfeldein.de/2011/02/25/disassembled-objects-von-todd-mclellan/</link>
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		<pubDate>Fri, 25 Feb 2011 16:35:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katja Kemnitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>
		<category><![CDATA[Stillleben]]></category>
		<category><![CDATA[Todd McLellan]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine analoge Pentax wird fein s&#228;uberlich in ihre Bestandteile zerlegt. Jede noch so kleine  Komponente bekommt ihren Platz auf einem gro&#223;en wei&#223;en Brett. <p></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine analoge Pentax wird fein s&#228;uberlich in ihre Bestandteile zerlegt. Jede noch so kleine  Komponente bekommt ihren Platz auf einem gro&#223;en wei&#223;en Brett. </strong></p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/02/Old_Camera.jpg" rel="lightbox[13015]"><img class="alignnone size-medium wp-image-13016" title="Old_Camera" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/02/Old_Camera-500x665.jpg" alt="" width="500" height="665" /></a></p>
<p><a href="http://www.toddmclellan.com/">Todd McLellan</a> interessierte sich schon immer f&#252;r alles Mechanische. Insbesondere faszinierte ihn dabei der Umstand, dass die Objekte kaum mehr genutzt werden.</p>
<p><span id="more-13015"></span></p>
<p>Das ist einer der Gr&#252;nde, warum er die Serie „Disassemby” fotografierte. In ihr wird nicht nur die alte Kamera auseinander gebaut, sondern auch eine Schreibmaschine, ein Rasenm&#228;her, zwei Uhren und ein Telefon. Viele der Sachen besa&#223; McLellan schon Jahre, bevor er die Bilder aufnahm.</p>
<p>In der ersten Stufe fotografierte er die Einzelteile der verschiedenen Ger&#228;te ordentlich aufgereiht. In der zweiten Stufe lies er sie fallen und fror sie im Flug mit seiner Kamera ein. Um diese explosionsartigen Stillleben zu schaffen, nutzte er den Blitzgenerator Broncolor Scoro packs.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/02/Apart_Camera.jpg" rel="lightbox[13015]"><img class="alignnone size-medium wp-image-13017" title="Apart_Camera" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/02/Apart_Camera-500x665.jpg" alt="" width="500" height="665" /></a></p>
<p>Im Durchschnitt hat McLellan pro Objekt f&#252;r das Auseinandernehmen und Auslegen etwa drei Tage gebraucht. Manipuliert wurde an den Bildern nur wenig.</p>
<div class="video" >
<iframe src="http://player.vimeo.com/video/20117266" width="500" height="327" frameborder="0"></iframe>
</div>
<p><a href="http://vimeo.com/20117266"></a><a href="http://vimeo.com/bldgwlf"></a><a href="http://vimeo.com"></a></p>
<p>Bevor ihr jetzt auch anfangt eure Kameras auseinander zu schrauben, schaut euch noch McLellans <a href="http://www.toddmclellan.com/">Homepage</a> und sein komplettes Portfolio an. Nicht nur diese Serie ist einen Blick wert.</p>
<p></p>
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