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	<title>kwerfeldein - Fotografie Magazin &#187; Sport</title>
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	<description>Das Fotografie Magazin</description>
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		<title>Dynamik im Streiflicht</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Jan 2013 06:43:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marit Beer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[bewegung]]></category>
		<category><![CDATA[bewegungsabläufe]]></category>
		<category><![CDATA[chronofotografie]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Ein Beitrag von: <strong>Tom Hegen</strong></p>Ohne Licht g&#228;be es keine Fotografie. Ein Foto entsteht durch Be-licht-ung, die Kamera dient als Werkzeug, um Licht auf ein Medium zu bannen. In einem Projekt habe ich mit Licht, in diesem Fall Stroboskopblitzen, experimentiert. Die Bilder sind keine Photoshop-Kompositionen, sondern mehrfach angeblitzte Bewegungen. Ich m&#246;chte Euch einen Einblick in die Entstehung der Bilder geben. [...]<p></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Beitrag von: <strong>Tom Hegen</strong></p><p><strong>Ohne Licht g&#228;be es keine Fotografie. Ein Foto entsteht durch Be-licht-ung, die Kamera dient als Werkzeug, um Licht auf ein Medium zu bannen. In einem Projekt habe ich mit Licht, in diesem Fall Stroboskopblitzen, experimentiert.</strong></p>
<p>Die Bilder sind keine Photoshop-Kompositionen, sondern mehrfach angeblitzte Bewegungen. Ich m&#246;chte Euch einen Einblick in die Entstehung der Bilder geben. </p>
<p>Chronofotografie bezeichnet die fotografische Dokumentation von Bewegungen. Heute haupts&#228;chlich als Hochgeschiwindigkeitsfotografie bekannt. 1878 war es Eadweard Muybridge gelungen, den Bewegungsablauf eines Pferdes zu dokumentieren. Damit gelang ihm der Nachweis, dass ein Pferd im Galopp kurzzeitig mit allen vier Hufen vom Boden abhebt. Diese fr&#252;hen Serienaufnahmen lieferten wichtige Impulse f&#252;r die Entwicklung bewegter Bilder und waren unter anderem auch die Vorl&#228;ufer des Kinofilms. </p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/image_2.jpeg" rel="lightbox[52024]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/image_2-650x390.jpeg" alt="" title="image_2" width="650" height="390" class="aligncenter size-medium wp-image-52870" /></a></p>
<p>Bewegungsabl&#228;ufe k&#246;nnen aber auch in einer einzigen Aufnahme dokumentiert und so neue, &#228;sthetische Formen generiert werden. Harold Edgerton, der Erfinder des elektrischen Stroboskops und Pionier der Hochgeschwindigkeitsfotografie, hat in den 30er Jahren ein Stroboskopblitz entwickelt, mit dem es m&#246;glich war, kurze Lichtblitze in sehr rascher Folge auszul&#246;sen. </p>
<p>Die Stroboskopfotografie ist also nichts Neues. </p>
<p>Die perfekten Bewegungsabl&#228;ufe eines Menschen haben mich dennoch so fasziniert, dass ich mich intensiv mit der Stroboskopfotografie besch&#228;ftigt habe. Perfektion, Dynamik und Bewegung wollte ich in einer Fotoserie zum  Ausdruck bringen. Gerade beim Leistungsturnen werden diese drei Elemente besonders vereint. </p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/image_3.jpeg" rel="lightbox[52024]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/image_3-650x390.jpeg" alt="" title="image_3" width="650" height="390" class="aligncenter size-medium wp-image-52872" /></a></p>
<p>An verschiedenen Ger&#228;ten werden &#220;bungen mit einer Kombination aus Kraft, K&#246;rperspannung und Dynamik ausgef&#252;hrt. Also habe ich zusammen mit einem Leistungsturner ein Fotoshooting organisiert. Um die Bewegung bestm&#246;glich herauszuarbeiten, empfiehlt sich ein dunkler Hintergrund. In einer dunklen Turnhalle konnten wir die verschiedenen Turnger&#228;te aufbauen und hatten genug Tiefe, damit der Hintergrund nicht mit ausgeleuchtet wird.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/image_4.jpeg" rel="lightbox[52024]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/image_4-650x390.jpeg" alt="" title="image_4" width="650" height="390" class="aligncenter size-medium wp-image-52873" /></a></p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/image_5.jpeg" rel="lightbox[52024]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/image_5-650x390.jpeg" alt="" title="image_5" width="650" height="390" class="aligncenter size-medium wp-image-52874" /></a></p>
<p>Es dauerte eine ganze Weile, bis das Licht eingestellt und die richtige Kombination aus Intervall und Blitzsequenzen gefunden war. Eine Lichtzange, also jeweils ein Blitz auf der linken und rechten Seite des Objektes, haben sich als bestes Setup bewiesen. Stroboskopblitzger&#228;te arbeiten im Mehrblitz-Modus meist mit stark verringerter Leistung, daher einer verk&#252;rzten Leuchtdauer. </p>
<p>Ich hatte f&#252;r die Blitze eine Geschwindigkeit von 1/7000 s und eine Leitzahl von 3,3 eingestellt. Das Intervall und die Sequenz errechnet sich aus der Dauer der Bewegung. Und hier muss dann gestaltet werden. </p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/image_6.jpeg" rel="lightbox[52024]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/image_6-650x390.jpeg" alt="" title="image_6" width="650" height="390" class="aligncenter size-medium wp-image-52875" /></a></p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/image_7.jpeg" rel="lightbox[52024]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/image_7-650x390.jpeg" alt="" title="image_7" width="650" height="390" class="aligncenter size-medium wp-image-52876" /></a></p>
<p>Schnelle Bewegungen brauchen ein k&#252;rzeres Intervall und mehr Sequenzen als langsame Bewegungen. Man muss einige Aufnahmen pro Bewegung machen, um im richtigen Moment die Bewegung zu beleuchten. Die Blitze sind mit der Kamera synchronisiert und l&#246;sen mit ihr aus. </p>
<p>Ich hatte meine Kamera mit einer langen Belichtungszeit eingestellt, um sicherzugehen, dass alle Blitze auf dem Sensor aufgenommen werden. Als interessanteste Bewegungen haben sich die erwiesen, die eine m&#246;glichst gro&#223;e Amplitude haben und in sich geschlossen sind. So entstehen interessante Muster, die den Bewegungsablauf dokumentieren. </p>
<p>Nach vier Stunden Shooting waren dann die H&#228;nde des Turners wund und ich gl&#252;cklich mit der Ausbeute. Das Fotoshooting hat mir gezeigt, dass die Kamera nur ein Mittel zum Zweck ist. Licht hat das Bild geformt, die Kamera war lediglich dazu da, das Licht festzuhalten.</p>
<p></p>
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		<title>Im Gespr&#228;ch mit Jan Hinkel</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Oct 2012 07:07:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Gommel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
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		<description><![CDATA[Als Herausgeber dieses Magazines habe ich den Vorteil, mitbestimmen zu d&#252;rfen, wen und welche Thematiken wir hier vorstellen. Und da ich mich auch f&#252;r Themen au&#223;erhalb des Street-Genres interessiere, ist heute das Thema Portrait und Sport zentraler Bestandteil von kwerfeldein. Und Jan Hinkel, seines Zeichens Sportfotograf, hat sich bereit erkl&#228;rt, seinen Werdegang, als auch seine [...]<p></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Als Herausgeber dieses Magazines habe ich den Vorteil, mitbestimmen zu d&#252;rfen, wen und welche Thematiken wir hier vorstellen. Und da ich mich auch f&#252;r Themen au&#223;erhalb des Street-Genres interessiere, ist heute das Thema Portrait und Sport zentraler Bestandteil von kwerfeldein. Und Jan Hinkel, seines Zeichens Sportfotograf, hat sich bereit erkl&#228;rt, seinen Werdegang, als auch seine beeindruckenden Fotos mit mir zu diskutieren.</strong></p>
<p><strong>Hallo Jan. Erz&#228;hl doch mal: Was verbirgt sich hinter dem Namen Jan Hinkel f&#252;r ein Mensch? Wer bist Du und was machst Du?</strong></p>
<p>Hallo Martin. Auf jeden Fall ein sehr vielseitiger Mensch. Anders als man vielleicht vermutet, habe ich die letzten Jahre in Krefeld Maschinenbau studiert und dieses Jahr auch erfolgreich abgeschlossen. Mein Weg hin zur Fotografie und Werbung ist etwas schwerer zu beschreiben. Angefangen hat alles mit dem Interesse an Flugzeugen und dem „Spotten“ an Flugh&#228;fen in meiner Jugend.</p>
<p>Irgendwann wurden mir diese Motive zu statisch und ich begann damit, zun&#228;chst meine Freundin und dann nach und nach immer mehr Personen in meinem Umfeld zu portraitieren. Parallel spielte die Bildbearbeitung immer schon eine entscheidende Rolle in meinen Bildern. </p>
<p>Getreu dem Prinzip „Trial and Error“ versuchte ich damals, meinen Fotografien durch gewollte, aber meist nicht gekonnte Ma&#223;nahmen, mehr „Pepp“ einzuhauchen. Einige stressige und &#228;rgerliche Stunden sp&#228;ter kann ich nun seit etwa einem Jahr sagen, dass ich meine Bildsprache gefunden habe.</p>
<p>Parallel zum Studium habe ich vor anderthalb Jahren mein eigenes Studio aufgemacht und erstes Geld mit der Fotografie verdient. In naher Zukunft m&#246;chte ich noch meinen Master studieren und versuchen, mich weiter als Fotograf zu etablieren.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/10/MG_4642.jpg" rel="lightbox[47799]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/10/MG_4642-650x433.jpg" alt="" title="_MG_4642" width="650" height="433" class="alignleft size-medium wp-image-47806" /></a></p>
<p><strong>Wie ich erkennen kann, hast Du einen realistischen Blick auf das Finden des eigenen Stils, denn Du sprichst von stressigen und &#228;rgerlichen Stunden. Was genau war so anstrengend?</strong></p>
<p>Wenn ich mir ein Ziel gesetzt habe, bin ich sehr perfektionistisch, dieses zu erreichen und habe hohe Anspr&#252;che an mich selbst. Mein Ziel war es von Anfang an, Bilder zu erstellen, wie man sie aus einschl&#228;gigen Magazinen kennt oder auf Werbetafeln sieht. </p>
<p>Wie man sich sicher denken kann, bin ich hierbei ziemlich schnell an meine Grenzen gesto&#223;en, sei es durch zu wenig Kenntnisse meiner eher minderwertigen Technik oder dem notwendigen Wissen in Photoshop.</p>
<p>Ich bin anfangs davon ausgegangen, dass der typische Werbelook sich ausschlie&#223;lich aus gut gesetztem Licht und teuren Lichtformern zusammensetzt. Heute bin ich da etwas weiter und wei&#223;, dass der Look in gro&#223;en Teilen in Photoshop entsteht. Das demotiviert einen anfangs nat&#252;rlich ungemein, da man Stunden damit verbringt, Licht so zu setzen, dass es dem „Werbelook“ nahe kommt und das Endergebnis dann dennoch nicht zu 100% passt.</p>
<p>Gerade Photoshop ist f&#252;r Anf&#228;nger erst einmal ein Buch mit sieben Siegeln. Hier die Geduld nicht zu verlieren und die Motivation aufrecht zu erhalten, war nicht immer so leicht. Ich habe in dieser Zeit aber auch unheimlich viel gelernt und mich nach und nach an den gew&#252;nschten Look herangetastet.</p>
<p>Heute versuche ich wie damals, dem Bildstil schon beim Shooting so nah wie m&#246;glich zu kommen, mache mich dann aber nicht mehr so verr&#252;ckt wie fr&#252;her, wenn es noch nicht passt, da ich schon im Kopf habe, wie das Bild nach der Nachbearbeitung aussehen wird.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/10/4b.jpg" rel="lightbox[47799]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/10/4b-650x350.jpg" alt="" title="4b" width="650" height="350" class="alignleft size-medium wp-image-47807" /></a></p>
<p><strong>Du bist ganz sch&#246;n z&#228;h! Respekt. Was gab Dir die Kraft und Motivation, so lange dran zu bleiben? Es gibt nicht viele, die das durchhalten…</strong></p>
<p>Ich denke, das war im Wesentlichen das tolle Feedback und bei Kritik oder Nichtgefallen einer Serie der Ansporn, besser zu werden. Die R&#252;ckmeldung aus Foren oder auch Facebook ist hierbei ziemlich wesentlich, da man eine breite Masse, verschiedene Geschm&#228;cker und Typen erreicht, die sich f&#252;r Deine Bilder interessieren… oder eben auch nicht.</p>
<p>Ich bin mir sicher, dass sich meine Entwicklung durch diese Art der Bildbesprechung wesentlich gepr&#228;gt hat.</p>
<p><strong>Womit wir schon bei einem interessanten Thema w&#228;ren: Was ist f&#252;r Dich pers&#246;nlich ein „gutes Feedback“? Was bringt Dich weiter?</strong></p>
<p>Das ist schwer zu sagen. Oftmals sind es ganz offensichtliche und banale Dinge, die man im Laufe einer Bildentwicklung &#252;bersieht. Im Durchschnitt sitze ich drei Stunden lang an einem Bild, bei aufw&#228;ndigen Sportbildern sind es auch gern auch mal zehn bis zw&#246;lf Stunden. Das Schwierige hierbei ist dann, den Blick f&#252;r&#8217;s Detail nicht zu verlieren und kleinere Fehler im Bild noch zu erkennen, was nat&#252;rlich nicht immer gelingt. </p>
<p>Hier hilft es mir dann in der sp&#228;teren Bildkritik sehr, wenn sich Menschen ausgiebig mit meinen Bildern besch&#228;ftigen und kleine Fehler im Bild anmerken oder sonstige Unstimmigkeiten entdecken. Mich &#228;rgert so was pers&#246;nlich dann immer sehr… aber es bringt einen weiter.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/10/MG_9979.jpg" rel="lightbox[47799]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/10/MG_9979-650x430.jpg" alt="" title="_MG_9979" width="650" height="430" class="alignleft size-medium wp-image-47808" /></a></p>
<p><strong>Ja, da stimme ich Dir zu. Um in Deinem Gebiet erfolgreich zu sein, muss Du aber auch sehr perfektionistisch sein, richtig?</strong></p>
<p>Jein. Nat&#252;rlich sollte man in der Werbfotografie ein gewisses Ma&#223; an Perfektionismus sowie das sichere Bedienen seiner Technik mitbringen, zum Erfolg f&#252;hrt einen das aber noch lange nicht.</p>
<p>Ich denke, es spielen &#8211; gerade aktuell &#8211; einige andere Faktoren zus&#228;tzlich eine Rolle. In den letzten Jahren ist es meiner Ansicht nach zunehmend wichtig geworden, sich gut und regelm&#228;&#223;ig im Internet zu pr&#228;sentieren. Bestes Beispiel ist momentan Paul Ripke, der es meiner Meinung nach perfektioniert hat. </p>
<p>Der Fotograf wird so f&#252;r potentielle Kunden auch als Werbetr&#228;ger oder -botschafter interessant und in manchen F&#228;llen vielleicht genau deswegen gebucht. Das ist nat&#252;rlich nicht die Regel, aber zumindest ein Faktor, den man im Auge behalten sollte. Bei mir pers&#246;nlich ist hier auf jeden Fall noch Luft nach oben.</p>
<p>Zudem ist es wie in allen Berufssparten: Die richtigen Leute zur richtigen Zeit zu treffen oder zu kennen, kann nicht schaden. Man sollte sich also nicht der Illusion hingeben, dass gute Bilder gleichbedeutend mit einem erfolgreichen Fotografendasein sind. Es ist lediglich die Basis, mit der man starten sollte.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/10/MG_2544.jpg" rel="lightbox[47799]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/10/MG_2544-650x433.jpg" alt="" title="_MG_2544" width="650" height="433" class="alignleft size-medium wp-image-47809" /></a></p>
<p><strong>Das ist Musik in meinen Ohren, Jan. Welchen Stellenwert misst Du der Kameratechnik in Deinem Sujet bei?</strong></p>
<p>Das kommt ganz auf das Projekt an. Handelt es sich um eine eher nat&#252;rliche Livestyle-Strecke, ist die Technik nicht besonders wichtig. Hier reicht eigentlich jede erh&#228;ltliche SLR zum Beispiel mit einem 50mm f/1.8 aus, wenn nicht gerade gigantische Aufl&#246;sungen gefragt sind.</p>
<p>Anders sieht es hingegen bei Sportaufnahmen aus. Hier spielt vor allem das Licht eine ganz entscheidende Rolle. F&#252;r meine Sportaufnahmen ben&#246;tige ich mindestens drei Lichtquellen, in der Realit&#228;t sind es dann meistens f&#252;nf, die an zwei Akkugeneratoren angeschlossen werden. </p>
<p>Mit diesem Setting sto&#223;e ich ziemlich schnell an die Grenzen der Technik, sei es durch zu lange Ladezeiten, zu geringe Akkuleistung oder das umst&#228;ndliche Platzieren der Generatoren. Zudem wiegt die ganze Technik zusammen um die 60 kg, was bei au&#223;ergew&#246;hnlichen Shootings &#8211; zum Beispiel auf dem Wasser &#8211; zum Problem wird. </p>
<p>Hier fr&#252;hzeitig in gute Technik zu investieren, ist beim Shooting sp&#228;ter Gold wert! Als Alternative miete ich dann Equipment. Wenn man hier und da in Foren mitliest, muss ich mich stellenweise schon wundern. Man gewinnt den Eindruck, dass bis zur letzten Schraube die Technik analysiert und besprochen, aber das Fotografieren offensichtlich vergessen wird.</p>
<p>Einen solchen Stellenwert hat die Technik f&#252;r mich nicht und hatte sie auch nie. Wir leisten uns heute den Luxus, f&#252;r wenig Geld sehr ausgereifte Kamerasysteme kaufen zu k&#246;nnen, was ich nicht immer begr&#252;&#223;e, da sich der Anblick von SLR-Kameras, eingestellt auf Programmautomatik, h&#228;uft.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/10/1.jpg" rel="lightbox[47799]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/10/1-650x954.jpg" alt="" title="1" width="650" height="954" class="alignleft size-medium wp-image-47810" /></a></p>
<p><strong>Das w&#252;rde ich so unterschreiben. Sprechen wir von Vorbildern Deiner Fotos. Gibt es ein paar Fotografen, die Dich au&#223;erordentlich inspiriert haben?</strong></p>
<p>Ja in der Tat, einige sogar. In der Peoplefotografie finde ich schon seit l&#228;ngerem die Arbeiten von <a href="http://www.murataslanbln.com/" target="_blank">Murat Aslan</a>, <a href="http://www.tobiasschult.com/" target="_blank">Tobias Schult</a> und <a href="http://www.schemmann.com/" target="_blank">Frank Schemmann</a> klasse. Im Sportbereich faszinieren mich die Arbeiten von <a href="http://www.timtadder.com/" target="_blank">Tim Tadder</a>, wobei mir die Aufnahmen teilweise zu sehr ins K&#252;nstliche abrutschen. </p>
<p>Weniger mein eigener Bereich, aber dennoch dringend zu erw&#228;hnen, sind die zwei Fotografen von <a href="http://www.2malig.de/" target="_blank">zweimalig</a> aus K&#246;ln, die &#252;berwiegend im Architektur- und Still-Bereich fotografieren. Hier lohnt auf jeden Fall mal ein Besuch der Website.</p>
<p>Das sind so die Fotografen, die ich als erste im Kopf habe, aber im Endeffekt inspirieren mich weitaus mehr. Ich versuche, mir immer mindestens eine Stunde am Tag Zeit daf&#252;r zu nehmen, Webseiten von Fotografen zu durchst&#246;bern, mir die neuesten Kampagnen auf <a href="http://www.gosee.de/" target="_blank">GoSee</a> anzusehen und ganz wichtig: Diese ganzen Aufnahmen dann zu analysieren und im besten Fall ein Making-Of davon zu finden. </p>
<p>Mich interessiert sehr die Vorgehensweise und das Lichtsetting anderer Fotografen. Hier versuche ich immer, so viel es geht mitzunehmen und es mit eigenen Ideen zu kombinieren.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/10/3.jpg" rel="lightbox[47799]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/10/3-650x417.jpg" alt="" title="3" width="650" height="417" class="alignleft size-medium wp-image-47811" /></a></p>
<p><strong>Hast Du schon einmal einen Workshop besucht oder Dir alles „aus dem Netz“ gezogen? Wenn ja, welche Quellen kannst Du interessierten Lesern empfehlen?</strong></p>
<p>Nein, einen Workshop habe ich nicht besucht. Das Basiswissen &#252;ber Kameras habe ich haupts&#228;chlich aus dem Netz gefischt, wobei ich mich damit nie wirklich ausgibig besch&#228;ftigt habe. Mich hat es von Anfang an mehr gereizt ,gutes und spannendes Licht zu erzeugen, als die Technik der Kamera bis ins Detail zu verstehen. Hier haben mir tats&#228;chlich Making-Of-Videos am meisten geholfen. So hat man kosteng&#252;nstig die M&#246;glichkeit, wirklichen Profis &#252;ber die Schulter zu schauen.</p>
<p>Explizite Quelle kann ich leider nicht nennen, da ich meistens eher durch Zufall auf interessante Videos sto&#223;e. Ich denke aber, dass man als Einsteiger sehr n&#252;tzliche Informationen zum Beispiel auf der Seite von <a href="http://www.krolop-gerst.com" target="_blank">Krolop Gerst</a> bekommt. </p>
<p>Wichtig ist nur, dass man sich fr&#252;hzeitig von den in Workshops oder Videotutorials gezeigten Lichtsettings oder Bearbeitungsschritten l&#246;st und eigene Ideen einflie&#223;en l&#228;sst. Ich habe zum Teil das Gef&#252;hl, dass viele diese Trainings als Garant f&#252;r gute Bilder verstehen und nicht als Grundlage daf&#252;r, eigene Ideen zu entwickeln.</p>
<p><strong>Wahrscheinlich, weil es vielen schwer f&#228;llt, Eigenes zu entwickeln. Wie machst Du das?</strong></p>
<p>Ist es auch, keine Frage. Ich denke, ich bin auch noch weit davon entfernt, etwas komplett Eigenes entwickelt zu haben. Damit meinte ich aber auch viel mehr, dass man nicht vorgefertigte Lichtsettings oder Posings aus den Tutorials &#252;bernimmt, sondern auch mal anderes Licht ausprobiert, selbst wenn das Ergebnis nachher vielleicht nicht zufriedenstellend ist.</p>
<p>Ich zum Beispiel habe einen (mittlerweile sehr gut gef&#252;llten) Ordner auf meinem Rechner, mit einer Vielzahl an Bildern, die ich irgendwann mal gefunden habe und interessant fand. Wenn ich dann eine Idee habe, gehe ich in diesen Ordner und versuche, Looks, Lichtsettings, Locations unterschiedlicher Bilder zu vermischen und mit meiner Grundidee zu kombinieren… manchmal klappt es.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/10/2.jpg" rel="lightbox[47799]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/10/2-650x958.jpg" alt="" title="2" width="650" height="958" class="alignleft size-medium wp-image-47812" /></a></p>
<p><strong>Welche Pl&#228;ne hast Du f&#252;r die kommenden Jahre? Oder planst Du gar nicht so weit?</strong></p>
<p>Planen ist vielleicht nicht unbedingt der richtige Ausdruck. Ich habe mir f&#252;r die n&#228;chsten Jahre einige hohe Ziele gesteckt. Zun&#228;chst m&#246;chte ich meine Mappe eindeutiger aufstellen, soll hei&#223;en so, dass deutlich erkennbar ist, wo meine Schwerpunkte liegen und wo die Reise hingehen soll. </p>
<p>Ein weiteres Ziel ist, eine Repr&#228;sentanz zu finden, die mich und meine Arbeiten gut vermarkten kann und vor allem auch ein Interesse daran hat! Auch meine Zusammenarbeit mit Werbeagenturen will ich in den kommenden Monaten verst&#228;rkt ausbauen, was wohl bedeutet, dass ich die Kamera erst einmal weniger in den H&#228;nden halten werde.</p>
<p>In den n&#228;chsten Wochen werde ich zwei interessante neue Projekte von mir ver&#246;ffentlichen, von denen ich mir eine Menge erhoffe. Wenn alles so l&#228;uft, wie ich mir das vorstellen, k&#246;nnen diese beiden Serien sehr entscheidend f&#252;r die bevorstehenden Jahre werden.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/10/IMG_8590-als-Smartobjekt-1.jpg" rel="lightbox[47799]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/10/IMG_8590-als-Smartobjekt-1-650x432.jpg" alt="" title="IMG_8590" width="650" height="432" class="alignleft size-medium wp-image-47813" /></a></p>
<p><strong>Letzte Frage, Jan: Wenn Du heute nochmal anfangen w&#252;rdest, Deinen Weg als Fotograf zu gehen: Was w&#252;rdest Du anders machen?</strong></p>
<p>Ich glaube, meine fotografische Entwicklung ist noch zu jung, um sagen zu k&#246;nnen, was ich h&#228;tte anders machen m&#252;ssen oder sollen. Vermutlich ist man als Fotograf auch gezwungen, immer neue Wege zu gehen und auszuprobieren. Wege, die zur aktuellen Zeit und zur Laune der Gesellschaft passen. Von daher l&#228;sst es sich schon pauschal nicht sagen, was man anders machen k&#246;nnte oder w&#252;rde, weil man nicht wei&#223;, was zu dieser Zeit gefragt ist.</p>
<p>Aktuell bin ich im Gro&#223;en und Ganzen sehr zufrieden mit dem, was ich in der K&#252;rze der Zeit erreichen konnte. Wenn ich mir etwas w&#252;nschen d&#252;rfte, w&#228;re es, in der einen oder anderen Situation mehr Mut zu zeigen und einfach zu <em>machen</em>. Ich bin eher der Typ, der vieles in Frage stellt und genau planen will. Manchmal ist das von Vorteil, teilweise stehe ich mir hierbei aber auch selbst im Weg.</p>
<p><strong>Jan, vielen Dank!</strong></p>
<p></p>
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		<title>Dynamische Bilder: Mitzieher</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Aug 2011 08:53:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patricia Dries</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[dynamik]]></category>
		<category><![CDATA[Geschwindigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[mitziehen]]></category>
		<category><![CDATA[Mitzieher]]></category>
		<category><![CDATA[sportfotografie]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein zischendes Ger&#228;usch ist zu h&#246;ren, ein paar Sekunden sp&#228;ter das Aufschlagen der Skier auf dem Hang, dann der Zuschauerjubel. Meine Kamera speichert noch und speichert und speichert. Gespannt dr&#252;cke ich mit meinen ziemlich steif gefrorenen Fingern auf &#8216;play&#8217; und schaue die Serie von zehn Bildern durch, die ich gerade im Serienmodus gemacht habe. Neun [...]<p></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein zischendes Ger&#228;usch ist zu h&#246;ren, ein paar Sekunden sp&#228;ter das Aufschlagen der Skier auf dem Hang, dann der Zuschauerjubel. Meine Kamera speichert noch und speichert und speichert. Gespannt dr&#252;cke ich mit meinen ziemlich steif gefrorenen Fingern auf &#8216;play&#8217; und schaue die Serie von zehn Bildern durch, die ich gerade im Serienmodus gemacht habe. </strong></p>
<p>Neun der zehn Fotos werden gleich gel&#246;scht, aber eines der Bilder ist scharf. Genauer gesagt: Der Skispringer, der eben mit unglaublicher Geschwindigkeit und einem Zischen an mir vorbei geflogen ist, ist scharf abgebildet. Der Hintergrund verschwimmt in Unsch&#228;rfe. Schnell konzentriere ich mich wieder, denn der n&#228;chste Sportler ist schon auf seinem Weg die Schanze hinab.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/08/skispringer.jpg" rel="lightbox[20720]"><img class="alignnone size-medium wp-image-20858" title="skispringer" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/08/skispringer-500x295.jpg" alt="" width="500" height="295" /></a></p>
<p>Sportarten wie Skipringen und Radsport haben mich lange fasziniert und sind der Grund, warum ich irgendwann begonnen habe, mich sehr intensiv mit der Fotografie zu besch&#228;ftigen. Die Dynamik dieser Sportarten einzufangen ist jedoch alles andere als einfach. Nach diversen Versuchen mit au&#223;ergew&#246;hnlichen Perspektiven und Weitwinkelobjektiven habe ich die Technik des Mitziehens f&#252;r mich entdeckt, um die Geschwindigkeit auch auf Fotos festzuhalten.</p>
<p><span id="more-20720"></span>F&#252;r gelungene Mitzieher braucht man ein wenig &#220;bung, ein bi&#223;chen Gl&#252;ck und auch Geduld, denn Ausschuss ist vorprogrammiert und es kann dauern, bis das perfekte Foto dabei ist. Ziel beim Mitziehen ist es, die Kamera exakt so schnell zu schwenken, dass sich das bewegte Objekt  in der Zeit, in der der Verschluss der Kamera ge&#246;ffnet ist, immer an der gleichen Position im Sucher und somit auch auf der gleichen Position auf dem Sensor oder Film befindet, w&#228;hrend sich der Hintergrund &#8216;&#252;ber den Sensor hinweg bewegt&#8217; . So ist gew&#228;hrleistet, dass das Objekt scharf, der Hintergrund jedoch unscharf verwischt abgebildet wird.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/08/radfahrer-1.jpg" rel="lightbox[20720]"><img title="radfahrer 1" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/08/radfahrer-1-500x333.jpg" alt="" width="500" height="333" /></a></p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/08/radfahrer-1.jpg" rel="lightbox[20720]"></a>An der Kamera stellt man zum Mitziehen den Modus ein, der die Sch&#228;rfe permanent nachf&#252;hrt. Au&#223;erdem ist es sinnvoll, den Serienmodus einzuschalten, denn bei einer Serie von mehreren Bildern ist die Wahrscheinlichkeit eines Treffers erh&#246;ht. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass mir oft eines der mittleren Bilder aus einer Serie von acht bis zehn Fotos gelungen ist, weil man zu Beginn der Serie erst die Geschwindigkeit des Objektes erfassen und seine eigene Bewegung angleichen muss und diese nur &#252;ber einen kurzen Zeitraum exakt halten kann.</p>
<p>F&#252;r meine Mitzieher benutze ich immer ein Teleobjektiv. Dies hat den Grund, dass man weniger hektisch schwenken muss, wenn man das bewegte Objekt mit der Kamera verfolgt. Steht man zum Beispiel nahe an der Stra&#223;e und m&#246;chte einen Radfahrer seitlich fotografieren, sodass der Radfahrer scharf, der Hintergrund aber  verwischt ist, muss man die Kamera und somit seinen Oberk&#246;rper in einer kurzen Zeit von ein oder zwei Sekunden &#252;ber einen gro&#223;en Winkel schwenken. Befindet man sich dagegen weiter entfernt von der Stra&#223;e und nutzt ein Teleobjektiv, ist die Drehbewegung langsamer und das ruhige, gleichm&#228;&#223;ige Mitziehen somit einfacher.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/08/radfahrer-2.jpg" rel="lightbox[20720]"><img class="alignnone size-medium wp-image-20906" title="radfahrer 2" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/08/radfahrer-2-500x333.jpg" alt="" width="500" height="333" /></a></p>
<p>Der n&#228;chste entscheidende Punkt ist die Verschlusszeit. W&#228;hlt man eine zu kurze Verschlusszeit, hebt sich der Hintergrund nicht genug vom Hauptmotiv ab, da er nicht ausreichend verwischt. Bei einer zu langen Verschlusszeit f&#228;llt es schwer, dem Objekt w&#228;hrend des kompletten Zeitraums, in dem der Verschluss ge&#246;ffnet ist, exakt zu folgen. Je nach Entfernung zum Objekt und Geschwindigkeit des Objektes variieren die geeigneten Verschlusszeiten, hier ist Ausprobieren gefragt. Bei meinen Radsport- oder Skisprungfotos habe ich Verschlusszeiten von 1/80 bis 1/125 Sekunde verwendet.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/08/hunde.jpg" rel="lightbox[20720]"><img title="hunde" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/08/hunde-500x333.jpg" alt="" width="500" height="333" /></a></p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/08/hunde.jpg" rel="lightbox[20720]"></a>Nat&#252;rlich sind nicht nur schnelle Sportler geeignete Objekte, um Mitzieher zu machen. Auch Bilder von rennenden Hunden k&#246;nnen zum Beispiel reizvoll sein. Da die Hunde jedoch keine gleichm&#228;&#223;ige Bewegung in eine Richtung machen, sondern sich beim Rennen auch auf und ab bewegen, ist hier die Trefferquote noch geringer.</p>
<p>Doch gerade aufgrund der manchmal unberechenbaren und &#252;berraschenden Ergebnisse machen Mitzieher einfach Spa&#223;. Und schlie&#223;lich k&#246;nnen nicht gelungene Bilder ja gel&#246;scht werden &#8211; die digitale Technik macht das Fotografen- bzw. Fotografinnenleben hier einfacher.</p>
<p>Sind Euch schon sch&#246;ne Mitzieher gelungen? Wir freuen uns auf Eure Links!</p>
<p></p>
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		<title>Tipps zur Sportfotografie</title>
		<link>http://kwerfeldein.de/2010/11/11/praktische-tipps-zur-sportotografie-von-stefan-groenveld/</link>
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		<pubDate>Thu, 11 Nov 2010 15:39:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Gommel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[boxen]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[gastartikel]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Ein Beitrag von: <strong>Stefan Groenveld</strong></p>Immer wieder werde ich von Fotografie-Interessierten gefragt, wie sie gute Sportbilder machen k&#246;nnen. Der Einstieg in die Sportfotografie ist oft der Anlass, den Sohn oder die Tochter bei der Aus&#252;bung ihres Sportes aufzunehmen oder bei einem Firmenevent das fotografische Festhalten eines Turniers. Wenn eine Antwort irgendwo hinpasst, dann hier bei Kwerfeldein, denn hier wird es wenigstens gelesen :)<p></p>
]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Beitrag von: <strong>Stefan Groenveld</strong></p><p><strong>Immer wieder werde ich von Fotografie-Interessierten gefragt, wie sie gute Sportbilder machen k&#246;nnen. Der Einstieg in die Sportfotografie ist oft der Anlass, den Sohn oder die Tochter bei der Aus&#252;bung ihres Sportes aufzunehmen oder bei einem Firmenevent das fotografische Festhalten eines Turniers. Wenn eine Antwort irgendwo hinpasst, dann hier bei Kwerfeldein, denn hier wird es wenigstens gelesen :)</strong></p>
<p>Einleitend m&#246;chte ich darauf hinweisen, dass professionelle Sportfotografie eine Materialschlacht ist. Die Bilder, die ihr tagt&#228;glich in Zeitungen seht, sind in der Regel von erfahrenen Fotografen mit Equipment aus dem f&#252;nfstelligen Eurobereich vor ihrem Auge gemacht. Also geht bitte nicht mit der falschen Erwartungshaltung an euren Versuch, Sport zu fotografieren. Es geht auch ohne entsprechendes Equipment, aber eben anders.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2010/11/boxen.jpg" rel="lightbox[10745]"><img style="float: none;" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2010/11/boxen.jpg" alt="Frische Tipps zur Sportfotografie von Stefan Groenveld" width="498" height="331" /><br />
</a><br />
Wenn ihr euch die Bilder zu diesem Artikel anschaut, dann sind das sicherlich nicht die tollsten Sportbilder, die ihr jemals gesehen habt, aber ich habe bewu&#223;t Bilder von mir ausgesucht, die mit &#8220;normalen&#8221; Optiken fotografiert wurden. Nur das Kopfballbild ist mit einem langen Tele fotografiert, alle anderen mit Brennweiten bis 200mm (am Vollformat). Eins habe ich sogar mit einer manuellen Optik, also ohne Autofokus, aufgenommen.</p>
<p><strong><br />
Nachfolgend beschreibe ich Problemf&#228;lle bei der Sportfotografie und wie ihr sie l&#246;sen k&#246;nnt. </strong></p>
<p>Um sportliche Bewegungen ad&#228;quat festhalten zu k&#246;nnen,  sind relativ kurze Belichtungszeiten notwendig. Unter einer 1/500 Sekunde w&#252;rde ich es erst gar nicht versuchen. In der Bundesliga habe ich manchmal noch bei 1/800s Bewegungsunsch&#228;rfen im Bild. Positive Auswirkung dieser Belichtungszeit ist, dass ihr keine teureren Objektive mit Verwacklungsschutz braucht.</p>
<p><span id="more-10745"></span></p>
<p>Es gibt eine wichtige Voraussetzung beim Hallensport, aber auch bei Spielen unter Flutlicht. Da braucht ihr einfach ISO2000 &#8211; mindestens. Wenn ihr keine Kamera habt, die bei diesen ISO Werten brauchbares auf den Sensor bannt, dann wird es sehr sehr schwierig etwas scharfes zu fotografieren. Tipp: lebt mit der Bewegungsunsch&#228;rfe und baut sie in das Bild ein. Ein Laufduell kann so prima fotografiert werden, ein Kopfballduell eher nicht.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2010/11/fussball.jpg" rel="lightbox[10745]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2010/11/fussball.jpg" alt="Frische Tipps zur Sportfotografie von Stefan Groenveld" width="500" height="375" /><br />
</a></p>
<p>In der Regel werden Sportbilder mit gro&#223;en Brennweiten fotografiert. Zum einen kann ich so einen Zweikampf auch im Mittelfeld fotografieren und da es sich um Objektive mit gro&#223;er Offenblende handelt, kann ich so den Zweikampf auch sch&#246;n vor dem meist unruhigen Hintergrund freistellen. Wenn ich ein solches Objektiv nicht habe, dann darf ich auch solche Fotos nicht erwarten.</p>
<p>Mein Tipp: probiert es hinter dem Tor und wartet auf einen Angriff. Im (Fussball) oder am (Handball) Strafraum klappt es auch mit einem kleinen Tele. So sind zum Beispiel 85mm am Crop f&#252;r Handball eine tolle Brennweite f&#252;r kampfbetonte Bilder am Torraum.</p>
<p>Meistens ist der Sport, den ihr fotografieren wollt, schnell. Kurze Belichtungszeiten sind das eine, aber viel wichtiger ist eigentlich die Ausl&#246;severz&#246;gerung der Kamera. Als Beipiel erw&#228;hne ich gerne, dass ich bei meinem ersten Eishockeyspiel bei 9 Bilder pro Sekunde trotzdem nur ein Bild mit Puck hatte. Probiert mal bei einem Fussballspiel ein Bild beim Kopfballduell zu machen, bei dem der Ball m&#246;glichst nah an den K&#246;pfen ist.</p>
<p>Fotografiert hochkant. Ihr werdet &#252;berrascht sein, wie oft ihr anf&#228;nglich sicher seid, dass der Ball auf dem Bild ist, aber beim Blick auf&#8217;s Display feststellen m&#252;sst, dass der Ball nicht zu sehen ist. Tipp: ihr m&#252;sst den Sport kennen, den ihr fotografiert. Nur so habt ihr eine Chance gegen die Ausl&#246;severz&#246;gerung der Kamera zu gewinnen.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2010/11/kopfball.jpg" rel="lightbox[10745]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2010/11/kopfball.jpg" alt="Frische Tipps zur Sportfotografie von Stefan Groenveld" /></a></p>
<p>Bei einem hochklassigen Fussballspiel mache ich in 90 Minuten rund 1500 Bilder. Vielleicht 5% der Bilder verschicke ich an Zeitungen. Wenn ich Gl&#252;ck habe, ist ein Bild so gut, dass ich es mir ohne aktuellen Bezug auch noch in einem halben Jahr anschaue. Mein Tipp f&#252;r euch: fotografiert viel, aber seid sehr sparsam mit dem Zeigen. Der Ausschuss ist riesig. Na, und? Ist doch digital :)</p>
<p>Ich w&#252;rde euch auch empfehlen, in JPG zu fotografieren und nicht in RAW. Zum einen bekommt eure Kamera vermutlich so mehr Bilder pro Sekunde hin und zum zweiten schmeisst ihr eh mindestens 90% weg. Und es ist sinnvoll im M-Modus zu fotografieren. Bestimmt anf&#228;nglich die Belichtungszeit und stellt die einfach auf eurer Kamera ein. Dann seid ihr nicht vom Hintergrund abh&#228;ngig.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2010/11/handball3.jpg" rel="lightbox[10745]"><br />
<img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2010/11/handball3.jpg" alt="Frische Tipps zur Sportfotografie von Stefan Groenveld" width="499" height="400" /></a></p>
<p><strong>Problem 1:</strong> schnell ziehende Wolken bei Sonnenschein. L&#246;sung? An den Einstellungen rumschrauben oder in bestimmten Situationen einfach nicht fotografieren. In der Regel ist die Situation vorbei, die ihr fotografieren wollt, bis ihr die richtige Einstellung gefunden habt. Trost: wenn die Automatik das nicht schafft, wieso dann Du (hier ein <a href="http://www.stefangroenveld.de/tipps-tricks/schwierige-lichtbedingungen/" target="_blank">Spezialtipp</a> f&#252;r Leute mit Profibodys)?</p>
<p><strong>Problem 2:</strong> Flutlicht. Das ist in den Ecken oft eine Blende und mehr dunkler als in der Mitte. Da es hier aber nicht so starke Unterschiede im Hintergrund gibt &#8211; der in der Regel dunkel ist &#8211; k&#246;nnt ihr hier die ISO Automatik oder Blendenautomatik verwenden. Ihr m&#252;sst nur die richtige Belichtungskorrektur finden und einstellen.</p>
<p>Single Shot oder High Speed? Da bin ich unschl&#252;ssig. Beides hat Vor- und Nachteile. Probiert aus, was euch besser liegt.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2010/11/handball1.jpg" rel="lightbox[10745]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2010/11/handball1.jpg" alt="Frische Tipps zur Sportfotografie von Stefan Groenveld" width="498" height="399" /></a></p>
<p>Und nehmt gen&#252;gend Speicherkarten mit. Ca 30% der Bilder entstehen in den letzten 10 Minuten. Die Dramatik der letzten Spielminuten kann die besten emotionalen Momente bringen. W&#228;re schade, wenn ihr da keine Speicherkapazit&#228;t mehr habt.</p>
<p>Weiterhin solltet ihr beachten, die Bilder m&#246;glichst aus tiefer Kameraperspektive zu machen. Nehmt euch einen Campinghocker mit. Ist bequemer f&#252;r euch und sieht auf den Bilder besser aus.</p>
<p>Achtet bei eurer Position auch auf den Hintergrund. Teleobjektive holen entfernte Dinge nah ran und bei &#8220;preiswerteren&#8221; Objektiven ist die ben&#246;tigte Blende f&#252;r scharfe Bilder eventuell so klein, dass auch der Hintergrund scharf ist. (Stichwort: Hyperfokaldistanz!) Da lenkt es den Betrachter des Bildes schnell ab, wenn irgendwas aus dem K&#246;rper des Sportlers w&#228;chst. Es gilt das gleiche, wie auch bei Portraitfotos &#8211; aber es ist schwieriger umzusetzen.</p>
<p>Zum Schluss noch ein ganz wichtiger Tipp: l&#246;sen. Und zwar von der eigentlichen Situation. Gerade bei gro&#223;en Spielfeldern bekommt ihr den Zweikampf auf der anderen Seite einfach nicht vern&#252;nftig fotografiert. &#196;rgert euch nicht. Ist so. Schaut dann, was um euch herum passiert. Vielleicht passt das Bild dann auch. Fluchende oder jubelnde Zuschauer k&#246;nnen auch ein gutes Bild ergeben.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2010/11/motorrad.jpg" rel="lightbox[10745]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2010/11/motorrad.jpg" alt="Frische Tipps zur Sportfotografie von Stefan Groenveld" width="501" height="286" /></a></p>
<p>Nachtrag: obiges gilt haupts&#228;chlich f&#252;r Ball- und Mannschaftssportarten. Motorsport ist zum Beispiel viel einfacher zu fotografieren, weil es einfacher ist mit l&#228;ngeren Belichtungszeiten zu arbeiten &#8211; die Bewegungen sind in der Regel leichter vorherzusehen. Hier gebe ich gerne die Tipps sich in Kurven zu stellen, denn da sind die Fahrzeuge langsamer als auf Geraden, und als Einstiegsbelichtungszeit den Kehrwert der Geschwindigkeit zu w&#228;hlen.</p>
<p>Gut ist es, im Inneren der Kurve zu stehen und da eher am Kurvenausgang &#8211; besonders bei Motorradfahrern: achtet einfach, auf welchen Punkt der Fahrer am Ende der Kurve schaut, da stellt ihr euch hin. Nehmt einen besonders tiefen Kamerastandpunkt ein, am besten ihr legt euch hin.</p>
<p>Achtet bitte immer auf eure eigene Sicherheit. Schon ein Handball kann &#8211; an den Kopf geworfen &#8211; sehr weh tun. Und sprecht eure Standorte im Zweifelsfall mit Veranstalter und/oder Sportler ab. Die freuen sich &#252;brigens in der Regel &#252;ber tolle Bilder. Manchmal entstehen so interessante M&#246;glichkeiten. So darf ich zum Beispiel n&#228;chstes Jahr die Hochzeit eines Kickboxers fotografieren&#8230;</p>
<p></p>
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