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	<title>kwerfeldein - Fotografie Magazin &#187; Rezension</title>
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	<description>Das Fotografie Magazin</description>
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		<title>Das 1 X 1 f&#252;r kleine Fotografen</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Mar 2013 06:49:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katja Kemnitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Buchtipp]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografieren für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Fotokurs]]></category>
		<category><![CDATA[kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderbuch]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt einen Grund, warum meine gro&#223;e Tochter gerade in der K&#252;che steht und Erdbeerkuchen fotografiert. Er hei&#223;t: „Das 1 X 1 f&#252;r kleine Fotografen“. Dieses Fotobuch f&#252;r Kinder m&#246;chte ich Euch und vor allem Euren Kleinen ans Herz legen. Wenn man selbst fotografiert, dauert es nicht lange, bis sich auch ganz besonders die eigenen [...]<p></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es gibt einen Grund, warum meine gro&#223;e Tochter gerade in der K&#252;che steht und Erdbeerkuchen fotografiert. Er hei&#223;t: „Das 1 X 1 f&#252;r kleine Fotografen“. Dieses Fotobuch f&#252;r Kinder m&#246;chte ich Euch und vor allem Euren Kleinen ans Herz legen.</strong></p>
<p>Wenn man selbst fotografiert, dauert es nicht lange, bis sich auch ganz besonders die eigenen Kinder f&#252;r die Kamera interessieren. Aber wie erkl&#228;rt man ihnen die Blende und Belichtungszeit? Und wie kann man dazu motivieren, auch nach anf&#228;nglichen Schwierigkeiten weiter mit der Kamera zu experimentieren? Dieses Buch bietet eine wunderbare M&#246;glichkeit f&#252;r Kinder, im Selbststudium den Einstieg in die Fotografie zu wagen. </p>
<p>Olaf, der haarige Rotfuchs, ist Fotograf und kennt einige Tipps und Tricks. Mit seinem Assistenten Gustav, einer kleinen Grasmaus, f&#252;hrt er durch das Buch, das zun&#228;chst einen kurzen Abriss &#252;ber die Geschichte der Fotografie bietet. Nach einer kleinen Einf&#252;hrung in die Grundlagen wie Blende, Fluchtpunkt und Sch&#228;rfentiefe geht es mit dem ersten von insgesamt neun Fotokursen los.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/Kurs3.jpg" rel="lightbox[55419]"><img title="Kurs3"  src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/Kurs3-650x471.jpg" alt="Kurs3" width="650" height="471" class="aligncenter size-medium wp-image-55446" /></a></p>
<p>„Fotografiere dein Lieblingsdessert“, „Schminke und frisiere deine Mama und fotografiere sie dann“ und „Erz&#228;hle deine Ferien mit Fotos“ sind nur drei Beispiele dieser Kurse und zeigen, dass das Buch Einblick in sehr verschiedene Fotosparten gibt.</p>
<p>Jeder Kurs ist mit vielen Beispielbildern versehen und enth&#228;lt Tricks, so dass die Kinder nach und nach mehr Erfahrung sammeln k&#246;nnen und nicht gleich mit einer Flut an M&#246;glichkeiten &#252;berfordert werden. Auch wenn ich selbst kein Fan von beengenden Regeln innerhalb der Fotografie bin, so sind diese f&#252;r den Anfang sicher n&#252;tzlich. Ohnehin neigen Kinder naturgem&#228;&#223; dazu, Regeln zu durchbrechen und Neues zu testen.</p>
<p>Olaf gibt auch ganz praktische Tipps, wie zum Beispiel auf die Wettervorhersage zu achten oder an den aufgeladenen Akku und die leere Speicherkarte zu denken, wenn man wieder losziehen will. Ihr merkt, so ein paar Tipps hat Olaf auch f&#252;r die alten Hasen&#8230;</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/kurs3b.jpg" rel="lightbox[55419]"><img title="kurs3b"  src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/kurs3b-650x477.jpg" alt="kurs3b" width="650" height="477" class="aligncenter size-medium wp-image-55448" /></a></p>
<p>Nach jedem erfolgreich absolvierten Kurs ist Platz f&#252;r die eigenen Bilder und zum Schluss gibt es ein „Diplom f&#252;r kleine Fotografen“. Auch findet sich auf den letzten Seiten noch ein kleines Fotolexikon sowie ein kurzes Kapitel zum Thema Bildrechte mit Vordrucken zum Unterschreiben f&#252;r die Modelle. </p>
<p>So, nun muss ich aber den &#252;briggebliebenen Kuchen vom Fotoshooting essen und helfen, die entstandenen Bilder auf den PC zu &#252;bertragen, um sie anschlie&#223;end zu drucken. Vielleicht habt Ihr ja auch bald das Vergn&#252;gen?</p>
<p>~</p>
<p><strong><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3827332176/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3827332176&#038;linkCode=as2&#038;tag=kwerfeldein-21" target="_blank">„Das 1 X 1 f&#252;r kleine Fotografen“</a>*</strong><br />
von Lumi Poullaouec<br />
erschienen im Addison-Wesley Verlag<br />
Altersempfehlung: 7 &#8211; 14 Jahre<br />
Preis: 19,95 €</p>
<p><span style="color: #888; font-size: small">* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr dar&#252;ber etwas kauft, erhalten wir eine kleine Provision, Ihr zahlt aber keinen Cent mehr.</span></p>
<p></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Das Geheimnis der B&#252;cher</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Mar 2013 06:47:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marit Beer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fashion]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Analog]]></category>
		<category><![CDATA[Deborah Turbeville]]></category>
		<category><![CDATA[fashion]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Mode]]></category>
		<category><![CDATA[Polaroid]]></category>
		<category><![CDATA[Sarah Moon]]></category>
		<category><![CDATA[Stil]]></category>
		<category><![CDATA[Stilbruch]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn Fotografen sich einen Namen gemacht haben, wenn sie mit ihrer Arbeit die Blicke, also die Sicht auf etwas ver&#228;ndern k&#246;nnen, dann erscheint im Laufe ihres Lebens &#8211; oder oft auch erst nach ihrem Tod &#8211; das zusammenfassende Werk. In einer Zeit, in der fast jeder seine Bilder in Buchform pr&#228;sentieren kann oder zahlreiche Fotoplattformen [...]<p></p>
]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wenn Fotografen sich einen Namen gemacht haben, wenn sie mit ihrer Arbeit die Blicke, also die Sicht auf etwas ver&#228;ndern k&#246;nnen, dann erscheint im Laufe ihres Lebens &#8211; oder oft auch erst nach ihrem Tod &#8211; das zusammenfassende Werk.</strong></p>
<p>In einer Zeit, in der fast jeder seine Bilder in Buchform pr&#228;sentieren kann oder zahlreiche Fotoplattformen unz&#228;hlige Uploads verzeichnen, ohne einen fachkundigen Kurator zur Seite zu haben, sind diese Mammutwerke von besonderem Interesse.</p>
<p>Diese B&#252;cher sind etwas Besonderes. Sie enthalten Geheimnisse. Sie inspirieren uns. Sie geben uns einen &#220;berblick &#252;ber eine Schaffensperiode. Es sind Zeugnisse von Menschen, die etwas von ihrem Handwerk verstehen oder verstanden haben. Wir sollten ihnen zuh&#246;ren, wann immer wir k&#246;nnen, von ihnen lernen und ab und an kurzweilig in Demut versinken.</p>
<p>Jedes Genre hat seine eigenen Helden. Meine Helden sind zwei Damen: Deborah Turbeville und Sarah Moon. Beide haben in den Wirren des zweiten Weltkrieges, die eine in den USA und die andere in Frankreich, das Licht der Welt erblickt. Beide waren fr&#252;h in der Modeszene involviert, beide haben ihre eigene Sprache entwickelt und das Genre damit stark bereichert.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/DeborahTurbeville_p186-187_web.jpg" rel="lightbox[54077]"><img title="DeborahTurbeville_p186-187_web"  src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/DeborahTurbeville_p186-187_web-650x432.jpg" alt="DeborahTurbeville_p186-187_web" width="650" height="432" class="aligncenter size-medium wp-image-54657" /></a><br />
<span style="color: #888; font-size: small;">(c) Deborah Turbeville</span></p>
<p>Im Oktober 2011 erschien <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0847834794/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=0847834794&#038;linkCode=as2&#038;tag=kwerfeldein-21" target="_blank">„Deborah Turbeville: The Fashion Pictures“</a>* im Rizzoli Verlag. Ich bin mir sicher, w&#252;rde man ihre Bilder heute in einer der vielen Fotocommunities zeigen und besprechen, sie w&#228;ren wohl dem Zeriss ausgesetzt. </p>
<p>Sie liebt die Unsch&#228;rfe und man findet sie in vielen ihrer Bilder. Oft aber sind sie auch zerkratzt, geklebt, mit anderen verbunden, bruchst&#252;ckhaft, tr&#228;umerisch, verloren. Sie werden auch bemalt oder beschriftet. Auf einigen sieht man sogar Fingerabdr&#252;cke. Sie selbst sagte dazu: „I destroy the image after I&#8217;ve made it.“</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/DeborahTurbeville_p052-53_web.jpg" rel="lightbox[54077]"><img title="DeborahTurbeville_p052-53_web"  src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/DeborahTurbeville_p052-53_web-650x429.jpg" alt="DeborahTurbeville_p052-53_web" width="650" height="429" class="aligncenter size-medium wp-image-54658" /></a><br />
<span style="color: #888; font-size: small;">© Deborah Turbeville</span></p>
<p>Sie kam erst sp&#228;t zur Fotografie. Mit 28 Jahren nahm sich Richard Avedon ihrer an. Er mochte ihre verschwommenen Bilder und lehrte ihr das Handwerk. Anfang der 1970er Jahre konnte sie sich offiziell Fotografin nennen. Einen Namen machte sie sich 1975 mit ihrer Serie „Bathroom“ f&#252;r die amerikanische Vogue und weitere Auftr&#228;ge folgten. </p>
<p>In ihrem Buch kann man wohlig in diese Unsch&#228;rfen st&#252;rzen. Es werden die bekanntesten Modestrecken gezeigt sowie unver&#246;ffentliche Bilder, die f&#252;r Chanel entstanden. Ihre Bilder, die nie ganz da wirken, haben die Modefotografie nachhaltig beeinflusst und ich bin froh, sie zwischen all den Fotografen entdeckt zu haben.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/DeborahTurbeville_p065_web.jpg" rel="lightbox[54077]"><img title="DeborahTurbeville_p065_web"  src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/DeborahTurbeville_p065_web-650x507.jpg" alt="DeborahTurbeville_p065_web" width="650" height="507" class="aligncenter size-medium wp-image-54659" /></a><br />
<span style="color: #888; font-size: small;">© Deborah Turbeville</span></p>
<p>Sarah Moons Retrospektive <a href="http://www.amazon.de/gp/product/050028783X/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=050028783X&#038;linkCode=as2&#038;tag=kwerfeldein-21" target="_blank">Sarah Moon 12345</a> erschien 2008 in einem f&#252;nf-b&#228;ndigen Buch zusammen mit ihrem Film „Mississipi One“ im Verlagshaus Thames &#038; Hudson. </p>
<p>Die B&#228;nde sind als Film in Buchform gestaltet und jeder Band steht f&#252;r ein Genre oder f&#252;r eine Schaffensperiode in Moons Leben. Denn sie war nicht nur Fotografin, sondern auch Model und Filmemacherin.</p>
<p>Leider besitze ich ihr zusammenfassendes Werk bis heute nicht, weil mir der stolze Preis von &#252;ber 150 Euro zu schwer im Magen liegt. Aber darin gebl&#228;ttert habe ich schon allzu oft und bin immer wieder &#252;berw&#228;ltigt.</p>
<p>Die Menschen auf ihren Bildern werden behutsam betrachtet. Sie holt sich den Moment, der unbemerkt bleibt. Im Weggehen einer Person f&#228;ngt sie das Z&#246;gerliche, im Augenblinzeln das Nachdenkliche ein. Ihre Bilder k&#246;nnen aus tanzenden Farben bestehen, sind aber niemals aufdringlich, wenn auch fordernd.</p>
<div class="zwei" > <a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/200609P006comdes2006.jpg" rel="lightbox[54077]"><img title="200609P006comdes2006"  src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/200609P006comdes2006.jpg" alt="200609P006comdes2006" width="602" height="741" class="aligncenter size-full wp-image-55244" /></a><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/robe-a-pois.jpg" rel="lightbox[54077]"><img title="4.1.1"  src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/robe-a-pois.jpg" alt="4.1.1" width="560" height="709" class="aligncenter size-full wp-image-55147" /></a> </div>
<p><span style="color: #888; font-size: small;">© Sarah Moon</span></p>
<p>Ihre Schwarzwei&#223;welten sind dunkel, tr&#228;umerisch und verwirrend. Wie ein Zerrspiegel erscheinen die Menschen darin und man glaubt, es reiche, nur die Hand auszustrecken, um ebenfalls auf die andere Seite des Bildes gezogen zu werden. </p>
<p>Auch au&#223;erhalb der Modewelt legt sie ihre Kamera nicht aus der Hand, denn nicht nur Menschen sondern auch Landschaften und Tiere finden ebenso Zutritt in ihre sch&#246;pferische Welt.</p>
<p>Ich k&#246;nnte noch ewig weiter &#252;ber ihre Arbeiten und sie selbst schreiben, lege Euch aber lieber das <a href="http://www.zeit.de/lebensart/mode/2011-11/modefotografin-sarah-moon" target="_blank">Interview</a> ans Herz, erschienen 2011 in der ZEIT. </p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/eva-copie.jpg" rel="lightbox[54077]"><img title="eva copie"  src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/eva-copie.jpg" alt="eva copie" width="590" height="709" class="aligncenter size-full wp-image-55148" /></a><br />
<span style="color: #888; font-size: small;">© Sarah Moon</span></p>
<p>In den Werken beider Fotografinnen habe ich etwas gefunden, das mich ber&#252;hrte. Die Besch&#228;ftigung mit ihren Arbeitsweisen und Ansichten haben mich beruhigt und darin best&#228;tigt, weiter zu gehen und mir selbst treu zu bleiben.</p>
<p><em>Und nun seid Ihr dran. Erz&#228;hlt mir: Wer sind Eure Helden? Wer inspiriert Euch, von wem lernt Ihr?</em></p>
<p><span style="color: #888; font-size: small;">Die Bilder von Deborah Turbenville stammen alle aus dem Buch „The Fashion Pictures“. Die Bilder von Sarah Moon aus „Sarah Moon 12345“. Ich danke den beiden Verlagsh&#228;usern Rizzoli und Thames &#038; Hudson f&#252;r die Bereitstellung der Bilder.</span></p>
<p><span style="color: #888; font-size: small;">* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr dar&#252;ber etwas kauft, erhalten wir eine kleine Provision, Ihr zahlt aber keinen Cent mehr.</span></p>
<p></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Fantastische Bildb&#228;nde zur Stra&#223;enfotografie, Teil 1</title>
		<link>http://kwerfeldein.de/2013/03/13/fantastische-bildbande-zur-strasenfotografie-teil-1/</link>
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		<pubDate>Wed, 13 Mar 2013 06:28:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Gommel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Straße]]></category>
		<category><![CDATA[bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Bildbände]]></category>
		<category><![CDATA[Straßenfotografie]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem ich mich 2010 vermehrt von der Landschaftsfotografie ab und der Stra&#223;enfotografie zuwendandte, wuchs auch mein Interesse an Bildb&#228;nden. How-to-B&#252;cher wollte ich keine mehr lesen, sondern mir direkt die Arbeiten urbaner Fotografen ansehen und mich daran erquicken. Heute stelle ich im Rahmen unserer Buchwoche ein paar davon vor, weitere Vorstellungen werden folgen. Ich finde es [...]<p></p>
]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nachdem ich mich 2010 vermehrt von der Landschaftsfotografie ab und der Stra&#223;enfotografie zuwendandte, wuchs auch mein Interesse an Bildb&#228;nden. How-to-B&#252;cher wollte ich keine mehr lesen, sondern mir direkt die Arbeiten urbaner Fotografen ansehen und mich daran erquicken. Heute stelle ich im Rahmen unserer Buchwoche ein paar davon vor, weitere Vorstellungen werden folgen.</strong></p>
<p>Ich finde es hochspannend, sich einem Genre der Fotografie zu verschreiben und dann auf globale Bewegungen hin zu untersuchen. Was haben andere Fotografen und Fotografinnen bisher erschaffen? In welcher Zeit und Kultur wurde gearbeitet? Welche Stilmittel genutzt?</p>
<p>All das sind Fragen, auf die mir Bildb&#228;nde in gewisser Weise Antworten geben k&#246;nnen. Und das auf ihre ganz langsame, nat&#252;rliche Art, die sich doch so von der Hektik des Netzes unterscheidet. Au&#223;erdem: Ich fahre gern mit den Fingerspitzen &#252;ber Fotografien und sp&#252;re die Schwere eines Buches mit Freude. So m&#246;chte ich mit dem ersten Band beginnen, dem ich ganz sicher den Klassiker-Status zusprechen kann:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><a title="Link zum Buch „Streetphotography Now“ auf Amazon.de " href="http://www.amazon.de/gp/product/0500289077/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=0500289077&amp;linkCode=as2&amp;tag=kwerfeldein-21" target="_blank">„Streetphotography Now“</a>* | 18,95 € | 27,2 x 23,9 x 2,3 cm</strong></p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/IMG_0991.jpg" rel="lightbox[55587]"><img class="alignnone size-medium wp-image-55606" title="Streetphotography Now " alt="Streetphotography Now " src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/IMG_0991-650x365.jpg" width="650" height="365" /></a></p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/IMG_0993.jpg" rel="lightbox[55587]"><img class="alignnone size-medium wp-image-55607" title="Streetphotography Now" alt="IMG_0993" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/IMG_0993-650x365.jpg" width="650" height="365" /></a></p>
<p>Wenn es ein Buch gibt, das mich beim ersten Ansehen gleich ersch&#252;ttert und bewegt hat, war es „Streetphotography Now“. Als ich es zum ersten Mal in H&#228;nden durchbl&#228;tterte, musste ich mehrmals pausieren, denn die massive Dichte der Bilder &#252;berforderte meine Aufnahmekapazit&#228;t um ein Vielfaches. Selten war ich so gezwungen, mir mehrere Wochen Zeit zu nehmen, um einen Fotoband kennenzulernen.</p>
<p>Das Buch wirkt bis heute nach und es wird noch f&#252;r eine lange Zeit eine Quelle der Inspiration bleiben.</p>
<p>Auf 240 Seiten haben die Autoren Sophie Howarth und Stephen McLaren einen Bildband herausgegeben, der mit dem Wort „umfassend“ betitelt werden kann. Insgesamt 46 zeitgen&#246;ssische Stra&#223;enfotografen werden darin inklusive Kurzbiografie vorgestellt und satte 301 Bilder laden mehr als eindrucksvoll dazu ein, in die Diversit&#228;t und Leuchtkraft einzutauchen und die Zeit zu vergessen.</p>
<p>Magnum-Gr&#246;&#223;en wie Bruce Gilden, Martin Parr und Alex Webb geh&#246;ren wie selbstverst&#228;ndlich zum Kanon, jedoch gibt es auch zahlreiche Fotografen und Fotografinnen, die der gro&#223;en &#214;ffentlichkeit bis zur Erstauflage kaum bekannt waren. Au&#223;erdem beschr&#228;nkt sich „Streetphotography Now“ nicht nur auf europ&#228;ische und amerikanische K&#252;nstler, sondern besucht mit Bruno Quinqet Tokyo, mit dem nicht unbekannten Herren Titarenko St. Petersburg und mit Musem Wasif Dhaka, um nur ein paar herauszustellen.</p>
<p>„Streetphotography Now“ ist in seinem breitgef&#228;cherten Umfang ein weiterer Beweis daf&#252;r, dass die Stra&#223;enfotografie noch lange nicht tot ist, sondern &#8211; und das mag im Buch selbst zu kurz kommen &#8211; auch durch das Internet eine Renaissance erlebt, global schwierigen Rechtslagen trotzt und Gro&#223;artiges vollbringt.</p>
<p>Auch heute suche ich mir gern bei einer Tasse Kaffee einen Fotografen heraus und betrachte dessen Bilder. Das reicht auch v&#246;llig aus, denn bei Interesse befinde ich mich zehn Minuten sp&#228;ter auf einer Erkundungsreise im Netz, um alle anderen publizierten Fotos meiner Entdeckung zu bestaunen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><a title="Link zum Buch „Stern Fotografie: Bruce Gilden“ auf amazon.de" href="http://www.amazon.de/gp/product/3652000056/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3652000056&amp;linkCode=as2&amp;tag=kwerfeldein-21" target="_blank">„Stern Fotografie: Bruce Gilden“</a>* | 18 € | 27,8 x 52,7 x 1,4 cm </strong></p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/IMG_0996.jpg" rel="lightbox[55587]"><img class="alignnone size-medium wp-image-55666" title="Bruce Gilden" alt="Bruce Gilden" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/IMG_0996-650x365.jpg" width="650" height="365" /></a></p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/IMG_0999.jpg" rel="lightbox[55587]"><img class="alignnone size-medium wp-image-55667" title="Bruce Gilden" alt="Bruce Gilden" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/IMG_0999-650x365.jpg" width="650" height="365" /></a></p>
<p>Obwohl die Art und Weise, mit der Bruce Gilden bis heute Menschen auf der Stra&#223;e fotografiert von einem Gro&#223;teil der Fotografie-Szene (inklusive Stra&#223;enfotografen) kritisch be&#228;ugt wird, bin ich bekennender Adorator (sic!) des US-Amerikaners. Das klingt pathetisch. Ist es auch. Ich liebe diesen Kerl.</p>
<p>Um mir seine Aufnahmen sch&#246;n gro&#223; zu g&#246;nnen, kaufte ich mir Ende des zur&#252;ckliegenden Jahres die 64. Ausgabe der Reihe „Stern Fotografie“. Diese deckt Gildens Portraits Krimineller, Gangster und Mafiosi ab, die ebenso schonungslos abgebildet werden wie diese ihr Leben wahrscheinlich unterhalten.</p>
<p>Gilden, Soziologe und selbst Sohn eines Kriminellen, kennt das Milieu, in dem er sich aufh&#228;lt. Und vielleicht hat er auch deshalb den Mut, diese Menschen ohne Vorwarnung direkt anzublitzen und sich in potentielle Gefahr zu bringen. Seine Bilder hingegen erkl&#228;ren die Portraitierten nicht zu Helden, sondern konfrontieren den Betrachter in aller H&#228;rte mit Narben, Eigenheiten und Gewaltbereitschaft der Szene.</p>
<p>Nahezu intim wirken die Bilder, die wie ein Ausdruck der Worte Robert Capas - <em>If your pictures aren&#8217;t good enough, you&#8217;re not close enough</em> &#8211; wirken. Und „close enough“ bin ich auch als Betrachter, denn in ihrer Gr&#246;&#223;e von knapp A3 (pro Seite!) kann ich keine sachliche Distanz aufbauen, sondern werde beinahe ins Geschehen hineingezwungen.</p>
<p>Bei Fotografien, die nur einseitig gedruckt wurden, ist die gegen&#252;berliegende Seite schwarz, was den bedr&#252;ckenden Charakter des Bandes unterst&#252;tzt. Des Weiteren wurde auf Seitenzahlen und Bildunterschriften g&#228;nzlich verzichtet und diese auf die letzten beiden Seiten des Bandes verfrachtet, um den Fotografien ihren Platz einzur&#228;umen.</p>
<p>Es sind sicher keine angenehmen Bilder, die uns Bruce Gilden in diesem Band vor Augen h&#228;lt. Aber sie erz&#228;hlen von einem Teil unserer Gesellschaft, der heute gern verdr&#228;ngt wird und h&#246;chstens bei einem Skandal kurz hochstilisiert wird. Ich m&#246;chte jedem, der sich mit dieser Realit&#228;t befassen m&#246;chte und ein wenig tolerant gegen&#252;ber Gildens Ansatz ist, empfehlen, sich diesen Bildband zuzulegen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><a title="Link zum Buch „Henri Cartier-Bresson: Meisterwerke“ auf amazon.de" href="http://www.amazon.de/gp/product/3829601492/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3829601492&amp;linkCode=as2&amp;tag=kwerfeldein-21" target="_blank">„Henri Cartier-Bresson: Meisterwerke“</a>* | 6,95 € | 18,8 x 14,4 x 1,2 cm</strong></p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/IMG_1080.jpg" rel="lightbox[55587]"><img class="alignnone size-medium wp-image-55747" title="Henri Cartier-Bresson: Meisterwerke" alt="Henri Cartier-Bresson: Meisterwerke" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/IMG_1080-650x365.jpg" width="650" height="365" /></a></p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/IMG_1083.jpg" rel="lightbox[55587]"><img class="alignnone size-full wp-image-55748" title="Henri Cartier-Bresson: Meisterwerke" alt="Henri Cartier-Bresson: Meisterwerke" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/IMG_1083.jpg" width="650" /></a></p>
<p>Der erste Bildband, den ich zur Stra&#223;enfotografie in den H&#228;nden hielt, war &#8211; so wollte es der Zufall &#8211; ein Geschenk. Damals war ich nur fl&#252;chtig mit dem Sujet vertraut und das B&#252;chlein staubte lange Zeit im Schrank vor sich hin.</p>
<p>Seitdem mir die Stra&#223;enfotografie 2010 vollst&#228;ndig den Kopf verdrehte, zupfte ich es hin und wieder aus der hintersten Buchreihe, um darin zu schm&#246;kern. Dass ich ein fotografisches Schmuckk&#228;stchen in der Hand hielt, wurde mir sofort bewusst und es scheint, als ob die Fotos mit jedem Ansehen an Attraktivit&#228;t gewinnen.</p>
<p>Auf 128 Seiten pr&#228;sentiert der Verlag Schirmer/Mosel insgesamt 52 Schwarzwei&#223;aufnahmen des Meisters Cartier-Bresson. In chronologischer Reihenfolge von 1932 bis &#8217;99. Jedoch beginnt die Reise zweimal von vorn: Einmal mit Bressons Stra&#223;enfotos und das andere Mal mit dessen Portraits. Diese Fotos sind jeweils „einseitig“ abgebildet: Die Gegenseite bleibt, wie oben zu sehen ist, stets wei&#223;.</p>
<p>Der Bildband startet mit einem zw&#246;lfseitigen, lesenswerten Essay des Stra&#223;enfotografen selbst, datiert auf 1952 und mit dem Titel &#8211; wer h&#228;tte es gedacht &#8211; <em>„Der entscheidende Augenblick“</em>. Am Ende des B&#252;chleins schlie&#223;t die Klammer eine kurzbiographische &#220;bersicht.</p>
<p>Bresson war seinerzeit &#252;berzeugt davon, dass Fotografen seines Genres Technik soweit wie m&#246;glich au&#223;en vor lassen und die zu Fotografierenden nicht damit bel&#228;stigen sollten. Bressons Begeisterung f&#252;r nat&#252;rliches Licht und Authentizit&#228;t schl&#228;gt sich &#8211; meiner Meinung nach &#8211; in s&#228;mtlichen Stra&#223;enaufnahmen sowie Portraits nieder.</p>
<p>F&#252;r bislang mit Bresson Unbekannte wird es eine &#220;berraschung sein, dass der Mitbegr&#252;nder von Magnum Photos auch Ikonen seiner Zeit ablichtete. So findet der geneigte Bewunderer unter den abgebildeten Aufnahmen des Bandes eing&#228;ngige Portraits von Monroe, Sartre, Picasso und vielen anderen.</p>
<p>Auch, wenn ich vor Jahren nicht so recht wusste, was nun mit diesem B&#228;ndchen anzustellen sei, ist es mir heute doch sehr ans Herz gewachsen. Einziger Wermutstropfen: Der Preis von 6,95 € ist unschlagbar, jedoch hat sich der g&#252;nstige Einband mit der Zeit recht schnell gel&#246;st.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><a title="Link zum Buch „Saul Leiter (Photofile)“ auf amazon.de" href="http://www.amazon.de/gp/product/0500410976/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=0500410976&amp;linkCode=as2&amp;tag=kwerfeldein-21" target="_blank">„Saul Leiter (Photofile)“</a></strong>* | 12,55 € | 12,3 x 19 x 1,3 cm</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/IMG_1087.jpg" rel="lightbox[55587]"><img class="alignnone size-medium wp-image-55943" title="Saul Leiter " alt="Saul Leiter " src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/IMG_1087-650x365.jpg" width="650" height="365" /></a></p>
<p><a href=" http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/IMG_1089.jpg" rel="lightbox[55587]"><img class="alignnone size-medium wp-image-55944" title="Saul Leiter " alt="Saul Leiter " src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/IMG_1089-650x365.jpg" width="650" height="365" /></a></p>
<p>Die Fotografien von Saul Leiter entdeckte ich, als J&#252;rgen B&#252;rgin hier bei uns im Magazin eine <a title="Link zur Buchrezension" href="http://kwerfeldein.de/2012/07/07/buchrezension-saul-leiter-retrospektive/">Buchrezension</a> &#252;ber den K&#252;nstler publizierte. Diese Bilder wirkten einige Zeit nach, sodass ich mir ein paar Wochen sp&#228;ter den hier vorgestellten Bildband zulegte. Ich traute mich noch nicht, die Retrospektive zu kaufen, denn ich war mir nicht sicher, ob ich mich in diese Fotos tats&#228;chlich verlieben k&#246;nnte. Eines Besseren belehrt, das wurde ich.</p>
<p>Heute z&#228;hlt dieser Bildband zu meinen liebsten &#252;berhaupt. Leiters Art, zu fotografieren hat mich gepr&#228;gt und das vor allem deshalb, weil sie mich tief ber&#252;hrt und eigentlich nicht mehr so ganz in Ruhe gelassen hat.</p>
<p>Das Buch „Saul Leiter“ ist Bestandteil der derzeit 24-teiligen <a title="Link zur Photofile-Reihe " href="http://www.thamesandhudson.com/series25.html" target="_blank">Photofile-Reihe</a> von Thames &amp; Hudson, die sich damit schm&#252;ckt, Fotos der weltbesten Fotografen in guter Qualit&#228;t f&#252;r jedermann zu produzieren. Denn nicht selten kosten solche Schm&#246;cker mehr als der Studentengeldbeutel erlaubt. Somit ist die Photofile-Reihe ein wahres Vergn&#252;gen f&#252;r jeden Interessierten.</p>
<p>Doch zur&#252;ck zum Bildband. 144 Seiten umfassen eine Reihe von insgesamt 64 Fotos. Auf der Coverinnenseite steht, dass 38 davon in Farbe sind, nachgez&#228;hlt habe ich nicht. Aber vom Gef&#252;hl her scheinen es bei jedem Mal mehr zu werden; wahrscheinlich deshalb, weil die Farbfotos etwas ganz Besonderes sind.</p>
<p>Der heute 89-j&#228;hrige Saul Leiter zog 1946 nach New York, um Maler zu werden. Dieser Absicht folgte er auch, jedoch begann er bald, die Kamera als verl&#228;ngerten Arm zu nutzen und fotografierte &#8211; zur Nachkriegszeit unter K&#252;nstlern verp&#246;nt &#8211; auch auf Farbfilm.</p>
<p>Leiter selbst hatte nicht das geringste Interesse daran, sich selbst als Meister der Stra&#223;enfotografie darzustellen, denn er verstand sich nach wie vor als Maler. Dies ist auch der Grund daf&#252;r, dass die Entdeckung seiner au&#223;ergew&#246;hnlichen Bilder noch recht jung ist und dieser Mensch &#252;ber 40 Jahre lang ohne Rampenlicht auskam. Dies sah er als ein gro&#223;es Previleg an, wie J&#252;rgen B&#252;rgin <a title="Link zur Buchrezension zu Saul Leiter von J&#252;rgen B&#252;rgin auf kwerfeldein" href="http://kwerfeldein.de/2012/07/07/buchrezension-saul-leiter-retrospektive/">berichtete</a>.</p>
<p>Seine ungew&#246;hnliche Art, zu fotografieren wurde nicht minder von seinem Hang zur Malerei und der Freundschaft zu abstrakten Expressionisten, die er in New York kennenlernte, beeinflusst. Wenn ich mir seine Bilder anschaue, dann wundere ich mich jedes Mal, wie Leiter eigentlich seine Motive komponiert. Er hat einen ungemein scharfen Blick f&#252;r Linien, Menschen und vor allem: Farben.</p>
<p>Leiter pr&#228;ferierte, durch vereiste oder von Kondenswasser beschlagene Scheiben zu fotografieren und mit Spiegelungen den Betrachter zu verwirren. Jedoch sind die Bilder stets so gehalten, dass sie nicht zu sehr abstrahieren, sondern &#8211; zumindest mir &#8211; stets der Kontext klar bleibt. Au&#223;erdem sind im Zentrum seiner Bilder: Menschen im urbanen Kontext.</p>
<p>Desweiteren gefallen mir Leiters Bilder deshalb, weil er sich st&#228;ndig einen feuchten Kehricht um Fotoregeln scherte und recht h&#228;ufig Menschen im Bild frech an irgendwelchen Stellen abschnitt. Bestes Beispiel: „Red Umbrella“. Ein Mensch mit rotem Schirm steht an einer zugeschneiten Stra&#223;e, die sich in einer Rechtskurve um den Menschen schl&#228;ngelt. Die Person und der Schirm sind jedoch nur angerissen, gut zwei Drittel des Menschen lie&#223; Leiter einfach weg. Und: L&#228;sst mich als Betrachter nach mehr sehnen.</p>
<p>Solche Spielereien sorgen daf&#252;r, dass ich diese Bilder nicht vergessen kann. Denn &#8211; zwar nicht immer, aber oft &#8211; widersetzen sie sich meinen Sehgewohnheiten und verhaken sich tief im Langzeitged&#228;chtnis.</p>
<p>Im Buch werden die Fotos (meist) einseitig gedruckt, auf den Gegenseiten finden sich Titel und Jahr der Aufnahme. Das B&#252;chlein beginnt mit einem erweiterten und wunderbar zu lesenden Essay des Historikers und Fotografen Max Kozloff.</p>
<p>Ich darf sagen, dass ich kein Buch so oft studiert habe wie dieses. Gerade, weil Leiter so einmalig fotografierte, habe ich bis heute nicht die geringste Langeweile beim Betrachten seiner Werke empfunden. Letzte Woche habe ich mir &#252;brigens die Retrospektive bestellt. Jetzt bin ich mir sicher: In Leiters Fotografien habe ich mich verliebt.</p>
<p><span style="color: #888888;">* Dies ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Du dar&#252;ber etwas bestellst, bekommen wir einen kleine Provision, Du bezahlst aber keinen Cent mehr.</span></p>
<p></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Cinebook Fotob&#252;cher: Ein Testbericht</title>
		<link>http://kwerfeldein.de/2013/03/12/cinebook-fotobucher-ein-testbericht/</link>
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		<pubDate>Tue, 12 Mar 2013 06:39:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Holger Lückerath</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[buch]]></category>
		<category><![CDATA[Cinebook]]></category>
		<category><![CDATA[fotobuch]]></category>
		<category><![CDATA[Leporello-Bindung]]></category>
		<category><![CDATA[test]]></category>
		<category><![CDATA[Testbericht]]></category>

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		<description><![CDATA[Jedes Buch wird in einem edlen, schwarzen Geschenkkarton geliefert. Darin schlummert das gute St&#252;ck in einer exakten Schaumstoffaussparung. An der Seite ragt ein kleiner Filmstreifen heraus, mit dem man das Buch hervor holen kann. Ich hatte die Option Softskin Cover gef&#228;hlt. Diese f&#252;hlt sich nicht nur toll an, sondern gibt dem Cover auch einen edlen, matten Glanz. Die Fotos werden auf echtem 0,16 mm dickem Fuji Crystal Echtfotopapier ausbelichtet. Im Endeffekt sind die Seiten dann inklusive Kleber 0,34 mm dick. Toll. Die Bindung ist eine spezielle Leporello-Bindung, durch die die st&#246;rende Mittelfalz praktisch nicht mehr vorhanden ist. Sehr sch&#246;n, wenn man Fotos &#252;ber beide Seiten platziert hat.<p></p>
]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vielleicht seid Ihr ja auch schon einmal auf den relativ neuen Service <a href="http://www.cinebook-fotobuch.de" target="_blank">Cinebook</a> aufmerksam geworden. Ich glaube, es war bisher eine der wenigen Facebook-Werbungen, auf die ich geklickt hatte. Nach dem Klick landete ich auf einer ziemlich schick und &#252;bersichtlich gemachten Seite.</strong></p>
<p>Als dann pl&#246;tzlich ein kleines Chatfenster aufploppte, in dem ich begr&#252;&#223;t und gefragt wurde, ob man mir helfen k&#246;nne, war meine Begeisterung erst einmal fl&#246;ten. So etwas wirkt auf mich immer etwas &#8211; nun ja &#8211; merkw&#252;rdig. Aber &#8230;</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/0f.jpg" rel="lightbox[55003]"><img class="alignnone size-full wp-image-55005" title="0f" alt="0f" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/0f.jpg" width="1227" height="720" /></a></p>
<p>&#8230; nachdem sich herausstellte, dass am anderen Ende wirklich ein freundlicher Mensch sitzt, der meine Fragen beantwortet, scheute ich mich nicht zu fragen, ob ich den Service f&#252;r kwerfeldein testen d&#252;rfte. Zwei Minuten sp&#228;ter hatte ich einen Gutscheincode in meinem Postfach. Ich habe selten so eine nette und unkomplizierte Kommunikation mit einem Unternehmen gef&#252;hrt. Allein daf&#252;r gibt es schon einmal Pluspunkte.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/0e.jpg" rel="lightbox[55003]"><img class="alignnone size-full wp-image-55004" title="0e" alt="0e" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/0e.jpg" width="1221" height="742" /></a></p>
<p>Und so kann ich Euch heute das Ergebnis meines Tests vorstellen. So viel sei vorweg verraten: Der erste positive Eindruck hat mich nicht get&#228;uscht. Das Endergebnis &#8211; und das ist es ja, was z&#228;hlt &#8211; ist &#252;ber jeden Zweifel erhaben.</p>
<p>~Das einzige Manko, das ich feststellen konnte, war die Software, mit der man die B&#252;cher erstellt. Adobe-Air-Applikationen sind generell nicht mein Fall. Ich wei&#223; zwar nicht, wie sich solche Software auf aktuellen Windows-Systemen anf&#252;hlt, aber auf meinem (zugegebenerma&#223;en in die Jahre gekommenen) Mac f&#252;hlt es sich immer so an, als w&#228;re mein Kopf schon drei Schritte weiter als die Software. Laaa-haaam. Und das nervt ein wenig.</p>
<p>Neben der Langsamkeit st&#246;rt das etwas fummelige genaue Ausrichten von Fotos. Auch die Formatierung der Schrift ist nicht gerade optimal gel&#246;st. An dieser Stelle muss aber unbedingt erw&#228;hnt werden, dass man auch PDFs und InDesign-Dateien beim Bestellprozess hochladen kann. Das macht die Sache mit Sicherheit wesentlich komfortabler und vor allem individueller. Um diesen Test aber „massenkompatibler“ zu machen, hatte ich mich entschlossen, die Cinebook-L&#246;sung zu nutzen.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/0g.jpg" rel="lightbox[55003]"><img class="alignnone size-full wp-image-55006" title="0g" alt="0g" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/0g.jpg" width="1280" height="800" /></a></p>
<p>Das Programm an sich lehnt sich optisch an Lightroom an und erkl&#228;rt sich eigentlich von selbst. Nachdem man sich f&#252;r ein Format entschieden hat, kommt man direkt zum Editor. Links ist ein Dateibrowser, darunter sieht man die im oben ausgew&#228;hlten Ordner vorhandenen Fotos.</p>
<p>Diese kann man wie &#252;blich automatisch oder manuell platzieren. Daf&#252;r gibt es jede Menge verschiedene Seiten-Vorlagen, die rechts am Fenster hinter einem kleinen Symbol versteckt sind. Diese lassen sich aber auch noch editieren.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/0i.jpg" rel="lightbox[55003]"><img class="alignnone size-full wp-image-55008" title="0i" alt="0i" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/0i.jpg" width="1280" height="800" /></a></p>
<p>Das ist alles nichts Weltbewegendes und ich setze an dieser Stelle einfach voraus, dass der geneigte Leser bereits Erfahrungen mit solchen Programmen gesammelt hat.</p>
<p>Einen Tag nach der Bestellung des Buchs flatterte schon die Best&#228;tigung in mein Postfach: Mein Buch w&#228;re fertig f&#252;r den Versand. Einen weiteren Tag sp&#228;ter wurde das Buch auch schon geliefert. Das nenne ich mal schnell! Ein wenig aufgeregt nestelte ich nerv&#246;s am Karton und riss selbigen, &#228;hnlich wie ein Kind seine Weihnachtsgeschenke &#246;ffnet, einfach auf.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/cinebook-1.jpg" rel="lightbox[55003]"><img class="alignnone size-full wp-image-55010" title="SONY DSC" alt="SONY DSC" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/cinebook-1.jpg" width="960" height="640" /></a></p>
<p>Jedes Buch wird in einem edlen, schwarzen Geschenkkarton geliefert. Darin schlummert das gute St&#252;ck in einer exakten Schaumstoffaussparung. An der Seite ragt ein kleiner Filmstreifen heraus, mit dem man das Buch hervorholen kann. Ich hatte die Option Softskin Cover gew&#228;hlt. Das f&#252;hlt sich nicht nur toll an, sondern gibt dem Cover auch einen edlen, matten Glanz.</p>
<p>Die Fotos werden auf echtem, 0,16 mm dickem Fuji Crystal Echtfotopapier ausbelichtet. Im Endeffekt sind die Seiten dann inklusive Kleber 0,34 mm dick. Toll. Die Bindung ist eine spezielle Leporello-Bindung, durch die der sonst oft st&#246;rende Mittelfalz praktisch nicht mehr vorhanden ist. Sehr sch&#246;n, wenn man Fotos &#252;ber beide Seiten platziert hat.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/cinebook-4.jpg" rel="lightbox[55003]"><img class="alignnone size-full wp-image-55013" title="SONY DSC" alt="SONY DSC" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/cinebook-4.jpg" width="960" height="640" /></a></p>
<p>Cinebook beschreibt das so:</p>
<blockquote><p>Um das Beste erreichen zu k&#246;nnen, stellen wir einen kompromisslos hohen Anspruch an unsere Premium-Fotobuch-Qualit&#228;t. Deine Bilder verdienen die h&#246;chste Brillanz, Farbechtheit und Langlebigkeit. Cinebooks werden deswegen, anders als gedruckte Fotob&#252;cher, auf echtem Fotopapier ausbelichtet. Da das ohne st&#246;renden Falz m&#246;glich ist, kannst Du Deine Bilder in der gesamten Breite des Buches zeigen. Panorama-Feeling pur.</p>
<p>F&#252;r uns h&#246;rt es aber bei der Ausbelichtung nicht auf. Zu einem Premium-Fotobuch-Erlebnis geh&#246;rt ebenso die Haptik. &#220;berzeugen die einzelnen Seiten durch die seidenmatte Oberfl&#228;che des echten Fotopapiers und sein charakteristisches Relief, wartet das Hardcover deines Cinebooks mit edler Softskin-Oberfl&#228;che auf.</p>
<p>Und das Beste: Fotob&#252;cher von Cinebook werden stets in einer hochwertigen Geschenk-Box geliefert. So bleibt Dein Cinebook immer gut gesch&#252;tzt, die Qualit&#228;t erhalten und jedes &#214;ffnen wird zu einem besonderen Erlebnis.</p></blockquote>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/cinebook-2.jpg" rel="lightbox[55003]"><img class="alignnone size-full wp-image-55011" title="SONY DSC" alt="SONY DSC" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/cinebook-2.jpg" width="960" height="477" /></a></p>
<p>Es ist wirklich eine wahre Freude, das Buch zu betrachten und durchzubl&#228;ttern. Allein die Dicke des gew&#228;hlten Papiers vermittelt eine sehr hohe Qualit&#228;t. Aber all das hat nat&#252;rlich auch einen Haken: Der Spa&#223; ist leider nicht billig. Es gibt vier verschiedene Formate, die mit folgenden Preisen zu Buche schlagen:</p>
<p>Cinema: 28 x 19 cm, ab 49,95 €<br />
Lookbook: 21 x 28 cm, ab 54,95 €<br />
Close-Up: 28 x 28 cm, ab 69,95 €<br />
Widescreen: 42 x 28 cm, ab 89,95 €</p>
<p>Das sind im Vergleich zur Konkurrenz bestimmt keine Schn&#228;ppchen. Ich habe bisher aber auch kein Fotobuch in der Hand gehabt, das an diese Qualit&#228;t herangekommen w&#228;re. Lediglich Blurb w&#252;rde ich noch als &#228;hnlich gut ansehen. Da sind die Seiten aber wesentlich d&#252;nner und auch die Leporello-Bindung fehlt.</p>
<p>Wer also ein qualitativ wirklich hochwertiges Buch sucht, sollte sich &#252;berlegen, ob er nicht den einen oder anderen Euro mehr ausgeben m&#246;chte. Gerade, wenn man das Buch vielleicht zu einem speziellen Anlass verschenken m&#246;chte. Oder wenn man die tollen Fotos der eigenen Hochzeit in einem Buch verewigen m&#246;chte. Bei Cinebook lohnt es sich in jedem Fall.</p>
<p>K&#246;nnte ich Sterne vergeben, g&#228;be es 4,5 von 5 schicken, gl&#228;nzenden Sternchen. (Das halbe Sternchen Abzug wegen der etwas hakeligen Software.)</p>
<p>Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal an Cinebook f&#252;r die insgesamt schnelle und unkomplizierte Abwicklung!</p>
<p></p>
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		<item>
		<title>Buchrezension: The Silence of Dogs in Cars</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Mar 2013 07:17:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert Herrmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Tiere]]></category>
		<category><![CDATA[besprechung]]></category>
		<category><![CDATA[Crowdfunding]]></category>
		<category><![CDATA[fotobuch]]></category>
		<category><![CDATA[Hund und Mensch]]></category>
		<category><![CDATA[Kehrer Verlag]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Usborne]]></category>
		<category><![CDATA[The silence of dogs in cars]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist immer wieder erfreulich, wenn man mitbekommt, wie ein erfolgreich finanziertes Crowdfunding-Projekt auch in ein &#252;beraus ansprechendes Ergebnis umgesetzt wird. Martin Usbornes „The Silence of Dogs in Cars“ ist ein Beispiel daf&#252;r. Das 2012 im Kehrer Verlag erschienene Buch wirkt in seinem gut h&#228;lftig mit grauem Stoff bespannten Hardcover klassisch sch&#246;n. Wie es der [...]<p></p>
]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es ist immer wieder erfreulich, wenn man mitbekommt, wie ein <a href="http://www.kickstarter.com/projects/1293604819/dogs-in-cars-a-photography-book?ref=live" target="_blank">erfolgreich finanziertes Crowdfunding-Projekt</a> auch in ein &#252;beraus ansprechendes Ergebnis umgesetzt wird.</strong></p>
<p>Martin Usbornes „The Silence of Dogs in Cars“ ist ein Beispiel daf&#252;r. Das 2012 im Kehrer Verlag erschienene Buch wirkt in seinem gut h&#228;lftig mit grauem Stoff bespannten Hardcover klassisch sch&#246;n.</p>
<p>Wie es der Titel des Buches bereits verr&#228;t, sind die Hauptdarsteller Hunde, genauer gesagt in Autos allein gelassene Hunde. Durchweg im Dunkeln und in der D&#228;mmerung aufgenommen, haftet den Bildern eine traumgleiche, etwas bange Stimmung an.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/dogs-in-cars-1.jpg" rel="lightbox[55167]"><img title="The silence of dogs in cars | © Martin Usborne"  src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/dogs-in-cars-1-650x325.jpg" alt="The silence of dogs in cars | © Martin Usborne" width="650" height="325" class="alignnone size-medium wp-image-55273" /></a></p>
<p>Zuerst, so Usborne, habe er auf Parkpl&#228;tzen vor Superm&#228;rkten nach eingeschlossenen Hunden Ausschau gehalten. Als diese Herangehensweise jedoch keine Fr&#252;chte trug, verabschiedete er sich schnell von dem dokumentarischen Anspruch an die Arbeit. </p>
<p>Um die Bilder zu bekommen, die er suchte, beschloss der Fotograf, die Szenen zu arrangieren und speziell auszuleuchten. Daher der zuweilen filmische Charakter der Bilder, die vielleicht entfernt auch an die Szenen eines Gregory Crewdson erinnern.</p>
<p>Martin Usborne sagt selbst, die Frage, die er sich nach einem Foto immer stelle, sei nicht: <em>Sieht es gut aus?</em>, sondern <em>F&#252;hlt es sich richtig an?</em></p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/dogs-in-cars-3.jpg" rel="lightbox[55167]"><img title="The silence of dogs in cars | © Martin Usborne"  src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/dogs-in-cars-3-650x325.jpg" alt="The silence of dogs in cars | © Martin Usborne" width="650" height="325" class="alignnone size-medium wp-image-55275" /></a></p>
<p>Auf bestimmte Hunderassen kann man Klischees &#252;ber ihre Besitzer projizieren. Mitunter l&#228;sst sich dem Hund selbst im besten Sinne gar so etwas wie eine Pers&#246;nlichkeit unterstellen. Die Gemeinsamkeit zu Autos besteht hierbei darin, dass auch sie sich mitunter als charakterliche Projektionsfl&#228;che eignen. </p>
<p>Das subtile Zusammenspiel dieser beiden Elemente – Hund und Auto – ist etwas, das beim Betrachten der Bilder immer wieder auff&#228;llt.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/dogs-in-cars-4.jpg" rel="lightbox[55167]"><img title="The silence of dogs in cars | © Martin Usborne"  src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/dogs-in-cars-4-650x327.jpg" alt="The silence of dogs in cars | © Martin Usborne" width="650" height="327" class="alignnone size-medium wp-image-55280" /></a></p>
<p>Wie humorvoll das zuweilen sein kann, zeigt das Bild mit Greyhound „Maus“, der seinen stromlinienf&#246;rmigen Kopf aufmerksam in Fahrtrichtung streckt.</p>
<p>Oder auch die Dalmatinerh&#252;ndin „Margaux“, die ob ihrer K&#246;rpergr&#246;&#223;e auf dem R&#252;cksitz eines Citroen 2CV etwas eingeklemmt wirkt und in ihrem Profil eine entfernte &#196;hnlichkeit zu dem des Autos erkennen l&#228;sst.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/dogs-in-cars-5.jpg" rel="lightbox[55167]"><img title="The silence of dogs in cars | © Martin Usborne"  src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/dogs-in-cars-5-650x327.jpg" alt="The silence of dogs in cars | © Martin Usborne" width="650" height="327" class="alignnone size-medium wp-image-55281" /></a></p>
<p>So sch&#246;n diese Harmonisierung zwischen Hund und Fahrzeug ist, dient sie doch blo&#223; als &#228;sthetisches Mittel f&#252;r die k&#252;nstlerische Auseinandersetzung mit einem &#252;bergeordneten Thema: Der Angst des Alleingelassenwerdens.</p>
<p>Der Fotograf thematisiert mit dieser Arbeit ein Gef&#252;hl, das ihn in sehr jungen Jahren einmal besch&#228;ftigte, auch wenn er selbst in einer sehr liebevollen Atmosph&#228;re aufgewachsen sei, so Usborne.</p>
<p>Die Angst, ausgesetzt oder verlassen zu werden, ist etwas, das f&#252;r ein von der F&#252;rsorge seiner Eltern abh&#228;ngiges Kind sehr pr&#228;sent sein kann. </p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/dogs-in-cars-2.jpg" rel="lightbox[55167]"><img title="dogs-in-cars-2"  src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/02/dogs-in-cars-2-650x325.jpg" alt="The silence of dogs in cars | © Martin Usborne" width="650" height="325" class="alignnone size-medium wp-image-55274" /></a></p>
<p>Durch die lange gemeinsame Geschichte von Mensch und Hund bis hin zu einer Form emotionaler Symbiose dienen diese Tiere seither nat&#252;rlich als optimale Projektionsfl&#228;che f&#252;r eine ganze Palette an menschlichen Gef&#252;hlsregungen.</p>
<p>Und wie gut das funktioniert, beweist einmal mehr dieses Buch.</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3868283188/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3868283188&#038;linkCode=as2&#038;tag=kwerfeldein-21">„The Silence of Dogs in Cars“</a>* ist im Kehrer Verlag erschienen, hat 120 Seiten und kostet neu 39,90 Euro.</p>
<p><span style="font-size: small; color: #888;">* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr dar&#252;ber etwas bestellt, bekommen wir eine kleine Provision, Ihr bezahlt aber keinen Cent mehr.</span></p>
<p></p>
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		<title>Rezension: Die Nacht &#8211; Junge polnische Fotografen</title>
		<link>http://kwerfeldein.de/2013/02/05/rezension-die-nacht-junge-polnische-fotografen/</link>
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		<pubDate>Tue, 05 Feb 2013 06:56:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katja Kemnitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[dienacht]]></category>
		<category><![CDATA[Fotoheft]]></category>
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		<category><![CDATA[jung]]></category>
		<category><![CDATA[junge fotografie]]></category>
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		<category><![CDATA[polen]]></category>
		<category><![CDATA[Polnische Fotografie]]></category>
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		<category><![CDATA[vorstellung]]></category>

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		<description><![CDATA[Gleich f&#252;nf verschiedene Cover hat die Sonderausgabe „Young Polish Photographers“ von dienacht. Warum sich der Herausgeber nicht f&#252;r eins entscheiden konnte, liegt wahrscheinlich am gro&#223;en Facettenreichtum der jungen polnischen Fotografie. F&#252;r die Ausgabe w&#228;hlte Calin Kruse 14 Arbeiten der polnischen nationalen Filmschule in Lodz. Ziel war es, die verschiedenen Stile und &#196;sthetiken zu zeigen und [...]<p></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Gleich f&#252;nf verschiedene Cover hat die Sonderausgabe „Young Polish Photographers“ von dienacht. Warum sich der Herausgeber nicht f&#252;r eins entscheiden konnte, liegt wahrscheinlich am gro&#223;en Facettenreichtum der jungen polnischen Fotografie.</strong></p>
<p>F&#252;r die Ausgabe w&#228;hlte Calin Kruse 14 Arbeiten der polnischen nationalen Filmschule in Lodz. Ziel war es, die verschiedenen Stile und &#196;sthetiken zu zeigen und einen &#220;berblick &#252;ber die aktuelle polnische Fotoszene zu geben.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/memory-images-von-Gosia-Fraszek.jpg" rel="lightbox[53585]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/memory-images-von-Gosia-Fraszek-650x268.jpg" alt="memory images von Gosia Fraszek" width="650" height="268" class="alignleft size-medium wp-image-53588" /></a></p>
<p>Im Magazin findet man tats&#228;chlich 14 sehr abwechslungsreiche Bilderserien. Zu jeder gibt der jeweilige Fotograf eine kurze Beschreibung, die, ebenso wie die Fotos, sehr unterschiedlich sind. Von kurzen, klaren und pr&#228;gnanten Darstellungen bis hin zu vertr&#228;umten, blumigen Worten &#252;ber die eigenen Arbeiten ist alles dabei. Jeder Text ist dreisprachig aufgef&#252;hrt auf Deutsch, Englisch und Polnisch.</p>
<p>Das Hauptaugenmerk liegt jedoch auf den Bildern, was fast schon ein wenig st&#246;rt, denn viele der Serien kommen nicht mit ein paar Worten aus, sondern wirken erst durch genauere Kenntnise der Hintergr&#252;nde richtig. Ich m&#246;chte schnell mehr &#252;ber einige Fotoserien erfahren, weshalb die Links zu den Homepages der K&#252;nstler unter jedem Text absolut sinnvoll sind.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/the-day-before-von-Anna-Orlowska.jpg" rel="lightbox[53585]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/the-day-before-von-Anna-Orlowska-650x316.jpg" alt="the day before von Anna Orlowska" width="650" height="316" class="alignleft size-medium wp-image-53590" /></a></p>
<p>Pers&#246;nlich besonders interessant fand ich die Serie „The day before“ von Anna Orlowska. Sie zeigt Bilder vor gro&#223;en Lebensereignissen und man kann die Gedanken &#252;ber die baldigen Ver&#228;nderungen f&#252;hlen. Aber auch die Portraits der Arbeiter des Elektrizit&#228;tswerkgeb&#228;udes in Bytom von Agnieszka Wrzesniak und die emotionalen Diptycha von Gosia Fraszek lassen mich nicht unber&#252;hrt.</p>
<p>Einzig die K&#246;rperlandschaften von Agnieszka Skrzypczak und die Topographien von Ewa Ciechanowska wirken im Heft mit den Ma&#223;en 15 x 18 cm nicht so richtig. Diese Arbeiten brauchen viel Platz und gro&#223;e W&#228;nde. Man hat dies wohl schon selbst bei Erstellung der Ausgabe bemerkt und sie &#252;ber zwei Seiten gedruckt. Der Buchknick durch die Bilder macht f&#252;r mich jedoch mehr kaputt, als dass die gr&#246;&#223;ere Darstellung hilft.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/map-of-the-body-von-Agnieszka-Skrzypczak.jpg" rel="lightbox[53585]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/map-of-the-body-von-Agnieszka-Skrzypczak-650x390.jpg" alt="map of the body von Agnieszka Skrzypczak" width="650" height="390" class="alignleft size-medium wp-image-53591" /></a></p>
<p>Abgesehen von dieser kleinen Kritik kann und m&#246;chte ich „Young Polish Photographers“ empfehlen, denn es gibt wirklich einen hervorragenden &#220;berblick &#252;ber die polnische Fotografie. Viele der vorgestellten K&#252;nstler werden sicher noch &#246;fter zu sehen sein, nicht zuletzt, da einige von ihnen mittlerweile bereits internationale Preise gewonnen haben.</p>
<p>Zu kaufen gibt es das Magazin f&#252;r nur 10 € im <a href="http://www.dienacht-magazine.com/2012/11/24/dienacht-special-issue-young-polish-photographers-out-now/" target="_blank">„dienacht“-Shop</a>. Es handelt sich um eine limitierte Auflage von 500 St&#252;ck. Die Cover werden per Zufallsprinzip verschickt. </p>
<p></p>
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		<title>FENSTER61</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Jan 2013 06:40:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marit Beer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[archiv]]></category>
		<category><![CDATA[ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[berlin]]></category>
		<category><![CDATA[fenster61]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Mitte]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzweiss]]></category>
		<category><![CDATA[torstraße]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist nasskalt in der Torstra&#223;e in Berlin-Mitte. Menschen dr&#228;ngeln sich an mir vorbei und ich halte Ausschau nach dem FENSTER61. Auf seiner Webseite stellt es sich als Ausstellungsort vor, dem ich nun gern einen Besuch abstatten m&#246;chte. Was ich sehe, ist ein mintgr&#252;n eingefasstes Schaufenster, an dem von innen drei quadratische Bilder nebeneinander befestigt [...]<p></p>
]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es ist nasskalt in der Torstra&#223;e in Berlin-Mitte. Menschen dr&#228;ngeln sich an mir vorbei und ich halte Ausschau nach dem <a href="http://www.fenster61.de/" target="_blank">FENSTER61</a>. Auf seiner Webseite stellt es sich als Ausstellungsort vor, dem ich nun gern einen Besuch abstatten m&#246;chte.</strong></p>
<p>Was ich sehe, ist ein mintgr&#252;n eingefasstes Schaufenster, an dem von innen drei quadratische Bilder nebeneinander befestigt sind. Wer hier vorbeikommt, meint zun&#228;chst, einen leerstehenden Laden vorzufinden, wie es fr&#252;her in dieser Gegend ganz &#252;blich war. Und um es nicht allzu trist aussehen zu lassen, wurde das Schaufenster mit gro&#223;formatigen Bildern dekoriert. Die T&#252;r zum Laden ist verschlossen.</p>
<p>Dahinter steckt allerdings System. Seit Oktober 2005 werden, wie man auf der Webpr&#228;senz lesen kann, monatlich wechselnde Ausstellungen pr&#228;sentiert. Das Wort „Ausstellung“ l&#228;sst erst einmal mehr vermuten und doch kann man den Raum hinter dem Fenster nicht betreten. Das Fenster selbst ist der Ausstellungsort. Eben ein Schaufenster.</p>
<div class="zwei" ><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/puddu2.jpg" rel="lightbox[53384]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/puddu2-650x650.jpg" alt="puddu2" width="650" height="650" class="aligncenter size-medium wp-image-53538" /></a> <a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/puddu1.jpg" rel="lightbox[53384]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/puddu1-650x650.jpg" alt="puddu1" width="650" height="650" class="aligncenter size-medium wp-image-53539" /></a></div>
<p><span style="color: #888; font-size: small;">Aus: „Briefe aus Berlin“ von Gino Puddu, 16. Januar – 12. M&#228;rz 2013</span></p>
<p>Die Arbeiten, die hier pr&#228;sentiert werden, setzen sich „mehr oder weniger stark mit Berlin auseinander“. Das Angenehme an solch einem Konzept ist: Keine &#214;ffnungszeiten, keine h&#252;bschen und kreativen Menschen an Laptops, die einen beim Betrachten der Bilder beobachten, keine gro&#223;en Kosten. </p>
<p>Die Anzahl der Bilder variiert, es ist keine feste Zahl vorgegeben &#8211; nur der Platz: 2&#215;2 Meter stehen zur Verf&#252;gung. Derzeit sieht man hier gro&#223;formatige Bilder des italienischen Fotografen Gino Puddu. Sie sind Antworten auf fiktive Fragen eines Freundes. Wenn ich ehrlich bin, nicht ganz meins und der Zugang fehlt mir, erst der <a href="http://www.fenster61.de/portfolio/gino-puddu-briefe-aus-berlin/" target="_blank">dazugeh&#246;rige Text</a> auf der Seite l&#228;sst mich da ein bisschen mehr sehen und verstehen.</p>
<p>Auf die <a href="http://www.fenster61.de/demnachst/" target="_blank">demn&#228;chst folgende Ausstellung</a> von Frank Machalowski mit dem Titel „Monster“ freue ich mich dagegen sehr. Denn im Pressetext dazu hei&#223;t es:</p>
<blockquote><p>
In Frank Machalowskis Langzeitbelichtungen aus den Jahren 2011 und 2012 werden die durch die Stra&#223;en str&#246;menden Menschen als geisterhafte Bewegungsspuren einer Masse  sichtbar, erscheinen fast bedrohlich, als gesichtsloses Monster, das sich den Weg durch die Stadt bahnt. Die Grenze zwischen dem Monstr&#246;sen und Humanen verschwindet im Nebel der Bewegung</p></blockquote>
<div class="zwei" ><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/monster-4.jpg" rel="lightbox[53384]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/monster-4-650x650.jpg" alt="monster-4" width="650" height="650" class="aligncenter size-medium wp-image-53542" /></a> <a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/monster-3.jpg" rel="lightbox[53384]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/monster-3-650x650.jpg" alt="monster-3" width="650" height="650" class="aligncenter size-medium wp-image-53543" /></a></div>
<p><span style="color: #888; font-size: small;">Aus: „Monster“ von Frank Machalowski, 13. M&#228;rz – 14. Mai 2013</span></p>
<p>Wer mehr &#252;ber die jeweilige Ausstellung wissen m&#246;chte, der besucht einfach die Webpr&#228;senz von FENSTER61. Die Seite sieht sich als Archiv, in dem die Geschichten und Bilder der Stadt gesammelt werden.</p>
<p>So ist die Seite auch Archiv einer Stadt und ihrer Menschen, in der man allerlei kleine und gro&#223;e Geschichten entdecken kann. Wie beispielsweise die des Fotografen Frank Schirrmeister, der in seiner Serie <a href="http://www.fenster61.de/portfolio/frank-schirrmeister-sonntags-in-berlin/" target="_blank">„Sonntags in Berlin“</a> Nebenschaupl&#228;tze besucht hat und dabei Parallelwelten zeigt, die dem hiesigen Berlinbesucher sicher verborgen bleiben. </p>
<p>Oder die Dokumentation des niederl&#228;ndischen Fotografen Michel Meijer, der im Februar 2003 jeden Tag ein Bild vom Kino <a href="http://www.fenster61.de/portfolio/michel-meijer-durchsfenster/" target="_blank">„Durchfenster“</a> machte. Ein Kino in Friedrichshain, das tats&#228;chlich nur durch ein Fenster betreten werden kann, von Freiweilligen betrieben wird und jeden Tag einen anderen Film zeigt.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/besideme.jpg" rel="lightbox[53384]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/01/besideme-650x212.jpg" alt="besideme" width="650" height="212" class="aligncenter size-medium wp-image-53545" /></a><br />
<span style="color: #888; font-size: small;">Aus: „Beside me“, Irinadabo, 15. Mai – 16. Juli 2013</span></p>
<p>Aber am besten ist es, Ihr begebt Euch nun selbst auf Entdeckungsreise durch das Archiv. Und wenn Ihr eine Geschichte aus Berlin auf dem Rechner oder in Negativordnern liegen habt, dann stellt dem Team von <a href="http://www.fenster61.de/kontakt/" target="_blank">FENSTER61</a> diese doch einmal vor. Vielleicht habt Ihr Gl&#252;ck und andere Berlinbesucher k&#246;nnen bald Eure Geschichten in der Torstrasse sehen.</p>
<p><span style="color: #888; font-size: small;">Ganz oben: Das FENSTER61, hier auf Fotos von Oliver Gerhartz. Danke!</span></p>
<p></p>
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		<title>Fused Minds</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Jan 2013 07:33:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marit Beer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Analog]]></category>
		<category><![CDATA[fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Fotoheft]]></category>
		<category><![CDATA[fused minds]]></category>
		<category><![CDATA[gemeinsam]]></category>
		<category><![CDATA[Künstlerkollektiv]]></category>
		<category><![CDATA[magazin]]></category>
		<category><![CDATA[mensch]]></category>
		<category><![CDATA[Zimmer117]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist kein Gleichklang in „Fused Minds“ von Zimmer117. Ich schmecke Dissonanz zwischen den Bildern und h&#246;re in Gedanken jemanden verloren auf einer Gitarre schrammeln. Es ist Nacht, das Licht des Mondes ergie&#223;t sich auf den alten Dielenfu&#223;boden, auf den ich so stolz war, als ich das Zimmer anmietete. Die Pflanzen auf dem Fenstersims haben [...]<p></p>
]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es ist kein Gleichklang in „Fused Minds“ von Zimmer117. Ich schmecke Dissonanz zwischen den Bildern und h&#246;re in Gedanken jemanden verloren auf einer Gitarre schrammeln.</strong></p>
<p>Es ist Nacht, das Licht des Mondes ergie&#223;t sich auf den alten Dielenfu&#223;boden, auf den ich so stolz war, als ich das Zimmer anmietete. Die Pflanzen auf dem Fenstersims haben ihre Bl&#228;tter verloren. Der Winter ist eingekehrt und das Heft liegt vor mir.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/12/fused_minds03.jpg" rel="lightbox[52035]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-52045" title="fused_minds03" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/12/fused_minds03-650x433.jpg" alt="" width="650" height="433" /></a></p>
<p>Es ist ein Winterheft, in dem der Schwan stolz seinen Hals verrenkt, tote Fliegen auf dem Nichts liegen, Menschen gedankenverloren in die Ferne schauen und ausgestopfte Kraniche angstvoll den Blitzen lauschen.</p>
<p>Die Bilder sind eine Ansammlung von Gedanken. Der Betrachter ist es, der sie wieder zusammensetzt. Manch einer mag nicht, zuckt mit den Schultern und geht wieder weg. Der andere schaut drauf, lauscht der Schrammelmusik, findet ein St&#252;ck von sich wieder.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/12/fused_minds0211.jpg" rel="lightbox[52035]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-52046" title="fused_minds021" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/12/fused_minds0211-650x433.jpg" alt="" width="650" height="433" /></a></p>
<p>Das Heft ist Berlin. Es wirkt genauso zerst&#252;ckelt und wieder zusammengesetzt wie diese Stadt, in der die Einsamen sich treffen und zusammen auf die Party gehen. Wo dann pailettenbenetztes Licht behaarte K&#246;rper schm&#252;ckt und im Morgengrauen ein Vogelschwarm zerst&#228;ubt.</p>
<p>Die Bilder sind wie diese Filme, die keiner versteht und doch ein jeder kennt und drauf schaut &#8211; poetisch, direkt, plakativ, verst&#246;rend und seltsam. Eine Linie, der man folgen kann, zu finden ist schwer. Und doch stolpert man von Bild zu Bild und ist irgendwie ber&#252;hrt und wei&#223; nicht wieso.</p>
<p>~</p>
<p>Fused Minds ist ein Gemeinschaftsprojekt von Zimmer 117. Nach einer l&#228;ngeren Pause hat die gesamte Gruppe, bestehend aus Christian Conrad, Lars Kiss, Marina Jerkovic, Daniel Harders, Susann Probst und Yannic Schon, endlich einmal wieder ein neues Fotoheft zusammengestellt.</p>
<p><em>Bestellen kannst Du das auf 180 Exemplare limitierte Heft &#252;ber <a href="http://www.zimmer117.de/category/news/" target="_blank">Zimmer117</a> f&#252;r 14 € + Porto.</em></p>
<p></p>
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		<item>
		<title>„Identical“ von Martin Schoeller</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Dec 2012 06:52:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katja Kemnitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Portrait]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[buch]]></category>
		<category><![CDATA[Dokumentation]]></category>
		<category><![CDATA[identical]]></category>
		<category><![CDATA[martin schoeller]]></category>
		<category><![CDATA[mehrlinge]]></category>
		<category><![CDATA[portrait]]></category>
		<category><![CDATA[sauber]]></category>
		<category><![CDATA[zwillinge]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Fotos von Martin Schoeller wirken wie Suchbilder. Ich beginne automatisch, sie zu vergleichen, die &#252;blichen „zehn Fehler“ zu suchen. Finden werde ich sie nicht, denn hinter den Bildern steckt etwas ganz anderes. Er fotografierte f&#252;r sein neues Buch „Identical“ eineiige Mehrlinge. Dabei nutzte er seinen Close-up-Stil, den er bereits im Fotobuch „Close Up“ verwendete. [...]<p></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Fotos von Martin Schoeller wirken wie Suchbilder. Ich beginne automatisch, sie zu vergleichen, die &#252;blichen „zehn Fehler“ zu suchen. Finden werde ich sie nicht, denn hinter den Bildern steckt etwas ganz anderes. Er fotografierte f&#252;r sein neues Buch „Identical“ eineiige Mehrlinge.</strong></p>
<p>Dabei nutzte er seinen Close-up-Stil, den er bereits im Fotobuch „Close Up“ verwendete. Weiches Neonlicht statt eines Kamerablitzes erhellt die Gesichter. Die Augenh&#246;he ist dabei immer die gleiche, wodurch die einfachen Portraits richtige Gesichterstudien werden, die gerade bei eineiigen Zwillingspaaren und Mehrlingen unglaublich faszinierend wirken.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/10/©-IDENTICAL-Portraits-of-Twins-by-Martin-Schoeller-Marilyn-Elder-and-Carolyn-Bridges-published-by-teNeues-www.teneues.com_.-Photo-©-2012-Martin-Schoeller.-All-rights-reserved..jpg" rel="lightbox[47907]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/10/©-IDENTICAL-Portraits-of-Twins-by-Martin-Schoeller-Marilyn-Elder-and-Carolyn-Bridges-published-by-teNeues-www.teneues.com_.-Photo-©-2012-Martin-Schoeller.-All-rights-reserved.-650x399.jpg" alt="" title="© IDENTICAL - Portraits of Twins by Martin Schoeller, Marilyn Elder and Carolyn Bridges, published by teNeues, www.teneues.com. Photo © 2012 Martin Schoeller. All rights reserved." width="650" height="399" class="alignnone size-medium wp-image-48004" /></a><br />
<font size="2" color="#666666">© IDENTICAL &#8211; Portraits of Twins by Martin Schoeller, Marilyn Elder and Carolyn Bridges, published by teNeues, www.teneues.com. Photo © 2012 Martin Schoeller. All rights reserved. </font></p>
<p>Beim Ansehen der Gesichter frage ich mich, welchen Einfluss Umweltfaktoren auf unser Aussehen haben. Die kleinen Unterschiede, trotz der identischen DNA, fallen ins Auge. Ich w&#252;nsche mir eine genaue Angabe &#252;ber Ern&#228;hrungsgewohnheiten und Lebensgeschichten unter jedem Zwillingsportait. Durch diese Gedanken treten die technisch perfekten Fotografien von Schoeller in den Hintergrund. </p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/10/©-IDENTICAL-Portraits-of-Twins-by-Martin-Schoeller-Chantelle-and-Danielle-Dwomoh-Piper-published-by-teNeues-www.teneues.com_.-Photo-©-2012-Martin-Schoeller.-All-rights-reserved..jpg" rel="lightbox[47907]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/10/©-IDENTICAL-Portraits-of-Twins-by-Martin-Schoeller-Chantelle-and-Danielle-Dwomoh-Piper-published-by-teNeues-www.teneues.com_.-Photo-©-2012-Martin-Schoeller.-All-rights-reserved.-650x399.jpg" alt="" title="© IDENTICAL - Portraits of Twins by Martin Schoeller, Chantelle and Danielle Dwomoh-Piper, published by teNeues, www.teneues.com. Photo © 2012 Martin Schoeller. All rights reserved." width="650" height="399" class="alignnone size-medium wp-image-48008" /></a><br />
<font size="2" color="#666666">© IDENTICAL &#8211; Portraits of Twins by Martin Schoeller, Chantelle and Danielle Dwomoh-Piper, published by teNeues, www.teneues.com. Photo © 2012 Martin Schoeller. All rights reserved. </font></p>
<p>Seine Modelle fand Schoeller beim j&#228;hrlichen „Twins Days Festival“ in Twinsburg, Ohio.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/10/identical-cover.jpg" rel="lightbox[47907]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/10/identical-cover-339x400.jpg" alt="" title="Identical Cover" width="250" class="alignleft size-thumbnail wp-image-48012" /></a></p>
<p>Martin Schoeller wurde 1968 in Frankfurt am Main geboren. Nach seiner Ausbildung beim Lette-Verein Berlin arbeitete er als Assistent von Annie Leibovitz. Heute lebt und arbeitet er in den USA.</p>
<p>Das Buch „Identical &#8211; Portraits of Twins“ erschien im Verlag teNeues. Auf 132 Seiten finden sich 110 Fotografien (51 Portraitpaare). Der Hardcoverband kostet 59,90 € und ist zum Beispiel <a href="http://www.amazon.de/Identical-Portraits-Twins-Martin-Schoeller/dp/3832796649/ref=sr_1_6?ie=UTF8&#038;qid=1351000324&#038;sr=8-6" target="_blank">&#252;ber Amazon</a> erh&#228;ltlich.</p>
<p></p>
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		<title>Buchrezension: Wald</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Nov 2012 07:03:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert Herrmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[besprechung]]></category>
		<category><![CDATA[fotobuch]]></category>
		<category><![CDATA[Hatje Cantz]]></category>
		<category><![CDATA[MIchael Lange]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Tag neigt sich seinem Ende zu. Der Herbst auch. Zwischen den hohen St&#228;mmen ist es zwielichtig. Kalter Regen tropft ins Unterholz. Nicht eine Spur von auch nur einer Menschenseele. Wie stark ist der Wald als mythischer Ort in unserer Kultur verankert? Kann man ihm die Bedeutung, die er einmal hatte, heute eigentlich noch beimessen? [...]<p></p>
]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Tag neigt sich seinem Ende zu. Der Herbst auch. Zwischen den hohen St&#228;mmen ist es zwielichtig. Kalter Regen tropft ins Unterholz. Nicht eine Spur von auch nur einer Menschenseele.</strong></p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/11/Rezension-Wald-1.jpg" rel="lightbox[48618]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/11/Rezension-Wald-1.jpg" alt="" title="Wald | © Michael Lange" width="960" height="480" class="alignnone size-full wp-image-48913" /></a></p>
<p>Wie stark ist der Wald als mythischer Ort in unserer Kultur verankert? Kann man ihm die Bedeutung, die er einmal hatte, heute eigentlich noch beimessen?</p>
<p>Dies sind Fragen, die man sich stellen kann, wenn man sich die j&#252;ngste Arbeit des Fotografen Michael Lange anschaut. </p>
<p>Jedoch stellt man ziemlich schnell fest, dass er uns eigentlich nichts sagen oder zeigen will, der Wald. Er ist halt einfach da. </p>
<p>Und im besten Sinne ehrlich lakonisch sind Langes Fotografien von ihm. Doch es steckt auch noch etwas mehr in ihnen. Eine Art Meditation vielleicht.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/11/Rezension-Wald-3.jpg" rel="lightbox[48618]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/11/Rezension-Wald-3.jpg" alt="" title="Wald | © Michael Lange" width="960" height="480" class="alignnone size-full wp-image-48912" /></a></p>
<p>Wie der Fotograf k&#252;rzlich selbst in einem K&#252;nstlergespr&#228;ch mit dem Bildwissenschaftler Prof. Dr. Christoph Schaden erz&#228;hlte, habe er die Serie vor einiger Zeit als ganz pers&#246;nliches Projekt begonnen. </p>
<p>Ein Jahr lang habe er niemandem von seinem Projekt erz&#228;hlt, um das Thema ganz in Ruhe und nur mit sich selbst allein zu entwickeln. </p>
<p>Er lege Wert darauf, dass der Betrachter die Bilder nicht als dokumentarische Arbeit missverstehe. Es seien „einfach meine Bilder vom Wald“, so Lange.</p>
<p>Aufger&#228;umt wirken die Bilder und zugleich ungestellt. Ihre visuelle Struktur enth&#228;lt eine kompromisslose Nat&#252;rlichkeit ohne k&#252;nstliche Br&#252;che. </p>
<p>Die Art, wie sich in ihnen allein durch das subtile Wechselspiel von hellen und schattigen Partien r&#228;umliche Tiefe abzeichnet, zeugt von einer hohen &#228;sthetischen Intelligenz.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/11/Rezension-Wald-2.jpg" rel="lightbox[48618]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/11/Rezension-Wald-2.jpg" alt="" title="Wald | © Michael Lange" width="960" height="480" class="alignnone size-full wp-image-48914" /></a></p>
<p>Viel Detail steckt in Langes Waldbildern. Ein Reichtum, den der Fotograf durch die Verwendung eines digitalen Mittelformatsensors an einer Fachkamera erzielte. </p>
<p>Eine subtile Bewegungsunsch&#228;rfe zeichnet sich ab, dort wo der Wind die &#196;ste kitzelt. Sie gibt Aufschluss dar&#252;ber, dass Lange jedes der Bilder einige Sekunden belichten musste, um der D&#228;mmerung Zeichnung abzugewinnen. </p>
<p>In den W&#228;ldern von Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hessen und Rheinland-Pfalz fotografierte er, doch ist der eigentliche Ort irrelevant. Die Bilder beschreiben mit einer den Ort ignorierenden Selbstverst&#228;ndlichkeit das Ph&#228;nomen Wald als einen Aspekt, in dem sich die Natur abbildet.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/11/Rezension-Wald-4.jpg" rel="lightbox[48618]"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/11/Rezension-Wald-4.jpg" alt="" title="Wald | © Michael Lange" width="960" height="480" class="alignnone size-full wp-image-48915" /></a></p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3775733558/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3775733558&#038;linkCode=as2&#038;tag=kwerfeldein-21">„Wald“</a>* ist im Hatje-Cantz-Verlag erschienen, umfasst 72 Seiten und kostet neu 45 EUR.</p>
<p>Begleitend zum Buch ist auch die Ausstellung <a href="http://www.alfred-ehrhardt-stiftung.de/index.php?aktuelle-ausstellungen" target="_blank">„Wald. Landschaften der Erinnerung“</a> sehenswert. Noch bis zum 23. Dezember werden Michael Langes gro&#223;formatige Bilder im Rahmen des Europ&#228;ischen Monats der Fotografie in der Niederlassung der Alfred-Ehrhardt-Stiftung in Berlin gezeigt.</p>
<p></p>
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