Ausblick

Schön, dass Du den Weg zur Ansicht der Ausblick-Fotos gefunden hast! Unsere Redaktion sucht jeden Tag ein Foto aus, das jeweils auf der Startseite und in einem eigenen Artikel präsentiert wird. Wenn Du auch ein Foto einreichen möchtest, kannst Du das über die dazugehörige Flickr-Gruppe tun. Dort findest Du beim Beitreten auch alle notwendigen Informationen und Vorgaben. Viel Erfolg!

10. Januar 2015

Foto: Christian Richter


Ein beruhigendes Bild. Ein Leuchturm am Ende des Weges.

Fotolinks des Tages

1. Vom Nichtvorhandensein eines Bild-Elementes

Erez Marom stellt Lesern von dpReview die Frage, ob der seit Ewigkeiten gepriesene Vordergrund in der Landschaftsfotografie immer im Bild sein muss, oder nicht. Zwar gibt er zu, dass die Zusammenwirkung von Vorder- und Hintergrund ein Plus für die Bildkomposition sein kann, jedoch zeigt er anhand von zwei Aufnahmen, dass es auch ohne geht. Des Weiteren hat er eine eigene Wortkreation für dieses Phänomen erschaffen: Den unforeground (Nichtvordergrund). → ansehen

2. Autochrome Memoiren einer Schlacht

Farbe und Schwarzweiß wirken, wie alle wissen, sehr unterschiedlich. Dies macht sich vor allem dann bemerkbar, wenn von Ereignissen lange Zeit nur monochrome Aufnahmen existieren und auf einmal ein paar Farbfotos gefunden werden. Diese machen, wie man so schön sagt, den Rückblick „viel lebendiger“. Zeit Online macht das am Beispiel des Ersten Weltkrieges deutlich, von dem seit letztem Jahr auch Autochrom-Fotografien zugänglich sind, die von einer kleinen Fotografen-Gruppe gemacht wurden. → ansehen

+ Von den Farbaufnahmen des Ersten Weltkrieges ist im Taschen-Verlag ein mächtiger, 383-seitiger Bildband* erschienen.

3. Neue Sichtweisen auf eine gebrochene Stadt

Luftaufnahmen von Landschaften und Städten sind (eigentlich) nichts Neues. Dennoch zeigen sie immer wieder Feinheiten, die vom Boden aus wenig oder überhaupt nicht zu erkennen sind. Das trifft auch in der Stadt Detroit zu, die für ihren Zerfall allseits bekannt ist. Der Pilot und Fotograf Alex S. MacLean hat sich zur Aufgabe gemacht, dies deutlich zu machen. Beim Betrachten der Bilder ist es unserer Meinung nach wichtig, nicht darauf zu achten, wie „toll“ die Bilder äußerlich sind, sondern insbesondere darauf, was sie inhaltlich zeigen. → ansehen

* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr darüber etwas bestellt, erhält kwerfeldein eine kleine Provision, Ihr zahlt aber keinen Cent mehr.

9. Januar 2015

Foto: Kent MacDonald


Ein Mann steht im Nebel. Nicht mehr, nicht weniger.

Fotolinks des Tages

1. Ein Fotoarchiv sucht ein Zuhause

Günter Zint ist hat lange für Spiegel und Stern fotografiert und das Leben in Hamburg festgehalten. Nun macht er sich nicht nur Sorgen um seinen eigenen fotografischen Nachlass, denn er hat im Laufe seines Lebens auch andere Archive gekauft und gerettet. Insgesamt besitzt er 17 Nachlässe von Kollegen, die ebenfalls in Hamburg fotografierten. Doch die Stadt Hamburg hat offenbar kein Interesse oder keine Möglichkeiten sich dem Schatz anzunehmen und so geht ein Teil an die Deutsche Fotothek in Dresden und das Zeitgeschichtliche Forum in Leipzig. Hamburger müssen also bald nach Sachsen, um ihre eigene Geschichte anzusehen. → ansehen

2. Säulen der Schöpfung

6.500 Lichtjahre von der Erde entfernt liegt der Adlernebel mit seinen „Säulen der Schöpfung“. Sie wurden bereits 1995 berühmt durch eine Aufnahme des Weltraumteleskopes Hubble. Dank einer 2009 installierten Wide Field Camera 3 gibt es nun ein noch detaillierteres Bild dieses Sternentstehungsgebietes. Zudem haben Astronomen eine zusätzliche Ansicht erstellt, die die gleiche Region im nahen Infrarot zeigt und einen Blick ins Innere der Säulenstrukturen ermöglicht. → ansehen

3. Gebäude des Horrors

In den Vereinigten Staaten von Amerika gibt es mehr Gefängnisse als Hochschulen und Universitäten zusammen. Viele von uns wissen, dass das Rechts-System der USA nicht das respektvollste im Umgang mit Insassen ist und die Behandlung der Verurteilten zahlreiche psychische und körperliche Leiden nach sich zieht. Diese Fakten motivierten den Datenkünstler und Webentwickler Josh Begley ein Script zu schreiben, das jedes bekannte Gefängnis erfasst und an die Google Maps API schickt. Das Script speicherte von den Gebäudekomplexen ein Foto und dokumentierte insgesamt 5300 Gefängnisse. Über die Entstehung des Projektes und den Gefängnis-Bauwahn in den USA berichtet Pete Brook auf Wired, der sich dem Thema schon lange verschrieben hat. → ansehen

8. Januar 2015

Foto: Manuel Ferlitsch


©  Manuel Ferlitsch

Fotolinks des Tages

1. Fotografien wie Liebesgedichte

Wäre Maud Chalard Poetin, würde sie wohl die schönsten Liebesgedichte schreiben. Diese Art von Gedichten, die nicht zu kitschig, aber doch romantisch genug sind, um sie mit Herzklopfen immer und immer wieder zur Hand zu nehmen. Nun ist Maud aber Fotografin und erschafft ganz wunderbare Bilder von Pärchen mit demselben Effekt. Ignant zeigt ihre schönsten Aufnahmen. → ansehen

2. Gehe dort hin, wo Du schon bist

Was hält junge Fotografen und Journalisten eigentlich davon ab, soziale Ungerechtigkeit im eigenen Land zu thematisieren? Boniface Mwangi, ein kenianischer Aktivist und Fotojournalist spricht dieses Problem in einer Hochschule an und stellt die Studierenden vor die Frage, warum sie unbedingt Armut und Ungerechtigkeit in einem „fernen Land“ zeigen wollen. Er behauptet dass es beispielsweise sinnvoll ist, Afrianer selbst Afrika zeigen zu lassen. Mwangi ist ein bemerkenswerter Mann mit einer Botschaft, die alle betrifft, die sich mit der Kamera für Gerechtigkeit einsetzen wollen. → ansehen

3. William und die Cowboys

Die Los Angeles Times hat den Alt-Meister unter den National Geographics-Fotografen interviewt: William Albert Allard. Falls der Name nicht geläufig ist, reicht ein kurzer (oder langer) Blick auf die Klickstrecke über dem folgenden Artikel. Der Mann hat in seinem Leben so einiges geleistet, wovon viele nur träumen, insbesondere die Dokumentation von Cowboys im Westen Amerikas. Im Gespräch mit der Times geht Allard darauf ein, wie er zu seinem ersten Auftrag bei National Geographics kam, wie wichtig die Gabe ist, unerwartete Momente einzufangen und warum Peru sein Leben veränderte. → ansehen

7. Januar 2015

Foto: Old Flo Picture Show


Rapid City, South Dakota, 2014 © Old Flo Picture Show

Fotolinks des Tages

1. Kleidertausch

Die Tochter in den Kleidern der Mutter, der Opa in den Kleidern des Enkelsohnes. Fotograf Qozop hat in seiner Serie „Springautumn“ Generationen die Kleider tauschen lassen und dabei nicht nur sehr lustige Fotos erschaffen, sondern auch Bilder die zum Nachdenken anregen. Die Idee von „altersgerechter Kleidung“ finden wir auf jeden Fall längst überholt und diese tolle Fotoserie bestätigt es. → ansehen

2. Ein Fotograf sondergleichen

Wir halten prinzipiell nicht viel von Hypes, aber es vergeht mittlerweile kein Tag, an dem unser Herausgeber nicht über irgendeinen Kanal die Straßenfotos von Tao Liu nahegelegt bekommt. Und es stimmt tatsächlich: Der aus China stammende Fotograf (eigentlich fotografiert er erst seit 3 Jahren) versteht tatsächlich etwas von seinem Fach und gehört sicherlich zu den Besten des Genres. So ist es kein Wunder, dass seine Bilder derzeit überall im Netz herumgereicht werden. Unsicher? Überzeugt Euch selbst. → ansehen

3. Selbstportraits aufs Wesentliche reduziert

Ob es sich bei dem folgenden Produkt um Satire oder eine ernst gemeinte Kampagne handelt, ist nur schwer zu erkennen. Eigentlich ist das auch egal, denn wir finden, dass unser Fund trotz möglicher Seriosität sehr erheiternd ist. Kommen wir zur Sache: Es handelt sich um den BelfieStick, der dem Namen nach mit dem allseits bekannten Selfie-Stick verwandt ist. Was den BelfieStick vom Selfiestick unterscheidet, ist der knickbare Stab, der es ermöglicht, ein Selfie zu machen, bei dem auch der Rücken – oder der Allerwerteste – zu sehen ist. Eine Marktlücke, die dringend geschlossen werden musste, findet Ihr nicht auch? → ansehen

6. Januar 2015

Foto: Rebekka Plies


Ein Wasserfall

Fotolinks des Tages

1. Die schönste Fotobuch-Idee

Eine neue Fotobuch-Idee hatte der in Paris lebende Fotograf Kosuke Okahara. Seine Models sind keine klassischen Models, sondern sechs an schweren Depressionen leidende Frauen. Diese begleitete er über lange Zeit und machte sechs Fotobücher. Jedes für je eine der Frauen. Sechs Exemplare gehen nun um die Welt. Sie beinhalten neben den Fotos auch leere Seiten, in denen die Betrachter ihre Gedanken schreiben können. Zum Schluss gehen sie als Geschenke zurück zu den Frauen. Ist das nicht toll? → ansehen

2. Der Film und die Zukunft

Wie mag die Zukunft der analogen Fotografie im 21. Jahrhundert aussehen? Und was ist es eigentlich, dass tausende Menschen dazu bringt, Film dem digitalen vorzuziehen? Financial Times hat sich dieser Fragen angenommen und dazu mehrere Leute vom Fach interviewt – das ganze im Rahmen eines schön anzusehenden Videos, das keine acht Minuten lang ist. Und oh, Matt Stuart ist auch dabei. → ansehen

3. Was sehe ich, wenn ich in den Spiegel schaue?

Geht es Euch auch so? Jedes Mal, wenn ihr ein Foto von Euch selbst seht, das jemand gemacht hat, denkt ihr „ich sehe aber nicht gut aus“ und würdet es am Liebsten sofort wieder vergessen. Woran das liegt hat Nick Stockton von Wired dank wissenschaftlicher Untersuchungen recherchiert. Herausgefunden hat er spannende Tatsachen über Eigenwahrnehmung und Schönheitsideale. → ansehen

5. Januar 2015

Foto: AnWi


Eine Katze schaut durch ein Loch ins Dunkel.

Fotolinks des Tages

1. Fotografie und Krankheit

Im Alter von 2 Monaten bekam Slovene Jan Pirnat die Diagnose einer unheilbaren genetischen Krankheit, die vor allem die Kapazitäten der Lunge beeinträchtigt und mit der Zeit immer schlimmer wird. Jan hat laut seinen Ärzten nur 15 bis 20 Jahre zu leben. Was sein Leben veränderte, war: Die Fotografie. Sie gab ihm Stärke und ein Ziel im Leben. In einem eindrucksvollen, großartig produzierten Video erzählt er, wie er mit seiner Krankheit umgeht und was für ihn das Wichtigste im Leben ist. → ansehen

+ Jan ist auf Facebook und Instagram zu finden. Folgt ihm, wenn Euch seine Fotos gefallen oder das Video Euch berührt hat.

2. Digitaler Schrott oder Zukunft der Straßenfotografie?

Für Leser des kwerfeldein-Magazines wird es keine Überrschung sein: Die Straßenfotografie erfreut sich auch im Jahr 2015 großer Beliebtheit. Jeden Tag finden neue Menschen mittels digitaler Fotografie leichten Zugang zum der Dokumentarfotografie entsprossenen Genre. Da Masse nicht immer gleich Klasse ist und das Genre deshalb auch kritisch beäugt wird, hat sich Popular Photography drei „Street-Koryphäen“ herausgepickt, die ihre Sicht der Dinge auf die digitale Veränderung der Straßenfotografie zum Besten – und Einblick in Ihre Arbeitsweise – geben: Jack Simon, Melanie Einzig und Richard Bram. → ansehen

3. Unter dem Einfluss des Westens

Iran: Wer hat schon eine Vorstellung vom alltäglichen Leben in einem Land, das vor einiger Zeit noch als Persien bezeichnet wurde? Ich würde behaupten: Die wenigsten. Da ist es für Neugierige geradezu eine Wohltat, einen kleinen, aber eindrucksvollen Einblick zu bekommen, der den Umgang der jungen Generation mit dem Einfluss der westlichen Kultur auf das Konsumverhalten beleuchtet. Denn wer hätte gedacht, dass der Iran als „das nächste ökonomische China“ bezeichnet wird? Eine Bildstrecke mit zehn Fotos zeigt, wie iranische Frauen das Leben in der Öffentlichkeit zelebrieren. → ansehen

4. Januar 2015

Foto: Grunpfnul


Eine verwitterte Wand mit einigen kaputten Schaltern.

Fotolinks des Tages

1. Kameratechnik 2015

MacTechNews wagt einen kleinen Ausblick in die technischen Neuerungen 2015 und verrät, was die führenden Kamerahersteller wohl auf den Markt bringen werden und wohin sich die Kameratechnik 2015 vielleicht entwickeln wird. Von Kameras mit 40 Megapixeln, bis hin zu Sensoren, die Farben auf Pixelebene generieren, wird in dem Artikel berichtet. → ansehen

2. Alles nur geklaut?

Der Künstler Jeff Koons ist bekannt dafür, dass er seine Vorlagen gern ungefragt von anderen bezieht. In seiner ersten umfassenden Retrospektive fanden gleich zwei Fotografen ihre Werke wieder und erheben nun Klage. Insbesondere bei dem Werk „Fait d’Hiver“ ist die Ähnlichkeit kaum abzustreiten, tragen sie zudem noch den selben Titel. Doch ob wirklich Urheberrechte verletzt wurden, müssen nun Juristen feststellen. → ansehen

3. Heinrich Zille – Chronist des Berliner Stadtlebens

Bezugnehmend auf den Bildband „Das alte Berlin. Photographien von Heinrich Zille, 1890–1910“ widmet der Weser-Kurier dem Zeichner und Fotografen Heinrich Zille einen Artikel und erklärt, warum er zu unrecht kaum über die Grenzen Berlins bekannt ist. Zudem werden zwölf seiner Fotos gezeigt. → ansehen

+ Den im Artikel angesprochenen Bildband gibt es für viel weniger Geld als ältere Ausgabe zu kaufen. Zum Beispiel als Taschenbuch* für 7,95 €.

 

* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr darüber etwas bestellt, erhält kwerfeldein eine kleine Provision, Ihr bezahlt aber keinen Cent mehr.

3. Januar 2015

Foto: Anton Flow


Schatten auf grauen Untergrund.

Fotolinks des Tages

1. Für mehr Miteinander

Kenny Coverstone sieht in der Fotogemeinschaft viel Neid und Missgunst und fordert in seinem Artikel „Why I can’t stand the photography community“ mehr Gemeinschaftlichkeit und Hilfsbereitschaft. Er bezieht sich dabei besonders auf den Umgang mit Fotoanfängern, die viel negative Bewertungen bekommen, anstatt hilfreiche Kritik und gute Tipps. Coverstone ist davon überzeugt, dass es auch die eigene Fotografie stark bereichert, einander zu helfen. Jeder Lehrer lernt auch von seinen Schülern. → ansehen

2. Portraits von Zootieren

Die Washington Post stellt die Fotoserie „African Souls“ der deutschen Fotografin Manuela Kulpa vor, die Zootiere in verschiedenen europäischen Zoos portraitiert. Kulpa möchte mit der Serie zeigen, dass auch Tiere eine Seele haben und im Artikel wird kurz die Problematik artgerechter Haltung in Zoos gestreift. Leider wirken diese guten Ansätze nahezu zynisch, sieht man sich die romantisierten Bilder der Fotografin an, die in Sepiatönen gehalten sind und keinen Hinweis auf Betonböden, Zäune und Glasfenster geben. Qualitativ sicher schöne Bilder, aber die Intention ist verfehlt. → ansehen

3. Portraits von Winter-Schwimmern

1903 begründete Bernarr Macfadden die These, dass das Schwimmen im eisigen Atlantik gut für die Gesundheit sei, da es nicht nur das Immunsystem anrege, sondern auch die Ausdauer und Potenz steigere. Trotz einiger Kritiker setzt sich die Tradition des Winterschwimmens bis heute fort und findet jedes Jahr am 1. Januar ihren Höhepunkt. Der Fotograf Mathieu Asselin war dieses Jahr eher zufällig bei dem Spektakel auf Coney Island und nutzte die Chance einige Portraits der Schwimmer zu erstellen. Gegen das Meer stehend und in düsteren Farben gehalten, funktioniert die Serie sehr gut und vermittelt die Kälte vor Ort und die Durchsetzungskraft der Portraitierten. → ansehen

2. Januar 2015

Foto: Tobias Knoch


Landschaftsfotografie: Wetterbuchen auf dem Schauinsland, Schwarzwald.

Fotolinks des Tages

1. Zehn gute Gründe

Der Redakteur, Akt- und Fashionfotograf Alex Coghe ist nicht nur das, sondern im Herzen vor allem der Straßenfotografie zugetan. In einem ausführlichen Artikel auf The Photoblographer begründet Coghe anhand von zehn Leitgedanken seine Passion, die ihm nicht nur einen regelmäßigen Adrenalinstoß gibt, sondern auch Quelle neuer kreativer Kraft ist. Und ganz nebenher benutzt er eine in Fotografenkreisen selten beanspruchte Metapher und vergleicht die Ausübung des Genres mit der Ankunft eines Orgasmus. Soso. → ansehen

2. Von den Leiden Zentralafrikas

Wer glaubt, ISIS, Al-Qaida und die Taliban wären die einzigten Terror-Gruppierungen der Welt, hat noch nichts von den Seleka-Rebellen gehört, die in der Republik Zentralafrika ihr Unwesen treiben. Human Rights Watch-Kriesenkoordinator Peter Bouckaert und VII-Fotofraf Marcus Bleasdale machten sich im Winter 2013 auf, um das Grauen zu dokumentieren und der Welt von den verheerenden Zuständen eines vom Bürgerkrieg geplagten Landes zu erzählen. Ihre ergreifenden Erfahrungen haben sie nicht nur live über Twitter geteilt, sondern auch in einem umfangreichen One-Pager zusammengefasst. → ansehen

3. Eine schrecklich nette Familie

Familienfotos müssen nicht kitschig sein. Danielle Guenther aus New York City stellt dies unter Beweis, denn sie fotografiert Eltern mit ihren Kindern auf eine bisher selten oder gar nicht praktizierte Weise. Anstatt die Schokoladenseiten des Familienlebens herauszustellen, konzentriert sich die Fotografin auf das (nicht so) glatte Gegenteil: Dem Alltags-Stress, welchem alle Eltern gnadenlos ausgeliefert sind. Seit Danielle Guenther die Bilder publik gemacht hat, ist die Fotografin ausgebucht und ihre Aufnahmen werden im Netz überall herumgereicht. Dieses Konzept ging dann wohl auf. → ansehen

1. Januar 2015

Foto: Jennifer Wettig


Straße mit Menschen und Feuerwerk.

Fotolinks des Tages

1. Zweiundfünfzig mal 2014

Die amerikanische Huffington Post macht es uns leicht, 2014 noch einmal vorüberziehen zu lassen. Die Redakteurin des Ressorts für Kunst und Kultur, Katherine Brooks sammelte 52 Aufnahmen, die in chronologischer Reihenfolge Ereignisse in aller Welt erfassen. So ist von der Neujahrs-Feier 2013/14 in Frankfurt über die Gay Pride Parade in Stockholm bis hin zu den Protesten in Washington alles dabei. Was im Nachhinein tatsächlich schade ist, bemerkt man leider nur, wenn man genau hinsieht: Keine einzige Fotografin, kein einziger Fotograf wurde genannt. → ansehen

2. Vom Leiden in Gaza City

Wir machen heute eine Ausnahme und verlinken ein Fotoessay aus dem August des letzten Jahres, welches jedoch dieser Tage im Netz erneut besprochen wurde. Es handelt sich dabei um die Erlebnisse einer LA-Times Fotojournalistin, die nach heftigem Bombardement von Gaza City die Zustände der Bewohner erlebte und fotografierte. Es sind bewegende Bilder und Worte, die uns schonungslos die Abgründe des Krieges vor Augen halten. → ansehen

3. Gefährliche Aufnahmen

Selten schafft ein Fotograf in kurzer Zeit so viel zu bewegen, wie Kevin McElvaney. Der in Norddeutschland Geborene lernte vor vier Jahren die Fotografie kennen und dokumentierte in der Zwischenzeit Arbeiter des Computer-Friedhofes Agbogbloshie, Palästinenser im Westjordanland und nun die Tagelöhner am Kawah Ijen, einem Schwefelvulkan in Indonesien. Die Süddeutsche veröffentlichte gestern exklusive Aufnahmen von einem Ort, an den sich nur wenige Menschen trauen, wenn sie nicht durch ihre Armut dazu gezwungen werden. → ansehen

+ Katja Kemnitz berichtete im Mai des letzten Jahres über die oben genannte und Serie McAlvaneys: Agbogbloshie.

31. Dezember 2014

Foto: Michaela Knizova


Eine Frau sitzt in einer düsteren Höhle.

Fotolinks des Tages

1. Fashion mit einer 0.3-Megapixel Kamera

Lara Jade hat es geschafft, sie ist eine angesagte Fashion-Fotografin, deren Bilder einige Magazincover zieren. In Hong Kong stellte sie sich nun nach dem Motto „Der Fotograf macht die Bilder, nicht die Kamera“ einer besonderen Herausforderung. Sie fotografierte drei Outfits eines Designers mit einer 0.3-Megapixel Kamera für Kinder. DigitalRev TV verfolgte sie bei der Aufgabe und hat ein Video zusammengestellt. Die fertigen Aufnahmen werden wohl nie in einem Magazin landen, aber das Video zeigt, wie sich Lara in der fremden Stadt, mit Zeitdruck und stark eingeschränkter Technik schlägt. Mit einer einfachen Kompakten hätte wohl kaum einer einen Unterschied zu anderen Fashion-Fotos gesehen. → ansehen

+ Wer sehen möchte, was Lara mit einer DSLR macht, sollte einen Blick auf ihre Homepage werfen.

2. Ein Stern, der keiner ist

Es passiert selten, doch heute featuren wir ein einziges Foto. Dabei handelt es sich um keine gewöhnliche Aufnahme einer Muschel, die die Fotografin Melanie Huff gefunden hatte. Gegen die Sonne gehalten fielen ihr die besonderen Strukturen der Muschel auf und so entschied sie sich, zu Hause das Objekt zusätzlich mit einer Lampe von hinten zu erhellen. Entstanden ist ein Bild, das beinahe perfekt zu vergangenen Weihnachtszeit passt. → ansehen

3. Fotojournalistischer Rückblick der Agentur VII

Auch die Fotoagentur VII hat 2014 Revue passieren lassen und gibt Einblick in die bedeutendsten Aufnahmen der Fotografen. Darunter befinden sich der nicht unbekannte Marcus Bleasdale, welcher Konflikte zwischen Christen und Muslimen in Zentralafrika dokumentierte, Fotojournalist Ed Kashi, der die tragische Trockenheit in Kaliformieren aufnahm, oder Maciek Nabrdalik, der die Partyszene in Warschau festhielt. Tipp: Nehmt Euch ein bisschen Zeit und zappt nicht über die Bilder drüber – die Erklärungen zu den Fotos geben ihnen meist erst ihren Sinn. → ansehen

30. Dezember 2014

Foto: Sabekr


Bäume im Nebel und zwei Vögel.

Fotolinks des Tages

1. Chaos Computer Club und der Fingerabdruck

Auf der Jahresfeier des Chaos Computer Clubs im Hamburg demonstrierte Jan Krissler, wie einfach es ist, den Fingerabdruck einer Person zu „faken“. Die Person war niemand geringeres als Ursula von der Leyen. Was das mit Fotografie zu tun hat? Möglich gemacht wurde der Hack unter anderem durch Fotos von der Hand der Verteidigungsministerin, die bei einer Pressekonferenz aufgenommen wurden. Krissler meinte, dass Politiker wahrscheinlich „nach dieser Vorstellung Handschuhe in der Öffentlichkeit tragen werden.“ Popular Science berichtet. → ansehen

+ Weiterführende Beobachtungen zum Hack sind bei Discovery News zu finden.

2. Jahresrückblick eines Magnum Fotografen

Für das folgende Interview und die begleitenden Bilder muss man sich Zeit nehmen: Der Magnum Fotograf Moises Saman steht dort Frage und Antwort zu schwierigen Themen, die viele Fotografen, die in Krisengebieten arbeiten beschäftigen. Saman geht unter anderem darauf ein, wie er einen Flugzeugabsturz im Irak überlebte, ob die Fotografie Veränderung unserer Gesellschaft bewirken kann und was er tut, um erlebtes Leid zu verarbeiten. → ansehen

3. Die Väter unserer Kinder

Zun Lee verbrachte seine Kindheit ohne Vater. Diese schmerzhafte Erfahrung verarbeitete er, in dem er Kinder mit ihren Vätern über lange Zeit begleitete und fotografierte. Auf Vimeo gibt es nun ein tiefgehendes und eindrückliches Video, das Lee sowohl bei der Arbeit, als auch über das Konzept sprechend zeigt. → ansehen

+ Für alle, die sich Lees Fotos nochmal in aller Ruhe ansehen wollen: Eine große Auswahl seiner Schwarzweiss-Aufnahmen hat das Emaho Magazine am Start.

29. Dezember 2014

Foto: Jonas Albrecht


© Jonas Albrecht

Fotolinks des Tages

1. Umetikettierte Nikon-Kameras aufgetaucht

Heise Foto berichtet, dass falsche Ware von Nikon im Netz aufgetaucht ist. Falsch in der Hinsicht, dass als D800E getarnte DSLRs im Umlauf sind, die tatsächlich das billigere Model D800 sind. Das Ärgerliche an der Sache ist, dass bei einem Hereinfall auf den Trick auch jegliche Garantie auf das Produkt entfällt. Ob dies zutrifft, kann überprüft werden und Heise Foto hat eine Anleitung dazu parat. → ansehen

2. Foto- und Video-Apps 2014

Da die Best-Of-Listen dieses Jahr merkbar von Fotobüchern dominiert wurden, bieten wir heute eine Alternative: 23 innovative Apps auf The Next Web. Auf fünf Bereiche (Shooting, Editing, Video, Viewers, Desktop) verteilt findet sich so manche Perle, die vielleicht im Trubel des Jahres unterging. Einziger Wermutstropfen: Android- und Windowsprogramme gibt es nahezu keine. → ansehen

+ Damit Android-Nutzer nicht leer ausgehen, verweisen wir auf diesen Artikel für Nutzer des grünen Männchens.
+ Und noch eine Liste mit Foto-Apps für Android (und iOS) gibt es auf Reviewed.

3. Das Jahr des Bulent Kilic

Wie im letzten Ausblick erwähnt, wurde Bulent Kilic zum Wire-Fotografen 2014 ernannt. Der in der Türkei lebende Fotojournalist wurde heute überraschenderweise ein erneut geehrt, denn auch The Guardian hat ihn als Fotografen des Jahres hervorgehoben und 16 seiner bewegenden Aufnahmen präsentiert. Kilic war vor allem bei den Protesten in der Ukraine und der Türkei vor Ort und hat repräsentative Momente festgehalten, die in Magazinen und Zeitungen um die Welt gingen. → ansehen

+ Wer sich nun fragt, was dran ist an dem Fotografen, der für AFP unterwegs ist, kann ihm auf Twitter folgen, dies scheint das Netzwerk seiner Wahl zu sein.

23. Dezember 2014

Foto: Bernd


Ein grüner Wald

Fotolinks des Tages

1. Bulent Kilic zum bestes Wire-Fotografen 2014 ernannt

Was ist ein Wire-Fotograf? Der Begriff, der auch das Wort Telefotografie mit einschließt, beschreibt eine Bildübermittlung per Telegraf, was häufig bei Nachrichten-Agenturen wie der Associated Press genutzt wurde. Somit kann das Wort Wire-Fotograf auch als Nachrichten-Fotograf oder schlicht Fotojournalist übersetzt werden. Das TIME-Magazine hat den aus der Türkei stammenden Bulent Kilic für seine herausragende Arbeit in der Ukraine, beim Grabenunglück in Soma und bei den Konflikten um die Stadt Kobane ausgezeichnet. 22 seiner Aufnahmen werden nun im Telegraph vorgestellt (Achtung: darunter sind auch Bilder, die tote Menschen zeigen). → ansehen

2. Bizarre Verformungen

Was passiert, wenn die Natur über lange Zeit unter härtesten Bedingungen Wind, Schnee und Eis ausgesetzt ist? Der Slowene und „Storm Chaser“ Marko Korosec fand am Berg Javornik (Ost-Slowenien) eine sehr ungewöhnliche Transformation von Bäumen und einen Turm. Der Anblick dieser surreal anmutenden Eis-Schnee-Verformungen erinnert eher an so manchen Science-Fiction-Film, als an „echte“ Natur, wobei aufmerksamen Betrachtern schnell auffallen wird, dass Korosec durch den Einsatz eines Weitwinkel-Objektives die extreme Wirkung offensichtlich verstärkt hat. → ansehen

3. Fotografische Aufnahmen im Kontext des Folter-Berichtes

Dass Fotos nicht nur künstlerische, sondern auch politische Wirkung haben können, lässt sich im aktuellen Fall der ca. 2100 Aufnahmen von US-Gefängnissen in Afghanistan und im Irak mitverfolgen. Zum wiederholten Male hat die Obama-Regierung die Veröffentlichung dieser Aufnahmen, die unter anderem Folter-Szenen dokumentieren, blockiert, weil eine Veröffentlichung neue Gewalt gegen amerikanisches Personal provozieren und auch die Terror-Gruppe ISIS zu neuen Taten bewegen könnte. Der 6400-Seiten-Bericht über Folterungen von Gefängnis-Insassen wurde also (stark auf 500 Seiten gekürzt) zugelassen, die Fotos jedoch nicht. Und das wirft derzeit berechtigterweise viele Fragen auf. Newsweek berichtet. → ansehen

22. Dezember 2014

Foto: Florian Fahlenbock


Weg, der in einen nebligen Wald führt.

Fotolinks des Tages

1. Food-Fotografie vom Feinsten

Yannic Schon und Susann Probst von Kraut-Kopf haben ein leckeres, veganes 3-Gänge-Silvestermenü gezaubert, das pro Gang aus maximal fünf Zutaten besteht. Und weil die Beiden auch Fotografen sind, haben sie die Kostbarkeiten in bester Manier fotografiert, sodass einem schon beim Ansehen das Wasser im Mund zusammenläuft. Fotografisch ebenfalls relevant: Die Zusammensetzung der Zutaten ist farblich aufeinander abgestimmt, sodass nur die Farben schwarz, weiß und gold vorkommen. → ansehen

2. 15% der Negative von Vivian Maier verkauft

Trotz des juristischen Konfliktes um die Urheberrechte der Fotos von Vivan Maier hat ein Galerist namens Stephen Bulger 17,500 Negative, die bisher im Besitz von Jeffrey Goldstein waren, aufgekauft. Einen kurzen Überblick über die bisherigen Geschehnisse und die Gründe für den Verkauf gibt nun dieses Interview mit Bulger, der sich den kritischen Fragen des Magazins stellen muss. Wird dieses Thema jemals ein Ende haben? → ansehen

3. Schwanger und träumend: Eine Foto-Serie

Als die russische Fotografin Jana Romanova bemerkte, dass in ihrem Freundeskreis viele Paare schwanger wurden, hatte sie eine Idee. Sie fragte nach, ob sie die Glücklichen beim Schlafen in ihrem Bett fotografieren dürfe. Und insgesamt 40 sagten zu. So entstand über einen Zeitraum von zwei Jahren eine stille Serie über das Warten auf den Nachwuchs, die auf ähnliche Weise intim ist, wie die Geburt eines Kindes selbst. → ansehen

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