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	<title>kwerfeldein - Fotografie Magazin &#187; Katja Kemnitz</title>
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	<description>Das Fotografie Magazin</description>
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		<title>25. Mai 2013</title>
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		<pubDate>Sat, 25 May 2013 14:01:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katja Kemnitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausblick]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Ein Beitrag von: <strong>Anna Heimkreiter</strong></p><p></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Beitrag von: <strong>Anna Heimkreiter</strong></p><p><a href="http://www.flickr.com/photos/annaheimkreiter/8789984925/in/pool-_ausblick"><img title="infinity`s tale"  src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/05/infinitys-tale-960x960.jpg" alt="infinity`s tale" width="960" height="960" class="alignnone size-large wp-image-60059" /></a></p>
<p></p>
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		<title>18. Mai 2013</title>
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		<pubDate>Sat, 18 May 2013 15:30:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katja Kemnitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausblick]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Ein Beitrag von: <strong>Sabine Fischer</strong></p><p></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Beitrag von: <strong>Sabine Fischer</strong></p><p><a href="http://www.flickr.com/photos/invasion/8739935076/in/pool-_ausblick/"><img title="Ephemeral"  src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/05/Ephemeral.jpg" alt="Ephemeral" width="960" height="960" class="alignnone size-full wp-image-59639" /></a></p>
<p></p>
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		<title>Der Nordlandvirus</title>
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		<pubDate>Fri, 17 May 2013 07:04:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katja Kemnitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>
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		<category><![CDATA[Schnee]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Ein Beitrag von: <strong>Christian Schweiger</strong></p>Ja, ich habe mich angesteckt, bin infiziert von einer heimt&#252;ckischen, aber wohl harmlosen Krankheit. Der Nordlandvirus hat mich erwischt! Die Aussichten, Therapiem&#246;glichkeiten? Ich habe mit anderen dar&#252;ber gesprochen, Reisenden, oben in der Arktis in Norwegen und in Island. Leidensgenossen, die bereits seit vielen Jahren mit dem Virus leben. Festzustellen, dass man nicht allein damit leben [...]<p></p>
]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Beitrag von: <strong>Christian Schweiger</strong></p><p><strong>Ja, ich habe mich angesteckt, bin infiziert von einer heimt&#252;ckischen, aber wohl harmlosen Krankheit. Der Nordlandvirus hat mich erwischt! Die Aussichten, Therapiem&#246;glichkeiten? Ich habe mit anderen dar&#252;ber gesprochen, Reisenden, oben in der Arktis in Norwegen und in Island. Leidensgenossen, die bereits seit vielen Jahren mit dem Virus leben.</strong></p>
<p>Festzustellen, dass man nicht allein damit leben muss, ist erst einmal schon sehr beruhigend. Sie sagten mir, das werde ich nie wieder los, damit m&#252;sse ich leben. „Arrangiere Dich einfach damit!“ Diesem Rat werde ich folgen und freue mich darauf…</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/02.-Winter-Wonderland.jpg" rel="lightbox[58609]"><img title="Winter Wonderland © Christian Schweiger"  src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/02.-Winter-Wonderland-650x410.jpg" alt="Winter Wonderland © Christian Schweiger" width="650" height="410" class="aligncenter size-medium wp-image-58618" /></a></p>
<p>Reisen in den Norden haben mich schon immer ganz besonders fasziniert. Ich war schon immer tief beeindruckt von den atemberaubenden Landschaften n&#246;rdlich des Polarkreises. Von den endlosen Weiten und der dort vorherrschenden Stille. Von dem Gef&#252;hl, sich ganz klein, unbedeutend und eins mit der Natur im Angesicht der grandiosen arktischen Landschaften zu f&#252;hlen. </p>
<p>Begeistert von den wie mit einem Pinsel auf Leinwand gehauchten Pastellfarben am Himmel der kurzen Tage im winterlichen Lappland. Sprachlos bei dem Anblick von Eisb&#228;ren auf ihren unendlichen Wanderungen &#252;ber das Packeis um Svalbard. &#220;berw&#228;ltigt von den Naturgewalten auf Island. Bewegt bei dem Anblick einer B&#228;renmutter mit ihren Jungen im finnisch-russischen Grenzgebiet.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/04.-Only-A-Beautiful-Arctic-Day.jpg" rel="lightbox[58609]"><img title="Only A Beautiful Arctic Day © Christian Schweiger"  src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/04.-Only-A-Beautiful-Arctic-Day-650x391.jpg" alt="Only A Beautiful Arctic Day © Christian Schweiger" width="650" height="391" class="aligncenter size-medium wp-image-58629" /></a></p>
<p>Dass der Norden unweigerlich zu meinem Leben geh&#246;rt, ist mir eigentlich erst richtig bewusst geworden, als ich nach einer sehr turbulenten und nervenaufreibenden Zeit in meinem Job als Personalreferent mal ein paar Tage mit meiner Partnerin ausspannen wollte. Einfach eine entspannte Weihnachtszeit verleben. </p>
<p>Meine Partnerin setzte die Auswahlkriterien fest: Ein ruhiger Ort sollte es sein, keine Hektik, irgendwo, wo auch endlich mal Schnee liegt, eine sch&#246;ne Unterkunft mit Kamin, Wellnessbereich und Poollandschaft. Ich nahm mich also der Sache an und durchst&#246;berte das Internet nach Zielen, die besagte Kriterien erf&#252;llten. </p>
<p>Ich wurde auch sehr schnell f&#252;ndig: Alles Orte, die die Vorgaben erf&#252;llten. Kitzb&#252;hl, Garmisch-Partenkirchen, St. Moritz und… und ganz oben auf den Stapel von Ausdrucken legte ich das, wie ich fand, perfekte Angebot &#8211; eine H&#252;tte im finnischen Lappland. </p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/03.-Lost-in-Norway.jpg" rel="lightbox[58609]"><img title="Lost in Norway © Christian Schweiger"  src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/03.-Lost-in-Norway-650x427.jpg" alt="Lost in Norway © Christian Schweiger" width="650" height="427" class="aligncenter size-medium wp-image-58622" /></a></p>
<p>Das Angebot war doch genau das, was sich meine Partnerin vorstellte: Ein bisschen Schnee, eine Rauchsauna, die garantiert als Wellnessbereich durchgeht, mit dazugeh&#246;rigem Eisloch. Ein Eisloch ist ja auch irgendwie ein Pool. Vorsichtshalber druckte ich das Lapplandangebot nat&#252;rlich noch in Farbe aus und die anderen Angebote nur in Schriftgr&#246;&#223;e sechs &#8211; Pr&#228;sentation ist eben alles.</p>
<p>Siegessicher pr&#228;sentierte ich das Ergebnis meiner Recherche und man h&#246;rte meine bessere H&#228;lfte sagen: „Hmm, Lappland, das klingt ja mal interessant.“ Na bitte, perfekt, jetzt hei&#223;t es, die Gelegenheit beim Schopfe zu packen, also Laptop raus und f&#252;nf Minuten sp&#228;ter war die Reise auch schon gebucht.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/05.-Just-For-A-Moment....jpg" rel="lightbox[58609]"><img title="Just For A Moment... © Christian Schweiger"  src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/05.-Just-For-A-Moment...-650x452.jpg" alt="Just For A Moment... © Christian Schweiger" width="650" height="452" class="aligncenter size-medium wp-image-58632" /></a></p>
<p>Das Motto war ja entspannen, der Hektik des Alltags entfliehen. Ich packte also eine halbe Bibliothek B&#252;cher in meinen Koffer. Und die Kamera? Mitnehmen oder hier lassen? Dort oben gibt es ja sowie nicht viel zu sehen, dachte ich zu diesem Zeitpunkt noch. </p>
<p>Ich entschied mich dann doch f&#252;r&#8217;s Mitnehmen, besser ist das, sagte ich mir. K&#246;nnte ja auch sein, dass ein Einbrecher w&#228;hrend unserer Abwesenheit meine sch&#246;ne Canon entwendet, da ist sie doch bei mir im Rucksack viel besser aufgehoben. </p>
<p>Das Stativ? Brauche ich nicht… oder? Was ist mit Polarlichtern? Was ist, wenn der gr&#252;nliche Schleiertanz am Polarhimmel beginnt und ich ohne Stativ dastehe? Entsetzlicher Gedanke! Also B&#252;cher wieder raus, Stativ in den Koffer und ab in Richtung Finnland.</p>
<p>Dort oben angekommen, war alles perfekt: Die H&#252;tten sehr sch&#246;n eingerichtet mit Sauna und Kaminofen, wirklich empfehlenswert. Das Wetter lie&#223; allerdings zu w&#252;nschen &#252;brig, jede Menge Schneefall, keine Sicht. Auch hatten wir zugegebenerma&#223;en nicht wirklich mit einer Au&#223;entemperatur von -38°C gerechnet.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/07.-Blue-Hour.jpg" rel="lightbox[58609]"><img title="Blue Hour © Christian Schweiger"  src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/07.-Blue-Hour-650x389.jpg" alt="Blue Hour © Christian Schweiger" width="650" height="389" class="aligncenter size-medium wp-image-58623" /></a></p>
<p>Den ganzen Tag nur in der H&#252;tte, das geht nat&#252;rlich auch nicht. Wir unternahmen also unsere erste Schneeschuhwanderung. Nach gut zwei Stunden hatten wir irgendwie unsere eigene Spur im Tiefschnee verloren. Wie das passieren kann? Wei&#223; ich nicht, aber es kann. Kein Problem, sagte ich, GPS! Und holte mein Smartphone aus der Jackentasche. Dass es bei -38°C nur f&#252;r ein kurzes Aufblitzen meines vollgeladenen Hightech-Kommunikationsger&#228;tes aus Kalifornien reichte, war schon etwas entt&#228;uschend. </p>
<p>Jetzt hie&#223; es, Souver&#228;nit&#228;t zu zeigen! Schlie&#223;lich hatte ich jede Menge Nordlanderfahrung, beruhigte ich meine Begleitung. Nach einer kurzen &#8211; ich betone: ganz kurzen &#8211; Phase des Selbstzweifels habe ich dann auch gl&#252;cklicherweise unsere Spur wiedergefunden. </p>
<p>Genau an der Stelle, an der ich auf unsere Spur gesto&#223;en bin, sah ich vor uns ein wundersch&#246;nes Landschaftsbild mit einem Bach, der sich durch den Tiefschnee schl&#228;ngelte. Leider waren die Wetterbedingungen alles andere als f&#252;r ein Foto geeignet. Ich den Moment wusste ich, dass ich dieses Foto haben musste und die Stelle bei besserem Wetter aufsuchen m&#246;chte.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/01.-Kiilop&#228;&#228;-Lapland.jpg" rel="lightbox[58609]"><img title="Kiilop&#228;&#228;-Lapland © Christian Schweiger"  src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/01.-Kiilop&#228;&#228;-Lapland-650x403.jpg" alt="Kiilop&#228;&#228;-Lapland © Christian Schweiger" width="650" height="403" class="aligncenter size-medium wp-image-58614" /></a></p>
<p>Das Wetter wurde in den darauffolgenden Tagen gro&#223;artig und ich hatte nur das eine Ziel: Ich musste diese Stelle wiederfinden und auf einer Speicherkarte festhalten. Dies war aber leider einfacher gesagt als getan.</p>
<p>Unsere Wanderungen durch den Tiefschnee in den Tundralandschaften bei bis zu -40°C wurden immer l&#228;nger und anstrengender. Nachts ging ich bei schwachem Polarlicht allein auf die Suche nach diesem kleinen Bach. Nachts bei Vollmond in absoluter Stille und bei hohen Minusgraden allein in der Wildnis zu stehen, ist ein unbeschreibliches Gef&#252;hl, auch wenn mir manchmal etwas mulmig wurde.</p>
<p>Am vierten Tag der Suche fanden wir dann endlich diesen Bach wieder. Bei der &#220;berquerung des Bachlaufs bin ich dann vor lauter Aufregung in das Eiswasser gerutscht, konnte aber gl&#252;cklicherweise<br />
mit einer reflexartigen Bewegung den Fotorucksack retten.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/06.-Fragile-World.jpg" rel="lightbox[58609]"><img title="Fragile World © Christian Schweiger"  src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/06.-Fragile-World-650x406.jpg" alt="Fragile World © Christian Schweiger" width="650" height="406" class="aligncenter size-medium wp-image-58625" /></a></p>
<p>Ich nahm mir viel Zeit f&#252;r mein langersehntes Foto, die K&#228;lte habe ich nicht mehr gesp&#252;rt. Dieses Foto z&#228;hlt auch heute noch zu meinen Lieblingsbildern. Vielleicht auch deshalb, weil ich wei&#223;, wie viel Anstrengungen es mich gekostet hat, um es zu bekommen.</p>
<p>Die Eindr&#252;cke dieser Reise waren f&#252;r uns beide trotz der k&#246;rperlichen Anstrengungen unbeschreiblich. War das Wellness? Laut Lexikon steht Wellness f&#252;r Methoden, die das k&#246;rperliche, geistige oder seelische Wohlbefinden steigern. Also, f&#252;r uns war es eindeutig ein Wellnessurlaub.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/08-Landmannalaugar-Iceland.jpg" rel="lightbox[58609]"><img title="Landmannalaugar Iceland © Shristian Schweiger"  src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/08-Landmannalaugar-Iceland-650x378.jpg" alt="Landmannalaugar Iceland © Shristian Schweiger" width="650" height="378" class="aligncenter size-medium wp-image-58626" /></a></p>
<p><em>Am Ende l&#228;sst sich sagen: Ja, ich habe den Nordlandvirus und das ist gut so. Er wird mich auch mein ganzes Leben lang begleiten. Heilung ausgeschlossen. Und noch etwas ist mit klar geworden: Der Nordlandvirus ist hochgradig ansteckend, denn meine Partnerin hat zumindest einen akuten Nordlandinfekt.</em></p>
<p></p>
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		<title>12. Mai 2013</title>
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		<pubDate>Sun, 12 May 2013 14:55:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katja Kemnitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausblick]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Ein Beitrag von: <strong>Philipp Häfeli</strong></p><p></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Beitrag von: <strong>Philipp Häfeli</strong></p><p><a href="http://www.flickr.com/photos/phiiiliiipp/7521743980/"><img title="tango"  src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/05/tango-960x640.jpg" alt="tango" width="960" height="640" class="alignnone size-large wp-image-59352" /></a></p>
<p></p>
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		<title>Lichtstimmungen in der Toskana</title>
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		<pubDate>Tue, 07 May 2013 05:13:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katja Kemnitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>
		<category><![CDATA[Landschaft]]></category>
		<category><![CDATA[gastartikel]]></category>
		<category><![CDATA[Italien]]></category>
		<category><![CDATA[landschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Toskana]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Ein Beitrag von: <strong>Andreas Bobanac</strong></p>Ich fotografiere seit 1998 mit gro&#223;er Begeisterung und bin in das digitale Fotografieren fr&#252;hzeitig reingewachsen. Besondere Lichtmomente und starke Kontraste faszinieren mich immer wieder. In Italien, vor allem in der Toskana, sind f&#252;r mich immer wieder atemberaubende Landschaften und Lichtstimmungen festzustellen. Gern fotografiere ich dort und nutze dabei jede Jahreszeit mit ihren Eigenheiten. Stundenlang kann [...]<p></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Beitrag von: <strong>Andreas Bobanac</strong></p><p><strong>Ich fotografiere seit 1998 mit gro&#223;er Begeisterung und bin in das digitale Fotografieren fr&#252;hzeitig reingewachsen. Besondere Lichtmomente und starke Kontraste faszinieren mich immer wieder.</strong></p>
<p>In Italien, vor allem in der Toskana, sind f&#252;r mich immer wieder atemberaubende Landschaften und Lichtstimmungen festzustellen. Gern fotografiere ich dort und nutze dabei jede Jahreszeit mit ihren Eigenheiten. Stundenlang kann ich dabei zusehen, wie sich die Stimmung ver&#228;ndert und richte mich beim Fotografieren entsprechend darauf ein. </p>
<p>Im November stehen die Chancen auf Nebelstimmungen und auf eine gr&#252;ne Landschaft sehr gut, Oktober w&#228;re auch denkbar, aber da ist die Toskana landschaftlich durch die Ernte karg und v&#246;llig braun.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/003.jpg" rel="lightbox[58279]"><img title="Das erste Licht © Andreas Bobanac"  src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/003-960x639.jpg" alt="Das erste Licht © Andreas Bobanac" width="960" height="639" class="aligncenter size-large wp-image-58284" /></a></p>
<p>Eines meiner Wunschmotive erf&#252;llte sich in der h&#252;geligen Landschaft: Eine Schafherde, die ich gesucht und mit viel Gl&#252;ck gefunden habe. Meine italienischen Sprachkenntnisse halfen mir weiter, von Einheimischen Tipps zu erhalten. </p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/004.jpg" rel="lightbox[58279]"><img title="Toscana © Andreas Bobanac"  src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/004-960x639.jpg" alt="Toscana © Andreas Bobanac" width="960" height="639" class="aligncenter size-large wp-image-58286" /></a></p>
<p>Die Toskana fasziniert mich mit ihren harten Kontrasten. Dieser Aufnahme gab ich den Titel „Das erste Licht“. Wenn die Sonnenstrahlen &#252;ber den Horizont und den Bergkamm ihren Weg durch die H&#252;gel finden, entsteht in den Senken ein faszinierendes Licht- und Schattenspiel.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/005.jpg" rel="lightbox[58279]"><img title="Toscana © Andreas Bobanac"  src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/005-960x639.jpg" alt="Toscana © Andreas Bobanac" width="960" height="639" class="aligncenter size-large wp-image-58291" /></a></p>
<p>Diese Aufnahme habe ich in allerletzer Minute fotografiert. Hierbei w&#228;hlte ich zwei Graufilter mit 16 Blendenabstufungen und erreichte eine Belichtungszeit von 4,5 Minuten. Eine zweite Aufnahme war nicht mehr m&#246;glich, da innerhalb von zwei Minuten das Licht mit den langen Schatten verschwunden war. An weiteren Tagen bot sich mir diese Gelegenheit bei diesem Wetter und dieser Lichtstimmung leider nicht mehr. Gl&#252;ck gehabt.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/006.jpg" rel="lightbox[58279]"><img title="Toscana © Andreas Bobanac"  src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/006-960x639.jpg" alt="Toscana © Andreas Bobanac" width="960" height="639" class="aligncenter size-large wp-image-58292" /></a></p>
<p>Die Toskana hat eine faszinierende Gr&#246;&#223;e und Weite. Diese Motive w&#252;rden ihre Wirkung mit einem Weitwinkelobjektiv viel zu klein darstellen. Die meisten meiner Landschaftsaufnahmen entstehen mit einer Brennweite von 400mm und h&#246;her, damit werden Motive wie diese in den H&#252;geln sichtbar.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/007.jpg" rel="lightbox[58279]"><img title="Toscana © Andreas Bobanac"  src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/007-960x639.jpg" alt="Toscana © Andreas Bobanac" width="960" height="639" class="aligncenter size-large wp-image-58293" /></a></p>
<p>Motive, die mich architektonisch und grafisch in schwarzwei&#223; begeistern. Dieser Tag war sehr verregnet mit zeitweiligen Unterbrechungen. Die Toskana habe ich bereits zum dritten Mal besucht. F&#252;r mich war es die richtige Wahl, diesen Ort an diesem Tag zu besuchen.</p>
<p>Nat&#252;rlich m&#246;chte ich die Bilder so perfekt wie m&#246;glich haben und kann erst beim Auswerten am PC sagen, ob ein Bild dabei ist, das mir gelungen erscheint. </p>
<p></p>
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		<title>28. April 2013</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Apr 2013 16:00:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katja Kemnitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausblick]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Ein Beitrag von: <strong>Andreas Hering</strong></p><p></p>
]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Beitrag von: <strong>Andreas Hering</strong></p><p><a href="http://www.flickr.com/photos/a-hering/7710178732/"><img title="Pinhole-Bride-river"  src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/Pinhole-Bride-river-960.jpg" alt="Pinhole-Bride-river" width="960" height="758" class="alignnone size-full wp-image-58604" /></a></p>
<p></p>
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		<title>Albanische Landschaften &#8211; Lochkamerafotografie mit Bunkern</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Apr 2013 08:30:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katja Kemnitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>
		<category><![CDATA[Landschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Albanien]]></category>
		<category><![CDATA[bunker]]></category>
		<category><![CDATA[Experiment]]></category>
		<category><![CDATA[gastartikel]]></category>
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		<category><![CDATA[Lochbildkamera]]></category>
		<category><![CDATA[pinhole]]></category>
		<category><![CDATA[reise]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Ein Beitrag von: <strong>Tim Hölscher</strong></p>Mitte der neunziger Jahre reiste ich mit meinem Vater zum ersten Mal nach Albanien, um Hilfsprojekte zu besuchen, f&#252;r die er verantwortlich war. Mit dem VW-Bus setzten wir damals von Korfu aus &#252;ber nach Sarandë und bereisten f&#252;r ein paar Tage das Land. Die Erinnerung an diese Reise ist bruchst&#252;ckhaft, was sich aber eingepr&#228;gte, war [...]<p></p>
]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Beitrag von: <strong>Tim Hölscher</strong></p><p><strong>Mitte der neunziger Jahre reiste ich mit meinem Vater zum ersten Mal nach Albanien, um Hilfsprojekte zu besuchen, f&#252;r die er verantwortlich war. Mit dem VW-Bus setzten wir damals von Korfu aus &#252;ber nach Sarandë und bereisten f&#252;r ein paar Tage das Land.</strong></p>
<p>Die Erinnerung an diese Reise ist bruchst&#252;ckhaft, was sich aber eingepr&#228;gte, war diese unglaubliche Anzahl kleiner, pilzartiger Bunker, die einfach &#252;berall im Land verstreut waren. Sie s&#228;umten Stra&#223;en, wuchsen mitten in St&#228;dten aus dem Boden und reihten sich kilometerlang an den Str&#228;nden der albanischen Adriak&#252;ste.</p>
<p>Als ich mich dann Jahre nach dieser Reise w&#228;hrend meines Fotografiestudiums an der FH Bielefeld intensiv mit der Lochkamera als kreativem Instrument befasste, waren neben Fotoexperimenten mit 60-Loch-Ringkameras, Liveview- und Postpaket-Lochkameras pl&#246;tzlich wieder diese Bunker in meinem Kopf und die Idee zu meinem Fotoprojekt „Albanische Landschaften“ war geboren.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/Bunker_01.jpg" rel="lightbox[58365]"><img title="Bunker © Tim H&#246;lscher"  src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/Bunker_01-650x487.jpg" alt="Bunker © Tim H&#246;lscher" width="650" height="487" class="aligncenter size-medium wp-image-58368" /></a></p>
<p>Ich wollte diese destruktiven Bauwerke, die hunderttausendfach vom albanischen Diktator Enver Hoxha zwischen Anfang der 70er und Mitte der 80er Jahre zum „Schutz vor Feinden des Sozialismus“ errichtet wurden, zum ersten Mal in ihrer Existenz einem realen Nutzen zuf&#252;hren. </p>
<p>Pl&#246;tzlich waren die 750.000 kleinen Betonpilze, die nie genutzt wurden, da der Feind bis zum Tode Hoxhas Mitte der achtziger Jahre nicht auftauchte, nicht mehr nur stumme Zeugen der sozialistischen &#196;ra Albaniens, sondern, in ihrer Funktion als Lochkamera-Rohlinge, kreative Instrumente. </p>
<p>Ich wollte mit ihnen Landschaftsfotos erstellen und den Blick aus ihren Schie&#223;scharten auf Fotopapier bannen. Die Tatsache, dass ich die Geb&#228;ude selbst zu Kameras umbauen wollte, verlieh meinem Vorhaben noch eine weitere konzeptionelle Ebene: </p>
<p>Es gab in meinen Augen keine bessere M&#246;glichkeit, das fotografierte Bild mit dem Ort seiner Entstehung zu verbinden und so mit dessen Geschichte aufzuladen, als den Ort selbst als Kamera zu verwenden und das Papier auszustellen, das wirklich die Reise nach Albanien angetreten hatte.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/Bunker_03.jpg" rel="lightbox[58365]"><img title="Bunker © Tim H&#246;lscher"  src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/Bunker_03-650x487.jpg" alt="Bunker © Tim H&#246;lscher" width="650" height="487" class="aligncenter size-medium wp-image-58369" /></a></p>
<p><strong>Von der Idee zur Umsetzung – Oder: Wie mache ich aus einem albanischen Bunker eine funktionierende Kamera?</strong></p>
<p>Nach einigen „Trocken&#252;bungen“ mit aus Teichfolie gebastelten Lochkamera-Zelten, in denen ich mir die theoretische Machbarkeit meines Plans noch einmal praktisch vor Augen f&#252;hren konnte, stand der Umsetzung meines Projektes nichts mehr im Wege &#8211; dachte ich… </p>
<p>Wie aufw&#228;ndig und kompliziert es aber tats&#228;chlich ist, diese kleinen, recht dunklen Orte mit einer &#214;ffnung zum Betreten und einer &#214;ffnung zum Beobachten der Umgebung zu Lochkameras umzufunktionieren,  war mir vor Beginn meiner Arbeit nicht wirklich klar. </p>
<p>Klar war lediglich, dass ich gern gro&#223;formatige Positivbilder in Farbe produzieren wollte. W&#228;hrend ich in meinen bisherigen Lochkamera-Arbeiten mit kleineren Formaten auf Film oder Schwarzwei&#223;- und Colorpapier gearbeitet hatte, brauchte ich dieses Mal definitiv gr&#246;&#223;ere Formate, da meine „Kameras“ einen Innendurchmesser von ca. 1,3 m hatten und ich entsprechend gro&#223;e Motive fotografieren wollte. </p>
<p>Unter diesen Voraussetzungen kam eigentlich nur ein Material in Frage: Das &#8211; Ende 2011 bedauerlicherweise eingestellte &#8211; Positivpapier Ilfochrome. Es erlaubte mir, gro&#223;formatige Color-Unikate mit meinen Bunkerkameras herzustellen – ohne den Umweg &#252;ber ein Negativ.</p>
<p>Die erste Reise nach Albanien trat ich zusammen mit meinem Kollegen Kristian Barthen im Oktober 2009 an. Ausger&#252;stet mit einer 30m-Rolle Ilfochrome-Papier, einer Ilford CAP-40 Entwicklungsmaschine f&#252;r Teststreifen, hunderten Metern Klebeband und einer Rolle Verdunkelungsfolie, alles gut verstaut in einem VW Bus, ging es &#252;ber Italien mit der F&#228;hre nach Albanien.</p>
<p>Die Aufgaben w&#228;hrend unserer Reise durch das Land waren klar verteilt: Der Fahrer konzentrierte sich auf die „speziellen“ Stra&#223;enverh&#228;ltnisse, w&#228;hrend der Beifahrer nach geeigneten Bunkern Ausschau hielt. Nat&#252;rlich h&#228;tte das Konzept der Arbeit praktisch mit jedem Bunker funktioniert, allerdings bot die gigantisch gro&#223;e Anzahl die Chance, diejenigen auszuw&#228;hlen, bei denen der Ausblick durch die Schie&#223;scharten zus&#228;tzlich ein interessantes Bild versprach. </p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/Scharte_01.jpg" rel="lightbox[58365]"><img title="Scharte © Tim H&#246;lscher"  src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/Scharte_01-650x320.jpg" alt="Scharte © Tim H&#246;lscher" width="650" height="320" class="aligncenter size-medium wp-image-58371" /></a></p>
<p>Hatten wir einen vielversprechenden Kandidaten gefunden, war die Vorgehensweise fast immer dieselbe, da die Bunker zwar nicht immer komplett identisch, aber doch in den meisten F&#228;llen sehr &#228;hnlich waren.</p>
<p>Der erste Schritt bestand in der Regel darin, einen Stein oder &#228;hnliches durch die Schie&#223;scharte ins Innere zu werfen, um gr&#246;&#223;eres Getier zu vertreiben. Ein Bunker bietet im Sommer ein schattiges Pl&#228;tzchen und im Winter einen Unterschlupf  &#8211; daher war dieser kleine „Weckruf“ in vielen F&#228;llen &#228;u&#223;erst angebracht, um sp&#228;ter im abgedunkelten Bunker nicht zu viel Gesellschaft zu haben. Allein war man jedoch nie.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/Umbau_01.jpg" rel="lightbox[58365]"><img title="Umbau © Tim H&#246;lscher"  src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/Umbau_01-650x487.jpg" alt="Umbau © Tim H&#246;lscher" width="650" height="487" class="aligncenter size-medium wp-image-58373" /></a></p>
<p>Anschlie&#223;end wurde das im Inneren ben&#246;tigte Material in den Bunker gebracht: Lichtdicht verpacktes Fotopapier, eine Leerrolle f&#252;r das belichtete Material, zwei Stative und eine wei&#223;e Holzplatte als Projektionsfl&#228;che sowie ein kleiner Hocker f&#252;r meinen Aufenthalt im Bunker w&#228;hrend der Belichtung. </p>
<p>In die Schie&#223;scharte wurde ein Holzbrett eingesetzt, in dessen Mitte eine Irisblende montiert war. Die R&#228;nder wurden extrem sorgf&#228;ltig abgedichtet, weil die Lochblende f&#252;r das eigentliche Foto nur etwa einen Millimeter weit ge&#246;ffnet werden sollte und deshalb jeder Spalt eine Konkurrenz f&#252;r das eigentliche Loch dargestellt h&#228;tte. Im Inneren des Bunkers wurde eine wei&#223;e Holzplatte als Projektionsfl&#228;che mit Hilfe von Stativen gegen&#252;ber der Schie&#223;scharte positioniert. </p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/Umbau_02.jpg" rel="lightbox[58365]"><img title="Umbau © Tim H&#246;lscher"  src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/Umbau_02-650x487.jpg" alt="Umbau © Tim H&#246;lscher" width="650" height="487" class="aligncenter size-medium wp-image-58374" /></a></p>
<p>Sobald dieser grundlegende Aufbau erledigt war, konnte die eigentliche Arbeit im Inneren beginnen. Mein mitgereister Kollege Kristian Barthen begann, den Bunkereingang von au&#223;en lichtdicht zu verschlie&#223;en, w&#228;hrend ich mich im Inneren des Bunkers auf einen l&#228;ngeren Aufenthalt einrichtete. </p>
<p>Sobald der Eingang einigerma&#223;en verschlossen war, bot sich bei weit ge&#246;ffneter Irisblende nach kurzer Gew&#246;hnungszeit f&#252;r die Augen ein eindrucksvolles Bild: Das Innere des Bunkers war komplett erf&#252;llt mit einem Abbild der Landschaft, die der Schie&#223;scharte gegen&#252;berlag. </p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/Umbau_04.jpg" rel="lightbox[58365]"><img title="Umbau_04"  src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/Umbau_04-650x487.jpg" alt="Umbau © Tim H&#246;lscher" width="650" height="487" class="aligncenter size-medium wp-image-58375" /></a></p>
<p>Die Projektion beschr&#228;nkte sich nicht auf die Holzplatte, sondern erf&#252;llte den gesamten Raum. Da ich die Breite der Platte recht genau auf die Innenma&#223;e des Bunkers angepasst hatte, war der Bewegungsspielraum zur Auswahl eines Bildausschnittes sehr begrenzt. Meine Aufgabe als Fotograf im Bunkerinneren beschr&#228;nkte sich aus diesem Grund eher darauf, das von der Schie&#223;scharte vorgegebene Bild im Inneren des Bunkers „einzufangen“, ohne dabei allzu viel an der Komposition des Bildes arbeiten zu k&#246;nnen. </p>
<p>Tats&#228;chlich wurde dieser Aufnahmebereich meiner Kamera schon zu Zeiten der Diktatur festgelegt, als die Architekten der Bunker &#252;ber die Ausrichtung der &#252;ber 750.000 Schie&#223;scharten entscheiden mussten – eine Frage, deren L&#246;sung aufgrund der unz&#228;hligen Standorte eine absolute Mammutaufgabe gewesen sein muss. </p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/Umbau_05.jpg" rel="lightbox[58365]"><img title="Umbau © Tim H&#246;lscher"  src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/Umbau_05-650x487.jpg" alt="Umbau © Tim H&#246;lscher" width="650" height="487" class="aligncenter size-medium wp-image-58376" /></a></p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/Umbau_07.jpg" rel="lightbox[58365]"><img title="Umbau © Tim H&#246;lscher"  src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/Umbau_07-650x487.jpg" alt="Umbau © Tim H&#246;lscher" width="650" height="487" class="aligncenter size-medium wp-image-58379" /></a></p>
<p>Sobald der Bunker komplett abgedichtet war, wurde die Irisblende bis auf einen Millimeter verschlossen und mit einem Tageslichtfilter versehen, der das einfallende Licht nochmals um eine Blende verringerte. Im Bunkerinneren fixierte ich das Ilfochrome-Papier auf der Projektionsfl&#228;che. Da es im unentwickelten Zustand eine dunkelbraune Oberfl&#228;che hat, war von der Landschaftsprojektion nun nicht mehr viel zu erkennen. </p>
<p>Versuche mit Teststreifen, die dank der mitgebrachten Entwicklungsmaschine im zum mobilen Labor umgebauten Bulli direkt am Bunker entwickelt wurden, hatten eine Belichtungszeit von ca. 2 Stunden bei strahlendem Sonnenschein ergeben. Diese Zeit musste ich also definitiv unbeweglich unterhalb der Schie&#223;scharte verharren, um im Anschluss das Papier wieder von der Fl&#228;che zu entfernen und es lichtdicht zu verpacken. </p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/Entwicklung_01.jpg" rel="lightbox[58365]"><img title="Entwicklung @ Tim H&#246;lscher"  src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/Entwicklung_01-650x487.jpg" alt="Entwicklung @ Tim H&#246;lscher" width="650" height="487" class="aligncenter size-medium wp-image-58377" /></a></p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/Entwicklung_02.jpg" rel="lightbox[58365]"><img title="Entwicklung © Tim H&#246;lscher"  src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/Entwicklung_02-650x487.jpg" alt="Entwicklung © Tim H&#246;lscher" width="650" height="487" class="aligncenter size-medium wp-image-58378" /></a></p>
<p>Die genaue Belichtungszeit wurde flexibel an die &#228;u&#223;eren Bedingungen angepasst – mehr Wolken am Himmel bedeuteten weniger Lichteinfall und somit eine Verl&#228;ngerung meiner „Sitzung“. Am Rande bemerkt machte die Tatsache, dass das Bleichbad im P-30 Prozess zur Entwicklung der Probestreifen Schwefels&#228;ure enth&#228;lt, den anschlie&#223;enden Aufenthalt im Auto zu einem unangenehmen Unterfangen, da der Geruch nach faulen Eiern sich erstaunlich lange im Wageninneren halten konnte.  </p>
<p><strong>Die Ergebnisse</strong></p>
<p>Nat&#252;rlich bringt diese spezielle Art und Weise, Fotografien zu erstellen, Widrigkeiten und k&#246;rperlichen Entbehrungen mit sich. Der Augenblick, der sie jedoch jedes Mal aufs Neue lohnenswert erscheinen l&#228;sst, ist der Moment, wenn die fertigen Unikate aus der Maschine laufen und zum ersten Mal betrachtet werden k&#246;nnen. </p>
<p>Aus mehrw&#246;chigen Reisen mit vielen Strapazen und noch mehr Erlebnissen werden in diesem Moment Landschaftsfotografie-Unikate, die durch den Ort ihrer Entstehung aufgeladen sind mit der Geschichte eines ganzen Landes. </p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/06_Rrjull.jpg" rel="lightbox[58365]"><img title="Rrjull © Tim H&#246;lscher"  src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/06_Rrjull-650x328.jpg" alt="Rrjull © Tim H&#246;lscher" width="650" height="328" class="aligncenter size-medium wp-image-58381" /></a></p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/03_Plazhi-I-Generalit.jpg" rel="lightbox[58365]"><img title="Plazhi-I-Generalit © Tim H&#246;lscher"  src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/03_Plazhi-I-Generalit-650x325.jpg" alt="Plazhi-I-Generalit © Tim H&#246;lscher" width="650" height="325" class="aligncenter size-medium wp-image-58383" /></a></p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/04_Pogradec.jpg" rel="lightbox[58365]"><img title="Pogradec © Tim H&#246;lscher"  src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/04_Pogradec-650x294.jpg" alt="Pogradec © Tim H&#246;lscher" width="650" height="294" class="aligncenter size-medium wp-image-58385" /></a></p>
<p>Die Tatsache, dass die Bauwerke selbst das Bild liefern und ich es lediglich „abholen“ muss, entfacht meine Faszination f&#252;r diese Art der Fotografie immer wieder aufs Neue. Jeder Ort oder Gegenstand, der sich verdunkeln und mit lichtempfindlichem Material best&#252;cken l&#228;sst, kann eine Kamera sein, die mit ihrem Motiv auf besondere Weise verbunden ist. Dies l&#228;sst im wahrsten Sinne Raum f&#252;r unendlich viele k&#252;nstlerische Konzepte.</p>
<p>Wer sich nach diesem Bericht intensiver f&#252;r meine Bunkerbilder sowie weitere Arbeiten aus den letzten sechs Jahren interessiert, dem sei mein gerade im Zentralverlag Berlin erschienenes Buch <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3981241738/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3981241738&#038;linkCode=as2&#038;tag=kwerfeldein-21" target="_blank">„Experimentelle Wege zum Bild“</a>* ans Herz gelegt (auch &#252;ber <a href="http://timhoelscher.de/?p=319" target="_blank">meine Website</a> erh&#228;ltlich). Darin enthalten sind neben dieser Arbeit viele verschiedene Ans&#228;tze auf meiner Suche nach alternativen Wegen zur Bilderstellung, die sich etwas abseits der konventionellen Fotografie bewegen.</p>
<p><span style="color: #888; font-size: small">* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr dar&#252;ber etwas bestellt, erhalten wir eine Provision, Ihr zahlt aber keinen Cent mehr.</span></p>
<p></p>
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		</item>
		<item>
		<title>27. April 2013</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Apr 2013 16:23:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katja Kemnitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausblick]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Ein Beitrag von: <strong>Christopher Wesser</strong></p><p></p>
]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Beitrag von: <strong>Christopher Wesser</strong></p><p><a href="http://www.flickr.com/photos/chwesser/8682489409/in/pool-_ausblick"><img title="Christopher Wesser"  src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/Christopher-Wesser-960x640.jpg" alt="Christopher Wesser" width="960" height="640" class="alignnone size-large wp-image-58559" /></a></p>
<p></p>
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		<title>Im Gespr&#228;ch mit Frank Buttenbender</title>
		<link>http://kwerfeldein.de/2013/04/22/im-gesprach-mit-frank-buttenbender/</link>
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		<pubDate>Mon, 22 Apr 2013 06:34:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katja Kemnitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>
		<category><![CDATA[Portrait]]></category>
		<category><![CDATA[festival]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Buttenbender]]></category>
		<category><![CDATA[gastartikel]]></category>
		<category><![CDATA[gothic]]></category>
		<category><![CDATA[interview]]></category>
		<category><![CDATA[konzertfotografie]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Ein Beitrag von: <strong>Frank Buttenbender</strong></p>Ich verfolge Dich ja jetzt schon eine Weile bei Facebook. Fast jede Woche gibt es dort wieder neue Konzert- und Festivalbilder zu bewundern. Klingt, als h&#228;ttest Du einen Traumjob. Ist er das? Das ist tats&#228;chlich ein Traum, allerdings kein Job, denn ich arbeite nur im eigenen Auftrag f&#252;r mein eigenes kleines Onlinemagazin. Das verschafft mir [...]<p></p>
]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Beitrag von: <strong>Frank Buttenbender</strong></p><p><strong>Ich verfolge Dich ja jetzt schon eine Weile bei <a href="http://www.facebook.com/frankbuttenbenderkonzertfotografie" target="_blank">Facebook</a>. Fast jede Woche gibt es dort wieder neue Konzert- und Festivalbilder zu bewundern. Klingt, als h&#228;ttest Du einen Traumjob. Ist er das?</strong></p>
<p>Das ist tats&#228;chlich ein Traum, allerdings kein Job, denn ich arbeite nur im eigenen Auftrag f&#252;r mein eigenes kleines <a href="http://www.opus-ultimum.de" target="_blank">Onlinemagazin</a>. Das verschafft mir einerseits die Freiheit, nur die Konzerte zu fotografieren, die mich interessieren, hat teilweise aber auch den Nachteil, nicht alle K&#252;nstler vor die Linse zu bekommen. Zumindest nicht die Herrschaften, die noch immer im Internet eine Bedrohung sehen und nur Printmedien akkreditieren. </p>
<p>Mitunter fragen nach meiner eigenen Ver&#246;ffentlichung auch Printmagazine an und ich gehe darauf ein, aber im Auftrag anderer arbeite ich nur sehr ungern. Noch besser ist die Situation nat&#252;rlich dann, wenn man einen pers&#246;nlichen Draht zur Band bzw. deren Management hat. </p>
<p>Dann findet man vor Ort auch ganze andere Bedingungen vor. Aber um zum Ausgangspunkt zur&#252;ckzukommen; ja, es ist traumhaft, da es mir Gelegenheit gibt, gro&#223;artige Konzerte zu besuchen und gleichzeitig zumindest einen Teil zum Ganzen beitragen zu k&#246;nnen.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/noyce-tm.jpg" rel="lightbox[56106]"><img title="noyce TM von Frank Buttenbender"  src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/noyce-tm-650x433.jpg" alt="noyce TM von Frank Buttenbender" width="650" height="433" class="aligncenter size-medium wp-image-57571" /></a></p>
<p><strong>Bekommst Du denn bei der Arbeit &#252;berhaupt etwas vom Konzert mit? Die unberechenbaren Lichtsituationen, schnelle Bewegungen der Musiker &#8211; das alles erfordert ja eine hohe Konzentration. Kann man dabei die Musik genie&#223;en?</strong></p>
<p>Gute Frage. Wenn ich das komplette Konzert fotografieren kann, bekomme ich nicht wirklich viel mit vom Geschehen. Aber das ist nicht die Regel, denn meistens ist ja nach drei Songs Schluss und man kann sich dem Konzert selbst widmen. Allerdings ist auch dann nicht ausgeschlossen, dass man den Lichtsituationen auf der B&#252;hne mehr Beachtung schenkt als der Musik. </p>
<p>Um diese wirklich zu genie&#223;en, bin ich ohnehin lieber zuhause und h&#246;re in aller Ruhe ein Album auf CD oder Vinyl an. Bevor ich mit der Konzertfotografie begonnen habe, war ich daher auch kaum mal bei einem Konzert dabei. Und ich mag das eigentlich auch gar nicht. Zu viele Menschen auf engem Raum, der Sound ist meist &#252;bersteuert, die Luft schlecht&#8230; beim Fotografieren kann man das alles ausblenden, aber ohne das w&#252;rde ich vermutlich nie Konzerte besuchen.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/das-ich.jpg" rel="lightbox[56106]"><img title="Das Ich von Frank Buttenbender"  src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/das-ich-650x434.jpg" alt="Das Ich von Frank Buttenbender" width="650" height="434" class="aligncenter size-medium wp-image-57575" /></a></p>
<p><strong>Interessant, ein Konzertfotograf, der an sich keine Konzerte mag. Muss man denn die Bands kennen und m&#246;gen, um gute Bilder zu machen?</strong></p>
<p>Es ist vor allem motivierend, Bands zu fotografieren, die man mag oder vielleicht bislang noch nicht fotografieren konnte. Aber f&#252;r gute Bilder reicht allein das nicht aus, manche K&#252;nstler sind aufgrund ihrer Statur oder ihres extremen Bewegungsdrangs generell schwieriger zu fotografieren und andere m&#246;gen keine guten Lichtbedingungen. Da n&#252;tzt dann mitunter das Wollen auch nicht viel. </p>
<p>Manchmal sind die Ergebnisse aber trotzdem ganz passabel, das darf man dann gern der eigenen Tagesform zuschreiben oder ein paar gl&#252;cklichen Momenten. Aber selbst bei perfekten Bedingungen, viel Zeit und guter Form wird es immer ein Foto geben, das man nicht gemacht hat. Vielleicht ist das auch der Grund f&#252;r den bleibenden Antrieb, beim n&#228;chsten Mal wiederzukommen.</p>
<p>Die Leute auf der B&#252;hne zu kennen, ist schon ein Vorteil. Es ist gut, wenn man wei&#223;, wer gern auf welcher Seite das Mikro h&#228;lt, wie gro&#223; die Bandmitglieder sind, ob sie dazu neigen, in den Graben oder ins Publikum zu springen und dergleichen mehr. Ein zu viel an Vorbereitung k&#246;nnte allerdings die n&#246;tige Spontaneit&#228;t ein wenig hemmen, so dass ich mir meistens nicht allzu viele Gedanken mache. </p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/laibach.jpg" rel="lightbox[56106]"><img title="Laibach von Frank Buttenbender"  src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/laibach-650x487.jpg" alt="Laibach von Frank Buttenbender" width="650" height="487" class="aligncenter size-medium wp-image-57578" /></a></p>
<p><strong>Gibt es da eine Band, bei der es Dir besonders viel Spa&#223; macht?</strong></p>
<p>Derzeit muss ich da unbedingt die Band IAMX nennen, die mir auch musikalisch am meisten bedeutet. Ich habe sie erst einmal fotografiert, aber demn&#228;chst erf&#228;hrt die Zusammenarbeit eine Fortsetzung. Gute Ergebnisse und daher viel Spa&#223; gab es in der Vergangenheit mit den Bands Diorama, Project Pitchfork, Laibach oder Lacrimosa. Von den bekannteren K&#252;nstlern ist mir vor allem ein Abend mit Nick Cave in guter Erinnerung. Auf der Wunschliste stehen die Nine Inch Nails ganz oben.</p>
<p><strong>Wie wichtig ist die Technik bei Deiner Arbeit und mit welcher Ausr&#252;stung arbeitest Du?</strong></p>
<p>Wichtig ist sie insofern, als dass sie mich in die Lage versetzt, unter teilweise extremen Bedinungen ordentliche Fotos zu machen. Derzeit benutze ich eine Nikon D700, eine Nikon D200 sowie einige lichtstarke Festbrennweiten. Damit bin ich derzeit zufrieden. Ich w&#252;rde dennoch sagen, dass ein gutes, schnelles Auge sowie Erfahrung weitaus wichtiger sind als die optimale Ausr&#252;stung. </p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/the-sisters-of-mercy.jpg" rel="lightbox[56106]"><img title="The sisters of mercy von Frank Buttenbender"  src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/the-sisters-of-mercy-650x433.jpg" alt="The sisters of mercy von Frank Buttenbender" width="650" height="433" class="aligncenter size-medium wp-image-57576" /></a></p>
<p><strong>Aber ein gutes, schnelles Auge n&#252;tzt nichts, wenn die Kamera nicht &#252;ber ISO 400 hinausgeht, oder?</strong></p>
<p>Es ist schon beides wichtig, keine Frage. Komisch sind immer so &#196;u&#223;erungen, wie „Du machst ja bessere Fotos, weil Du die bessere Kamera hast.“ Das ist sehr wirklichkeitsfern, denn ein ambitionierter Fotograf wird eher Wege und Mittel finden, bessere Technik zu verwenden, als neidvoll auf andere zu schielen.</p>
<p><strong>Ich frage mich oft, warum so viele Fans auf Konzerten ihr Handy um Fotos bem&#252;hen. Gute Bilder schafft man damit aus der meist doch sehr gro&#223;er Entfernung nicht, oder?</strong></p>
<p>Die Handy-Knipser und Filmer sind ein ganz anderes Thema. Ich denke mal, denen geht es nicht so sehr um Qualit&#228;t, sondern um den Beweis der eigenen Teilnahme. Mit Web 2.0 Apps wie Facebook und YouTube ist das Dabeisein und Mitmachen ganz wichtig geworden, wichtiger offenbar, als das pure Konzerterlebnis selbst.</p>
<p>Einige K&#252;nstler sprechen sich daher auch gegen die Verwendung von Handyknipsen aus, was ich ihnen hoch anrechne. Aber es gibt nicht nur zu viele Handyknipser, es gibt auch deutlich zu viele Leute, die sich um den Einzug in den Fotograben dr&#228;ngeln. Da ist in den letzten Jahren leider vieles in eine fragw&#252;rdige Richtung gelaufen.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/eisbrecher.jpg" rel="lightbox[56106]"><img title="Eisbrecher von Frank Buttenbender"  src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/eisbrecher-650x432.jpg" alt="Eisbrecher von Frank Buttenbender" width="650" height="432" class="aligncenter size-medium wp-image-57580" /></a></p>
<p><strong>Ja, von den K&#228;mpfen im Fotograben h&#246;rt man selbst als Nicht-Konzertfotograf in der Tat h&#228;ufig. Woher kommen die ganzen Fotografen auf einmal und wo kann man ansetzen, um das Problem aufzul&#246;sen?</strong></p>
<p>Die Zugangsbarierren sind einfach wesentlich niedriger als fr&#252;her. Digitalfotografie und Internet sind zwei wichtige Gr&#252;nde daf&#252;r, dass es in diese Richtung gegangen ist. Veranstalter sehen sich daher mit weitaus mehr Anfragen konfrontiert und soweit es m&#246;glich ist, wird diesen Anfragen auch entsprochen. </p>
<p>Denn im Zweifel sind mehr Vorabwerbung und Nachberichterstattung immer lukrativer als die zwei, drei Lokalmedien, die zur Analogzeit berichtet haben. Da die richtige Auswahl zu treffen, ist sicher nicht einfach und auch mal nein zu sagen leider nicht die Regel.</p>
<p><strong>Wenn man die Zugangsbarierren erh&#246;ht, w&#228;re Deine Arbeit nicht auch in Gefahr? Als eigener Auftraggeber f&#252;r ein Online-Magazin bist Du doch wahrscheinlich einer der vielen neuen Fotografen im Graben, oder?</strong></p>
<p>Das k&#246;nnte man meinen, allerdings haben sich in den vergangenen Jahren einige gute Kontakte entwickelt, die mich zumindest innerhalb der alternativen Musikszene zuvorkommend behandeln. Das Online-Magazin war aber letztlich immer nur Mittel zum Zweck, denn ich bin dort weit davon entfernt, richtigen Journalismus zu betreiben. </p>
<p>Wesentlich lieber w&#228;re mir daher die n&#228;here Bindung an einzelne Bands, das w&#252;rde dann auch eher zu einzigartigen, au&#223;ergew&#246;hnlichen Fotos f&#252;hren und die beschriebene Situation gar nicht erst entstehen lassen. </p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/fields-of-the-nephilim_lacuna-coil.jpg" rel="lightbox[56106]"><img title="fields of the nephilim &amp; lacuna coil von Frank Buttenbender"  src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/fields-of-the-nephilim_lacuna-coil-650x488.jpg" alt="fields of the nephilim &amp; lacuna coil von Frank Buttenbender" width="650" height="488" class="aligncenter size-medium wp-image-57582" /></a></p>
<p><strong>M&#246;chtest Du als eine Art pers&#246;nlicher Fotograf Bands f&#252;r eine Tour oder zumindest ein paar Konzerte begeleiten oder wie kann ich mir das vorstellen?</strong></p>
<p>F&#252;r einzelne Konzerte ist das bereits schon so geschehen, eine komplette Tour w&#228;re allerdings eine neue Erfahrung, die ich unter gegebenen Umst&#228;nden gern machen w&#252;rde.</p>
<p><strong>Auch wenn bereits zu viele Fotografen im Konzertgraben stehen: Hast Du vielleicht Tipps f&#252;r angehende Konzertfotografen?</strong></p>
<p>Ein Tipp w&#228;re eventuell, nicht so sehr die anderen Fotografen und ihre Fotos als Vorbild vor Augen zu haben, sondern eher zu versuchen, so fr&#252;h wie m&#246;glich einen eigenen Weg der Bildsprache zu entwickeln. Ich war am Anfang sehr aktiv in der Fotocommunity, was letztlich aber ein Fehler war, denn dort wird eher das Streben nach einem Konsensgeschmack gef&#246;rdert als die eigene Entwicklung. </p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/zeromancer.jpg" rel="lightbox[56106]"><img title="Zeromancer von Frank Buttenbender"  src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/zeromancer-650x432.jpg" alt="Zeromancer von Frank Buttenbender" width="650" height="432" class="aligncenter size-medium wp-image-57583" /></a></p>
<p><strong>Passend zur Musik w&#252;rde ich Deine Bildsprache als d&#252;ster und kontrastreich beschreiben. Wie w&#252;rdest Du sie charakterisieren?</strong></p>
<p>D&#252;ster und kontrastreich, genau. Das hat wohl mit meiner Pers&#246;nlichkeit zu tun, die gern schwarz oder wei&#223; malt, aber niemals grau und selten farbig. Farbe gibt es vermehrt dann zu sehn, wenn es mir bei dem Ereignis gut ging, aber im Nachhinein sind das meist die schlechteren Fotos. Pers&#246;nliche Krisen hingegen haben sich meist positiv auf die fotografischen Ergebnisse ausgewirkt.</p>
<p><strong>Ich finde ja auch Deine wenigen farbigen Bilder sch&#246;n. Entscheidest Du bereits w&#228;hrend des Konzertes, ob die Bilder am Ende schwarzwei&#223; werden? Und wieviel Nachbearbeitung steckt &#252;berhaupt in den Bildern?</strong></p>
<p>Das ist zun&#228;chst davon abh&#228;ngig, welche Bedingungen vor Ort herrschen. Im Gegensatz zur oftmals vertretenen Meinung, schwarzwei&#223; sei nur eine Notl&#246;sung, ist es bei mir eher umgekehrt: Ich versuche fast immer, die Fotos im Ergebnis schwarzwei&#223; zu bekommen. </p>
<p>Aber manche Farbkonstellationen lassen dies einfach nicht in gen&#252;gendem Ma&#223;e zu. Wenn das Ergebnis farbig ausf&#228;llt, kann es also nicht nur an der guten Verfassung w&#228;hrend des Ereignisses liegen, sondern auch schlichtweg daran, dass die Umwandlung nicht gegl&#252;ckt ist. </p>
<p>Nachbearbeitet werden alle Fotos, zun&#228;chst meist im Schnitt, was eine Folge der Festbrennweiten ist. Dann wird nachgesch&#228;rft, verkleinert und der Kontrast erh&#246;ht. Von Bildmanipulationen halte ich aber nicht so viel. Mir ist der rauhere Charakter sowieso lieber als eine glattgeb&#252;gelte HDR-Anmutung. </p>
<p>Generell halte ich Farbe f&#252;r problematisch, weil es den Betrachter viel zu sehr vom Geschehen selbst ablenkt. Ich habe auch manchmal den Gedanken, einfach von vornherein schwarzwei&#223; und analog zu fotografieren. Vielleicht werde ich das dem&#228;chst wieder versuchen.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/project-pitchfork.jpg" rel="lightbox[56106]"><img title="Project Pitchfork von Frank Buttenbender"  src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/project-pitchfork-650x432.jpg" alt="Project Pitchfork von Frank Buttenbender" width="650" height="432" class="aligncenter size-medium wp-image-57585" /></a></p>
<p><strong>Das klingt f&#252;r mich nach einer gro&#223;en Herausvorderung. Was steht denn in n&#228;chster Zeit noch an?</strong></p>
<p>Ja, letztlich werde ich aber der Konzertfotografie weiter treu bleiben. Es gibt dann auch immer mal Anfragen der Musiker f&#252;r gestellte Fotos. Ich habe mich allerdings nie so richtig wohl gef&#252;hlt, wenn es darum ging, selbst Regie zu f&#252;hren, so dass ich das lieber anderen &#252;berlasse. </p>
<p>Falls alles klappt, werde ich in der n&#228;chsten Zeit Konzerte von IAMX, Rammstein und Dead Can Dance besuchen. Zudem freue ich mich auf verschiedene Open Air Events im Sommer auf einer malerisch gelegenen Festung in der N&#228;he meiner Heimatstadt, zu denen mich der Veranstalter bereits eingeladen hat.</p>
<p><strong>Dann viel Erfolg dabei! Ich bin gespannt auf die neuen Bilder.</strong></p>
<p></p>
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		<title>21. April 2013</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Apr 2013 15:00:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katja Kemnitz</dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Beitrag von: <strong>Lars Zimmermann</strong></p><p><a href="http://www.flickr.com/photos/photographyzimmermann/8198505481/"><img title="Daniela"  src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2013/04/Daniela-960x735.jpg" alt="Daniela" width="960" height="735" class="alignnone size-large wp-image-58203" /></a></p>
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