90 Minuten mit der Kamera

9. 2. 2010, 7:00 Uhr

Liebe Leute, gestern Spätmittag habe ich meine Kamera geschnappt und bin wiedermal durch Jöhlingen gezogen, um interessante Motive zu finden und die Stimmung einzufangen. Zugegebenermaßen war es ausserordentlich kalt, hat sich aber dennoch geloht. Nach ca. 1 1/2h fotografieren war ich froh, wieder zu Hause zu sein und ich habe ein paar Fotos vom Shooting ausgewählt & bearbeitet.

Ich kann gar nicht genau sagen, warum, aber ich erlebe Jöhlingen meist eher traurig, was evtl. daran liegen mag, dass man zu bestimmten Uhrzeiten nur selten einem Menschen begegnet. Diese Melancholie, diese Stille begenet mir häufig; insbesondere das habe ich versucht, mit der Kamera festzuhalten.

Hier mal ein paar Bilder vom gestrigen Shooting – vielleicht gefallen Euch ja ein paar davon. In der vergrößerten Ansicht könnt ihr auch mit den Pfeiltasten rechts und links durch die Fotos navigieren.

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TION 2010: Bin da, wer noch?

8. 2. 2010, 11:45 Uhr

TION 2010

Die Damen, die Herren, ich stelle vor: TION 2010, ein Photoshop & Community-Event. TION wird am 24./25. April diesen Jahres im Kölner E-Werk stattfinden und einige fähige Experten am Start haben: Calvin Hollywood, Uli Staiger und Martin Krolop dürften hier wohl den meisten ein Begriff sein.

Um das Ganze etwas greifbarer zu machen, hier mal der offizielle Trailer zu TION {Empfehlung: Fullscreen}.

Bei TION geht es darum, sich gegenseitig weiterzubringen. Dafür sind zum einen fähige Referenten da, die das Thema Photoshop und Fotografie ordentlich pushen werden. Ein Blick in die Referentenliste ist hierzu sicher hilfreich und lässt erahnen, wieviel Potential in TION steckt.

Die Fotografie wird hier sicherlich nicht zu kurz kommen, denn während die Referenten ihre Vorträge halten, wird es in separaten Räumen Shootings zu unterschiedlichsten Themen (Belichtungsmessung, entfesseltes Blitzen, Still-Life und mehr) geben.

Ausserdem ist TION ein Community-Event, das ganz bewusst auch den Fokus auf Austausch und persönlichen Kontakt legt – was mir sehr sympatisch ist. Somit wird neben den Vorträgen viel Zeit für gemütliches Quatschen und Kennenlernen sein.

Wer oben im Trailer oder auf der Referentenliste meinen Namen gesehen hat, hat sich nicht verguckt. Als Referent werde ich ebenfalls zu TION etwas beitragen und die gesamten zwei Tage nutzen, um für Besucher und Interessierte ansprechbar zu sein. Dabei freue ich mich insbesondere darauf, Leser von kwerfeldein.de kennenzulernen und gemeinsam ein Käffchen (oder whatever) zu schlürfen ;)

Ich bin also da, wer noch?

browserFruits: Das Fotografie Special der Woche

7. 2. 2010, 9:55 Uhr

Pünktlich wie (fast) jeden Sonntag im Jahr serviere ich Euch heute wieder die browserFruits, eine kleine Sammlung an interessanten Links, die mir im Laufe der Woche begegnet sind. Bunt gemischt geht es auch diese Woche zu und mein Hightlight ist David Murphy’s Fragestellung zum Journalismus, die er an der Berichterstattung über Haiti aufzieht.

Viel Spaß beim Stöbern!

Foto-Spezial

i need you to hurry up now by scottelbot Anticipation of a phenomenon... by * WE * Ahmad & Graça photo.jpg by SeenyaRita Fishing Pier  by Ape Flavored! Go | 2010 by Methanie Those who left by isolano.
5-6-10-8-4 by Ann LT
Doors of perception by Ruud Raats fl_chernobyl_©jeremynicholl_018ua100141.jpg by jeremy_nicholl 1975...but where? by rappensuncle stadion x-lecia by kbx / kobas laksa  by metallissimus
123 by Marcin M. sm10-09R6227  by ducoingluis * solitude by c.zwerg Strange things... by fotogamie The Farmer's Market by isayx3 Stormy Flatiron by .: Philipp Klinger - 5.000.000 views - THANKS!  :.
the remains of the day by shades of mediocrity Waterboarding by STCM Kathmandu by Emmanuel Smague Preview: Commissioned work for publicity agency by Benoit.P little reminders by shades of mediocrity Samuele by .unsuono.

Fotografie im deutschsprachigen Raum

# Stefan Groenveld war auf einem ARD-Shooting dabei und hat für die grausigen Verhältnisse dort wirklicht gute Fotos der Schauspieler gemacht. Kompliment.

# Macht eine Ausbildung zum Fotografen heute noch Sinn? Bei Martin Wolf gibt es einen sehr guten Gastartikel von Michael Kirchner dazu.

# Was den Umgang mit Licht betrifft, zeigt Kai Wiechmann teilweise sehr spannende Arrangements.

# Die Konzertfotografen mit FotoTv-Abo werden sich freuen, denn es beginnt eine Reihe mit dem nicht unbekannten Peter Wafzig.

# Der Stilpirat schwärmt wieder: “That’s why I love film”. Sehr schöne Sachen dabei.

# Ein Blick auf Johannes Heuckeroth’s Photoblog wird meinerseits selten enttäuscht. Absolut empfehlenswert.

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Kameras bequem vergleichen mit Snapsort

6. 2. 2010, 1:22 Uhr

Ihr kennt das sicher auch. Ihr habt Euch dazu entschieden eine neue Kamera zu kaufen und nach einer Weile suchen und forschen im Netz habt ihr Eure Wahl auf zwei bis drei Kameras eingegrenzt. Doch welche von den dreien passt am Besten? Was kann die eine, was die andere nicht kann?

Datenblätter und Produkt-PDFs verschiedener Kamerahersteller durchzuwühlen und zu scannen kann mühsam sein und manchmal wünscht man sich einfach den direkten Vergleich auf einer Seite, ohne hin und her-skippen.

Dafür gibt es eine {englischsprachige} Webseite, die sich den Vergleich unterschiedlicher Kameras auf die Fahnen geschrieben hat:

Snapsort.

Bei Snapsort kann man ganz einfach die Bezeichnung zweier Kameras eingeben, klickt auf “Compare” und schon bekommt man den direkten Vergleich schön ordentlich aufgelistet. Dabei werden wichtige Unterschiede & Gemeinsamkeiten herausgestellt und von Snapsort ein “Gewinner” ermittelt.

Der ist aber meiner Meinung nach mit Vorsicht zu genießen, da Snapsort selbst den Punkten eine eigene Gewichtung verleiht. Daher macht es Sinn, darauf zu achten, welche Unterschiede für den eigenen Bedarf am stärksten ausfallen. Snapsort ersetzt also keinesfalls die eigene Beurteilung.

Leider sind die Unterschiede und Gemeinsamkeiten sehr komprimiert dargestellt, aber für einen schnellen Vergleich von zwei Kameras finde ich Snapsort sehr praktisch.

Mein Tipp vor dem Kamerakauf, auch nach dem Vergleich ist immer: Erst mal in die Hand nehmen. Edit: Weitere Tipps zum Kamerakauf habe ich hier schonmal formuliert.

Kameras bequem vergleichen mit Snapsort

Lohnt sich Social Media für Fotografen?

5. 2. 2010, 3:40 Uhr

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Tipp: Wer keine Zeit zum Lesen hat, kann sich den Artikel heute von mir vorlesen lassen.

Diese Woche wurde ich von einer geschätzten Kollegin gefragt, ob es sich aus meiner Sicht lohnen würde, als Fotograf heute in soziale Medien zu investieren. Da wurde mir bewusst, dass ich dazu hier bisweilen zurückhaltend war. Und das auch nicht ohne Grund.

Zum einen, weil das Netz sowieso schon völlig überladen ist mit Prognosen, Diagnosen und nichtssagenden Statistiken. Ausserdem wollte ich mich keinesfalls in die Liste selbsternannter “Social-Media-Experts” einreihen, die einem das Blaue vom Himmel versprechen und mit einer weiteren 10-Punkte-Liste auffahren, wie man mehr Follower auf Twitter bekommt.

Und trotzdem möchte ich es heute wagen, mal wieder “laut zu denken” und mal weit gefasst auf die Frage einzugehen.

Probieren geht über Studieren. Nach fünf Jahren Bloggen, drei Jahren twittern und einer Weile Facebook bin ich felsenfest überzeugt: Es “funktioniert” nicht. Tue A rein und ziehe B heraus ist eine der größten Fehlinterpretationen von Social Media. Es ist eben keine Milchmädchenrechnung, auch wenn es sicher Tendenzen gibt.

Und trotzdem glaube ich, dass meine Kollegin mit der Frage nicht alleine ist. Misst man meiner letzten Umfrage Bedeutung bei, dann wissen wir, dass die meisten Leser dieses Blogs nicht twittern. Von 1240 Stimmen wählten 57% Nein – und das ist immer noch die Mehrheit.

Diese Mehrheit sagt NEIN zu Twitter, aber JA zu diesem Blog. Dies müssen wir bei der Auswertung berücksichtigen. Es handelt sich also nicht um Menschen, die mit dem ganzen Internetkram nichts am Hut haben wollen. Ich möchte aber keinem der 57% irgendwas aufschwätzen. In erster Linie bin ich Beobachter und kein Evangelist.

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Was mir Fotografie bedeutet

4. 2. 2010, 10:57 Uhr

Was mir Fotografie bedeutet: Auf Vimeo

Gestern Abend habe ich die Slideshowfunktion meines Flickr-Streams aufgenommen und dazu ein bisschen erzählt, was ich mit der Fotografie verbinde. Daraus resultiert nun ein Video mit ein paar persönlichen Gedanken und Perspektiven.

Das Video ist nicht unbedingt dafür gedacht, in Fullscreen angeschaut zu werden und ein paar Sachen sind nicht so, wie ich es gerne hätte. Jetzt belasse ichs aber dabei, perfekt wird es eh nie sein ;)

Falls ihr das Video nicht sehen könnt, hier geht’s zum Download.

Miniatur-Fotografie: Die superrealistischen Aufnahmen des Michael Paul Smith

3. 2. 2010, 1:46 Uhr

Miniaturen zu fotografieren ist eine Tätigkeit, der ich, sagen wir mal, sehr selten oder nie nachkomme. Bis auf nette Spielereien mit dem Bokeh und dem Einsatz von Tilt-Shiftobjektiven in der “normalen Welt” kann ich dem Ganzen nicht viel abgewinnen. Zu viel Gefrickel und die Märklin Eisenbahnen meines Vaters fand ich schon früher nicht ganz so spannend.

Heute morgen habe ich meine Meinung etwas korrigiert, denn ich wurde überrascht, verblüfft und sprachlos gemacht. Wie?

Über Umwege gelangte ich auf ein Set von Michael Paul Smith, genannt Photos of my models. Ich zappte die Fotos durch, dachte “naja” und wurderte mich über die Zugriffszahlen des Sets im 7-stelligen Bereich. Erst dann las ich mir die Beschreibung durch (-> wir sehen: Es macht durchaus Sinn, auch mal Beschreibungen zu lesen) ;)

Mittendrin wurde ich auf diesen Satz aufmerksam:

NO PHOTOSHOP WAS USED IN THESE PICTURES. IT’S ALL STRAIGHT FROM THE CAMERA.

“Wie jetzt. Die Fotos sind alle mit Modellautos gemacht?”

Ich war etwas betroffen darüber, dass ich es beim ersten Mal nicht sofort gemerkt hatte. Also die Fotos nocheinmal angeschaut und bei genauerem Betrachten wurde klar, dass das keine echten Autos sind. Jetzt war ich noch mehr durcheinander als vorher.

“Warum sehen diese Fotos denn so verdammt echt aus? Die Hintergründe, die Bäume und der Himmel – das kann doch nur mit Photoshop reingemogelt werden.”

Doch irgendwann landete ich dann bei diesen Fotos, die das Geheimnis lüfteten. Offenbar nahm der gute Smith seine Miniaturen manchmal samt Unterlage raus in die Natur und fotografiert sie dann eben im Kontext. Noch ein Beispiel? Vorher, nachher.

“Käpsele” sagt man hier im Süden.