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Tipp: Wer keine Zeit zum Lesen hat, kann sich den Artikel heute von mir vorlesen lassen.
Diese Woche wurde ich von einer geschätzten Kollegin gefragt, ob es sich aus meiner Sicht lohnen würde, als Fotograf heute in soziale Medien zu investieren. Da wurde mir bewusst, dass ich dazu hier bisweilen zurückhaltend war. Und das auch nicht ohne Grund.
Zum einen, weil das Netz sowieso schon völlig überladen ist mit Prognosen, Diagnosen und nichtssagenden Statistiken. Ausserdem wollte ich mich keinesfalls in die Liste selbsternannter “Social-Media-Experts” einreihen, die einem das Blaue vom Himmel versprechen und mit einer weiteren 10-Punkte-Liste auffahren, wie man mehr Follower auf Twitter bekommt.
Und trotzdem möchte ich es heute wagen, mal wieder “laut zu denken” und mal weit gefasst auf die Frage einzugehen.
Probieren geht über Studieren. Nach fünf Jahren Bloggen, drei Jahren twittern und einer Weile Facebook bin ich felsenfest überzeugt: Es “funktioniert” nicht. Tue A rein und ziehe B heraus ist eine der größten Fehlinterpretationen von Social Media. Es ist eben keine Milchmädchenrechnung, auch wenn es sicher Tendenzen gibt.
Und trotzdem glaube ich, dass meine Kollegin mit der Frage nicht alleine ist. Misst man meiner letzten Umfrage Bedeutung bei, dann wissen wir, dass die meisten Leser dieses Blogs nicht twittern. Von 1240 Stimmen wählten 57% Nein – und das ist immer noch die Mehrheit.
Diese Mehrheit sagt NEIN zu Twitter, aber JA zu diesem Blog. Dies müssen wir bei der Auswertung berücksichtigen. Es handelt sich also nicht um Menschen, die mit dem ganzen Internetkram nichts am Hut haben wollen. Ich möchte aber keinem der 57% irgendwas aufschwätzen. In erster Linie bin ich Beobachter und kein Evangelist.
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