Explosions ©
16. Februar 2013

Ein explosives Projekt

Eins der faszinierendsten Dinge an der Fotografie ist die Möglichkeit, Zeit einzufrieren. Fähig zu sein, das Fragment einer Sekunde zu zeigen, das man normalerweise gar nicht sieht und so ein solches in sämtlichen Details studieren zu können. Das ist es, was ich am Projekt „Explosions“ so interessant finde.

Ich liebe es, die Fotografie zu benutzen, um Momente einzufrieren. Das können völlig langweilige, alltägliche Dinge sein, die plötzlich sehr schön aussehen – oder weit gefährlicheres Zeug: Wie Explosionen.

Mein Projekt ist persönlicher Natur, noch lange nicht beendet und ich arbeite nebenher daran. Die Hauptschwierigkeit, diese Form von Bildern zu machen, besteht darin, den richtigen Moment einzufangen, wenn die Explosion am besten aussieht. Das gibt der Fotografie in Form der Aufnahme eine andere Dimension.

Explosion © Ken Hermann

Explosion © Ken Hermann

Explosion © Ken Hermann

Explosion © Ken Hermann

Explosion © Ken Hermann

Explosion © Ken Hermann

Explosion © Ken Hermann

Mir gefällt die Diversität in den Bildern; dass zwei Explosionen niemals gleich aussehen. Obwohl ich sehr viel vorbereite, kann ich niemals voraussehen, wie die Explosion stattfinden wird.

Kürzlich habe ich den Hasselblad Masters Award gewonnen und für das Buch das Thema Skateboarden benutzt – auch da ging es darum, das richtige Timing zu finden, um die Skateboarder in der richtigen Position in der Luft aufzunehmen.

Eine weitere Herausforderung des Explosionen-Projektes war es, eine passende und entlegende Örtlichkeit zu finden, damit Menschen nicht verletzt oder irgendetwas anderes beschädigt würde. Und dennoch brauchte ich einen bestimmten Hintergrund.

Doch das Schwierigste war das Timing. Ich benutze Studiolicht, um den Effekt der Explosionen anzureichern – jedoch reicht es aus, nur einen klitzekleinen Bruchteil einer Sekunde zu spät zu sein, um nur noch ein bisschen Rauch zu sehen.

Dieser Artikel wurde von Ken Hermann auf Englisch geschrieben und von Martin ins Deutsche übersetzt. 

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11 Kommentare

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  1. Tolle Bilder, zumindest teilweise. Und es ist deutlich, dass er weiß, was er tut, wenn er fotografiert. Leider kann ich vom Text nicht das gleiche behaupten, der ist so stückelig und knapp, dass ich darauf gut hätte verzichten können.

  2. Faszinierendes Thema mit teilweise wirklich tollen Fotos. Mir gefallen besonders die Bilder auf denen weniger Feuer sondern mehr Rauch (und weisses Pulver?) zu sehen ist. Allerdings hätte ich mir im Text mehr Hintergrundinformationen bezüglich der Technik gewünscht. Licht set up und sogar der “Bombenbau”. Ich frage mich auch, wie es möglich ist, mit solchen Feuerbällen keinen Schaden anzurichten, besonders auf trockenem Gras oder Feldern.

    • Das letzte Mal, dass hier jemand sehr ausführlich beschrieben hat, wie er mit Feuer gespielt hat (da ist noch nicht einmal etwas in die Luft geflogen), haben wir viele Rückmeldungen bekommen, dass es für unbedarfte Nachmacher gefährlich werden kann. Diese Bedenken fanden wir berechtigt und verzichten daher auf detaillierte Anleitungen dieser Art. Wer sich für Explosionen interessiert, sollte den ausgebildeten Sprengmeister seines Vertrauens konsultieren, der auch mit allen erforderlichen Vorsichtsmaßnahmen bewandert ist.

      • Hallo Aileen,
        da unterstellst Du Euren Lesern aber nicht gerade viel am Intelligenz! ;-)Aber evtl. hast Du sogar recht Menschenverstand ist selten geworden. Auf Thermobecher muss stehen, dass der Inhalt etl. heiß sein könnte ;-) Ein Großteil der Menschen glaubt, dass Autos sofort explodieren wenn sie brennen und versagt dadurch den Verletzten im Auto die Hilfe. In so einem land leben wir! Ich gabe zu das hat nichts mit dem Thema zu tun, ich fande nur Deinen Einwand interessant.

        Die Bilder sind echt toll, einfach spitze! Ein wenig mehr Hintergrundinformation zum Staunen wäre aber wirklich nicht schlecht gewesen.

        Gruß
        Oli

  3. Beeindruckende Aufnahmen, ein wenig mehr aus dem fotografischen Nähkästchen hätte dem Artikel sicherlich gut getan.
    Wie wurde das Timing für die Aufnahmen gemacht? Fernauslöser und Zünder gekoppelt?

  4. Tja wie man´s macht, es ist immer falsch ;-) Also mir reichen die Bilder, ich muss nicht immer wissen wie der Fotograf die gemacht hat.
    Wenn ich so etwas selber machen möchte muss ich halt üben, dass ist doch gerade das schöne an solchen Sachen, sich das selber zu erarbeiten.

  5. Eindrucksvolle Fotos. Tatsächlich hätte etwas mehr Hintergrund dem Artikel gut getan. Man muß ja nicht das Rezept für die Explosionen verraten… Nur dreimal kurz zu schreiben, daß das Timing entscheidend ist, reicht aber irgendwie nicht aus, finde ich…