2013
16. Januar 2013 Lesezeit ~ 5 Minuten

Anleitung zum dämlichsten Fotografen 2013

Für Neulinge an der Kamera kann es sich als massive Herausforderung darstellen, ein maßlos bescheuerter, stieseliger und konservativ-bornierter Fotograf zu werden. Anfänger tun sich schon im Kleinen schwer, auch wenn insgeheim davon geträumt wird, endlich zur Elite der Foto-Deppen zu gehören.

Allerdings muss niemand frühzeitig resignieren, gibt es doch unter erfahrenen Kollegen – sogenannten Profis – recht vielversprechende Vorbilder. Und wem der Traum vom dämlichsten Fotografen auch nach Jahren meilenweit entfernt scheint, könnte diese idiotensichere Anleitung zum unverzüglichen Misserfolg verhelfen.

 

Die Grundlagen

Prüfen Sie nach, ob Sie ein Mann sind. Falls ja, stehen Ihre Chancen gut – als Frau können Sie leider nicht mitmachen.

Kaufen Sie sich eine DSLR – 30 MP sollte die draufhaben. Und Sie sollten wissen, was MP eigentlich heißt, denn Abkürzungen zu benutzen, schindet Eindruck (vorerst). Achten Sie beim Kauf der mindestens zehn Objektive darauf, dass alle einen roten Ring haben, für den schmalen Geldbeutel gibt es auch Fake-Versionen.

Melden Sie sich in einem Foto-Forum an, das beschleunigt den Vorgang. Stellen Sie ein paar ernstgemeinte Anfänger-Fragen und nehmen Sie sich ein Beispiel an den Antworten. Technik-Threads sollten Sie gut im Auge behalten: Eine wahre Inspiration für den jungfräulichen Fotozögling.

Sie sollten sich ein paar Internet-Helden krallen und diesen auf Schritt und Tritt folgen. Besuchen Sie jeden Workshop, den Sie finden können. Besonders originell sind Studio-Workshops mit nackten Mädels (boah geil) und tiefergelegten Golf GTIs.

Jegliche Zeitschriften aus dem Springer-Verlag sind zu konsumieren, ein BILD-Abo ist Pflicht. Gelegentliche Ausschweife in die Porno-Industrie sollten nicht fehlen, schließlich brauchen Sie ständig frische Inspiration.

Treten Sie einem Kamera-Club in Ihrer Heimatprovinz bei und lassen Sie beim Stammtischgesaufe nie Ihr „Baby“ (so sagt Mann dazu) in der Tasche. Sie soll exponiert werden, wofür haben Sie das geile Teil denn sonst gekauft?

Trick: Informieren Sie sich vorher, wo Auslöser und Burst-Modus sitzen, denn die Vorführung von Letzterem wird Ihnen den Applaus jedes noch so ahnungslosen Vollprofis einbringen. Klicklicklicklick!

Achtung! Betreten Sie niemals eine Ausstellung! Sie begeben sich in Gefahr, sich ernsthaft mit der Fotografie auseinanderzusetzen und das ist allerstrengstens zu unterlassen.

Gleiches gilt für Literatur, die sich nicht mit Kameratechnik beschäftigt, sondern Kreativität (Vorsicht!) und ihre Persönlichkeit (braucht kein Mensch) ins Zentrum rückt. Falls Sie sich jedoch dabei ertappt haben, solchen Kehricht zu konsumieren, bleiben Sie bitte ruhig und behalten Sie den Fehltritt für sich.

 

Für Fortgeschrittene

In sämtlichen Social-Media-Kanälen brauchen Sie einen Account, in die Bio (das Feld finden Sie schon) ist die gesamte Kamera-Ausrüstung einzutragen. Sammeln Sie möglichst viele Follower und folgen Sie maximal fünf Personen, Ihren Internethelden. Falls Sie auf die Schnelle keine Follower bekommen, kann das Googeln von „buy 10.000 followers“ oder eine Anmeldung bei Google+ Abhilfe schaffen.

Falls Sie Ihre Visage im Internet verbreiten wollen, sollte Ihr Baby mindestens zwei Drittel des Gesichts bedecken. Bestenfalls hochkant, denn jeder muss sehen, dass Sie auch einen Batteriegriff benutzen besitzen.

Kritik an Ihren Bildern ist stets als persönlicher Angriff zu bewerten. Lobhudeleien sind einzigartig, eignen sich jedoch perfekt als T-Shirt-Aufdruck in pink.

Fotografieren Sie so selten wie möglich. Falls Sie’s nicht lassen können: Maskulines Rudelschießen vor Sehenswürdigkeiten hat sich als äußerst effektiv erwiesen, um ganz besonders dämlich auszusehen. Beim Knipsen selbst sollten Sie stets die perversesten Verrenkungen inklusive penetrantem Wolfsjaulen demonstrieren. Üben Sie vorab zu Hause den vertikal-einhändigen Herrenspagat.

Da die Bildbearbeitung als solche zu verteufeln ist, brauchen Sie sich erst gar nicht damit zu beschäftigen. Für Etikette-Zwecke „leihen“ (Sie wissen schon) Sie sich im Internet dennoch Apple Aperture und die komplette CS6, betonen aber stets, dass Sie sowas eigentlich gar nicht brauchen, weil Sie ja schon vorher alles richtig machen.

Bildbearbeitenden Kollegen werfen Sie süffisant fotografische Schwächen vor. „Der Armleuchter kann ja gar nicht fotografieren“, klingt ganz plausibel, oder?

Übersäen Sie Ihre Webseite mit SEO-Stichworten. „Fotograf Bochum Sexy Hexy“ sollte in keiner Unterseite fehlen. Die Internetpage sollte mit Flash gestaltet sein und harte 90er Techno-Mukke spielen, sobald ein User (so heißt der Mensch) das Risiko eingeht, sie aufzurufen.

Vergessen Sie mitnichten, permanent Ihre (Fach-)Männlichkeit in den Vordergrund zu rücken. Alphatier, sie wissen schon. Das geht am besten, indem Sie Bilder von Kollegen ausführlich bekritteln. Wirksam sind ein latent fieser Unterton und gängige Beschimpfungsmetaphern. Sollen die anderen ruhig verstehen, dass Sie ein piesackendes Rumpelstilzchen sind. Hat man sich erst einmal blamiert…

 

Drei Bonus-Tipps für Profis und die, die es werden wollen

Überrascht Sie im Netz wider Erwarten eine tadellose Aufnahme, die mit einem Smartphone (bitte googeln) erstellt wurde, verweisen Sie schleunigst auf „früher“ und heben Sie großspurig hervor, dass es sich hierbei grundsätzlich nicht um richtige Fotografie handelt. Solche Aktionen bringen Ihnen Bonuspunkte in Gesellschaft von Konservativen und Ihr Dämlichkeits-Karma gewinnt an Kraft.

Falls Sie in einer Fachsimpel-Runde etwas gefragt werden, auf das Sie keine Antwort haben, faseln Sie irgendetwas von Entschleunigung, Hyperfäkalwurzelschärfe und „neuer Trend im Internet“, das rettet eigentlich jeden Arsch auf Glatteis.

Nach ein paar Jahren werden Sie sämtliche technische Details zu allen gängigen Geräten im Traum aufsagen können, aber keinen blassen Schimmer vom Fotografieren haben. Sie sind jetzt am Ziel. Es gibt nichts mehr zu lernen, Sie haben es geschafft. Herzlichen Glückwunsch!

~

Natürlich ist diese Liste mit Ironie und einer ordentlichen Prise Sarkasmus geschrieben worden. Falls sich allerdings jemand ertappt fühlt, gehe ich davon aus, dass die Person über sich selbst lachen kann. Und wer noch weitere Tipps am Start hat, darf Sie gern per Kommentar mit allen teilen.

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157 Kommentare

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  1. Ich habe mich beim lesen sehr amüsiert. Ich fühle mich jedoch als Frau diskriminiert. Weiblichkeit schützt nicht vor Dämlichkeit, oder so ähnlich. Rote Ringe könnte man im Notfall auch selbst auf die Objektive malen. Dann wäre man(n) besonders originell.

  2. Ironie und Sarkasmus, ich habe es selbst erlebt, dass es ein Tatsachenbericht sein muss. Ich fotografiere zwar schon so irgend wie seit ich 13 oder 14 bin habe aber erst vor ca 2 Jahren versucht es mal richtiger zu machen. Kamera gekauft und siehe da ein Forum zu der Kamera gefunden und einen Stammtisch nicht weit von zu Hause. Dort angekommen hat man mir als erstes erklärt: “Immer die Kamera mit bringen und auf dem Tisch legen!”. Meiner Frau mit einer Kodak hat man davon abgeraten bzw. sie erst gar nicht erst war genommen. Meine Bilder die ich in dem Forum dazu eingestellt hatte, weil ich hoffte so an Tipps und Hilfe zu kommen, wurden prinzipiell als “Sind Schei…” abgetan, warum hat man mir nie dazu gesagt. In den zwei Jahren habe ich bis heute niemanden gefunden den ich als Mentor bezeichnen könnte, Jemand der mir weiter hilft mich zu entwickeln. Und wenn man mal auf dem von mir beschrieben Forum die Beiträge zu SLT Kameras liest ist das für mich echt irre “… die SLTs sind gut weil sie sind neu und was neu ist ist besser”. Ich hoffe ich habe jetzt die Marke nicht verraten ;-)
    Gruß
    Oli

    • Hallo Olliver,

      nix verraten, aber sofort erkannt. Selbst erlebt! Als Neuer in eben jenem Forum habe ich es geschafft zwei Lieblingsfeinde gegeneinander aufzustacheln (ungewollt): DSLR vs. SLT. Die wurden dann so ausfallend, das der Tread vom Moderator geschlossen wurde. Zum Stammtisch wurde ich gar nicht erst eingeladen und habe dann das Forum aus meinen Gedanken verbannt. So habe ich mich nach einem ortansässigen Fotoklub umgesehen. Dort habe ich dann auch ein paar echte “Lichtbildner” gefunden bei denen man auch noch was lernen kann.

      Gruss
      Christian

      • Hallo Christian,
        ja das war auf den Stammtischen ein einziges Schwan..längen messen von Leuten die nie ein Bild gemacht bzw,. gezeigt haben. Evtl. bin ich ja auch nur neideisch auf die Leute weil ich mir nicht jedes jahr eine neue Kamera leisten kann/will aber fotografisch hat mich das kein Stück weiter gebracht. Und das SLT Thema also ne oder?
        Ich hatte jetzt auch das Glück eine Hand voll Leute aus der FC kennen gelernt zu haben, ich habe keine Ahnung was die für Kameras haben oder wie lang den ihr Objektiv ist aber schöne Bilder machen sie.
        Gruß
        Oli

      • Fotoclub contra Stammtisch, ehrlich gesagt ist das nicht immer so richtig denn ich kenne auch einen Fotoclub der dem Stammtisch ähnlicher ist als Du denkst und unser Stammtisch findet nicht in der Kneipe nebenan statt und ich denke dort kann ich mehr lernen als in unserem Fotoclub, ansonsten toller Beitrag, habe selten so gelacht, allerdings auch mitbekommen das wenn man nur mit einer kleinen Kamera fotografiert wird man gar nicht so recht wahrgenommen und keiner denkt das da was ordentliches herauskommen kann. Find ich von der Sache her sehr schlmm das nur wer eine richtig große protzige Kamera hat als Fotograf anerkannt wird.

  3. … und für die wenigen Stunden des Stromausfalls, die der Profi nicht an glühender Tastatur in FotofachProfiforen verbringt, hab ich schon letzten Sommer eine Anleitung erarbeitet, wie man nicht nur zum einfachen, sondern zum angesagt hippen Pro wird, der eine Menge Follower sammelt und angebetet wird in der Fachwelt : http://wp.me/pxw0c-PZ

    héhé, wenn es nicht so bitter wäre ;)

  4. Nach dem letzten Absatz unbedingt selbst Workshops und Seminare veranstalten, um auch ja möglichst viel Unwissen unter lernwillige Fotografen zu bringen. Gleichzeitig mit dem nicht vorhandenem Handwerk selbstständig machen und am besten möglichst viele nicht wiederholbare Events wie Hochzeiten oder Jubiläen fotografieren und in den Sand setzen.

    =)

    • …genau, und einen eigenen Stil entwickeln. Am besten den frontalen…
      Aber ist doch schön dass die Kameraindustrie soviel absetzt, Geld muß unter die Leute!

  5. Großartig!
    Ich würd noch hinzufügen
    “Besuchen Sie alle touristischen Sehenswürdigkeiten, wo möglichst viele Menschen dichtgedrängt herumlaufen, und achten Sie darauf, dabei ganz auffällig ihre tolle Kamera aus der offenen Fototasche schauen zu lassen. Ab und zu können Sie die Kamera auch herausnehmen und ein Bild machen, aber immer nur wenn Sie einige andere Menschen fotografieren sehen, und genau aus der selben Perspektive wie diese.”

    Du könntest in der Überschrift und im 1.Absatz das Wort “dämlichsten” durch “besten” ersetzen, damit bekämst du wahrscheinlich tausende SEO-Zugriffe :)

    ciao Markus

  6. Ja Martin, diesen sarkastisch-zynischen Unterton kannte ich ja gar nicht, gefällt mir ausgesprochen gut ;)

    Du sprichst hier wirklich viele wahre Dinge an und damit mir und sicherlich auch vielen anderen Lesern aus der Seele. Allerdings bietet dein Artikel mehr als nur ein paar (herrliche) Schmunzler; der! ein oder andere, mich nicht ausgeschlossen, wird sich hier wohl an der ein oder anderen Stelle ungewollt wiedererkennen. Ich zum Beispiel ertappe mich heute noch ab und an dabei, jegliche Arten der Fotografie, die nicht meinen Präferenzen (Street und Doku) entsprechen, als “Mist” abzutun und nicht ernst zu nehmen, was natürlich völliger Quatsch ist. Der Blick über den Tellerrand ist und bleibt eben eine Herausforderung, woran mich dein Artikel mal wieder mit der nötigen Ironie erinnert.
    Gerne mehr davon.

  7. Ganz wichtig finde ich immer das man bei einem Profi Fotoshooting mit angibt das mindestens 600 Bilder in 2 Stunden gemacht werden und sämtliche Bilder auf CD gebannt werden um diese dann für 200 € zu verkaufen oder das Sahnestück in der Hochzeitsfotografie angepriesen wird welches 40 Bilder in 13×18 enthält und einen angeblichen Wert von 800€ hat.

    Sehr toller Artikel der zum Nachdenken anregt anstatt zum lachen.

    Danke

  8. Ganz wichtig ist auch noch immer möglichst viele und äußerst große CF-Speicherkarten (“SD ist was für Kinder”) mit dabei zu haben. Die müssen außerdem so Beinamen wie “Extreme” usw. haben. Schließlich müssen die vielen Fotos im Burst-Mode ja schnell auf die Karte (“Da der ‘Kähsch’ so schnell voll ist.”).

    Aber der eigentliche Grund für so viel Speicher ist, dass man beim “Fotografieren” nach dem Gießkannen-Prinzip vorgeht: Man macht möglichst viele Bilder ohne sich über Komposition (Pfui!), richtige Belichtung usw. Gedanken zu machen. Eines ist dann bestimmt dabei, da man der (lobhudelnden) Community als das Bild präsentieren kann, das man auf Anhieb ohne großes Experimentieren aufgenommen hat.

    Ein sehr schöner Beitrag! Gefällt mir. Erinnert mich an einen Portrait-Workshop, den ich mal besucht habe. Darunter drei Väter mit riesigen Canons und Nikons (Hauptsache Vollformat! Alles andere ist Kinderkram!). Mit dabei war auch eine Dame mit einer Sony NEX, die natürlich nur belächelt wurde (auch vom Referenten!). Und ständig wurde über CF-Karten (wie oben erwähnt), Objektive mit roten Ringen und Vollformat-Unfug diskutiert. Da ich selber noch nicht so viel Erfahrung hatte, war ich beeindruckt — bis zu dem Zeitpunkt, als die Herren ihre Bilder zeigten. Tausend-und-eins frontal geblitzte, langweilige “Portraits” und am liebsten von ihren Sprößlingen. Und wenn dann mal ein interessanter Schnappschuss mit seltsamen Lichteffekten (durch Blitz entstanden) dabei war, dann wurde dieser mit “keine Ahnung, wie dieser Effekt entstanden ist, aber es sah gut aus” kommentiert.

    Ach ja: Ganz begeistert waren die Herren von der “Haiki”-Technik. Das ist wohl japanisch. Was? Kennt Ihr nicht? Hier arbeitet man mit Überbelichtung. Die Haut wird schön weiß und glatt, man muss sich auch nicht so um das Licht kümmern und viel retuschieren. Am besten danach noch die Lippen mit Color-Key schön rot machen und so. Was sagt Ihr? Das heißt “High-Key” und ist gar nicht japanisch?

    Gruß,

    Christopher

  9. Ich kann mir den Typus gut als Haderer Zeichnung vorstellen. Schön, aber vielleicht doch ein bisschen viele Klischees auf einmal. Mal im Ernst, von den “Fotoenthusiasten”, die alles an Technik kaufen und nie fotografieren lebt doch die halbe Fotoindustrie. Also, weiter so, das bringt die Entwicklung voran und sorgt für moderate Preise.

  10. Hab mich durchaus ab und an mal wiedererkannt, wenns um die Technikfixiertheit ging- ist halt auch einfach ne interessante Kiste. Trotzdem gefällt mir der Text, sehr unterhaltsam :)

  11. Hmm am besten auch noch gleich das Bild in JPG aufnehmen, denn wozu Raw, wenn man alles richtig gemacht hat, dann läd man es gleich 1:1 ins Netz. Kritiken bewusst löschen und Lobpreisungen nachträglich, falls möglich, Farblich hervorheben und auf anderen Seiten so oft wie möglich zu rezitieren.

  12. Einen Tipp hätte ich auch noch.

    Wer eine eigene Webseite oder gar ein Blog hat kann das Bekritteln vom Fortgeschrittenen- ins Profi-Stadium heben, wenn er sich nicht auf einzelne Bilder konzentriert sondern es auf ganze Genres ausdehnt. Ob man in dem Bereich selbst fotografiert ist dabei nicht so wichtig.

  13. Och gemein. Als Frau fällt man ja schon beim ersten Grundlagen-Punkt raus. Und dabei wollte ich doch auch einen Lobhudeleien T-shirt Aufdruck in Pink (ich bin ja eine Frau ;-D), das Wort Sexy Hexy in meiner Bio und den vertikal-einhändigen Herrenspagat können (aha, daran wird es wohl liegen).

    Sehr netter Artikel und ich bin gesegnet, nie solche Personen kennen gelernt zu haben. Ich treibe mich wohl zu selten in Foren und der gleichen herum. Wenigstens habe ich mich vor 3 Monatem im ortseigenen Fotoklub angemeldet, ich bin also gespannt. ;-)

    Schöne Grüße
    Christina

  14. Und nicht zu vergessen das Blitz-automatisch-aufklappen aktivieren um im Zoo dann den in 200m Entfernung herumliegen Löwen auch schön anblitzen zu können. Nur so bekommen scjließlich die um einen herum stehenden mit, was für ne tolle Knipse man hat.

    Super Artikel mit massig Potential zum teilweisen selber wiedererkennen :)

  15. Was auf keinen Fall vergessen werden darf, sich Statistiken zu machen mit welcher Optik wieviele Bilder geschossen wurden. Um sich einen durchschnitlichen pro Foto Preis im Bezug auf den Anschaffungspreis des Objektives zu errechnen. Sollte dieser nach einem Jahr fotografieren nicht unter € 1,- sein, die Linse sofort wieder verkaufen…

    Danke, habe mich gut amüsiert…

    Darko

  16. Lies statt dessen jeden Tag kwerfeldein! Da bist du immer auf der wahren, guten und schönen Seite der Fotografie! Du hast eine Haltung zu jedem erdenklichen Thema – manchmal sogar mehrere, je nachdem wie es gebraucht wird! Reihe dich ein in den Chor des ergebenen i-like-Publikums!

  17. Zuerst die 5 Euro ins Phrasenschwein: „You made my day“ ;-)

    „Gaaaanz so schlimm ist es doch nicht wirklich…“ DOCH!!

    „Dachte erstmal, das ist eine Beschreibung der fotocommunity ;)“

    Die gibt es doch schon seit 10 Jahren! „Das totale Knipsen…“

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-28415145.html

    Neben „Hyperfäkalwurzelschärfe“ MUSS aber auch zwingend der Begriff „Bokeh“ genannt werden. Und nicht zu vergessen: „Ich arbeite nur in Raw“ In über 90 von 100 Fällen ein Knipser, der nicht ein einziges 30×40 cm (aufwärts) Bild an der Wand hängen hat ;-)

    Ralf

  18. Ich finde den Artikel ein bisschen intolerant und männerfeindlich. Jeder versucht sich irgendwie gut zu fühlen mit dem was er macht. Wie er es macht ist jedem sein Bier. Ich meine es gibt keinen Grund über Schwächen anderer herzuziehen. Schliesslich haben wir alle mehr oder weniger in der beschriebenen Weise angefangen. Und im übrigen ist das wirklich Ironie mit einer Prise Sarkasmus oder Frustration?

  19. Trefflich auf den Punkt gebracht, Martin!

    Vor kurzem war ich bei einem Workshop. Es begann mit einer Vorstellungsrunde (wer seid ihr und warum seid ihr hier usw.). Der erste Teilnehmer: Ich bin xxxx und fotografiere mit einer Nikon xxx sowie einer Nikon xxx. *gähn*
    Das setzte sich fünf Männer fort, wobei sich lediglich die Kameramarke und -größe änderte.

    Dann kam die erste Frau an die Reihe, die erzählte, weshalb sie dort ist und warum sie fotografiert …

  20. ich weiß, daß es das alles gibt und wie eklig das ist, aber so leid es mir tut, ich find es irrelevant, in einem Magazin, das mit keinem Zeh in diesem Sumpf stecken möchte, darüber zu schreiben.

  21. Köstlich geschrieben… Ich sehe gerade diese ganzen Kamera-Käufer im Media-Markt vor mit, die sich von den dortigen Angestellten erst mal den Zusammenhang zwischen Blende und Belichtungszeit erklären lassen, um überhaupt erst mal den Screen voller Zahlen und die Bedienung zu verstehen. Aber es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

  22. Bitte die neuen “Gadgets” fotografieren und auf der eigenen Homepage präsentieren.

    Die neuen Vollformatkamera aus dem jeweiligen Hause ist sofort zu erwerben und via der bekannten sozialen Netzwerke zu publizieren.

    :-)

  23. Wichtig ist auch noch, dass du dir den wichtigen technischen Zusammenhang zwischen Sensorgröße und Brennweite aneignest! So kannst du die Wahl deines Objektivs – je nach Situation – adäuqat verteidigen. Schließlich ist das 18-55er bei APS-C am einen Ende ja in Wirklichkeit ein 85er, eignet sich also gut für Portrait. Und am anderen Ende reicht es ja bis 18mm heran, schön weitwinkelig; es handelt sich also um super Immerdrauf!

    Ein weiterer Anschaffungstipp: Groooooße Stative und Blitzgeräte! Damit schindet man Eindruck und man zieht die Aufmerksamkeit auf sich, da man sich von den kleinen Knipsern im Urlaub größtmöglich unterscheidet und schmale Wege optimal mit Stativbeinen blockieren kann. Das Recht muss man sich einfach herausnehmen, Profifotos erfordern eben einen gewissen Aufwand und ein gewisses Equipment!

  24. Wie, was…Frauen dürfen nicht mitmachen?

    Moah, fies!!
    Wo bleibt denn da die Gleichberechtigung?? Und wenn es nur ist, sich zur Volldeppin zu machen…

    Spaßverderber!!

    *mir gleich mal noch vier Objektive frustkaufen geh*

    Hyperfäkalwurzelschärfe ist übrigens auch ein prima Wort für Galgenmännchen…falls dieses Spiel noch jemand kennt.

    Ansonsten: danke für einen Moment des In-mich-hinein-Lachens. ;)

    Liebe Grüße,

    Dana (die es manchmal immer noch schafft, trotz Batteriegriff, die Kamera anders herum hochkant ans Auge zu pressen…)

  25. Nicht zu vergessen ist, bei jedem Foto eines “echten” Fotografen, die EXIF Daten zu erfragen um dann zu glauben, dass man(n) mit Hilfe dieses Wissens das Bild exakt so nachzufotografieren kann. :D

  26. …aber warum wird solch ein anonymes Feindbild benötigt ? Warum wird auf diesen karrikierten Typus kollektiv und eifrig Häme und Verachtung abgeladen ? Es ist offenbar unterhaltsam aber auf welcher Stufe ? Ich finde: Das brauchen wir alles nicht.

    Gruß
    Andreas.

  27. Artikel find ich treffend, aber kleine Erweiterung/Gegendarstellung aus der Mittagpause:
    Fotografiere unbedingt Schwarz/Weiss oder mit diversen 70er Fotofiltern und Rahmen. Jedes noch so profane, mangelhafte Motiv bekommt dadurch einen künstlerischen Touch. Wenn jemand behauptet, dass Deine Bilder ja eigentlich belanglos seien und eher wie zufällig Schnappschüsse eines Anfängers aussehen, sag „das ist Kunst, das muss so“. Wenn möglich, werte den Betrachter als ignorant ab. In der Geschichte gibt es viele Künstler, deren Genie zu Lebzeiten leider von der Masse verkannt wurde.
    Dann unbedingt eine analoge Film-Ausrüstung kaufen, das ist die nächste Technik-Stufe. Da mittlerweile jeder Depp eine Digitalkamera hat, kannst Du Dich sonst kaum noch vom normalen Volk abheben. Gut, es ist umständlicher und die Fotos werden dadurch nicht prinzipiell besser. Aber dafür kannst Du am Technik-Talk über Entwickler, Filme, Papier teilnehmen, und in diesem erlauchten Kreis sind die wirklichen Profis unter sich. Passt auch besser zum „ich bin echter Künstler“-Branding, siehe vorherigen Punkt.

  28. Ironie und Sarkasmus in Ehren, aber bei dem Artikel und dem Großteil der Kommentare hier kommt bei mir dieses Gefühl von “Wir sind was Besseres, wir sind die Elite ” auf. Ist auch ein oft zu beobachtende Eigenschaft von Fotografen im Internet…. und wie ich finde, keine gute Eigenschaft. (Aber vielleicht sehe ich das ganze einfach zu eng)

      • Ich hatte schon gedacht ich bin der einzigste der so denkt!
        Jeder fängt mal klein an. So wie sich das ganze hier liest (sowohl Beitrag als auch Kommentare) könnte man meinen hier unterhalten sich die “Fotografenelite”.

    • Dem kann ich nur zustimmen.
      Manche Lacher sind mir fast im Halse stecken geblieben, da ja auch ich selbst klein angefangen habe.

      Ironie ist eine Klasse Sache.
      Aber ein wenig Selbstironie wäre dem Schreiber gut zu Gesicht gestanden. Denn ich bin mir sicher, auch er hat mal klein angefangen ;-)

    • Oliver, ich glaube, das siehst du wirklich etwas zu eng. :)

      Es unterstellt uns nämlich, dass wir nicht durchaus auch “Wahrheitskerne” auf uns beziehen können. Man findet sich doch schnell mal in einigen Punkten wieder…und wird versuchen, das abzustellen. Ich jedenfalls. :D

      Ansonsten hast du natürlich Recht…die Demut vor dem Handwerk und dem Bild und der Respekt vor dem Menschen gegenüber sollte immer die Hauptrolle spielen.

      Liebe Grüße,

      Dana

  29. Auch wenn er für viele ein „Rotes Tuch“ ist, das hier wäre nicht komplett ohne Ken Rockwells: „The Seven Levels of Photographers“ ;-)

    Das Original:

    http://www.kenrockwell.com/tech/7.htm

    Die Übersetzung:

    http://www.kenrockwell.com/tech/7g.htm

    Ich lass’ auf den „amerikanischen Spinner“ nichts kommen. Allein sein Bericht über die Verwendung des ersten, fast 50 Jahre alten 8/8 mm Fisheye-Nikkors (von 1962-65 produziert) auf der D800 war einfach nur genial. Erstmals im „Leben“ dieser Fisheye-Spezialitäten, wo der (D)SLR-Spiegel hochgeklappt werden muss, um das Motiv mit einem Aufstecksucher abzuschätzen, sieht der Fotograf im Live-View, was das spezielle Fisheye wirklich sieht. Was für ein Traum wäre das 220 Grad 5,6/6 mm Nikkor, das sogar nach hinten sieht…

    Wer Lust hat: http://www.kenrockwell.com/nikon/8mm-f8.htm

    OK, ich bin etwas „abgeschweift“, oder der versierte „User“ sagt „off topic“ ;-)

    Ralf

  30. Hat doch einst unser Herr Gommel selbst nach Kamera und Objektiven, JPG und RAW etc. gefragt und seine EXIF-Daten dargelegt, kann ich diesen Artikel nicht so ganz nachvollziehen.

  31. Martin, in Sachen Populismus macht dir wirklich keiner was vor, Respekt. So ein schöner Wohlfühl-Text, der die Masse anspricht und bei genauerer Betrachtung doch für nichts steht, außer Klickzahlen. Du solltest Seminare geben. Erst für die Rechte der Frauen kämpfen und nun für die richtige Art der Fotografie! Und das alles mit einer Prise Sarkasmus und Ironie, zwinker zwinker. Toll :)

  32. Auweh, so manches Mal sah ich bei der Lektüre des Artikels in den Spiegel, unerwartet, empört.
    Ein “Was denkt er sich” lag da doch des Öfteren auf der Zunge. Zum Glück aber nur am Rande, wobei ich aber sicherlich Hundert Leute kenne die bei der herrlichen “Hyperfäkalwurzelschärfe” sofort und definitiv an mich denken, und auch das piesackende Rumpelstilzchen… ;-)
    Nun gut, wir wollen es nicht zu persönlich nehmen, es ist ja doch nur Satire. Oder?
    Wie selbstverständlich kommen mir doch bei jedem einzelnen Satz automatisch Bilder aus der Vergangenheit, von Stammtischen, Fotografentreffen, Ausflügen, Workshops…
    Es ist wohl wirklich eine besondere Sorte Mensch, dieser erzkonservative Fotograf. Gut, dass es auch die anderen gibt, die Knipser.
    Denn wo blieben die Guten wenn es die Schlechten nicht gäbe?
    In diesem Sinne: Danke für den wunderbaren Artikel, einfach ergreifend :o)

    Liebe Grüße,
    Roland Klecker

  33. Es fehlt noch die Reise nach Island – möglichst komplett durchwandert. Alternativ darf es noch Schottland oder Irland sein.

    Bei den Anschaffungen darf natürlich der LEE-10-Stop-Graufilter nicht fehlen und Photomatix ist sowieso Pflicht.

    Man sollte auch möglichst alle Bilder in s/w halten, bestenfalls im 60iger Jahre-blase Farben-Crossentwicklung-Retrostyle.

    Ist man im Profibereich angekommen, ist der Umstieg auf eine analoge Kamera zwingend erforderlich. Aber bloß keine Leica oder so. Es muss schon ein russisches Mittelformatmodell sein! Dazu gehört natürlich das Hausinterne Fotolabor, in dem das Rohmaterial im Kaffeesatz und in menschlichen Ausscheidungen gebadet wird. Nun hat man es fast geschafft: es fehlt nur noch das eigene Buch, in dem endlich mal Fotografie richtig erklärt wird!

  34. Technikphobie und Technophili sind halt die zwei Extrempositionen zwischen denen wir uns alle befinden.
    Dieser Parameter paart sich unabhängig mit Introvertiertheit und Missionarstum.
    Da gibt’s jede Kombination.
    Und gute Bilder sind nicht an eine Kombination gebunden.
    Es kann ein introvertierter Technikverächter öde Bilder machen und ein missionarischer Technikfreak emotional Ergreifende.

    Von der einen Seite aus über die andere Häme zu ergießen ist wie bei anderen Themen auch: So ein Text sagt immer mehr über den Schreiber als die Beschriebenen aus.

  35. Sehr schön geschrieben!! viel habe echt vergessen um was es bei der Fotografie geht.
    immer das technik gelaber und den blitz muss man haben und die Softbox sonst werden die Bilder nix.
    Wenn das so weiter geht gibt es irgendwann eine Din. norm für Bilder und keine Kreativität mehr.

  36. Ganz wichtig ist natürlich, dass man noch Artikel schreibt, in denen man anderen zeigt, wie sie sich verhalten müssen, um ganz besonders dumm & dämlich zu sein. Das kann man natürlich nur machen, wenn man selbst ganz besonders schlau & scharfsinnig ist und alles Wissen auf der ganzen Welt nicht nur gepachtet hat, sondern auch als einziger auf der ganzen Erde weiß, wie man sich “richtig” verhalten muss, damit man wirklich ein toller Fotograf ist. Als Beweis machen dann alle mit, weil sie sich ja gegenseitig als einzig wahre Fotografen erkennen.

  37. Klasse geschrieben :-) ein sehr amüsant geschriebener Artikel, der mir heute ein lächeln ins Gesicht zaubert. Wer kennt sie nicht, die vermeintlichen technik nerds die photoshop und konsorten ablehnen. Köstlich…

    Grüße

  38. … und nicht vergessen unbedingt hier in kwerfeldein vertreten sein, posten, möglichst mit artikel hier zum künstler erkoren werden.

    vorsicht, dieser Artikel könnte auch ein Bumerang sein.

    die ganze fotografiererwelt ist doch wirklich zum lachen. hier und anderswo und überall

  39. Der Topseller ist immer noch: Gesamte Ausrüstung (Inkl. Einkaufspreis) ins Netz stellen, Adresse öffentlich und immer die “Ausgehdaten zum nächsten geilen Shooting” veröffentlichen…… und sich dann wundern, wenn eines Tages die Bude leergeräumt ist…
    Meist wartet man auch vergeblich auf die “Topshots” des geilen shootings ;-)

  40. Einen Punkt hast Du aber vergessen. Einen SEHR wichtigen:

    Glaube ALLES – aber auch wirklich ALLES, was die Meister des Fotointernet (z.B. kwerferldein, traumflieger, heise, …) dir alles erzählen. ;)

  41. Da ich als FamVater bei Objektiven nicht auf die Farbe des Ringes sondern auf das Preisleistungsverhältnis achte, und da also eher zu T oder S tendieren, zähle ich wohl zu der Kategorie Foto-Asi

    Voller Sorge die Frage an den Verfasser, besteht für mich noch Hoffnung ?

    :-)

  42. Hast du eine Kamera der Marke [Nikon|Canon], ziehe in sämtlichen Foren über Nutzer der Marke [Canon|Nikon] her. Schließlich definierst du dich als Fotograf zu 95% über deine Ausrüstung.

    (Andere Marken sind ohnehin erst gar nicht Ernst zu nehmen)

  43. Man sollte noch hinzufügen das es unumgänglich ist sich eine 1,2er Linse zuzulegen ist, welche dann an um das bestmögliche Schärfeergebnis zuerlangen im optimal Bereich von 8,0 zu benutzen ist! Alles andere wäre Geldverschwendung da alle Fokuspunkte aufblinken müssen und das perfekte Bild zu schießen…

    Leider liegt zu viel Wahrheit drin und auch ich bin Anfangs dem Technikwahn unterlegen! Mit Erfahrungen wuchs dann auch der Wunsch nach Reduktion aufs wesentliche und mittlerweile macht es mir mehr Spaß meine alte SD-2 und ner simplen 50er dran zu nutzen…

    Ein Bild benötigt Seele und diese kann mit keiner Kamera der Welt erzeugt werden, sie beinhaltet Liebe und Phantasie welche vom Kopf und Herz des Fotografen kommt…

    Gruß Micha

  44. “Witz” hin, witz her. Mir Persönlich eine Spur zu arrogant.

    Ich muss ja gestehen das der hier beschriebene GTI Porno Bild Assi mir durchaus lieber sein kann als der psydointeligente “Ich gehe auf Ausstellungen um dort möglichst nasal gesprochen über dinge zu philosophieren und zu urteilen die ja so tief/hach gott wie banal sind”.

    Wer braucht ein aufgeplasenes kulturarschloch wenn man dagegen auch ein begeisterungsfähigen Autoschrauber haben kann? Niemand mag Wichtigtuer.

    • … das Problem ist aber leider, dass nur allzu häufig der GTI-Porno-Knipser auch ein hochprofessioneller Wichtugtuer ist. Wie hier schon gesagt wurde, unter Blende 1.4 und mit weniger als 30 Megapixeln kannst eigentlich gar nicht footen und shooten.
      Wem Diskussionen über Bildaufbau und seine seit Jahrhunderten bestehenden Gesetzmässigkeiten oder das « Spinnen » von Geschichten in einem Bild zu « hoch » sind, der solle eher einfach mal den Schnabel halten, die Ohren spitzen und das Ding da unter der Schädelschale zwischen den Ohren in Gang setzen, als sofort « Iiiih ! Kunst ! alles Mist ! » rauszuposaunen. Es droht unter Umständen die Erweiterung des Wissensschatzes.
      Mes 10 Centimes dazu.

  45. Sehr schön zu lesen und ein reiner Tatsachenbericht sowie es wirklich abgeht.

    Vorallem weil ich den selben Weg eingeschlagen hatte (am Anfang).

    Wie schon geschrieben wurde in de. Kommentaren fehlt oft ein Mentor den nahezu ein jeder echte Profi hatte in seinem Leben. Vielleicht liegt daran das dieses Hobby überachwemmt wird und keine Mentoren mehr zu Verfügung stehen oder kurz vorm Burnout stehen. :-)

    Was als Ergänzung noch passen würde, seine Website und Social Media Seite mit Vor und Nachnamen auch noch mit “Photographie” zu versehen. Max Mustermann Photographie ist ja schon die Regel.

    Danke fürs Posten und es bestärkt mich darin noch vermehrt guter Literatur zu folgen und den Großmeistern der Fotografie zu achten.

    Was ich ned zählen lass ist das mit den Megapixel. Den endlich gibts Kameras die von der Detail Auflösung einer Mittel/Grossformatkamera annähernd oder ebenbürtig sind… :-) ist ja das Argument der 4×5″ (oder grosser) Fotografen .

    Danke und Gruß

  46. Ach wie gut, dass ich nur ein Knipser bin, der mühsam gelernt hat, seine Kamera im automatiklosen Modus zu bedienen und es genießen kann einfach vor die Tür zu gehen, um zu fotografieren, was mit gefällt. Soll jeder sagen was er will, ist mir egal.

    Aber wenn man dem obigen Ziel nacheifert, sollte man auf keinen Fall vergessen sich in eine Menge vorzudrängeln und laut zu rufen: “Entschuldigen Sie bitte, ICH fotografiere hier!” Falls man doch einmal in die Verlegenheit kommt, wirklich etwas zu knipsen.

    Mir sind auch jede Menge solcher Leute begegnet, die dann möglichst auch noch im Vollautomatikmodus fotografieren, weil ihre teure Kamera ja sowieso bessere Fotos schießt. Warum sollte man sich auch mit Motiven, Ausschnitten, Kompositionen und Bildwirkung auseinandersetzen, wenn das Equipment so teuer war? Es muss doch in die Hardware eingebaut sein.

    Jeder nach seiner Fasson…

  47. Super Beitrag!
    Ich hätte da noch einen Tip für die speziellen Profis:

    Als Pro empfiehlt es sich, in seiner Freizeit, Kamera-Technik-Kurse an einer Volkshochschule zu geben. Das steigert den Profi-Level in jedem Forum. Die Kurse sollten keinen künstlerischen Ansatz liefern. Achten Sie stattdessen darauf, dass die Kurse für unbedarfte Anfänger interessant sind.

    PS: Erstelle Sie eine Kursmappe. Kopieren Sie einfach ein paar Inhalte und Fotos aus Internetportalen zusammen. Nichts davon muss von ihnen selbst sein. Wenden Sie für die Zusammenstellung nicht mehr wie fünf Minuten auf. Schließlich ist ihre Zeit als Pro kostbar. Den Druck und das Binden übernimmt die VHS. Bieten Sie die Mappe am Ende des Kurses den Teilnehmern zum Kauf an. Genieren sie sich nicht und orientieren sie sich preislich an großformatigen Bildbänden. Je teurer desto professioneller.

    PPS: Wechseln sie die VHS jährlich.

    PPPS: Geben sie am Stammtisch genau damit an. Und ebenfalls mit dem imaginären Aufriss aus ihrem letzten Kurs. Sagen sie Sätze wie: „Auch wenn die Kleine keinerlei Talent für Fotografie hatte, hatte sie andere Talente!“
    „Seien sie ein PRO!“

  48. Lustig :)
    Die Forenstilblüten muß jeder selbst einmnal erleben, incl. Besserwisser,
    Forenurgesteinen und “sich für Künstler haltenden Rotlichtfotografen”.

    Was nur säuerlich klingt:
    Witze über Rotringträger…und unten Werbung für Sigma-Objektive.
    (so war es jedenfalls bei mir auf der Seite)
    Das klingt befangen.

  49. Füge immer bei deinen Fotos hinzu…

    “DAS hab ich bewußt so gewollt!!!”

    - wenn der Focus außerhalb des Fotos liegt und alles unscharf ist
    - wenn das Foto sowas von über- unter- oder garnicht belichtet ist
    - wenn der Kopf halb abgeschnitten ist, Hände, Ellenbogen, Knie und/oder Füße ins Nirvana verschwunden sind
    - und nie niemals nie ein Foto ausrichten, schneiden oder gar bearbeiten, denn: Das hast du bewußt so gewollt.

  50. ir(r)gend`wie :-)* hab ijh -DASS´gefühl- … DER ! auTor -dieses- satirischen pamphlets ~ eine reinkarnation von Meister Georg Kreisler ist . . .

    „Wie schön wäre Wien ohne Wiener“ . . . oder wie schön wäre photographieren ohne photographen / Innen ;-)*

    mit vorzüglicher hoch8tung ~ nur ijh dah ralf . . .

  51. Danke für den guten Start in den Tag,

    beim Lesen kam ich aus dem Kopfnicken gar nicht mehr raus, angefangen bei den Stammtischen über die Foren bis hin zu den Bonustipps ;).

    Ich persönlich (Amateur) habe es mir abgewöhnt, Bilder in Foren zu posten, da es entweder auf übertriebene Lobhudelei oder technischen Verriss hinausläuft (die Bildwirkung wird in manchen Foren komplett ignoriert).

    Fotografen”stammtische” sind für mich nach 2 Besuchen nichts anderes als Sch**zvergleich, da kann ich leider mit meiner 50D und zwei lächerlichen Objektiven nicht gegen anstinken ;)

    Egal, ich mache meine Fotos für mich und freue mich drüber.

    Eine schöne Zeit euch allen
    Christoph

  52. Blogartikel dazu: Neues aus dem Abfall, 17. Januar 2013 | Hendryk Schäfer

  53. Naja… sieht aus wie ein kleines Ventil zum Frust ablassen am Jahresanfang! Ich (“gelernte” Fotografin, stockkonservativ, ohne iPhone, mit Flash-Seite, die ich hier bestimmt nicht preisgeben werde) finde, dass zur Professionalität auch gehört, sich nicht über “dämliche” Fotografen aufzuregen … Und dann das seltsame Fokussieren auf den Begriff “Profi” im doch recht negativen Sinn – was soll das? Natürlich gibt es Profis; nicht nur “sogenannte” – und jede Menge “Möchtegern-Profis”, die sich spätestens dann outen, wenn auch der Kunde “professionell” ist und entsprechende Ergebnisse verlangt, ohne dass der Fotofritze sich erst mal belesen muss. Alles andere läuft bei mir – ganz traditionell – unter “Amateur”, der darf dann auch gerne in entsprechenden Clubs/Foren/Stammtischen vertreten sein oder einfach Technik-Freak. Gibt ja genug Blogger, die an solchen Leuten und ihren reichhaltigen Käufen bei am… u. ä. ganz gut mitverdienen ;) – oder ist die Werbung für diverse neue Produkte rein zufällig auf der Seite gelandet? ich finde den Artikel nicht ironisch, dafür ist der Humor etwas plump (oder vielleicht einfach nur männlich?)

    • Hallo Frau Krohne, zuweilen tut ein bischen Frust ablassen doch auch gut oder ?
      Ein Merkmal der Ironie ist natürlich das man(n/Frau) mit der Nase
      auf den “großen Haufen” getunkt wird und das ist nunmal nicht
      mit zarten Fingerchen zu schaffen.
      Definition über Besitz und Besitz als Statussymbol ist die selbe Liga
      wie über Ämpter und Titel.
      Ich bin ebenfalls “vom Fach” und bilde mir allerdings nur ungern
      darauf was ein. Gerade weil wir unser Handwerk nach dem Willen
      des Kunden (nicht Kundigen) ausrichten müssen beneide ich den
      als Amateur belächelten “Liebhaber” der nur das fotografiert was
      im auch wirklich Spass macht und nicht wie unser einer zwar könnte
      aber nach Feierabend keine Lust mehr darauf hat………..

  54. Blogartikel dazu: Sternchen-Seiten: Fotosatire und das allererste Foto | Pyrolirium

  55. Der Artikel polarisiert und regt zum Nachdenken an – allein deswegen ist er schon gut! Die Fotografie bietet Platz für alle Arten an Paradiesvögeln, eben auch Technik-Nerds, maskuline Rudelschießer, kreativitätslose Batteriegriffträger und frustrierte Fotoforum-”User”. Ich sehe diesen Artikel als Hilfe für Einsteiger: Möglicherweise kann sich der ein oder andere durch das Lesen vor sinnlos-verbalen Schlachten in Foren, dem Abfotografieren von Testcharts zur Ermittelung eines Front- oder Backfokus oder dem Besuch von schlechten Workshops bewahren, um einfach mal Fotos “für sich” zu machen!

  56. Ich finde den Artikel ziemlich überflüssig. Ich bin (ja, leider) über das DSLR Forum hierhergekommen und das scheint auch die Zielgruppe zu sein: Die, die die Deppen sind, sollen es lesen und mit dem Finger auf andere zeigen, während sie sich dabei selbst gut fühlen.

    Hätte man sich sparen können. Ich auch. Verschenkte Zeit. Selbst das Schreiben hier. ;)

    • Eine kleine Geschichte am Rande: Ein sonniger Tag im Herbst. Ich war mit drei Fotokollegen und meinen beiden kleinen Welpen am Strand. Die haben quietschvergnügt getobt, und wir haben das natürlich fotografiert. Es sah sicherlich für Aussenstehende etwas befremdlich aus, vier Erwachsene, die auf dem Bauch liegen und kleine Hunde fotografieren, absolutes “no go” für jeden Profi. Der tauchte nämlich schon nach kurzer Zeit auf, blieb stehen, beobachtete uns eine Weile, fixierte vor allem mit Kennerblick unsere Kameras und versuchte uns dann in ein Gespräch zu verwickeln. Was sag ich, Gespräch?
      Zuerst machte er unsere Kameras so ziemlich nieder, und dann leierte er die Vorzüge seiner Kamera runter, alle technischen Daten usw. Unser männlicher Kollege sprang sofort auf, klopfte sich den Sand von der Hose und ging in die Verteidigung. Oscar, der Welpe biss in die Schuhe, und sein Bruder umtanzte die beiden Kampfhähne mit wilden Sprüngen.
      Wir Frauen haben die beiden Männer einfach stehen lassen und uns schlapp gelacht.

      Ich denke diese Diskussion hat nicht so sehr mit dem Thema “Fotografie” zu tun, sondern eher mit einem stärker ausgeprägtem männlichen Interesse an technischen Daten und Geräten.

      Ganz gleich ob Autos oder Kameras, (früher waren es Stereoanlagen und Tonbandmaschinen), die Zielgruppe der Gerätehersteller und Fachmagazine ist überwiegend männlich.

      Frauen kaufen ein Auto, das sie von einem Ort zum anderen bringt. Da spielt vielleicht die Ästhetik eine Rolle, und wir wollen natürlich, dass das Auto sicher ist und lange hält. Eine Kamera muss unsere Bedürfnisse erfüllen, und dann sind wir erstmal für Jahre glücklich und zufrieden und konzentrieren uns aufs Fotografieren.

      Nur, von wem lassen wir uns beraten, wenn wir ein neues Auto brauchen, oder eine Kamera?

      • jaja, Ihr weiblichen Schöngeister … Aber wer hat denn wohl die Kamera (obscura) erfunden? wer das Bayer-Pattern usw? Und die Leute, die die Technik entwickeln? 98 % der Ingenieure sind Männer!! Ohne uns würdet Ihr noch in Höhlen hausen und dort mit Lehm an die Wand malen — wenn überhaupt!

        // bitte nicht ernst nehmen ;-.)

  57. Das Ende stell ich mir so vor: “Mit ihrem verfassten Beitrag – Anleitung zum dämlichsten Fotografen 2013 – sind Sie am Ziel angekommen. Herzlichen Glückwunsch

  58. Ihr Beitrag kommt zu spät! Hätten Sie mich vor Weihnachten gewarnt, wäre ich jetzt nicht im Besitz einer hochwertigen japanischen Knipsmaschine mit verschieden langen Objektiven, deren funktionsweise sich mir wohl nie erschliesst.

    Und als Krönung musste ich mir nach Anmeldung zum Neujahr in einem Foto-Forum gefallen lassen, dass mich im Willkommensbereich zeitgleich eine weibliche Artgenossin an Begrüssungsbeiträgen um das vierfache überholt……………………diese geilen Säcke…

  59. Blogartikel dazu: Potpourri 3. KW: Firmwareupdate Pentax K-5 II und K-5 IIs - nopublica

  60. Blogartikel dazu: Batteriegriff | André Duhme / Snapshots, yo.

  61. Blogartikel dazu: Anleitung zum dämlichsten Fotografe 2013 | meckyrockt

  62. Blogartikel dazu: Anleitung zum dämlichsten Fotografe 2013 | meckyrockt

  63. Blogartikel dazu: NEWS! STROBIST-WORKSHOP; ANGESAGTE FARBFILTER; BROWSER-STRANDGUT | Fotopraxis.net

  64. Ach herrlich! Sehr amüsant und gut geschrieben. Ich denke aber, dass es auch Frauen gibt, die sich auf dem besten Weg befinden “der dämlichste Fotograf” zu werden.
    Hat mir auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht, das hier zu lesen.

    Liebe Grüße

  65. Sollte man eine Nikon besitzen hat man übrigens auch über Leute mit Canon zu lästern und auch umgekehrt. Sollte man dagegen eine Leica haben, kann man eigentlich jeden, absolut jeden Kommentar zum Thema Fotografie mit einem leisen Seufzen und Augenrollen quittieren.

    Wie Leah schon richtig erkannt hat sind Frauen auch nicht vor Dämlichkeit gefeit. Ich beobachte neuerdings öfters mal Mädchen in der Altersklasse 15-25 die eine DSLR quasi als modisches Statement mit sich spazierentragen. Ist wohl zur Zeit gerade hip und passt ja auch gut zu den Wayfarer Brillen.

  66. Wenn man(n) in den Spiegel blickt erkennt man manchmal nicht nur sich – sondern auch andere.
    So gesehen sind Fotograf(inn)en auch eine Reflektion der Gesellschaft.
    Ironie aber ist ein zweischneidiges Schwert – es teilt etwas gesehen alles (subjektiv) in zwei Teile.
    Hier die Doofen und hier die welche sich über deren Mängel lustigmachen.

    Auf den Punkt gebracht und im speziellen Fall sind das jene Amateure (Liebhaber) die sich zwar berufen fühlen aber nicht immer mit Begabung gesegnet wurden.
    Kompensiert wird das über Ausrüstung oder Fachsimplelei im Kreise Gleichbegabter.

    Künstler stehen darüber – sie haben von Technik zwar keine Ahnung wissen aber zumindest wie man den ratlosen Betrachter als minderbemittelten Sonderschüler aussehen läßt der auf den
    zumeist willkürlich belichteten Ergüssen weder Struktur noch Thema erkennen kann.

    Zeitgenossen die beruflich ihnen Lebensunterhalt mit Fotografie bestreiten sind oft von beiden
    Archetypen angenervt. Einerseits weil die wenigen gut gemeinten Vorschläge in den Internetforen
    ungehört verhallen und das sich wiederholende Wiederkäuen technischen Belanglosigkeiten kein
    Ende findet und andereseits weil der sich selbst feiernde Klub der Kunstschaffenden weiterhin mit
    Schulterklopfen statt mit der bildgerechten Übermittlung von Inhalten beschäftigt ist.

    Sein – Schein und Wollen bleibt weiterhin in einem Gordischen Knoten verbunden.

    Entwirren muss das wohl jeder selber und schimpfen kann man(n) dabei ja auch weiterhin
    über die Anderen………….

  67. Vielen Dank für diesen unterhaltsamen Artikel, ich komm schon seit ner halben Stunde nicht mehr aus dem Lachen raus! :D

    Das sich hier manche in ihrem eigenen Verhalten ertappt sehen, kann ich sehr gut nachempfinden!
    Als Fotografie-Einsteiger ist man schnell dabei sich bezgl. erforderlichem Equipment, Foren, technichem know-how, etc. zu orientieren und landet ggf. bei Informationen von den sogenannten “Kennern”, die selbst nach dem Motto: “teuer und neuer = besseres Foto” arbeiten.

    Tja das gibt es doch überall, wir sind nun mal nicht alle gleich. Und das ist auch gut so!
    Ob Technik-Nerd oder emotionaler Amateur, soviele Menschen, soviele Ausprägungen…
    Und ALLE haben ihre Daseinsberechtigung, keine Frage…
    Mir selbst ist das zerreissen von wunderbaren Bildern in genannten Foren geläufig

    Was wirklich wichtig ist in meinen Augen, sind vor allem die Selbstreflektion und eine gesunde Portion Selbstironie. Wer über sich selbst lachen kann, sieht den Artikel vielleicht ein bisschen gelassener. Ich stehe selbst noch ziemlich am Anfang und habe zunächst sämtliche aufgezählte Klischees aufgegriffen, einfach weil die Masse an Informationen einen zunächst erschlägt, noch bevor man darüber nachdenkt: Was will ich? Was ist mir wichtig?
    Um zu filtern, welche Informationen wirklich hilfreich sind, um seine Ziele zu erreichen braucht es an Zeit und Erfahrung. In ein paar Jahren lacht man dann drüber wie man an die Sache rangefangen ist., und das nicht etwa weil es in irgendeiner Art und Weise falsch ist. Sondern so wunderbar menschlich!

    Für mich steht dieser Artikel für viel Humor, Selbstironie und einfach Unterhaltung. Die Kommentare, weshalb dieser Artikel als deplatziert empfunden wird, kann ich nicht wirklich nachvollziehn. Und auch von einer “Elite” kann hier kaum die Rede sein. Ich würde mal davon ausgehn, dass der Autor sich bei dem Bericht NICHT aussen vor gelassen hat und bereits das ein oder andere Mal über seine eigenen Verhaltensmuster schmunzeln musste… ^^

    In diesem Sinne freue ich mich auf weitere Veräußerungen seithens der Redaktion. ;)