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12. November 2012 Lesezeit ~ 2 Minuten

Wegweiser zum Fotorecht für Fotografen und Kreative

Als ich Dennis Tölle und Florian Wagenknecht vor fast zwei Jahren interviewt habe, waren beide noch Studenten der Rechtswissenschaften und begannen gerade mit ihrem Blog Recht am Bild. Mittlerweile ist der Blog zu einem der bekanntesten Portale rund um das Foto– und Urheberrecht angewachsen.

Zudem haben die beiden ihr erstes Buch „Recht am Bild. Wegweiser zum Fotorecht für Fotografen und Kreative“ herausgebracht. Auf 306 Seiten findet man hier sehr übersichtlich alles Wichtige rund um das Thema Recht am Bild.

Darf ich mich in Deutschland einfach so Fotograf nennen? Darf ich Polizeibeamte im Dienst fotografieren? Und was muss auf jeden Fall in einem Modellvertrag festgehalten sein? Solche und viele andere Fragen werden im Buch umfassend beantwortet.

Wenn ich im Internet nach solchen Antworten suche, stehe ich schnell vor einem Berg aus Paragraphen, die mich etwas ohnmächtig zurücklassen. Oft sind die Informationen auch sehr widersprüchlich. Tölle und Wagenknecht hingegen erklären die jeweiligen Punkte so ausführlich und oft auch an Hand von Beispielen, dass ich auch ohne Jurakenntnisse meine Antworten schnell und einfach finde.

Insgesamt enthält das Buch 16 Themenschwerpunkte. Besonders ausführlich werden die Rechte bei der Personen- und Sachfotografie, die Rechte des Fotografen als Urheber und die Bildnutzung in der digitalen Welt behandelt. Aber auch kleinere Bereiche finden ihren Platz. So gibt es Kapitel über die Besonderheiten der Aktfotografie oder der Fotografie in der Selbstständigkeit.

Selbst wenn man gerade keine konkrete Frage hat, ist das Buch empfehlenswert. Allein schon die Geschichte zur Entstehung des Rechts am Bild in Deutschland liest sich amüsant und hin und wieder stößt man auf Dinge, die einem so nie in den Sinn gekommen wären. So habe ich mir zum Beispiel vorher noch nie Gedanken darüber gemacht, ob ich fremde Haustiere ohne Erlaubnis fotografieren und die Bilder veröffentlichen darf.

Wer jetzt neugierig geworden ist, kann sich eine Leseprobe als PDF herunterladen.

Das Buch „Recht am Bild. Wegweiser zum Fotorecht für Fotografen und Kreative“ ist im dpunkt.verlag erschienen und kostet 34,90 €. Es kann unter anderem über Amazon* erworben werden.

Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr darüber etwas kauft, erhalten wir eine kleine Provision, Ihr bezahlt aber keinen Cent mehr.

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8 Kommentare

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  1. Das Inhaltsverzeichnis der Leseprobe sieht mal ausführlich aus, vielleicht gubt es schon den einen oder anderen der das Buch hat und sich darüber äußern möchte.

    Weiters würde ich Hinweise für Fachliteratur, zugeschnitten für die österreichische Judikatur, sehr begrüßen.

  2. Wird in dem Buch auch auf Prozesse und Urteile eingegangen? Beim Fotografieren interessieren mich persönlich nämlich weniger die Grenzen, die ich ganz gut kenne, sondern viel eher was passiert, wenn ich sie überschreite. (Street, Landfriedensbruch, Eingriff in den Bahnverkehr, etc.)

      • Hallo Dennis, danke für die Antwort. Ich schätze, ich werde dann wohl bei Thalia mal ins ganze Buch schauen. Mich interessiert halt hauptsächlich, was tatsächlich passiert, wenn man Bilder ohne Einverständnis veröffentlicht. Aber auch wenn man zum Fotografieren fremde Grundstücke, wie zum Beispiel Gelände der DB, betritt, kann es Probleme geben. Mit Models, Modefotografie u.ä. habe ich eher weniger zu tun. Gruß, Tino.

  3. Blogartikel dazu: Wegweiser zum Fotorecht für Fotografen und Kreative - kwerfeldein ... | Grafikdesign | Scoop.it

  4. Was ich im Inhaltsverzeichnis nicht fand:
    Wie verhält es sich mit Fotografien von Gebäuden (öffentlich, Brunnen, Burgen + Schlösser…)
    Gibt es einen Unterschied, wenn dieses nur als Hintergrund dient, oder unter anderem in einer Landschaftsaufnahme dabei ist?
    Existiert ein Kapitel darüber?