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12. Oktober 2012

Jörg Marx: Fields

Der von Berlin nach Niederbayern aufs Dorf ausgewanderte Jörg Marx fotografierte zwischen 2010 und 2012 die Serie „Fields“. Die Naturaufnahmen brechen das Genre verspielt auf, versprechen eine anmutende Tiefe und ungewohnte Nähe zu Oberflächen, die alles andere als oberflächlich wirken.

Nach Marx „hat das Fotografieren etwas mit einem tiefen Misstrauen gegen die Sprache zu tun.“ Mitunter vergleicht er Fotografie und Text so: „Bilder predigen nicht. Und sie lassen immer eine Lücke, während die Sprache immer dazu tendiert, alles zuzutexten. Sprache macht blind.“ Deshalb präferiert Marx die Kommunikation mittels seiner Aufnahmen, die im Folgenden formatfüllend präsentiert sein wollen.

Ein Feld (5)

Ein Feld (7)

Ein Feld (10)

Ein Feld (11)

Ein Feld (13)

Ein Feld (6)

Ein Feld (14)

Ein Feld (15)

Ein Feld (18)

Marx beschreibt sich selbst als einen von der Heimatfotografie Getriebener. „Das Naheliegende ist uns oft ja viel unvertrauter als das, was weit in der Ferne liegt.“ Seine Arbeiten präsentiert der Fotograf auch auf Flickr und Behance.

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21 Kommentare

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  1. Großartige Serie. Die Bilder wirken dank des Lichteinfalls – und vermutlich der gelungenen Nachbearbeitung – unglaublich plastisch. So wird aus dem Spargelacker schnell mal eine H.R.Giger-Skulptur. Das ist in meinen Augen echte Kunst. Und gutes Handwerk sowieso.

  2. Wow, sehr schöne Bilder! Beruhigend, stimmungsvoll, beeindruckend!! Dies sind Bilder, die ich mir gerne länger ansehe und bei denen ich in Stimmung und Details versinken kann. Gute Arbeit! :)

  3. Großartige Fotos, die es verstehen, in den Bann zu ziehen.
    Besonders gut gefällt mir das drittletzte Foto wegen der gelungenen Komposition und dem weißen Pfeiler, der das Motiv “durchbricht”. Klasse!

  4. Ein typischer Fall von 50/50 – einige Bilder der Serie finde ich top, andere eher durchschnittlich. Unterm Strich kann ich aber jeder positiven Bilderfahrung etwas abgewinnen, von daher ein großes Plus – gefällt mir!

  5. Hammer!

    In diesem Riesenformat wirken die Bilder schon sehr gut,
    noch größer wäre es wohl noch imposanter.
    Ich finde es beeindruckend wie die Bilder stark und geschmeidig
    gleichzeitg wirken können. Die gewundenen Linien und die erdige
    Färbung harmonieren wunderbar…

  6. Schade finde ich es, dass sich der Autor hinter einem (in meinen Augen falschen) Tozschlagargument verschanzt, um nichts zu den (zweifellos schön gestalteten) Fotos schreiben zu müssen. Da hätte ich persönlich einen gänzlich unkommentierten reinen Bilderbeitrag konsequenter gefunden. So steckt zwischen den Anführungszeichen in der Einleitung eine gehörige Portion Paradoxie.

  7. Blogartikel dazu: Woanders – heute über Buchauswahl, Kamerawahl, Partnerwahl, Wohnortwahl und mehr « Herzdamengeschichten