N.4550 - Rødland | Max Füllbier
09. August 2012

N.4550 – Rødland

N.4550 – Rødland, ein stilles Plätzchen Erde. Nichts stört die Idylle.
Ich kann meinen Gedanken Raum lassen.
Buchstabe für Buchstabe frisst sich Gedachtes auf weißes Pergament:

Ich öffne die Augen, Wind schlägt mir ins Gesicht. Salz legt sich beschwerend auf meine klammen Lippen.
Sechs Stunden werden es sein. Wasser.

Ich kann gerade den Nebel erkennen, der sich morgens über die mich umkreisenden Felsformationen wirft.
Sie graben sich, fast majestätisch, aus dem kalten Blau in den stählernen Himmel empor.
Keine Wolke traut sich, die Spannung zu zerreißen. Unwirklich, aber real.

Das Jetzt.
Sein.

Angst, darüber nachzudenken. Zu fremd der Schein. Immer noch Nebel
im Grün, im Blau. Sehe einen Menschen – klein. Sehe ein Boot – klein.

Blick schweift ab.
Regen.

Müdigkeit, Seelenleere. Die Gedanken treiben ab, schwimmen wie blankgeschliffenes Holz,
angetrieben durch bloßes Wehen, das die Seele mit aus dem Körper zieht.

Sie fliegen lässt.
Sie niemals weilen lässt.

So erstarrt nun die Welt, umsäumt von Strängen.
Zurückgezogen, ausgeblichen.
Ziehen Linien weiße Spuren wo einst war Grün.

Höre nichts.
Sehe nichts.

Ich folge dem kargen Strom, vorbei an Bodenlosem.
Erdrückt vom Wandel verstummt auch das Blau. Der Nebel weicht.

Halte ein.
Werde Eins.

Der Himmel färbt sich.
Eine Explosion der Sinne im monochromen Raum.

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111 Kommentare

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  1. Kwerfeldein – Fotografie Magazin -> Poesie Magazin!?

    Hallo, ist nun nicht bös gemeint, aber gefühlsmäßig wandelt sich kwerfeldein vom
    Fotografie Magazin zum Poesie Magazin!

  2. Ich finde leider den Bezug vom Text zu den Bildern nicht. Als kwerfeldein-Leser interessiert mich natürlich auch die Hintergrundgeschichte der Fotos und des Fotografierens.

    Wie schwimmt blankgeschliffenes Holz, das durch bloßes Wehen angetrieben die Seele aus einem Körper zieht?

    In letzter Zeit liegt der Artikelschwerpunkt zunehmend auf Poesie und Emotionen. Ich würde mich freuen, wenn diese Beiträge wieder durch einige sachlichere Themen ergänzt werden würden.

  3. Bin bei Peter. Hab eher das Gefühl, da wird der Versuch unternommen ein Gedicht zu illustrieren. Scheint aber wohl Freunde zu finden. Solange hier insgesamt ne gewisse Bandbreite erhalten bleibt, soll’s mir ja egal sein, dann werte ich das als gesunde Vielfalt und jeder nehme sich das passende. Aber diejenigen, deren Prioritäten eher bei der (achtung!) Bildsprache liegen, dürfen nicht zu kurz kommen!

  4. Mich überzeugt leider weder die Posie, noch die Fotografie…

    Der Trend zur “Gefühls”-Fotografie hier fällt mir auch auf. Finde ich grundsätzlich absolut ok, nur leider funktioniert es für mich recht selten. Zu oft wird versucht, durchschnittliche Bilder durch besonders emotionale oder “tiefgründige” Texte aufzuwerten. Das wirkt manchmal wie eine Mogelpackung.

    • Muss mich da den meisten anschließen, wirkt arg konstruiert. Die Fotos ansich wären sicher ok, wobei die doch eigentlich auch nun wahrlich nichts “besonderes” sind (ich weiß, das ist immer subjektiv), die Poesie ansich ist vielleicht auch ok, aber beides zusammen passt meiner Meinung nach hier gar nicht.

      z.B.
      “Explosion der Sinne im monochromen Raum”? Und dann das Foto eines Hügels mit einem Funkmast?!

      • Schließe mich Marc und Ingo grundsätzlich an, vor allem hier “Zu oft wird versucht, durchschnittliche Bilder durch besonders emotionale oder “tiefgründige” Texte aufzuwerten.”

        Speziell bei dieser Serie finde ich, dass man einfach die Bilder ganz ohne jeden Kommentar hätte hintereinander laufen lassen sollen. Denn sie erzählen ja sehr wohl schon von sich aus ein Geschcihte aus Stille, Einsamkeit und Nachdenklichkeit. Leider wird diese stille Geschichte durch die geschwätzige, laute Pseudo-Poesie zerrissen.

        Zu der Frage, ob die Fotos was besonders sind: Hier sind wir ja irgendwo(!) im Kunstbereich (sach ich jetzt mal in vollem Bewusstsein darüber, das man darüber sehr gut streiten kann). Und in dem Zusammenhang würde ich persönlich sagen: Als Einzelbilder wäre das meiste für mich auch schwach (bis auf das Leztzte, das find ich auch alleine stark), als Serie versteh ich aber zumindest, was das soll und kann auch ein wenig Gefallen dran finden. Aber leider, leider, ist da noch diese Holzhammer-Poesie die, nur paraphrasiert, was die Bilder eh schon sagen.

  5. Klasse! Kwerfeldein macht eine Entwicklung durch von Technik zum Handwerk zur Kunst. Mir scheint, so langsam ist es bei der letzten angekommen. ;)
    Das Kunst ohne die beiden anderen nicht sein kann, ist natürlich klar.

  6. Ein paar der Bilder sind nett. Aber passen für mich nicht in die Jahreszeit. Jetzt ist Sommer. Da will ich keine Herbst-Nebel-Bilder haben (keine Ahnung wann die genau entstanden sind).

    Und dann frage ich mich bei den Bildern, ob da an “Komposition” gedacht wurde. Klar kann man draußen nicht immer alles perfekt haben. Aber manches ist schon merkwürdig. Zumindest empfinde ich das so.

    Z.B. das Bild mit der Straße und den Sendemasten. Die Straße nimmt mein Auge mit und leitet es gleich rechts wieder aus dem Bild raus. Vielleicht hätte ein Verändern des Standpunktes (weiter rechts und tiefer) die Straße mehr auf die Sendemasten zu führen lassen können.

    Bei dem Bild darüber bilden der Berghang, die rechte Seite und die Steine (bzw. deren Verlängerung) ein Dreieck, was meinen Blick an den linken Rand lenkt. Ist das gewollt? Was ist in dem Bild eigentlich die “Aussage”? (Das Frage ich mich bei manch anderen Bildern auch.)

    Als Herbst-Winter-Stimmungs-Bilder wirken die Bilder sicherlich noch anders. Aber das bitte nicht Anfang August.

    Poesie ist nicht so mein Ding.
    “Der Himmel färbt sich.
    Eine Explosion der Sinne im monochromen Raum.”
    Sorry. Aber die Explosion hat bei mir nicht stattgefunden.

    • Mit Verlaub, dies ist keine Kunst, sondern Fotografie. H.C.B. schrieb einmal dazu:

      “Die Fotografie ist ein Handwerk. Viele wollen daraus eine Kunst machen, aber wir sind einfach Handwerker, die ihre Arbeit gut machen müssen.”

      Der Kunstbegriff scheint mir in Verbindung mit Fotografie etwas überstrapaziert.

  7. Weil jetzt öfter hier das Thema ist das jetzt Kunst, oder was? angesprochen wurde, und sich gleichzeitig manche über die merkwürdige Komposition oder auch nicht Komposition etc. pp. wundern (z. B.: Sebastian), hier einmal ein grundsätzlicher Gedanke:

    Wenn man sich als Betrachter entscheidet, etwas als zeitgenössiche Kunst anzusehen, dann muss man sich auch von fotografischen Maßstäben verabschieden. Will sagen: Es kann durchaus sein, dass sich ein Künstler des MEDIUMS Fotografie bedient, ohne es dabei so zu nutzen, wie es ein Dokumentarfotograf oder ein Architekturfotograf, tun würde. Versucht man also auf Kunst die Bewertungswerkzeuge von klassischer Fotografie anzuwenden, kommt dabei oft, ganz logischerweise, nicht viel raus. Ein klassiches Missverständnis also (Es geht aber auch natürlich anders, wenn man etwa an Sachen von Gursky oder Jeff Wall denkt).
    Aber es gilt auch: nicht alles, was zum Mittel der Antikomposition greift oder an Kunstakademien gelehrt wird ist gleich Kunst : -)

      • Lieber Herr Meier, bei allen Fragezeichen die er aufwirft, so beantwortet ihr Kommentar dann immerhin die nicht gestellte Frage, warum Sie hier eher selten schreiben…

        und liebe Rita … ich fühle mich fast ein wenig geschmeichelt, öfter ein Teil ihrer Gedanken zu sein.

        Es mag Ihnen beiden unvorstellbar sein, aber es gibt Leute, die haben Spaß daran, sich intensiver mit Fotografie zu beschäftigen und ihre Meinung dazu zu äußern, tun das gar beruflich, und dann mischt sich das eben manchmal mit privatem Vergnügen. Sollten Ihnen meine Beiträge so sehr missfallen, dann lesen Sie sie doch künftig einfach nicht, dann müssen Sie sich auch nicht so schwere Fragen stellen, gell.

  8. … ich schließe mich der Mehrheit an: ich kann mit den Texten dieses Artikels überhaupt nix anfangen, mit den Bildern sehr wenig (obwohl ich auf monochrome Fotos stehe).

    Bitte weniger davon, mehr anderes!

    Bitte z. B. mehr Artikel wie kürzlich “Grauschleier”… auch das war monochrom, auch da ging es um das Gefühlsleben des Fotografen, aber auf eine Art, mit der ich persönlich etwas anfangen kann.

    Grüße, Stewe

  9. hmm…was`n hier los bitte?

    ob es nun passig ist oder nicht und ob man den text stimmig findet ist doch wurscht oder..wenn er mir nicht “schmeckt” lese ich ihn halt nicht -fotografie ist etwas visuelles- und da hat text eh meist keinen platz und wer nur das schnöde technikgesülze haben möchte der kann in ein forum auswandern…. das erste foto ist gigantisch gut -für mich- auch den rest kann und will ich hinnehmen denn beim mehrmaligen betrachten kommt da etwas auf, auch wieder nur meine eigene meinung, erreicht hat max damit jedenfalls etwas, wir/ihr beschäftigt euch damit und ich wage zu bezweifeln das dies auch nur ansatzweise so gewesen wäre wenn nur die fotos gezeigt worden wären.

    jemanden nieder zu strecken nur weil er, hier max, seinen gefühlen in einem unsozialen raum wie dem internet freien lauft läßt ist für mich “unkollegial” und daher sind viele der kommentare hier für mich auch nicht ansatzweise von fotografie interessierten sondern von stenkerköpfen verfasst, die wie der hund hinter der wurst, der reinen technik”kacke” hinterhersabbern.

    • Etwas mehr Respekt vor anderen Meinungen wäre von dir wünschenswert.

      Begründete Kritik ist nie “unkollegial”, sondern kann vielleicht auch hilfreich sein. Zumindest wenn man sie annimmt.

      Nochmal: Die Kritik hier ist in weiten Teilen sachlich und begründet. Im Gegensatz zu deinem Beitrag. Kommentare als “stänkern” zu bezeichnen… DAS ist unkollegial und Gestänkere.

      “Jemanden nieder zu strecken”?? Das ist wirklich lächerlich.

      • hier geht es doch kaum um kritik !!!! und stänkern wollte ich, ja da gebe ich dir recht, weil diese technik”nerds” mir echt auf den sack gehen.

        was der mensch nicht versteht ist nichts für ihn, das ist der eindruck den ich hier bekomme…es ist verletzend sich über artikel die subjektive gefühle eines einzelnen wiedergeben zu “beschweren”, aber dafür fehlt dir persönlich womöglich die empathie!

        gefühle und emotionen unterliegen nicht der kritik!

        gute und nicht subjektive artikel polarisiern meist nie so wie ein solcher artikel das wundert mich…weiterklicken ist so einfach… geht doch bei anderen artikeln auch da kommen kaum kommentare….aber bei rein emotionalen inhalten da ist hier meist der teufel los…

      • Sachlich wäre die Kritik dann, wenn sie anerkennen würde, dass z.b. kompositorische Parameter wie die Drittel-Regel, der goldener Schnitt oder die harmonische Rausarbeitung des Hauptmotives (read: Postkarte) Optionen, aber eben genau nicht allgemeingültige Dogmen sind, anhand deren sich objektivierbar festmachen liesse ob ein Bild gut ist oder nicht. Ebenso müsste sie analysieren was hier gezeigt werden soll und ob das im SInne des Autors gelungen ist oder nicht.

        So bleibt es bei einer subjektiven Wertung, die mehr über die Erwartungshaltung Und Vorlieben der Kritiker sagt, als über die Bilder an sich. Letzten Endes treffen hier unterschiedliche Denkweisen aufeinander, die – solange man nicht sowohl das Streben nach dem “schönen” Bild als auch das Arbeiten jenseits der durch Flickr und anderen Communities gepflegten Ideals als legitim anerkennt . nur dazu führen, dass die Diskussion ins persönliche abdriftet.

        Davon ab bekomme ich bei Aussagen wie “Wenn das Kunst ist, dann ist jeder ein Künstler” (die ja im Beuys’chen Sinne durchaus was für sich hat, hier aber ins totale Gegenteil verkehrt wird) oder “Ist das ein Scherz hier”, ganz subjektiv emotional das Kotzen.

      • Den einen gehen die technik-’nerds’ auf den Sack, den anderen poetische Visionen untermauernde Bilder. Wo bitte ist da der unterschied.

        Den Einen gefällt der Artikel halt, den anderen eben nicht. Beide dürfen das äußern. Ich verstehe nicht so ganz, warum sich einzelne darüber echauffieren.

    • “ob es nun passig ist oder nicht und ob man den text stimmig findet ist doch wurscht oder..wenn er mir nicht “schmeckt” lese ich ihn halt nicht”

      Herr Doktor, bitte erklären Sie mir, wie ich herausfinden soll, ob mir ein Text gefällt oder ein Bild, wenn ich ihn nicht zuvor lese oder es anschaue….grübel…

    • “daher sind viele der kommentare hier für mich auch nicht ansatzweise von fotografie interessierten sondern von stenkerköpfen verfasst, die wie der hund hinter der wurst, der reinen technik”kacke” hinterhersabbern.”

      Kann ich so nicht stehen lassen. Den Kommentierenden mangelndes Interesse an Fotografie zu attestieren empfinde ich in etwa gleichem Masse dispektierlich wie deine Meinung, dass Stänkerköpfe den Gastautor niederzustrecken versuchen. Billige schwarz-weiss Malerei. Die Welt ist grau.

      • meine welt ist nicht grau!! ja/nein, schwarz/weiß, oben/unten, links/rechts, hinten/vorne alles andere ist wie “ein bisschen schwanger” und wischiwaschi

        den text kann doch jeder nehmen und sich seinen teil denken oder nicht ?
        das es hier nicht um technische perfektion in der bildsprache geht ist wohl schon beim kurzen ansehen des headers nachvollziehbar oder nicht

        schön aber das ich wieder merke das wenn man sachen auf den punkt bringt und nicht einen kreis beschreibt man mehr leute aus der reserve lockt als umgekehrt. ich mag das …dann merkt man gleich woran man ist und bei mir sucht man dein zitiertes grau vergebens.

  10. Muss mich den meisten hier anschließen:
    Hier wird versucht, wirklich höchst durchschnittliche Fotos mit Hilfe von ein paar netten Worten aufzuwerten. Klappt aber irgendwie nicht.
    Fotopreise hin oder her. Solche Bilder hab ich mir schon als Kind bei den Dia-Abenden meiner Eltern mit ihren Nachbarn anschauen können.
    Meiner Meinung nach verliert kwerfeldein immer mehr an Potenzial. Es ist inzwischen viel Schaumschlägerei und nur noch ganz ganz wenig Essenz. Natürlich kann man die Kritik der Leser immer mit der Bemerkung “Ist ja Kunst, Kunst ist halt anders und muss nicht jedem gefallen (usw.)” abschmettern, aber für mich ist Kunst immer noch etwas, in das sehr viel Arbeit und Mühe investiert werden muss. Und das ist bei diesen Fotos bei bestem Willen nicht zu finden.

    Hin und wieder gibt es aber noch Perlen wie die “Urban Elements”, die wirklich mal erfrischend waren. Auch der Artikel “Weil wir sind, bin ich” enthielt tolle Elemente, obwohl mir der Stil persönlich auch nicht zusagt. Früher ging es wirklich noch um die Fotografie – inzwischen geht es mehr darum, dass sich die Autoren sehr, sehr gerne reden hören.

  11. Was war das denn gerade? Wie heißt denn die Schublade, in die ich da gerade gesteckt werde? “Fach-für-Leute-die-ihre-Meinung-sachlich-vetreten”, oder watt?
    Mein Vorschlag: die ganze Diskussion weiterführen? Ja!
    Auf dem Rücken des Poeten/Fotografen? Ich meine Nein!
    Wäre mal ein eigenes Thema, vielleicht verbunden mit ner kleinen statistischen Erhebung…
    Oder gab’s die schon?

  12. Ich war noch nie ein Freund der Lyrik, viele schöne Worte mit wenig oder gar fragwürdigem Inhalt ermüden mich. Über die wahre Güte des Geschriebenen kann ich mich somit auch nicht wirklich äußern.
    Ich dachte zunächst erfreut, das wird ein schöner Reisebericht. Norwegen kenne ich auch als wunderschönes, rauhes Land. Aber weder Text, noch Bilder lassen mich dorthin entschweben. Zu wenig greifbar, zu kontrastarm für meine Bedürfnisse.

    Aber trotzdem danke für’s zeigen. Es ist sehr mutig, sich hier mit einem nicht einfachen Konzept und einem sehr persönlichen Text darzustellen und sicherlich nicht einfach, die Kommentare hier zu ertragen :-) Dafür allemal meinen Rexpekt!

  13. Über den Text möchte ich mir kein Urteil erlauben, da ich mich zu selten mit Poesie beschäftige. Aber insbesondere die Bilder sind gestalterisch nicht auf dem Niveau was bisher auf Kwerfeldein zu sehen war. Nur weil jemand mit einer analogen (Mittelformat-???)Kamera durch die Landschaft läuft ist es noch lange nicht fotografisch wertvoll. Mir fehlt bei dieser Serie zum einen eine eigene gestalterische Bildsprache. Die Bilder machen einen sehr beliebigen Eindruck, auch der Bezug zum Text wird nicht gut hergestellt.
    Ich möchte jetzt nicht die technische Seite groß breit treten, aber die Bilder sind teilweise auch noch unsauber belichtet. Das kann man dann auch beim scannen nur noch bedingt retten… Insbesondere Bild 5 und 6 machen einen sehr unterbelichteten Eindruck.
    Am stärksten finde ich aus dieser Serie den einsamen Funkmast in der Landschaft. Bei den restlichen Motiven kann ich beim besten Willen nicht erkennen, wo der Fotograf gestalterisch tätig geworden ist…

  14. … bin sehr einverstanden mit den nachdenklicheren Kommentaren, die hier gerade folgen. Es sollte nicht darum gehen, etwas auf dem Rücken von Marc, dem Autor, auszutragen. Es ist gut, dass nicht jeder nur Fotos & Texte produziert, die allen gefallen.

    Trotzdem ist der Sinn von Kommentaren, den Machern des Magazins (und auch dem Autor) eine Rückmeldung zu geben, ob die Leser des Magazins mögen, was die Macher machen. Und das passiert hier gerade – ziemlich viele Leser geben ganz subjektiv Rückmeldungen, dass Ihnen so ein Artikel nicht gefällt. Und einige bemerken, dass sich für Ihren Geschmack solche Artikel zu viel häufen.

    Welche Konsequenz Martin und seine Reaktion daraus ziehen, ist natürlich Ihre Entscheidung. Ich fände eine Umfrage gut, um eben nicht eine – meiner Meinung nach fällige – Diskussion auf dem Rücken des Autors auszutragen.

  15. Ihr findet diesen Artikel langweilig? Gerade sind 171 Leute auf kwerfeldein und dieser Artikel hat über 30 Kommentare.

    Irgendwas sagt mir, dass der Artikel viel sein mag, aber bestimmt nicht langweilig.

  16. Hallo Herr Meier, hallo Rita….seien sie bitte jetzt gaaaanz tapfer, oder überspringen Sie diesen Kommentar, ich bin´s schoooon wieder.

    Aber, ich wollte mich mal schnell für die Bezeichnung “Pseudo” und “Holzhammer”-Poesie” von mir weiter oben beim Autor entschuldigen. Ich hab jetzt ernsthaft mal den Text rauskopiert und ohne Bilder gelesen. Da finde ich den Text plötzlich viel besser. Er hat Rhtyhmik und Fluss und die Sprachbilder funktionieren auch (nun gut, das “weiße Pergament” am Anfang finde ich etwas viel, es sei denn, sie nutzten wirklich welches, was ja zur Analog-fotografie passen würde ; ) ).

    (Ach ja, Herr Meier, bevor Sie wieder fragen, ich hab da zumindest Grundkompetenz in Form eines Germanistikstudiums, hoffe, das ist okay für Sie?)

    Jedenfalls, Max Füllbier, wie gesagt, sorry für die abfällige Bezeichnungen weiter oben. Zu den Bildern habe ich mich ja geäußert. Bleibt mein ganz persönliches Gefühl, dass sich Text und Bilder hier in der Form gegenseitig leider nicht gut tun.

  17. @ DocMaowi (siehe oben):

    Sag mal, geht´s noch? Ich fasse es gerade nicht so ganz, dass die kritischen aber SACHLICHEN Kommentare hier mal wieder von einigen niedergebügelt werden und Gepöbel wie deins (Techniknerds gehen mir auf den Sack, dir fehlt die Empathie, ihr seid unkollegial, …) aber ok sein soll. Überprüf mal deinen Ton und deine Wortwahl. Würde mir auch wünschen, dass die Redaktion mal ein Wörtchen verliert, aber hier ist ja offensichtlich sowieso eher Populismus und Opportunismus gefragt.

    Aha, stänkern wolltest du, weil dir “die Techniknerds auf den Sack gehen”. Beschwerst dich aber einen Kommentar vorher über Leute die aus deiner Sicht stänkern. Sorry, das ist einfach billig. Übrigens hat hier kaum einer von Technik gesprochen.

    Zum wiederholten Male habe ich das Gefühl, dass selbst sachliche Kritik hier von einigen auf billigste Art und ohne Argumente niedergebügelt wird. Totschlagargument: “Klick doch weiter, wenn es dir nicht gefällt!”. ICH entscheide ob ich weiterklicke oder ob ich kommentiere.

  18. Bei allem Respekt für den Mut das hier zu zeigen, aber auch ich kann damit nichts anfangen. Die Faszination und Emotion kommt bei mir absolut nicht an.

    Die Diskussion ist teilweise interessant. Verstehe nur nicht, warum kritische Stimmen von manchen hier so ungern gesehen werden. Kann man verschiedene Meinungen nicht einfach mal aushalten oder sich damit auseinander setzen? Immer nur “Oh, wie schön”… ist das besser?

    @ DocMaowi: Jede/r darf alleine entscheiden, ob er/sie weiterklickt oder kommentiert, ja?

    • Mein Topfavorit ist ja “wow”!
      Nur so kommste flutschig durch, hast mal flott gezeigt, das Du auch ne Meinung hast und tust keinem weh!!
      Na, dann doch lieber Zoff in der Bude und über die, die Kritikfähigkeit nie lernen durften drüberweglesen…

  19. Ich fasse zusammen: Leserschaft A regt sich über den Bildinhalt auf. Leserschaft B regt sich über Leserschaft A auf. Dann regt sich Leserschaft A über Leserschaft B auf, worauf hin Leserschaft B sich über den Aufreger der Leserschaft A über Leserschaft B aufregt.

    Ihr habt grad alle nix zu tun, oder?

    • Noch absurder ist es, sich das alles durchzulesen und dann eine Inhaltsangabe zu schreiben, oder? ;)

      Interessant ist wirklich, dass hier einige so tun, als ob die Kommentar-Funktion nur zur Lobhudelei gedacht ist. Oder ist das sogar der Wunsch der Redaktion? So richtig happy mit dem Artikel ist ja anscheinend eh nur der Herausgeber des Magazins, dem es auch relativ egal zu sein scheint, ob und wie hier diskutiert wird (nämlich teilweise beleidigend, siehe DocMaowi) und dass einige Besucher die Entwicklung der Seite recht kritisch sehen.

      • Liebe Claudia, ich selbst schreibe auch einen Blog und man trifft nicht immer den Massengeschmack. Muss es? Ich finde nicht, man kann auch mal ausbrechen und Fotos mit Poesie verbinden. Man kann auch wortlos Fotos posten. Es gibt so viele Möglichkeiten. Die man auch ausprobieren sollte. Und glaub mir, mir ist es nicht egal wie diskutiert wird. Ich selbst lese jeden Tag hier etliche Kommentare. Die gegen entweder diverse Redakteure feuern oder gegen den Seitenbetreiber oder gegen andere Kommentare. Aber was ich nicht verstehe – hier auf Kwerfeldein bekommen viele Menschen, umsonst eine Menge Informationen. Informationen die man sonst nur in Zeitschriften bekommt, man bekommt auch teilweise eine andere Sichtweise auf die Fotografie. Sollten wir nicht eher glücklich sein, das es ein solches Magazin gibt? Ohne ständig zu nörgeln und zu meckern?

        Man sollte in der eigenen Betrachtungsweise etwas “freier” werden. Mal auch nach Links & Rechts schauen ohne gleich alles zu verteufeln…

  20. So, mein Ding ist es auch nicht. Auch ich mochte schon in der Schule keine Gedichte. Aber ich finde nicht, dass sich das in der Form hier häuft. Genau genommen, ist das der erste Artikel, den ich hier in der Form lese und nicht so spannend finde. Bin seit ca 4 Monaten fast täglich am Start. Ich finde, es ist eine große Variation in den Themen und bei 95% der Beiträge entdecke ich mindestens tolle Fotos und meistens auch tolle textliche Beiträge. Mit den restlichen 5% kann ich leben…

  21. Mir missfällt, das ist mir leider schon öfters aufgefallen, die Art und Weise, wie von Seiten der Redaktion auf Kritik reagiert wird, und sei sie mal mehr, mal weniger sachlich. Der Kommentar von Martin recht zu Beginn, “Ich liebe Magazine, die …” finde ich unangemessen und wirkt auf mich fast ein wenig beleidigt, dass nicht jedem dieser Artikel zusagt.
    Immer, wenn mehrere Leute etwas kritisch sind, scheint es einen Reflex aus der Redaktion (und dem Umfeld) zu geben, den Leuten irgendwie schonend mitzuteilen: wenn es euch nicht gefällt, habt ihr Pech gehabt (milde ausgedrückt). Ich denke, auch die Kritik und gerade diese sollte die Redaktion zur Reflexion anregen (und vllt tut sie das ja auch abseits der Kommentare). Aber man hat ja schon das Gefühl, dass Kritik als Majestätsbeleidigung aufgefasst wird und die Kommentarfunktion nur zum Loben existiert.

    • Hallo Ingo. Klar, ich liebe Magazine, die Fotografie mit Poesie verbinden. Gerade diesen Aspekt finde ich super und interessant – auch wenn das andere zum Anlass zur Kritik nehmen. Darin ist kein bissschen Ironie, ich meine das 100% genau so. Wenn wir schon dabei sind: Kritik ist für mich keine Majestätsbeleidigung, im Gegenteil, das gehört einfach dazu. Passt also. Und natürlich denken wir darüber nach, aber wir drehen auch nicht jeden Groschen fünf mal um. Und manchmal denken wir: ja, das bringen wir jetzt einfach. Warum? Weil wir es mögen. Mit und ohne Kritik. Und beleidigt bin ich überhaupt nicht, ich finde es sogar gut, wenn hier kontrovers disktutiert wird. Dafür muss man aber einen eigenen Standpunkt haben, und den haben wir. So auch ich. Und ich liebe Artikel, die Fotografie mit Poesie verbinden. ;-)

  22. Ich fand die letzten male auch die Texte eher weniger Interessant und habe sie auch selten ganz gelesen. Ich lese den Text eigentlich nur dann, wenn die Bilder ansprechend sind. Das ist die letzten male immer seltener der Fall gewesen.
    Wäre das erste Foto ein Street-Foto, wäre es das beste dieser Serie gewesen. Der Rest ist zumindest ohne Text ohne aussage. Wenn das Kunst ist, dann wird es Zeit das es eine hohe Kunst gibt, damit es wieder etwas Qualität gibt.
    Erinnert mich alles ein wenig an Instagram und Hipstamitc … anderer Look = Kunst = tolles Foto?

    Nein dem ist nicht so, das funktioniert nicht. Von Toscani gibt es da ein nettes Zitat das mir jetzt nicht wortwörtlich einfällt, aber er sagt das es Fotografen gibt, die Fotos machen die nur sie verstehen.

    Ich glaube da sind wir nun hingekommen. Ohne Text wirken die Bilder einfach nicht.

  23. @ Martin:

    Hallo Martin,

    mir, und anscheinend einigen anderen, geht es hauptsächlich um die Art des Umgangs mit Kritik. Sowohl von Seiten der Redaktion, als auch von Seiten mancher Leser. Und inzwischen tut es mir für den Autor dieses Artikels auch leid, dass das ausgerechnet hier ausgetragen wird. Dass muss sich allerdings auch die Redaktion ankreiden lassen, denn so eine Diskussion entstand hier schon des öfteren und ein Eingreifen (Moderieren) der Diskussion und eine kleine Ermahnung an die, die unsachlich oder persönlich werden, ist ja machbar.

    Dass kwerfeldein eine Bereicherung ist, stellt niemand in Frage, ich jedenfalls nicht. Und dass man einzelne Beiträge gut oder schlecht finden kann, ist eine Selbstverständlichkeit. Aber das muss man ja auch sagen dürfen, ohne dass man hier als “Techniknerd, der auf den Sack geht” oder anderes beschimpft wird.

    Liebe Grüße,
    Claudia

    Und noch an die “Frederiks” dieser Welt:
    Sich in Halbsätzen und mit Rechtschreibfehlern hier über Leute lustig zu machen, die eine Meinung mit Argumenten vertreten, ist nun wirklich für keinen von Interesse.

    • Niemand hat etwas gegen eine sachliche Diskussion. Kwerfeldein hat Moderatoren (Hallo!) die täglich ihren Job gut machen. Die Ermahnung kommen bei sehr krassen Sachen. Kwerfeldein hat eine große Strahlwirkung, daher zieht es viele Menschen an, daher zieht es auch Menschen mit anderen Meinungen an. Es ist wie in einer Ehe, es kommt halt mal zum Streit, aber im Grunde kann man Martin G. einfach nur Respekt zollen was er hier auf die Beine gestellt hat.

      Kritikfähigkeit kennt auch seine Grenzen und deswegen dieses gesamte großartige Projekt gleich infrage zu stellen, empfinde ich als traurig.

      • Noch einmal:

        Keiner stellt “dieses gesamte großartige Projekt” in Frage. Nur einen Teil-Aspekt, der aber einige Leute zu stören scheint. Das kann man ja auch ignorieren, aber ausgerechnet die zu ignorieren, die sich die Mühe machen sachliche Kritik zu äußern, ist nicht so schlau, finde ich.

  24. @martin

    “hier auf Kwerfeldein bekommen viele Menschen, umsonst eine Menge Informationen”.

    nun ja, es scheint so, jedoch finanziert sich dieser Blog in nicht unerheblichem Mass von der geschalteten Werbung. Und diese Werbung soll möglichst viele Leser Erreichen. Ergo sind die Blog-Besucher essentiell für das Überleben von kwerfeldein. Dennoch gebührt selbstverständlich den Blog-Betreibern unser allen Dank.

    Es geht nicht um “nörgeln und meckern”, wie es beschrieben wurde, sondern alleine um die Tatsache, dass es doch erlaubt sein darf, ja muss, seinen Standpunkt respektvoll zum Ausdruck zu bringen.

    Natürlich muss nicht alles gebloggte dem Mainstream zusagen (das wäre auch noch schöner) – im Gegenteil: Die Variation unterschiedlichster Sichtweisen machen einen Blog doch erst spannend und interessant.

    Aber dies schliesst doch nicht aus, seine persönliche Meinung zu einem entsprechendem Thema zum Ausdruck zu bringen. Auch hier, im Gegenteil: erst durch den gedanklichen Austausch werden Toleranz, Informationsgewinn und das Überdenken der eigenen Position möglich.

    • Unterschiedliche Variationen sind auch ganz in Ordnung, aber davon merke ich jetzt leider schon länger nichts mehr.

      Konstruktive Kritik muss natürlich auch sein :)

      Aber … ganz klar, die machen das alle hier mehr oder weniger unendgeldlich, davon leben kann man wohl eher nicht. Darum gilt auf alle Fälle mein Dank an die Betreiber.

      Dennoch ändert das nichts daran, wenn mir diese Seite nicht mehr zusagt, weil die Bilder nun in eine andere Richtung gehen, es öfter sein zu lassen. Vor der Umstellung hatte ich noch fast jeden Tag etwas zu posten gehabt, das hat sich langsam aber sicher erledigt. Oft schau ich kurz rauf und dann bin ich wieder dahin :) Und das obwohl Kwerfeldein.de in meinem Favoriten unter Daily Stuff abgelegt ist ;)

  25. Liebe Kommentatoren,

    bitte seid Euch sicher, dass Eure Meinungen in der Redaktion mit Sicherheit gelesen und diskutiert werden.

    Aber nun ist es so, dass wir monatlich von verschiedenen Kommentarerschütterungen heim gesucht werden. Seien es Landschaftsfotos mit Farben, die nicht gefallen, monochrome Bilder die als Hinweis von einer weitreichenden Redaktions-Depression erzählen, analog-digital Verwünschungen oder heute: Bilder und Poesie.

    Ich kann gut verstehen warum man etwas nicht mag und warum man das schreibt. Ich kann auch nachvollziehen, das Ihr Gedichte nicht mögt. Nicht umsonst sitzt der Buchhandel auf einer Menge seiner Gedichtsbände und nicht umsonst kann ein Poet allein von der Poesie heute nicht mehr leben und verdingt sich als Sicherheitsdienstler im Nachtgeschäft.

    Am Ende geht es eben immer darum, die Menschen zu erreichen. Sich Gehör zu verschaffen. Und das die Leserschaft wichtig ist, das versteht sich von selbst. Die Redaktion mag Euch, vielleicht muss das ja mal geschrieben werden damit es auch verstanden wird.

    Aber bitte, bitte hört auf der Redaktion immer Dinge zu unterstellen. Die Redaktion besteht mittlerweile aus mehr Menschen, mehr Denkern, mehr Fotografen. Das alles macht die Redaktion aus und alle haben verschiedene Schwerpunkte, verschiedenen Interessen und Meinungen, so wie ihr.

    Wir suchen täglich nach guten anderen Fotografen, schreiben sie an, diskutieren und hoffen sie für das Magazin zu gewinnen. Ab- und an schreiben wir selbst etwas fürs Magazin. Manchmal haben wir Artikelknappheit, manchmal sind wir für Wochen vollgeplant und manchmal haben wir einen Schwerpunkt und es rasseln 3 Artikel hintereinander raus, die von Geschichten erzählen oder ein Gedicht in sich tragen.

    Eure Kritik ist hier gut aufgehoben und es ist eben auch immer eine Frage, wie eine Kritik forumliert wird. Die einen werden verstanden, die anderen mißverstanden. Da muss sich jeder an die eigene Nase fassen, wenn er was in die Arena ruft.

    Aber die Kwerigkeit und die unterschiedlichen Sichtweisen über Fotografie, die sehe ich hier ganz genau und oft genug sind Seitenrandgedanken dabei, die von der Masse eben nicht gemocht werden. Aber jeden zu befriedigen, das liegt nicht in unserer Absicht. In unserer Absicht liegt der Spass an der Sache und dem Suchen nach allem was die Fotografie bietet und uns gefällt.

    Wenn Ihr Vorschläge habt oder selbst Seitenbereiche kennt, die ihr gern beleuchtet haben wollt oder selbst etwas schreiben oder zeigen, dann steht es euch täglich offen uns zu schreiben und uns davon in Kenntnis zu setzen. Das ist die Offenheit, die Kwer- euch bietet.

    • Schön geschrieben… genau aus diesen tollen Gründen sind wir ja auch alle zahlreich hier erschienen und diskutieren munter mit ;)

      Was du (als Vertreterin der Redaktion) allerdings als “Heimsuchung von Kommentarerschütterungen” (die Formulierung sagt schon einiges aus) wahrnimmst, sehe ich schlicht und einfach als Nutzung der Kommentarfunktion.

      Es haben hier inzwischen wirklich zahlreiche Leute angemerkt, dass das Gefühl vorherrscht, dass Kritik hier nicht immer gern gesehen wird oder sofort runtergemacht wird (Motto: “Dann geht doch woanders hin!”). Das kann euch und hoffentlich auch den anderen Besuchern doch nicht egal sein.

      Da wäre etwas mehr Selbstkritik auf Seiten mancher Besucher und vielleicht auch auf Seiten der Redaktion vielleicht angebracht. Wenn hier einige Leute mit begründeter (!) Kritik oder anderen Meinungen nicht umgehen können und anfangen die “Kritiker” persönlich anzugreifen, dann kann man als Redaktion auch mal eingreifen und sich positionieren. In dem Punkt sehe ich wirklich keinen klaren Standpunkt der Redaktion oder des Herausgebers. Der/Die Leidtragende ist am Ende der/die Autor/in des jeweiligen Artikels und das kann ja nicht in eurem Interesse sein.

      “Unterstellungen” gegen die Redaktion sehe ich nicht, welche sollen das sein?

      • Kommentare wie “Gefällt mir nicht” oder “Kann ich nichts mit anfangen” sind aber ebenso wie “Awesome”, “Wow”, etc. aber genau keine Kritik, sondern die Äußerung eines rein subjektiven Empfindens, welches man nicht wegdiskutieren kann oder gar muss. Ebenso ist die Aussage von Doc Maowi, dass ihn die “Technik-Nerds”, die Bilder anhand scheinbar messbarer Kriterien, welche die Intention des Autors komplett außer acht lassen, beurteilen ein legitimer Einwand und Nein, den muss man nicht freundlicher formulieren. Das darf ihn genauso Ankotzen wie ebenso der vokalen Mehrheit hier die Bilder nicht gefallen müssen. “Geht doch woanders hin” ist letzten Endes eine sehr gesunde Aussage, wenn man sich denn dafür entscheidet eine Haltung zu vertreten und sich auch mal jenseits des Konsens zu bewegen. Konsens ist Mittelmaß und Gleichmacherrei und davon hat es im Netz genug.

        Zu letzterer Aussage empfehle ich als Lektüre mal http://www.wired.com/rawfile/2012/02/photographers-chances-are-you-suck/

    • Es geht gar nicht darum soetwas zu bringen, sondern vielmehr darum, dafür zu sorgen das jeder Besucher auf seine Kosten kommt. Des Rätsels Lösung würde ich als Abwechslung bezeichnen. Die letzten Tage war immer das gleiche, eigentlich die letzten Wochen. Die Lichtblicke an Interessanten Themen werden immer weniger, dass das Interesse geschrumpft ist, müsste euch auch an den wenigen Kommentaren aufgefallen sein.

      Wie dem auch sei, die Community hat euch ja ein Zeichen gegeben, jetzt wird sie sicher auch schauen was ihr daraus macht.

      • Über die Anzahl an Kommentaren können wir gerade nicht klagen. Wenn wir nicht jeden Tag den Einzelnen bedienen können, dann leben wir damit. Ansonsten läuft der Betrieb weiter, wir suchen, wir gucken, ihr gebt uns Hinweise oder schreibt selbst (und Gastartikel von Lesern machen einen Großteil von Kwerfeldein aus).

        Wenn du einen Vorschlag hast oder Fotografen kennst, die du gern vorgestellt haben möchtest weil du sie gut findest, dann lass Hinweise regnen. Von nix kommt nix :-)

  26. Rückblickend auf die hier aufgekommende kontroverse Diskussion pro/contra Kritik frage ich mich, ob es eine Alternative wäre, bei nicht gefallen des Artikels einfach auch keinen Kommentar abzugeben. Als Folge würden naturgemäss weniger Kommentare erscheinen, was auch eine gewisse Nicht-Gefallen-Tendenz deutlich machen würde.

    Auch in Fotoforen stellen sich klare Standpunkte zur Beurteilung eines veröffentlichten Bildes nicht immer als das probate Mittel heraus. Somit spare ich an Kommentaren und bediene mich dieser nur dann, wenn mir ein Bild wirklich gut gefällt oder ich dem Fotografen meine Hochachtung entgegenbringen möchte. Dabei beschränke ich mich natürlich nicht auf Einsilber, wie “Toll” oder “Wow”, sondern beziehe mich mehr auf die Wirkung, die dieses Bild bei mir erzeugt. Gefällt mir ein Bild nicht, aus welchen Gründen auch immer, schweige ich.

    Keine Ahnung, ob diese Vorgehensweise auch im besonderen hier auf kwer eine Möglichkeit wäre. Man reflektiert und grübelt halt hin- und wieder….

  27. mann, mann, mann… jetzt sitze ich hier über 1000km von zu Hause weg im (sehr!) schönen Riga, und hier geht die Post ab ;-)

    Muss mich DocMaowi anschließen. Wenn ich nur Technik will, gehe ich ins … Forum.
    Gerade der Mix über einen sehr breiten Bereich von Technik bis hin zur Kunst machen das hier für mich besonders. Nur Technik und “stimmige” Bilder… wär ich schon längst weg hier!
    KLASSE, weiter so!

  28. @ Sebastian (von 22:10):

    Du liest dich wie der Anwalt von DocMaowi ;)

    Klingt wahnsinnig theoretisch und ich verstehe nicht wirklich wofür du plädierst. Dass Beschimpfungen ohne eigene Argumente ok sind? Damit bloß kein Konsens herrscht?

    Egal. Definitiv zu spät für sowas :)

    • marc moin,

      ich brauche wohl für sowas kaum einen anwalt…es gibt halt zwei gruppen bei dieser diskussion sonst wär es keine.

      ist der ausdruck technik”nerds” und alles andere, nur weil ich offen meine meinung vertrete, eine beleidigung für dich ? ok dann tut es mir leid und ich entschuldige mich bei dir und den anderen dafür, im kern jedoch bleibt die aussage stehen, nur die wortwahl wird geändert.

      nach außen getragene gefühle eines offensichtlich sensiblen fotografen abzuschmettern mit, was ist denn das, wo bitte und warum bitte, wie kommst du denn darauf etc. das ist aber gute schule oder wie… ?

      • Hi Doc,

        nein, “Techniknerds” ist für mich keine Beleidigung, “Techniknerds, die auf den Sack gehen” (nur weil sie ihre Meinung schreiben) ist aber schon etwas anderes. Außerdem ging es, wiegesagt, aus meiner Sicht hier so gut wie gar nicht um Technik.

        Und anderen hier unkollegiales Verhalten und wenig Empathie zu unterstellen nur weil sie den Beitrag kritisieren (wie du es getan hast), ist absolut nicht ok für mich.

        “nach außen getragene gefühle eines offensichtlich sensiblen fotografen abzuschmettern”
        Die Konsequenz wäre dann, dass man Beiträge nicht mehr kritisieren darf. Dann sollte man allerdings die Kommentare abschaffen und nur noch den “Like”-Button stehen lassen. Der Fotograf hat sich ja inzwischen auch hier geäußert und scheint es gut verkraftet zu haben. So ganz uninteressant ist es für ihn sicher nicht, dass hier der Großteil der Besucher nichts mit dieser Serie anfangen konnte.

  29. Sebastian schrieb: “Kommentare wie “Gefällt mir nicht” oder “Kann ich nichts mit anfangen” sind aber ebenso wie “Awesome”, “Wow”, etc. aber genau keine Kritik,”

    Ok, also Kritik. Zu den Fotos will ich nicht viel sagen, sie sagen mir ebenso wenig, vor allem aber sehe ich in ihnen keine Ergänzung oder Verstärkung der Worte.
    Beim Text stört mich die teilweise unstimmige Metaphorik: “Buchstabe für Buchstabe frisst sich Gedachtes auf weißes Pergament” – “frisst sich auf”, was soll das sein? Es kann das Weiß fressen vielleicht, aber wie frisst es sich darauf? Was frisst es denn?
    Dass sich der Nebel “wirft” – nun ja … aber “über die mich umkreisenden Felsformationen”? Tanzen die Felsen um ihn herum? Oder “graben” sie sich dann doch eher? Und wie gräbt man majestätisch?
    Am Ende dann explodieren die Sinne im monochromen Raum. Welcher monochrome Raum? Es gab bereits das ‘kalte Blau’ und auch von Grün war die Rede mehrfach. Ist der Himmel gemeint? Wieso explodieren dann die Sinne im Himmel? Wieso explodieren sie überhaupt? Fliegen dem Autoren die Augen aus dem Kopf?

    Das sind nur einige Punkte auf die Schnelle. Im Gegensatz zu manch anderem Kritiker bin ich nicht böse darüber, wenn hier immer wieder der Versuch gestartet wird, Bild- und Wortpoesie zu verbinden. Wenn aber die Wirkung der (Ver-)dichtung nicht greift, liegt es nicht unbedingt am Publikum.

    • Wenn jemanden etwas einfach nicht gefällt, weil das gesamte Bild nicht seinem Geschmack entspricht, wie soll er dir dann mehr geben als “Gefällt mir nicht”.
      Ebenso bei “Kann ich nichts damit anfangen.” = Das Spricht mich einfach nicht an, regt keine Gefühle in mir. Diese Aussagen sind klar.

      Anders wenn ich sagen möchte: Ich hätte den Ausschnitt etwas weiter links gewählt, oder enger beschnitten, etc.

      • @ Alex,
        Ich kann mich, was den Punkt der Kritik angeht, Sebastian durchaus anschließen. “Gefällt mir” oder “Gefällt mir nicht” oder ähnliche Anmerkungen sind keine Kritik, weil die Auseinandersetzung, im weitesten Fall die Analyse fehlt. Will meinen: mich als Leser des Artikels UND der Kommentare interessiere mich schon dafür, WARUM jemanden ein Bild gefällt oder halt nicht gefällt. Und so geht es dem Fotografen ggf. ja auch – er möchte wissen, warum sein Bild in einer gewissen weise bei den Menschen ankommt. Bloße “Thumps up” oder “Thumps down” bringen niemanden weiter und lassen vermuten, dass die Kommentatoren sich eigentlich nicht mit dem Bild auseinander gesetzt haben.

        http://www.thomas-tremmel.de/Kurt/Kurt_10.htm

  30. Auch auf mich wirkte der erste Beitrag von Martin Gommel beleidigt. [So wie in den letzten Wochen schon häufiger: "Es gibt viele Fotoseiten", "Passt schon, wenn Du uns nicht mehr liest", ...]

    Wenn man andere Beiträge aus dem Zusammenhang gerissen ansieht, verstärkt sich dieser Eindruck und wirft die Frage auf, ob sich die Redaktion tatsächlich so unverstanden und gejagt fühlt – was in meinen Augen niemand in den Kommentaren zum Ausdruck gebracht hat:

    @Marit
    - … wir monatlich von verschiedenen Kommentarerschütterungen heim gesucht werden
    - bitte, bitte hört auf der Redaktion immer Dinge zu unterstellen

    @Holger
    DocMaowi <3 [Das wirkt wie ein leises Anfeuern am Rande einer Prügelei auf dem Schulhof]

    Das greift auch auf Sympathisanten über
    @Martin Neuhof
    - Ich selbst lese jeden Tag hier etliche Kommentare, … die entweder gegen diverse Redakteure feuern oder gegen den Seitenbetreiber
    - … ständig zu nörgeln und zu meckern
    - deswegen dieses gesamte großartige Projekt gleich infrage zu stellen, empfinde ich als traurig [wer hat das denn geschrieben???]

    In meinen Augen hat sich die Diskussion bis auf Ausnahmen sachlich über den Artikel geäußert, was bei einer Veröffentlichung mit Kommentarfunktion ja wohl erlaubt sein muss. Freut Euch darüber und überlegt, ob ihr die grundsätzlichen Kommentare über eine nicht von allen bejubelte Richtungsänderung bei kwerfeldein einmal übderdenken wollt – fertig.

  31. Zu allererst möchte ich den Kommentatoren und Kommentatorinnen für die unglaubliche Beteiligung danken. Nachdem ich alle Kommentare gelesen habe, möchte ich noch ein paar offene Fragen klären.
    Ich bin nicht auf technisch perfekte Fotografien aus. Ich schreibe auch keinen Text, um meine Bilder damit in den Himmel zu heben. Ich versuche meinen eigenen fotografischen Weg zu gehen. Ich fotografiere, wenn mich etwas anspricht, nicht weil ich mich dazu zwinge eine Serie zwanghaft zu vollenden oder weil sich mir ein besonderes Naturspektakel bietet. Auf meinen Reisen führe ich Buch. Auch dort schreibe ich nur hinein, wenn mir just in dem Moment etwas im Kopf umher schwirrt, nicht weil ich schreiben muss. Mal sind es nur Wortfetzen, mal ganze Seiten Text. Mein Beitrag hier auf Kwerfeldein ist also, wie auch die Fotografien, ein kleiner Einblick in meine Gedanken. Das ist es, was ich zeigen wollte mit meinem Beitrag.

    Ich hoffe nun ist einiges klarer geworden.

    Besten Gruss
    Max

    Btw: Alle Bilder der Serie findet ihr auf meiner Homepage.

  32. Interessant, was ich hier lese… Denke, es gab in letzter Zeit nie so viele Kommentare zu einem Beitrag. Soviel ich mit meinen 60 Jahren gelernt habe, liegt die Kunst immer im Auge des Betrachters. Bei diesem Artikel bin ich etwas entäuscht, die Fotos sind teilweise schlecht. Insbesondere die, wie das letzte… Das kann meine Großnichte (6 Jahre) genauso gut mit ihrer kleinen Taschenknipse. Für sowas braucht es kein Mittelformat, wenn es eines ist. Zur Poesie kann ich nicht viel sagen. Solche Texte mögen einige Menschen Begeisterung entlocken (Georg schreibt: traumhaft) , aber ich kann mit solchen Worten leider nichts anfangen, da ich als Technischer Redakteur mit festen Füßen auf dem Boden stehe (obwohl ich besonders Fotos mit Nebel sehr interessant finde und auch etwas romantisch bin).
    Wie gesagt, die Kunst liegt im Auge des Betrachters. Wenn die Bilder und der Text einige Menschen ansprechen, ist es okay, aber mich reißt der Beitrag nicht unbedingt vom Hocker. Vielleicht liegt es auch am Sprichwort “Kunst kommt von Können”, die Fotos sind einfach nur 0815-Bilder, das kann jeder, sorry, meine Meinung…
    LG aus Berlin Jörg

    • Lieber Max und liebe Diskutierer,

      ich habe mir zuerst die Bilder angeschaut, dann die Kommentare der Gemeinde gelesen und bin dann auf folgenden Satz gestoßen:
      “Mit seinem alten VW-Bus reist er an viele Orte und versucht, den Betrachter mit auf die Reise zu nehmen.” Dann habe ich mir Bilder und Text erneut angeschaut.

      Für mich geben sie in Kombination viel Persönliches wieder, Erlebnisse und Gefühle, die mir den Eindruck erwecken sie könnten sich mit meinen überschneiden. Ich fahre viel zur See und wie Ihr sicher bemerkt habt beginnt die Reise auf See. Mit einem Schiff. Grau in Grau. Wie vielleicht nicht alle von Euch wissen ist Grau in Grau der Normalzustand auf See. Die Eintönigkeit – optisch und emotional. Das Versinken in Monotonie.

      Für mich bilden die Bilder genau das ab, was eine ebensolche Reise ausmacht. Ruhe. Kontrastarmut.

      Ich konnte Deinen Text und die Bilder nachfühlen. Vielleicht wäre Nebelreise auch ein passender Titel für die Serie.

      Gruß

      Jan

  33. >> schöne Seite, aber wem sag ich das <<
    Max, hab deshalb Deine Fotoreihe nicht weiter verfolgt, weil epubli es unter 30 Seiten nicht mehr einstellt … falls Du das pdf haben möchtest: schreib an meine emiladresse, ja? Gruß, Linni