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08. August 2012 Lesezeit ~ 6 Minuten

Poems To Remember

Am Ende des Weges wartet ein Glas Whisky und das weite blaue Meer. Romantisierte Vorstellungen vom Ende einer Reise sind meines Erachtens immer von großer Bedeutung, um überhaupt eine Reise zu beginnen.

Es ist ein Samstag, an dem wir losgehen. In der Tasche habe ich nicht wie üblich meine Canon A-1 und einen Haufen Filme wie mein Freund, sondern lediglich die SX-70 und zwei Impossible-Filme. Ich werde damit ein Land betreten, das ich bisher nur aus Büchern oder von Erzählungen kannte.

Ich bin also gespannt und ich rechne nach. Ich werde zwölf Tage dort sein und ich habe zwei Filme mit jeweils acht Bildern. Das macht dann 1,3 Bilder pro Tag. Mein Freund grinst und ich schaue auf seine Farbfilter, Filme, Objektive und Kamera.

Was habe ich mir nur dabei gedacht?

In meiner Vorstellung ist es das Bild eines Tages. Die Essenz einer Erinnerung, gefiltert und reduziert auf ein Quadrat und ein bisschen Farben, auf die ich fast keinen Einfluss habe.

Blick auf den Loch Lomond, links am Anfang der Reise, das erste Polaroid, ausruhen am Morgen mit einer Tasse Ingwertee in der Hand, rechts nach zwei Wandertagen fast das Ende des Sees erreicht, Wildcampen an einem der schönsten Plätze.

Die ersten Tage bleiben jedoch bildlos. Wir sind übermüdet von der langen Fahrt, den Stopps, der Schwere unseres Gepäcks und der Suche nach Zug- und Wegstrecken, nach Nahrung und Unterkunft. Aber die Bilder im Kopf verdichten sich.

Das erste Bild entsteht am fünften Tag. Es ist kein romantischer Impuls, der mich zur Kamera greifen lässt. Es ist einfach nur der richtige Moment, den Rucksack von den Schultern zu nehmen und abzudrücken.

Das zweite Bild entsteht am Abend. Wir haben einen steinigen, felsigen und anstrengenden Wegteil hinter uns gebracht. Meine Höhenangst hat sich verpisst und wir finden den schönsten Flecken auf Erden weit und breit. Hier fließt ein Bach in den Loch Lomond, wir schauen auf glitzerndes Wasser, auf goldene Baumspitzen. Wir baden unsere geschundenen Füße im kalten Bachzulauf und sind an diesem Abend unendlich glücklich.

Es ist noch früh am Morgen, wir gehen gerade los und sehen dann dieses Haus am Wegesrand, rechts: Einen Tag später, wir beschließen mit den Bus ans Meer zu fahren, aber der Busfahrer hält nicht an, wir nehmen den nächsten Bus und fahren bis Fort William, wo wir uns etwas verloren vorkommen. Wir steigen am Morgen im Regen auf einen Berg und oben begrüßen uns die Sonne und grün schattierte Berge.

Es regnet und die Nacht war kurz. Vor unserem Zelt gab es seltsame Geräusche. In unserer Vorstellung waren es grauenerregende Monster mit glühenden Augen und fletschenden Zähnen, aber in Wahrheit waren es wohl nur Dachse oder Füchse auf der Suche nach Nahrung. An diesem Morgen mache ich das dritte Polaroid. Ich sehe von einer Anhöhe auf ein weiß getünchtes Haus. In Wahrheit ist alles viel heller und klarer. Das Bild dagegen wirkt düster und verwaschen wie meine Gedanken, das Haus ist kaum sichtbar.

Das vierte Polaroid entsteht am achten Tag. Wir wollten eigentlich ans Meer und strandeten in Fort William, am Fuße des Ben Nevis. Am Abend gibt es tolle Wolkenformationen und einen Regenbogen. Wir staunen, aber ich bin zu faul, die Kamera rauszukramen. Meine Füße schmerzen, meine kleinen Zehen sind blutunterlaufen, die Beine meines Freundes sind ein einziges Tal voller aufgekratzer Mückenstiche. Nur die Kühle und Süße eines schwarzen Erfrischungsgetränks hilft, nicht alles völlig bekloppt zu finden.

Wir verlassen Fort William. Nehmen den letzten Zug nach Mallaig. Wir steigen um 23.30 Uhr in Morar aus und stehen im Dunkeln. Unsere Suche nach dem Campingplatz treibt uns über Umwege auf die Fernstraße. Es ist fast Vollmond und wir tun, was wir die letzten Tage taten: Laufen. Nach zwei Stunden erreichen wir endlich unser Ziel. Alles ist dunkel, niemand ist wach. Wir schlafen unter Bäumen bis zum Morgengrauen. Es duftet nach Meer.

Links, die Sandlinien des ablaufenden Wassers bei Ebbe, rechts, endlich der Blick auf den Antlantik bei Sonnenuntergang und Wein.

Es ist 6.00 Uhr in der Frühe. Wir sitzen in der großen und warmen Küche von Davids Familie. David ist groß und schlank, hat große Augen, die sich hinter Gläsern verbergen. Er ist über 70 und erzählt von seiner Zeit in Berlin und Belgien mit tiroler Akzent. Wir grinsen und glauben, zu träumen. Auf dem alten Herd dampft das Teewasser, vor uns stehen Teller, auf denen wir uns riesige Brötchen mit Marmelade beschmieren. Hinter uns schnarcht Molly, die alte und gutmütige Hündin des Hauses. Über uns auf einem Holzgestell trocknen unsere Schlafsäcke. Der Regen hatte uns in der Nacht wieder einmal erwischt.

Davids Nichte gehört das Haus, der wilde Garten mit Orchideen und der Campingplatz. Wir dürfen bleiben und unser Zelt aufbauen. Wir lernen die halbe Familie kennen. Da sind Granny und die Blinde, die Schwestern von David, die sich wunderbar ergänzen, denn was die gutmütige Granny vergisst, daran erinnert sie die Blinde. Am Ende des Tisches sitzt ein alter Mann, ich weiß seinen Namen nicht. Aber er lächelt und fragt die hereinkommenden Kinder, ob sie eine gute Zeit haben. Ihn bringt nichts aus der Ruhe. Ich schließe die Menschen umgehend in mein Herz.

Links, die zerklüfteten Steinformationen und mein Mitbringsel von der Insel mit gesammelten englischen Gedichten, rechts, Formen und Linien überall.

Als wir unser Zelt aufbauen, treffen wir im Garten einen Mann mit einem Dudelsack. Er übt. Alles ist unwirklich, wir hören das Meer und schmecken salzige Luft. Auf dem Weg dorthin kommt uns eine Frau entgegen, sie gibt uns zwei halbe Weinflaschen in die Hand und verabschiedet sich mit einem Lächeln. Das alles passiert nicht wirklich, oder?

Meine letzten Polaroids verschieße ich alle an diesem und dem folgenden Tag. Hier, an diesem Ort, läuft alles zusammen. Hier bin ich glücklich, folge den Linien des ablaufendes Wassers bei Ebbe, bestaune die zerklüfteten Steine am Meer, sammle Muscheln und bewundere ausgehöhlte Krabbenkörper.

Ich habe noch den Silvershade in der Tasche. Als Abschied vom Meer gibt es noch zwei Bilder. Das Meer ist ruhig und silbern.

In einem Seefahrer-Wohlfahrtshaus in Mallaig ist Bücherverkauf. Ich finde ein Buch mit Gedichten – „Poems To Remember“. Wenn ich mir meine Polaroids so betrachte, dann ist dies wohl genau der Titel, mit dem ich sie umschreiben würde. Verwaschen, bruchstückhaft, romantisch und ein bisschen fern der Realität.

Am Ende des Weges wartete das weite blaue Meer, zwei halbvolle Flaschen mit Wein und eine tolle Familie, deren Herzlichkeit wir nicht so schnell vergessen werden. Der Schluck Whisky blieb uns in Schottland allerdings in all der Zeit verwehrt.

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39 Kommentare

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  1. Es ist wirklich mutig, nur 2 Polaroid-Filme inkl. Kamera mitzunehmen, das ist wirklich bewundernswert. Aber manchmal liegt in der Begrenzung der Möglichkeiten der höchste
    Kreativimpuls. (Was man hier auch sieht, die Bilder sind wirklich inspirierend und spannend).

    • ich weiß noch nicht recht ob das mutig war. ich hatte mich zeitweise schon geärgert nicht mal ein paar andere Aufnahmen machen zu können. Mehr Details usw. anderseits hat es mir einfach viel abgenommen, so konnte ich mich viel mehr auf alles um mich herum konzentrieren als ständig unter dem Zwang zu stehen jetzt unbedingt ein unglaublich tolles Foto zu machen.

      • (sorry, der Beitrag ist nun etwas lang geworden :-)

        “Zwang”passt. Wenn ich mein komplettes Sicherheitspaket mitnehme (sprich: volles Equipment), liegen die Erwartungen dann nur noch an der eigenen Person. Wenn ich feststelle, alles dabei zu haben, um das perfekte Foto zu schießen, es aber nicht so klappt wie gewünscht, dann liegt es nicht mehr an der Ausrüstung, sondern an mir selbst. Glaubt man/ich zumindest leicht. Das (vermeindliche) Scheitern wird zur persönlichen Angelegenheit.
        Wenn man sich in seinen Möglichkeiten begrenzt, sinkt die eigene Erwartungshaltung und das Fotografieren selbst gewinn wieder die Oberhand. Deswegen glaube ich, dass die “Iphonographie” momentan so in Mode ist. Jeder hat die perfekte Spiegelreflex zu Hause, dennoch knipsen alle mit ihrem Iphone und jagen Filter mit wenigen Einstellmöglichkeiten über die Ergebnisse. Oder man fordert seine Kreativität mit einer Analog- oder Polaroidkamera heraus. Die Ergebnisse nimmt man vielleicht weniger persönlich und hat einfach nur Spaß am Probieren. Das Unperfekte befreit an der Stelle vielleicht.
        Ähnliches sieht man ja auch bei Kindern. Sie bekommen zu Weihnachten das perfekte Geschenk und spielen am Ende mit dem Karton, in dem das Geschenk eingepackt war. Daher glaube ich wirklich, dass eine Beschränkung der Möglichkeiten a) die eigene Wahrnehmung schärft/optimiert, weil man gezwungen ist, mehr über den Bildaufbau nachzudenken b) die Bilder mehr transportieren als das 29344594 Foto mit perfekten Farben und glasklarem/scharfen Auftreten c) vielleicht sogar motivieren kann, in anderen Situationen mit der Ausrüstung besser arbeiten zu können, weil man nun bekannte Grenzen wieder hinter sich lassen kann.
        Letztendlich lebt eine Beschäftigung auch von Abwechslung.
        Wie gesagt, ich finde es wirklich mutig und die Bilder sind wirklich toll geworden, auch wenn du das eine oder andere Bild anders wahrgenommen hast und die vielen verpassten Bilder im Hinterkopf hast, die uns als Zuschauer verborgen bleiben.

      • das unterzeichne ich. eine gute ausrüstung mag gut sein, wenn man sie anwenden kann. aber es ist auch gut mit weniger auszukommen. sich daran immer wieder zu messen tut einfach gut.

        und wenn du gerne schreibst und auch über fotografie, überleg doch mal ob du nicht auch mal einen gastartikel hier schreiben möchtest. meld dich einfach!

  2. Hallo Marit,
    sehr schöne Bilder mit viel Emotion, die Erinnerungen an einen der bislang schönsten Fernwanderungen- West Highland Way, wieder wachrufen. Jeden Morgen 1/2 Regen abwarten, dann laufen, Zelt aufbauen… Die Farben und Lichtstimmungen sind einfach der Wahnsinn dort. Irgendwann komme ich wieder. Will unbedingt den Weg mal im tiefsten Winter gehen. Und mal eine Zeit im Gebiet Glen Coe- Black Mountains verbringen. Dann mit der Linhof und einfach nur geniessen.

    • Man möchte aufjedenfall ein zweites Mal hin. Der Westhighland-Way ist eine gute Möglichkeit um “reinzukommen” fand ich. Aber wenn man das hinter sich gebracht hat, dann weitet sich das Land und man möchte immer mehr sehen. Ich denke ich werde mich das nächste mal um den Norden bemühen. Den Winter würde ich dort nicht aushalten, allein schon aus dem Grund das ich dann wieder gern Zelten möchte.

      Der Regen in Schottland rockt. Ich hatte das Gefühl den Schotten ist der Regen ziemlich schnuppe, während wir Touristen immer schön in Regenkleidung rumgewandert sind, dh. zum Ende dann auch nicht mehr, den das ewige an– und ausziehen war schon recht nervig.

      • Einmal warmgelaufen wären wir am liebsten gleich weiter den Great Glen Way gelaufen. Und die Inseln Skye Hebriden etc. muss ich noch besuchen. Und natürlich zu Talisker…

        Der Winter soll wunderbar dort oben sein. Ich würde das auch nur mit Zelt machen. Warmer Schlafsack, dann wird das schon!
        Erstaunlich, an den Regen gewöhnt man sich schnell, es ist nur verückt, das es so häufig und nahezu regelmäßig regnet.
        Ich habe mich auch damals auf eine Kamera, ein Objektiv und 5 Ektachrom beschränkt.
        Die Panoramakamera blieb aus Gewichtsersparniss zu Hause :-( Aber 15Kilo zu schleppen war wirklich genug.

      • Seid ihr den Highland Way komplett mit Gepäck durchgleaufen?

        Ja, der Great Glen Way klingt gut aber mich zieht es ganz schön an die Küste. Mal sehen wie es dort ist und auch mit dem Laufen und Wildcampen.

        15 Kilo ist ganz schön viel. Ich werde das nächste mal noch weniger mitnehmen und vielleicht die Kamera einfach gleich zu Hause lassen. Ein Notizbuch und Stift reichen dann vielleicht. Ich habe da auch kaum Leute mit Fotoapparaten gesehen, die meißten zuckten ihr Handy wenn die Lichtstimmung mal wieder zum niederknien war. Ich finde ja, so ein Lasttier wie einen Esel, das wäre schon was. Aber in Schottland bekommt man nur Schafe und die sind recht widerspenstig.

      • Ja, wir sind den WHW mit Gepäck gelaufen. Ihr nicht?

        Für mich hat sich 15Kg als optimales Maximalgewicht für Ferwanderwege seither eingestellt. Mehr ist wirklich die Hölle. Meine Holde hatte 9Kg auf dem Puckel, was für Sie auch das Maximum war. Allerdings war dort alles mit dabei. Essen, Trinken, Kocher, Geschirr, Zelt… Auf die Kochuntensilien kann man auf dem WHW größtenteils verzichten, weil es eigentlich an allen Etappenzielen was gibt.
        “Vernünftige” Fotohandys gab es allerdings 2003 auch noch nicht. Aber auf eine Kamera, würde ich nicht verzichten. Dann lieber an den Klamotten sparen oder leichtere Ausrüstung beschaffen. Und anständige Treckingstöcke besorgen. Damit lässt sich besonders mit Gewicht viel angenehmer gehen:

      • doch, doch. wir hatten unser gepräck immer schön dabei. ich lag so bei 12 kilo mit zelt, essen und kochzeugs. darauf möchte ich auch nicht verzichten, ist viel schöner sich auf dem eigenen kocher was zu machen als sich nahrung zu überhöhten preisen satt zu essen.

        den ganzen weg sind wir nicht gegangen. nach der hälfte wollte ich ans meer. wenn schon wasser, dann auch welches in dem man stehen kann :-)

        das mit den stöcken fand ich auch gut, bei anderen. ohne ists ganz schön mühsam, vorallem die so steinigen Gebiete.

  3. Bin hin und her gerissen. Die Story ist zwar gut, die Landschaft sicher auch sehr schön, aber auf den Bildern erkenne ich das so nicht. Mit den entsprechenden Erinnerungen an die Tour, ist es sicher eine runde Sache, für mich so aber nicht. Für mich wären eher die anderen Bilder interessant, denke ich, was aber diese Ergebnisse nicht schmälern soll… ;-)

  4. Na ja meine Begeisterung hält sich stark in Grenzen. Entweder ist der Ort nicht schön genug in ordentlicher Qualität fotografiert zu werden oder mir erschließt sich die Sinnhaftigkeit der schlechten Qualität bei den Fotos nicht. Ich mag zwar Lomografie, aber in diesem Fall verstehe ich es beim besten willen nicht. Irgendwie werden mir diese Beiträge langsam zu viel, das wiederholt sich alles.

    • so verträumt kam mir die reise nicht einmal vor. eher schmerzverzerrt. aber nach solch einer reise vergisst man die ganzen strapazen und was bleibt es das romantisch wilde, bis zum nächsten mal und dann erinnert man sich das da doch noch was war.

      • Wenn da Schmerzen waren, dann hast du sie schön umschrieben. Wie du sagst: Zum Glück sind es nicht die Mühen, die im Gedächtnis bleiben, sondern die einzigartigen Momente. Und noch schöner auf Polaroid.

  5. Eine sehr schöne Gegend, in die Ihr euch da begeben habt. Deine Beschreibungen machen mir Lust aufs Reisen. Die Einschränkung der fotografischen Möglichkeiten sehe ich zweigeteilt: zum Einen mag das die Kreativität fördern, zumindest die Auseinandersetzung mit dem Motiv. In jedem Fall verringert sich das zu schleppende Gewicht, was nicht unwesentlich ist. Zum Anderen bleibt kaum Spielraum, sich auszuprobieren und zu variieren.

    Das Gefühl der Romantik oder Ergriffenheit beim Anblick qualitativ schlecht entwickelter Polaroidbilder bleibt mir jedoch immer noch zur Gänze versagt. Für mich persönlich wären das keine gelungenen Reiseerinnerungen. Da tröstet mich nur der Gedanke, nich auf jeden Zug aufspringen zu müssen ;-)

    • Nun, zum einen gab es überhaupt nicht die Zeit zum sich ausprobieren und variieren. Die Reise galt nicht der Fotografie sondern des Wanderns und irgendwie ja auch überlebens. Das rausholen der Polaroid war da manchmal sogar recht lästig, wenn man den 12 kilo Rucksack gerade wieder auf dem Rücken hatte oder man wieder mal im Starkregen versucht hat klar zu sehen.

      Würde ich mehr an einem Ort sein, dann stellt sich gar nicht die Frage der Wahl, da wäre sie ganz klar bei meiner A-1 und einem Haufen Filmen.

      Die Qualität der Polarodifilme ist natürlich mieser als mies aber sie haben dadurch eben auch ihre Vorteile, wenn man sie gut einsetzt. Mir gelingt das noch nicht so gut, andere sind da viel besser drinm mit den Fehlern der Filme zu spielen. Und ob man das jetzt mag oder nicht, das bleibt einem eben in der Tat selbst überlassen. Mein Fazit ist, ich würde die Kamera jederzeit auf solch eine Reise wieder mitnehmen auch mit der Gefahr am Ende ohne Fotos dazustehen, denn das was im Kopf passiert und auslöst, das ist auch mit einem Polaroid nicht zu ersetzen.

  6. Posts wie dieser zeigen mir immer wieder, wie kwerfeldein weiter Richtung inhaltsoses Hipstermagazin geht und sich vom “fotografieren lernen” entfernt.

    Ich lese mittlerweile nur noch Martins Blog wirklich durch, denn jedes mal wenn ich hier herkomme reg ich mich über den Quatsch auf, der hier publiziert wird. Das Einzige, was noch übrig bleibt, sind die Browserfruits. Und selbst da taucht immer mehr Quatsch auf.

    • Ich kannte kwerfeldein zu jenen goldenen Zeiten nicht, frage mich aber, weil man derlei Kritik immer wieder zu lesen bekommt, erneut diese zwei Dinge: gibt es nicht unendlich viel spannenderes als “das drölfhundertvierzigste Photo-Lernmagazin”; und müssten die Anfänger, die Leserschaft der ersten Stunde, nicht ebenfalls mit der Zeit ein wenig fortgeschritten sein?

  7. Mag ich sehr! Kunst in Wort und Bild!
    Alleine der Anfang ist gigantisch:”Am Ende des Weges wartet ein Glas Whisky und das weite blaue Meer.” Und die Bilder dazu sind herrlich lyrisch schön. Danke dafür!

  8. Marit deine lyrische Texte unterstreichen deine fotografische Arbeit, die ich immer wieder gerne lese. Ich finde die Bilder funktionieren nur in Verbindung mit Text.

    • danke dir. in diesem fall soll es auch so sein. also bilder die nur mit der geschichte funktionieren, das ist mir auch klar. allein das experiment, ob es für mich klappt mit so einer ollen kamera in ein so tolles land zu fahren und mich eben auf maximal 16 bilder zu beschränken (waren ja am ende auch viel weniger) das fand ich schon spannend und hoffte, das es dem einen oder anderen kwer-leser auch so ginge.

  9. Blogartikel dazu: ISO400 » Blog Archive » Samstags-Linksammlung #02