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04. August 2012 Lesezeit ~ 1 Minute

Zwei Drittel Drei Viertel Vier Fünftel

Ich fotografiere für mein Leben gern auf der Straße. Das Chaos, das Unvorhersehbare und Wilde daran faszinieren mich jeden Tag. Doch manchmal brauche ich einen Ausgleich. Etwas ganz Anderes, Ruhiges. Einfach soll es sein und trotzdem ansprechend. So entschied ich mich vor drei Monaten, Fotos von Flächen und Strukturen zu machen, bei denen der obere Bereich des Bildes den größeren Teil desselben ausmacht.

Nicht mehr und nicht weniger sollte die Vorgabe sein und ich war darüber verwundert, wie leicht es mir fiel, so lange (insgesamt drei Monate) dranzubleiben. Und nach einiger Zeit fielen mir immer mehr aufeinandertreffende Farben und Oberflächen auf, hier und da, draußen und drinnen, überall. Wie das eben so ist, wenn man sich einer Sache widmet und die Augen dafür öffnet.

Heute bin ich schon etwas stolz auf die Auswahl der Bilder, die ich hier vorstellen darf. Und weil ich mich nicht dazu durchringen konnte, nur die schönsten fünf zu zeigen, gibt’s eben ganz viele.

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Jetzt hätte ich es doch glatt vergessen: Alle Fotos sind mit dem iPhone 4 entstanden. Und irgendwann mache ich mit diesen Bildern mal ein kleines Büchlein. 

Habt Ihr schon einmal ein Projekt mit der Handykamera umgesetzt?

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18 Kommentare

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  1. Paradebeispiele für den abgedroschenen Spruch “Fotografieren lernen heisst sehen lernen” ;)

    Und ja, ich hab schon Projekte mit diesem modernen mobilen Kommunikationsstellenendgerät umgesetzt. Mit dem 3er ist das allerdings eine Herausforderung der besonderen Art ; dagegen ist das 4er Sonntagnachmittagsspaziergang ;)

  2. Nein aber ich könnte es mir gut vorstellen das mal zu tun. Habe seit kurzem ein iPhone und die Fotos mit den Apps und den Effekten sehen teilweise sehr gut aus. Habe auch das ein oder andere auf dem Blog hoch geladen.

  3. Ich finde solche Serien sind eine gute Fingerübung um den Umgang mit dem Bildaufbau zu üben. Das Smartphone hat man ja immer dabei und kann deshalb jederzeit an der Serie arbeiten. Und oft kann man so auch gut Zeit sinnvoll nutzen, die man normalerweise nur “vertrödeln” würde, z.B. auf dem Weg zur Arbeit.
    Ich selbst habe auch eine solche Serie am laufen und poste die Bilder bei Tumblr

  4. Ich find es grade wieder faszinierend, dass aus so einer vermeintlich langweiligen Idee Bilder entstehen, die – zumindest ich – sehr spannend finde und jetzt zum dritten Mal anschaue. Echt toll!

  5. man kann ja wirklich aus allem eine Serie machen… Man sieht, dass die Bilder schnell und nebenbei entstanden sind, hier wäre aus fotografischer Sicht sicher mehr drin gewesen, selbst mit einer Handykamera. Auch in Sachen Originalität ginge mehr, das ein oder andere Motiv wiederholt sich. Aber die Grundidee ist nett.

  6. Hab noch kein Projekt mit der Handy-Knippse durchgeführt, nur Schnappschüsse – interessiere mich im Moment aber auch eher für Aufnahmen im Dunkeln, und da ist so ein Handysensor weniger geeignet ;)

  7. Ich habe auch diese Serie bei Instagram verfolgt. Nicht immer war da was für mich dabei, aber ich freue mich hier noch mal meine drei Favoriten (Nr. 2, 17, 21) hier sehen zu können.
    Handyprojekt umgesetzt? Zumindest noch nicht in der Konsequenz wie du es tust. Also nein. :)

  8. mag dein projekt sehr! und ja, es macht recht viel spaß mit dem iphone. ich habe auch schon serien mit dem iphone gemacht, aber nicht gezielt für ein projekt. du hast mich dazu inspiriert, darüber nachzudenken. :-)

    gruß roswitha

  9. Es gibt immer mehr Serien, die komplett mit dem iPhone oder einer Handykamera fotografiert sind.
    Vor zwei Jahren habe ich mein Handy überall mit einer kleinen Digicam fotografiert:
    http://manueladoerr.de/index.php?/projects/blackberry-on-tour/

    Bald kann man die Kamera bestimmt vom Handy lösen und sich samt Prestigeobjekt mal eben selbst fotografieren. Oder es klappt dafür ein Spiegel aus dem Handy heraus. Spannend, was die Entwickler sich noch alles einfallen lassen um uns in den Bann der Medien zu ziehen.

    Ich denke, dass man für sich entscheiden muss, welche Art von Apparat für die Umsetzung der eigenen Idee am passendsten ist. Da ist es natürlich von Vorteil, wenn man mehr verschiedene Möglichkeiten hat. Aber man sollte immer bedenken, dass es nicht die eine richtige Lösung für alle Projekte gibt und man seine Arbeits- und Herangehensweise hinterfragen sollte: http://photocharts.tumblr.com/image/28689504177

    Hier noch eine sehr spannende Serie zu einem aktuellen Anlass, komplett mit dem iPhone fotografiert:
    http://www.guardian.co.uk/sport/2012/jul/27/london-olympics-2012-smartphone

  10. Super, ich steh voll drauf!

    Die Bilder stehen hier nur eindeutig zu eng beeinander, dadurch geht der Effekt ein wenig verloren bzw. es fällt schwer die Bilder voneinander abzugrenzen.

    • Ich habe ebenfalls etwas für die gekonnte Einfachheit im Bildaufbau über – das mit dem fehlenden Abstand zwischen den Bilder trübt natürlich den Eindruck auf das einzelne Bild, aber dennoch steigt die Wirkung dieser Serie. Man könnte es fast noch “krasser” gestalten, indem man die Bilder direkt aneinander setzt.

      Abgesehen davon überraschen mich die optischen Qualitäten eines iPhone 4.
      Eine kleine praktische Kamera für unterwegs ist meiner Meinung nach auch für ambitionierte Fotografen ein absoluten Muss – nicht immer hat man sein teures Equipment dabei, für das schnelle Zwischendurch, für Bildaufbau Studien und Schnappschüsse ist das nunmal ideal.