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25. Mai 2012 Lesezeit ~ 7 Minuten

Festbrennweiten von Walimex

Achtung! Es folgt ein Testbericht. Ja, Ihr habt richtig gelesen: Testbericht. Für diejenigen, die jetzt denken: „Hä, Testberichte auf KWERFELDEIN?“ – Keine Sorge.

Ich habe weder die tatsächliche Auflösung eines Sensors der Kamera XY getestet, noch habe ich mit einem bestimmten Objektiv irgendwelche seltsamen Testkarten abfotografiert. Da guck’ ich mir lieber das Testbild nach Sendeschluss an. Sendeschluss? – Egal…

So – was habe ich denn getestet?

Manche von Euch haben sicherlich schon einmal von den vergleichsweise günstigen, aber dennoch sehr lichtstarken Festbrennweiten von Walimex gehört. Ich wollte einfach wissen, warum die Dinger so günstig sind und wie schwer die eventuellen Abstriche wiegen. Irgendwo muss ja schließlich ein Haken sein, wenn man für eine Festbrennweite mit 85mm und f/1.4 nur 299€ auf den Tisch legen muss. Aber dazu später mehr.

Erst einmal gilt mein Dank der Firma Foto Walser, die mir freundlicherweise das eben angesprochene Walimex pro 85/1.4 IF Objektiv und das Walimex pro 14/2,8 Weitwinkelobjektiv für diesen Bericht zur Verfügung gestellt haben. Ob man unbedingt ein „pro“ in den Namen des Objektivs packen muss, lasse ich jetzt mal unkommentiert.

Ein paar technische Daten müssen ja leider sein, sonst macht so ein Bericht irgendwie auch keinen Sinn. Und letztlich möchte ich ja herausfinden, ob es sich lohnt, ein günstiges Walimex zu kaufen oder doch lieber etwas länger zu sparen und bei der deutlich teureren Konkurrenz zuzugreifen. Daher muss man ja gezwungenermaßen ein wenig vergleichen:

Das 85mm ist 72mm lang, 78mm im Durchmesser und wiegt 480g. Alles im Rahmen also. Die Lichtstärke von f/1.4 ist eigentlich über jeden Zweifel erhaben. Okay, Größe und Gewicht sind jetzt vielleicht die langweiligsten aller technischen Details, aber man kann vom Gewicht her schon ein wenig auf die Qualität der Verarbeitung schließen. Zum Vergleich: Das Sony SAL-85F14Z wiegt 560g und kostet übrigens das 5-Fache. Das Walimex scheint zumindest schon einmal kein Plastikeimer zu sein, wie viele der günstigen Einsteiger-Objektive, die man überall findet.

Das Objektiv ist innenfokussierend mit einer Naheinstellgrenze von ca. 1 Meter (beim Sony SAL-85F14Z sind es 85mm). Das Objektiv besitzt 9 Linsen in 7 Gruppen und es handelt sich hier um eine Technik, bei der zum Scharfstellen nicht alle, sondern nur eine oder wenige Linsengruppen im Inneren verschoben werden. Das Filtergewinde mit 72mm Durchmesser dreht sich nicht beim Fokussieren des Objektivs und der Schwerpunkt bleibt nahezu gleich. Das Objektiv verfügt über eine Achtblätter-Blende, die sehr plastische Lichteffekte ermöglicht. Damit die Lichttransmission auf einem sehr hohen Niveau bleiben kann, wurden alle Linsen mit Antireflexschichten bedeckt.

Das 14mm ist 95,6mm lang, 87mm im Durchmesser und wiegt 530g. Es gibt bestimmt irgendwo lichstärkere Weitwinkelobjektive, aber f/2.8 ist ja jetzt nicht unbedingt schlecht. Auch hier ein ähnliches Objektiv von Sony zum Vergleich: Das SAL-20F28 wiegt 285g, ist aber mit 53mm Länge auch deutlich kürzer. Ehrlich gesagt wundert es mich auch ein bisschen, dass ein 14mm-Objektiv fast 10cm lang ist, aber das soll mich eigentlich nicht weiter stören.

Die überragende Abbildungsleistung ist dem optischen Linsensystem zu verdanken. Dieses besteht aus zwei asphärischen ED-Linsen (Extra Low Dispersion), welche die chromatische Aberration verringern. Somit entstehen Aufnahmen mit einer ausgewogenen Farbbalance. Die fest verbaute Gegenlichtblende verhindert zudem den störenden, seitlichen Lichteinfall und Linsenreflexionen, die zu Kontrastverlust führen würden.

Das klingt ja alles eigentlich ziemlich gut. Und ich muss ehrlich zugeben, ich war trotzdem noch mehr als skeptisch. Als das Paket ankam, war ich wirklich gespannt, was mich denn jetzt erwarten würde. Ich dachte: „Pass auf, jetzt fällt dir bestimmt so’n Plastikding in die Hand, wie die günstigen 50mm 1.8er Varianten von Canon, Nikon oder Sony.“

Weit gefehlt! Die Objektive sind wirklich hochwertig verarbeitet. Kein Plastik, alles aus Metall, schön schwer. Fühlt sich alles sehr wertig an. Okay! Nun also dranklemmen, fotografieren und testen.

Wie gesagt, ich habe keine Testkarten fotografiert und ich wollte auch nicht wissen, ob das Objektiv zum Rand hin vielleicht etwas unschärfer wird. Ich habe einfach beide Objektive so genutzt, wie ich auch meine vergleichbaren benutze. Da ich hauptsächlich Landschaftsfotos mache und ab und zu mal jemanden portraitiere, passte das ganz gut.

Und auch hier war ich – wie bei der Verarbeitung – von der subjektiven Bildqualität absolut überzeugt. Die Landschaftsbilder des 14mm sind knackscharf und die Schärfe des 85mm in Verbindung mit dem echt sahnigen Bokeh bei Offenblende sehen wirklich lecker aus. Und wie war es so, damit zu fotografieren? Nervt der Autofokus rum oder stimmt sonst irgendetwas nicht? Passen die Dinger denn richtig an den Anschluss?

Wo ist verdammt nochmal der Haken?

Was man in der ersten Euphorie über den günstigen Preis vielleicht übersehen kann, ist, dass es sich um komplett manuelle Objektive handelt. Was heißt das? Kein Autofokus und auch sonst kann man nicht wirklich viele Einstellmöglichkeiten der Kamera nutzen, weil das Objektiv keinerlei Daten an die Kamera weitergibt.

Das heißt, dass Ihr im M-Modus fotografieren müsst und dass Ihr manuell fokussieren müsst. Auch die Blende müsst Ihr direkt am Objektiv einstellen. Durch die wirklich tolle Verarbeitung macht es aber auch richtig Spaß, manuell zu fokussieren. Der Fokussierring läuft nicht zu leicht und nicht zu schwer – sondern genau so, wie es sein soll. Etwas, was ich von den günstigen 50mm 1.8er Festbrennweiten nicht behaupten kann.

Wenn man also eher dazu neigt, das zu fotografierende Motiv genau zu betrachten, sich beim Fotografieren Zeit lässt und nicht unbedingt Schwerlastzüge im Vorbeifahren fotografieren möchte, kann sich manuelles Fokussieren sogar entschleunigend und somit positiv auf das Fotografieren auswirken.

Was allerdings zu einem kleinen Problem werden kann, ist die direkte Blendenwahl am Objektiv. Dadurch blendet das Objektiv auch wirklich direkt ab. So, als würdet Ihr, sofern Ihr eine habt, die Abblendtaste drücken. Soll heißen, der Sucher wird bei höheren Blendenzahlen deutlich dunkler, was es dann leider manchmal schwierig machen kann, die Schärfe zu beurteilen.

Das ist besonders beim Einsatz des 14mm im Landschaftsbereich je nach Lichtverhältnissen etwas fummelig. Da kann dann aber, je nach Kamera, der vergrößerte Live-View-Modus recht hilfreich sein. Apropos 14mm im Landschaftsbereich: Irgendwie kam meine Kamera mit der Lichtmenge nicht immer wirklich zurecht. Nicht immer stimmte die empfohlene Belichtungszeit, die ich im Sucher gesehen habe. Das war teilweise etwas verwirrend.

Ansonsten sind es wirklich sehr gute Objektive, die ihrer automatischen Konkurrenz in Sachen Bildqualität in nichts nachstehen. Das fehlende Filtergewinde am 14mm stört mich allerdings ein bisschen. Aber es gibt ja auch andere Mittel und Wege, einen Filter anzubringen.

Wer also eher langsam fotografiert, wer hauptsächlich ruhenden Motive fotografiert, wer sich Zeit lassen möchte beim Fotografieren, wer gerne mit geringer Schärfentiefe arbeitet, der sollte sich die Walimexe durchaus mal genauer ansehen.

Solltet Ihr Euch aber eher dazu berufen fühlen, ein Formel-1-Rennen zu dokumentieren, dürfte das manuelle Einstellen am Objektiv doch ein wenig zu langsam sein. Ich möchte hier keine allgemeine Kaufempfehlung geben, und auch nicht generell davon abraten. Denn es kommt doch sehr auf den Einsatzbereich an.

Mir persönlich kommen die Objektive jedenfalls sehr entgegen, weil sie einen gewissen Technikfaktor aus der Fotografie nehmen. Ich kann mich nicht mehr komplett auf die Kamera verlassen. Ich muss mir die Zeit nehmen, über mein Motiv und darüber, wie ich es abbilden möchte, nachzudenken. Das kann und sollte man natürlich auch mit einem AF-Objektiv tun. Trotzdem wirkt das Manuelle auf mich aber sehr entschleunigend und das ist gut so!

Und zum Schluss noch einmal ein kleines Fazit in Listenform. Ist ja schließlich ein Testbericht.

Pro:
Preis
Lichtstärke
Verarbeitung
Bildqualität
Manuelles Objektiv

Kontra:
Manuelles Objektiv
Abblenden blendet direkt ab, nicht nur zum Auslösen
Das 14mm hat meine Kamera bei der Lichtmessung etwas verwirrt. Bin mir selbst nicht sicher, was da los war.

Es gibt sicherlich exaktere „Testberichte“ als diesen hier. Ich verliere bei denen aber immer nach drei Zeilen die Lust am Weiterlesen. Letztlich ist es doch eigentlich interessanter zu erfahren, ob ein Fotograf mit einem bestimmten Objektiv in einem bestimmten Einsatzbereich zufrieden ist oder nicht.

Was also mich und die zwei getesteten Festbrennweiten von Walimex angeht: Mit dem 85mm bin ich absolut zufrieden und überlege, es mir anzuschaffen. Wäre am 14mm ein Filtergewinde dran, wäre ich auch damit zufrieden.

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56 Kommentare

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  1. Herzlichen Dank für diese tolle Beschreibung der Walimex-Objektive ! DAS hat mir nämlich schon lange gefehlt !
    Natürlich sind mir diese Objektive schon länger aufgefallen….sie werden ja mittlerweilen recht häufig angepriesen und auch ich habe mich immer gefragt, wo der Haken wohl liegen mag. Ich bin Olympus-Nutzer, dh. Objektive, deren Blende unter 2,0 ist, sind so teuer, dass sie nicht zu bezahlen sind.
    Dein Test hat mich nun doch dazu bewogen, mir nochmals zu überlegen, das 85er, das ich auch im Auge hatte, anzuschaffen.

  2. hi,
    hab vielen dank für den artikel. hast du bei dem 14er im nachgang eine korrektur drüberlaufen lassen? bilde mir ein bilder gesehen zu haben, bei denen eine verzerrung in form einer welle zu erkennen war.

    grüße,
    bu

  3. Schöner Bericht. Praxistauglich. Fotografierte Testcharts gibt es ja auch zu genüge. Ich finde das 14mm nach wie vor sehr interessant, bei 85mm sind mir die Kollegen mit Autofokus dann doch lieber :)

    Was man vielleicht noch erwähnen sollte: Zumindest bei dem 14mm passt das Auflagemaß häufig nicht richtig, so kommt es dazu das z.B. die Unendlichkeitsstellung nicht unbedingt bei Unendlich auf der Skala am Objektiv liegt. Sollte sie davor liegen kann man sich drauf einstellen, liegt sie allerdings dahinter, ist sie unerreichbar.

  4. Ich habe beide Objektive nicht. Hatte aber mal das Samyang 8mm und davon war ich sehr angetan.
    Ich schreibe extra Samyang da es die von dir getesteten Objektive auch unter diesem Namen gibt und da noch etwas günstiger sind.
    Interessant sind ebenfalls die Preise für das 35mm/1.4 und das 24mm/1.4, sicherlich nicht ganz günstig aber im Vergleich zu denen der großen Hersteller wie Nikon oder Canon ein echtes Schnäppchen…:)

    • Hallo Holger

      Das ist ein wichtiger Hinweis! Weil ich “irgendwie” das Gefühl habe, dass es da A- und B-Ware gibt. Ich hatte Anfang des Jahres ein 3,5/7,5 mm Samyang für mFT. Und unverantwortlicherweise ein polnischer Direktimport. NIE WIEDER! Keine Möglichkeit des Widerrufs, kein Fernabsatzgesetz! Und das bei einem Flaschenboden! Denn das 7,5er war ein Flaschenboden. Hätte Walser, wenn Walimex auf dem 3,5/7,5 gestanden hätte, sofort zurückbekommen. Insofern: Walser OK, Finger weg von den preiswerteren eBay-Ausland Importen.

      Ralf

  5. Hei – nett geschrieben!

    Was stört an manueller Fokussierung? NICHTS! Wenn ich Basketball fotografiere, käme ich nie auf die Idee ein altes, manuellen Non-AF Objektiv zu nehmen. Das übernehmen bei mir ein stabilisiertes 2,8/70-200 und ein für die kleinen 15×23 mm APS-C Sensoren gerechnetes 2,8/17-55, das ich aus Faulheit im Vollformatmodus betreibe. Zumal es ab 28 mm das volle 24×36 mm Bildfeld auszeichnet.

    Aber draußen? Mit Muße fotografieren? Was heute „entschleunigt“ heißt ;-) Ein Genuss die Vollformatkamera mit zwei, maximal drei ausgesuchten Non-AF Festbrennweiten zu bestücken, in Ruhe – „entschleunigt“ – manuell zu fokussieren. Von der Seite spricht also nichts gegen die Walimex/Samyang Linsen!

    Dass deine Kamera Probleme mit der Lichtmessung hat, liegt an dem enormen Bildwinkel. Zum Beispiel viel Himmel und tiefe Schatten. Die sind schnell auf dem Foto. Da geht jede Automatik in die Knie. Eben nicht nur manuelles Fokussieren, sondern auch manuelle Belichtungssteuerung. Und wozu hat man direkte Bild-/Histogrammkontrolle vor Ort?

    >> Wäre am 14mm ein Filtergewinde dran, wäre ich auch damit zufrieden. <<

    Hm… Ich weiß nicht ob du die Historie kennst. 5,6/13 mm, 3,5/15 mm und 5,6/15 mm von Nikon hatten nie Filtergewinde. Auch das Non AF 2,8/14 mm Canon L mit dem alten FD-Bajonett hatte kein Gewinde. Entweder hatten derartige Objektive einen sog. Filterrevolver, über den ich verschiedene Filter (überwiegend) für die SW-Fotografie in den Strahlengang drehen konnte, oder auf der Objekitvrückseite die Einschubmöglichkeit für selbst zurechtgeschnittene Kunststoff-Filterfolien…

    Ralf

  6. Die Entschleunigung habe ich vor kurzem auch erfahren. Mit einem alten 50er Porst Objektiv 1.4 per Adapter an meine 600d und fotografieren macht noch mehr Spaß. Allerdings nur solange sich nix bewegt. ;-)

  7. Das mit dem Problem der falschen Belichtungsmessung mit vollmanuellen Objektiven kenne ich. Das liegt auch nicht an den Walimex-Objektiven. Bei per Adapter montierten Objektiven, die ebenfalls immer auf den eingestellten Blendenwert abgeblendet sind, tirtt das an meiner Canon DSLR auch auf. Würde ich mich nach den Anzeigen richten, wäre bei Offenblende immer um ca. eine Blendenstufe überbelichtet, abgeblendet um bis zu zwei bis drei Blendenstufen unterbelichtet. Eine korrekte Belichtungsmessung erziele ich jedoch im Liveview-Modus. Oder natürlich mit einem externen Beli.

  8. Hey,

    Ich habe das 14mm für Nikon und dieses kann die Blende über die Kamera regeln. Autofokus bei 14mm ist eh relativ sinnlos, also gab es kaum eine Alternative.

    Bei Vollformat fällt mir jedoch stark die abnehmende Leistung zum Bildrand auf. Ich würde sagen, das letzte Drittel zum Rand hin ist ziemlich mies. Auf Crop kein Problem.

    Soweit meine Erfahrung damit.

  9. Cooler “Test”. Danke! Ich mag solche praxisorientierten Berichte auch lieber als Technikdetails, die man am Ende weder auf dem Bild sieht, noch beim Arbeiten bemerkt.

    Das fehlende Filtergewinde hätte ich beim “shoppen” glatt übersehen. Vielleicht sollte ich mir mal eine Objektiv-Checkliste machen ;-)

    LG vom Wannsee,

    Sebastian

  10. Nutze das Walimex 35mm 1.4 an einer Pentax K-5 (~ Normalbrennweite) und einer S-Type Mattscheibe zum besseren fokussiern – bin sehr zufrieden.

    Bereits richtig scharf bei Offenblende ( http://bit.ly/Kx3bHT ) und ab Blende 4 lässt es keine Wünsche offen. Hervorzuheben ist auch die sehr geringe Naheinstellgrenze von deutlich unter 30cm.

    Hier die Specs http://bit.ly/Jh6xLM (DxOMark) / http://bit.ly/kXyNtD (photozone).

    Wer nicht zwingend auf Autofokus angewiesen ist sollte auf jeden Fall testen.

    Gruß

  11. Was für ein Zufall, hab gerade eben ein bisschen nach dem 14mm und 85mm gegooglet, und dann schau ich hier auf Kwerfeldein und finde diesen Test! Super!!

  12. Kleiner Nachtrag noch. Im Artikel steht:
    “Das fehlende Filtergewinde am 14mm stört mich allerdings ein bisschen. Aber es gibt ja auch andere Mittel und Wege, einen Filter anzubringen.”
    Welche wären das denn, bzw welche sind die besten? DIY Lösungen?

  13. Es ist schlicht falsch dass ein zwang besteht im M-Modus zu fotografieren! Bei älternen Sony Kameras, Ja, jedoch weder bei aktuellen noch bei einem Groß von Kameras anderer Marken!

    Bitte korrigiere dies doch.

    • Also meine Sony ist 1 Jahr alt. Und da funktioniert es nicht. Wenn ich irgendeine Automatik wähle, erscheint im Diplay eine blinkende Meldung “Lens”.

      Ich kann hier logischerweise nur für meine Kombination sprechen.

      • Bei den neueren kannst du die Option “Auslößen ohne Objektiv” im Menü freischalten.
        Du solltest allerdings känntlich machen, dass dies nur für bestimmte Sony Kameras gilt. Denn diese “Unfunktion” gab es so auch meines wissens nach bei Sony für eine bestimmte Zeit lang.

  14. Bitte: Mehr Testberichte, Erfahrungsberichte und vor allem Kreativ-Tipps (was man mit den Fotos so alles nettes anstellen und basteln kann). Nicht immer nur achso künstlerische “Avantgard-Artikel”! Das ganze driftet sonst etwas ab…

  15. Danke für den Bericht, bin immer noch am grübeln, aber beim 85er würde ich bei Canon dann wohl doch lieber auf das 85/1.8 zurückgreifen, welches ja nun auch nicht groß teurer ist.
    Im Ultraweitwinkelbereich scheint das 14mm aber eine Überlegung wert, da man da wohl auch am ehesten auf den AF verzichten kann …

  16. Danke für den tollen Bericht Holger! Sehr interessant und hilfreich! Bin tatsächlich ein wenig überrascht von den tollen Fotos. Hätte nicht gedacht, dass diese Objektive doch so gut sind! Werde ich auf jeden Fall berücksichtigen, wenn mal wieder eine Neuanschaffung ansteht!

  17. Sehr netter Bericht, schön zu lesen und sehr hilfreich. Sowas könntet ihr gerne öfter machen, sieht man viel zu selten. Diese ganzen ultra-techniklastigen Nerdberichte mit Testcharts hängen mir zum Hals raus. Ich will schließlich fotografieren und kein Techniklabor betreiben.
    Daumen hoch!

  18. sehr interessanter und lesenswerter bericht! auch wenn ich trotzdem bei meinem geliebten *nikkor 85 / 1:1,4* bleiben werde, egal, ob ich nun sportaufnahmen mache oder mich mit “muse” in ein mohnblumenfeld setze :-)

    gruß
    roswitha

  19. Ich finde das 35mm 1.4er sehr interessant, als auch das 14mm 2.8er. Die sind zwar etwas teurer mit 400 Euro, aber wie oft braucht man 14mm Weitwinkel, vor allem hat man da auch kein Problem mit der schärfe? Daher zahlt es sich auf alle Fälle aus. Ebenso das 35mm 1.4, für Vollformat gibt es da eigentlich nichts vergleichbares, das Nikon 35mm 1.4 kostet Rund 1.500,- Euro. Ist zwar eine spitzen Linse aber ich zumindest, brauche das auch nicht so oft. Und 1.500 Euro für eine Linse die ich gar nicht so oft brauche, ist auch ganz schön viel. Ich habe außerdem noch das 24-120mm mit Blende 4, also wäre das 35mm 1.4er nur Ergänzung wenn ich die Blende brauche. Wer einen Vollformat Sensor sein eigen nennt, ist auch mit Blende 4 gut bedient.

    Aber ich danke für den Test denn da kann ich mal ein paar Bilder sehen die Praxistauglich sind. Diese ganzen Tests die man so im Netz findet sind meist auch gar nicht Praxisbezogen und viel zu sehr auf Testbilder konzentriert.

  20. Hallöchen.
    Ich nutze selbst das 85mm 1,4 von WALIMEX und war bisher immer sehr zufrieden. In letzter Zeit hat es zu Gunsten von schnelleren Veranstaltungen (Heavy Metal Konzerte und American Football) eine kleinere Dienstpause eingelegt :)
    Viele Grüße und Danke für den nützlichen Bericht! Kann das 85mm nur empfehlen, vor allem bei zeitungebundener Fotografie….

  21. Ich höre zum ersten Mal (mit Begeisterung) von den Teilen. Auch die Andersartigkeit dieses Artikel was sowohl Kwerfeldein als auch dröge Technikberichte auf anderen Blogs angeht gefällt mir. Ich finds allerdings schade, dass die gezeigten Bilder wohl doch noch zu einem nicht nachvollziehbaren Grad nachbearbeitet wurden (Stichwort Vignette), die die Beurteilung des Walimexobjektivprodukts erschweren.

  22. Blogartikel dazu: Potpourri 21. KW: Canon 40mm Pancake, EOS /D Mark II u.v.m … - nopublica

  23. Ich hab mir das Samyang 14/2.8 ja gleich am Lieferbeginn zugelegt. Da war ich auch von der Schärfe, Streulicht-Unenmpfindlichkeit und Farbfehlerfreiheit sehr beeindruckt, allerdings die Mechanik hat mich als Fan alter manueller Optiken gleich enttäuscht.
    Die Verzeichnung dieser Optik fällt ab und an nicht auf – aber sobald der Meeres-Horizont auf dem Bild ist, oder normale Architektur einigermaßen frontal, sieht man die sehr gut.
    Dafür habe ich Lightroom Profile erstellt, und auch die PTLens Korektur wurde mit einem meiner Bilder erstellt – die finde ich noch besser.

    Zudem habe ich den falschen Fokus korrigiert, damit nicht soviel von der Nahgrenze entfällt – das wird gerne vergessen, aber ich liebe Nahaufnahmen.
    Allerdings hat sich bei meiner Optik ein weiteres Problem gezeigt: Die Parallelität der Optik wird innen durch drei oder vier Schrauben gewährleistet – bei meinem waren die leider lose.
    So ne kaum wartbare Baulösung habe ich noch bei keinem der vielen von mir zerlegten Manuellen Optiken gesehen. Ist vermutlich auch ein Grund, weshalb die Optik wohl immer ausgetauscht wird – von Reparaturen habe ich noch nie was gelesen. Ich vermute auch, das Foto-Werkstätten daran lieber keine Reparaturen machen wollen, zu viel Plastik, und eher ein Wegwerf-Produkt meiner Meinung nach.
    Die Schrauben die das Metall-Bajonett halten, münden bei meinem Samyang 14er Objektiv z.B. in Kunststoff.
    Eine hängende Blende hatte meins auch schon – aber das ist wohl eher als Problem der Samyang 85/1.4 bekannt. Das “wollige” Bokeh welches wohl durch die günstige Asphären-Fertigung entstehen kann, ist auch Geschmackssache – die tritt zum Glück wohl nur in Einzelfällen auf, beim 85er und 35er habe ich die schon entdeckt.

    Fazit für mich: Ich bin glücklich nicht auch noch das 35/1.4 von Samyang gekauft zu haben, sondern ein altes Zeiss mit Contax/Yashica Bajonett. Das ist wohl schon ~ 20 Jahre in Betrieb – und wird auch nochmal so lange halten. Oder länger.
    Mein Samyang 14er ist nach einem Jahr gerade nur ein Schaustück – ohne fotografischen Wert.

  24. Sehr schöner Testbericht. Herzlichen Dank.
    Ich habe mir das Walimex pro 14/2,8 gerade gekauft und bin am Testen. Ich werde es, bedingt durch die hervoragende Lichtstärke, für die Himmelfotografie nutzen. Die ersten Bilder sind vielversprechend. Mit der Entfernungsskala bin ich noch dabei, da ich gelesen haben, man soll da aufpassen, dass die Entfernungen nicht stimmen.
    Grüße

  25. Straßenfotografie ist momentan mein Schwerpunkt.
    In diesem Jahr will ich mehr in Richtung Straßenporträts machen.
    Im Moment überlege ich Mamiya 80/1:1.9 adaptiert an Nikon, Walimex 85/1:1.4 oder Sigma 85/1:1.4
    Interessanter Test … Mal schauen, noch muss ich überlegen.

  26. Vielleicht wurde es schon geschrieben – ich hab die Pentax Variante des Walimex 85 1.4 – dieses hat eine A-Stellung und es werden sämtliche Belichtungsautomatiken bedient und somit auch alle Werte an die Kamera übertragen. Wenn man das fokussieren mal drauf hat sehr starkes Objektiv – nicht nur gemessen am Preis

  27. Seit kurzem besitze ich das Walimex 85/1.4 mit Nikon-Anschluss. Letztlich konnte ich dem Preis nicht widerstehen, meine Erwartungen hatte ich jedoch eher in Bodennähe geschraubt. Beruflich arbeite ich mit Nikon D700/D800 und zwar überwiegend manuell fokussierend (Produktaufnahmen) mit dem üblich verdächtigen Glas davor (Festbrennweiten/Micro-Nikkore). Insofern konnte mich manuelle Fokussierung nicht schrecken.

    Eigentlich gäbe es dem subjektiven und gut zu lesenden Erfahrungsbericht von Holger Lückerath kaum etwas hinzu zu fügen. Ich war vom Auspacken an begeistert von dem Teil! Und ich bin nicht leicht zu begeistern. Absolut wertige Haptik und Metallcorpus. Das Bokeh wirklich “Sahne” (cream machine), Schärfe/Kontrast/Auflösung absolut gut.

    Und dann habe ich es noch meiner alten, in Sachen Objektive, sehr wählerischen Diva vorgesetzt: Fuji S3 Pro – und die zeigt zuweilen selbst Nikons Objektiver-Mittelklasse die kalte Schulter! Und siehe da, Top Ergebnisse – es macht einfach Spaß damit. Ok, das Gewinde der Scharfstellung ist mit deutlichem Widerstand und engen Gewindegängen versehen, was zuweilen etwas Kurbelei erfordert – aber das Stichwort war ja Entschleunigung! Und naja, die Befestigung der Sonnenblende…ich lasse sie auch in der Fototasche einfach dran.

    Fazit: Meine Fototasche ist um eine ständige Vertetung der Lichtstärke 1.4 und 480 gramm angewachsen. Man kann damit wirklich nichts falsch machen aber richtig neuen Spaß an selektiver Schärfe und sahnemäßigem Bokeh haben.

    Gruß, Kurt

  28. Hallo Holger,
    Ich finde deinen Test super,deine Bilder erst recht,du bist ein echter Künstler,das 14er hab ich schon bestellt,nächsten Monat kommt das 85dran,da ich ne Nikon hab kommt ein CPU dazu,der erleichtert die Arbeit.Deine Aufnahmen mit dem 85er sind der Hammer.

    Viele Grüsse von Bernd

  29. Hi und danke für das detalierte testbericht.

    Würde mich seht freuen auf deine persönliche empfehlung über folgendes obiektiven von Walimex. Aber zum erst nur noch ein paar worte uber meine bedürfnisse.

    Ich hab eine Aps-c kamera und besitze schon ein 50mm 1.8 von canon, nutze meine 7D am meistens zum filmen, würde in mein fall mehr sinn machen auf ein 35 mm oder auf ein 85mm von walimex zu zu greifen?
    Sorry für mein deutsch und danke ;-)

  30. Servus, ist es wirklich nötig im M modus zu fotografieren? Mit dem Walimex 8mm war es durchaus möglich in AV zu bleiben, da die Kamera ja direkt die Lichtmenge misst, die durch die bereits geschlossene Blende kommt! TV war natürlich nicht möglich.

  31. Solche Objektiv Bewertungen gefallen mir viel besser als die Tabellen der Hersteller. Vor allem weil jeder ein anderes Empfinden hat und es bis auf die Daten die eh bekannt sind. Auf die zu Friedenheit des einzelnen und die zusätzlichen Kommentare belegen das und sind ein zusätzlicher guter Rat. Vielen Dank dafür ist auf alle fälle Hilfreich.