browserfruits © Aileen Wessely
20. Mai 2012 Lesezeit ~ 3 Minuten

browserFruits Mai #3

Fotospecial: Doppelbelichtungen



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Deutschsprachig

• Den ganzen Juni lang wird Berlin Kreuzberg Schauplatz des Browse Foto-Festivals mit 80 Ausstellungen und Veranstaltungen. Es gibt unglaublich viel zu entdecken!

• Ihr seid Eltern und Eure Sprösslinge beginnen auch schon, sich für Fotografie zu interessieren? KameraKinder und Knipsclub sind zwei pädagogisch betreute Fotocommunities speziell für Kinder bis 12 Jahre.

• Foodfotografie in Verbindung mit Makrofotografie: Essen im Miniatur-Format.

• Unser Redakteur Michael im Talk mit Olaf Bathke. Es geht um Landschaftsfotografie, Planung und Bildbearbeitung. In der Aufzeichnung werden auch einige Bearbeitungsbeispiele erläutert.

Portraits gegen den Laubbläser.

• Der BUND ruft zum Fotowettbewerb „Dein Grün in der Stadt“ auf. Einsendeschluss ist der 30. Juni. Zu gewinnen gibt es Adobe Photoshop CS5 im Wert von über 1.000€, Umhängetaschen und mehr.

• Hat noch jemand Kameras für 110 Film im Schrank? Lomography stellt ihn wieder her. Den Anfang macht ein Schwarzweißfilm und man kann hoffen, dass demnächst noch mehr kommt.

• Tobias Bräuning gewann mit einem bunten Tropfenfoto in der Kategorie “split second” beim Sony World Photography Award 2012. Bei DW TV gibt’s ein Interview mit ihm, Blicke hinter die Kulissen in seinem Heimstudio und Highspeed-Aufnahmen der Tropfenkollisionen.

• Für Kurzentschlossene: Sunbounce veranstaltet Workshops mit Profis in Zingst an der Ostsee vom 26. Mai bis 3. Juni. Je nach Workshopleiter zu unterschiedlichen Themen rund um Fotografie und Lichtsetzung. Kiel Magazin verlost einen Platz im Workshop am 13./14. Oktober.

• Hinter der Frage „Ist Twitter ein Selbstbedienungsladen?“ verbirgt sich der interessante Fall einer Urheberrechtsfrage. Es geht um Fotos und 120 Millionen Dollar.

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International

The Shepherds way von Dima Gomberg über das Leben von Schäfern mit wunderschönen und auch blutigen Bildern. Auch seine anderen Serien sind absolut sehenswert!

• Eine sehr schöne und amüsante Umsetzung alte Bilder neu darzustellen, zeigt die Serie „Supermodels“ von Gregor Schuster und Daniel Wetzel.

• We Wanted Beer – New York in Zeiten der Prohibition.

Unterwasserfotos von gesunkenen Schiffen und Flugzeugen.

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Neuerscheinungen und Tipps vom Foto-Büchermarkt

„From Polaroid to Impossible“* des Hatje Cantz Verlag zeigt mit 230 ausgewählten Polaroid-Arbeiten auf 192 Seiten im Großformat 25x32cm eine faszinierende Bandbreite von Material und Techniken des erst kürzlich vorm Aussterben geretteten Sofortbildfilms.

In „BILDBEWERTUNG mit dem Doppelten Dreieck: Die MAGIE der Fotografie oder das GEHEIMNIS herausragender Bilder“* liefert Martin Zurmühle ein umfassendes System zur Beurteilung von Fotos anhand der Faktoren Technik – Komposion – Wirkung und Motiv – Idee – Zeitgeist. Auf über 200 Seiten in tiefer Einblick in die Perspektive von Bildkritikern, die hilft, die eigenen Fotos zu verbessern.

„Fabrik“* ist die Neuauflage des Bildepos von Jakob Tuggener, das zu seiner Zeit wenig Beachtung fand, obwohl es heute als Meilenstein gilt. In der Ästhetik des Stummfilms zeigt es das zerstörerische Potential ungebremsten technischen Fortschritts. 72 beeindruckende Aufnahmen auf 132 Seiten mit einem aktuellen Nachwort.

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Videos

Ed Karshi zeigt Bilder aus 30 Schaffensjahren Street- und Dokumentationfotografie, die ursprünglich aussortiert wurden, weil jemand direkt in die Kamera schaut und erläutert die vielschichtigen Beziehungen zwischen Betrachter und Abgebildetem, die sich durch den Blickkontakt verändern.

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ShiKai Tseng macht Lochkamera-Aufnahmen auf mit lichtempfindlicher Emulsion bestrichene Objekte, zum Beispiel Vasen. Was herauskommt, ist nicht mehr Fotografie, sondern angewandte Kunst.

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“Dark Side of the Lens”, im letzten Jahr zigfach ausgezeichneter Kurzfilm mit Wahnsinnsaufnahmen eines Surfers und Fotografen, der dem Ozean verfallen ist.

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Hinter den Kulissen: Vögel im Studio fotografieren.

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So wird die Leica M9-P »Edition Hermès« hergestellt.

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11 Kommentare

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  1. Traurig, wie mittlerweile krampfhaft versucht wird, in den Kommentaren ein Selbstmarketing zu betreiben. Dieser “Trend” ist mir schon länger aufgefallen und verdirbt einem immer mehr den Spaß, die (überwiegend) sinnvollen Kommentare zu lesen. Meist soll “nebenher” auf die eigenen Arbeiten verwiesen werden, nach dem Motto: “Ach, übrigens, ich hab so etwas ähnliches auch gerade gemacht” etc. Reicht es nicht, im Namen hier auf die eigenen Arbeiten zu verweisen und sich ansonsten auf den Beitrag zu beziehen?

    • Das ist weder traurig noch krampfhaft, ich versuche lediglich darauf hinzuweisen. Ich spame nicht. Ich kenne einige sehr gute Fotografen, und die kennt auch keine Sau, eben weil sie kein Selbstmarketing machen. Der “Markt” ist übersättigt, wer auf sich aufmerksam macht gewinnt, wer nicht, der geht unter, oder wird erst spät entdeckt. Desweiteren, versuche ich konstruktive Kritik zu bekommen, DAS ist leider heute Mangelware.

  2. Sinn machen doppelt oder mehrfach belichtete Bilder dann, wenn die miteinander verschmolzenen Bilder in Beziehung zueinander stehen bzw. eine Aussage unterstreichen. Das – und dann auch noch gut gemacht – findet man aber sehr selten. Die meisten DB sind – bei wohlwollender Betrachtung – “nur” dekorativ, nicht wenige auch einfach nur beliebig.
    Henry