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31. August 2011 Lesezeit ~ 2 Minuten

Levitation

Ich beschäftige mich schon eine Weile mit Levitationsbildern. Mich fasziniert dabei das Surreale, Märchenhafte. In diesem Artikel möchte ich zwei Möglichkeiten vorstellen, Bilder dieser Art zu machen. Gleichzeitig aber hoffe ich auch auf Ratschläge und Tipps von Euch.

Sprungbilder

Die einfachste Variante der Schwebebilder ist hochzuspringen und mit einer möglichst geringen Belichtungszeit (1/300 Sekunde und weniger) den Sprung einzufrieren. Diese Variante habe ich schon einmal hier vorgestellt. Ein sehr lustiges Video gibt es auch von Kai von digitalrev, der sich in seinem Video auch auf Natsumis Fotos bezieht, die wir ebenfalls schon einmal vorgestellt haben.

Mit Photoshop tricksen

Die zweite Möglichkeit bedeutet viel Photoshop-Arbeit, aber auch viel beeindruckendere Ergebnisse. So spektakulär zu springen wie Natsumi oder Kai ist nicht nur sehr anstrengend, es benötigt auch einiges an Übung. Deshalb habe ich in der letzten Zeit vor allem diese Variante genutzt.

Bei ihr werden zwei Fotos gemacht. Hier mal ein Beispielbild von meinem Shooting mit Sarah. Zuerst habe ich die Kamera auf ein Stativ gesetzt und mit dem Selbstauslöser ein Foto der Kulisse gemacht. Dabei war es wichtig, auf die Ebene scharf zu stellen, in der später Sarah schweben sollte.

Der Autofokus muss dabei abgeschaltet werden, denn sonst verändert sich der Schärfebereich. Sobald das Bild der Kulisse gemacht wurde, darf die Kamera nicht berührt werden, denn wackelt die Kamera nur einen Millimeter zwischen den beiden Ausgangsbildern, ist die nachträgliche Bearbeitung zumindest extrem aufwändig.

Als nächstes hat sich Sarah auf einen Hocker gelegt und ich habe auch davon ein Bild gemacht. Gerade draußen sind solche Bilder schwierig, denn auch ein Lichtwechsel macht die nachträgliche Bearbeitung schwer. Es muss also alles sehr schnell gehen.

Mit Photoshop füge ich nun die Bilder zusammen und “nehme den Hocker weg”. Wie genau das geht, zeige ich euch lieber durch ein Youtube-Video, das mir bei meinen Fotos sehr geholfen hat. Danach habe ich noch die Farben und die Kontraste ein wenig verändert – fertig.

Das Ganze klappt natürlich auch stehend auf einem Stuhl oder wenn man von jemandem gehoben wird. Eurer Fantasie und Experimentierfreude sind kaum Grenzen gesetzt. Passt aber auf, dass das Model ein möglichst langes Kleid oder ähnliches trägt, das über den Hocker hängt oder dass es mit den Füßen sehr weit vorn auf der Oberfläche steht. Denn sonst fehlen schnell zum Beispiel ein paar Zehen beim Entfernen des Hockers. Und so einen Fuß oder gar Po zu rekonstruieren ist wirklich eine Kunst.

Habt Ihr auch schon einmal Levitationsfotos gemacht und weitere Tipps und Möglichkeiten?

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28 Kommentare

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  1. Wer sich für solche Bilder interessiert, sollte sich unbedingt die Serien “Hyper” von Denis Darzacq, sowie “Get Back In Your Book” von Lissy Laricchia anschauen.
    Solche Bilder müssen einer der ältesten Trends der Fotografie sein :D Stichwort Jacques Henri Lartigue. Sogar Henri Cartier-Bresson hat auf seine Art und Weise eins gemacht ^^

  2. Coole Idee. Das Bild von Sarah gefällt mir sehr gut, hat etwas mystisches. Und da sie nur sehr wenige über dem Boden schwebt, sieht es irgendwie auch fast noch realistisch aus. Sehr, sehr schön.

  3. Vielen Dank für den tollen Artikel! Bisher hatte ich mit Bildbearbeitung jenseits von ein paar Ausbesserungen nicht sooo viel am Hut, aber jetzt habe ich absolut Lust bekommen, mich so bald wie möglich an einem Levitations-Bild zu versuchen. :-)
    Das Schöne am Fotografieren ist, dass man so wahnsinnig viele Möglichkeiten hat.

  4. super beitrag! ich wollte schon lange mal solche bilder machen, und denke dieser beitrag ist eine gute einführung dazu…habe mir alle bilder von den links die so gepostet wurden angesehen, super sache kann ich da nur sagen, freu mich riesig das selbst auszuprobieren.