Objektiv
20. August 2010 Lesezeit ~ 8 Minuten

Objektive abseits des Mainstreams

Objektive gibt es viele – Canon zum Beispiel bietet mehr als 60 verschiedene Objektive für ihre DSLR Kameras an, und Fremdanbieter erweitern das Angebot nochmals beträchtlich. Da sollte doch für jeden Anspruch und Geldbeutel das passende Objektiv dabei sein – könnte man meinen.

Allerdings findet man oftmals Nutzer, die sich zumindest teilweise mit alten Objektiven ohne Autofokus und ohne von der Kamera gesteuerten Funktionen „herumschlagen“.

Ich gehöre zu dieser eigenartigen Spezies Fotograf ;-)

Mein Einstieg in die Welt der manuellen Objektive an DSLR Kameras war wohl ähnlich unspektakulär wie bei den Meisten: Ich hatte einige Objektive, darunter ein paar wenige Zeiss Optiken, für meine analoge Contax / Yashica Ausrüstung. Diese wollte ich auch nach meinem Wechsel in die Digital-Foto-Welt nutzen. So stand für mich schnell die Entscheidung für Canon EOS Spiegelreflexkameras fest, da dieses System aufgrund des etwas kürzeren Auflagemaßes und des großen Bajonettdurchmessers für Adaptionen alter Optiken ideal ist.

Meyer Trioplan - 100mm ƒ2.8

Anfangs nutzte ich noch eifrig das Canon EF 50mm/1.4 und EF 28-135mm IS USM mit vollem Automatik-Komfort an meiner EOS 350D Crop-Kamera. Zusätzlich kamen meine manuellen Optiken zum Einsatz – aber die große Freude an den klassischen Objektiven kam erst mit dem Kameraklassiker EOS 5D, Canons erschwinglicher Kleinbild-Digitalkamera.

Erst damit machten die manuellen Objektive richtig Spaß – soviel Spaß, dass ich zur Zeit mehr als 95 Prozent meiner Aufnahmen damit anfertige. Zum Einen hilft der große Sucher bei der Bildgestaltung und beim Scharfstellen, zum Anderen laufen die Objektive erst bei 24×36 mm Sensorgröße zu ihrer vollen ursprünglichen Leistung auf – die großen Pixel der EOS 5D helfen dabei.

Weshalb tue ich mir diesen eklatanten Komfortverzicht an?

Autofokus (AF) war für mich noch nie wirklich relevant. Für die eine oder andere Gelegenheit war AF zwar ganz gut, aber viele Autofokusobjektive machen mir einfach haptisch keinen Spaß. Zudem muß ich mir so keine Gedanken wegen Front- oder Backfocus machen, und komme erst gar nicht auf die Idee, meine Bildgestaltung nach AF-Feldern zu richten.

Deswegen werde ich zwar ein paar AF Optiken weiterhin behalten, aber sie verstauben im Regal.

Die Springblende ist schon eher ein Verlust der schmerzt – immer bei Arbeitsblende scharf zu stellen ist vor allem bei Blitzaufnahmen, zum Beispiel im Makrobereich, unangenehm.

Was sind dann die Vorteile?

  • Die manuellen Objektive sind oftmals von der Machart wesentlich robuster und wertiger. Der persönlich gefühlte Abstand zwischen dem hochgelobten Canon EF 50mm/1.4 und dem als “Joghurtbecher“ verunglimpften EF 50mm/1.8 II ist etwa ähnlich wie zwischen meinem manuellen Minolta Rokkor 58mm/1.2 und dem EF 50mm/1.4.
  • Alte manuelle Objektive kosten in der Regel weniger als aktuelle Objektive. Ein Pentacon 50mm/1.8 kostet oft nur 20 Euro, ein passender Adapter mit Schraubgewinde M42 auf das Kamerabajonett nochmals 10 Euro. Ein Rokkor 58mm/1.2 kostet um die 300 Euro – eine vergleichbare aktuelle Optik kostet gebraucht 900 Euro. Und mit etwas Geduld finden sich bei den Manuellen eher Schnäppchen.
  • Alte Objektive haben zum Teil Charakter: Das Bokeh, also das Unschärfeverhalten, des Meyer Trioplan 100mm/2.8 ist bei Offenblende als spacig zu bezeichnen, beim erwähnten Rokkor ist es sahnig. Verschiedene Objektive haben eine malerische Überstrahlung. Zeiss (West) Objektiven wird ein spezieller 3D-Look der Bilder nachgesagt – das ist zum Beispiel eine Sache, die ich für mich erst noch austesten muß. Vergleiche und Bewertungen nehmen da fast esoterische Züge an.

Was läßt sich alles adaptieren – und weshalb sind nicht alle Kombinationen sinnvoll?

Der erste zu berücksichtigende Faktor ist der Bildkreis. Das ist der maximale Durchmesser eines Bildes mit nutzbarer Qualität. Bei vielen alten Objektiven sind das 43 mm – die Bilddiagonale vom 24x36mm großen Kleinbild (abgekürzt KB), auch bekannt als Vollformat. Daher kann man für KB gerechnete Objektive an Sensoren im KB-Format oder kleiner nutzen.

Der zweite Faktor ist der freie Abstand zwischen dem letzten Bauelement des Objektivs in Richtung des Bildes und dem Sensor. Dies ist die Schnittweite. Wenn dieser Abstand zu klein ist, kann eventuell der Schwingspiegel der Kamera anstoßen. Nur dummerweise sind diese Maße nirgends angegeben. Stattdessen wird daher oft das Auflagemaß herangezogen.

Zeiss 85mm ƒ1.4 CY

Gerne wird geschrieben, das Auflagemaß sei eins der absoluten Maße für eine Adaption. Sobald das Auflagemaß des Objektivs größer oder zumindest gleich groß sei wie das der Kamera, seien Adaptionen mit reinen Adapterringen ohne Linsen möglich. Andernfalls nicht.

Was ist das Auflagemaß?

Bei Kameras ist das einfach der Abstand von der Fläche, die als Anschlag des Einschraubens dient, zum Sensor. Bei Objektiven ist es der Abstand von der Anschlagfläche bis zur Schärfenebene des Objektivs.

Gut, wenn wir jetzt ein M42-Schraubgewinde-Objektiv in eine Kamera mit entsprechendem M42-Adapter einschrauben, paßt alles wunderbar, sofern die Auflagemaße übereinstimmen.

Ist das Auflagemaß des Objektivs kleiner als das der Kamera, landet das Bild unendlich entfernter Motive irgendwo in der Luft vor dem Sensor – schade eigentlich. Die einzige Lösung wäre, sich auf Motive im Nahbereich zu beschränken – nicht immer wünschenswert. Das ist das Problem bei der Adaption der meisten manuellen Objektive an das Nikon F-Mount.

Andersrum landet das Bild erstmal hinter dem Sensor. Da beim Fokussieren auf nahe Objekte der Abstand zwischen Optik und Sensor vergrößert werden muß, kann oftmals der dazu vorhandene Schneckengang in diesem Fall auch zum Fokussieren auf Unendlich genutzt werden – Glück gehabt. Nur wird die Nahgrenze des Objektivs verloren gehen.

Porst 135mm ƒ1.8

Auch bei Objektiven wie den alten Olympus Zuiko OM Optiken stimmt die einfache Aufkagemaß-Regel. Diese Optiken finden mittels des Adapters problemlos im Canon EF Bajonett Platz.

Dann schweift unser Blick umher und trifft auf den Pentax K-Mount. Vom Auflagemaß paßt alles wunderbar – nur in der Praxis stößt die einfache Auflagemaß-Formel an ihre Grenzen, und der Spiegel der Vollformat-Kamera an Hebelchen des Objektivs. Gut, die Hebelchen und eine “Nase” lassen sich schnell entfernen, und dann kann man die Pentax Optiken gut verwenden.

Schauen wir jedoch mal Zeiss Objektive mit Contax / Yashica Bajonett an: Das Auflagemaß ist wieder größer als bei Canon EF. Und nach dem Kürzen eines Blendenhebels passen die Optiken auch wieder – zumindest einige. Bei Kleinbild im Weitwinkelbereich stehen manche Rücklinsen dem Kamera-Schwing-Spiegel im Weg! Die Linse abzuschleifen wäre sehr verwegen, optische Nachteile wären zu erwarten ;-). Deswegen schleifen viele Manuell-Fokus Liebhaber den Spiegel der Kamera an, um diese hochwertigen Zeiss Objektive nutzen zu können.

Auch nicht jedermanns Sache.

Minolta Rokkor 58mm ƒ1.2

Eine weitere Variante, die von der “Regel” abweicht, sind C-Mount Optiken an FourThirds Kameras. Diese können zum Teil mit ihrer Auflage im 4/3 Bajonett eintauchen. Wenn wir dann den Blick etwas zurück wenden, stellen wir fest, dass auch z.B. M42 nur deswegen an Canon EOS Kameras paßt, weil das M42-Gewinde in den EF Mount eintauchen kann – ein weiterer Gesichtspunkt, der beachtet werden will. Hier verliert Sigma mit dem kleinen Bajonettdurchmesser.

All diese Punkte sind bei den DSLR Kameras bei Canon und wohl auch Sony am besten – die Systeme sind ideal für die Nutzung fremder Objektive per mechanischem Adapter ohne Umbau. Wer zum Schraubendreher greift, hat andere Optionen.

FourThirds Fans werden jetzt grinsen, sie haben mehr Möglichkeiten mit Adaptern. Und bei Micro-FourThirds ist die Objektivauswahl noch größer. Da werden auch Canon FD und Minolta SR Objektive nutzbar.

Allerdings gibt es den berechtigten Einwurf, dass 4/3 nur ~28% der Kleinbild Sensorfläche nutzt – Cropfaktor 2. Kleinbildobjektive (KB) sind nicht auf die kleinen Pixel optimiert, liefern nicht den bei 4/3 gepriesenen bildseitig telezentrischen Strahlengang, sind für andere Aufnahmewinkel optimiert, was Streulicht anbelangt – alles Punkte bei denen adaptierte KB Optiken schlechter sein dürften als 4/3 Objektive. Zu den Punkten, die hier eventuell für alte Objektive sprechen, kommt vielleicht noch ein Statusdenken in Bezug auf das “dicke” Objektiv hinzu.

Bei meiner Arbeit mit Industriekameras mit 2 bis 11 µm Pixelgröße sehe ich, was aus dem Sensor wirklich rauskommt – ein Grund mehr für mich, bei Kleinbild zu bleiben.

Canon FD 300mm ƒ2.8 L

Mit den neuen Sony NEX-3 und NEX-5 Kameras hat man die gleiche Sensorgröße wie bei Canon-Cropkameras, aber durch den Entfall des Schwingspiegels eine große Auswahl an Objektivadaptierungen mit Adaptern. Von dem Gesichtspunkt her sehr empfehlenswert – nur ohne die Aufstiegsmöglichkeit zum Kleinbild bzw. Vollformat.

Das Auflagemaß alleine macht also nicht glücklich. Zumindest eine erlaubte Eintauchtiefe müßte noch beachtet werden. Bei Canon EF Vollformat sind das circa 1-2 mm hinter dem EF Bajonettring. Eine M42-Optik, die z.B. mehr als einen Millimeter hinter dem Adapterring hervorsteht, sollte man besser nicht unbesorgt an eine 24x36mm KB Format DSLR ansetzen.

Was würde eigentlich passieren, wenn man’s trotzdem tut?

Es kann sein, dass der Spiegel nur kurz am Objektiv entlang streift, und sonst passiert nichts. Oder der Spiegel bleibt hängen, klappt aber wieder runter wenn man in den Nahbereich fokussiert. Oder, wohl ein Worst-Case, es haut einiges an der Spiegelmechanik zusammen.

Fatal könnte es werden, wenn man zum Lösen des hängenden Spiegels das Objektiv weiter in die Ferne fokussiert – dann wird der Spiegel nach hinten gedrückt.

Auch kritisch könnte das Entriegeln sein, die Drehung könnte zerstörerische Wirkung haben.

Nun möchte ich aber nicht als Missionar in Sache manuelle Objektive auftreten – sondern einzig diese Alternative vorstellen, um Unsicherheiten und Fehlkäufe zu vermeiden. Die steigenden Preise für einige manuelle Schätzchen, wie das Rokkor 58mm/1.2, zeigen das schon bestehende große Interesse. Es gibt auch bei den “Alternativen” einen Mainstream!

Links zum Thema:

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38 Kommentare

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  1. Hallo Markus,

    danke für diesen tollen Artikel.
    Teilweise kann ich das alles nachvollziehen, denn ich benutze regelmäßig ein altes Minolta Objektiv an meiner Sony. Das unter manchen Foto-Fuzzies als legendär bezeichnete AF 70-210 f4, auch Beercan genannt.
    Wie du siehst ist es ein Autofokus Objektiv, und deswegen schreib ich auch “teilweise nachvollzeihen”.
    Aber was die Verarbeitung, das Bokeh, und auch einfach das Gefühl beim Fotografieren angeht, sind diese alten Objektive einfach toll.

    Wenn ich dagen mein Sony 50mm1.8 vergleiche, was gefühlt 1/10 wiegt, ist das schon was ganz Anderes.
    Klar das Teil ist ja auch wesentlich kleiner, aber halt auch komplett aus Plastik…
    Da werde ich in naher Zukunft auf jeden Fall auf das alte Minolta 50mm 1.4 upgraden.
    Aber komplett auf den AF verzichten, würde ich persönlich glaub ich nicht.

    Viel Spass noch mit den alten Dingern ;)

    • lustig wir haben irgendwie die selbe wahl getroffen. auch ich hab das »beercan« objektiv (um ein wenig zu klugscheißer: das objektiv hat keinen autofokus, der autofocus motor muss in der kamera sein) und auch das 50mm 1.8.

      ich benutze nahezu alle objektive fast ausschließlich ohne autofokus weil ich mich so irgendwie freier in der gestaltung fühle. der kleine sucher der alpha 330 bereitet dabei aber doch immer wieder probleme.

      • Jetzt muß ich auch etwas Klugscheißer sein:
        Manuelle Objektive werden auch an Autofokuskameras nicht anfangen sich scharfzustellen. Es ist üblich, Objektive als Autofokus-Objektiv zu bezeichnen, wenn sie die Funktion der automatischen Scharfstellung unterstützen. Egal ob der Motor im Objektiv ist, oder in der Kamera.

        Was Autofokus-Objektive gemeinhin kennzeichnet ist, dass ihre Fokusmechanik wesentlich leichtgängier sein muß als bei den manuellen Objektiven. Dies führt wohl auch mit dazu, dass die neuen Optiken nicht immer unbedingt besser sind als die alten, weil sie größere Toleranzen haben.

  2. Hm.. ziehmlich interessant, für mich ist aber eher hängen geblieben, dass man doch sehr aufpassen muss und gegbenenfalls sogar an der Kamera selbst rum basteln muss um manche manuelle Objektive nutzen zu können.

    Für mich würde das nicht in Frage kommen!

    Und zum manuellen focusieren habe ich eine (wahrscheinlich dumme)Frage:
    Ich kenne von der analogen Kamera meines Vaters, dass man in der MItte des Suchers so eine runde Scheibe hat bei der man bestimmte Linien mit einander in Deckung bringen muss.
    Ist das eine Eigenschaft der Kamera oder des Objektivs?
    Würde es soeine Funktion geben wenn ich ein manuelles Objektiv an meine digitale D200 schraube?

    Gruß Arne

    • Das was Du öfters an der Kamera rumschrauben mußt ist genau der Wechsel der Mattscheibe. Je nach System klappt es ganz gut mit der Original-Mattscheibe, so zum Beispiel mit einer EOS 5D und Objektiven mit Blende 2.8 und dunkler, da reicht den meisten Nutzern die Mattscheibe ohne Hilfsmittel. Bei lichtstärkeren Optiken kommt dort dann die Canon EE-S Mattscheibe bevorzugt zum Einsatz – die ist optimiert für die höhere Lichtstärke, bietet aber ansonsten auch keine Einstellhilfen.

      Bei einer meiner EOS 350D habe ich eine günstige chinesische Mattscheibe mit einem Schnittbildprisma eingebaut. Das wäre wohl auch eine Lösung für Deine Nikon.
      Bei Nikon bist Du halt stark eingeschränkt mit der Objektivauswahl – die allermeisten Objektive ohne F-Mount AI-S lassen sich an Nikon nicht auf unendlich fokussieren, zumindest ohne die Qualitätsmindernden Linsen im Adapter.

  3. Wie hast du denn das Minolta Rokkor an die EOS 5D adaptiert? Da ist mir kein Adapter bekannt, der ohne Zusatzlinse das fokussieren auf Unendlich erlaubt.

    Pentax ist wohl die einzigste Marke, die ihre manuellen Objektive auch abblenden kann. Leider gibt es keine Kamera mit Kleinbildsensor.

  4. im zusammenhang mit manuellem scharfstellen, wollte ich mal wissen, ob die Mattscheibe da was bringt: Canon EG-S und worin der unterschied zur normalen besteht…

    Danke und lg
    Nico

    PS: liebe Grüße und Gute Besserung an Martin!!!!!!!!

    • Die EG-S ist speziell für lichtstärkere Objektive – heller als Blende 1:2.8. Mit der normalen Mattscheibe tifft man dann den Fokuspunkt nicht mehr sicher. Mit der EG-S oder EE-S bei der alten 5D bringt man auch noch die hochlichtstarken Optiken gut fokussiert – sofern die Mattscheibe in der richtigen Position liegt. Das ist nicht immer der Fall.
      Die EG-S ist für den breiteren Einfallswinkel der lichtstarken Optiken optimiert, bei lichtschwächeren Optiken wirds dafür aber dunkler!

  5. Sehr interessanter Artikel.. ich hoffe ja auch, dass Martin bald wiederkommt, aber trotzdem, die
    Gastartikel gefallen mir ausnehmend gut!

    Ich möchte mal was zum Thema PENTAX und manuelle Objektive beisteuern.

    Gerade bei Pentax sind alte Objektive SEHR gefragt, da die alten Objektive wunderbar
    ohne (!) Adapter funktionieren. Ich habe selber eine ganze Latte von denen via eBay eingekauft.

    Wahrscheinlich ist das auch der Grund, warum sie oft gebraucht etwas teurer sind. Man kann sagen, es geht so gegen 50 Euro los (zumindest bei Pentax-Originalobjektiven), nach oben kann es dann schon etwas mehr werden, je nachdem wie selten/beliebt der gesuchte manuelle “Schatz” halt ist.

    Erschwerend hinzu kommt, dass es manche Festbrennweiten aktuell heute gar nicht mehr oder nur sehr teuer gibt, 50er
    Festbrennweiten gibt es bei Pentax nur in einer sehr, sehr teuren Variante, Canon-User haben da wesentlich günstigere
    Canon-Original-Alternativen.

    Allgemein zu den manuellen Schätzchen:
    ——————————————————-

    – Die Objektive werden voll durch den Kameraseitigen Stabilisator unterstützt! Yes, Sir!!
    30 Jahre alte Festbrennweiten und der Stabi hilft mit. Das hat doch was!! Die Kamera fragt aber beim Einschalten gegebenenfalls nach der Brennweite des angesetzten alten Objektives, da sie das nicht wissen kann (fehlende Kontakte).

    – “Verwendung des Blendenrings” sollte freigegeben werden (Kameramemü)

    – Einige Kameras verlangen, dass der AF kameraseitig ausgeschaltet wird, ansonsten weigert sie sich auszulösen wenn nicht gerade just unter dem zentralen AF-Sensor schargestellt ist.

    – Scharfstellen halt per Mattscheibe und Fokuspunktindiaktor und (wenn aktivert) “Piepser”. Manche schwören auch auf alternative Mattscheiben mit Schnittbildmesser und Mikroprismenring. Fand ich eher problematisch, da insbesondere bei Spotmessung diese Fehlbelichtung produzieren können.. aber da hat auch jeder eine eigene Meinung.

    Zu den unterschiedlichen Objektivarten:

    “A”-Objektive:
    ———————-
    Haben eine “A” – Stellung am Blendenring. Wenn dieser auf der Stellung verbleibt, dann können diese Objektive, bis auf das manuelle Scharfstellen, benutzt werden wie ihre aktuellen AF-Pendants.

    D.h. auch “normales” Blitzen via P-TTL, Blendeneinstellung über Kamera. Deswegen oft die teuersten der “alten” Objektive.

    “M”-Objektive:
    ———————-
    Keine “A” Stellung. Blitzen problematisch, der geht immer “voll” wenn nicht manuell runtergeregelt.
    Haptisch und verarbeitungstechnisch aber oft ein Traum (..oft mehr, als die “A”-Objektive… die aber
    auch schon gut sind, vor allem für das Geld!). Springblende aktiv, kein Problem. Messung aber nur per
    Nachführmessung oder (sehr praktisch) via einer Art Zeitautomatik. Dazu wird ein Knopf betätigt (oft der
    typische Pentax-“Green Button”), die Kamera betätigt die Springblende, es wird automatisch gemessen und
    die zu der gewählten Blende passende Zeit eingestellt. Sehr, sehr praktisch. So gesehen gehen auch “M”s,
    bis auf das Blitzen, ziemlich gut mit etwas Übung.

    Adaptierte Fremdobjektive, insbesondere M42:
    ——————————————————————
    Gehen via Adapter ran, manche haben aber auch schon den Adapter am Objektiv (d.h. der Vorbesitzer hat
    schon umgerüstet). Wie “M”‘s, aber keine Springblende, d.h. stellt man eine kleinere Blende ein, wird es dauerhaft dunkler im Sucher. Trotzdem interessante Objektive dabei.

    Beispiel: Pentacon 135/2.8 (Ex-DDR). Die “Bokehschleuder”. Hab ich schon mit Pentax K-Adapter für weniger als 30 Euro (!!) auf eBay bekommen.

    Sehr interessant!!

    Übrigens: Nach meiner Meinung sind auch für APS-Cler diese alten Objektive interessant. Man kann zuindest einen Teilaspekt sogar als Vorteil betrachten: APS-C nimmt nur den “guten”, mittleren Bereich dieser auf KB-Format gerechneten Linsen! Hat auch was.

    Happy lens buying! Und nicht dem LBA Syndrom verfallen (Lens-Buying-Addiction).

    Bei mir ist es bereits zu spät….

    (Ich suche noch ein Pentax M 40/2.8 “Pancake”… )

    • Ah, da ist Dein längerer Artikel – es kann sich ja was beim Freischalten seitens des Kwerfeldein-Teams verzögern – die müßen ja vielleicht mal für kleine Jungs…

      Pentax mit Anti-Verwacklungshilfe im Gehäuse – eigentlich genial.
      Na gut, meine Contax/Yashica Optiken passen nicht.
      Und leider gibts keine KB-Vollformatkameras – und ich fürchte die werden auch nicht mehr in absehbarer Zeit kommen. Das ist für mich dann das absolute NoGo.
      Ich hab mal etwas mit Pentax geliebäugelt, aber für mich (!) warens dann zuviele Minus-Punkte.
      Sony wäre auch recht interessant – gabs damals noch nicht mit Kleinbild-Format als ich bei Canon eingestiegen bin. Und diese ganzen Sonderlocken (Blitzschuh) lassen mich auch Abstand halten. Meine alten Zeiss Optiken würden da auch nicht passen.

      Die Sache mit dem schlechten Randbereich bei Vollformat-Optiken ist mir noch nicht so recht untergekommen. Gut, das Tokina 17er schwächelt am Rand – aber an Crop wirkts fast nur noch wie ein langweiliges 28er. Und bei den längeren Brennweiten so ab 35 oder 50 mm sind auch die Ränder besser – die abzuschneiden ist Verschwendung. Meiner Meinung nach.

  6. Sehr interessanter Artikel, v.a. aus technischer Sicht!
    Ich verwende an meiner Olympus E-410 zur Zeit zu bestimmt 90% manuelle Festbrennweiten von Auto Revuenon (50mm f1.4, 28mm f2.8, 135mm f2.8).
    Ursprünglicher Grund war für mich der Preis, aber der Lerneffekt ist nicht zu unterschätzen.
    So lernt man am besten, ISO/Blende/Belichtungszeit aufeinander abzustimmen, um ordentliche Ergebnisse zu erzielen.
    Ich kann’s nur jedem empfehlen, das mal auszuprobieren und ein wenig Old School zu fotografieren.. :)

  7. @ Markus
    “Bei Nikon bist Du halt stark eingeschränkt mit der Objektivauswahl – die allermeisten Objektive ohne F-Mount AI-S lassen sich an Nikon nicht auf unendlich fokussieren, zumindest ohne die Qualitätsmindernden Linsen im Adapter.”

    ????? Da reden wir aber über die Dinger bis Ende der 1960er, oder? Anschließend wurde mit der ‘Ur-F’ der F-Mount eingeführt und seitdem vor allem auch beibehalten.
    Ich hab mit allen meinen Nikkoren, AI und AI-S absolut keine Probleme. Die AI mußten lediglich ein klein wenig nachgefeilt werden, weil mit AI-S ein Mitnehmer dazugekommen ist, aber in der Funktion beeinträchtigt, das sind sie nicht.

    Gruss
    Hauke
    Festbrennweitenliebhaber.

    • Naja, aber es sind halt nur F-Mount Optiken die passen.
      M42 fällt meist flach. Pentax K-Mount ebenso, eigentlich alles außer paar Optiken deren Unendlich-Anschlag sich einfach weit genug anpassen läßt.

      Klar, das F-Mount bietet schon eine tolle Auswahl, und viele Fremdhersteller haben auch F-Mount angeboten, aber zum Beispiel nichts altes von Zeiss, Ost und West.

  8. Also ich habe eine kleine Pentax DSLR, und mir damals aus preislichen gründen auch nur manuelle Objektive gakauft. Ich fotografiere trotzdem seit unegfähr 6 Monaten zu 90% nur noch Manuell, und als ich Damals noch ganz neu in der Fotografie war, haben mir die nicht vorhanden automatischen auf langfristige Sicht einiges gebracht, und ich habe viel verständins für meien Kamera gewonnen.

    Kanns wie Sven auch nur jeden empfehlen (:

    • Ich habe mehrere Pentax DSLRs hier, und auch eine ganze Latte alter manueller Objektive… gerade bei Pentax geht das ja ganz hervorragend.

      Ich hatte auch einen längeren Kommentar hier schon geschrieben bezüglich Pentax und alten Objektiven und was da zu beachten ist.. aber irgendwie ist der verschütt gegangen?

      • Danke Dir für den Hinweis; ich hab Deinen letzten Kommentar mal gesucht und ihn im Spam gefunden. Ich weiß auch nicht, warum er dort reingerutscht ist – ich schätze mal wegen der Länge ;-) Sorry.

        Ist jetzt auf jeden Fall rausgefischt und freigeschaltet ;-)

    • Ich persönlich finde auch das man durch das manuelle Arbeiten mehr lernt – und auch lernen muss.
      Was mir gut gefällt, ist insbesondere bei lichtstarken Objektiven oder Teleoptiken die langsame Fahrt durch die Ebenen des Objektes – und dabei sehe ich oftmals noch andere interessante Motive – wie zum Beispiel die Blätter in der Ebene des eigentliche anvisierten Objekts plötzlich wahnsinnig schöne Unschärfescheiben ergeben – und dann suche ich nach einem passenden Vordergrund-Motiv. Man muß sich nicht mehr auf die Meinung von Automatiken verlassen, sei es die Scharfstellung, oder die Belichtung – alles will selbst erarbeitet werden.

  9. ich benutze seit 2 Jahren ein Leica R 24-70 mit Novoflex Adapter an meiner Canon 5D M II und bin von der Bildqualität absolut begeistert. Ich setze das Objektiv vorwiegend für Landschaftsaufnahmen ein. Je nach Blende muss ich immer etwas unterbelichten, aber das hat man schnell raus. Das Objektiv liefert schon bei Offenblende (f4) eine hervorragende Schärfe und hat eine tolle Farbcharakteristik. Gerade im Weitwinkelbereich finde ich die Anschaffung eines “alten” Objektivs überlegenswert, da die Canon Objektive die Möglichkeiten des Vollformatsensors nicht ausschöpfen.

  10. Oho, der böse Autofokus, der böse Fortschritt…

    Alte Linsen gut und schön, aber nicht jeden Glasbaustein würde ich mir an die Kamera schnallen, alleine schon wegen der Vergütungen. Interessant ist es, den M-Mount zu adaptieren – Leica, Voigtländer und andere Hersteller bauen enorm hochwertige Objektive in kompakter Form.

    Du musst auch bedenken, dass nicht jede Kamera für manuelle Objektive geeignet ist, bei Nikon beginnt der “Fortschritt” erst ab den dreistelligen Modellen, darunter muss man sich mit einem ausprobieren an die passende Belichtung tasten, auch nicht das wahre. Canon ist dafür ideal, bei Olympus/Pentax/Sigma kenne ich mich nicht aus.

    • Ich muß ja zugeben die Belichtungsmessung meiner 5D nur als grobe Orientierung zu nutzen. Dann ein Blick auf Histogramm, oder oft auch so und ne Korrektur und es stimmt.
      Für meine ruhige Art der Photographie reicht die Geschwindigkeit meist.

      AF ist für viele Sachen sicher toll, aber ich verzichte gerne drauf wenns geht. Die AF Optiken die ich so habe, funktionieren meist gut – aber das wars danns schon. Um wertige Optiken zu bekommen muß ich bei Canon wohl an die L-Objektive – oder einfache normale auch damals günstige FD Optiken adaptieren. Die haben vermutlich vom Gefühl her eine gleiche Qualität.
      Aber man darf auf keinen Fall auf die Idee kommen, alle manuellen Optiken wären wertig. Es gab auch damals plastiklastige Optiken. Und auch das aktuelle Samyang 14/2.8 würde ich nicht unbedingt als wertig bezeichnen. Es bietet viel fürs Geld, aber meiner Ansicht nach nicht hohe Bau-Qualität:
      http://www.4photos.de/test/Samyang-14mm-2.8.html

      Und schönerweise sind die alten Festbrennweiten oftmals von gleicher oder ähnlicher optischen Leistung wie die modernen 30 Jahre jüngeren Nachfolger.

  11. Das gilt ja nicht nur für Canon Kameras. Ich habe eine Olympus E-450 mit 4/3-Bajonett und nutze auch teilweise manuelle Objektive. Es ist sicherlich manchmal ein bisschen lästig, alles so hinzubekommen, wie man es haben will, aber wenn ich so schaue, was ich für ein digitales 50mm von Olympus ausgeben muss, habe ich lieber ein älteres OM 50mm f/1.8 hier. Macht auch Spaß. :)

    • Wobei ich ja immer finde das an 4/3 Kameras die guten Kleinbildoptiken vergeudet sind :-)
      Mehr als 70% der bei Kleinbild genutzten Bildfläche wird einfach in Mattschwarz entsorgt. Da ist wie mit dem Auto bei angezogener Handbremse zu fahren ;-)

      Aber immerhin noch besser für die Optiken als ungenutzt in der Fototasche zu verpilzen – viel Spaß mit den Manuellen! Olympus hat schon sehr feine Optiken gefertigt – und oftmals sehr handlich klein.

  12. Hallo,
    Du schreibst “M42 nur deswegen an Canon …. Hier verliert Sigma mit dem kleinen Bajonettdurchmesser.”.
    Das stimmt so nicht, M42 Objektive gehen Problemlos mit Adapter (Sigma oder Pentax Adapter) an allen Sigma SDs, es muss auch nicht beachtet werden das der Spiegel anschlägt, da ja alle Sigmas einen geschlossenen Spiegelkasten haben.
    Auch die Fokus-Anzeige, durch leichtes Drücken des Auslösers funktioniert ohne Chip im Adapter.

    Pentax-K an Sigma: Um PK Objektive an der SIgma zu nutzen braucht man keinen Adapter, da das Bajonett fast Identisch ist, es muss lediglich der Hebel und die Nase entfernt werden, wegen dem 1,5mm Unterschied im Auflagemaß, lassen sich die PKs über ∞ hinaus fokussieren.

    Hier mal ein Link übers SA-Bajonett: http://de.wikipedia.org/wiki/Pentax-K-Bajonett#Sigma_SA-Bajonett

    Grüsse,
    Rainer

  13. Hallo, habe den Artikel erst heute entdeckt (und mich gefreut, weil ich auch alte FBn an meiner Canon benutze). Für mich war der Kauf des Pentax SMC-M 50mm 1.4 der Einstieg in die Welt der lichtstarken Festbrennweiten – und das für unter 100€ inkl. Adapter. Ich nutze vor allem dieses Objektiv sehr gerne für AL und Konzertfotos.
    Einen guten Tipp möchte ich noch loswerden zum Thema scharfstellen: LIVEVIEW!!! Neben Makroaufnahmen ist das für mich DER Anwendungszweck für Liveview. Mit der Lupenfunktion kann man ganz exakt scharfstellen – auch an der Crop-Kamera und auch ohne spezielle Mattscheibe. Die Meinungen zu Mattscheiben gehen übrigens sehr auseinander. (Siehe Diskussion im photozone.de-Forum.) Es ist wohl so, dass sich der Austausch nur dann richtig lohnt, wenn man ausschließlich mit manuellen Objektiven fotografiert, ansonsten hat man Nachteile bei AF-Objektiven (entweder Bild zu dunkel oder die roten AF-Bestätigungspunkte leuchten nicht mehr – oder man bezahlt eine Menge Geld für das Katzeye).

  14. Hallo, ich bin noch Anfänger, habe gerade eine Canon EOS 450D gekauft und habe noch einen Haufen alter M42 Objektive. Jetzt habe ich einiges gelesen über Auflagemaße etc. und dass ggf. der Spiegel an das Objektiv stoßen kann. Natürlich befürchte ich jetzt, meine Kamera zu beschädigen. Ich habe schon meine Objektive gegoogelt, komme da aber nicht so richtig weiter. Z.B. habe ich ein Auto Revuenon 1.4 / 55 mm, und auf einer Kompatibiitätsseite zur Canon 5D steht, dieses stoße an den Spiegel an. Meine Frage: hat die Canon 5D die gleichen Auflagemaße wie die 450D? D.h., gilt die Kompatibilitätsliste der 5D auch für meine Kamera? Und würde ich das merken, wenn das objektiv anstößt? Oder gibt es unbemerkte Schäden?

    Viele Grüße
    Heike

    • Hallo Heike,
      bei einer EOS 450D ist der Spiegel wesentlich kleiner als bei den Kleinbild / Vollformatkameraswie der EOS 5D. Aus diesem Grund ist an der EOS 450D normalerweise nicht mit Problemen zu rechnen.
      Das Auflagemaß selbst ist bei allen EF und EF-S Optiken das selbe.

  15. Betr.: C/Y-Objektive an Canon-DSLRs

    Hallo Markus und Co,

    Danke für eure Aufarbeitung dieses interessanten Themas.
    Leider tappe ich noch etwas im “ich-bin-verunsichert-Dschungel”!

    Hier meine Frage/n:

    Passen Objektive mit C/Y-Bajonett, wie z.B. – Yashica ML 3,5/21mm, – Zeiss Distagon 2,8/28mm, – Zeiss Planar 1,7/50mm “problemlos” an Canon-DSLRs wie – 50D/60D, – 7D und Canon-DSLRs mit Vollformatsensor?

    Wenn ja, wo finde ich diesen entsprechenden Adapter in guter Qualität?

    Dank! & Gruß
    Mira

  16. Hallo,

    etwas spät und etwas off-topic, was Pentax angeht, aber vielleicht interessant, was das Verwenden alter Objektive angeht:

    Mein Vater hatte eine Contarex, so habe ich nun ein paar schöne Zeiss-Optiken. Problem: Blendensteuerung war in der Kamera, die Objektive haben also keinen Blendenring! Da lief mir dann ein ebay-Angebot über den Weg: Ein Adapter von Kipon mit Blendenring!!! um Contarex Objektive an Sony-Nex zu adaptieren.

    Das brachte mir eine Nex in’ s Haus. Die ersten Versuche waren vielversprechend. Die Nex’en haben einen Crop-Faktor von nur 1,54. Das sind Welten zu Micro-4/3! Und sie unterstützen manuelle Objektive vorbildlich! Scharfstellen durch Kontrastkanten-Anhebung mit wählbarer Farbe, Sucherbildvergrößerung in zwei Stufen, verschiedene Automatik- und Manuell-Modi, der Sensor kommt dank seiner dafür optimierten Mikrolinsen relativ gut mit schräg einfallenden Strahlen klar, also (nur bei einigen Objektiven) geringe Randabschattungen (Das gilt wohl nicht für die Nex-7), usw.

    Mich hat der Objektiv-Sammel-Virus voll erwischt. Einige C/Y-Objektive aus RTS-Tagen waren noch im Bestand, einige Canon-FD-Schätzchen (z. B. 2,0 135 ein Traum für natürliche Kinderfotos und Portraits) sind hinzugekommen…

    Und allen Unkenrufen zum Trotz. Die Nex-en sind so leicht, sie stören selbst an einem 1,8kg-Klopper wie dem Zeiss Tele-Tessar 4/300 kein bisschen.

    Das hochklappbare superhochauflösende Display verleiht Mittelformatfeeling, einfach nur schön.

    Bleibt mir nur noch eine Bitte: Kauft mir nicht alle schönen alten Objektive weg!

    Eine Erfahrung noch zum Schluss: Von 6 ebay-Käufen gingen drei wegen erheblicher Mängel wieder zurück (darunter auch Händler!). Machmal lohnt doch der Gang in’s Fachgeschäft vor Ort. So viel teurer sind die auch nicht. Und dort gibt es in der Regel ein Jahr Gewährleistung. Aber eben fast nie Raritäten wie ein Kiron 2,8 105 Macro.

    Gesegnete Weihnachten,

    Jona

  17. Lieber Herr Keinaths,
    ich habe ihren Artikel mit großer Freude gelesen, da sie meine Erfahrungen, was die alten Oblektive betrifft, bestätigt haben. Allerdings schlage ich mit einem anderen Problem. Ich suche nach einem M42 Adapter auf CONTAX MM Bajonett. Wissen Sie vielleicht, ob es sowas gab? Ich trage mich mit dem Gedanken eine RTS III zu erwerben und dann die M42 Schätze regulär zu nutzen. Mit meinen Nikons geht es nicht so ganz – AUflagemas stimmt nicht und die Brennweiten zeichnen anders, als gewohnt… Ich würde mich freuen, wenn Sie mir mit einer Information helfen könnten.
    Mit besten Grüßen,
    D. Schwider

  18. Hallo, sehr interessant, was ich hier lese.
    Meine derzeitige Suche richtet sich nach einem Adapter, der meine Sony-Alpah Objektive an eine Nikon D800 zulässt.
    (Dann sollten auch meine alten Rokkore, deren besondere Zeichnung ich immer geschätzt habe, funktionieren).

  19. Ich stimmer dir voll zu. Ich nutze Altglas an meiner Sony Nex-3N. Und ich bin Begeistert. Durch Peaking leicht zu Fokussieren. Und da es keinen Spiegel gibt !! 0 Probleme. Ich benutze sogar Revuenon ,Minolta, Canon FD, Beroflex, Pentacon und noch Andere Objektive 1955 bis 2013 und ich bin Begeistert und Überrascht, die alten Teile sind Spannend. Danke für deinen Thread.
    Gruß Peter Peel