browserfruits © Aileen Wessely
22. Februar 2010 Lesezeit ~ 1 Minute

Liu Bolin: Der große Unsichtbare

Liu Bolin

Na, gleich erkannt? Ich musste jedenfalls (gerade beim ersten Foto) mehrmals hinschauen, um herauszufinden, dass da eine Person im Bild versteckt ist. Es handelt sich um Liu Bolin, einen 35-jährigen Chinesen, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, fotografisch (und ohne Photoshop) mit seiner Umgebung zu verschmelzen.

Ein Zitat aus Odditycentral:

“Liu works on a single photo for up to 10 hours at a time, to make sure he gets it just right, but he achieves the right effect: sometimes passers-by don’t even realize he is there until he moves.”

Liu Bolin

Liu Bolin

Liu Bolin

Liu Bolin

Ich finde es superspannend, wie Liu das Thema Selbsportraits angeht – denn typisch oder normal ist das nunmal gar nicht. Und eins ist sicher: Es ist alles eine Frage der Perspektive ;)

Weitere Werke von Liu Bolin könnt ihr hier, da und dort betrachten.

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31 Kommentare

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  1. Gedanken beim Lesen dieser Seite:
    – hä? ein Bagger? (Angefangen zu lesen …)
    – oh. krass. da steht tatsächlich einer.
    – Makeup oder “geshoppt? (nächstes Bild)
    – hm. kenn ich schon. (nächstes Bild)
    – laaangweilig. (nächstes Bild)
    – tilt. just what i expected. (nächstes Bild)
    – oh. das kenn ich irgendwoher.
    – und jetzt?
    – was genau will der typ mir damit sagen? dass er PS kann? oder dass er maskenbildner ist?
    – *wayne*

    Versteh mich nicht falsch, Martin, nichts gegen den Artikel, aber den Typen find ich echt langweilig. :-)

  2. Generell ne lustige Idee, aber irgendwann wird’s unspannend. Den Zaun und die Pose vor dem Tempel sind amüsant. Aber ich hoffe, das ist nicht die einzige kreative Idee, die der Mensch in seinem Leben hatte ^^

  3. Peinlich, wie lang ich gesucht hatte…
    Witzige Idee – und sehr gelungen! Ist immer wieder interessant, in welche faszinierende, verschiedenartige und spezifische Richtungen Fotografie gehen kann.
    Selbst wenn man persönlich seine Favoriten hat, find ichs immer wieder spannend, andere Werke zu genießen, begutachten oder auch abzulehnen.

  4. Beim Bagger hab ich schon eine Weile gebraucht, bis ich ihn gefunden hatte – die anderen waren dagegen leicht. Die Idee finde ich gar nicht mal so schlecht – hat ein bißchen was von “Gespensterbildern” oder auch “Regisseuren die irgendwo kurz in ihren Filmen auftauchen”.
    @wulhlm: Ich vermute mal es dürfte eine Langzeit-Belichtung dahinter stecken und innerhalb der Belichtungszeit ist er nur einen “kurzen Augenblick” (aber eben doch lang genug) an der Stelle. Über denselben Trick soll man ja auch Menschenmassen (Touris z.B.) vor Gebäuden “ausblenden” können – also Graufilter vorschrauben, damit Du lange genug belichten kannst und dann 3min oder so belichten, wenn dann nicht jemand für längere Zeit an einem Fleck stand sondern sich alle störenden Personen mehr oder weniger schnell durch das Bild bewegt haben, dann soll von den Personen nichts mehr im Bild sichtbar bleiben. (Hab’s aber auch noch nicht getestet, nur davon gelesen – und kürzlich ‘ne Doku zu Gespensterbildern gesehen)

  5. @Wiebke:
    nix Langzeitbelichtung, folgst du mal den angegebenen Links dann siehst du, dass er sich selber bemalt. Das hatte ich auch vermutet und man sieht es teilweise auch dtl (z.B. bei dem Bild mit dem Graffiti [bei der helleren weiße Linie z.B., wie sie sich vom Untergrund durch Form, Verlauf und Farbintensität abhebt])
    Find das echt der Hammer. Wenn ihn jemand anders bemalt, dann erscheint es noch umsetzbar, aber wenn er alles alleine macht, dann ist es der Knaller!
    Etwas komisch find ich übrigens die Art und Weise, wie manche Leser hier kommentieren. “Laaangweilig!” von Jan find ich hier unpassend und etwas abgehoben – der Ausspruch erinnert mich an Homer S., naja und der ist ja nicht grad der Hellste ;)
    Und wenn jemand anders schreibt, dass das hoffentlich nicht die einzige kreative Idee ist, die der Mensch in seinem Leben hatte, dann muss das ja auch von einer echten Kreativitätsmaschine stammen!
    Ich find die Idee und die Umsetzung absolut genial!

  6. Also, gerade das mit dem Radlader.. ich denke, das ist eine MORDSarbeit, das so gut hinzubekommen. Insofern finde ich die Geschichte schon sehr erstaunlich und originell.

    Lustig.. echt.

    Auf dem Radlader-Foto hab ich ihn echt erst nicht entdeckt… und beim ersten Blick auf den Artikel dachte ich erst “..hmm, das Foto eines Radladers. Ein einfacher Schnappschuß.. aber jemand ist damit berühmt geworden? Hmm… vielleicht höhere Kunst, die ich nicht verstehe? Soll der Radlader die Globalisierung und die Konsequenzen daraus für den urbanisierten Menschen im spät-industriellen Zeitaler und die damit verbundene Zerissenheit seiner Selbst…… ach nee, da steht ja einer!”

  7. Erster Gedanke: Toll, ‘n Bagger… Naja, mal den Text lesen.
    Zweiter Gedanke: Wie? Wo soll da jemand sein? Spinnen die jetzt alle?
    Dritter Gedanke (nach diversen Bissspuren im Schreibtisch): Wow!

    Dann: Text und Kommentare lesen. Links durchklicken. Selbst noch etwas im Web stöbern. Und… Fazit ziehen.

    Von den hier geposteten Bildern haut mich zwar nur das mit dem Bagger um, das dafür aber richtig! An anderer Stelle hab ich noch drei oder vier andere gefunden, bei denen man extrem genau hingucken muss.

    Ich hatte erst gestern eine Unterhaltung über den Kunstbegriff und die handwerkliche Umsetzung von dem Kerl trifft meinen Standpunkt dazu ziemlich genau. Deswegen schonmal 10 von 10 Punkten für die Idee und zusätzlich allen Respekt für die mühevoll ausgestalteten Details! Allerdings finde ich auch, dass bei einer Serie aus 70+ Bildern — trotz oder gerade wegen des unterschiedlich gut gelungenen Effekts und einer fast immer identischen Position im Bild — die Idee (leider!) ein bisschen zu inflationär ausgereizt wurde.