Kwerfeldein
17. November 2009 Lesezeit ~ 3 Minuten

Forum Naturfotografie

Forum

Vor einiger Zeit habe ich hier begründet, warum ich keine Foto-Zeitschriften lese – ihr erinnert Euch? Nun, obwohl ich diese Meinung in Bezug auf den großen Foto-Printmarkt immer noch teile, gibt es heute auf kwerfeldein.de eine Premiere: Ich stelle Euch eine Foto-Zeitschrift vor, die ich tatsächlich gut finde.

Nun, bevor ich hier loslege müsst ihr eines wissen: Mit Produktvorstellungen auf kwerfeldein.de gehe ich (wie ihr wisst) sehr spärlich um, da ich wirklich nur das allerbeste auf dieses Blog lasse und 100% hinter einer Sache stehen möchte, wenn ich sie hier präsentiere. Und das ist definitiv der Fall bei dem, was nun kommt.

Es ist noch gar nicht lange her, da landete in meinem Briefkasten ein größeres Couvert mit 3 unterschiedlichen Exemplaren des Forum Naturfotografie. Dabei lag ein Schreiben von Sandra Bartocha, worin sie auf meinen kritischen Artikel über Fotozeitschriften hinwies und mich ermutigte, doch einen Blick in das Heft zu werfen.

Und ganz ehrlich: Mir blieb der Mund offen stehen. Schon nach ein paar Minuten war mir klar, dass ich das featuren werde. Das “Forum Naturfotografie” ist ein Heft, welches sich deutlich vom Rest abhebt.

Doch was ist das Forum Naturfotografie eigentlich?
Forum Naturfotografie
Nun, es ist ein Magazin von GDT, der Gesellschaft deutscher Tierfotografen. Zentrales Thema des Heftes ist die Naturfotografie. Tiere, Landschaften und Pflanzen werden in zahlreichen und vor allen hochwertigen Fotos dargestellt.

Das Heft liegt im Einzelpreis bei 7€ und erscheint 3x im Jahr. Inhaltlich befasst sich das Forum Naturfotografie insbesondere mit Fotografen und deren Arbeit. Von daher finden sich einige Berichte und Interviews im Heft, die ich selbst als äusserst interessant und authentisch empfinde.

Da wird nichts aufgeblasen, sondern vielmehr steht der Mensch im Kontext der Natur. Die Technik spielt meistens eine untergeordnete Rolle und ich hatte nicht den Eindruck, dass es hier um die superkrassen Profifotografen geht sondern vielmehr um die Qualität und Aussage ihrer Fotos.

Und die können sich tatsächlich sehen lassen.

Forum Naturfotografie

Ich bin ja der Meinung, ein gutes Fotoheft sollte vor allem eines haben: Gute Fotos. Da kann der Text noch so gut sein, wenn die Bilder nix können, ist bei mir relativ schnell vorbei. Forum für Naturfotografie zieht da meiner Meinung nach an sämtlichen “großen” Fotomagazinen vorbei – und auch die Durckqualität lässt nicht zu wünschen übrig. Das Heft hat natürlich den Vorteil, dass es nicht alle Genren der Fotografie abdecken muss, sondern sich einer Sache verschrieben hat. Und das empfinde ich als positiv.

Forum Naturfotografie

Darüber hinaus hatte ich beim Lesen der Artikel den Eindruck, dass es nicht nur um “geile Fotos auf Teufel komm raus” geht, sondern auf die Natur an sich eine wichtige Rolle spielt. Dementsprechend wird auch das Thema Umweltschutz aufgegriffen, was der ganzen Sache die Tiefe gibt, die solch ein Heft braucht.

Was dem ein oder anderen sicherlich ebenfalls positiv beeindrucken wird, ist die Tatsache, dass die Werbung im Heft sehr spärlich gestreut wird. So befindet sich in meinen Ausgaben nur zu Beginn und am Ende des Magazins vollseitig eine Produktwerbung – und fällt beinahe gar nicht auf.

Kritik
Was mir im Heft einwenig gefehlt hat ist der direkt Bezug zur Fotografie im heutigen Zeitalter. So wird das Thema Internet fast gänzlich ausgespart, undso wirkt das Heft einwenig abseits dessen, womit sich der Otto-Normal-Fotograf von heute auseinandersetzt.

Zusätzlich bin ich etwas empfindlich, wenn die Portraits der Fotografen häufig so aussehen, dass diese (fast immer) mit ihrer Kamera abgebildet werden. Natürlich kann da die Redaktion des Magazines weg dafür, und Geschmäcker sind sicher unterschiedlich.

Forum Naturfotografie

Fazit
Das Forum Naturfotograf ist bisweilen das beste Foto-Magazin, welches mir bis heute zwischen die Hände gekommen ist. Es ist sorgfältig gestaltet und der Leser spürt den Machern des Heftes ab, dass sie mit ganzem Herzen hinter Fotografie & Natur stehen und nicht in erster Linie “verkaufen” wollen. Ich kann jedem Natur-, Tier- oder Landschaftsfotografen empfehlen, einen Blick hineinzuwerfen.

  • Sigma Banner

31 Kommentare

Schreib’ einen Kommentar

  1. Hm, das klingt ja wirklich interessant! Was mir vor allem gleich aufgefallen ist, an den Bilder die du uns hier exemplarisch zeigst: es wirklich recht aufgeräumt! Die doppelseiten sind nicht zugepflastert mit Text, Werbung oder Infoboxen! So kommen die Bilder noch besser zur Geltung.

    Schau ich nachher mal weiter rein.

  2. Ich kann nur zustimmen, ich halte das Forum für eine der besten deutschen Fotozeitungen – man muss allerdings die Fokussierung auf Naturfotografie mögen.
    Sehr positiv ist auch, das es eben nicht um Technik geht, die in vielen anderen Fotomagazinen den Hauptteil des Inhalts ausmacht.
    Zur Kritik: “Mission” dieser Zeitschrift ist die Konzentration auf die Bilder. Und das gelingt in meinen Augen sehr gut. Der Rest wird auch anderswo behandelt. Und ich finde gut, das nicht versucht wird, hier den Spagat mit beidem zu schaffen, das würde kaum gelingen.

  3. Mir ist es z.B. völlig egal, ob der Fotograf nun mit oder ohne Kamera abgelichtet wird. Mit wirkt irgendwo schon passend – warum also nicht?

    Danke für den interessanten Tipp. Ich sammele derzeit Ideen für ein neues Abo. Werde mir wohl mal ein oder zwei Ausgaben kommen lassen.

  4. @ e7
    leider nicht am bahnhof erhältlich … die auflage ist nur sehr gering und bestellung von einzelheften gibt’s leider auch nur über die webseite. wir beugen damit den dutzenden remitten vor. ;-)
    ach ja, ligaturen – wir sind noch in vielen bereichen lernfähig. :)

  5. Genau das suche ich seit 1 Woche! Ich habe erst vor kurzem mit meiner Mutter eine genau solche Zeitschrift gesucht, um mich zu inspirieren!!

    Danke für diesen echt wertvollen Tipp!

    Wo kann man den dieses Heft besorgen? (MUST HAVE IT!!)

    Grüße
    Flo

  6. Schade, dass es nur so wenig Auflagen davon gibt und man es nicht mal schnell am Kiosk erwerben kann. Auch schade, dass es nur 3 Ausgaben im Jahr gibt – aber das macht das ganze wohl viel wertvoller. Ich überlege mir wirklich, eine zurückliegende Ausgabe zu bestellen :)

    Danke für den tollen Beitrag zum Thema Natur

  7. Klingt als sollte das getestet werden.
    Ich finde das ja schon mal sehr gut das sich die Macher einer Zeitung mit diesem Blog beschäftigen. Martin, ist nicht böse gemeint, ich lese alles was hier erscheint, ich meine nur das die Leute auf Meinungen reagiere und das find ich gut.
    3x im Jahr 7€ tun auch nicht wirklich weh.

  8. Das Forum Naturfotografie scheint tatsächlich angenehm herauszustechen!

    Ich habe soeben auch Deinen älteren Beitrag “Warum ich keine Fotozeitschriften lese” gelesen und in den Kommentaren gestöbert. Es gibt schon ein paar Magazine, die über den allgemeinen Technikwahn und die ewigen 10-Tipps-zum-besseren-Bild-Listen hinausgehen. Wie z.B. das PHOTOGRAPHIE Magazin, oder die NaturFoto, oder Leicas LFI-Magazin …

    Wie es aussieht, ziehen auch manche kwerfeldein.de Leserinnen und Leser ihre Motivation aus fotolastigen, aber nicht direkt dem Thema Fotografie zugehörigen Magazinen wie mare, GEO oder View. Daher sei mir etwas Werbung in eigener Sache gegönnt:

    Neben den Printmagazinen etablieren sich ja auch zunehmend PDF-Magazine, die sich natürlich erheblich kostengünstiger und daher auch werbefreier und eigenständiger produzieren lassen. Ich selber bin als Herausgeber und Redakteur des StadtLandFlucht-Magazins dabei. Das PDF-Magazin zeigt auch so manches Foto zum beliebten Thema Reise …

    http://www.stadtlandflucht.de/?page_id=5

    Beste Grüsse, Martin

  9. Hallo, scheint ganz Interessant zu sein dieses Magazin. Wird denn die Herangehensweise erklärt? Denn das würde mich als Anfänger schon Interessieren wie auch ich zu solchen Bildern komme (oder zumindest Ansatzweise..;-)). Wenn das so ist werde ich mir mal ein Exemplar bestellen.

    Gruß Heiko

  10. Zit: “Kritik: […] So wird das Thema Internet fast gänzlich ausgespart, und[ ]so wirkt das Heft ein[ ]wenig abseits dessen, womit sich der Otto-Normal-Fotograf von heute auseinandersetzt.”

    Hehe, das schlägt wohl genau in die Kerbe, über die wir neulich diskutiert haben. Eine Studie, wie viele “Otto-Normal-Fotografen” sich mit dem Internet und dem aktiven Teilnehmen (also mit Bilder hochladen) auseinandersetzen, würde mich wirklich brennend interessieren.

    Ich kenne soooo viele (wirklich gute) Fotografen, die sich überhaupt nicht im Netz zeigen, und mindestens genau so viele, deren Auftritt einzig und allein als “Visitenkarte” gedacht ist – also ohne Portfolio und Beispielbilder.

    Das “Problem” dabei ist: Für unsereins sind diese Fotografen natürlich unsichtbar. Wie oft habe ich großartige Fotografen kennen gelernt, und bin beim anschließenden googeln grandios gescheitert. Teilweise sind die Namen sogar in zahlreichen Ausstellungsseiten, in Quellenverzeichnissen und und und aufgeführt, aber es findet sich kein (in Zahlen 0) Bild von der Person, geschweige denn eine Webseite. Andere findet man gar nicht. Nirgends.

    Das Internet ist zwar insofern bei den Leuten angekommen, dass die meisten wissen, dass es es gibt. Aber für die allermeisten Leute in Deutschland endet das Internet gleich hinter Email, ebay, youtube, amazon, google und vielleicht noch StudiVZ oder facebook. Aber mehr dann wirklich nicht. So weh uns Webgeeks das auch tut.

    Vielleicht ist meine Schätzung mutig: Aber ich behaupte, dass 90% der ambitionierten Hobbyfotografen nicht im Internet vertreten sind, und sich folglich auch nicht größer damit beschäftigen. (Damit mein ich natürlich nicht EMail, youtube & co)

    Das uns Webgeeks – die wir das Internet aktiv nutzen, es den ganzen Tag als Standardwerkzeug benutzen und sowohl die Telefonnummer des Arztes als auch das Käsekuchenrezept online nachschlagen – das natürlich anders vorkommt, ist natürlich logisch.

    Idee: Wir sollten nächsten Sommer einfach mal zur Bundesgartenschau fahren (tut mir ja leid, aber da ist dann der Durchschnittsdeutsche), und alle Leute mit Kamera (nicht Knipse) fragen, ob sie Ihre Bilder hochladen.

  11. @ Martin
    Erst mal möchte ich mich auch hier nochmal für Deinen Beitrag bedanken. :)

    @ Heiko
    es ist kein wirkliches How-to-Magazin, das überlassen wir den dutzenden Büchern, Online-Tutorials und Blogs zu diesen Themen … :)
    Aber in machen Situationen wird die Herangehensweise an bestimmte Motive/Themen beschrieben. In den Fotoprojekten z.B. beschreiben die Autoren meist ein Gebiet oder ein bestimmtes Projekt … der Schwerpunkt liegt manchmal auf der Herangehensweise, manchmal aber auch auf naturkundlichen oder naturpolitischen Dingen. In den Interviews geht es darum, einen Einblick in das Leben und die Arbeitsweise der jeweiligen Fotografen zu bekommen.
    Das ist ja auch grundsätzlich ein Problem, ein gedrucktes Magazin, welches es allen Lesern recht macht, kann es gar nicht geben – wenn man eine bunte Mischung versucht, scheitert es meist, da sich jeweils der andere Teil gelangweilt fühlt.
    Einen Einblick in eine ältere Ausgabe gibt es hier:
    http://issuu.com/luverne/docs/forum-naturfotografie

    @ Frederik
    Die Naturblick konzentriert sich insgesamt mehr auf die heimische Natur. Das Forum Naturfotografie hat einen zusätzlichen Schwerpunkt mit international renommierten Autoren.

    @ Hannes + Martin
    Den Fehler den Fotografen meist machen ist, ihre eigene Welt als die einzig existierende wahrzunehmen. :)
    Insofern gebe ich Hannes recht, es gibt sehr, sehr viele Fotografen, die mit Web 2.0 nichts am Hut haben, die den Computer gerade mal zum E-Mail schreiben nutzen. Auf der anderen Seite nutzen auch viele im Magazin vorgestellte Autoren die Möglichkeiten moderner Kommunikation und betreiben eigene Blogs.
    Ich denke auch das jedes Medium so seine eigene Dynamik hat. Das Web ist sehr schnell – man referenziert schnell, Dinge veralten aber auch schnell – Links funktionieren nach einer Weile ggf. nicht mehr, Bilder kommen und gehen …
    Eine Zeitschrift ist eben doch ein klassisches Medium, welches ggf. länger Bestand hat. Natürlich verweisen auch wir auf die Homepages der jeweiligen vorgestellten Fotografen, aber wir stellen keine Blogs vor … und sprechen auch nicht groß über Internetplattformen & Co.
    Zeitschriften liest man ja auch oft nicht direkt am PC, sondern geniesst das haptische Gefühl des Blätterns … bei einer Tasse Tee, im Zug oder sonst wo – die direkte Referenzierung ins Netz wäre somit ja sogar zum Teil unsinnig.

    Und insgesamt hat ja jede Fotografen-Szene ihre eigene Dynamik, ihre eigenen Größen, ihre eigenen Stars … die Leute außerhalb der jeweiligen Szene wenig oder gar nicht kennen. Schon unter den Naturfotografen gibt es dutzende Unterszenen: Die deutsche Fotoszene, die amerikanische Fotoszene, die National Geographic Fotografen, die GDTler, die Nicht-GDTler, die umweltpolitischen Fotografen, die Ästheten, die Dokumentaristen, die Künstler, die skandinavische Fotoszene, die Internetgemeinde, die Italiener, die Ungarn, die Japaner, die Landschaftsfotografen, die Blümchenfotografen, die Safari-Anhänger, die Workshopfotografen, die Unterwasserfotografen, die Büchermacher, die Abenteurer, etc, etc. :)))

    Zudem gibt es oft noch einen Unterschied zur reinen Internetgemeinde. Autoren die für namenhafte Magazine (NG + GEO und Co.) arbeiten, halten ihre Bilder meist lange zurück und veröffentlichen diese nicht auf diversen Plattformen – daher bekommt man aus diesen Universen in der Blogosphere auch nicht so viel mit. :)

    @ Phei
    Das ist prozentual schwer zu sagen, manchmal so, manchmal so.
    Es gibt Hefte, die einen starken Schwerpunkt auf Tiere legen. Und andere beschäftigen sich wieder mehr mit Landschaften und Pflanzen. Das letzte Heft, 3/09 hat z.B. einen überdurchschnittlichen Schwerpunkt auf Landschaften.

    So far. Freue mich über Eurer Interesse. :)

  12. Seit einigen Tagen habe ich auf der Suche nach einer sinnvollen Fotozeitschrift diesen Block entdeckt und lese ihn nun fast täglich mit großem Interesse. Ich bin seit 2 Jahren in den Vorruhestand versetzt worden und versuche sei dem die digitale Fotografie zu erlernen. Ausgelöst wurde mein Interesse für die Fotografie von Sandra Bartocha. Ihre wundervollen Fotos habe ich das erstemal im Rahmen einer Veranstaltung von” Kunst offen “gesehen. Begeistert schaue ich mir immer wieder die Fotos auf ihrer Homepage an. Ich habe mir heute 4 Ausgaben der Zeitschrift Forum Naturfotografie bestellt und bin sehr gespannt.

  13. Ich habe das Forum Naturfotografie vor einem Jahr kennengelernt und war begeistert. Tolle Fotos, tolle Druckqualität und interessante Themen. Die Ausgabe hatte ein Interview mit dem englischen Fotografen Andy Rouse, ein toller Einblick in die Arbeit dieses Klasse-Fotografen. Neben der NaturFoto eines der wenigen Fotomagazine, die sich für mich wirklich lohnen.

  14. Blogartikel dazu: Sandra Bartocha: Eine Naturfotografin im Interview | Digitale Fotografie Lernen - KWERFELDEIN - Martin Gommel

  15. Ja – die fehlende Kioskausgabe macht es m.M. nach ein wenig schwer mal kurz durchzublättern und sich zu entscheiden “will ich oder will ich nicht bzw will ich ab und zu” (OK letzteres ginge bei mir dank Wohnsitz sowieso nicht)… aber dann hätte ich halt im Urlaub mal reingucken können statt gleich mit Probeabbos oder älteren Zeitschriften anzufangen.
    Ich hab allerdings bei meinem letzten Flughafenbesuch in Gardermoen noch die PhotographyMonthly (UK) gefunden – die mir auch schon sehr gut gefallen hat, da hier auch kein “Technikwettlauf” propagiert wird und es thematisch nicht auf einen Bereich eingeschränkt ist – selbst wenn ich hauptsächlich Landschaften fotografiere kann es ja nicht schaden auch ein bißchen was von der Porträtfotografie zu lesen … schon allein weil einem ab und zu mal einer ins Bild stapft der da tatsächlich auch rein soll (und Vögel denen Äste aus dem Kopf zu wachsen scheinen mindestens genauso dumm aussehen wie Menschen denen Bäume aus dem Kopf wachsen)

  16. Nach zig Fotoforen kann ich heute -scharf fokusiert- sagen, daß der Trend zum “Meisterfoto” oder dem “must have” derart erschlägt, daß man von Fotografie nicht mehr reden mag. Heutige Fotoapparate sind eher Fotoautomaten geworden, deren Resultate -dank eingebauter Bildbearbeitung- bereits Fakes sind, die mit der Wirklichkeit vor Ort nicht mehr viel zu tun haben. Den Rest erledigt die Software zuhause am PC, mit der gebastet wird, daß sich die Balken biegen: Man ist sogar stolz darauf !
    Die Natur oder das natürliche Bild, das man sehen kann, wenn man zwischen Daumen und Zeigefingern ein Rechteck macht (Sportsuchereffekt) – ist längst nicht mehr “echt genug” ! Dunst oder Strahlung wird weg, “schöne Wolken” und blitzeblauer Himmel gebastelt.
    Gut neunzig Prozent aller so gezeigten “Naturaufnahmen” sind Trugbilder – von den “Modells” will ich nicht mal anfangen, die eine Art Ersatzbefriedigung für ältere Männer zu sein scheinen.
    Foren? Nein danke!
    PS
    Mit den Magazinen schaut es auch nicht besser aus..

  17. Blogartikel dazu: neues Fotoforum | birgitengelhardt.de

  18. Blogartikel dazu: Photowalk durch Nürnberg | birgitengelhardt.de

  19. Blogartikel dazu: Grün vs. violett – 2 Diptychons | birgitengelhardt.de